Epidemiologen fordern weitere Verbesserung der Impfquoten

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MAINZ. Immer mehr junge Erwachsene weisen dem Robert-Koch-Institut zufolge keinen ausreichenden Impfschutz gegen Masern auf.

In Rheinland-Pfalz und im Saarland sind zu wenige Kinder gegen Masern geimpft. Die Krankheit sei aber hoch ansteckend und in manchen Fällen könnten lebensbedrohliche Komplikationen wie Lungen- und Hirnentzündungen auftreten, teilte die Techniker Krankenkasse im Saarland mit. Laut einer aktuellen Studie des Berliner Robert-Koch-Instituts (RKI) haben bei der Einschulung in diesen beiden Ländern jeweils etwa 93 Prozent der Kinder einen ausreichenden Schutz. Damit liegen sie unter der von der Weltgesundheitsorganisation WHO vorgegebenen Impfquote von 95 Prozent.

Impfung
Das Robert-Koch-Institut weist nachdrücklich auf die Umsetzung der Impf-Empfehlungen hin. Foto: CFalk / pixelio.de
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Laut RKI erfolge insbesondere die zweite Masern-Mumps-Röteln-Impfung häufig nicht rechtzeitig (also spätestens im 23. Lebensmonat). Hinzu komme, dass immer mehr junge Erwachsene überhaupt keine Masern-Immunität aufwiesen.

Im Bundesdurchschnitt lag diese Quote bei 92,1 Prozent. Das RKI hatte bundesweit die Daten von Kindern ausgewertet, die im Jahr 2011 zu Schuleingangsuntersuchungen kamen. Etwa 35 000 Kinder stammten aus Rheinland-Pfalz und über 8000 Schulanfänger aus dem Saarland. (dpa)

(26.04.2013)

Epidemiologisches Bulletin (RKI)

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