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Jamaika-Unterhändler wollen Milliarden-Investitionen in Bildung (aber nur, wenn genügend Geld da ist)

BERLIN. Die Jamaika-Unterhändler peilen Investitionen von bis zu 12 Milliarden Euro im Bereich Bildung, Forschung und Innovation an. Das geht aus einem internen Entwurf für das Abschlusspapier der zweiten Sondierungsrunde zu diesem Themenkomplex hervor. Allerdings stand die Höhe der Ausgaben den Angaben zufolge unter Finanzierungsvorbehalt. Die Unterhändler von CDU, CSU, FDP und Grünen wollten über das Papier im Laufe des Tages weiter beraten. Die möglichen Partner wollen erreichen, dass bis 2025 für Bildung und Forschung insgesamt mehr als 10 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aufgewendet werden.

Schwarz-gelb-grün: die Flagge von Jamaika. Illustration: Wikimedia Commons

Schwarz-gelb-grün: die Flagge von Jamaika. Illustration: Wikimedia Commons

Einig waren sich die Unterhändler auch, dass die Rahmenbedingungen an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen verbessert werden sollen. Dafür sind offenbar 3,5 Milliarden Euro vorgesehen. Offen war aber, wie weit die bisher durch das Kooperationsverbot eingeschränkte Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern und Kommunen bei der Bildung gelockert werden soll.

CDU/CSU wollen in einer vorläufigen Formulierung das Kooperationsverbot mit den Worten «Die föderale Kompetenzverteilung wollen wir erhalten» quasi festschreiben – FDP und Grüne visierten eine weitergehende Öffnung an. Man wolle «die Zusammenarbeit und Kooperationskultur zwischen Bund, Ländern und Kommunen im Bildungsbereich weiter stärken und die dafür notwendigen verfassungsrechtlichen Änderungen vornehmen».

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sollen nach dem Papier bis 2025 auf 3,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts steigen. Auch der Bund werde dafür seinen Anteil erbringen. In dem Entwurf stehen dafür 3,4 Milliarden Euro. Zur Stärkung der beruflichen Bildung etwa über einen Berufsbildungspakt wollen die Jamaika-Parteien eine Milliarde Euro locker machen, ebenso für den Bereich lebensbegleitendes Lernen. Eine weitere Milliarde ist für eine Modernisierung der Studienfinanzierung vorgesehen – das Schüler-, Studierenden- und Meister-Bafög. dpa

 

Ein Kommentar

  1. Und was ist mit den sprudelnden Steuereinnahmen, auf die hier immer in den Gehaltsdebatten verwiesen wird?

    (Ja, das ist mal wieder Ironie.)

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