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Jetzt will sie offen über Grenzen der Zuwanderung sprechen – Kanzlerin Merkel besucht Bildungsprojekt für Flüchtlinge

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hält eine breite gesellschaftliche Debatte über mögliche Grenzen bei der Aufnahme von Flüchtlingen für nötig. «Wir sind in Deutschland hin- und hergezogen», sagte sie am Freitag beim Besuch eines Hilfsprojekts für Zuwanderer in Berlin. «Wir sehen das Elend auf der Welt.» Millionen Menschen seien in Syrien, seinen Nachbarstaaten oder in Afrika auf der Flucht. «Und viele Deutsche sagen, ok, wir habe das sehr gerne gemacht, wir haben Menschen in Not aufgenommen, aber wie viele können wir aufnehmen?» Deutsche hätten zum Teil auch Ängste und fragten sich, was Zuwanderung für sie bedeute, so Merkel bei einer Diskussion mit jungen Flüchtlingen. «Das muss sehr offen diskutiert werden.»

Bundeskanzlerin Angela Merkel will mehr Engagement des Bundes in der Bildung. Foto: EU2016 SK / Wikimedia Commons (CC0 1.0, Public Domain)

Bundeskanzlerin Angela Merkel will über Zuwanderung diskutieren. Foto: EU2016 SK / Wikimedia Commons (CC0 1.0, Public Domain)

Merkel informierte sich bei der gemeinnützigen Gesellschaft Kiron Open Higher Education im Berliner Stadtteil Mitte über Bildungsprojekte für Zuwanderer. Das Start Up hat Programme entwickelt, um Flüchtlingen ein Hochschulstudium zu ermöglichen und sie darauf vorzubereiten. Kern des Angebotes sind Online-Kurse, die nach dem Wechsel der jungen Leute an Partnerhochschulen als Studienleistung anerkannt werden. Kiron kooperiert dabei nach eigenen Angaben mit 47 Hochschulen in acht Staaten. Die Gesellschaft wurde 2015 gegründet und hat aktuell rund 80 Beschäftigte sowie rund 200 ehrenamtliche Mitarbeiter. dpa

61 Kommentare

  1. Geheuchelte Demokratie und Wahlkampfrhetorik.
    Frau Merkel lässt im Alleingang und rechtswidrig seit Beginn der Flüchtlingskrise die unbegrenzte Migration von Asylsuchenden zu und speist die Bevölkerung mit zynischen Sprüchen ab (“Wir schaffen das”).
    Jetzt, da die Folgen dieser undurchdachten Politik offen zutage treten (Überforderung der BAMF und der Gerichte, Steigende Kriminalität, mangelnde Ressourcen für die Integration und Ausbildung der Flüchtlinge, Probleme bei der Rückführung abgelehnter Bewerber, Spaltung Europas in der Flüchtlingsfrage, Abhängigkeit von der Türkei in Sachen Flüchtlingspakt etc. etc. etc.) und bereits eine hohe Zahl an Asylbewerbern im Land ist und voraussichtlich auch dauerhaft bleibt, will Frau Merkel einen Diskurs über einen Teil dieser Probleme.

    Wie zynisch und durchsichtig! Es ist doch nicht etwa bald Bundestagswahl?

    • das interessiert merkel alles nicht. sie möchte wiedergewählt werden und wildert dazu bei den heute als rechten rand bezeichneten konservativen Wählergruppen (afd-zielgruppe).

      • … und, kann sie es besser als der SPD-Kandidat?

        • Darum geht es nicht. Merkel muss nicht zeigen, dass sie es gut oder schlecht kann. Die Gegenkandidaten müssen zeigen, dass sie es besser können als Merkel (Umkehrung der Beweislast). Derzeit ist da aber weit und breit niemand in Sicht und die Linkspartei als einzig wählbare Partei, die auch nur halbwegs soziale Sichtweisen repräsentiert, wird nicht gewählt und von der SPD verteufelt.

          • “die Linkspartei als einzig wählbare Partei”,

            Die Wendehälse sind am wenigsten wählbar.

            Das personelle Angebot der Parteien kann im allgemeinen wenig überzeugen, aber Rixinger unterbietet selbst diesen intelektuellen Limbo der Mitbewerber.

          • “Wendehälse” fand ich immer schon einen absurden Vorwurf.

            Blieben die Leute bei ihrer Meinung, nannte man sie Ewiggestrige, die nichts dazugelernt haben – änderten sie ihre Meinung, nannte man sie Wendehälse, die nicht zu dem stehen, was sie dachten / taten. Also was denn nun?

            Die heutige Linke (PDS) ist einfach nur noch eine “SPD light”. Überall, wo sie regiert und mitregierte, hat sich im Wesentlichen nichts geändet.

    • Ihre abwertenden Begriffe erscheinen mir nicht gerecht zu sein. Auch ich bin, wie viele rational denkende Menschen, der Meinung, dass die Grenzöffnung ein Fehler war. Es gab ja damals nicht nur die rechten Hetzer, sondern auch sofort nüchtern warnende Stimmen, und alles da Befürchtete ist auch eingetreten, von kultureller Vielfalt bezüglich Umgang mit Messern über monatelang unwürdiger Unterbringung, weil die Kommunen überfordert waren, bis hin zu eingeschleusten Terroristen. Aber die Bundeskanzlerin hat das gewiss nicht zynisch kalkuliert. Sie ist eine Pragmatikerin, nicht bewegt von Grundideen, Visionen, Überzeugungen, sondern von der Abwägung, was im Moment am besten erscheint. Sie hat sich damals eben geirrt.

      • Meine Einschätzung, dass sich Frau Merkel zynisch verhält, bezog sich auf den Umstand, dass sie erst allein, rechtswidrig und ohne Zustimmung des Parlaments entschieden hat, die Grenzen zu öffnen und nun, in 2017, (vorgetäuscht) einen Diskurs über die Vorgehensweise in Sachen Flüchtlinge anstößt.
        Die Öffnung der Grenze in 2015 war nicht zynisch, sondern schlicht rechtswidrig, da sie gegen deutsches Recht verstieß und nach wie vor verstößt. Nicht einmal für eine nachträgliche Zustimmung des Parlaments sah Frau Merkel eine Notwendigkeit. Eine solche Kanzlerin ist untragbar.

        • Zynisch? Das ist schlicht dummes Zeug. Könnte ihr Handeln vielleicht einfach nur der innersten Überzeugung entsprungen sein?

