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Referendare früher vor die Klassen? Grundschulverband übt Kritik

MAGDEBURG. Der Grundschulverband hat Pläne des sachsen-anhaltischen Bildungsministeriums kritisiert, angehende Lehrer früher und auch länger als bisher alleinverantwortlich unterrichten zu lassen. Es stehe eine folgenschwere Qualitätsminderung bevor, urteilte der Verband am Montag in einer Stellungnahme. Die Absolventen eines Lehramtsstudiums seien nicht darauf vorbereitet worden, bereits am Beginn des Vorbereitungsdienstes alle Anforderung des späteren Beruffeldes souverän und selbstständig zu bewältigen.

Diskussion um den Einsatz von Referendaren: Sollen sie früher eigenständig unterrichten? Foto: nrjfalcon1 / pixabay (CC0)

Das Bildungsministerium will die Referendare künftig schon nach vier Wochen eigenständig unterrichten lassen, bislang war das nach vier Monaten der Fall. Sie sollen auch mehr Stunden geben als bislang. Das soll Linderung bringen, weil Lehrer fehlen.

Die angehenden Lehrer seien an der Hochschule fünf Jahre lang ordentlich ausgebildet worden und hätten auch während des Studiums schon Praxiserfahrung gesammelt, argumentierte ein Ministeriumssprecher. «Wir teilen die Befürchtungen des Grundschulverbandes nicht.» Die neue Regelung soll ab dem 1. Oktober greifen. dpa

53 Kommentare

  1. Nach vier Wochen?!? Darf ich, gelinde gesagt, die Frage stellen ob die noch richtig ticken? Ich habe mein Ref gerade hinter mir und fühlte mich selbst nach vier Monaten noch nicht in der Lage, sicher und souverän eigenverantwortlich vor einer Klasse zu unterrichten.
    Das Ergebnis (bei mir): Gern gemachte (Anfänger)Fehler haben sich in meinem bdU festgeschliffen und waren nur sehr schwer wieder rauszubekommen. Und dann auch noch mehr unterrichten? Dann bleibt weniger Zeit für Ausbildungsunterricht, der in meinen Augen essenziell wichtig ist – wichtiger, als eigener Unterricht.
    Ich halte es für einen großen Fehler, ungeübte Referendare die Lücken ausbaden zu lassen. Denn selbst nach fünf Jahren Studium bereitete einen nichts und niemand wirklich darauf vor, vor einer (eigenen) Klasse zu stehen.

  2. Wenn man die Referendare für diese Mehrarbeit auch anständig bezahlt, könnte man fast darüber reden. Aber nur fast, also garnicht. Für erfahrene Lehrer dauert es bei einem Schulwechsel schon etliche Wochen, sich in die neue Schule einzuarbeiten, bei Referendaren im eigenverantwortlichen Unterricht dauert es noch länger. Außerdem greift im eigenverantwortlichen Unterricht der Welpenschutz deutlich weniger als im Ausbildungsunterricht mit Kollegen im Hintergrund.

  3. Die Peinlichkeitsschwelle in den Ministerien sinkt. Da möchte man nicht Pressesprecher sein, so einen Blödsinn als sinvoll verkaufen zu müssen.

  4. Das Referendariat halte ich für die wichtigste Phase der Lehrerausbildung. Sie sollte nicht gekürzt werden (ich weiß, das steht da gar nicht). Wenn man künftige Lehrer früher in den Unterricht holen will, sollte man die universitäre Ausbildung kürzen. 4 Jahre reichen auch, vielleicht sogar 3? Das Meiste erarbeitet und merkt man sich doch erst, wenn man es unterrichtet.

    Sinnvoll wäre auch, das Grundschullehramt wieder an Fachschulen auszubilden (oder wie die heißen, jedenfalls ohne Studium). Das eröffnet dieses Berufsfeld auf einen Schlag für eine Menge junger Leute, denen es derzeit verschlossen bleibt. Nicht nur die DDR hat bewiesen, dass das keinerlei Abstriche an der Qualität bedeutet. Auch in BaWü gibt es bis heute eine Grundschullehrerausbildung ohne Hochschulstudium.

    Es kommt auf die Inhalte an, nicht auf die Form !

    • „Auch in BaWü gibt es bis heute eine Grundschullehrerausbildung ohne Hochschulstudium.“
      Da nuss ich leider einhaken. In Baden Württemberg studiert man an der Pädagogischen Hochschule (PH). Zugangsvoraussetzung: Abitur.

  5. In anderen Bundesländern wurde das schon umgestellt: in RLP war es vor Jahren schon so, dass die Referendare gleich zu Beginn 6 Std. eigenverantwortlich übernehmen mussten
    und in Nds. wurde der Beginn des Refs von Nov/Mai auf Schulhalbjahresanfang verlegt und dann auch anteilig eigenverantwortlicher Unterricht eingesetzt.
    Viel sinnvoller wäre die Begleitung durch eine Lehrkraft, aber das würde ja kosten statt Geld zu sparen.

