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Kongress: Evangelische Schulen haben mehr Freiheit als staatliche

ROSTOCK. Evangelische Schulen haben nach Meinung von Kai Gusek, Vorstand der evangelischen Schulstiftung der Nordkirche größere Freiheiten, als staatliche. Das sei gerade in Zeiten in der freiheitlich Grundwerte vielfach angezweifelt werden eine demokratiepädagogische Verpflichtung. In Konkurrenz sehe man sich aber nicht.

Die Evangelischen Schulen möchten nach dem Willen des Vorstands der Schulstiftung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland, Kai Gusek, das bunte Schulmosaik in Mecklenburg-Vorpommern ergänzen. Es gehe nicht um Konkurrenz oder gar Verdrängung, sagte Gusek beim 7. Bundeskongress evangelischer Schulen. Der Kongress steht unter dem Motto: «Zur Freiheit berufen!». Hintergrund sei, dass die evangelischen Schulen ein Spiel- und Entfaltungsraum der Freiheit sein wollen. In einer Zeit, in der freiheitliche Grundwerte in manchen öffentlichen Debatten angezweifelt werden, sei der evangelische Bildungsauftrag gleichzeitig eine demokratiepädagogische Verpflichtung. Deutschlandweit gebe es rund 1100 evangelischen Schulen, in Mecklenburg-Vorpommern 54.

Evangelische Schulen sollen durch fachliche Bildung und die Vermittlung christlicher Werte die Freiheit auch für kommende Generationen wahren, so Kai Gusek, von der Schulstiftung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland. (Foto: congerdesign / pixabay (CC0 1.0))

Evangelische Schulen sollen durch fachliche Bildung und die Vermittlung christlicher Werte die Freiheit auch für kommende Generationen wahren, so Kai Gusek, von der Schulstiftung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland. (Foto: congerdesign / pixabay (CC0 1.0))

Beim staatlichen Schulsystem seien die Möglichkeiten der Freiheit wegen der größeren Bürokratie und der stärkeren Hierarchie nicht gegeben. «Wir wünschen uns und erwarten von unseren Lehrern, dass sie pädagogisch frei agieren», sagte Gusek. Die evangelischen Schulen hätten dafür einen viel größeren Freiraum. «Wir möchten gerne einladen, bei den Schülern eine Haltung zu entwickeln, Freiheit auch als Verantwortung zu verstehen und nicht als Grenzenlosigkeit. Das können wir sehr gut christlich begründen.» Das bedeute auch nicht, dass die Schule neutral sei, Schule müsse Position beziehen. So könnten sich die Schüler auch zu dialogfähigen Menschen entwickeln, die unter anderem gut mit anderen Kulturen umgehen können. (dpa)

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