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“Das ist wirklich ein harter Job und verdient viel mehr Beachtung”: “Fack ju Göhte”-Star Elyas M’Barek zollt Lehrern Respekt

Elyas M’Barek hat seit seiner Rolle als Zeki Müller in den «Fack ju Göhte»-Filmen große Achtung vor Lehrern. «Das ist wirklich ein harter Job und verdient viel mehr Beachtung und viel mehr Respekt, als dem Berufsstand entgegengebracht wird», sagte der 35-Jährige auf Anfrage in München. Das sei nicht immer so gewesen.

So stellen sich viele Eltern ihren Sohn in 34 Jahren vor: Schauspieler Elyas M'Barek. Foto: www.GlynLowe.com / flickr (CC BY 2.0)

“Schüler wollen Hilfe, die wollen gehört werden, das macht einen coolen Lehrer aus”: Schauspieler Elyas M’Barek. Foto: www.GlynLowe.com / flickr (CC BY 2.0)

«Als Schüler findet man Lehrer eigentlich immer nicht so toll und betrachtet die immer als Feind.» Trotzdem habe es Ausnahmen gegeben. «Ich hatte ganz tolle Lehrer, die mich geprägt haben und die mich auch motiviert haben und auf die ich gern zurückblicke.»

In der Trilogie, deren letzter Teil am Donnerstag im Kino startet, spielt M’Barek einen Lehrer. Er versucht, seine total chaotische und demotivierte Klasse bis zum Abitur zu bringen, mit oft etwas fragwürdigen Methoden. Aber gerade deshalb lieben ihn die Schüler und finden ihn cool. Allerdings sei Coolness bei Lehrern nicht wichtig. «Das interessiert Schüler nicht so wirklich», so der in München lebende Schauspieler. «Schüler möchten gehört und ernst genommen werden. Bei Problemen nicht sofort fallengelassen werden. Schüler wollen Hilfe, die wollen gehört werden, das macht einen coolen Lehrer aus.» dpa

36 Kommentare

  1. Wenn er Respekt vor Lehrern hat, wieso macht er dann einen Film, wo ein unqualifizierter Proll einfach mal so eine unbeschulbare Klasse übernehmen kann und Erfolg hat?

    Ok, mir ist bewußt, dass der Film sicher nicht die Realität wiedergeben soll, dass er kein Dokumentarfilm ist. Aber der Hauptdarsteller sollte nach solch einem Film eher mal still sein, es wirkt völlig unglaubwürdig.

    • Realität, wenngleich traurige, vermittelt wohl dieser Beitrag. (Waren Sie nicht derjenige, der anzweifelte, dass es in vielen Klassen heutzutage schulartenübergreifend chaotisch zugeht? Lesen Sie mal!)

      AUSZUG:
      „Füsun* ignoriert, dass die Stunde bereits begonnen hat, schiebt sich einen Kaugummi in den Mund und schreibt eine SMS. Ihre langen Fingernägel sind signalrot lackiert. Sie trägt große glitzernde Kreolen und hochhackige Stiefel, die Haare toupiert. Neben ihr sitzt Anne, sie kaut gelangweilt auf ihrem Lippen-Piercing rum. Cem wirft ein Lineal durch den Raum, was Anne mit „Ey, du Opfer!“ kommentiert.

      Laut Notfall-Plan des Berliner Senats zur Vorbeugung von Gewalt entspricht das Beleidigen von Lehrern, Sachbeschädigung und Anpöbelei Gefährdungsstufe 1. „Du Opfer, du Missgeburt, du bist hässlich!“ sind Ausdrücke, die im Minutentakt fallen in der Klasse – und zwar sowohl Schülern als auch Lehrern gegenüber.“

      https://www.welt.de/politik/deutschland/article13437242/So-chaotisch-geht-es-an-deutschen-Schulen-zu.html

      • “Du Opfer”, das klingt ja fast noch harmlos. Schlimmer ist “du Jude”, was jedenfalls in Berlin zum Alltag gehört (obwohl es so sehr viele wirkliche Juden dort gar nicht gibt):

        https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2017/07/lehrer-umfrage-ajc-antisemitismus-islamismus-schulen-berlin.html

        Es ist halt nur ein Schimpfwort. Pikant auch im Hinblick auf die Inklusion: Wo früher Kinder andere rhetorisch gefragt haben “bist du blöd?”, so wird heute schon mal gefragt “bist du behindert?” Ob das wohl in Weiterbildungskursen zur Inklusion angesprochen wird?
        Und “du Streber” wird sich kaum leistungsfördernd auswirken. In der Literatur wird sogar schon von der “Angst vor guten Noten” gesprochen.

