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Polizei Hannover erprobt Sperrungen gegen «Elterntaxis»

HANNOVER. Vor vielen Schulen regiert allmorgendlich auf der Straße das Chaos. Wo allzu viele Eltern mit ihre Kindern im Auto im kurzen Zeitfenster vor Beginn des Unterrichts vor der Schulevorfahren, kommt es oft zu gefährlichen Situationen. Mit zeitweisen Sperrungen will die Polizei Hannover in einem Modellprojekt die Situation entschärfen.

Weil viele Eltern ihre Kinder morgens zur Schule fahren, entstehen vor allem an Grundschulen oft chaotische Szenen und unübersichtliche Gefahrensituationen. Mit zeitlich begrenzten Sperrungen, speziellen Haltestellen und Verkehrsüberwachungen will die Polizei in Hannover das Problem der «Elterntaxis» angehen. An der Albert-Schweitzer-Grundschule wurde jetzt das Projekt vorgestellt.

Mit temporären Sperren will die Polizei Hannover die Gefahr durch „Elterntaxis“ mindern – für Lehrer soll es Ausnahmegenehmigungen geben. Acid Pix / flickr (CC BY 2.0)

Mit temporären Sperren will die Polizei Hannover die Gefahr durch „Elterntaxis“ mindern – für Lehrer soll es Ausnahmegenehmigungen geben. Acid Pix / flickr (CC BY 2.0)

«Wir wollen die Gefahren durch die „Elterntaxis“ vor den Schulen minimieren und die Selbstständigkeit der Schüler im Straßenverkehr fördern», sagte Franz Behrens, Dezernent für Verkehr bei der Polizei Hannover. Die Grundschule im hannoverschen Stadtteil Limmer sei als Modellschule ausgewählt worden, weil das Problem dort schon seit Jahren bekannt sei. Zwischen 7.30 Uhr und 8.15 Uhr werden Straßen gesperrt, und eine Einfahrt ist nur mit entsprechender Berechtigung etwa für die Lehrer möglich. Dazu werden Haltezonen eingerichtet, in denen Kinder sicher ein- und aussteigen können.

Auch in anderen niedersächsischen Städten sind die «Elterntaxis» Thema. In Osnabrück etwa gibt es einen Ratsbeschluss, ein Konzept zur Verhinderung zu erarbeiten. Auch hier werden erste Ergebnisse in der zweiten Septemberhälfte erwartet. (dpa)

Wieder tägliches Chaos zum Schulstart: Lassen sich „Elterntaxis“ stoppen?

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