          Sie ist Tochter eines Pastors. Sie ist Vorsitzende der CHRISTLICH-Demokratichen Union. Aus rein christlicher Sicht war ihr Handeln alternativlos.

          Aus meiner Sicht hat sie das erste Mal in ihrer politischen Laufbahn aus tiefster Überzeugung gehandelt und das auch völlig richtig.

          Und wer behauptet, sie hätte gegen die Menschen im Land gehandelt, der redet auch dummes Zeug. Wie sonst kann es sein, dass seitdem in Umfragen niemals ernsthaft ihre Kanzlerschaft in Frage gestellt wurde, andere Parteien ersthaft eine Koalition gegen sie hätten schmieden können, insbesondere rechts von der CDU ist doch eine Mehrheit meilenweit nicht in Sicht.

          Sicher kann man Merkel als persönlcihe Meinung als “untragbar” halten, die überwältigende Mehrheit sieht das aber nicht so.

          • Ist Alternativlosigkeit jetzt eine Haltung?

            Ihre christlich-demokratische Grundeinstellung wollte Bilder wie an der ungarischen Grenze zwischen Salzburg und Rosenheim verhindern. Die Bundespolizei hatte nämlich zum damaligen Zeitpunkt über 60% ihrer Polizisten nach dem Gipfel in Ellmau im bayrischen Raum zur Grenzsicherung in Bereitschaft gehalten. Die strategische Führung der BPol war also auf die Grenzsicherung vorbereitet, der Chef der Truppe hatte den Einsatzbefehl bereits geschrieben. Es fehlte der entsprechende politische Wille, der nach Abstimmung mit dem BK-Amt und weiteren Ministerien nach einem Kabinettsbeschluss vom Bundesinnenministerium hätte umgesetzt werden müssen.

            Es wurde also nicht aus tieftsrer Überzeugung gehandelt, es wurde aus Angst vor schlechter Presse (bewaffnete Bundespolizisten halten Flüchtlinge von der Einreise ab) mit scheinheiligem Hinweis auf das Dublin-Abkommen und die Asylbestimmungen die staatliche Hoheit außer Kraft gesetzt. Dieses rechtswidrige Verhalten hat dann den Schnarchverein BAMF vollkommen überrascht und in aller Öffentlichkeit bloßgestellt, genauso wie die fehlende Vernetzung der am Asylverfahren beteiligten Behörden (BPol, Landespolizeien, Nachrichtendiensten, Ausländerpolizei/Ausländerbehörde, europäischen Dienststellen etc.)

            Die Darstellung dieses fehlenden politischen Entscheidungswillen wurde dann vom Rest des Triumfeminats (Mohn und Springer) journalistisch aufbereitet und als humanistische Großtat verbunden mit dem Aufruf “Wir schaffen das” und vielen Bildern einer Begrüßungskultur vermarktet, wohlwissend, dass die Länder und Kommunen das Nicht-Handeln der Bundesregierung ausbaden mussten. Der Bund hat sich ganz einfach einen schlanken Fuß gemacht.

            Die Bundespolizisten sichern heute noch medienwirksam die bayrischen Grenzen – Seehofer will wieder gewählt werden und die AfD-Klientel muss bedient werden -, fehlen allerdings im Innland an Bahnhöfen und Flughäfen sowie den BPol-Dienststellen an den Grenzen zu den anderen europäischen NAchbarstaaten. Aus diesem Grund müssen die Länderpolizeien ja auch im Zuge der Schleierfahndung verdachtsunabhängige Kontrollen in den grenznahen Landkreiesen vornehmen. Wie der Fall Amri aber zeigt, sind die “Westgrenzen” offen wie Scheunentore, ansonsten hätte die Flucht von Berlin über die BeNeLux-Staaten, Frankreich und die Schweiz bis nach Italien nicht gelingen können.

          • @Küstenfuchs

            Welche Überzeugung hat Merkel? Aus meiner Sicht ist sie überzeugte Kanzlerin. Inhalte interessieren sie nicht wirklich. Beispiele? Hier:
            – 2001 ist sie J. W. Bush in den Hintern gekrochen wie nie. Man muss froh sein, dass damals Schröder Kanzler war.
            – Als Physikerin änderte sie ihre Meinung über die Gefährlichkeit von Atomkraftwerken von heute auf morgen, weil in Japan ein Atomkraftwerk überschwemmt wurde und in Baden Württemberg Wahlen anstanden.
            – Sie reagiert auf aktuelle Umfragen oder Verfassungsgerichtsurteile, z.B. bei der Homoehe
            – Beim Fernsehduell diktiert sie die Bedingungen, um sich ja nicht rechtfertigen oder auf irgendetwas festlegen zu müssen.
            – Sie lässt ihre untergebenen Minister die eigentliche Drecksarbeit machen, weiß die Erfolge jedoch auf sich zu lenken. Bei Misserfolgen spricht sie volles Vertrauen aus.

            Die Umfragewerte sind nur so gut, weil sie die Bevölkerung mit ihrem nichts einlullt. Schröder wurde damals wegen Hartz IV abgewählt. Merkel erntet die Früchte. Die aktuell geringe Arbeitslosenquote entspringt aber auch hauptsächlich statistischer Tricks und der Agenda 2010, die bekanntlich auch noch von der Regierung Schröder eingeleitet wurde.

            Die Frage ist nur, wen man wählen muss, wenn man Merkel nicht mehr als Kanzlerin haben möchte. Andererseits macht aktuell die SPD aus der zweiten Reihe die ganze eigentliche Regierungsarbeit.

          • @Küstenfuchs
            Es ist doch immer wieder erfrischend hier Personen anzutreffen, die einem in entwaffnend offener Weise mitteilen, wie dumm man doch ist.
            Danke für Ihre Aufklärung und dass Sie mir die Augen geöffnet haben.

          • @xxx: Ihre Beispiele sind ja ganz nett, aber ich sagte oben: “Aus meiner Sicht hat sie das erste Mal in ihrer politischen Laufbahn aus tiefster Überzeugung gehandelt”. Mit Betonung auf “erstes Mal”!

            Die Umfragewerte sind meiner Meinung nach so gut, weil es uns insgesamt in Deutschland besser geht als in nahezu jedem anderen Land der Welt, das nicht durch Bodenschätze o.ä. viel bessere Bedingungen hat (z.B. Monaco, Norwegen, Katar). Demnach ist der Merkelsche Wahlkampf im Grunde mit “weiter so” vollständig zusammengefasst.