  6. In Schleswig-Holstein mussten und müssen Referendare am ersten Schultag vor die Klasse und das geht auch!

  7. @ ysnp,

    danke für die Richtigstellung.

    Ich habe schon (vorhin) im Internet gesehen, dass die Lehrerausbildung in BaWü und auch in Bayern ohne Studium nur bestimmte Fächer betrifft. Das gibt es doch aber, oder?

    ZITAT:
    „Laufbahnausbildung ohne Hochschulstudium

    Eine gesonderte Lehrergruppe stellen die Lehrer für Fachpraxis/Technischen Lehrer an beruflichen Schulen dar. Dieser Lehrertyp wird vor allem für fachpraktischen und in geringem Umfang auch für fachtheoretischen Unterricht eingesetzt und benötigt für die Erlangung seiner Lehrbefähigung daher kein akademisches Studium, sondern in der Regel einen Meister- oder Technikerabschluss in der jeweiligen Fachrichtung. So unterrichten z. B. Werkstattlehrer im gewerblich-technischen Schulwesen, Kurzschrift- und Textverarbeitungslehrer im Bereich Wirtschaft und Verwaltung, Hauswirtschafts- und Handarbeitslehrer an Hauswirtschaftsschulen. Die Ausbildungs-, Prüfungs- und Laufbahnverordnungen für diese Lehrergruppen sind in den einzelnen Ländern sehr unterschiedlich. Als Zugangsvoraussetzung wird im Regelfall der mittlere Bildungsabschluss und einige Jahre Berufserfahrung, sowie in der Regel die Meister- oder Technikerprüfung verlangt. Sie leisten in vielen Ländern auch einen Vorbereitungsdienst ab. In einigen Ländern erfolgt keine Einstellung in einem Beamtenverhältnis.“ (aus Wikipedia)

    • Also sei es, wie es sei. Es gab und gibt die Lehrerausbildung ohne Studium nicht nur in der DDR, um es – wie auch manche hier – aus rein ideologischen Gründen abzulehnen. Daran (Ersteres) ließe sich doch anknüpfen.

      Wie gesagt, es kommt nicht auf die Form an, sondern auf die Inhalte – und mit einem Schlage könnten viele Grundschullehrer werden, die kein Abitur gemacht haben und denen es deshalb jetzt verwehrt bleibt.

      Das ist der Punkt.

    • Für Bayern stimmt das so. Bei uns an der Grundschule in Bayern sind das die WG- Lehrer. Sie dürfen ausschließlich nur das Fach Werken und Gestalten unterrichten und in der Mittelschule Hauswirtschaft. In der Mittelschule gibt es noch mehr solcher spezialisierter Lehrer für eher berufsorientierte, praktische Fächer, z.B. Tastschreiben. Diese Lehrer sind verbeamtet, haben eine etwas höhere Unterrichtsverpflichtung und geringere Bezahlung.

  8. Dann schließe ich einmal Bayern an: Hier beginnen seit Jahren die LAAs mit 8 Stunden eigenverantwortlichem Unterricht im 1. Jahr des Referendariats in ihren studierten Fächern. Betreut werden sie einerseits durch eine Betreuungslehrerin aus dem Kollegium und andererseits sind sie 2 volle Tage im Seminar. Im 2. Jahr haben sie eine Klassenführung mit D und M und studierten Fächern ohne offizielle Betreuungslehrerin mit 15 Stunden. Die restliche Zeit der 3 Tage an den Schulen hospitieren sie in beiden Jahren, wobei m 2. Jahr nicht mehr viel Zeit dafür übrig bleibt. Weiterhin haben sie 2 volle Tage Seminar.
    Schon während des Studiums haben sie praktische Anteile in den Schulen. Die Stunden, die die LAAs mitbringen, sind fest im Stundenkontigent der Schulen eingeplant, mit dem Nachteil, dass es vor allem in den 3. Klassen, wo die Referendare eingesetzt werden, immer wieder „Unruhe“ gibt und Kollegen, die wieder in diesem Zyklus arbeiten wollten, ausweichen müssen.

    • Wo sollen die Referendare auch sonst unterrichten, ohne zu viel „Schaden“ zu verursachen? Klasse 1 und 2 ist zu früh, weil die Kinder da mehr Anleitung, Ruhe, Bezugspersonen oder wie man das nennen möchte benötigen. Klasse 4 scheidet aus wegen der Laufbahnentscheidung. Bleibt nur die Klasse 3.

      Am Gymnasium NRW ist die Einführungsphase der klassische Jahrgang für den eigenverantwortlichen Oberstufenunterricht, weil ab der Qualifikationsphase die Kurse erneut durcheinandergewürfelt werden und der Inhalt formal nicht abiturrelevant ist. Für Sek I-Lehrer würde ich wegen der ZAP-Relevanz eigenverantwortlich die Klassen 6-8 vergeben.

