Bei den Studierenden sind Frauen in der Mehrzahl, bei den Professuren (immer noch) drastisch unterrepräsentiert

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HANNOVER. Frauen stellen längst die Mehrheit der Studierenden. Doch bei den Professuren sieht es anders aus, wie das Beispiel Niedersachsen zeigt.

Eine der ersten Professorinnen in Deutschland: die Physikerin Lise Meitner. Foto: Wikimedia Commons
War eine der ersten Professorinnen in Deutschland: die Physikerin Lise Meitner. Foto: Wikimedia Commons

Das niedersächsische Wissenschaftsministerium in Hannover möchte die Zahl der Professorinnen weiter erhöhen. Denn obwohl der Anteil in den vergangenen Jahren immer weiter gestiegen ist und über dem Bundesdurchschnitt liegt, sind Frauen in der Professorenschaft an den Hochschulen des Landes weiterhin eine Minderheit.

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Von den 3638 Professuren in Niedersachsen sind 928 von Frauen besetzt. Dies ist nach einer Erhebung des Landesamtes für Statistik (LSN) für das Jahr 2015 zwar ein neuer Höchststand, der einem Anteil von 25,5 Prozent entspricht. Doch trotz dieser erneuten Steigerung seien Frauen in der Professorenschaft nach wie vor unterrepräsentiert, heißt es im aktuellen Niedersachsen-Monitor.

Ein Instrument, um dies zu ändern, sieht das Wissenschaftsministerium im sogenannte Professorinnen-Programm von Bund und Ländern. Hochschulen können aus diesem Programm, wenn ihr Gleichstellungskonzept positiv begutachtet wird, für die Berufung von Frauen auf unbefristete Professuren maximal fünf Jahre lang bis zu 150.000 Euro pro Jahr erhalten, sagte Sprecherin Anna Anding.

Für die niedersächsischen Hochschulen seien auf diese Weise bereits 70 Professorinnen gewonnen worden. „Dies zeigt, dass die niedersächsischen Hochschulen das Programm sehr gut annehmen und den Anteil von Frauen an den Professuren deutlich erhöhen“, sagte Anding.

Mit der «Dialoginitiative Geschlechtergerechte Hochschulkultur» arbeiteten die Landeshochschulkonferenz, die Landeskonferenz der niedersächsischen Hochschulfrauenbeauftragten und das Wissenschaftsministerium zudem gemeinsam an mehr Geschlechtergerechtigkeit an den Hochschulen, sagte die Ministeriumssprecherin.

Im Bundesvergleich liegt Niedersachsen mit seinem Professorinnen-Anteil über dem Durchschnitt. Im Mittel sind deutschlandweit 22,7 Prozent der Professuren von Frauen besetzt. Die niedrigsten Quoten haben Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern mit jeweils knapp 19 Prozent. Die in Relation meisten Professorinnen lehren und forschen in Berlin (32,5), Hamburg (28,2) und Bremen (28,1 Prozent). dpa

 

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231 KOMMENTARE

  1. Also als Mann sehe ich das anders Wenn auf eine freie Preofessur, oder auf eine freie Schulleiter-Stelle sich auch nur eine Frau bewirbt, dann braucht man als Mann keine Bewerbung mehr abschicken. Denn man hat keine Chance mehr, egal wie gut man ist. Fuinden Sie das in Ordnung?

    • @drd

      Ihre frage ist hoffentlich nicht ernst gemeint, andernfalls ist es die folgende ebenfalls:

      ist weiterhin viel zu erfolgreich praktiziertes patriarchat bissel in unordnung geraten und das nur weil es die voll fiese frauenquote gibt ?

      • Das habe ich natürlich ernst gemeint, weil es die Praxis in Besetzungsverfahren ist. Aber Männer zu diskriminieren, um Frauendiskriminierung zu bekämpfen, ist ja wohl genauso gegen das Grundgesetz wie andersherum. Ihrfen Beitrag kann man darum nicht verstehen.

      • Diese Regelung ,Frauen bei gleicher Qualifikation bevorzugt einzustellen,und dann noch von staatlicher Seite dafür finanzielle Anreize nur Frauen zu gute kommen zu lassen, ist auf seine Verfassungswidrigkeit hin zu untersuchen.Eine derartige Klage hat sehr wahrscheinlich Erfolg und ist geboten angehangen zu werden.
        Es gäbe noch ganz andere Minderheiten,, die sich wegen ihrer Unterrepräsentierung auch derart zum Nachteil anderer Vorteile verschaffen könnten.
        Ein derartiges System der Seilschaften ist reaktionär,teuer und bedeutet einen Rückfall in vordemokratische Zeiten.

      • Die Regelung, Frauen bei gleicher Qualifikation bevorzugt einzustellen, ist absoluter Quatsch und positive Frauendiskriminierung.
        Dass Frauen selbst, wie “unverzagte”, dies gut finden wegen eines angeblich noch immer existierenden Patriarchats, macht baff.
        Wenn Frauen bei Professuren unterrepräsentiert sind, heißt das doch nicht, dass sie benachteiligt sind. Wie viele bewerben sich überhaupt auf solche Positionen? Und wenn sie es tun, werden sie bestimmt politisch korrekt bevorzugt. Man vergleiche lieber die Anzahl der Bewerbungen als die der Professuren.
        Mir als Frau wird das Benachteiligungsgejammer von Jahr zu Jahr peinlicher. Wir brauchen kein Mitleid und keine Sonderrechte. Ich möchte keine quotenverdächtige Stellung haben, sondern eine, bei der jeder weiß, dass sie ehrlich verdient ist.

        • @ “frau p. werner”

          ihr lebensort scheint demnach dann ja frei von geschlechterklischees bzw. unterschiedlichen gehaltszahlungen zu sein…sorry, aber ihr kommentar ist mir zu weit von jeglicher realität entfernt.

          • Leider ist der Kommentar von der Realität entfernt. Eine angenommene Frau muss sich wirklich fragen, ob sie aufgrund ihrer Fähigkeiten oder aufgrund ihres Geschlechts angenommen wurde.

          • Klar. Und eine abgelehnt Frau wird sich fragen, ob ihre Fähigkeiten überhaupt in die Entscheidung mit einbezogen wurden.

          • angenagte
            Gute Besserung auch Ihnen. Und willkommen In der Realität der genderfreien Welt.
            Wahrscheinlich werden Migranten im Durchschnitt schlechter bezahlt als durchgeknallte Genderanhângerinnen.Für dieses oder andere Klientel brauchen wir dann auch eine bevorzugte Behandlung.

          • angenagte
            Man kann sich auch selbst mit geistigem Müll indoktriniert.
            Irgend wann glaubt man dem eigenen Schwachsinn.
            So ist das mit Ideologischer Denkweise.Sie erfüllen sämtliche Klischees über dieses Klientel.

          • Die Ursache liegt doch an ganz anderer Stelle. Zur Professur bedarf es einer mehrjährigen Tätigkeit an einer Universität mit befristeten Vertrag. Oftmals erreichen Professoren ihren Rang erst mit Anfang 40. Welche Frau mit Kinderwunsch ist bereit solange auf Familie und sicheren Job zu warten?

            Wenn wir Anfangen Professuren nach Geschlecht auszuwählen ist das der erste Schritt des Untergang Deutschlands. Wissenschaftliche Arbeit ist entweder gut oder nicht. Das Geschlecht spielt dabei absolut keine Rolle!

          • … und genau da fängt die Ungleichbehandlung an. Warum ist es immer noch selbstverständlich, dass Frauen mit Kinderwunsch auf eine Karriere verzichten müssen, während Männer mit Kinderwunsch fröhlich vorbeiziehen?

            Und dann kommt noch die “gläserne Decke” hinzu: “Im männerdominierten Wissenschaftsbetrieb fehlen Frauen nötigen Seilschaften und informellen Netzwerke, um attraktive Professorenposten zu ergattern.”

            http://www.zeit.de/2012/34/Professur-Bewerbung-Gleichberechtigung

            Dagegen eine Regelung zur Frauenförderung zu setzen, heißt: bei gleicher Qualifikation Frauen zu bevorzugen, ist völlig legitim. Sonst warten wir noch 200 Jahre, bis sich in dem verkrusteten System etwas bewegt – gilt übrigens für Spitzenjobs in der Wirtschaft genauso.

          • Anna
            Willkommen in der genderfreien Realität und das Verfassungsgericht wird sich dieser einseitigen Bevorzugung noch annehmen.
            Hatten wir doch in Deutschland schon die Bevorzugung von anderen Seilschaften, wie den Burschenschaften und Vervindungen überwunden, so scheinen andrere Gruppen jetzt ihre Fäden für politisch und ideologisch Gleichgesinnte zu ziehen.
            Das ist rektionär,wissenschaftsfeindlich und erinnert mich an das beginnende 20.Jahrhundert.
            Und genau in diese Denkweise passen Sie und die angenagte hinein.

          • Und nebenbei ist es schon ein Unding,dass Politiker ,wie durch Drehtüren inach ihrer politischen Karriere in den Lobbybereich der Industrie wechseln und EU-Mitarbeiter in die Industrie und wider zurückwechseln.Und dabei spielt das Geschlecht auch keine Rolle, sondern es geht dabei um die direkte einflussnahme der Industrie auf politische Entscheidungsträger.
            Darunter fallen dann auch so ilustre Gestalten, wie herr M.Wissmann,Herr Chr.Schwarz-Schilling(Ehefrau KBesitzerin einer Firma für Kupferkabel),Herr Schröder, der Fliegen-Karl Lauterbach (Vorstandsvositzender der Rhön-Klinik-Gruppe und Propagandist für das DRG-System) und viele andere , die ihr Geschäft auf andere Weise betreiben.

          • anna

            eine professur muss mit 38 durch sein, sonst fliegt man unwiderruflich aus der Universität heraus. durch eine oder mehrere babypausen, die bei Frauen naturgemäß länger dauern als bei Männern, verlängert sich die Frist nicht.

          • Wieso dauern Babypausen “naturgemäß” bei Frauen länger als bei Männern?

            Ich kenne keinen Biologismus, der Frauen zwingen würde, aus ihrem Beruf – für den sie genauso lange und häufig erfolgreicher als Männer gelernt haben – auszusteigen. Das müsste keineswegs so sein, wenn Männer genauso in die Pflicht genommen würden.

            Oder kommen Sie jetzt wieder mit Ihrem Affenvergleich?

          • Bei Frauen gibt es z.B. den gesetzlich verordneten Mutterschutz von mindestens 14 Wochen. Je nach Forschungsgebiet dürfen Frauen ab festgestellter Schwangerschaft überhaupt nicht mehr in dem Bereich arbeiten (Chemielabor ist so ein Kandidat).

            Einen Männerschutz gibt es in dem Sinne nicht und es muss schon viel passieren, damit die berufliche Tätigkeit eines Mannes für das ungeborene Kind der Partnerin zur gesundheitlichen Gefahr wird.

            14 Wochen ist die Vorlesungszeit eines Semesters, die aufgrund der Schwangerschaft verloren geht, was auch die Autorenschaft in mindestens einer Veröffentlichung kosten kann. Eine möglichst hohe Anzahl (Erst-) Autorenschaften in renommierten Fachzeitschriften wie z.B. Nature bei den Naturwissenschaften ist Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Berufung.

            Sie merken, liebe Anna, dass ich hier nichts über Affen oder Muttergefühle schreibe, lediglich gesetzliche Rahmenbedigungen aufzähle, auf die das Höchstalter für die Erlangung einer Professur (38-40 Jahre) keine Rücksicht nimmt.

          • Ein 14-wöchiger Mutterschutz begründet doch keinen Karriereknick – so ein Quatsch.

            Es geht um die ein bis zwei Jahre im Anschluss.

          • “eine professur muss mit 38 durch sein, sonst fliegt man unwiderruflich aus der Universität heraus.”

            Das ist im Übrigen auch unzutreffend. Eine solche Regelung existiert nicht.

          • Eine Höchstbefristungsdauer gibt es aber nach wie vor, auch wenn diese durch den Mutterschutz und Erziehungszeiten verlängert werden kann. In diesem Punkt lag ich falsch, nehme das also zurück.

            Trotzdem dürfte eine Berufung zur Professorin mehr als schwierig werden, wenn eine Frau aufgrund von Erziehungszeiten mehrere Jahre aus der aktuellen Forschungslandschaft verschwunden ist. Mit dem Beruf des Partners, seiner Babypause usw. hat das erst einmal überhaupt nichts zu tun.

  2. In NRW gibt es an Grundschulen 90 % Lehrerinnen und 10 % Lehrer. Wie wär’s denn mit einem analogen Programm, um das wieder ins Lot zu bringen? “A13 für alle” wird nichts nützen. Das könnte aber eine finanzielle Belohnng für solche Grundschulen sein, die mehr Männer als Lehrer beschäftigen. Ich denke, bei den Verkehrspiloten ist das Verhältnis auch nicht ausgeglichen. Wer stört sich daran, und wer will das ändern?

    • Es gibt ja schon keinen weiblichen Nachwuchs, ganz zu schweigen vom männlichen. Und solange das so ist, werden Stellen von der Politik ausgelobt, für die es aber keine Bewerber gibt. Genausogut können Flächen für die Beisetzung Verstorbener in der Größenordnung des Central Parcs in Meck-Vorpom erworben werden, um die Toten von Hallig Hooge beizusetzen.

  3. Als männlicher GS-Lehrer werde ich immer wieder von anderen Männern gefragt, warum ich mir diesen “schrecklichen Job” mit den heutigen “schrecklichen Kindern” antue. Männer besser zu bezahlen, nur auf Grund ihres Geschlechts, wäre der Gipfel der Diskriminierung. Dann werden sich wohl bald auch keine Frauen mehr finden, die GS-Lehrerin werden wollen. Obwohl wir diese Entwicklung ja auch längst haben.

