Linke fordert: Schluss mit „Tohuwabohu“ bei Empfehlungen nach 4. Klasse

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SCHWERIN. Die Linke fordert einheitliche Zugangsbedingungen für Gymnasien in Mecklenburg-Vorpommern, rennt damit nach Angaben des Bildungsministeriums in Schwerin aber offene Türen ein. Die Forderung sei in der Inklusionsstrategie des Landes bereits enthalten, an deren Erarbeitung auch die Linke beteiligt gewesen sei. Die Umsetzung verbindlicher Standards für Schullaufbahnempfehlungen solle im Zuge der anstehenden Schulgesetz-Novelle erfolgen, erklärte Ministeriumssprecher Henning Lipski in Schwerin.

Welche Schulform ist die richtige? Foto: Shutterstock

Er reagierte damit auf eine Mitteilung von Linksfraktionschefin Simone Oldenburg. Darin hatte die Oppositionspolitikerin verbindliche Vorgaben zum Notendurchschnitt von mindestens 2,5 für den Zugang zum Gymnasium verlangt. Bislang herrsche ein „Tohuwabohu“, beklagte sie. So legten einige Schulen bei ihren Schullaufbahnempfehlungen einen Notendurchschnitt von 2,0 für den Abiturgang zugrunde, andere von 2,5 und wieder andere nähmen den Durchschnitt nur der Hauptfächer.

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Anlass für die neuerliche Forderung nach einheitlichen Kriterien war die Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linken. Daraus geht hervor, dass sich an Gymnasien die Zahl der Schüler, die eine Jahrgangsstufe wiederholten, wieder erhöhte. Während im Schuljahr 2015/2016 von Klasse 8 bis Klasse 12 genau 662 Schüler ein Jahr wiederholten, was 2,5 Prozent entsprach, seien es im Folgeschuljahr mit 776 Schülern 3,0 Prozent gewesen. Laut Oldenburg hat ein Drittel der Schüler, die regulär mit Klasse 7 auf das Gymnasium wechseln, keine Empfehlung für diesen Bildungsgang. Am Elternwillen zur Schullaufbahn der Kinder will die Linke aber nicht rütteln. dpa

 

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