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Lehrermangel: Grundschulverband kritisiert verstärkten und verfrühten Einsatz von Referendaren

HALLE. Im Dauerstreit um die Situation an Sachsen-Anhalts Schulen hat sich der Grundschulverband mit einem Offenen Brief an Bildungsminister Marco Tullner (CDU) gewandt. „Es ist der Umgang, der uns stört“, sagt Verbandschefin Thekla Mayerhofer. Die Sorgen vieler Lehrer insbesondere zur hohen Arbeitsbelastung an den Schulen würden vom Ministerium nicht ernst genommen.

Der Grundschulverband fürchtet um die Qualität des Referendariats. Foto: nrjfalcon1 / pixabay (CC0)

Inhaltlich richtet sich die Kritik in dem Brief vor allem gegen den verstärkten Einsatz von Referendaren im regulären Unterricht. Als Maßnahme gegen den Lehrermangel sollen die Referendare künftig früher und häufiger eingesetzt werden. Aus Sicht des Grundschulverbandes ist durch den häufigen eigenverantwortlichen Einsatz der Referendare die Betreuung der Lehreranwärter nicht mehr gewährleistet.

Sollte sich herausstellen, dass ein Referendar mit dem Unterricht überfordert ist, sei zudem nur im Ausnahmefall vorgesehen, den eigenverantwortlichen Unterricht zu reduzieren. Individuelle Lösungen sähen anders aus, kritisiert Mayerhofer. dpa

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