  4. Das Bundesfamilienministerium stellt Geld bereit, um Frauen in Professuren zu hiefen, die es auf herkömmlichem Wege nicht schaffen würden. Männer brauchen sich darauf gar nicht erst zu bewerben. Richtig gute Frauen würden sich aber auf dem normalen Berufungsverfahren auch gegen die männliche Konkurrenz durchsetzen. Folglich sitzen auf den Posten Frauen, die in der wissenschaftlichen Topforschung aus rein fachlichen Gründen nichts verloren haben.

    Die Frage ist, warum es so wenige Professorinnen gibt bzw. sich so wenige den Weg dorthin zutrauen. Ich behaupte mal, die biologische Uhr ist daran schuld, weil Männer theoretisch ihr Leben lang fortpflanzungsfähig sind, während bei Frauen ab 40-45 Schluss ist. Gleichzeitig kann es bis (fast) 40 dauern, bis man/frau endlich auf eine Professur berufen wird, vorher hechelt man sich von Befristung zu Befristung und arbeitet sich den Hintern für wenig Geld wund ohne die Sicherheit zu haben, nicht doch noch mit 40 oder so endgültig aus der Wissenschaft herauszufliegen, weil Drittmittelverträge nicht unbegrenzt verlängerbar sind. Elternzeiten sind damit nicht vereinbar und folglich für Frauen mit Kinderwunsch unvereinbar.

  5. “Hochschulen können aus diesem Programm … für die Berufung von Frauen auf unbefristete Professuren maximal fünf Jahre lang bis zu 150.000 Euro pro Jahr erhalten, …”

    Im Klartext heißt das: die unbefristete Stelle muss schon da sein und wird aus dem Programm selbstverständlich nicht finanziert. Das ist primär geeignet für “vorgezogene Nachfolgen”, aber es ist irgendwie gemogelt und auch eine Erpressung. Man signalisiert den finanzschwachen Hochschulen: Ihr bekommt etwas Geld, aber nur, wenn ihr eine Frau beruft. Wenn nicht: Pech gehabt.
    Übrigens: Im Bereich Pädagogik und Didaktik gibt es schon sehr viele Professorinnen. Das ist mein subjektiver Eindruck.

    • Es gibt auch einen anderen Bereich, den ich aber laut der Moderation hier schon viel zu oft genannt habe, und der mit wissenschaftlicher Forschung ungefähr so viel zu tun hat wie Inklusion mit Förderung aller Schüler.

      Nebenbei: 750000€ sind auch für eine Hochschule eine Menge Geld. Zum Beispiel können damit vier wissenschaftliche Mitarbeiter in bezahlter Vollzeit fünf Jahre lang ausgebeutet (und anschließend rausgeschmissen) werden.

  6. Folgt aus der Überschrift denn nicht auch die direkte Diskriminierung von Männern?
    “Frauen stellen längst die Mehrheit der Studierenden.”
    Das heißt doch, dass männliche Kinder und Jugendliche auf ihrem Weg bis zum Abitur diskriminiert werden, weil sie im Studium dann in der Minderheit sind.

    Irgendwie finde ich diese Diskrepanz in der Gender-Diskriminierungs-Debatte immer wieder erschütternd.
    Wenn statistisch gesehen Frauen in der Mindeheit sind, dann schreit jeder nach Förderung, nach Maßnahmen und nach Hilfen.
    Wenn statistisch gesehen Jungen schlechtere Schulabschlüsse machen oder für gleiche Leistungen schlechtere Zensuren erhalten, dann wird das stets “weg-relativiert”.
    Irgendwie sind dieses Diskussionen mit einer solch “akzeptierten Grundlage” nur noch Satire – oder wer kann sie bei dieser Zwei-Klassen-Argumentation noch ernst nehmen?

    • Satire ist Ihr Beitrag – was ist denn jetzt Diskriminierung? Wenn Jungen schlechtere Noten für schlechtere Leistungen bekommen? Oder wenn Jungen trotz schlechterer Leistungen und schlechteren Noten später bessere Jobs bekommen?

      • Anna
        Unser Schulsystem benachteiligt eindeutig Menschen mit einem Migrationshintergrund, oder bestreiten Sie das auch.
        Jungen sind in ihren graphomotorischen Fähigkeiten weiter zurück als Mädchen, und dieses Phänomen ist biologisch begründet, führt es doch zu schlechteren Schreibergebnissen als Folge “moderner”Unterrichtsmethodik im eigeninitiativen Lernen.
        Da muss dann ein Ausgleich her für beide Gruppen.

        • biologie spielt bei genderfragen per def keine rolle oder wird unabhängig von den wissenschaftlichen fakten so lange zurechtgebogen, bis sie zum ziel passt.

          • Nein,es geht um die Benachteilugung von Menschen mit Migrationshintergrund, die wie die Studienergebnisse des IQB, PISA ,LEO und VERA belegen, dass diese Gruppen benachteiligt werden.
            Deshalb müssen diese Gruppen nach Ihrer Logik jetzt vorrangig Medizin studieren(Frauenanteil 70 bis 80 %), im Grundschullehramt müssen dann Männer (Frauen 90 %) und Menschen mit einem Migrationshintergrund spezifisch bevorzugt werden.
            Wir stellen einfach in allen Bereichen dann nach Quoten und nicht mehr nach Leistung, Neigung und persönlichen Wünschen ein und landen damit im 19.Jahrhundert.Das ist Ihre Logik überspitzt dargestellt.

          • Nein,es geht um die Benachteilugung von Menschen mit Migrationshintergrund, die wie die Studienergebnisse des IQB, PISA ,LEO und VERA belegen, dass diese Gruppen benachteiligt werden.
            Deshalb müssen diese Gruppen nach Ihrer Logik jetzt vorrangig Medizin studieren(Frauenanteil 70 bis 80 %), im Grundschullehramt müssen dann Männer (Frauen 90 %) und Menschen mit einem Migrationshintergrund spezifisch bevorzugt werden.
            Wir stellen einfach in allen Bereichen dann nach Quoten und nicht mehr nach Leistung, Neigung und persönlichen Wünschen ein und landen damit im 19.Jahrhundert.Das ist Ihre Logik überspitzt dargestellt.

      • sie hätten recht, wenn in allen Ausbildungs- und Studiengängen immer gleich viele Männer und Frauen ihr Glück versuchen würden.

        Die derzeitige Frauenförderung sieht ja gerade eine Bevorzugung von Frauen unabhängig von der Leistung vor – besonders wenn es um Quoten in Vorständen geht.

        Abgesehen davon stehen Frauen bei der Abfallbeseitigung, beim Gerüstbau und anderen körperlich anstehenden Berufen unabhängig von der Bezahlung nicht Schlange.

    • Gendersensible Bildung und Erziehung verfolgt allerdings das Ziel, “Benachteiligungen und Diskriminierungen aufgrund von Geschlecht” grundsätzlich zu verhindern, indem “die Kategorie Geschlecht langfristig an Bedeutung verliert und individuelle Entfaltung ermöglicht wird”. Jungen werden dabei also nicht außen vor gelassen. https://www.schulentwicklung.nrw.de/q/gendersensible-bildung-und-erziehung/grundlagen/gender-und-schule/gender-und-schule.html

      • wir sollen also gendersensibel arbeiten, um unabhängig vom Geschlecht der Schüler arbeiten zu können.

        Wahrscheinlich muss man Gender Studies studiert haben, um das nicht als Widerspruch in sich erkennen zu können.

        Darf ich mich eigentlich freuen, wenn ein Mädchen freiwillig Physik in der Sek II wählt oder ist das schon sexistisch?

        • Gendersensible Bildung und Erziehung bedeutet, dass sich Lehrkräfte nicht vom biologischen Geschlecht beeinflussen lassen und Mythen aufsitzen wie “Mädchen sind immer fleißig und Jungen besser in Mathe”. Im Mittelpunkt soll die individuelle Förderung der Kinder stehen – unabhängig vom Geschlecht, sondern eben auf das Individuum bezogen.
          Da Mädchen immer noch häufig vermittelt wird – und sei es indirekt -, dass ihnen die naturwissenschaftlichen Fächer “von Natur aus” nicht liegen, können Sie sich gerne über jedes Mädchen freuen, dass in der Sek II trotz allem freiwillig Physik wählt.

          • Alice
            Sie stützen Ihre scheinbare Argumentation auf allgemeine Vermutungen,. Sie haben weder valide Untersuchungen durchgeführt noch standartisiert ihre erfassten Vorurteile abgesichert.
            Für wie blöd hält man uns hier.

          • Kein Physiklehrer und keine Physiklehrerin, die ich kenne, macht ihre oder seine Beurteilungen oder Kommentare vom Geschlecht abhängig. Ich befürchte, dass hier Zustände aus den späten 60er Jahren als Klischees weiterleben.

          • Das gilt auch für Mathe. An beiden Schulen, an denen ich in den letzten Jahren arbeitete, sind übrigens die Mathelehrer mehrheitlich Frauen.

          • Lehrer können (und dürfen) nur benoten, was die Schüler an schriftlichen und sonstigen Leistungen abliefern. Das setzt von Schülerseite eine gewisse Arbeitsmoral während des Unterrichts und zuhause voraus, auch wenn sie das Fach und / oder die Lehrkraft nicht mögen, wobei “nicht mögen” stark mit der Haltung zum Fach generell und zu den erreichten Noten korreliert.

            Die Arbeitsmoral ist allerdings gerade in der Pubertät bei Mädchen tendenziell besser als bei Jungs, was sich dann auch in tendenziell besseren Noten auswirken kann.

          • @Alice
            Ihre Aussagen hätten in die Zeit des Kampfes um Gleichberechtigung, in die 70iger Jahre und die Jahre zuvor hineingepasst.
            Für die heutige Zeit stimme ich Pälzer zu – schulisch besteht kein Unterschied in der Einstellung der Lehrkräfte gegenüber Mädchen und Jungen in Bezug auf die MINT- Fächer.
            Es sollte selbstverständlich sein, dass jeder Schüler individuell gefördert wird.
            Übrigens bringen schon in der Grundschule viele Jungs und Mädchen ein geschlechterspezifisches Verhalten mit in die Schule ohne dass sie von der Lehrkraft beeinflusst oder dazu animiert werden.

          • Ich bezog mich dabei nicht speziell auf die Einstellung von Lehrkräften gegenüber Mädchen und Jungen, sondern darauf, was die Umwelt ihnen durch die Aufteilung in Mädchen- und Jungen-Interessen bereits von klein auf vermittelt.

          • Sie reproduzieren hier das feministische Argument, mit dem seit vielen Jahren die (rein statistisch gesehen) deutlichen Interessenunterschiede zwischen Buben und Mädchen “erklärt” werden. Aber fast alle Mütter mehrerer Kinder, mit denen ich je sprach, bestreiten das und behaupten, da sei ein intrinsisch anderes Interesse da, nix Umweltbeeinflussung. Ich glaube lieber den Müttern als den kinderlosen Genderprofessorinnen.
            Aber wenn Sie uns Lehrern zugestehen, dass viele Mädchen nicht wegen unserer negativen schulischen Beeinflussung lieber Sozialpädagogik oder Design als E-Technik studieren, bin ich schon fast zufrieden.
            Wieso muss man überhaupt mündige freie Menschen beruflich in eine bestimmte Richtung treiben?? Wir unterrichten allen alles. Lasst sie werden, was sie sein wollen!

          • Ich kann Ihnen, Pälzer, folgende Studien empfehlen:
            Bradbard, M. R., Martin, C. L., Endsley, R. C., & Halverson, C. F. (1986). Influence of sex stereotypes on children’s exploration and memory: A competence versus performance distinction. Developmental Psychology, 22(4), 481-486.
            und
            Bradbard, M.R.; Endsley, R.C. (1983). The effects of sex-typed labeling on preschool children’s information-seeking and retention. Sex Roles, 9 (2), 247-260.
            Aus beiden geht hervor, dass allein das Labeln eines Spielzeuges durch Farben oder Fotos als “Mädchen-” oder “Jungsspielzeug” zu genderstereotypem Verhalten führt. Wird Kindern zunächst neutrales Spielzeug als „extra für Mädchen“ oder „extra für Jungen“ vorgestellt, spielen Kinder des jeweiligen Geschlechts länger und interessierter damit als Kinder des anderen Geschlechts.

            Den Ausschlag gibt das Label, das die Umwelt den Spielzeugen verpasst hat.

      • “Benachteiligungen und Diskriminierungen aufgrund von Geschlecht” glaube ich als Genderziel ebenso wenig wie “des Kaisers neue Kleider”.

        • @geli

          das vollständige genderziel lautet:

          “Benachteiligungen und Diskriminierungen aufgrund von Geschlecht GRUNDSÄTZLICH ZU VERHINDEN”

          worin besteht denn die unglaubwürdigkeit?

      • “Gendersensible Bildung und Erziehung verfolgt allerdings das Ziel, Benachteiligungen und Diskriminierungen aufgrund von Geschlecht grundsätzlich zu verhindern …”

        Soweit die Theorie. Wenn dann aber in manchen Migrantenkreisen die Mädchen systematisch zu Hausfrauen erzogen werden, dann traut sich niemand was dagegen zu sagen, auch die Gender-Aktivistinnen nicht. Dann ist das plötzlich eine Kultur und wird womöglich noch religiös verbrämt.

          • Ihre Frage kann doch nicht ernst gemeint sein. Leben Sie etwa im Elfenbeinturm?
            Ich hoffe doch sehr, dass sich Cavalieri bei so viel Weltfremdheit oder Ignoranz nicht auch noch zu einer Antwort bemüßigt sieht.