      • Mit Unruhe meinte ich, dass es in diesen Jahrgängen viel Klassenlehrerwechsel gibt und eine kontinuierliche Zusammenarbeit zwischen KollegInnen nicht so optimal laufen kann. Da die Referendare im 2. Jahr eine Klassenführung übernehmen müssen und bei uns nach dem Examen versetzt werden, erhalten die Viertklässler im Übertrittsjahr eine ganz neue Lehrkraft.

  9. Die Grundschullehrerausbildung vom Hochschulstudium wieder zu befreien (wie in der DDR und auch in Westdeutschland früher mal) wäre ein starker Beitrag zur Behebung des Lehrermangels !

    • Der Lehrermangel in den westdt. Ländern ist aber nicht entstanden, weil die Ausbildung an die Hochschule verlagert wurde. Auch eine Pädagogische Hochschule ist eine Hochschule und auch in den 70ern war der Zugang nur mit Abitur möglich.
      Außerdem gibt es hier auch einen großen Mangel an ErzieherInnen und HeilerziehungspflegerInnen, die ja bisher auch nicht studieren. Warum gibt es denn in dem Bereich so wenige BewerberInnen, wo hier ein Zugang ohne Abitur ohne Weiteres möglich ist?

      Wer käme eigentlich auf die Idee, eine Technische Hochschule als Seminarstandort zu bezeichnen und zu meinen, es würde reichen, wenn diese von Menschen mit mittlerem Schulabschluss besucht würde? Es kommt doch nur auf die Inhalte an und Mathematik kann man auch im Seminar erlernen?
      Und mit welcher Begründung sollen Gymnasiallehrkräfte dann an Universitäten ein Einzeldasein fristen, wo sie sich doch auch zu Pädagogen ausbilden lassen?

      Aber stimmt ja, sofawolf vertritt ja die Meinung, dass Grundschullehrer über das Abitur-Niveau nicht hinaus kommen. Wenn wir die Abiturienten direkt in die Schulen stellen, haben sie Gleiches erlernt und stehen angesichts des Lehrermangels auch sofort zur Verfügung.
      Kann man angesichts des Ärztemangels in der Fläche für Kinderärzte auch mal vorschlagen.

      • „Kann man angesichts des Ärztemangels in der Fläche für Kinderärzte auch mal vorschlagen.“
        Das trifft es genau. So eine Regelung produziert vermutlich schlechter ausgebildete Lehrer, denn das eigentliche Unterrichten lernt man nicht an der Uni und nicht im Seminar, sondern von den erfahrenen älteren Lehrerinnen (Männer sind mitgemeint), die all die Details wissen. Wenn diese Phase wegfällt, werden es die Kinder später ausbaden.

        • Axel von Lintig

          Wir bilden in Deutschland zu wenig Ärzte aus und als Folge dessen werden diese fehlenden Ärzte aus dem europäischen und dem arabisch-sprachigen Ausland angeworben.Die fehlen dann dort.

          • Meiner Meinung nach gibt es keinen Ärztemangel in Deutschland. Das Problem ist ihre Verteilung und ggf. ihre Fachrichtung:

            In den (reichen) Großstädten gibt es jeder Häuserecke irgendeinen Arzt, dazu kommen noch die Gesundheitszentren, in denen sich Hausärzte und Spezialisten die Patienten gegenseitig zuschieben.

            Auf dem platten Land gibt es mit Glück einen Haus- und einen Zahnarzt, der schon seit Jahren eigentlich in den Ruhestand treten möchte, aber niemanden findet, der die Praxis übernimmt (und ihm die Geräte abkauft).

            Noch dazu ist man heutzutage schön blöd, Allgemeinmedizin auf dem platten Land zu machen. Als Facharzt in der Großstadt hat man wesentlich weniger Arbeit bei wesentlich höheren Abrechnungsmöglichkeiten.

            Wie man dieses Problem lösen kann, weiß ich allerdings nicht.

          • Axel von Lintig

            Fakt ist ein Mangel an Nachwuchs in den Chirurgischen Fachgebieten,sowie in den ländlichen Gebieten.Der Wechsel in Teilzeitstellen,die Industrie sowie in den öffentlichen Gesundheitsdienst trägt weiter zum relativen Mangel bei.Wer möchte heute denn noch im Nachtdienst oder im Schichtdienst arbeiten ohne Schlaf und geregelten Lebenslauf.Inzwischen beträgt der Frauenanteil 70% der Medizinstudenten/innen und die suchen sich nicht gerade diese Chirurgie aus.
            Allerdings ließen sich durch den Ärztemangel in den Krankenhäusern über den Marburger Bund die starken Gehaltserhöhungen durchsetzten und die Verbesserungen in den Arbeitsstrukturen der Krankenhäuser verwirklichen.
            Ich kann allerdings nicht die Fehlplanungen der Kultusministerien bei der Ausbildung von Lehrern nachvollziehen.

          • Beim Marburger Bund regt man sich kurzfristig über Streiks auf, versteht aber doch, dass der Bund angesichts des Ärztmangels Gehaltserhöhungen und Verbesserungen der Arbeitsstrukturen fordert und durchsetzt.
            Bei Lehrern kommt ein Vorschlag, man solle die Ausbildung und das Gehalt verringern, um damit mehr Menschen in diesen Beruf zu bringen.
            Genauso könnte man vorschlagen, dass Chirurgen einen Teil der Ausbildung weglassen, damit sie schneller im OP stehen.