        • Kann ich nur bestätigen! (Nur “Jude” habe ich bei uns noch nicht gehört.)

        • Strebsamkeit, Fleiß oder Ehrgeiz gilt unter deutschen Schülern als uncool. Wer gute Noten hat, wird schnell als unbeliebter Streber verspottet. Eine Ausnahme ist Sport, wo es eher umgekehrt ist..

          Die Beleidigung “Du Esel” kann man in Zeiten der Inklusion auch anders übersetzen. Ich meine, in irgendeinem Kommentar hier auf n4t habe ich mal den Begriff “I-Kinder” für Kinder in einer Inklusionsklasse gelesen. Besonders, wenn wie bei Kindern durchaus möglich, der Buchstabe “I” sehr lang ausgesprochen wird, kommt eine ordentliche Beleidigung heraus, die die betroffenen Kinder aus der Inklusionsklasse noch nicht einmal zwangsläufig verstehen müssen, was die Sache noch heftiger macht.

  2. @ Küstenfuchs,

    entschuldigen Sie, wenn ich mich irre, aber Sie meinten doch, Chaos in Schulklassen seine Einzelfälle im 0,-Prozentbereich. Hier habe ich noch ein aktuelles Beispiel aus einem anderen Forum. Alles Einzelfälle? Nein, das Chaos regiert in vielen Schulen und Klassen und macht Lernen unmöglich und die Politik lässt die Lehrer damit allein (einzige Idee von Politikern und Berufsverbänden: Gehaltserhöhung). Das ist der Skandal!

    AUSZUG:
    “Meine derzeitige 4. Klasse (9-10 Jahre alt) , zu der ich eine gute Beziehung habe und die ich ab dem 3. Schuljahr als Klassenlehrerin führe, verändert sich in Richtung “laut” und “Quatschköpfe”, egal ob bei mir oder im Fachunterricht. Diese Veränderung betrifft ca. 2/3 der Jungen und ein paar Mädchen. In der Regel handelt es sich um schulisch gute Kinder.
    Hier einige Situationen:
    – Vieles, was ernst gemeint ist (wir haben z.B. über Behinderte gesprochen) löst bei einigen einen Lachanfall aus.
    – Bei einer Fachlehrerin haben einige neulich ausgemacht, so lange die Luft anzuhalten, bis sie rot werden.
    – Beim Aufstellen nach dem Sportunterricht fangen irgendwelche an, lauthals ein Weihnachtslied zu singen.
    – Ansonsten ist die Klasse phasenweise irrsinnig laut geworden in Umräumphasen, wo man nicht erst umräumt, sondern erst einmal Blödsinn macht (z.B. dem anderen etwas wegnimmt und dann wieder zurücklegt, also alles so kleine grenzüberschreitenden Kleinigkeiten). …”
    ——————————————

    Wenn ich durch die Schulgänge gehe, erlebe ich immer wieder Schüler, die freiwillig aus einer Klasse rausgegangen sind (mit Erlaubnis des Lehrers), weil es drinnen zu laut ist. DAS ist die Realität an deutschen Schulen heute!

    • @ Palim, ich glaube, Sie waren es auch, die von Einzelfällen aus dem “Sensationsjournalismus” sprach!

      Augen zu und durch?

    • Der obige Beitrag stammt aus lehrerforen.de, ein Forum, das viele Lehrer nutzen.
      Allerdings wird er nicht vollständig wiedergegeben. Im Zusammenhang gelesen, sieht das nämlich ganz anders aus:
      http://www.lehrerforen.de/thread/44869-vorpubert%C3%A4re-viertkl%C3%A4ssler/?s=f9e08763c5c157516bc875c7369460383072ce6c

      • Warum sieht das im Zusammenhang ganz anders aus? Verstehe ich nicht recht.