          • Ich hoffe doch: Zum einen verallgemeinert Cavalieri ohne Beleg, indem er/sie von “Migrantenkreisen” spricht, und zum anderen behauptet er/sie, dass sich “Gender-Aktivistinnen” (wer auch immer damit gemeint ist) nicht gegen das angesprochene Problem aussprechen. Beides sind Tatsachenbehauptungen, die eines Belegs bedürfen.

          • Cavalieri wollte aus politisch korrekten Gründen nicht “Muslime” schreiben, auch wenn das ehrlicher wäre. Natürlich gibt es Ausnahmen, z.B. in bildungsnahen muslimischen Familien. Diese wollen mit den “Hausfrauenausbildern” und “Familienehredurchprüglern” aber selbst nichts zu tun haben.

          • Der erste Teil ergibt sich aus dieser Studie hier (besonders Abschnitt 2.6) von zwei Migranten aus der Türkei bzw. Syrien:

            http://www.kas.de/wf/doc/kas_47755-544-1-30.pdf?170126132806

            Da ist explizit von “geschlechtsspezifischer Erziehung” die Rede. Was die Reaktion der Gender-Aktivistinnen betrifft, so habe ich nie gehört, dass sie sich um dieses Problem gekümmert haben. Auch unsere politischen Parteien scheinen das Thema zu meiden. Wo nichts ist, kann man nichts zitieren.
            Letztlich betrifft es die Frage, was eigentlich passiert, wenn im Elternhaus das Gegenteil dessen gelehrt wird, was die Schule anstrebt.

          • Danke für den Link, Cavalieri. Die Parteien kritisieren das nicht, weil sie ansonsten von den Gender-Aktivistinnen als ausländerfeindlich kritisiert werden und das entsprechend negative Echo in der auf gender getrimmten Presse die Wiederwahl kosten könnte. Außerdem möchte keine Partei in die Nähe der AfD gerückt werden.

          • Nein, die offiziellen Professorx für “Gender & Diversity” sowie die entsprechenden Gleichstellungs-beauftragten und die organisierten Frauenrechtlerinnen in den Parteien. Die in der SPD habe ich mal angeschrieben deswegen. Keine Antwort.

          • Aber sicher. Im gegensatz zu ihnen pflege ich regen Kontakt zu Arabern, schon alleine um diesen unsere Sprache und Schrift möglichst effektiv zu vermitteln. Und diese Personengruppen leben ihre Tradition weiter.
            Ein derartiges Rollenverhalten trainieren auch streng religiöse Russlanddeutsche und es ist schwer sie dazu zu bewegen, dass die Mädchen höhere Abschlüsse und Ausbildungen anstreben.
            Willkommen im realen Leben.

          • Alice
            Dieser Kommentar bezog sich auf Sie.
            Kleine Schläferin aufgewacht,
            man hat uns aus dem Schlaf gebracht.
            Alleine Ihre Tücken,beschäftigen uns mit entzücken.

          • Entschuldigen Sie, ich bin durchaus im realen Leben angekommen, nur versuche ich, nicht von Einzelfallbeispielen, die mir persönlich unterkommen, auf ganze Personenkreise zu schließen.

          • “Nein, die offiziellen Professorx für “Gender & Diversity” sowie die entsprechenden Gleichstellungs-beauftragten und die organisierten Frauenrechtlerinnen in den Parteien.”

            Ach so. Da kennen Sie sich aus? Wen haben Sie denn jetzt konkret im Sinn? Dürfte ja eine ziemlich große Gruppe sein.

          • Storb: Natürlich bin ich da nicht allwissend. Aber nach meiner Erfahrung sehen die Webseiten dann ziemlich gleichförmig so aus wie hier:

            https://www.uni-due.de/genderportal/gender.shtml

            Dabei liegt Duisburg mitten im Migranten-gebiet (DU-Marxloh mit der Wunder-Moschee).
            Es wäre doch schön, wenn umgekehrt jemand einen Link anbieten könnte, der mich widerlegt. Dass Frau Schwarzer sich geäußert hatte, war mir bekannt. Ich habe sogar ihr Buch gelesen (Die große Verschleierung). Finde ich auch gut, aber sie wird ja viel angefeindet und würde nie als Gender-Professorx akzeptiert.

          • Ich entnehme Ihrem Link, dass Sie zwar weitreichende Aussagen treffen, aber nicht einmal den Ansatz eines Beleges vorweisen können. Was Sie verlinken ist eine Seite, die Studieninteressierten einen Kurzaufriss der Gender Studies bieten will. Mit “der” dort geleisteten Forschung – wie immer sie aussieht – hat dies herzlich wenig zu tun. Im Gegenteil bietet die Webseite durchaus Aussagen, die einen Rahmen für das bieten könnten, was Ihnen vorschwebt. Dass auf der Seite aber nicht exakt das ausgeführt wird, was Sie hören wollen, ist eine Erfahrung, mit der Sie wohl leben müssen.

            Dass die Universität in Duisburg liegt, ist im Übrigen auch kein Argument. Universitäten sind keine Orte der Regionalforschung. Allerdings ist Ihnen womöglich entgangen, dass die Universität Duisburg-Essen als Universität insgesamt stark in Studierende aus bildungsfernen (Migrations-)Gruppen investiert und hier sogar eine Art Markenkern zu etablieren versucht. Damit wird vermutlich mehr zur Lösung des von Ihnen beklagten Problems beigetragen als durch Klagen über die Gender-Studies und mit AfD-Rhetorik. Inwiefern die Gender-Studies der Uni daran im Einzelnen beteiligt sind, entzieht sich allerdings meiner Kenntnis.

          • Storb: Sie können sicher sein, dass ich viele Seiten in dieser Richtung angeklickt habe. Vielleicht benennen Sie mal eine “Gender Study”, die dem Thema geschlechterspezifischer Erziehung in konservativen Migrantenmilieus gewidmet ist. Ich habe das – wie schon mal gesagt – nie ansatzweise gesehen. Mir scheint, man verschweigt es. Das ist ja auch immer eine Frage der Finanzierung, nicht wahr? Mit der AfD hat das nichts zu tun. Die kümmert sich auch nicht darum. Man kann diese konservativen Traditionen ja auch gut finden, aber dann sollte man es sagen. Bei uns schreien alle laut, wenn nicht genügend Frauen in Dax-Vorständen sind. Das ist m.E. eher ein Luxusproblem.

          • “Sie können sicher sein, dass ich viele Seiten in dieser Richtung angeklickt habe.”

            Nein. Sicher kann ich da offensichtlich nicht sein.

            “Vielleicht benennen Sie mal eine “Gender Study”, die dem Thema geschlechterspezifischer Erziehung in konservativen Migrantenmilieus gewidmet ist.”

            Sie meinen, Sie stellen weitreichende Behauptungen auf und die sind richtig, bis jemand sie falsifiziert?

            “Mir scheint, man verschweigt es. ”

            Mir scheint, Sie haben Schwierigkeiten nachzuvollziehen, wie Hochschulen arbeiten. Nur weil Wissenschaftler – und dann auch noch Wissenschaftler einer Teildisziplin – nicht exakt das erforschen und schreiben, was SIE für relevant halten, heißt das nicht, dass Dinge verschwiegen werden.

            “Bei uns schreien alle laut, wenn nicht genügend Frauen in Dax-Vorständen sind. Das ist m.E. eher ein Luxusproblem.”

            Sie meinen, weil Sie nicht direkt betroffen sind?

          • Für mich ist Gender eine einzige Mogelpackung, hinter der knallharte Ideologie steckt.
            Die Anhänger werden dies immer bestreiten und das Mäntelchen “Wissenschaft” hochhalten. Darum haben Diskussionen keinen Sinn. Wenn felsenfeste Überzeugungen gegeneinander stehen, können höchstens Glaubensbekenntnisse abgelegt werden.
            Meins lautet wie eingangs gesagt, weswegen ich voll und ganz hinter der Meinung von Cavalieri stehe.

          • Ein eindrucksvolles Plädoyer für die Dummheit, g. h.. Sie stellen sich hier hin und lassen die Hosen herunter: Sie glauben “felsenfest” zu wissen, was richtig ist – haben aber kein einziges Argument.

            Die einen glauben an den lieben Gott, die anderen an Ufos, die dritten an Chemtrails – und Sie halt an die große “Gender-Verschwörung”. Wenn es nur darauf ankommt, irgendwas ganz fest zu glauben – warum schicken wir dann unsere Kinder noch in die Schule? “Glauben” kann man auch zu Hause vor dem Fernseher.

          • @Bernd
            Sie sind umgekehrt für mich bestes Beispiel eines Gläubigen, der von der Kanzel wettert und alle verurteilt, die seiner Lehre nicht folgen.
            Es ist immer wieder eine Genugtuung, von Leuten wie Ihnen beschimpft und verdammt zu werden.
            “Beleidigungen sind die Argumente derer, die Unrecht haben.”
            (Jean-Jacques Rousseau)

          • Storb: “‘Frauen in Dax-Vorständen … ein Luxusproblem.’
            Sie meinen, weil Sie nicht direkt betroffen sind?”

            Nein, sondern wegen der Zahl. Wieviele Dax-Vorstände gibt’s denn überhaupt? Dagegen dürfte es wesentlich mehr Mädchen und Frauen geben, denen in einem konservativ-islamischen Milieu ihre Grundrechte vorenthalten werden. Fragen Sie mal, ob da ein Mädchen mit 18 machen darf, was es will, weil volljährig. Zu Extremfällen schreibt die FAZ was mit den Stichworten “gewalttätige Erziehung, “die Frauen dürfen nicht arbeiten”, “das Familienoberhaupt ist Alleinherrscher” und anderes:

            http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/jugendgewalt-das-libanesische-problem-1407333.html?printPagedArticle=true#pageIndex_0

            Das ist wohl das Gegenteil von Gender-Gerechtigkeit. Aber Dax-Vorstände werden wohl für wichtiger gehalten.
            Übrigens: Muss hier jeder jeden Satz so belegen, wie Sie das von mir fordern? Tun Sie das auch selbst?

          • @Steiermark
            Danke, das hatte ich im Moment tatsächlich vergessen. Sich “sportlich” zu äußern ist ja nicht jedem erlaubt.

          • Waren das jetzt Beiträge, mit denen Sie über das Niveau “Verschwörungstheorie” hinauskommen wollten? Hat leider nicht geklappt.

          • Storb: “Wen meinen Sie mit “Aktivistinnen”? Alice Schwarzer?”

            Ich meinte sie eigentlich nicht, aber sie äußert sich aus meiner Sicht meist zutreffend. Hier erzählt sie ein interessantes Detail über eine Umfrage unter Lehrerinnen:

            http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/alice-schwarzer-im-interview-ueber-islam-und-antisemitismus-15333514.html?printPagedArticle=true#pageIndex_0

            Zitat: “„Emma“ hat kürzlich eine Umfrage unter Lehrerinnen gemacht, und die stehen wirklich mit dem Rücken zur Wand. Diese Jugendlichen, die sich mit einer Attitüde der Gewalt inszenieren, schüchtern die anderen ein. Da braucht es nur vier, fünf Schüler in einer Klasse, die geben dann den Ton an, vor allem in Sachen Sexismus.”

            Eigentlich wäre auch das ein Thema für Gender Studies. Aber ich habe nicht das Gefühl, dass es beackert wird (kann mich täuschen).

        • @ cavalieri

          welche motivation vermuten sie hinsichtlich einer von ihnen befürchteten “verschwiegenheit”:

          dass “konservative migrantenmiiieus” keine weiteren studien zur gender thematik sponsern werden?!?

          oder möchten sie, dass die afd sich vermehrt um rechtsaußen konservative auf internationaler ebene kümmern soll?

          anbei ein link, den sie sicher nur übersehen haben mögen:

          https://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Publikationen/Forschungsberichte/fb21-geschlechterrollen.pdf?__blob=publicationFile

          • unverzagte: Den Link kannte ich nicht. Aber der scheint nur die Rollen der Erwachsenen zum Thema zu haben, nicht sowas wie die Kindererziehung. Oder wo steht das?
            Die “Verschwiegenheit” könnte daraus resultieren, dass bei uns schon die Erwähnung von Traditionen mit einem impliziten “Abschaffen” verbunden ist, es sei denn, diese Traditionen sind entweder religiöser Natur oder sie sind zugewandert. Dann gelten sie als “sakrosankt”, sonst als “auf den Prüfstand zu stellen”. Beispiel ist der Jungfräulichkeitswahn, der bei uns schon abgeschafft war, bis er wieder zuwanderte. Der geht nur zum Nachteil der Mädchen aus. Ist das Gender-Gerechtigkeit?
            Zu den Studien: Ich vermute, staatliche Stellen finanzieren nur Studien, die “politically correct” sind, also keine zum Jungfräulichkeitswahn. Und die AfD hat da keinen Einfluss. Haben Sie so viel Angst von der AfD, dass kein Satz mehr gesagt werden darf, den vielleicht irgendjemand von der AfD auch mal gesagt hat?

          • @cavalieri

            – idenitätsbildende sozilisationsprozesse sind keinesfalls zu verwechseln mit schlichten rollentheorien…es wäre allgemein von vorteil, wenn sie sich mit gender themen etwas ausreichender auseinandersetzen – auch wenn sie sich selbst unbetroffen wähnen.

            abschließend zu ihrem lieblingsthema afd: eine partei, deren einzige methode darin besteht, angst erzeugen zu wollen, indem sie sich nicht entblödet, feindbilder von minderheiten zu konstruieren und dementsprechend hetze zu betreiben, ist an wahnideen nicht zu überbieten… für aussätziges satz-geätze sollte sich inzwischen jede wiederholung zu schade sein!

