Hessen-CDU will an Hauptschulabschluss festhalten

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WIESBADEN. Hessens CDU-Landtagsfraktionschef Michael Boddenberg will nicht am Hauptschulabschluss rütteln. Obwohl es nur noch vier reine Hauptschulen im Land gebe, bestünden noch verbundene Haupt- und Realschulen sowie andere kooperative Modelle, sagte Boddenberg in einem Interview der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung» (FAS). Der Hauptschulabschluss stehe für ihn deshalb nicht infrage, müsse aber mit einer Art Qualitätssiegel versehen werden. «Der Unternehmer, bei dem sich ein Hauptschüler bewirbt, muss das Gefühl haben, dass er einen jungen Menschen mit einer gesunden Basis an Bildung vor sich hat.»

Für Boddenberg ist das Abitur, das derzeit immer mehr Schüler anstreben, nicht für jeden die beste Lösung. Mehr als ein Viertel der Studenten breche das Studium vorzeitig ab. «Wir müssen das Bewusstsein dafür schärfen, dass es eine erfüllende Berufswahl auch jenseits von Gymnasium und Hochschulstudium gibt», sagte Boddenberg dem Blatt. Schon während der Grundschulzeit bräuchten Kinder und Eltern mehr Informationen über die unterschiedlichen Wege in Schullaufbahn und Berufsleben. Wer die Meisterprüfung ablege, könne seit 2005 in Hessen auch studieren. dpa

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