        Eine Kollegin berichtet von Unterrichtsstörungen und fragt andere Kollegen um Rat, wie sie dem begegnen soll. Ich habe den Teil zitiert, in dem die Art und Weise der Unterrichtsstörungen beispielhaft benannt werden.

        Was stimmt nicht? Was ist “eigentlich” ganz anders?

        • “viele Lehrer”?

          Naja, nach wenigen Wochen Mitgliedschaft bemerke ich, dass es auch immer die gleichen Nicknamen sind, die sich zu Wort melden. Lassen Sie es ein Dutzend sein; hier ist es eine Hand voll. 🙂

          Mir ist klar, dass einige von dort auch hier vertreten sind und umgekehrt, wenn auch unter anderem Namen. Ich nicht.

    • Ich hatte geschrieben, @ sofawolf, “Sie picken sich irgendwelche Horror-Stories aus irgendwelchen Medien und haben selbst dem Unterricht der Grundschule vermultich schon lange nicht mehr beigewohnt.”
      Dass Sie einen Beitrag aus einem Forum aus dem Zusammenhang reißen, ist ja nun deutlich belegt.
      dass das Chaos in vielen Schulen und Klassen regiert und Lernen unmöglich macht jedoch nicht.

      Grundschullehrer leiten ihre Klassen, achten auf Regeln und begegnen mit Konsequenzen.
      Diese Regeln gelten an der Grundschule, etliche allgemein, manche bei speziellen Lehrkräften.
      Mit dem Verlassen des Gebäudes lassen die SuS so manches hinter sich … auch manche Regeln.

      Tatsächlich muss sich jede Lehrperson bei jeder Lerngruppe Respekt verschaffen, das ist in Grundschulen so, warum sollte es in weiterführenden Schulen anders sein? SchülerInnen deuten die Signale schnell, sie merken, ob eine Lehrkräft präsent ist. Sie nutzen ihre Chance oder testen aus, wie weit sie gehen können, bis es eine Grenze gibt. Das hat nichts damit zu tun, dass in der Grundschule keine Regeln gegeben waren oder diese nicht durchgesetzt wurden. Vielmehr erwarten SuS, dass sie die Grenze erhalten. Kommt diese nicht, werden sie weiter suchen, wie weit sie gehen können.

      Dass SuS aus einem Klassenzimmer gehen, kann übrigens einen ganz anderen Hintergrund haben. Wenn ich nun hier Beispiele anführen würde, würden Sie die vermutlich nutzen, um im nächsten Forum anzugeben, selbst Lehrkräfte würden den Lärm nicht aushalten und die Kinder rausschicken. Man kann sich die Realität nicht zusammenbasteln, man muss schon selbst gucken gehen und mit ehrlichem Interesse nachfragen.

      • Warum haben Sie ein Problem damit, wenn ich dort etwas von hier und hier etwas von dort zitiere, wenn ich es in einer Diskussion für interessant halte. Auch wenn wie gesagt wohl teilweise die gleichen Leute hier und dort diskutieren, so ist das doch sicherlich nicht zu 100% so und da die meisten hier wie dort verschiedene Namen benutzen, kann ich ja auch nicht wissen, ob “wir” das schon miteinander ausgetauscht haben.

        • Natürlich gibt es Lehrer, die Kinder rausschicken, weil diese Kinder zu laut sind und stören. Keine Frage. Warum sollte ich damit angeben. Ich erlebe das beinahe täglich an unserer Schule. Das ist nichts Besonderes. Das ist quasi “normal”.

          Besonders ist aber eher, wenn Kinder selbst den Raum verlassen, weil es ihnen drinnen zu laut ist. Das erlebe ich auch immer wieder mal, wenngleich weniger oft als den ersten Fall. Die Fälle, auf die ich verwies, waren Kinder, die mir gesagt haben, dass sie freiwillig rausgegangen sind, weil es laut war. Meistens spreche ich ein Kind, das draußen sitzt oder steht nämlich an, warum es nicht IM Unterricht sei.

          Man kann sich die Realität nicht zusammenbasteln, man muss schon selbst gucken gehen und mit ehrlichem Interesse nachfragen. (dito)

          • Nein. Viele Lehrer an allen Schularten haben mit massiven Unterrichtsstörungen zu kämpfen. Viele bekommen gerade deshalb einen Burnout, manche werden dauerkrank und gar nicht so wenige schmeißen hin.