          • das feindbild der gender-leutX sind ausgewiesenermaßen weiße, heterosexuelle Männer. in punkto hetze und wahnideen sind die nicht nennenswert weniger extrem als die afd. der wesentliche Unterschied ist, dass auf gender-leutX gehört wird, afd-leute ausgelacht oder ignoriert werden. häufig aber auch zurecht.

          • @ xxx

            welchem bizarem stammtisch entsprang ihre zusammengereimte quelle? selten so einen hochprozentigrn quark gelesen!

          • gender studies will gleichberechtigung und gleichstellung. damit sind Männer das feindbild.

            gender studies faseln von sozialen geschlechtern. damit ist die heterosexuelle Mehrheit das feindbild.

            man bilde die schnittmenge beider Gruppen und ist fertig.

            q. e. d.

          • @unverzagte
            Und welchem “bizarren Stammtisch” entspringen Ihre Kommentare?
            Was Sie hier vorwiegend anzubieten haben, ist billige Polemik gepaart mit platten Beleidigungen.
            Ist dieses Verhalten das gendergerechte Ergebnis Ihres “idenitätsbildenden Sozialisationsprozesses”?

          • Na, da formiert sich ja mal wieder die AfD-Fraktion in diesem Forum – und zwar, wie gehabt, nur mit billigster Polemik.

            “gender studies will gleichberechtigung und gleichstellung. damit sind Männer das feindbild.” Hä?

            Wissenschaft will Aufklärung – damit sind bornierte Idioten, die an ihrem verschrobenen Weltbild nicht rütteln lassen wollen, die Antipoden. So wäre es richtig.

          • “AfD-Fraktion”

            Das ist Quatsch. Ich habe selbst nie von der AfD angefangen, immer waren es andere (auch Anna), die mir das unterschieben wollten nach dem Motto: Wenn jemand eine andere Meinung hat, dann muss sie was mit der AfD zu tun haben. Denn dadurch wird sie falsch und meine eigene automatisch richtig. Gegen die neue Gender-Bürokratie sind viele auch außerhalb der AfD. Das ist keine Wissenschaft, sondern das ist rein politisch. Aber gegen den Jungfräulichkeitswahn traut man sich nichts zu sagen — gerade bei Frauen unverständlich.

          • Ihre Islam- und Migrantenhetze, die Sie zwanghaft bei jedem Thema hier anbringen – auch wenn’s überhaupt keinen Zusammenhang gibt – führt sie zwangsläufig inhaltlich in die Nähe der AfD. Vom Beifall der einschlägigen Rechtsaußen-Claqueure hier im Forum mal ganz abgesehen. Oder haben wir noch eine fremdenfeindliche Partei in Deutschland? Außer der NPD natürlich…

          • Ich formuliere meine Meinung unabhängig davon, was irgendwelche Parteien sagen. Ich bin auch in keiner.
            Können Sie denn bitte Ihre Äußerungen mal näher belegen, etwa zur Fremdenfeindlichkeit? Warum bin ich “fremdenfeindlich”, wenn ich den Jungfräulichkeitswahn unangemessen finde? Das ist doch das Gegenteil von Gender-Gerechtigkeit.

          • @Anna
            Gegen seriöse Wissenschaft hat doch keiner was.
            Sie sollten aber endlich begreifen, dass etliche Menschen bei den sog. gender studies den löchrigen Mantel der Wissenschaft durchschauen.
            Außerdem gibt es aus der seriösen Wissenschaft Biologie vehementen Widerspruch zu dem, was die Gender”forschung” aus dem Hut zaubert.
            Sie können doch Ihren Meinungsgegnern nicht vorschreiben, was Sie als wahr und richtig anzusehen haben und was nicht. Sie können auch nicht deren selbstständiges Denken ausschalten, indem sie durch Beleidigungen kleinzumachen versuchen und sich selbst als hohe Lichtgestalt der Erkenntnis darstellen.
            Wenn Sie argumentativ nicht überzeugen können, geht das erst recht nicht auf dem Weg der Polemik und Beleidigung.

          • Und was “seriöse Wissenschaft” ist, entscheiden Leute wie Sie?

            Nach welchen Kriterien entscheiden Sie das denn, bitteschön?

          • @maestro: Wie kommen Sie bitte auf die Idee, im Bereich “Gender Studies” gäbe es keine seriöse Wissenschaft? Kennen Sie jede einzelne je durchgeführte Studie?

          • @ Anna Eine seriöse Wissenschaft zeichnet sich durch folgende Kriterien aus:

            Eindeutigkeit – Transparenz – Objektivität – Überprüfbarkeit – Verlässlichkeit – Offenheit und Redlichkeit – Neuigkeit

            Quelle: http://www.oeawi.at/downloads/WissIntegritaet_GrundsaetzeUVerfahrensregeln_d.pdf

            In der Wikipedia werden diese sieben Kriterien noch genauer erläutert. Die Gender-Forschung genügt diesen Kriterien kaum bis gar nicht, ist also keine strenge Wissenschaft. Leider werden darin trotzdem jedes Jahr viele Millionen Euro ohne wissenschaftlichen Fortschritt verschwendet und noch leidererer durchseucht die Gender-Masche ernsthafte Wissenschaften immer mehr. Was zum Beispiel die Geschlechterforschung in der Informatik verloren hat, kann mir keiner plausibel machen, wenn man mal von Postenbeschaffung für eine in Informatik selbst ungebildete Quotenfrau absieht. Nein, die Untersuchung, weshalb so wenige Frauen Informatik studieren, ist kein Forschungsgebiet von Informatik, das ist wenn überhaupt Forschungsgebiet der Soziologie.

          • @mestro

            danke für ihren gut gemeinten hinweis:

            adressieren sie ihre werte von “teurem verhalten” doch bitte an ihre kameraden und sich selbst …vielleicht klappt es dann auch mit einem zweiten beitrag auf einer inhaltlichen sachebene zur thematik.

          • Und nach welchen Kriterien entscheiden Sie?
            Wenn Biologen und Genderisten einander widersprechen, warum schlagen Sie sich dann auf die Seite der Genderliebhaber?

          • Entschuldigen Sie bitte, woher wissen Sie denn, dass die Forschungen aus dem Bereich “Gender Studies” den wissenschaftlichen Kriterien nicht genügen? Haben Sie etwa jede einzelne Studie gelesen und überprüft, die je in diesem Fach geschrieben worden ist?

          • Biologie und Gender Studies schließen sich nicht gegenseitig aus. Es gibt verschiedene Studien, in denen die Gender Studies zu biologischen Erkenntnissen geführt haben.

          • @unverzagte
            Klären Sie mich doch bitte auf über die “inhaltliche Sachebene”, auf der ich mich zu Ihrem Kommentar hätte äußern sollen!

            Hier Ihr Kommentar zur Erinnerung:

            @ xxx

            welchem bizarem stammtisch entsprang ihre zusammengereimte quelle? selten so einen hochprozentigrn quark gelesen!

          • @xxx

            zu welcher fakultät gehört ihrer ansicht nach die rein wissenschaftlich orientierte gender forschung wenn nicht zur soziologischen?1?

          • Cavalieri
            Danke für den sehr aufschlussreichen Artikel über eine Pseudowissenschaft aus dem Bereich der Soziologie.
            Ich hatte hier und heute schon meine Auseinandersetzung mit diese pseudowissenschaftlich orientierten Wetteiferern, die Ihr Füllhorn an negativen Emotionen ,zur vorweihnachtlichen Stimmung , über anders denkende Mitmenschen erbrachen.

          • @Axel von Lintig
            Man diskutiert doch nicht mit denen, sondern lacht sie nur aus und arbeitet weiter daran, dass die Gelder für ihre Lehrstühle in Zukunft gespart werden.

            Es gibt nur zwei Geschlechter, mehr muss man über “Gender” nicht wissen.

          • Mark Steiner
            Ich kannte derartige Denkweisen noch nicht,aber die Ideologie, das Verhalten und die Argumentation erinnert mich alles an das Auftreten religiöser Sekten., nur das die Gurus Out sind. Sollen diese Leute doch unter sich bleiben und sehen wo sie ihr Geld her bekommen.

          • Mark Steiner
            Ich kannte derartige Denkweisen noch nicht,aber die Ideologie, das Verhalten und die Argumentation erinnert mich alles an das Auftreten religiöser Sekten., nur das die Gurus Out sind. Sollen diese Leute doch unter sich bleiben und sehen wo sie ihr Geld her bekommen.

  7. Ein bisschen off-topic, aber hoffentlich noch zulässig, weil in diesem Zusammenhang sehr bemerkenswert:

    Beim deutschen Reporterpreis war die Jury mehrheitlich weiblich und alle ausgezeichneten Artikel wurden anonymisiert, also alles getan, um auch nur den leisesten Hauch von Geschlechterdiskriminierung zu verhindern. Trotzdem und zur allgemeinen Überraschung gab es 30 Preisträger und nur 4 Preisträgerinnen, wovon nur eine einzige Frau alleinige Preisträgerin war. Ob ihr Migrationshintergrund eine Mitrolle für die Auszeichnung spielte, ist offen.

    Quelle: http://www.taz.de/!5465288/

    Für mich folgt daraus eindeutig, dass bei Reportagen die Männer eine fachlich bessere Leistung ablieferten als die Frauen. Bei einer gleichen Anzahl Reportern und Reporterinnen unter den Preistragenden wären also Männer fälschlicherweise nicht und 13 Frauen fälschlicherweise doch ausgezeichnet worden.

    • Lach. Das ist in der Tat ein großartiger Beleg, zumal das Ungleichgewicht ja in Ihrem Sinne ausgefallen ist.

      Aber sind Sie sicher, dass eine überwiegend weibliche Jury die Qualität von Arbeiten tatsächlich beurteilen kann und hier nicht einfach nur geraten wurde?

      Was Sie übrigens unterschlagen, ist die Tatsache, dass Männer schon bei den Einsendungen übermäßig vertreten waren und es in einzelnen Kategorien gar keine Einsendungen von Autorinnen gab. Aus dem taz-Artikel ergibt sich zwar nicht exakt, wie dies die Ergebnisse beeinflusst hat und eine Quote von 50:50 hätte tatsächlich keinen Sinn gemacht. Trotzdem sind das zwei Details, die vielleicht nicht ganz unwichtig sind.

      • Sie treffen genau den Punkt, weil _trotz_ ungleicher Quote bei den Einsendungen eine Gleichverteilung bei den Geschlechtern das politisch gewünschte Ziel war. Die Ergebnisse kann das nicht beeinflusst haben, weil die Jury ja gar nicht wusste, von wem der Artikel kam.

        Das Ungleichgewicht ist wirklich in meinem Sinne ausgefallen, aber nicht, weil es überwiegend Männer waren, sondern weil die besten Einsendungen ausgezeichnet wurde. So soll es überall sein. Eine gesetzlich erzwungene Quote tut niemandem gut.

        • Wenn Sie schon zitieren, xxx, sollten Sie’s auch vollständig tun – der Beitrag enthält nämlich durchaus eine Erklärung, warum die Männer unter Einsendern und Preisträgern so weit überproportional vertreten waren:

          Es gebe “strukturelle Probleme in der Branche” – Frauen würden nämlich in den männlich dominierten Redaktionen seltener damit beauftragt, Spitzenpolitiker zu begleiten oder Großrecherchen zu übernehmen.

          Heißt: Frauen werden benachteiligt, was sich dann auch am Ergebnis zeigt – und das Ergebnis wird dann als Beleg dafür genommen, dass Frauen es ja gar nicht können.

          Damit sind wir genau am Punkt – nämlich dem Muster der klassischen Benachteiligung von Frauen im Berufsleben. Danke für den Link, xxx – Eigentor.

          • Wie gefällt Ihnen eigentlich das Wort “Muschischau”? Wehe, Sie schreiben das Wort Sexismus dazu, weil das ursprüngliche Wort “Pimmelparade” von dem Sascha Lobo kam, auf dem Sie sich in Ihrem Kommentar beziehen.

            Übrigens kamen 1/3 der Einreichungen von Frauen, ausgezeichnet wurde aber nur 1/10. Bei einer rein zufälligen Ziehung (Binomialverteilung) wäre die Wahrscheinlichkeit dafür, dass bei einer Trefferwahrscheinlichkeit 1/3 maximal 10% tatsächlich getroffen werden, bei 10 Einreichungen 10,4%, bei 34 Einreichungen 0,09%, bei realistischeren 100 Einreichungen 0,000005%. Ohne einen statistischen Signifikanztest durchzuführen, sollten wir beide sehen, dass das kein Zufall ist. Die Binomialverteilung darf ich aufgrund der anonymisierten Artikel annehmen, weil die Jury keinerlei Informationen über die Autorenschaft hatte.

            Selbst wenn es eine Männerdominanz gäbe — um des lieben Friedens mit Ihnen nehme ich das mal an — muss es inhaltliche Gründe gegeben haben, weshalb signifikant weniger Artikel von Frauen auszeichnungswürdig waren als eingereicht wurden. Dabei beziehe ich mich auf die im taz-Artikel veröffentlichten Daten.

          • Ich beziehe mich nur auf den Artikel, auf den Sie selbst verlinkt haben. Kein Grund also, hier vulgär zu werden.

            Und: Sie schreiben wie ein Blinder von der Farbe. Die Qualität einer Reportage hängt nicht von statistischen Wahrscheinlichkeiten ab, sondern vom Thema und vom Inhalt und damit auch von den Ressourcen, die Journalist(innen) für ihre Recherche zur Verfügung gestellt werden. Und wenn die Männer regelmäßig die Großthemen abgreifen – wie im Beitrag beschrieben -, kommt eben ein Wettbewerbsergebnis wie das beschriebene dabei heraus.