            @dickebacke: Denken sie wirklich, dass geschlossene Grenzen den Terror verhindert? Dann müsste ja gemessen an der Anzahl der Flüchtlinge über Deutschland ein Anschlagshagel hinüberziehen, insgesamt kommen wir aber noch ganz glimpflich davon.

            Und dass Amri bei seiner Flucht ein paar Grenzen überwinden konnte, hat ihn nun insgesamt auch nicht wirklich weiter gebracht.

      • Und warum hat sie sich geirrt?
        Es hätte gutgetan, wenn Frau Merkel mehr Kritik und Widerspruch geerntet hätte. Aber nein, sogar ihre angeblichen politischen Gegner jubelten ihr zu, sogar mehr als das eigene Lager. Und die Medien, allen voran die öffentlich-rechtlichen, schienen wie besoffen von der Willkommenskultur. Nachrichten waren mehr Applauskommentare einerseits und Beschimpfungen von Kritikern andererseits als sachliche Information.

        Mit den europäischen Nachbarn gab es Streit, weil die meisten nicht bereit waren, Frau Merkels Riesenschar an Willkommenen untereinander aufzuteilen. Sinngemäß hieß es: Sie hat die Grenzöffnung im Alleingang beschlossen, also soll Deutschland doch die Menschen aufnehmen, die von ihm eingeladen wurden.
        Natürlich hat sich Frau Merkel geirrt, aber die anderen Parteien (außer der CSU und der AfD) und die tonangebenden Medien haben den Irrtum zusätzlich befördert. Alle waren und wurden berauscht vom Helfenwollen, vom Gedanken einer Bereicherung Deutschlands durch die grenzenlose Zuwanderung einer schönen bunten Vielfalt. Und die meisten Zuwanderer wurden als gut beschult, ausgebildet oder studiert dargestellt. Wir müssten heute eine Ärzteschwemme haben, wenn die Aussagen nicht nur Märchen gewesen wären.
        Noch immer ist es verpönt, die Schwierigkeiten bei Namen zu nennen, die durch die Zuwanderer entstanden sind, von denen die meisten gar keine Flüchtlinge im Sinn der Genfer Konvention sind. Noch immer wird gern von Fremdenfeindlichkeit oder Islamphobie geredet, wenn jemand sachliche Kritik äußert.
        Und noch immer kommen Menschen in großer Anzahl nach Deutschland, was allerdings kaum erwähnt wird. Stattdessen werden Abschiebungen in den Mittelpunkt gestellt, die schwer durchzuführen und lächerlich gering sind. Das vermiitelt aber vor der Bundestagswahl den Eindruck, es würde Wesentliches getan.

  2. Warum will Frau Merkel jetzt plötzlich von “Grenzen der Zuwanderung” sprechen? Sind wir nicht ein “reiches Land”, wie sie und andere immer wieder betonen, das spielend mehr Geld für die teilweise marode Infrastruktur, für notwendige Bildungsaufgaben oder eine großzügige Aufnahme und Integration von Migranten (“Flüchtlingen”) ausgeben kann?
    Deutschland könnte alles, wenn da nicht die üblen Bedenkenträger, Angstmacher und Populisten wären, die immer wieder Zweifel an der guten Sache anmelden.

    https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/01/27/bundesbank-stimmt-zwangsabgabe-auf-sparguthaben-zu/

    • Sie scheinen Grenzen nur als finanzielle Grenzen zu sehen. Einer der vier iranischen Flüchtlinge, die ich hier kenne und die seit mehr als 1 Jahr hier sind, sagte mir “ich habe keinen einzigen deutschen Freund.” Er geht zum Deutschkurs, kriegt Geld und ist ansonsten sich selber überlassen. Ist das Integration? Haben für Sie Beziehungen, kulturelle Identität, das Kennenlernen und Annehmen der Lebensweisen und Gewohnheiten eines Landes für Sie eine Bedeutung?

      • Stimmt, mein Kommentar erweckt den Eindruck, als sähe ich nur finanzielle Grenzen. Sie sind aber nur ein Aspekt. Gut, dass sie auf andere verweisen.
        Und ja, “Beziehungen, kulturelle Identität, das Kennenlernen und Annehmen der Lebensweisen und Gewohnheiten eines Landes”, haben für mich eine riesengroße Bedeutung. Wahrscheinlich die größte:

        • Also, wo sind die wahren Grenzen der Integration?

          • Grenzen der Integration bestehen in: Der Anzahl an Migranten.
            Alle anderen Grenzen wie Unterbringung, Unterhalt, Sprachkurse, Beschulung, Organisation von Kennlernmöglichkeiten des Landes und seiner Bewohner, Beschaffung von Ausbldungs- und Arbeitsplätzen, usw. haben mit der Begrenzung der Migrantenzahlen zu tun, wenn Integration gelingen soll.

            Grenzen der Integration sind aber auch auf Seiten der Migranten zu sehen: Ihre Bereitschaft, sich integrieren zu wollen, ist das A und O.
            Ohne eigene Anstrengung zum Erlernen der deutschen Sprache, zum Schulbesuch, zur Berufsausbildung, zu erwünschten Umgangsformen im Gastgeberland, zu freundschaftlichen Begegnungen mit Deutschen, …kann Integration auch nicht gelingen.

            Es wäre noch Weiteres auf beiden Seiten aufzuzählen.
            Alles läuft aber darauf hinaus, dass ein Land nur genügend Hilfe zur Integration leisten kann, wenn die Anzahl der Migranten nicht zu groß ist und die Zuwanderer auch genügend Anforderungen an sich selbst stellen.

          • Ketzer
            Zu den Grenzen der Integratation zählt in erster Linie die mangelnde Bereitschaft der Väter sich und ihre Familien in unserer Gersellschafft zu assimilieren, sich gezielt von einer feindlichen Umgebung des Gastlandes abzugrenzen, die Weigerung Bildungsangebote für die eigenen Kinder wahrzunehmen, z.B. Mädchen eine Ausbildung zu ermöglichen, Kinder im Bewusstsein zu errziehen, dass sie sich in einem fremden und feindlich gesinnten Land befinden und sich den feindlichen, satanischen Einflüssen des Gastgeberlandes entziehen müssen.
            Das ist der innere Dschihad und der äußere Dschihad drückt sich in Anschlägen auf die feindliche Umgebung aus.
            Besonders interressant ist die Erkenntnis, dass derartige Positionen über DITIP und andere Gemeinden in deutschen Moscheen verbreitet werden.Da kommen auf unsere Kinder noch erhebliche Probleme zu, wenn die Politik nicht auf diese Organisationen positiv einwirkt.
            Die Täter von London waren die Kinder libyscher Migranten, die stark vom islamistischen Islam geprägt waren.

