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Mehr Schüler, weniger Lehrer, aber keine Kürzung – Rabe erklärt Prozess der Fusionen von Hamburger Berufsschulen für abgeschlossen

HAMBURG. Nach dreijähriger Umbauphase gibt es in Hamburg statt 44 nur noch 32 Berufsschulen, die jetzt von rund 51.500 Schülern besucht werden. Die Zahl der Lehrer ist etwas gesunken. Schulsenator Rabe hat dafür auch eine Erklärung.

"Ich will auch mal in die Zeitung": Hamburgs Bildungssenator Ties Rabe; Foto: SPD Hamburg, flickr (CC BY-SA 2.0)

Umbau bewältigt: Hamburgs Bildungssenator Ties Rabe; Foto: SPD Hamburg, flickr (CC BY-SA 2.0)

Hamburgs 51.500 Berufsschüler sind nach der nun abgeschlossenen Fusion zahlreicher Schulen erstmals in einer neuen Struktur in den Unterricht gestartet. Nach einer rund dreijährigen Umbauphase gibt es jetzt statt 44 nur noch 32 Berufsschulen in der Hansestadt. «Das haben wir getan, weil wir merken, dass die Berufsausbildung immer anspruchsvoller wird», sagte Schulsenator Ties Rabe (SPD) am Mittwoch bei der Präsentation des Jahresberichts des Hamburger Instituts Berufliche Bildung (HIBB). Und da sei es klüger gewesen, verwandte Berufe an einzelnen Standorten zu bündeln, «diese Schulen dann aber auch richtig schön auszubauen und richtig gut zu machen». Laut Rabe wurden allein in die Um- und Ausbauten bislang rund 400 Millionen Euro investiert.

«Wir starten in den Hamburger berufsbildenden Schulen mit 51.500 Schülerinnen und Schülern in diesem Jahr», sagte die neue HIBB-Geschäftsführerin Sandra Garbade. Das seien rund 500 mehr als im Jahr zuvor. Grund hierfür seien höheren Ausbildungszahlen im sozialpädagogischen Bereich und die Erweiterung der Plätze in der Berufsqualifizierung auf 500. Außerdem kämen vermehrt Flüchtlinge in den Berufsschulen an, sagte Garbade, die die HIBB-Geschäftsführung im August von Rainer Schulz übernommen hat, der seinerseits zum Jahresbeginn als Staatsrat in die Schulbehörde gewechselt ist.

Nach Angaben von Garbade sind in diesem Schuljahr 76 Prozent der Schüler in der dualen Berufsausbildung, zehn Prozent befänden sich in der Berufsvorbereitung. Weitere sechs Prozent strebten über die Berufsschulen einen höheren Bildungsabschluss an, acht Prozent nutzten die Schulen zur Weiterbildung.

Obwohl die Schülerzahl gestiegen ist, werden sie von weniger Lehrern betreut. So sank die Zahl der Vollzeitstellen im Vergleich zum Vorjahr um 111 auf 2561. Schulsenator Rabe begründete dies mit einem veränderten Bedarf. «Wenn wir deutlich mehr Schüler haben in dem Bereich, die gar nicht so viel zur Schule gehen, weil sie auch im Betrieb lernen, brauchen wir kaum mehr Lehrer.» Etwas anderes wäre es dagegen, wenn etwa die Zahl jener Schüler deutlich stiege, die den ganzen Tag in der Berufsschule sind, weil sie beispielsweise einen höheren Bildungsabschluss anstrebten. Rabe betonte mit Blick auf die geringere Lehrerzahl: «Das ist keine Kürzung, denn die tatsächlichen sogenannten Bedarfsgrundlagen sind unverändert geblieben.»

Den größten Anteil unter den Berufsschülern machen nach Angaben der Schulbehörde die angehenden Kaufleute für Büromanagement (2023) aus, gefolgt von Einzelhandelskaufleuten (1741) und Kaufleuten im Groß- und Außenhandel (1676). Den geringsten Anteil mit jeweils nur einem Azubi an Hamburgs Berufsschulen stellten die Industrie-Isolierer, Stuckateure, Modisten, Elektroanlagenmonteure sowie Gärtner für den Gemüseanbau. dpa

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