            Sie haben also ungewollt ein anschauliches Beispiel dafür geliefert, wie die Diskrimierung von Frauen in vielen Betrieben läuft, auch im Wissenschaftsbetrieb.

          • Gerade _weil_ ich mich mit meiner statistischen Rechnung vom Inhalt losgelöst habe, habe ich mich auf die reine Quote beschränken können und festgestellt, dass die Auszeichnungsquote im Vergleich zur Kandidatenquote viel zu niedrig ist, es also inhaltliche Gründe gegeben haben muss.

            Sie erläutern zutreffend, dass es ein verschobenes Wettbewerbsergebnis auf der Kandidatenseite gibt. Wenn mehr Männer Großthemen besetzen, dann werden zwangsläufig auch mehr Männer nominiert. Das kann man eventuell noch mit Frauendiskriminierung erklären. Die Auszeichnungsquote sollte aber, wenn alle Artikel in jeder Kategorie inhaltlich vergleichbar stark sind, in der Größenordnung der Nominierungsquote liegen. Das ist nicht der Fall, _obwohl_ jegliche Geschlechtsinformationen aus den Artikeln entfernt wurden.

            Zu Ihrer Ehrenrettung muss ich gestehen, dass ich mangels anderer Informationen in jeder Kategorie die 2:1-Verteilung Mann-Frau angenommen habe. Das ist sicherlich nicht der Fall, im Bereich Technik-Multimedia-Computer dürften z.B. so gut wie keine Frauen vertreten sein. Das dürfen Sie aber wenn Sie wollen mit Frauendiskriminierung erklären, ist aber in Wahrheit eher eine Folge von Angebot und Nachfrage.

      • “Zu Ihrer Ehrenrettung muss ich gestehen, dass ich mangels anderer Informationen in jeder Kategorie die 2:1-Verteilung Mann-Frau angenommen habe. Das ist sicherlich nicht der Fall, im Bereich Technik-Multimedia-Computer dürften z.B. so gut wie keine Frauen vertreten sein. Das dürfen Sie aber wenn Sie wollen mit Frauendiskriminierung erklären, ist aber in Wahrheit eher eine Folge von Angebot und Nachfrage.”

        Ich denke, Ihre Annahmen sollte man weniger mit Frauendiskriminierung erklären als mit den Ressentiments, aus denen sie hervorgehen.

        • Es verbietet niemand, dass Frauen sich für IT & co interessieren. Gerade durch Girls Day & co soll das ja gefördert werden. Offensichtlich vergeblich …

          • Die meisten der Aussagen im Bingo kann man auch für das Gender-Marketing verwenden. Ich kann nichts dafür, dass ich der Evolution eher vertraue als der Gender-Forschung, die bislang noch keinerlei wissenschaftlich brauchbare Ergebnisse (im strengen Sinne einer Wissenschaft, nicht nur Naturwissenschaft) geliefert hat.

          • Alice Schwarzer hat vor Jahrzehnten selbst noch und damals zu Recht an vorderster Front für die Gleichberechtigung von Frauen gekämpft.
            Wenn sie jetzt sagt, Genderforscherinnen seien die Sargnägel des Feminismus, ist das ernst zu nehmen. Die Frau schaut hinter die Kulissen und läuft nicht blind irgendwelchen Gendergespinsten nach.
            Dass sich der heutige Feminismus vom irrwitzigen Gender Mainstreaming hat vereinnahmen lassen, muss ihr wehtun.

          • Frau Kühne ist Redakteurin bei der stramm linken TAZ und ist gemessen an ihren anderen Veröffentlichungen den Bereichen Gender und LGBTTI* sehr zugetan. Wenn zwei Menschen, die sich von vorne herein über ein kontroverses Thema einig sind, kommt nicht viel mehr als PR-Sprech heraus. Übrigens wurde die TAZ 2014 wegen Männerdiskriminierung gerichtlich verurteilt.

          • Der Bericht, auf den ich verlinkt habe, ist im Tagesspiegel erschienen, nicht in der tageszeitung und Frau Kühne ist seit 1998 Redakteurin beim Tagesspiegel, nicht bei der tageszeitung. Sie verwechseln gerade zwei Publikationen, xxx.

          • @Reni: Auch Ihnen empfehle ich das Interview aus dem Tagesspiegel (http://www.tagesspiegel.de/wissen/streit-um-die-gender-studies-die-frau-im-singular-gibt-es-nicht/20191646.html). Daraus geht wunderbar hervor, dass ein Unterschied zwischen Feminismus und Gender Studies besteht: “Denn die Gender Studies sind ja nicht der verlängerte Arm des Feminismus, sondern eine Wissenschaft. Sie haben mit dem Feminismus nicht unmittelbar, nicht zwingend zu tun – außer insofern, als dass der Feminismus ein mögliches Forschungsobjekt der Gender Studies ist.”

          • Entschuldigen Sie, aber Sie verlinken auf einen Kommentar, der unter einem Pseudonym verfasst worden ist, der keine Belege für die zahlreich enthaltenen Behauptungen bietet.

          • @Alice
            Danke für die nochmalige und diesmal speziell an mich gerichtete Empfehlung des Artikels aus dem Tagesspiegel. Ihnen ist offenbar nicht aufgefallen, dass ich ihn gelesen habe, denn Frau Schwarzers Spruch “Genderforscherinnen sind die Sargnägel des Feminismus” stammt aus dieser Quelle.
            Vielleicht vermissen Sie, dass mich das Interview in meiner Meinung nicht umgestimmt hat und ich begeistert davon war. Was bei Ihnen als einzig wahr und überzeugend rüberkommt, muss bei mir aber nicht dieselbe Wirkung haben.

          • Lustig, wie die Schlagworte sich abwechseln. Da springt man von der Besetzung von Hochschulprofessuren zum “deutschen Reporterpreis”, zum girls day und zu Verboten, von denen nie jemand geredet hat (außer man selbst), und wenn gar nichts mehr hilft, hat man plötzlich die Evolution an seiner Seite.

            Und dazwischen läuft die Muschisau und wedelt – mit dem Schwanz?

            Und das alles im Dienste der angeblich höheren Rationalität, die selbstverständlich die eigene ist. Na dann.

          • @Reni: Das hatte ich durchaus zur Kenntnis genommen. Mir ging es lediglich darum zu betonen, dass sich die Gender Studies selbst eben nicht als den verlängerten Arm des Feminismus betrachten, sondern ergebnisoffen forschen.

    • @ Alice

      danke für diesen link: bleibt zu hoffen, dass das interview hier nicht nur intellektuell sondern auch emotional verkraftet wird…

  8. Wenn ein Geschlecht in einem beruflichen Feld das Sagen hat – also wie in dem Ausgangsbericht – dann ist es für das andere Geschlecht schwer – hier die Frauen – Fuß zu fassen, weil eben Männer wieder diese Entscheidungen treffen. Ich kenne noch Zeiten, da nahmen Männer Frauen in gleichen Berufen nicht ernst. Es ist noch nicht lange her, wo Frauen mehr leisten mussten, um auf dieselben Ebenen zu gelangen wie Männer. Damit Frauen überhaupt eine Chance hatten, hat man die Quotenregelung eingeführt – die Grünen der 1. Stunde haben es vorgemacht. Natürlich besteht die Gefahr, dass die Quotenregelung nicht immer 1:1 mit der Qualität der Leistung einhergeht. Vielleicht müsste man bei frauendominierten Berufen auch einmal eine Männerquote einführen, falls diese sonst nicht zum Zug kommen. Doch ich denke, das besteht im Augenblick kein Handlungsbedarf.
    Nebenbei bemerkt: Ich bin überzeugt davon, dass generell Frauen anders ticken als Männer. Die Gehirnforschung und auch die unterschiedliche Ausschüttung von Hormonen, die viele Gefühlsdinge beeinflussen, beweisen es. Das merke ich übrigens auch in der Schule – es besteht ein Unterschied wie Männer und wie Frauen Schulen leiten – ich habe schon ein paar beiderlei Geschlechts genossen.

    Wie kann man das mit den Professorinnen lösen? Vielleicht sollte man die Entscheidungsgremien mit der gleichen Anzahl Männer und Frauen besetzen, dann hätte man eine möglichst von Geschlechtzugehörigkeit unbeeinflusste Entscheidung, die dennoch die gefordertern Kompetenzen der sich bewerbenden Personen berücksichtigt. Denn letztendlich kommt es auf die Eignung an.

    • “Vielleicht müsste man bei frauendominierten Berufen auch einmal eine Männerquote einführen, falls diese sonst nicht zum Zug kommen.”
      Was ist denn dann mit den Grundschulen? Welche Entwicklung verzeichnet man seit geraumer Zeit in den weiterführenden Schulen?
      In den Grundschulen sind männliche Lehrkäfte Einhörner und an den weiterführenden Schulen ist der Frauenanteil auch bereits in vielen Bereichen über 50%.
      Welche Konsequenzen haben sich dabei ergeben?
      Laut Statistik hat dabei die Übergangsquote der Mädchen auf die Gymnasien konsequent zugenommen (und die Übergangsquote der Jungs auf die früheren Hauptschulen). Mädchen machen statistisch gesehen viel häufiger das Abitur und sind – wie es die Überschrift sagt – bei den Studenten in der Mehrheit.
      Warum ruft da niemand nach Diskriminierung?
      Warum wird nicht einmal nach einer Jungenförderung geschrien?
      Es kann ja schließlich nicht das Argument greifen, dass die Entwicklung des männlichen Geschlechts und die damit in Verbindung gebrachten Eigenschaften hauptverantwortlich sind.
      Sonst müsste man ja auch umgekehrt davon ausgehen, dass Mädchen häufiger einfach kein Interesse an gewissen Aufgaben habe. Nein, dass Frauen keine Professuren wollen, ist vielmehr eine infame Lüge.
      Mädchen würden auch viel häufiger MINT-Fächer studieren, wenn man sie dafür motiviert, was die neuen Vorgaben zum motivierenden Unterricht vorsehen. Dass gleichzeitig aber Jungs motiviert werden müssen, wird als unnötig abgetan, weil Jungs nunmal unmotiviert sind.
      Wer glaubt, ich sei sarkastisch, soll bitte die GEW-Studie zum Thema der Jungs als Bildungsverlierer lesen. Darin wird genau sowas konstatiert. Es wird auch darauf hingewiesen, dass Frauen gute Vorbilder für Mädchen sein können, aber Männer schlechte Vorbilder für Jungs sind.
      Im Endeffekt spiegeln Artikel wie diese leider nur das Bestreben wieder, dass Frauen in allen Bereichen auf den Rücken der Männer überrepräsentiert sind. Es wird nämlich nie nach Maß gefördert und gefordert, sondern so lange, bis ein neues Ungleichgewicht entstanden ist.

      • Artikel 3 des Grundgesetz besagt unter 1., dass alle Menschen vor dem Gesetz gleich sind.
        2. Männer und Frauen sind gleichberechtigt.
        3.Nismf darf wegen seines Geschlechtes,des Gewissens,seiner Abstammung,seiner Rasse,seiner Sprache,deiner Heimat und Herkunft,deines Glaubens,seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden.
        Das bedeutet, dass Regelungen ,die durch eine Quotenregelung ein Individuum gegenüber anderen Bewerbern benachteiligt oder diese nachrangig behandelt,
        verfassungswidrig sind.

        • Sie haben eine entscheidende Passage ausgelassen. In Artikel 3, Absatz 2, heißt es nämlich:

          “(2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.”

          Das bedeutet, dass Regelungen, die Nachteile beseitigen, vom Grundgesetz ausdrücklich verlangt werden.

          • Diese einseitige Bevorzugung von Frauen mit zusätzlichen finanziellen Anreizen an die Universitâten ist eine einseitige Benachteiligung von Männern bei gleicher Qualifikation.
            Ihre Haltung ist reaktionär und Sie unterscheidet sich in keiner Weise von der Bevorzugung durch andere Seilschaften ,ob politisch motiviert, durch Verbindungen oder aus welchen Gründen auch immer.
            Diese ganze Einstellung ist aus meiner Sicht vordemokratisch.

          • Anna
            Ein derartig formulierte Zusatz steht ,das der Staat aktiv die Umsetzung der Gleichberechtigung fördert, steht so nicht im Grundgesetz.
            Sie freuen sich da etwas zurecht, wie es Ihnen passt.

          • fördern ist nicht durchsetzen und gleichberechtigung ist nicht gleichstellung. wie toleranz und akzeptanz wird das alles je nach Ziel durcheinander gewürfelt.

          • bzw. fördern ist vergleichbar mit empfehlen, also wesentlich weicher als fordern oder erzwingen. das Wort tatsächlich ist mehr als subjektiv.

          • Anna hat aber nie etwas anderes getan, als diesen Absatz unverändert zu zitieren. Sie hat dabei weder “fördern” und “durchsetzen” verwechselt noch “Gleichberechtigung” und “Gleichstellung”.

          • Das Maß an Realitätsverweigerung ist bei manchen hier erschreckend. Statt einfach mal nachzuschlagen, wird einfach das Gegenteil behauptet – und wenn das Leugnen gar nicht mehr geht, wiird wild heruminterpretiert, bis es zur eigenen Betonmeinung passt. Sie wollen Lehrer sein und Ihren Schülern vermitteln, wie sie seriös und wissenschaftlich mit Quellen umgehen sollen, xxx? Au weia. Ihre Wissenschaftsfeindlichkeit haben Sie ja schon in anderen Zusammenhängen hier erkennen lassen.

            Hier ist das Grundgesetz nachzulesen – und es lässt überhaupt keinen Zweifel: https://www.bundestag.de/parlament/aufgaben/rechtsgrundlagen/grundgesetz/gg_01/245122

          • Anna
            Und auch dort steht anderes, als Sie behaupten.Sie interpretieren anderes hinein, als im Artikel 3 des GG steht.
            Ich habe diesen Artikel vollständig wiedergegeben.Die Realitâtsverweigerung und die betonierte Meinung gebe ich gerne an Sie zurück.