  3. Necla Kelek: „Ist die „Ministerin für Integration“ eine Ministerin für Desintegration? In ihrem Programm geht es um die Stärkung der Parallelgesellschaft und der extrem konservativen Islam-Verbände.“

    http://www.emma.de/artikel/ministerin-aydan-oezuguz-entlarvt-334201

    • Die Riesenstaatsministerin für Integration,Frau Özuguz ,sieht also hinter der deutschen Sprache keine weiteren spezifischen, eigenen Merkmale einer eigenständigen deutschen Kultur. Für die Ansichten ihrer islamistischen Brüder kann sie nichts, sie entstammt aber der selben Familie und die Ansichten werden sich gleichen. Das erklärt auch , warum sie sich so vehement gegen das Verbot von Kopftüchern ausspricht, Kritik an Polizeieinsätzen in islamistischen Gemeinden äußert und sich nicht gegen Kinderehen ausspricht, um angeblich die Unterhaltsrechte der Minderjährigen Frauen nicht zu gefährden.
      Dümmer geht`s nimmer mehr`und deshalb hat sie in diesem Amt nichts mehr zu suchen und sollte nach der Wahl sofort ausgetauscht werden.

      • Sorry, aber welche “spezifischen, eigenen Merkmale einer eigenständigen deutschen Kultur” gibt es denn bitteschön? Als westdeutscher Akademiker mit liberaler und weltoffener Grundhaltung und christlicher Prägung verbindet mich mit den Höcke-Idioten aus der AfD und den Nazi-Arschlöchern aus so manchem ostdeutschen Sumpfgebiet gar nichts – nicht mal die Sprache, um ehrlich zu sein (“Mörkelmüsswög” – ist das noch deutsch?). Mit meinen syrischen Freunden, akademisch gebildet, offen, neugierig, verbindet mit dagegen sehr viel. Was ist denn jetzt das typisch Deutsche?

        Sind Sie jetzt im Lager der Hetzer gelandet “Ignaz Wrobel”, wenn Sie Frau Özuguz hier in Sippenhaft (“ihre islamistischen Brüder”) nehmen? Sie sollten bei solchen Sprüchen mal den Tucholsky-Alias ablegen – der würde sich im Grabe umdrehen.

        • Ganz gute Stichwörter, was typisch deutsch ist, findet man in den Zeitungsartikeln über spanische, portugiesische, griechische Jugendliche, die eine Ausbildung in Deutschland begannen. Das war vor dem Beginn der großen Flüchtlingswelle. Da wurde genannt: Exaktheit, gute (oder übertriebene) Arbeitsmoral, Organisation des öffentlichen Lebens, lieber plump-direkt als allzu höflich, usw. Natürlich sind diese Eigenschaften im Wandel.
          Die herabsetzende, beschimpfende Sprache, die Sie in seltenen Fällen auch verwenden, ist nicht ausschließlich, aber auch charakteristisch deutsch.

          Sie haben richtig das Stichwort “christlich” genannt. Ausgehend von der christlichen Lehre, dass jeder Mensch regelmäßig schuldig wird und diese Schuld nicht verstecken, sondern bekennen, bereuen und sich vergeben lassen sollte, ergibt sich auch ein anderer Umgang mit eigenen und fremden Fehlern als in nichtchristlich geprägten Kulturen. Das ist nicht allein deutsch, gehört aber auch zu uns und unterscheidet uns von Kulturen, denen eher “Ehre” und “Wahrung des Gesichts” wichtig sind.

          • Sehr geehrter Pälzer,

            Sie beschreiben hier positive Eigenschaften der deutschen Wirtschaft und des deutschen Staates (die sich im Übrigen durchaus mal hinterfragen lassen – siehe Dieselskandal, siehe BER) – und was hat das mit Deutschsein zu tun? Schweden und Japaner können das auch.

            “Chistlich” gehört zu “uns”? Mal zur Erinnerung: Drei von vier Ostdeutsche gehören keiner Kirche an – sind das dann also keine Deutschen mehr?

            Sie schreiben völlig zu Recht – “diese Eigenschaften sind im Wandel”. Was im Wandel ist, kann aber nicht gleichzeitig determinierend sein – entweder es gibt etwas typisch Deutsches über die Sprache hinaus oder eben nicht. Und ich vermag da nichts zu erkennen. Dafür sind die Millieus, Herkünfte und Lebensentwürfe in Deutschland mittlerweile einfach zu unterschiedlich.

            Dass diese Erkenntnis für Menschen, die ihre Identität mangels eigener Stärke von einer imaginären Volksgemeinschaft ableiten, schmerzlich sein mag, gestehe ich zu.

          • Dass “christlich” zu Europa und damit auch zu Deutschland gehört, ist natürlich zuerst historisch gemeint und bis heute in Stadtplanung, Architektur, bildender Kunst und Musik, aber auch im Gesundheits- und Bildungswesen so offensichtlich, dass ich hoffe, ich muss Ihnen das nicht im Einzelnen aufzählen. Auch Ideen wie öffentliche Gesundheitsversorgung, Krankenversicherung, Menschenrechte usw. sind Ausflüsse christlicher Grundgedanken. Natürlich ist eine Mehrheit in D heuer säkular eingestellt und sieht sich nicht bewusst und aktiv als Christen. Natürlich gibt es starke Kräfte, die das Christliche ausrotten wollen. Die NSDAP wollte es, die Mächtigen in der DDR betrieben es so weit als möglich und machten ihre Politik mit dem Anspruch, der Sozialismus habe einen völligen Schnitt mit all dem Früheren gebracht. Heute kommen neue “Aktivisten” dazu. Je mehr Menschen gar keine christliche Prägung mehr aufnehmen, desto mehr wird das deutsche Volk (das, wie mir ebenso bewusst ist wie Ihnen, natürlich aus einer Melange sehr unterschiedlicher Gruppen und Milieus besteht – der “imaginären Volksgemeinschaft” heule ich nicht nach) sich von seiner eigenen Geschichte und seinen Segensquellen entfernen. Hoffentlich bin ich bis dann schon tot.