            Warum Sie das schönreden, verstehe ich nicht. Es offen und klar zu benennen, ist die Voraussetzung für Veränderungen. Mit Ihrer Schönfärberei helfen Sie diesen Kollegen kein Stück weiter !

        • Ich habe kein Problem damit, dass Sie Inhalte von hier wo auch immer hin transportieren.
          Aber schreibt man hier Beispiele, verdrehen Sie es dort ganz anders oder nehmen es aus dem Zusammenhang, wie der Hinweis von ysnp zeigt, ohne dass man es nachlesen könnte, wie es wirklich gemeint war.
          Aus einzelnen, zusammenhanglosen Beispielen kommen Sie zu Verallgemeinerungen und Behauptungen hinsichtlich einer Schulform sowie deren Lehrkräfte, die Sie offenbar überhaupt nicht kennen.

          • Wie ich oben schon an ysnp schrieb, habe ich den Teil zitiert (Auszug), in dem die Unterrichtsstörungen beispielhaft genannt wurden.

            Was ist denn nun im Zusammenhang anders?
            Was ist verdreht?
            Wie war es wirklich gemeint?

            yspn hat nicht “gezeigt”, dass der Zusammenhang ein anderer ist, sondern behauptet, dass der Zusammenhang ein anderer ist. Die Antwort, warum, steht noch aus (falls sie je kommt, ich bin gespannt).

            Ich verlinke sonst immer meine Quellen. Diesmal habe ich es nicht getan, um nicht auf die Konkurrenz (Forum) zu verweisen. Dass so mancher von hier auch dort zugange ist, weiß ich eh.

          • Weil ich letztens schrieb, dass ich nicht weiß, nach welcher Methode die Schüler meiner Klasse, die ja aus ganz verschiedenen Schulen kommen, Rechtschreiben lernten, schließen Sie und andere nun, dass ich keine Grundschule “von innen” kenne.

            Sie dürfen doch wohl glauben, dass Lehrer nicht selten gute Kontakte zu anderen Lehrern haben und Lehrerkinder irgendwann auch einmal auf eine Grundschule gingen, oder?

          • Japp. Wer abends in der Grundschule den Yoga-Kurs besucht oder alle paar Jahre dort wählen geht, kennt die Schule auch “von innen”.

          • Womöglich haben Sie gar nicht so Unrecht?

            Wer nicht in der DDR gelebt hat, der sollte sich doch dann aber auch kein Urteil erlauben dürfen über die DDR und das Leben in ihr, nicht wahr?! Und über das DDR-Schulsystem, das man nur von außen und vom Hörensagen kennt oder weil man mal die Ost-Verwandten besucht oder nach der Wende einen Urlaub an der Ostseeküste gemacht hat.

            Da müssten Sie doch jetzt zustimmen, in der Logik Ihrer eigenen Argumentation. Stimmen Sie zu?

          • Palim
            Ich habe habe mir die Vorgehensweise der hiesigen Lehrer angesehen, und diese entspricht fast genau dem von Frau Spitta beschriebenen Vorgehen.
            Die Lehrer hatten in dem Zeitraum, als die beiden ältesten Kinder zur Grundschule gingen, hier im Vergleich zu Schulen im Ruhrgebiet geradezu paradiesische Verhältnisse mit überwiegend deutschstämmigen Kindern oder Eltern, die gute Deutschkenntnisse bei Migrationshintergrund hatten.
            Und trotzdem schaffte man es nicht die einfachsten Grundregeln der deutschen Rechtschreibung zu vermitteln. Kind suche, so du findest eine Antwort, oder auch nicht.

          • Sofawolf
            Noch einmal komme ich zum Vergleich ostdeutscher Schüler mit denen aus Hamburger Schulen direkt nach der Wiedervereinigung.Die Untersuchung führte Prof.May von der Uni Hamburg 1991 durch und dabei schnitten die Ostdeutschen Schüler, welche mit dem Standardwerk der DDR die Rechtschreibung gelernt hatten und das noch mit Lehrern ohne ein Hochschulstudium wesentlich besser als die Westdeutschen ab.Naczulesen in das bei http://www.grundschulservice.de Jansen.EinigevJahre später nivellieren sich die Unterschiede.
            Wenn ich dann heute bei einem Einstellungsuntersuchung für Polizeibewerber und bei 200 Wörtern und die Bestehensgrenze bei 25 Fehlern liegt, Fehlerzahlen aber bei der Hâlfte der Bewerber deutlich darüber liegt, der Sinn an Hand der kryptischen Schreibweise nicht mehr erkennbar ist, so hat Schriftsprache ihre Bedeutung als Informationsüberträger verloren.

