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Bildungsrepublik – die Presseschau. Diese Woche: Was die Kanzlerkandidaten Kindern zum Thema Schule erklären – und wie Eltern eine Lehrerinnen-Toilette dekorierten

BERLIN. In dieser Woche drehte sich – natürlich – alles um die Bundestagswahl. Und tatsächlich erleben wir dieses Mal eine Premiere: Erstmals spielt das Thema Schule im Rennen um die Kanzlerschaft eine Rolle. Was sonst noch in dieser Woche aus der Welt der Bildung berichtet wurde – hier sind unsere Fundstücke.

Bildungsrepublik - die Presseschau

Bildungsrepublik – die Presseschau.

„Es sollte weniger Unterrichtsausfall geben”, sagte Merkel in einem Interview mit der Kinderseite der „Zeit“ auf die Frage, was sich für Heranwachsende hierzulande am dringendsten verändern müsste. Herausforderer Schulz wurde da schon grundsätzlicher. Er forderte gleiche Bildungschancen für alle Kinder, „egal aus welchem Stadtteil und welcher Familie sie kommen und wie viel die Eltern verdienen“.

Hier geht es zum Beitrag in der „Zeit“.

Der „Spiegel“ widmete sich hingegen dem Thema Lehrergesundheit. Redakteure hatten Patienten in einer Burn-Out-Klinik – allesamt Pädagogen – besucht und aufschrieben, was die berichteten. „Draußen ist Sommer, der Schulbeginn kommt mit jedem Tag näher“, so heißt es. „Die Runde trifft sich zu ihrer letzten Sitzung, der Kurs, den sie dann beendet haben wird, heißt ‚Agil‘, eine Abkürzung für “Arbeit und Gesundheit im Lehrerberuf”. Dahinter steckt eine Therapie, entwickelt für Lehrer, die entweder schon unter Burn-out leiden oder die, wie in diesem Fall, befürchten, einen Burn-out zu bekommen.“

Hier geht es zu der Reportage im „Spiegel“ (kostenpflichtig).

Der Berliner „Tagesspiegel“ widmet sich in einem Kommentar dem drängenden Thema „Lehrermangel“. Darin heißt es: „Wieder einmal ist das Geschrei groß: Allenthalben fehlen Lehrer; einige Länder stellen 50 Prozent Quereinsteiger ein. Man kann wetten, dass es in fünf bis sechs Jahren heißen wird, ausgebildete Lehrer stehen auf der Straße. Das ist die typische Entwicklung, die der Agrarwirtschaft bestens bekannt ist – der Schweinezyklus.“ Trübe Aussichten also. Der Kolumnist schlägt vor, das Lehramtsstudium abzuschaffen. Und die pädagogische Ausbildung von Akademikern allgemeiner Art dann in den Vorbereitungsdienst zu verlegen – nach Bedarf eben.

Hier geht es zu dem Kommentar im „Tagespiegel“

Der „Focus“ beschäftigt sich ebenfalls mit einer Facette des Lehrermangels – den Quereinsteigern in den Lehrerberuf. Noch nie habe es so viele Menschen gegeben, die ohne pädagogische Qualifikation in den Schuldienst kämen, weiß das Blatt – und stellt einen davon vor: einen 33-jährigen ehemaligen Flugbegleiter, der  jetzt an einer Realschule Französisch und Englisch unterrichtet. „Ich habe meinen Traumberuf gefunden“, sagt er.

Hier geht es zum Bericht im „Focus“

Das „Hit-Radio FFH“ berichtet über eine skurrile Geschichte: Weil sie mit der Arbeit einer Lehrerin so zufrieden sind, haben Eltern im hessischen Bad Soden übers Wochenende in Eigenleistung die Lehrerinnen-Toilette renoviert – und dabei in einen Traum aus Rosa und Plüsch verwandelt. Ein bunter Kristallleuchter an der Decke, ein Toilettendeckel mit Blumen-Deko, Stoffrosen an den Wänden und ein goldenem Papierrollenhalter vervollständigen das, äh, dezente Prinzessinnen-Dekor.

Hier geht es zu der Geschichte auf der Seite des “Hit-Radios FFH”.

Weniger schön sehen die Toiletten (und übrigen Gebäudeteile) der Schulen in Köln offenbar aus – so schlimm sogar, dass der „Kölner Stadt-Anzeiger“ eine neue Serie ins Leben gerufen hat: „Schulen in Not“. Die erste Folge widmet sich einem Gymnasium, das „bei laufendem Betrieb verfällt“, wie es im Titel heißt. Der Bericht ist krass. „Wer einen Abend in der Aula verbringt, sollte sich besser nicht allzu weit nach vorne setzen. Der Geruch der sanierungsbedürftigen Toiletten ist an ungünstigen Tagen bis in die sechste Reihe zu riechen“, so heißt es. Dann doch lieber ein Prinzessinnen-Klo.

Hier geht es zu dem Bericht im „Kölner Stadt-Anzeiger“.

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Bildungsrepublik – die Presseschau: Von zu alten Lehrern, die sich komische Namen merken müssen, und der Klage einer müden Mutter

 

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