            Ich kann die Fehlplanung auch nicht nachvollziehen, etliches ist hausgemacht und war seit vielen Jahren absehbar, z.B. der Mangel durch hohe Pensionierungszahlen. Auch eine Änderung in den Studienbedingungen, die ein verzögertes Eintreten der neuen Lehrkräfte in den Beruf bedingt, kann man überschauen, da man ja mit der Änderung bereits weiß, dass diese Lücke entsteht und könnte entsprechend gegenwirken.
            Hinzu kommt, dass das System durch zusätzliche Aufgaben der Bürkokratie, aber auch durch Inklusion, beides war ebenfalls vorhersehbar, und Migration bereits erheblich strapaziert wurde.

            Aber lieber rechnet man vor für die Wahl die Zahlen klein, streicht Förderunterricht und Stunden in der Stundentafel, damit die Werte gut erscheinen, dünnt das System immer weiter aus und führt die Schulen in einen absoluten Mangel, trifft aber auf diese Weise Aussagen, die Unterrichtsversorgung läge über 100%.

            Dass man in dieser Notsituation nun nach jedem Stohhalm greift, ist mir klar, gut heißen oder unterstützen muss man diese Forderungen aber nicht. Am Ende bewirkt es eine qualitativere Verschlechterung. Da werden auch keine Evaluationen oder Inspektionen helfen, da die Lehrkräfte die Notsituation zwar irgendwie meistern, für weiteres aber weder Zeit noch Kraft haben.

          • Herr Lintig stellt oben die These auf, dass sich u.a. durch starke Gehaltserhöhungen der Ärztemangel beheben ließe.
            Ist bei Grundschullehrern genauso :-))))))))

          • Axel von Lintig

            Emil
            Es stellt sich so da, dass der Marburger Bund,die Vertretung der Angestellten Ärzte, erst durch den relativen Mängel ab Ärzten im stationären Bereich , Gehaltserhöhungen,die Abwendung der Übertragung des TöVd auf Ärzte im Krankenhaus mit einer finanziellen Schlechterstellung , sowie die bessere Bezahlung von Nacht- und Bereitschaftsdiensten und Verbesserungen in den Strukturen erreichen konnte.
            Das können Angestellte Lehrer auch erreichen, mit einer starken Gewerkschaft und mit der Unterstützung der verbeamteten Lehrer.Also:Keine Kettenarbeitsverträge mehr mit der Arbeitslosigkeit in den Ferien,Höhergruppierungen in der Bezahlung bei multiplen Aufgabenstellungen durch Inklusion etc.Macht endlich was!

      • So „einzel“ sind die Gymnasiallehrer garnicht. wenn 50% aller Schüler eine weiterführende Schule besuchen, die zum Abitur führt, braucht man formal 50% Gymnasiallehrer und 50% Sekundarlehrer. Dazu kommen die Grundschullehrer und sonstige Lehrämter.

        Man kann die Lehrerausbildung gerne an einem Institut vereinen, wenn man die fachwissenschaftliche Ausbildung sicher stellt. Das wird aber den Kämmerern nicht gefallen, weil insbesondere der Lehrbetrieb in den Naturwissenschaften für die Hauptfächler mangels Personal nicht aufrecht erhalten werden kann.

    • Wiki fasst die Geschichte der Lehrerausbildung gut zusammen:
      https://de.wikipedia.org/wiki/Lehrerausbildung
      Die Aufwertung der päd. Hochschulen in Westdeutschland ist schon über 50 Jahre, bald 60 Jahre her; die Integration in die Unis auch schon ziemlich lange.

  10. @ Pälzer

    ZITAT: „So eine Regelung produziert vermutlich schlechter ausgebildete Lehrer, denn das eigentliche Unterrichten lernt man nicht an der Uni und nicht im Seminar, sondern von den erfahrenen älteren Lehrerinnen (Männer sind mitgemeint), die all die Details wissen. Wenn diese Phase wegfällt, werden es die Kinder später ausbaden.“

    Wenn Grundschullehrer nicht mehr studieren müssen, heißt das für mich nicht gleichzeitig, dass sie keinen Vorbereitungsdient mehr brauchen. Oben schrieb ich auch, ähnlich wie Sie, dass ich das Referendariat für den wichtigsten Teil der Lehrerausbildung halte. (Gab es das in der DDR nicht? Keine Ahnung. Es sollte aber dabei sein !)

    • Zur Klarstellung: ich verwende mich dafür, dass am Anfang des Referendariats genügend betreuter Unterricht nötig ist. Ich vermute, Sie haben irgendwas anderes (falsch) verstanden.

  11. @ Palim,

    komisch, dass Sie immer so sinnentstellend zitieren. Ich frage wieder, ist das Absicht oder Unvermögen. Ich werde aber nicht darauf eingehen, womöglich sind es bewusste Provokationen – und wenn nicht, kann ich Ihnen leider auch nicht helfen.