  3. @ Palim, ysnp,

    ich muss immer noch darüber nachdenken, dass Sie sagten, wer nicht Grundschullehrer ist, könne nicht über Grundschulen mitreden. Das hat was. Und wer Westdeutscher ist, muss Ostdeutschen nicht sagen, wie schlimm die DDR war oder nicht, richtig? (Aber warum tun die das ständig?)

    Wo sind denn nun die Richtigstellungen der von mir aus dem Zusammenhang gerissenen Aussagen einer Lehrerin, die um Rat fragte, wie man mit Unterrichtsstörungen umgehen solle.

    Bitte decken Sie gerne den “Betrugsversuch” auf !

  4. …Schüler betrachten die Lehrer als Feind…

    Der Film zeigt, dass die Lehrer dafür verantwortlich sind.

  5. Es ist allerdings genauso, wie es Herr M’Barek sagt: die Schüler wollen ernst genommen werden und wenn sie Hilfe bei Problemen haben wollen, sollen sie Hilfe bekommen. Man muss sich ja nicht aufopfern, aber manchmal hilft es schon einfach nur zu zuhören und anschließend /oder an eine entsprechende Stelle zu verweisen.
    Nicht jede Lehrkraft kann damit umgehen und manch Schulsozialarbeiter ist mit einigen Problemfällen auch überfordert oder hat diese bisher noch nicht erlebt, als dass er Hilfestellung (Flyer etc.) geben könnte.

    • Sie nennen da aber Extremfälle, die erstens eher selten vorkommen und zweitens das Lehrerleben nicht so schwierig machen, wie es derzeit ist. Die so genannten “Nervbacken” von Schüler- oder Eltern- oder Politikerseits brauchen in den seltensten Fällen wirkliche therapeutische Hilfe. Es gibt einen Unterschied zwischen Nerven um des Nervens wegen und einem echten Hilferuf.

      • Richtig! Ich bin dieses Kreisen um die armen Schüler und deren Probleme unendlich leid.
        Das macht die jungen Menschen nur immer wehleidiger und auf sich konzentriert. Das hilft ihnen nicht, sondern macht sie nur immer abhängiger von fremder Hilfe, statt Selbstbewusstsein und Stärke zu entwickeln.
        Man höre bitte endlich damit auf, die Kinder durch übertriebenes Zu-Hilfe-Eilen schwach zu machen und sich dabei als Wohltäter gut zu fühlen, also das eigene Ego zu bedienen.

        • diese Kinder lernen ja nur, dass sie durch genügend jammern durch- und viel Aufmerksamkeit bekommen.

          (bei den echten Fällen muss natürlich geholfen werden.)

        • Ja, Mein Kind war 3 Wochen in Krankenhaus, Im ersten Unterricht danach musste er Klassenarbeit in Englisch schreiben. Zwei Tagen später Deutsch und am Freitag noch eine KA nachschreiben. Der Rektor antwortete auf meine Beschwerde: “Ist doch nichts schlimmes passiert. Er hat doch überlebt”.

          Die Lehrer machen doch immer alles richtig. Wenn es schief läuft schuldig sind Kinder, Eltern oder die Ministerin. 🙂

          • Und? – Wo ist das Problem? Laut Schulgesetz muss ein Schüler den Unterricht, den er wegen Krankheit verpasst eigenständig nachholen. Klassenarbeiten, an denen ein Schüler krankheitsbedingt nicht teilgenommen hat, müssen von ihm ab dem Moment, an dem er wieder am regulären Unterricht teilnimmt, nachgeschrieben werden.

            Einzig und allein der dritte Termin in der gleichen Woche verstößt gegen die Regularien. Nur wenn der Schüler zur “Prüfung” antritt und keinen Widerspruch erhebt, zeigt er sich mit der Terminansetzung einverstanden.