        • Laut aktueller Hochrechnung stimmen um die 10% für die AfD. Sie, Bernd, können mir viel erzählen, aber nicht, dass das ausschließlich ” Nazi-Arschlöcher aus so manchem ostdeutschen Sumpfgebiet” sind, sondern auch “akademisch gebildet[e], offen[e], neugierig[e]” Menschen, die lediglich gegen den Merkel-Einheitsbrei protestieren wollen.

          PS: Nein, ich bin kein AfD-Wähler, noch nicht einmal wahlberechtigt. Aber wenn ich wählen dürfte, würde ich eine Partei wählen, die sehr wahrscheinlich in den Bundestag kommt und Merkel als Kanzlerin vermeiden würde. Die gibt es aktuell aus meiner Sicht nur eine.

        • Bernd
          Da bin ich nicht gelandet. Ich habe hier aber mit unterschiedlichen arabischen Kollegen zu tun, und jene die ich hier beschrieb, sind Personen, die den Koran über alles stellen. Sie versuchen die arabische Gemeinde mit ihren salafistischen Wertvorstellungen zu beeinflussen und vergiften die Atmosphäre mit ihren faschistisch-arabischen Wertvorstellungen, dass es einem übel wird.Es beschweren sich bereits mir bekannte palästinensische Araber über die Versuche der salafistischen Einflussnahme und die seherische und meinungshoheitliche Deutung des Koran durch diese Gruppe.Wahrscheinlich haben sie andere arabische Kontakte.
          Ich habe auch keinen Bock mehr für diesen Propheten hier dessen Arbeiten zu erledigen, damit der in Ruhe beten gehen kann.
          Die oben beschriebene Staatsministerin hat sich durch ihre Positionen ebenso von westlichen Wertvorstellungen entfernt, wenn sie sich nicht eindeutig für die Nichtigkeitserklärung von Ehen mit Minderjährigen ausspricht, um angeblich deren Unterhaltsansprüche zu gewährleisten.

          • Bernd
            Ich habe Ihnen nur einige Beispiele für deutsche Eigenschaften genannt und das war natürlich verallgemeinernd und auch nicht auf jeden übertragbar. Es gibt aber Schnittmengen im Verhalten.
            Deshalb brauchen Sie mich nicht gleich in einen Topf mit der AfD werfen. Und ich nehme die Mehrzahl der Araber auch anders als diese salafistische Keimzelle war.Die brauchen wir hier nicht und denen kann man es nahelegen zu ihren sunitisch-faschistischen Gebetsbrüdern nach Mekka zu gehen. Schließlich wollten diese auch keine sunitischen Syrer aufnehmen aus Angst vor einem Umsturz ihres feudalistischen Staatssystems.

        • Typisch heutige, deutsche Merkmale werden Ihnen ihre syrischen Bekannten nennen können. Zuverlässigkeit, Korrektheit,Pflichtbewusstsein, Mitmenschlichkeit, Weltoffenheit, Neugierde, Pünktlichkeit, Gewissenhaftigkeit, Gerechtigkeitssinn, Lebensfreude, Geselligkeit, Lebensfreude,Sportbegeisterung, Freude an Musik.

          • Sportbegeisterung? Ich hasse Fußball – bin ich jetzt kein Deutscher mehr? Zuverlässigkeit, Korrektheit, Pflichtbewusstsein? Wie VW im Dieselskandal? Mitmenschlichkeit, Neugierde, Lebensfreude – so wie Pegida in Dresden?

            Sorry, aber die von Ihnen aufgezählten Eigenschaften treffen genauso auf Chinesen zu.

          • Bernd
            Sie haben sehr gut asiatische Verhaltensweisen beschrieben. Sind diese oder deckungsgleiche mit unseren schlecht?
            Andere Sichtweisen zu diskreditieren, anderen Wahrnehmungen zu diffamieren,zu polarisieren und zu vereinfachen findet man auch bei Deutschen. Das ist uns aber nicht eigen.
            Sie regen sich über meine Ansichten zu Salafisten auf. Für mich gehören die aber in die gleiche Schublade wie Neonazis und gewaltbereite Randalierer aus dem linken Spektrum.

          • Ich rege mich nicht über Ihre Ansichten gegenüber Salafisten auf – ich mag auch keine Faschisten, ob sie nun als Islamisten oder Deutschnationale auftreten. Ich wundere mich nur darüber, dass Sie Ihre Salafisten-Geschichten hier neuerdings überall anbringen, ob’s nun thematisch passt oder nicht.

            Mal zur Erinnerung: Die allermeisten der Flüchtlinge in Deutschland – um die geht’s ja in dem Beitrag oben – sind eben vor solchen Islamo-Faschisten geflohen. Sie sind Opfer, nicht Täter.

            Und nochmal zur Debatte “Was macht Deutschsein” aus. Sie schreiben: “Andere Sichtweisen zu diskreditieren, anderen Wahrnehmungen zu diffamieren,zu polarisieren und zu vereinfachen findet man auch bei Deutschen. Das ist uns aber nicht eigen.” Kommt Hass und Hetze, wenn “uns” die “nicht eigen” ist, dann als Bazillus aus dem Weltraum? Waren die Nazis vor 1945 denn keine Deutschen, wenn Toleranz zum Deutschsein gehört?

          • @Bernd
            Der Unterschied zwischen Ihnen und Herr Wrobel scheint mir zu sein, dass Sie nicht ablassen können von Seitenhieben, wenn jemand nicht dieselbe Meinung hat wie Sie, während Herr Wrobel versucht, sachlich zu argumentieren.
            Und natürlich müssen Sie immer wieder mit Unterstellungen agieren und Nazivergleiche ziehen, so dass jemand mit anderer Meinung als Sie sich sofort missverstanden und in die falsche Ecke gedrängt fühlt.
            Wann hat diese Taktik, auf die Sie noch stolz zu sein scheinen, endlich ein Ende?!

          • Offenbar hapert es bei Ihnen mit dem sinnerfassenden Lesen. Nazi-Vergleich? Ich habe keinen Nazi-Vergleich gezogen. Ich habe den Nationalsozialismus direkt angesprochen. Darf man das in gebotenem Zusammenhang nicht tun? Hier werden viele Friede-Freude-Eierkuchen-Eigenschaften aufgezählt, die angeblich das Deutschsein ausmachen – da ist doch die Frage naheliegend, ob nicht die Schattenseiten der deutschen Geschichte möglicherweise auch mit diesem Deutschsein zu tun haben. Wenn das Positive zum Deutschsein gehört, dann doch wohl das Negative auch.