          • Anna
            Die Interpretationen zum Grundgesetz liefern Sie, und Sie leiten aus dem Grundgesetz eine Ungleichbehandlung der Geschlechter ab, verbunden mit einer finanziellen Unterstützung von Professuren nur für weibliche Bewerber, um einer angeblichen Bevorzugung von Männern zu begegnen.
            Es ist unglaublich ,wie ein derartiges Gesetz durch den Bundestag verabschiedet werden könnte.
            Anscheinend geben politische Seilschaften den Ausschlag für ein derartiges Treiben.
            Ihr abwertendes Gebaren ehrt mich.

          • Ticken Sie noch sauber? Ich zitiere lediglich einen Grundgesetz-Artikel – und erst bezichtigen Sie mich der Lüge, dann behaupten Sie, ich würde irgendwas hineininterpretieren und schließlich beschimpfen Sie den Gesetzgeber für ein “derartiges Treiben”, also für die Formulierung des Grundgesetzes!

            Sie kennen in Ihrem Furor kein Maß mehr – aber das haben wir ja schon in der Debatte um “Schreiben wie Hören” erlebt. “Schreiben wie Hören” ist wahrscheinlich auch an dem “Treiben” im Bundestag schuld.

          • Anna
            Ihr Verhalten ehrt mich und wie Sie mit anderen umgehen, einschließlich ihrer falschen Unterstellungen, den Eruptionen des Hasses und Verachtung, zeigen mir, was in Ihnen schlummert.

  9. Ich wette, zu Ergotherapeuten und Logopäden gehen mehr Jungs als Mädchen. Ich wette auch, dass mehr Jungs als Mädchen LRS und ADHS haben. Jungs werden doch ständig gefördert und sind viel mehr Problemschüler als Mädchen. Vielleicht ändert sich das ja in den weiterführenden Schulen oder mit der Pubertät.

    Die paar männlichen Kollegen in den Grundschulen werden Schulleiter oder gehen gleich aufs Schulamt. Meine Beobachtung……

    • “Jugendamtskinder” auf Privatschulen, also Kinder, die warum auch immer mit öffentlichen Schulsystem nicht klar kommen, sind fast ausschließlich Jungs.

  10. Anna
    Ein derartig formulierter Zusatz ,das der Staat der Art aktiv die Umsetzung der Gleichberechtigung fördert, steht so nicht im Grundgesetz.
    Sie interpretieren dort etwas hinein,was so nicht geschrieben ist.

  11. Anna
    Ein derartig formulierter Zusatz ,das der Staat der Art aktiv die Umsetzung der Gleichberechtigung fördert, steht so nicht im Grundgesetz.
    Sie interpretieren dort etwas hinein,was so nicht geschrieben ist.

      • Anna
        Der Absatz 2 in Artikel 3 des Grundgesetzes wirkt widersprüchlich in Bezug auf das Gesetz zur Förderung von Frauen zu Professuren, da diese Gesetz andere Geschlechter benachteiligt, denn diese sind von einer Förderung ausgeschlossen.
        Derartiges im GG ist der Art widersprüchlich ,das es mich schon wundert , wie es dort hineingeschrieben werden konnte.Unfassbar ist der Einfluss dieser subversiven Ideologie des Gender-Mainstream.

        • Was denn jetzt – steht der Satz also doch drin? Aha.

          Aber weil er Ihnen politisch nicht in den Kram passt, muss er natürlich Ergebnis einer Verschwörung sein – klar.

          Wie lebt es sich auf dem Planeten Ego Zentrus?

          • Es sind noch ganz andere Gesetze ohne eine große,gesellschaftliche und öffentliche Debatte im Schnellverfahren durchgewunken worden.
            Ich habe hier nichts von Verschwörungen geschrieben.
            Allein mich wundert so einiges.

          • Natürlich haben Sie eben gerade von einer Verschwörung geschrieben

            Ihr O-Ton: “Unfassbar ist der Einfluss dieser subversiven Ideologie des Gender-Mainstream.”

            Wörterbuch: “Das Adjektiv subversiv bedeutet umstürzlerisch und beschreibt Tätigkeiten, die erstens auf den Umsturz oder die Änderung der vorherrschenden (staatlichen) Ordnung abzielen und zweitens oft im Verborgenen betrieben werden.”

            Und das ist eine Verschwörung.

          • Mir wird immer unklarer, was “Verschwörung” ist, wenn Kritiker einer Bewegung leichtfertig als Verschwörungstheoretiker bezeichnet werden.
            Dann kann ich ja jeden, der sich kritisch und besorgt über etwas äußert, das mir lieb und teuer ist, zum (lächerlichen) Verschwörungstheoretiker erklären.
            Man sollte nicht auffallend oft Verschwörungsgedanken unterstellen, wenn es um die Bekämpfung anderer Meinung und deren Vertreter geht. Das höhlt den Begriff “Verschwörung” aus.

          • @g. h.
            Ihre Meinung teile ich, möchte aber hinzufügen, dass der Begriff “Verschwörung” zwar durch Beschimpfung als Verschwörunstheorie oder -theoretiker ausgehöhlt und zum Popanz gemacht wird, Verschwörungen aber real sind und die Geschichte der Menschheit nicht nur durchzogen, sondern wesentlich beeinflusst haben.

            Wer anklagend von Verschörungstheorie spricht, könnte darum meiner Meinung nach von tatsächlich existierenden Machenschaften, also einer Verschwörung, auch ablenken wollen.
            Auffallend ist für mich jedenfalls der fast inflationäre Vorwurf von “Verschwörungstheorie”.
            Woher kommt er und was bezweckt er?
            Oder ist er nur ein Tipp aus dem Handbuch “So macht man Meinungsgegner lächerlich und mundtot”.

        • Bernd
          Man will doch unsere Denkweise bereits in den Schulen beeinflussen,jedenfalls war dies wohl in Baden-Württemberg 2015 der Fall,wenn der FAZ-Bericht stimmt.Das ist schon eine starke Einflussnahme und bewirkt Widerstand.
          ich das Gesetz zur einseitig finanziellen Förderung von Frauen zu Professuren erscheint mir sehr fragwürdig.

        • Bernd
          Man will doch unsere Denkweise bereits in den Schulen beeinflussen,jedenfalls war dies wohl in Baden-Württemberg 2015 der Fall,wenn der FAZ-Bericht stimmt.Das ist schon eine starke Einflussnahme und bewirkt Widerstand.
          ich das Gesetz zur einseitig finanziellen Förderung von Frauen zu Professuren erscheint mir sehr fragwürdig.

          • Bernd
            Der Begriff subversiv war von mir überzeichnet angewandt und bewusst übertrieben gewählt.
            Allerdings erscheint mit dieser Nebenzweig der Soziologie nicht gerade wissenschaftlich fundiert zu sein.

    • Hass und Verachtung? Ich kenne Sie doch gar nicht. Ich finde nur Ihre “Argumentation” unfasslich dumm, weil sie sich ebenso wütend wie inhaltsleer präsentiert. Das Grundgesetz ist nicht “durchgewunken” worden; Änderungen bedürfen der Zweidrittel-Mehrheit, wie Sie offenbar nicht wissen.

      Aber Sie sind auf dieser Seite hier ja nicht der einzige wütende alte Mann, der gegen alles Missliebige angeifert – gegen “moderne” Lehrmethoden, von denen natürlich die Welt untergeht, gegen Migranten, gegen Inklusion, gegen Frauen, die doch tatsächlich Gleichberechtigung fordern. Die Spezies “wütender alter Mann” macht sich ja gerne im Netz breit.

        • Der Umgangston hier ist in der Tat erstaunlich, wenn man bedenkt, dass wohl (fast?) alle studierte und damit auch gebildete Leute sind. Sehr merkwürdig! Welches Vorbild wird da der Jugend gegeben? Und wie mag das erst in anderen Kreisen oder Schichten aussehen?

          • Ein Studium vermittelt nicht automatisch soziale Kompetenzen und wer studiert hat, ist per se kein besserer Mensch als jemand ohne Hochschulbildung.

          • mississippi: Wiederum kann ich mich nur wundern. Es geht nicht darum, ob jemand ein “besserer Mensch” im Sinne einer Moral-philosophie ist. Aber meinen Sie nicht auch, dass Lehrer/innen (die mindestens A13 für ihr Grundrecht halten) wenigstens schriftlich so etwas wie Bildung ausstrahlen sollten, auch bei Kontroversen, im Gegensatz etwa zu streitenden und schimpfenden “Fans” im Fußballstadion?

          • @cavalieri

            halten sie alle fußballfans (übrigens ein paradigmatisches teamspiel , in dem sich effektiv soz. kompetenzen trainieren lassen!) für verstrahlt und bildungsfern oder nur die vom hsv?

      • Wütender alter Mann?
        Sie dürfen gerne mit mir 10 km laufen, oder auch anderen sportlichen Betätigungen nachgehen.
        Geistige Reife drückt sich anders aus,und Sie können es einfach nicht lassen sich in verbalen Entgleisungen wiederzufinden.

        • Sehr geehrte Sophia St., sehr geehrter xxx

          wenn Sie etwas Inhaltliches zu dieser Debatte beizutragen haben – gerne. Weil allerdings in Ihren Posts kein inhaltlicher Beitrag zu erkennen war, haben wir sie gelöscht.

          Und das gilt für alle Diskutierende hier: Es reicht jetzt. Wir werden keinen weiteren Leserbrief veröffentlichen, in dem es nur um die Herabwürdigung einer/s Andersdenkenden geht.

          Mit freundlichem Gruß
          Die Redaktion

          • Gilt das ausnahmslos für alle und werden bei jedem dieselben Maßstäbe angelegt? Dann würde ich das sehr begrüßen!

          • beim thema genderforschung gehen halt die gemüter an die decke – als würde es um den entzug einer persönlichen entmachtung gehen, den es mit allen zweckheiligenden mitteln zu bekämpfen gilt.

            dass von sämtlichen erkenntnissen dieser sozialwissenschaft-insbesondere anhand analysierter gesellschaftsstrukturen- letztlich alle (sic!) beteiligten geschlechter profitieren, scheint einigen kollegInnen total fremd zu sein…wie schade!

          • antje schrupp sieht es in der “zeit” vom 11.9.17 etwas anders:

            “Am Vorwurf der Unwissenschaftlichkeit gegenüber den Gender-Studies wird deutlich, wie stark auch in unserer Kultur, die doch so stolz auf ihren Rationalismus ist, die Widerstände dagegen sind, sich von wissenschaftlicher Forschung von Vorurteilen abbringen zu lassen. Da mögen Myriaden von Studien mehr oder weniger zu dem Ergebnis kommen, dass es in der typischen Unternehmens- und Organisationskultur starke Verzerrungen in der Wahrnehmung von Frauen und Männern gibt und dass deshalb Männer strukturell bevorzugt werden und Frauen weniger Chancen haben: Die meisten Menschen sind trotzdem der felsenfesten Überzeugung, sie behandelten Frauen und Männer objektiv und unparteiisch gleich. Was sind schon wissenschaftliche Beweise gegen einen tiefen Glauben? Nichts. Daran hat sich seit den Zeiten Galileos leider nicht viel geändert.”

            http://www.zeit.de/kultur/2017-09/gender-studies-vorwuerfe-feminismus-10nach8

          • @ unverzagte
            Was Sie zitieren, widerspricht dem von cavalieri überhaupt nicht bzw. ist gleichzeitig möglich. Frau Schrupps Beobachtungen sind soziologischer Natur und damit weitestgehend wissenschaftlich. Der Firlefanz, den Genderologen daraus folgern und damit bezwecken wollen, ist wie der cicero schreibt höchst unwissenschaftlich bis ideologisch.

          • ZITAT: “Wir werden keinen weiteren Leserbrief veröffentlichen, in dem es nur um die Herabwürdigung einer/s Andersdenkenden geht.”

            Das begrüße ich ausdrücklich. Es möge dann aber bitte für alle gleich gelten !!!

          • Aber warum darf dann das stehenbleiben:

            ZITAT:

            Anna
            20. Dezember 2017 um 13:54

            Hass und Verachtung? Ich kenne Sie doch gar nicht. Ich finde nur Ihre “Argumentation” unfasslich dumm, weil sie sich ebenso wütend wie inhaltsleer präsentiert. Das Grundgesetz ist nicht “durchgewunken” worden; Änderungen bedürfen der Zweidrittel-Mehrheit, wie Sie offenbar nicht wissen.

            Aber Sie sind auf dieser Seite hier ja nicht der einzige wütende alte Mann, der gegen alles Missliebige angeifert – gegen “moderne” Lehrmethoden, von denen natürlich die Welt untergeht, gegen Migranten, gegen Inklusion, gegen Frauen, die doch tatsächlich Gleichberechtigung fordern. Die Spezies “wütender alter Mann” macht sich ja gerne im Netz breit.

            ZITAT ENDE

          • @ xxx

            genderforschung ist schlicht und einfach nicht von soziologie auseinander dividierbar – sie IST und bleibt ein fachbereich derselben!

            falls weiterhin bedarf besteht, schreibe ich dies auch noch ein drittes mal mit anderen worten.

          • @unverzagte
            Die Genderforschung ist als Teilgebiet aus der Soziologie erwachsen. Das stimmt. Alles andere ist genderintern daraus gemacht worden. Die Soziologie kann sich folglich bequem und ohne inhaltlichen Verlust von der Genderforschung trennen und neu aufbauen. Dann aber bitte streng wissenschaftlich und ohne ideologische Zielsetzung.