    Ich erinnere an Ihr Zitat (weil Sie sonst wieder nicht wissen, wie ich darauf komme), in dem Sie schrieben, auch mir ginge es ja nur ums Geld, weil ich schrieb, wer freue sich nicht über mehr Geld – dabei ließen Sie aber weg, dass ich weiter schrieb, dass Geld bzw. Gehaltserhöhungen in der jetzigen Situation nicht unser dringendstes Problem sind. Geradezu ein Lehrbeispiel für falsches (boshaftes) Zitieren, sprich das Herausreißen aus dem Zusammenhang. Auch andere warfen Ihnen das ja inzwischen schon vor!

    • „nicht unser Problem “
      Sie reden zum wiederholten Male von sich in der Mehrzahl!
      Aus welchem unerfindlichen Grund maßen Sie sich ständig an für alle Lehrer zu sprechen?
      Sprechen Sie von sich, (Sie sind genau Einer), das ist o.k., aber Sie sind in keiner Weise „wir „.
      Ebenfalls zum wiederholten Male weiße ich daraufhin, dass so eine Ausdrucksweise ein sehr überzogenes und überhebliches Selbstbild präsentiert !!!

  12. Ich kann überhaupt gar nicht erkennen, warum man ein besserer (Grundschul-)Lehrer ist, wenn man eine universitäre Ausbildung absolviert hat. Wer das behauptet, impliziert ja automatisch, dass Lehrer ohne Studium schlechtere Lehrer seien und diffamiert damit etliche Kollegen, nicht nur im Osten Deutschlands.

    Naheliegend ist sicherlich, dass man in Zeiten des Lehrerüberschusses meinte, sich erlauben zu können, die Zugangsvoraussetzungen zur Lehrerausbildung eingrenzen zu können auf „die Besten der Besten“ und sie in den Abiturienten (mit bestmöglichen Abschlüssen) zu finden glaubte. Das ist auch verständlich. Nur zeigt uns allen das Leben sicherlich, dass nicht immer die mit den besten Abschlussnoten tatsächlich die besten Lehrer geworden sind (je nachdem, woran man das misst).

    Folgte man dieser Argumentation (Lehrer müssen eine universitäre Ausbildung haben, um gute Lehrer zu werden) hieße das ja auch, dass Lehrer mit ihrer universitären Ausbildung bessere Pädagogen sind als Erzieher, die keine universitäre Ausbildung haben. Ist das denn wirklich so?

    Nein, ich kann nur wiederholen, die Inhalte (der Ausbildung) sind entscheidend und nicht die Form (der Name des Abschlusses oder der „Bildungs-Ort“ der Ausbildung). Ich bin überzeugt davon und die Vergangenheit in verschiedenen Ländern beweist es, dass man auch ohne Abitur und ohne Studium ein sehr guter Lehrer sein kann. Öffnen wir also wenigstens den Grundschullehrerberuf wieder für Nicht-Abiturienten und erweitern wir damit gleichzeitig erheblich das Potenzial möglicher Lehramtsstudenten.

    U.a. damit kann man den Lehrermangel mindern, was uns allen zugute käme !

    • Schreiben Sie das bitte nicht zu laut, weil sonst die Finanzminister auf den Geschmack kommen. Sie können mir nämlich viel erzählen, aber nicht, dass Grundschullehrer ohne universitären Abschluss (selbst wenn es nur ein Bachelor ist) noch mit A12 bezahlt wird, eher ein A10 oder noch weniger. Viel Spaß bei der Lehrersuche.

    • Warum stellen wir statt Grundschullehrern nicht einfach lauter 400 Euro-Jobber ein. Gibt es genug und sind billig. Grundschule kann doch jeder, oder?!
      Ich freue mich allerdings schon auf den Aufschrei der Gymnasiallehrer über die schlechten Leistungen der zukünftigen Schüler!
      Ironie aus!!,

    • Nach dieser Logik brauchen auch Sek I Lehrer keine Universität. Also , auch die bitte raus aus den Uni und finanziell abwerten. Dann sieht es bei uns wieder aus wie zu Kaisers Zeiten, eine Volksschule mit günstigen Personen vorne an der Tafel und als Krönung der Schöpfung für Bessergestellte das Gymnasium mit den „hochqualifizierten Philologen“.
      Moment, eigentlich könnten die auch gleich raus aus der Uni, denn die Inhalte sind ja entscheidend, nicht der Ort (Zitat sofawof). Wäre noch billiger…..

      • Stimmt.
        Nicht, dass die Philologen am Ende als schechte Lehrer dargestellt werden, weil sie nicht an der Lehrer-Fachschule ausgebildet werden durften.

        Und wenn die Philologen auf A13 und den allgemeinen Aufstieg nach A14 verzichten und generell bei A12 bleiben, wie die anderen, dann sind wir auch gleich beim „mehr Netto vom Brutto für alle“, das sofawolf so gern hat und der ja selbst von Besitzstandswahrung nichts hält. Das übrig bleibende Geld geben wir dann den Erzieherinnen, die fortan ihre Ausbildung an der Uni vollziehen, damit die Lehranstalten nicht leer stehen, und auch für A12 arbeiten dürfen.