            Ich persönlich glaube das aber nicht, wie ich ja hier schon mehrfach dargelegt habe – all das, was hier angeblich die Deutschen ausmacht, lässt sich mit ökonomischen, politischen und kulturellen Rahmenbedingungen erklären, die veränderbar sind. Die Deutschen der 30er-Jahre sind andere als die von heute, und ein deutscher Homosexueller aus einer westdeutschen Großstadt hat wenig gemeinsam mit einem bayerischen katholischen Großbauern oder einem deutschen Mädchen mit türkischem Migrationshintergrund. Das Sein bestimmt das Bewusstsein. Nicht irgendein bislang unbekanntes Deutsch-Gen.

            Und deshalb hat Frau Özoguz völlig Recht.

          • Frau Özoguz hat nicht recht und die genannten Positionen sind einer Staatsministerin für Integration der Bundesrepublik Deutschland aus meiner Sicht nicht würdig.
            Kinderehen sind aufzuheben und hier in der BRD verboten.
            Außerdem stehen diese Ehen mit Minderjährigen unter Strafe.
            Die polizeilichen Razzien in salafistischen Gemeinden nach richterlichem Beschluss sind rechtmäßig und sinnvoll.
            Die öffentliche Zurschaustellung einer Verschleierung und deren Rechtfertigung durch Frau Özoguz ist inakzeptabel.

          • @Bernd
            Es ist durchsichtig und billig, immer wieder auf die Nazivergangenheit der Deutschen hinzuweisen, um dann zu sagen, Sie glaubten ja nicht, dass die Deutschen von heute mit dieser Gesinnung noch etwas zu tun hätten. Warum benutzen Sie das Wort “glauben” statt “wissen”?

            Warum überhaupt die ständige Anspielung auf die dunkelste Seite unserer Vergangenheit und die Beschwörung einer massiven Neonazikultur in früheren Beiträgen von Ihnen, die Sie u.a. dazu benutzten, angebliche “Entlarvungen” von Mitdiskutanten als heimliche Neonazis bzw. Rechtsradikale vorzunehmen?

            Und nein, Frau Özuguz hat nicht Recht.
            Ich widerstehe dem Impuls, Sie durch diese und weitere Aussagen an anderer Stelle auch mal nach Gusto zu “entlarven”, fordere Sie aber nachdrücklich dazu auf, Ihre billigen Verunglimpfungen und Einschüchterungsmethoden gegenüber Meinungsgegnern endlich einzustellen.

          • Bernd
            Warum gibt es denn keine Integrationsministerin mit polnischem oder russischem Migrationshintergrund ? Schließlich stellen seit 1870 die Polen traditionell den größten Anteil an Migranten, sowohl in der Gesamtheit, als auch über die Jahrhunderte hinweg, und nie gab es mit denen Probleme wegen eines kulturellen Eigenlebens oder einer nationalistischen Abgrenzung und Identitätssuche.
            Das öffentliche Zurschaustellen von Kopftüchern als angeblichen Ausdruck religiöser Freiheit, dieses gibt es erst seit dem Erstarken Erdogans und seiner rechtspopulistisch-nationalen Bewegung AKP.
            Und diese Straatsministerin entpuppt sich zunehmend als Erfüllungsgehilfin Erdogans Politik.

          • Es macht keinen Sinn, U. B., mit einem Menschen schriftlich zu diskutieren, der offenbar nicht mit Verstand lesen kann. Ich habe mit keiner Zeile geschrieben, dass “die Deutschen von heute mit dieser Gesinnung nichts mehr zu tun hätten”. Natürlich haben sie etwas damit zu tun – es gehört schließlich zum historischen Erbe dieses Landes.

            Ich “entlarve” hier auch niemanden – außer Sie vielleicht als jemand, der offenbar nur auf einzelne Begriffe reagieren und den Sinn der Worte dazwischen nicht verstehen kann.

            Und was, Ignaz Wrobel, hat Ihre Tirade gegen Frau Özuguz denn jetzt schon wieder mit dem Thema zu tun? Was, bitteschön, das “öffentliche Zurschaustellung von Kopftüchern” mit Ihrer Aufzählung von vermeintlich deutschen Tugenden? Kann oder darf eine Deutsche kein Kopftuch tragen? Ist das für Sie undeutsch? Mal nebenbei: Meine Großmutter hat noch hessische Tracht getragen, öffentlich und täglich – samt Kopftuch.

            Und jetzt verabschiede ich mich aus diesem wirren Dialog.

          • Ihre Großmutter in hessischer Tracht mit Kopftuch setzt mich in Erstaunen, Bernd, weil Sie sich vor längerer Zeit als jemand mit ausländischen Wurzeln beschrieben.

          • Tja, dann haben Sie ja mal echt was zum Nachdenken. Kleiner Tipp: Zum Kindermachen gehören immer zwei.

          • Bernd
            Das sein bestimmt das Bewusstsein, ihre Großmutter kannte wahrscheinlich keine andere Kleidung, ebenso wie meine, weil es eben keine andere Kleidung für Frauen gab, jedenfalls zum erschwinglichen Preis.
            Wenn sich aber heut zu Tage junge Frauen der dritten Generation bewusst Kopftücher überziehen, so drücken diese für mein Verständnis und auch anderer ihre Ablehnung unserer westlichen Lebensformen aus und zeigen ihre Unterwerfung unter das väterliche Patriachat.
            Verneinen Sie hier bewusst die Probleme junger Frauen innerhalb der arabischen und türkischen Familien, welche gezwungen werden sich dieser Hierarchie zu unterwerfen.
            Und das Thema hat auch etwas mit Merkels Integrationspolitik zu tun, weil man derartige Bevölkerungen gar nicht ohne deren Willen integrieren kann. Und je mehr von derartig geprägten Leuten zu uns kommen, desto größer ist die Gefahr der Entstehung von Parallelgesellschaften mit Bildung von Gettos und einer zunehmenden Segregation.Fahren sie mal nach Duisburg-Marxloh oder andere Stadtteile. Da wird die gesamte Misere sichtbar und ein sozialer Aufstieg dieser Menschen ist auch nicht mehr möglich.
            Die Grenzen der Migration sind in Westdeutschland überschritten,und den Osten können Sie sowieso vergessen.

          • Da liegen Sie falsch – ich komme nicht aus der Steinzeit, und meine Großmutter kannte natürlich auch andere Kleidung. Sie wollte aber keine andere tragen, weil mit der Tracht natürlich ein weltanschauliches Bekenntnis verbunden war. Und das war wahrscheinlich gar nicht so weit entfernt von dem, was so manches muslimische Mädchen heute antreibt, auch wenn es einem anderen Kulturkreis entspringt.