          • @sofawolf

            annas kommentare in ihrer schlüssig, klaren und damit auch nachvollziehbaren argumentationsweise – innerhalb dieses teilweise mehr als verunglückten kontextes – deutet evtl. auch die redaktion nicht als intendierte beleidigung…vielleicht besser den gesamtverlauf bzw. textpassagen nicht abstrahiert bewerten?

          • @ xxx

            soll mathe sich demnach von ihrem teilgebiet algebra trennen, weil sie die rationalen zahlen als problematisch erachten?

          • Erstens sind rationale Zahlen weniger Algebra als Arithmetik.
            Zweitens ist Mathematik eine anerkannte Wissenschaft, um nicht zu sagen _die_ Wissenschaft mit der strengst möglichen Auslegung, vorausgesetzt man akzeptiert die Grundannahmen, die aber durch die Alltagserfahrung gesichert sind.

            Es gab mal politische Bestrebungen in den USA, die Zahl pi per Gesetz den Wert 3 zu geben. Das wurde glücklicherweise von wissenschaftlicher Seite aus abgewendet. Für mich sind etliche Bestrebungen der Gender-Leute von der Art bzw. Vorgehensweise her vergleichbar mit diesem wenig glorreichen Beispiel aus der Mathematikgeschichte, weil die Gender-Leute jegliche biologisch gesicherte Erkenntnisse der Geschlechter ignorieren oder als rassistisch ablehnen.

            Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Indiana_Pi_Bill

          • unverzagte
            Annas Kommentare in ihrer klaren und damit nachvollziehbaren Argumentationsweise…….
            Ja ,da wurde die gestresste Seele von ihrer einzwängenden Hülle befreit und zum Vorschein kam der freie Lauf der Gefühle,seinen Weg sich bahnende durch den Sumpf niedrigster Gefühle,getrieben vom Wunsch diese verdrehte Denkweise eindrucksvoll unter das Volk der erstaunten Leserschaft zu bringen.
            Ja, da wurde der wahre Geist sichtbar ,getrieben vom postmodernen Feminismus neuerer Tage.
            Echte Sternstunden der Rhetorik und der Gegner erstarrte in Ehrfurcht vor der gewaltigen Allmacht der verbalen Extase.
            Das waren wahrhaft beeindruckende Textpasagen, die uns nach milch der frommen denkungsarts , das Leben erfrischenden Texten rufen lassen, um dem Ganzen etwas geistreicheres entgegenzusetzen.

          • Ja, genau. Ignaz erinnert uns daran, worauf wir alle jetzt warten: ein weises Wort von Milch d. frommen Denkungsart zu den Themen Gender Studies, Genderkompetenz und Gender Mainstreaming. Andernfalls fließt hier noch Blut …

          • @xxx: Sie werfen immer wieder Gender Mainstreaming und Gender Studies in einen Topf, dabei nehmen die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler hier eine deutliche Trennung vor, wie Prof. Dr. Paula-Irene Villa, Lehrstuhlinhaberin Soziologie und Gender Studies an der LMU, im Interview mit dem BR versucht klarzustellen:
            “Frage: Als Reizwort in der Debatte wird auch oft das so genannte ‘Gender Mainstreaming’ genannt?
            Antwort: Da gibt es leider immer wieder eine Begriffsverwirrung. Gender Mainstreaming ist eine Policy, also eine politische Strategie, Gleichstellungspolitik. Das meint, bei bürokratischen Entscheidungen zu überlegen, ist Geschlecht hier überhaupt relevant. Und wenn ja, wie regelt man es so, dass niemand diskriminiert wird.
            Die Gender Studies sind übrigens sehr kritisch in Bezug auf Gender Mainstreaming, weil Gender Mainstreaming ja wieder Sachen voraussetzt und reproduziert, die wir in Frage stellen, nämlich die klare Abgrenzung der Geschlechter. Gender Mainstreaming ist also eher so was wie ein Forschungsgegenstand, den wir analysieren.”
            Wer das ganze Interview lesen möchte: http://www.br.de/fernsehen/ard-alpha/sendungen/campusmagazin/gender-studies-paula-villa-100.html

          • Hier steht alles, was wir schon immer wissen wollten und nicht zu fragen wagten:

            http://www.genderkompetenzzentrum.de/

            Dort wird auch erklärt, was Queerversity ist (eine Strategie). Auch was geforscht wird, steht dort:
            “Momentan wird beispielsweise zu Neuformierungen des Politischen, dem Zusammenspiel von Rassismus und Heteronormativität, queerer visueller Kultur, Gesundheitspolitik und den Konstruktionen von Körpern im Sport geforscht.”
            Also so richtig wichtig hören sich diese ungeklärten Probleme eigentlich nicht an. Gesundheitspolitik ist ja allgemein ein Thema.

          • @cavalieri

            interessanter link, danke!
            ob probleme sich nur wichtig anhören oder sogar als mehr als notwendig nach lösungen schreien, sollte nicht von einzelentscheidungen abhängen, andernfalls hätte ich gewissen “naturwissenschaften” längst ihre existenzberechtigung abgesprochen…aber was dem einen seine eule ist, ist der anderen ihre nachtigall, gelle?

          • unverzagte: Nur haben Sie selbst weiter oben behauptet:
            “… dass von sämtlichen erkenntnissen dieser sozialwissenschaft [Gender Studies] letztlich alle (sic!) beteiligten geschlechter profitieren, scheint einigen kollegInnen total fremd zu sein…
            Also frage ich mal, wie wir von einem Artikel zu “queerer visueller Kultur” alle (!) profitieren können. Die Sache verselbständigt sich eben, so wie auch die “sich selbst nährende Gleichstellungsbürokratie”, die selbstverständlich auch nicht dann abgeschafft würde, wenn sie nicht mehr nötig wäre. Und dass alle gängigen Religionen weit entfernt sind von den Positionen des Gender Mainstreamings, wird nie erwähnt: Der Gott, der Sohn Gottes, der Prophet, der Papst, … Stattdessen biedert man sich an mit Ratschlägen zu gendergerechter Sprache in Predigten, deren Inhalt ansonsten patriarchalisch geprägt ist. Rückgrat? Fehlanzeige.

  12. @Cavalieri
    Danke für Ihre heutigen Links zu interessanten Artikeln! Hier der Ausschnitt aus einem, der das aggressive Auftreten einiger Diskutanten beim Genderthema und den Frauenrechten (Beschimpfung und Diffamierung von Meinungsgegnern) m. E. gut erklärt:

    “Es ist erstaunlich, wie Minoritäten, offenbar mit politischer Unterstützung, der Mehrheit ihre Vorstellungen mit fast religiösem Eifer diktieren können. Um ihre Überzeugungen durchsetzen zu können, schaffen sie ein Klima, in dem nicht mehr der Diskurs gedeiht, sondern Andersdenkende durch Verdächtigungen und Anschuldigungen eingeschüchtert und verängstigt werden. Wer dagegen aufbegehrt, muss mit der Diffamierung und Diskreditierung der eigenen Person oder der Zensur kritischer Beiträge rechnen.”

    http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/gender-studies-genderforschung-auch-in-der-biologie-13603216.html?printPagedArticle=true#pageIndex_0

    • Dieser und andere Artikel sind beängstigend offen in der Darstellung dieser sich metastasenartig ausbreitenden Teilwissenschaft der Soziologie.Wie soll unter dem Einfluss dieser Pseudowissenschaft noch wissenschaftlich gearbeitet werden und welche Auswirkungen hat diese Indoktrination auf die politisch Handelnden.

      • Entschuldigen Sie bitte, aber wieso sprechen Sie von einer Pseudowissenschaft? In den Gender Studies wird genauso wissenschaftlich gearbeitet, wie in anderen wissenschaftlichen Bereichen oder wie erklären Sie sich, dass “Anträge auf Forschungsförderung, die sich mit Gender auseinandersetzen, [..] von ihren Erfolgsaussichten her recht genau im DFG-Schnitt (Deutsche Forschungsgemeinschaft, der größte Forschungsförderer der Bundesrepublik; Anm. v. mir) von gut 30 Prozent” liegen? “Das, so Kämper (Eckard Kämper ist bei der DFG für die Sozial- und Verhaltenswissenschaften zuständig; Anm. v. mir), wundere ihn persönlich kaum, denn natürlich gebe es in der Gender-Forschung schwache Anträge, aber umgekehrt eben auch zahlreiche Projekte mit brillanten Fragestellungen und Vorhaben, ‘also alles genau so, wie wir es in anderen Forschungsgebieten auch beobachten’.”
        Mehr dazu: http://www.spektrum.de/news/wie-wissenschaftlich-ist-die-gender-forschung/1511235

        • Ich bin ja nicht so wirklich auf AfD-Linie (um es vorsichtig zu formulieren), aber diese ganze sinnfreie Gender”forschung” als Wissenschaft zu bezeichnen ist mir als Naturwissenschaftler unmöglich.

          • Ich sehe das so wie Sie. Sehr bedenklich finde aber die aktuelle Ansicht, dass man entweder für Genderforschung oder für die AfD und politisch ähnlich weit oder weiter angesiedelte Parteilen ist.

          • @Alice: Weil das eine die Natur erforscht und das andere Probleme erforscht, die nur bedingt existent oder interessant sind bzw. Dinge nicht ergebnisoffen “erforscht”.

          • Wieso behaupten Sie, dass Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Bereich Gender Studies nicht ergebnisoffen forschen? Wie kommen Sie zu dieser Aussage?

            Hinsichtlich der Verbindung zwischen Naturwissenschaft und Gender Studies: Es gibt durchaus Forschungen, in denen beides miteinander verbunden wird. Einige Beispiele finden Sie in diesem Artikel: http://www.spektrum.de/news/wie-wissenschaftlich-ist-die-gender-forschung/1511235
            “Fest steht: Die Gender-Forschung hat in den vergangenen 20 Jahren unzählige Erkenntnisse und Impulse produziert, in der Ungleichheitsforschung ebenso wie in der Literaturwissenschaft – und übrigens auch in der Biologie, betont Christina von Braun, die 1996 an der Berliner Humboldt-Universität den ersten deutschen Gender-Studiengang gegründet hat: ‘So haben Neurobiologen nachgewiesen, wie sich die Hirnfunktionen von Männern, die sich intensiv um ihre Kinder kümmern, verändern.’ Der Hormonhaushalt stelle sich um, dafür würden Aktivitäten hochgefahren, ‘von denen man glaubte, dass sie biologisch an den weiblichen Körper gebunden seien’.”
            “Gender-Medizinerinnen wie die Berliner Herz-Kreislauf-Expertin Vera Regitz-Zagrosek konnten zeigen, dass Männer und Frauen unterschiedlich krank werden – und dass die Risikofaktoren nicht nur vom biologischen Geschlecht abhängen, sondern von der persönlichen Geschlechtsidentität.”

        • Ganz einfach: Harte naturwissenschaftliche Forschung (Mathematik, Physik, Chemie, Informatik) ist vollkommen ungeschlechtlich, sozialwissenschaftliche Fragestellungen spielen daher per def nicht die geringste Rolle. Einem Versuchsapparat oder einer theoretischen Struktur interessiert es nicht die Bohne, ob sie von einem Mann oder einer Frau bedient oder entwickelt wird. Die Frauenquote ist in den Bereichen sehr gering, sie spielt aber weder für die Forschung an sich noch die Ergebnisse die geringste Rolle.

          In Teilen der Biologie und Medizin spielt das Geschlecht der Versuchsperson durchaus eine Rolle, z.B. wenn man das Paarungsverhalten gewisser Tierarten oder die Nebenwirkungen eines Medikamentes im weiblichen oder männlichen Hormonhaushalt untersucht. Fragen der Gleichstellung, Ungleichbehandlung, Quoten oder mehr als zwei Geschlechtern spielen aber auch dann keine Rolle.

          • Sie verstehen Wissenschaft offenbar nicht! Geschlechterfragen sind das Thema von Gender-Forschung, nicht die Methode.

            Natürlich spielt das Geschlecht in unterschiedlichsten Forschungszusammenhängen eine Rolle, ob in der Medizin, der Geschichtswissenschaft, der Biologie, der Soziologie, der Psychologie, der Politikwissenschaft, der Kommunikationswissenschaft, der Sexualwissenschaft – nur weil Ihr Horizont über Mathematik nicht hinauskommt, soll das alles keine Wissenschaft sein?

          • Ich habe mich auf die Frage von Alice bezogen: “Und wieso glauben Sie, dass sich Naturwissenschaften und Gender Studies ausschließen?”

            Aber ganz abgesehen davon stammen Ihre Beispiele — zweifellos alles Beispiele, in denen das Geschlecht eine Rolle spielen kann — allesamt _nicht_ aus dem Bereich der harten Naturwissenschaften. Deren Wissenschaftsbegriff ist wesentlich strenger als in den Geisteswissenschaften. In der Schule führt das dann dazu, dass Geisteswissenschaften wie Geographie und Sozialwissenschaften, leider auch in Teilen die Biologie, weitgehend durch gesunden Menschenverstand bewältigt werden können.

          • “Sie verstehen Wissenschaft offenbar nicht!” oder “… nur weil Ihr Horizont über Mathematik nicht hinauskommt, soll das alles keine Wissenschaft sein?”
            Solche Sprüche, Anna, sind keine Argumente, sondern nur Verunglimpfung eines Andersdenkenden, den Sie kleinmachen wollen, um überlegen zu wirken und Recht zu haben. Hören Sie doch bitte auf damit!
            Ich bin sicher, dass Sie sich bei den meisten Lesern hier keinen Gefallen tun und auch nicht der Meinung, die Sie vertreten. Im Gegenteil, sie gehen zu Ihnen auf Abstand.