  13. 1In einem Dorf im Schwabenland,
    da lebt, uns allen wohlbekammt,
    da wohnt in einem Häus’chen klein,
    das arme Dorfschulmeisterlein.

    2Des sonntags ist er Organist,
    des montags fährt er seinen Mist,
    des dienstags hütet er die Schwein,
    das arme Dorfschulmeisterlein.

    3Des mittwochs fährt er in die Stadt
    und kauft, was er zu kaufen hat,
    ’nen halben Hering kauft er ein,
    das arme Dorfschulmeisterlein.

    4Des donnerstags geht er in die Schul‘
    und legt die Buben übern Stuhl,
    er haut so lange, bis sie schrein,
    das arme Dorfschulmeisterlein.

    5Und wenn im Dorfe Hochzeit ist,
    dann könnt ihr sehen, wie er frißt.
    Was er nicht frißt, das steckt er ein,
    das arme Dorfschulmeisterlein.

    6Und wird im Dorf ein Kind getauft,
    dann könnt ihr sehen, wie er sauft,
    elf Halbe schüttet er sich ein,
    das arme Dorfschulmeisterlein.

    7Und wird im Dorf ein Schwein geschlacht,
    dann könnt ihr sehen, wie er lacht,
    die größte Wurst ist ihm zu klein,
    dem armen Dorfschulmeisterlein.

    8Und wenns im Dorfe einmal brennt,
    dann könnt ihr sehen, wie er rennt,
    die nächste Ecke rennt er ein,
    das arme Dorfschulmeisterlein.

    9Und wenn er dann gestorben ist,
    begräbt man ihn auf seinem Mist.
    Das Huhn setzt ihm den Leichenstein,
    dem armen Dorfschulmeisterlein.

    • Zu anderer Zeit und mit anderen Zielpersonen könnte man’s „hate speech“ nennen und vom Bundeszensurminister löschen lassen. Aber in der Mundorgel hat man’s gesungen und fröhlich gelacht.

  14. @ xxx,

    ja, die Sorge verstehe ich durchaus.

    Andererseits meine ich, der Staat hat nicht die Aufgabe, den Leuten hochbezahlte Jobs zu verschaffen. Das wäre wiederum die Sicht des Einzelnen auf die Allgemeinheit, wie sie wohl typisch geworden ist. Ich versuche den umgekehrten Blick (Stichwort „Kennedy-Zitat“), vor allem aber – Sie wissen ja, was für eine Meinung ich eh zu den Gehältern habe – denke ich, könnten dadurch viele, die es jetzt nicht dürfen, dann auch (Grundschul-)Lehrer/in werden, das bedeutet eine enorme Ausweitung des Bewerberpools (und einstellen kann man dann ja doch die Besten und nicht, wie jemand anderswo schrieb, jeden, der nur mindestens bestanden hat. Man will doch die Besten?!?)

    Dass nicht nur universitäre Ausbildung gute Lehrer „hervorbringt“, ist bereits bewiesen.

  15. Nachdem 50% eines Jahrgangs heutzutage Abitur machen, sollen unsere Kinder von den 50% ohne Abitur und Studium unterrichtet werden?

    Werden die Lehreinnen dann nicht noch mehr als Primimäuschen beschimpft?

    • @ missis.,

      Sie werden gleich vom Glauben abfallen, wenn ich schreibe, dieser Gedanke kam mir inzwischen auch und das halte ich durchaus für ein berechtigtes Gegenargument.

      :O

      • Es war ja zu Ost-Zeiten so, dass man nur mit ungefähr 1,5 schlechtestens an die EOS (dem Gymnasium vergleichbar) gehen durfte, um Abitur zu machen (sogenannte Offiziersschüler ausgenommen).

        D.h., die 10.-Klasse-Abgänger/innen, die Unterstufenlehrer werden konnten, waren keine leistungsschwachen Schüler.

      • @sofawolf 🙂

  16. Not macht nunmal erfinderisch oder wie sollte man diese Form der „Zeitarbeit“ sonst nennen?
    Was soll man denn machen, wenn man keine ausgebildeten Lehrkräfte findet?
    In NRW ist es doch so, dass der eigenverantwortliche Unterricht eines Referendars in die Stellentafel einfließt. Wenn also eine Schule viele Referendare mit eigenverantwortlichem Unterricht hat, kann man Lehrkräfemangel kostengünstig kompensieren. Aushilfslehrkräfte habe ich bei den vielen langfristigen Ausfällen an meiner Schule jedenfalls noch nie gesehen.
    Wenn man schon bei den Referendaren nach einem Studium so einen Aufstand macht, warum hat sich noch niemand über die Seiteneinsteiger aufgeregt? Es gibt ja anscheinend an weiterführenden Schulen das Problem Lehrkräfte für die MINT-Fächer zu finden, so dass da universitäre Fachkräfte eingesetzt werden.
    Zumindest in NRW besteht ihre zweijährige Ausbildung aus einem halben Jahr Fachwissen (ersetzt das Pädagogikstudium) und dann 18 Monate normales Referendariat mit den Lehramtsstudenten. Da sie aber als Lehrkräfte ohne Ausbildung bezahlt werden, haben sie eine volle Stelle minus sechs Schulstunden Entlastung für den Seminartag. Ob da in Mathe, Bio, Physik oder Chemie was schief geht, weiß man nicht. Man hat ja direkt eigene Lerngruppen und zwei Mentoren, die mit jeweils einer Schulstunde entlastet werden. Das muss für den Bildungserfolg reichen.