            So ist das eben – die Welt ist bunt und nicht nur schwarz-weiß. Genau wie das heutige Deutschland, das sich nicht mel eben auf zehn oder 15 “typische” Eigenschaften fixieren lässt.

          • Bernd
            Das war die früher übliche Kleidung und heute drückt man vielleicht noch seine Verschiedenheit aus und deshalb gibt es eben sozialen Druck , egal ob von zu Hause oder von außen auf diese jungen Frauen.
            Ich möchte jedenfalls nicht, dass meine Töchter mit einem derartigen atavistischen Mann zusammenleben.
            Und Sie wollen mir doch nicht weiß machen, dass es Modebewusstsein entspringt, sich derartig antiquiert anzuziehen, denn die Welt ist eben bunt und die Väter dieser Mädchen leben in einer geistig-archaische Welt voller Lügen und antiquierter Wertvorstellungen, ohne ein geschichtliches Bewusstsein, wie dem Völkermord an den Armeniern.

          • @Bernd
            Ich habe mir schon gedacht, dass Sie sich bezüglich Ihrer ausländischen Wurzeln in dieser Weise aus der Klemme ziehen würden.

            Sie setzen mich aber erneut in Erstaunen. Mit den früheren Trachten in Deutschland war ein weltanschauliches Bekenntnis verbunden??
            Ihre Großmutter hätte wahrscheinlich verständnislos reagiert und wäre mächtig ins Stottern geraten, hätte man Sie damals nach der Weltanschauung hinter ihrer Hessentracht gefragt.
            Zu welchen Behauptungen wollen Sie sich noch versteigen, um das weitgehend aufgezwungene Kopftuch muslimischer Mädchen und Frauen zu rechtfertigen und damit Frau Özuguz in ihrem bedenklichen familiären Hintergrund und ihren ebenso bedenklichen Äußerungen als Integrationsministerin zu rechtfertigen?!

        • Bernd
          Auch für Sie besteht Nachholbedarf.Lesen Sie sich doch einmal den Artikel in der Emma von Necla Kedic durch, das hilft weiter.
          Und Tucholsky wird keinen Selbstmord begangen haben, zu groß war der Einfluss der Gestapo auf Schweden um alles zu vertuschen.
          Stellen Sie sich einmal das Zusammentreffen von Kurt Tucholsky mit einem Salafisten vor.

        • Das eigentliche Hindernis der Integration arabischer und türkischer Mitbürger sind die männlichen, orthodoxen Imame, die ihr konservativ-archaisches Weltbild versuchen auf die Besucher der Moscheen zu übertragen. Sie erweisen sich als Feinde der parlamentarischen Demokratie im Geiste, im Leben, wie in der ständigen Indoktrination der islamischen Gemeindemitglieder und nehmen für sich die alleinige Deutungshoheit des Koran in Anspruch.
          Die Kräfte darf man nicht weiter im Verborgenen ihre der demokratiefeindlichen Handlungen durchführen lassen, weil diese Personen durch ihr wirken im Stande sind Junge Menschen ins Verderben zu treiben,und das nur um ihre patriachialen Herrschaftsansprüche weiter durchzusetzen.
          Den Kopf in den Sand zu stecken und darauf zu hoffen, dass das Problem des politischen Islam sich von alleine lösen wird wäre fatal. Diese Personen bedrohen progressive Kräfte des Islam, setzen sie einer Verfolgung aus, Fördern die Entstehung von Parallelgesellschaften und sind ein ständiger Unruheherd in den türkischen und arabischen Gemeinden. Lassen sie uns diese Imane aus dem Lande jagen und durch andere, hier ausgebildete Imane ersetzen. Die türkischen und arabischen Frauen und Männer haben ein Anrecht auf eine Integration ohne Hindernisse, ebenso auf Bildung, besonders die Frauen.

  4. U.B.
    Danke für den Artikel von Necla Kelek.
    In meinem beruflichen Umfeld läuft die Anbiederung an unsere Salafisten genauso ab.Der Kollege kennt nur seine Rechte, im Umkehrschluss nimmt er seine Pflichten aber auch nicht war.Das ganze Verhalten eskalierte jetzt im Ramadan und nachdem er in Saudi-Arabien war. Seine hiesige Ehefrau ist vollverschleiert, der Handgruß wird verweigert, eingekauft wird nur bei Moslems,jegliches Essen von uns Deutschen wird abgelehnt, öffentliche Bäder ohne eine Trennung nach dem Geschlecht werden abgelehnt,die Darstellung von Personen in Badekleidung wird ebenso wie Mozart Musik und die anderer klassischer Komponisten als ekelerregend abgelehnt.
    Da kann ich nur sagen:Eine Intergration wird bei diesen Salafisten nie gelingen und ich empfehle eine Abschiebung direkt ins Heimatland.

  5. Typisch, dass die Meckerer hier über Merkels Flüchtlingspolitik nicht einen einzigen konstruktiven Vorschlag zur Lösung der damaligen Situation vorweisen können – es gibt auch keinen. Hat irgendeiner der Oberschlauen hier sich einfach mal eine Landkarte genommen und sich überlegt, was passiert wäre, wenn Deutschland die Grenzen geschlossen hätte?

    Eine Million herumirrender Kriegsflüchtlinge wären durch den Balkan zurückgestoßen worden – bis nach Griechenland, das niemanden mehr hätte zurückstoßen können. Wohlgemerkt: Griechenland, das Deutschland gerade mit zig-Milliarden vor dem Staatsbankrott gerettet hat, der für die ganze europäische Wirtschaft zu einem Mega-GAU sich hätte auswachsen können. Griechenland wäre dann wohl untergegangen – und Europa gleich mit. Deutschland hätte zudem nicht nur völkerrechtswidrig gehandelt, denn Kriegsflüchtlinge werden von der Genfer Flüchtlingskonvention geschützt, es wäre auch zu einer humanitären Katastrophe gekommen, die Europa seit dem Jugoslawien-Krieg nicht erlebt hat. Jeder Kanzler, der seine Sinne beieinander hat, hätte nicht anders entschieden – ein Verrückter wie Trump vielleicht schon.

    Der hätte zweifellos eine Mauer gebaut und die Griechen oder die Flüchtlinge dafür bezahlen lassen. So ähnlich jedenfalls, wie die schlichten Geister in dieser Diskussionsrunde sich das offenbar denken.