    • Nicht nur das “Genderthema und die Frauenrechte” lösen in Diskussionen immer wieder “Diffamierung und Diskreditierung” aus. Bei der Inklusion, der Migrationspolitik oder kritische Äußerungen zum Islam ist das genauso.
      Man sollte viel mehr übers Wetter reden. Hier ist man vor Beschimpfungen sicher.

    • Was mit akademischen Gender Studies gemeint ist, sieht man hier an dem gleichnamigen Studiengang:

      https://www.genderstudies.uni-freiburg.de/Masterstudiengang

      Wenn man dort den Studienplan anklickt, dann sieht man ganz am Schluss unter “Perspektiven nach Abschluss des Studiums”, worauf es ankommt, nämlich die Besetzung von Posten in Verwaltungen und anderen Organisationen, also Lobbyistenarbeit. Beispielsweise müssen Genderaspekte bei jedem (!) Forschungsantrag berücksichtigt werden, sonst wird er halt nicht genehmigt. Das alles rechtfertigt schon eine starke Skepsis dagegen.
      Kurz gesagt: Wozu ist dieses Studium gut? Für einen ruhigen Posten nach A13 in einer Verwaltung ohne wirkliche Verantwortung für irgendetwas.

      • @cavaileri

        damit sind die amis hier also einen bemerkenswerten schritt weiter bzw. eine frage der zeit, wann trump dies revidieren wird.

        selbst wenn alle wissenschaftlichen erkenntnisse aus den gender studies “nur” in lobbyistenjobs münden sollten, wäre das so beunruhigend und unfair aus ihrer sicht?

        und sprechen sie ernsthaft allen verwaltungsarbeiten ihre verantwortung ab?

        • “… und sprechen sie ernsthaft allen verwaltungsarbeiten ihre verantwortung ab?”
          Nein, natürlich nicht. Aber die Überprüfung von bürokratischen Gender-Formalia nach vorgeschriebenen Stichpunkten (wie jetzt schon bei Akkreditierungsverfahren an Hochschulen üblich) ist ohne Verantwortung. Wenn dabei was nicht stimmt, wirkt sich das nicht aus. Auch die bisherigen Frauenbeauftragten haben meist nur Sand ins Getriebe geschüttet und und bei Verfahren im Personalsektor mit einem “Veto” gedroht. Verantwortung gegenüber ihrem Arbeitgeber hatten sie nie. Und dann ist das mit A13/E13 überbezahlt.
          Lobbyistenjobs: die kosten das Geld, was an anderer Stelle (z.B. bei Lehrern) eingespart wird. Was kostet denn jetzt schon die Gleichstellungsbürokratie? Und was kommt konkret dabei heraus?

  13. Cavalieri
    Danke für den Link.Wer derartiges wie Gendermainstream kritisiert , der wird kübelweise mit Polemik der untersten Kategorie überhäuft und als AfD-Aktivist gebrandmarkt. Das wird noch die große Herausforderung der denkenden Menschen sein , sich diesem Wahnsinn mit seiner Einflussnahme auf alle Bereiche des öffentlichen Lebens entgegenzustellen.

    • Nein, wer die wissenschaftliche Arbeit von anderen als “Wahnsinn” herabwürdigt, ohne sich jemals ernsthaft damit auseinandergesetzt zu haben, begibt sich auf AfD-Niveau. Rechtspopulisten beschimpfen unliebige Wissenschaftler – angefangen bei Klimaforschern. Und das tun Sie hier auch.

      Ich habe kein einziges methodisches Argument all der Wüteriche hier gelesen, die sich hier zu Wort melden – nur Meinung, Behauptung, Verdrehung und Leugnung selbst so einfach nachzuschlagender Tatsachen wie dem Inhalt eines Grundgesetz-Artikels. Wie gesagt: AfD-Niveau.

      • Anna
        Und wieder erscheint die AfD Keule in ihrer Hand, weil man den theoretischen Ansatz dieser “Wissenschaft ” in Frage stellt, die alleine den Ansatz hat, zu untersuchen, wie sich das Geschlecht auf alle gesellschaftlichen und kulturellen Bereiche , sowie der Geschlechter untereinander, auswirkt.
        Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern sollen erfasst werden und thematisiert werden,sowie eigene grundlegende theoretische und methodische Konzepte zur Überwindung geschlechtsspezifischer Unterschiede erarbeitet werden.
        Das heißt, dass der gesamte Komplex noch gar nicht steht und man aus der Vermutung heraus, dass das Geschlecht einen bedeutenden Einfluss auf alle gesellschaftlichen Bereiche der heutigen Gesellschaft habe.Hat es den heute wirklich noch?
        Auch wird unterstellt, dass ein geschlechtsspezifisches Verhalten antrainiert wird, einschließlich der sexuellen Orientierung.
        Darf man diesen Ansatz in unserer heutigen Gesellschaft nicht zur Disposition stellen?
        Das sind alles hoch gesteckte Ansprüche an diese “Wissenschaft”, die alleine einem mutmaßlichen Faktor eine derart große Bedeutung beimisst.

        Es sind aber ganz andere Faktoren, wie die kulturelle Herkunft einschließlich, die Sprache,das Schulsystem und dessen Methodik, die soziale Herkunft und deren prägende Wirkung ,Krankheiten und Handycaps der Menschen, die Struktur der Gesellschaft , der famliäre Hintergrund und viele andere Faktoren, die einen Einfluss auf die verschiedenen gesellschaftlichen und kulturelle Bereiche haben.

        Die angewandte Methodik der “Untersuchungen” stütz sich alleine auf empirische Untersuchungen, also persönliche Erfahrungswerten, welche subjektiv geprägt sind und die von jedem anders wahrgenommen werden können.
        Man lehnt wissenschaftliches Arbeiten, dass auf statistischen Untersuchungen aufbaut ab. Und da beginnt doch erst wissenschaftliches Arbeiten.
        So, und jetzt wissen Sie warum die alten Männer, die erstaunten Frauen und wer auch immer sich über diese Scheinwissenschaft echauffiert, die danach trachtet in alle gesellschaftlichen Bereiche mit ihren unwissenschaftlichen Methoden, einzudringen versucht.
        Die gesamte Bewegung hat die Züge einer neuen Glaubensbewegung ohne religiösen Hintergrund und das darf man offen legen, ohne gleich von Leuten , wie Ihnen in der Öffentlichkeit diskreditiert und beschimpft zu werden.

        • Zu Beginn jeder Forschungsarbeit steht eine Forschungsfrage. Wieso sollte sie nicht lauten: Hat das Geschlecht einen bedeutenden Einfluss auf alle gesellschaftlichen Bereiche der heutigen Gesellschaft? Dies lässt sich nicht mit einer Untersuchung beantworten, aber mit mehreren Studien, die sich verschiedenen Unterthemen widmen, schon.
          Empirische Forschung ist übrigens als wissenschaftliche Methodik anerkannt. Das jeweilige Vorgehen bestimmt dabei natürlich, ob sich die Ergebnisse auf eine größere Gruppe als die untersuchte verallgemeinern lassen. Und hier kommt dann übrigens auch die Mathematik ins Spiel.

          • Die Vorgehensweise ist in Ordnung, wenn sie wissenschaftlich korrekt durchgeführt wird. Bei Gender spielt immer die Grundannahme mit, dass das Geschlecht Einfluss hat, das gewünschte Ergebnis wird also vorweggenommen und soll bestätigt werden. Das lässt sich durch geeignete Fragestellung und ähnliche Methoden steuern.

            Mathematik spielt da nur am Rande eine Rolle, nämlich die statistische Auswertung der Daten. Ich hoffe, in Gender Studies ist eine Veranstaltung in Statistik Pflichtprogramm.

          • Studien sind immer nur so gut, wie ihr wissenschaftliches Vorgehen korrekt ist – das ist unabhängig vom Fachbereich wie auch die Gefahr, dass Wissenschaftler unsauber arbeiten. Und in der empirischen Forschung stehen am Anfang häufig Hypothesen. Diese gilt es dann anzunehmen oder zu wiederlegen. Das gewünschte Ergebnis wird dadurch nicht vorweggenommen.

          • Bei seriöser Vorgehensweise nicht. Dazu gehört aber auch, dass eine Hypothese verworfen wird, wenn sie nicht mit hinreichend wenig Zweifeln bestätigt werden kann.

            Man kann aber sehr wohl das gewünschte Ergebnis vorwegnehmen, indem man die Fragestellung suggestiv in Richtung des Ziels verfasst, die Stichprobe manipuliert usw.

      • Habe ich mich jetzt deutlicher ausgedrückt oder brauchen Sie noch mehr Erläuterungen zum Themenkomplex dieses “Wahnsinns”.

      • Ihr Verhalten unterscheidet sich auch nicht von dem der 68er Studenten bzw dem derer Eltern.
        Diffamierung und moralische Herabsetzung anderer ,und dazu auch noch Kollegen , gehört weder in die Vorweihnachtszeit , noch in andere Bereiche unseres gesellschaftlichen Umgangs.

  14. “Lann Hornscheidt, Professorin an der Berliner Humboldt-Universität, möchte mit einer kleinen Wortänderung traditionelle Geschlechterrollen in der Sprache aufbrechen. Studenten sollen „Studierx“, Professoren „Professx“ heißen. ” (Tagesspiegel 1.5.14)

    Noch irgendwelche Fragen zur Seriösität und Sinnhaftigkeit von Genderforschung?

      • Vielen Dank für den Link. Darin findet sich der Verweis auf eine Gender-Zeitschrift:

        http://opengenderjournal.de/issue/view/1/showToc

        Wenn man aber die dortigen Themen liest, dann wird klar, dass es um Gleichberechtigung, Rollenverteilung, Gender-Gerechtigkeit, gleiche Erziehung für Jungen und Mädchen (in der ganzen Gesellschaft, also auch bei Migranten) nicht mehr geht. Insofern wird der Anspruch des “Gender Mainstreamings” eigentlich aufgegeben zugunsten irgendwelcher elitär-abgehobenen Erörterungen, die eigentlich auch anderen Disziplinen zuzuordnen wären. Das mag man als typische Geisteswissenschaft bezeichnen und akzeptieren, aber den hier in der Diskussion behaupteten Nutzen für unsere Gesellschaft, den kann ich daran eben nicht sehen. Den Frauen im Lande ist damit nicht gedient, den Mädchen auch nicht. Ich nehme an, die Gender Studies werden das Thema “gegenwärtiger Jungfräulichkeitwahn” meiden wie der Teufel das Weihwasser. Tatsächlich scheint dieser Wahn aber der Inbegriff partriarchalischer Herrschaft über die Frauen zu sein, und die setzt sich fort. Historisch wird das dann auch bestimmt so betrachtet. Da lobe ich mir Alice Schwarzer, die keinem Konflikt aus dem Wege geht, auch nicht mit irgendwelchen unzeitgemäßen religiös-patriarchalischen “Autoritäten”.

        • Zum Jungfräulichkeitswahn will wohl niemand von der Fraktion der Gender Studies nebst Gender Mainstreaming was sagen, stimmt’s?
          Aber den Wahn gibt’s, wie auch der öffentl.-rechtl. Rundfunk feststellt:
          https://www.rbb-online.de/kontraste/ueber_den_tag_hinaus/migration_integration/unberuehrt_in_die_ehe.html
          Es gibt mittlerweile Frauenärzte, die sich auf die Wiederherstellung der Jungfräulichkeit spezialisiert haben (ein völlig sinnloser chirurgischer Eingriff), aber dazu hört man nichts aus der Ecke der Gender-Aktivistinnen. Eigentlich sollte man meinen, dass fast jede Frau dagegen opponieren müsste.

          • Stimmt, diese Patientinnen mit türkischer Abstammung habe ich auch schon kennen gelernt. Die Frauen sollen im Islam die Familienehre hochhalten,dürfen keine vorehelichen sexuellen Kontakte haben, während die jungen Männer sich ihre Erfahrungen bei anderen Frauen vorehelich holen, ohne eine jemals dafür moralisch belangt zu werden.
            Und so unterwerfen sich diese jungen Frauen dem Wahn der “unbefleckten” Heirat.
            Wo sind die Gender-Anhänger und wann beziehen diese kritisch Stellung zu diesen archaisch anmutenden Sozialstrukturen und Denkweisen , die eindeutig unserem aufgeklärten Denken widerstreben.
            Und es handelt sich nicht um Ausnahmen,sondern in Besorgnis erregender Weise um den Normalfall.

          • @Ignaz Wrobel
            “Wo sind die Gender-Anhänger und wann beziehen diese kritisch Stellung zu diesen archaisch anmutenden Sozialstrukturen und Denkweisen , die eindeutig unserem aufgeklärten Denken widerstreben.”

            Die sind auf einer Demo und schreien “Allahu akbar”.
            https://www.youtube.com/watch?v=H4v9Fr9EYmQ

            Jetzt mal Futter bei die Fische, das war doch eine rein rhetorische Frage, oder? Von diesen Verrückten wird es nie ernsthaft eine Antwort geben.

        • Wo liegt bei diesen Pseudoforschungen ein anderer gesellschaftlicher Nutzen, als der , dem “Genderforscher” ein angenehmes Auskommen auf Kosten der Allgemeinheit zu sichern.

          • @Ignaz Wrobel
            Ach wenn es doch nur das Auskommen wäre… Dieser Irrsinn ist Gift, der toxisch für die Gesellschaft wirkt oder wie Milo Yiannopoulos treffend zusammenfasste: “Feminism is cancer”.

    • Da haben Sie sich natürlich eine der absurdesten Forderungen herausgesucht, aber ich denke, es ist nicht sinnvoll einen ganzen Wissenschaftsbereich aufgrund einiger weniger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beziehungsweise Forderungen, die auf Ergebnisse dieses Bereichs zurückgeführt werden, zu verurteilen.

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