Streit ums G8: Runder Tisch soll nach den Herbstferien entscheiden, ob sein Votum für Verbesserungen noch gilt – oder ob G9 zurückkommt

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KÖLN. Nordrhein-Westfalens Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) will nach den Herbstferien mit Eltern und Lehrern über die zunehmende Kritik am «Turbo-Abitur» beraten. Am Runden Tisch solle besprochen werden, ob das Votum für Verbesserungen an G8 Bestand habe, «oder ob der gesamte Prozess abgebrochen und ein anderer Weg eingeschlagen werden soll», sagte Löhrmann dem «Kölner Stadt-Anzeiger» (Dienstag). Einen Termin gebe es noch nicht, sagte eine Ministeriumssprecherin. Die Herbstferien enden am 23. Oktober.

Prozess abbrechen? Nordrhein-Westfalens Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne). Foto: Bündnis 90/Die Grünen / Wikimedia Commons (CC BY-SA 2.0)
Prozess abbrechen? Nordrhein-Westfalens Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne). Foto: Bündnis 90/Die Grünen / Wikimedia Commons (CC BY-SA 2.0)

Unter anderem die Landeselternschaft der Gymnasien fordert eine Rückkehr zum Abitur nach neun Jahren am Gymnasium. Der Landesvorsitzende des Philologenverbands, Peter Silbernagel, hatte dagegen in der «WAZ» gewarnt, eine neuerliche Reform werde zu «einem Aufschrei der Lehrer» führen. Das Thema «Turbo-Abitur» ist auch Thema beim SPD-Landesparteitag am 24. September in Bochum.

Die Gymnasien hätten viel Arbeit in die Verbesserung des G8 gesteckt, sagte Löhrmann. Von dort höre sie immer wieder: «Wir sind froh, dass endlich mal Ruhe eingekehrt ist.» Das ständige Hin und Her mache Schule nicht besser. Die G9-Befürworter müssten wissen: «Das alte G9 kann es nicht geben.» dpa

Zum Bericht: Streit um Turbo-Abi in NRW schwelt weiter – Kraft: “Es ist leidig, ständig Strukturdebatten zu führen”

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sinus45
5 Jahre zuvor

1) Doch, es gibt schon einen Termin. Und zwar den 25.10.2016. Das sollte Frau Löhrmann eigentlich wissen, schließlich hat sie die Einladung unterschrieben.

2) Ja, den Aufschrei der Lehrer wegen G9 kenne ich: „Endlich!“

3) Die Ruhe betrifft nur die organisatorische Seite des G8. Die haben die Schulen im Griff. Die pädagogische Seite ist eine Katastrophe.

4) „Das alte G9“ – wieder so ein Nichtbegriff. Natürlich können Komponenten des „alten“ G9 wieder eingeführt werden: Kein Nachmittagsunterricht in der SekI, 2. Fremdsprache erst ab Klasse 7, Profilklassen für die ca. 20%, die das Gymnasium in 8 Jahren schaffen wollen. Das ist alles kein Problem. Dass das G9 von 1990 nicht eingeführt werden kann ist jedoch so ziemlich jedem klar.

Wolfgang Kuert
5 Jahre zuvor

Am 20.09.2016 findet auf Einladung der NRW-Gymnasialeltern in Dortmund eine öffentliche Veranstaltung mit hochkarätigen Referenten zum Thema G9 statt. Die Einladung finden Sie unter

http://www.le-gymnasien-nrw.de/index.php?id=58&tx_news_pi1%5Bnews%5D=150&tx_news_pi1%5Bday%5D=14&tx_news_pi1%5Bmonth%5D=9&tx_news_pi1%5Byear%5D=2016&cHash=90856b62f979334df90e83dd1455332f