    • Im übrigen habe ich nicht über Merkels Flüchtlingspolitik gemeckert, obwohl die Kanzlerin inzwischen sich durch Verträge mit Libyen einen sehr zweifelhaften Kurs eingeschlagen hat.Da gibt es dann noch meht Tote in der Sahara oder in libyschen Gefängnissen.

      • Stimmt leider. Aber auch hier gilt: Was sind die Alternativen? Bei den Afrikanern, die über Libyen kommen, handelt es sich eben in der Regel nicht um Kriegsflüchtlinge, und das Problem ist auch nicht mit einer einmaligen Hauruck-Aktion zu lösen. Hier wird es wohl tatsächlich nicht anders gehen, als Flüchtlingslager in Nordafrika aufzubauen.

        • Bernd
          Wo, in Lybien? Wissen Sie was da los ist und wie die mit den Schwarzen umgehen ? Misshandlungen, Vergewaltigungen und Versklavung, den ist doch egal was mit diesen Menschen passiert.Das kann nicht die Lösung sein und unmenschlich ist das Ganze auch noch.

  6. Wenn die westliche Kultur und die Integration in vielen Moscheen und weiten Teilen der muslimischen Bevölkerung bzw. Zuwanderer als Sünde gilt, wie soll Integration dann überhaupt gelingen?
    Diese “Sünde” setzt doch eine Grenze, bei der ich mir nicht vorstellen kann, wie sie überwunden werden kann.

    http://cicero.de/kultur/islam-integration-als-suende

    • Danke für den Link, auch wenn der Artikel unerfreulich ist.
      Der fließend Arabisch sprechende Fernsehjournalist Constantin Schreiber ist mir bekannt durch ntv. Dort sprach er mehrmals über sein Willkommensfernsehen „Marhaba – Ankommen in Deutschland“, in dem er arabisch sprechende Migranten beriet.
      Ich kann mir vorstellen, dass er nicht nur “irritiert, überrascht und verwundert” über seine Moscheebesuche mit den Freitagspredigten war, sondern auch ernüchtert und enttäuscht.

      • Leider hat ein Herr Gauland durch seine unsagbar dummen, öffentlichen Äußerungen über die Staatsministerin für Integration ,Frau Özuguz, alle Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf sich gezogen und eine sachliche Diskussion über die befremdlichen Positionen von Frau Özuguz verhindert.
        Nun gruppiert sich eine breite Öffentlichkeit um Frau Özuguz und diese braucht sich noch nicht einmal öffentlich zu ihren Positionen äußern.
        Es wird also weiter das Spiel der Segregation einer einzelnen Bevölkerungsgruppe betrieben werden können.Welcher Pole ,Russe oder sonst noch anderer europäischer Migrant fühlt sich durch diese Person vertreten ?

      • Soeben habe ich ein Interview des STERN mit Constantin Schreiber gelesen. Am Schluss heißt es:

        „Sie waren also in weiteren Moscheen.“
        Antwort: „Ja, in fünf.“
        Frage: „Gab es irgendeine positive Überraschung?“
        Antwort: „Ich würde so gern ein positives Beispiel anführen, eine Predigt, die Weltoffenheit ausstrahlt, eine Brücke baut zum Leben in Deutschland. Ich habe sie bisher nicht gefunden. Aber ich suche weiter.“

        http://www.stern.de/panorama/gesellschaft/constantin-schreiber-in-deutschen-moscheen–vieles–was-er-hoerte–entsetzte-ihn-7391238.html

        • Danke für den Link über Constantin Schreiber.
          Man kommt sich langsam vor, als wäre man Teil einer surrealen Neuauflage von Max Frisch Drama Biedermann und die Brandstifter.
          Unser Verfassungsschutz schläft, die führenden Politiker hoffen durch Genehmigungen und den Bau von Moscheen, sowie durch Zusagen an die ideologischen geprägten Brandstifter diese zu besänftigen.Man redet immer wieder vom verbindenden Element der Religionen durch den Glauben an den einen Gott, obwohl der aus dem Alten Testament sich schon sehr erheblich von dem im Neuen Testament unterscheidet, und erst Recht von dem im Koran.
          Und in den Moscheen wird wir Deutsche als Ausländer , Ungläubige oder die anderen bezeichnet, Misstrauen wir gesäht, Ablehnung unserer Wertvorstellungen, unsere Demokratie in Frage gestellt.

        • Richtig, Herr Wrobel! Dabei darf nicht vergessen werden, wie schwer es ist, gegen diese Politik etwas zu sagen, ohne in die rechte Ecke gestellt zu werden. Ich kann mir deshalb vorstellen, dass auch Constantin Schreiber trotz seiner Hilfsleistungen für arabisch sprechende Migranten diesem Vorwurf nicht entgeht.
          Gestern Abend sah ich die Sendung von Markus Lanz. Seine Gäste waren Richard D. Precht, Josef Kraus, ein Notarzt und Seyran Ates, eine liberale Muslima, die ich ähnlich schätze wie Necla Kelek. Frau Ates beklagte, dass in Deutschland auf Kritik am orthodoxen, politischen Islam sofort zu Rechts-Vorwürfen reagiert würde.
          Dieses Mundtotmachen durch Diffamierung gefährdet die liberalen und weltoffenen Muslime. Es stärkt einen Islam, der die westliche Kultur zutiefst ablehnt, zum Widerstand gegen sie aufruft und Muslime wie Frau Ates oder Hamed Abdel-Samad, die mit ihrer anderen Meinung an die Öffentlichkeit gehen, in Lebensgefahr bringt.

          Hier die Sendung: https://www.zdf.de/gesellschaft/markus-lanz

          • Vielen Dank für den Link von Markus Lanz. Frau Ates ist eine sehr mutige und bewundernswerte Frau.Sie ist genau der Gegenpol zu dem wie ich in meinem beruflichen Umfeld den fundamentalistischen Islam der Männer wahrnehme.
            Aber auch anderer Gesprächsteilnehmer sind authentisch und überzeugend.

          • Vielen Dank für den Link von Markus Lanz. Frau Ates ist eine sehr mutige und bewundernswerte Frau.Sie ist genau der Gegenpol zu dem wie ich in meinem beruflichen Umfeld den fundamentalistischen Islam der Männer wahrnehme.
            Aber auch die anderen Gesprächsteilnehmer sind authentisch und überzeugend.

          • Danke, geli! Ich habe mir die ganze Sendung angesehen und fand sie rundum interessant.

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