  17. Dennoch: Versagen ist versagen, Notmaßnahmen sind Notmaßnahmen, Softwareupdates machen Diesel nicht zu Wohlfühloasen für Innenstädte.

    • Die Automobilindustrie und die (von ihr maßgeblich „betreute“) Politik sind beim Diesel anderer Meinung. Die Politiker wollen wiedergewählt werden, Aufsichtsratsposten belegen und wohnen nicht in Innenstädten mit schlechter Luft.

  18. Wie oben geschrieben, finde ich das Argument gerechtfertigt, wer denn Grundschullehrer ohne Abitur werden soll, wenn eh 50% ans Gymnasium gehen.

    Naja, aber das ist doch nur scheinrichtig. 🙂 Dass man Grundschullehrer/in ohne Studium werden können soll, bedeutet ja nicht, dass das nun jeder x-beliebige machen kann. Es würde bedeuten, dass z.B. ein 10.-Klasse-Abschluss (auch eines Gymnasiums) reicht, ja, aber dann könnte man doch Regelungen treffen, wie es das anderswo auch gibt, dass der Notendurchschnitt z.B. nicht schlechter als 2,0 sein darf und dass man z.B. in Mathe und Deutsch nicht schlechter als 2 sein darf u.dgl.

    Und diese Schulabgänger ohne Abitur, aber mit guten Leistungen dürfen dann an einer z.B. Fachschule (?) Grundschullehrer/in werden.

  19. Eigentlich ist es doch so:

    Ein Lehrer soll natürlich mehr wissen (in seinem Fachgebiet) als ein Schüler. Die Vertiefung des Stoffes der höheren Klassen (z.B. 5-12/13) erhält der künftige z.B. Gymnasiallehrer im Hochschulstudium. Das ist gut und richtig so.

    Die Vertiefung des Stoffes der Grundschule (Klasse 1-4) erhält der künftige Grundschullehrer aber bereits an der weiterführenden Schule (Klasse 5 – 10 bzw. 12/13). Das finde ich ganz wertungsfrei völlig ausreichend (siehe DDR-Lehrerausbildung).

    Somit brauchen Grundschullehrer wirklich nicht noch zu studieren. Das könnte man ihnen ersparen. Was sie in ihrer Ausbildung noch brauchen, sind Pädagogik, Methodik, Didaktik und vielleicht eine Art Festigung des Stoffes der Klassen 1-4.

    • Ein Lehrer muss nichts wissen, es reicht eine Seite im Schulbuch weiter zu sein als die Schüler.

      Wer die Einflüsse auf die Schulpolitik richtig versteht, weiß eben auch, dass Lehrkräfte Schüler und keine Fächer unterrichten sollen. Dazu reicht es aus Kompetenzen zu vermitteln. Für Lehrkräfte reicht es also aus pädagogisch und methodisch kompetent zu sein. Fachliche Kompetenz im Sinne von fachwissenschaftlichem Wissen (Fähigkeiten und Kenntnissen) ist sekundär, sie hindert ohnehin nur bei der didaktischen reduktion und kann durch einfaches Googeln ersetzt werden. Folglich muss der kompetente Umgang mit Medien – vor allem zeitgemäßem Präsentationstechniken (Sheets-Schieben) – stärker im Lehreralltag verankert werden.

      Die Forderung, GS-Lehrkräfte sollten Abi haben ist alleine schon Quark. Wenn die GS-Lehrkräfte kein fachwissenschaftliches Hochschulstudium an einer Uni benötigen, um ihre Lehrbefägigung zu erlangen, warum sollen sie dann im Besitz der „Allgemeinen Hochschulreife“ sein“. Es ist doch dann der Nachweis der Fachhochschulreife vollkommen ausreichend. Dazu reicht aber ein mittlerer Schulabschluss, eine berufliche Ausbildung an einer Berufsoberschulklasse mit dem Schwerpunkt Erziehung und die berufsbegleitende Ausbildung an einer „Lehrerakademie“. Für Lehrkräfte der SekI sollte hingegen schon ein Bachelor-Abschluss an einer PH eingefordert werden. Der Master-Abschluss ist verzichtbar, da er zu der irrigen Annahme führt, dass ein Masterabschluss zur Aufnahme des Vorbereitungsdienstes des höheren Dienstes sowie eine entsprechende Eingruppierung nach sich ziehen müsste.