          • @dickebank
            Tja, wenn ein Kind eigenständig das Unterricht von 3 Wochen innerhalb von 2 Tagen (nur Nachmittags) nachholen kann, dann schließen wir die Schulen, sind teuer und ineffektiv :-).

            Da Kind muss jedoch eine angemessen Zeit für Nachholen. Anderseits es liegt kein Verstoß vor, wenn das Kind eine KA nicht nachschreibt.

            Es handelt sich um 13- jährigen chronisch krankes Kind, das in der Schule gefördert werden soll. Nun ist der Rektor der Meinung, dass die Inklusion eine freiwillige Aufgabe der Schule ist.

            Ich wollte nur sagen, dass die Lehrer sehr unmenschlich sein können und man muss ja die Kinder von solchen “Pädagogen” schützen.

          • Haben Sie, Herr Keller, denn Kontakt mit dem Lehrer selbst aufgenommen? Das kommt normalerweise wesentlich besser an als der Schritt sofort zum Schulleiter. Formal hat aber die Schule recht, wie die dickebank korrekt dargestellt hat. Mit Betreten des Raumes hat sich Ihr Kind für fähig erklärt, die Englischarbeit zu schreiben.

            Ich glaube der dickenbank mal, dass häufig individuell vereinbarte Nachschreibtermine unter drei Klassenarbeiten in einer Woche gezählt werden. Ihr Kind hätte da ja sagen können, dass es drei Arbeiten in einer Woche schreiben würde. Es muss schon viel passieren, wenn ein Nachschreibtermin trotzdem eingehalten wird.

            Aus Sicht des Lehrers sind Nachschreibtermine immer sehr lästig, weil das Kind beaufsichtigt werden muss, aus anderem Unterricht herausgenommen werden muss, oft eine eigene Klassenarbeit gestellt werden muss und bei mehr als einem fehlenden Kind auch noch gemeinsame Termine zu organisieren, um wenigstens nur eine Nachschreibarbeit stellen zu müssen. Zwei gleich schwierige geeignete Texte zu finden, ist sehr schwer.

        • Mann muss ja nicht um die Schüler kreisen. Aber wenn denen von anderer Stelle (Eltern) nicht geholfen werden kann oder will, sollte man sich als Lehrer schon mal seine Gedanken machen.
          Einem Durstigen sollte man schon Wasser zu trinken geben, oder nicht?
          Übereiltes Handlen kann ich mir nicht vorwerfen lassen, wenn eine Person (Schüler) mit Problemen zu mir kommt und selbst schon alles versucht hat.
          Allerdings glaube ich, dass wir das Alter der Schüler, um die es geht, mal klären sollten. Ich rede hier von mindestens 15-jährigen und die meisten anderen, wie mir scheint, von unter 15-jährigen. Von daher ist es klar, dass manche Probleme in der Schulsozialarbeit nicht auftreten und die Eltern ihren Kindern übereilt zu Hilfe eilen,oder nur ihre Sicht der Dinge (Probleme) gelten machen ohne sich in eine andere Person hineinversetzen zu können.

  6. Ich habe einen solchen Fall selbst erlebt, und notfalls kann der Schüler ja an eine entsprechende Stelle verwiesen werden. Die betreffende Person bekam von mir einen Zettel mit Kontakten, an die sie sich zu wenden hat und fertig. Damit hat sich das ganze erledigt, der Rest liegt nun bei der Person. In einem anderen Fall habe ich an die Schulpsychologin verwiesen, Fall erledigt.
    Wenn man es so angeht, braucht man sich nicht sonst was abzuarbeiten.
    Es mögen Extreme sein, die vielleicht nicht an jeder Schule/Schulart zu finden sind, aber es gibt solche Probleme und wer als Lehrer seine Augen davor verschließt, zeigt kein Interesse an den Schülern.
    Das ist genauso wie mit schlechter Laune ins Klassenzimmer zu gehen, das spiegelt sich im Verhalten der Schüler wieder und das Unterrichten verkommt zu einer Qual. Wie gut der Unterricht läuft hängt auch vom Lehrer ab nicht nur von den Schülern. Klare, einfache Regeln unterstützen das.

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