  20. @ dicke bank,

    ich weiß, Vorsicht – Satire! 😉

    Ihr erster Absatz trifft doch aber ziemlich das, was wir gegenwärtig als Schulpolitik erleben dürfen.

    Ihr zweiter Absatz … ja, im Prinzip … nur bei den Lehrern der weiterführenden Schulen kann ich Ihnen da nicht zustimmen, weil ich da ja eher für den „Einheitslehrer“ bin, der von Klasse 5 -12/13 an jeder Schulart einsetzbar ist.

    • Achtung – Schule beginnt in Klasse 1. Die Ansätze Lehrbefähigungen für Primar- und Sekundarstufe I zusammenzufassen und entsprechende Schwerpunkte innerhalb der Ausbildung zu setzen, ist m.E. richtig. Das die logische Konsequenz dann aber eine dem PRIMUS-Schulversuch in NRW ähnelnde Schule von Klasse 1 bis 10, die wohnortnah ist, entwickelt werden muss auch.
      Der Streitpunkt ist dann der Weg zum Abitur. Soll es ein Gymnsium im traditionellen Sinne ab Klasse 4 oder 6 oder ein Oberstufenkolleg ab Klasse 10 nach einem einheitlichen Mittleren Bildungsabschluss geben, der entweder auf eine beruflische Ausbildung oder ein Hochschulstudium vorbereitet. Daneben steht dann noch der Aspekt einer 12-jährigen Schulpflicht für alle, die ja im Grunde bereits derzeit schon besteht.

  21. Ich finde besser,

    – die Lehrbefähigungen für Klasse 5-10 für alle Schularten zusammenzufassen.

    – für Klasse 11-13 dann eher als Zusatzqualifikation.

    – ansonsten Klasse 1-4 ohne Studium an „Lehrerakademien“, wie Sie es so schön nannten

    – Wechsel zur Abiturstufe (wo auch immer) nach Klasse 8

    – 10-jährige Schulpflicht (Ausnahmen wie bisher)

    • Das kommt dann aber der zerschlagung der heiligen Kuh des Bildungsbürgertums gleich, nämlich der auflösung der traditionellen GY. Die Lehrbefähigung für Sekundarlehrer bezöge sich nämlich auf die Klassen 5 bis 10 aller Schulformen. Der klassische Studienrat käme also nur noch in der GOSt ab Klasse 10 (G8) oder Klasse 11 (G9) an Berufkollegs, Gymnasien und Gesamt- bzw. Oberschulen zum Einsatz. Aber dann kann man auch einen Schritt weitergehen und die GOSten aller Schulformen der SekII in einem Oberstufenkolleg zuismmenfassen, das einen beruflichen und einen allgemeinen Zweig hat. Der berufliche Zweig endet nach zwei Jahren mit der FHR, der allgemeine nach drei Jahren mit der AHR. Bei Überspringen der Einführungsphase (Voraussetzung der FOR-QQ) kann das Abitur auch nach zwei Jahren GOSt abgelegt werden.

      Übrigens, die Schulpflicht erstreckt sich auf 12 Jahre bzw. bis zum Ende des Schuljahres, in dem ein Schulpflichtiger das 18. Lebensjahr vollendet. Die Vollzeitschulpflicht hingegen endet am Ende des 10. Schuljahres nach Erreichen des 16. Lebensjahres. (NRW-Regelung)

  22. @ dicke bank,

    nein, das sehe ich so nicht.

    Es könnte trotzdem das gegliederte Schulsystem bestehen bleiben oder ein einheitliches entstehen.

    Die Lehrer der Klasse 5 – 10 könnten dann überall arbeiten, an jeder Schulart. Warum nicht? Passiert das nicht sowieso schon? Die Abiturstufe haben wir doch erst ab Klasse 11. Wer dort arbeiten will, könnte sich im Studium oder berufsbegleitend dafür qualifizieren.

    Unabhängig davon könnten die „Einheitslehrer“ jeweils auf dem Niveau der Schulart arbeiten, an der sie eingesetzt sind – sofern das gegliederte Schulsystem ganz oder in Teilen fortbestehen würde.

    • Warum soll ich mich verschlechtern, ich habe Lehrbefugnis von Klasse 1 bis 10 – Lehramt GHR mit Schwerpunkt HRGe in NRW.
      Die Kompetenzniveaus sind nicht schulformbhängig sondern abschlussabhängig, weshalb Hauptschulen neben dem HA, den HSA und den MSA einschließlich FOR sowie zuszätzlich dem Q-Vermerk erteilen können. Die selben Abschlüsse können ebenfalls an GemS, SekS, GeS sowie auch an RS in NRW erworben werden. Und die Abschlüsse müssen unabhängig von der Schulform von jedem anderen Bundesland anerkannt werden.
      Des Weiteren besteht die Möglichkeit die o.g. Schulabschlüsse an einem Berufskolleg nach Vollendung des 18. Lebensjahres im Rahmen der SekII zu erwerben

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