Der Protest wirkt: Hamburg stoppt Lehrerentlassungen über die Sommerferien

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HAMBURG. Same procedure as every year: Jedes Jahr setzen einige Bundesländer während der Sommerferien tausende Vertretungslehrer auf die Straße – jedes Jahr sorgt das für Empörung. Hamburg will nun von der Praxis abrücken, Lehrer mit befristeten Verträgen nach Schuljahresende in die Arbeitslosigkeit zu entlassen und sie nach den Ferien wieder einzustellen. Bildungssenator Ties Rabe (SPD) habe die entsprechende Richtlinie geändert, teilte die Schulbehörde am Donnerstag mit.

Den Weg müssen befristet eingestellte Lehrkräfte in Hamburg während der Sommerferien künftig nicht mehr gehen. Foto: Timo Klostermeier / pixelio.de

Wenn befristete Arbeitsverträge für Vertretungslehrer zur Vermeidung von Unterrichtsausfall unumgänglich seien, sollten die Schulen künftig die Möglichkeit nutzen, längerfristige Beschäftigungen auch unter Einbeziehung der Sommerferien abzuschließen. So sei eine Arbeitslosmeldung für diese Zeit nicht mehr nötig. Die Schulen sollten befristet eingestellte Lehrer auch über die Sommerferien hinaus beschäftigen, wo immer dies rechtlich möglich sei, sagte Rabe.

Hamburg habe nicht die Absicht, mit Befristungen Geld zu sparen. Hintergrund von Befristungen sei immer eine Vertretungssituation wie zum Beispiel Krankheit oder Elternzeit. Sachgrundlose Befristungen würden nur in absoluten Ausnahmefällen geschlossen. Im gerade beendeten Schuljahr gab es laut Schulbehörde bei über 20.000 Lehrern an Hamburgs staatlichen Schulen 590 Verträge, die zwischen dem 28. und 31. August 2017 begonnen haben und zwischen dem 2. und 31. Juli 2018 enden. Die Schulleitungen seien bereits schriftlich über die neue Regelung informiert worden. Wehrmutstropfen: Bestehende befristete Verträge sind davon nicht betroffen. dpa

Arbeitslosigkeit von Lehrern über die Ferien – Meidinger: Lehrkräfte werden zu Manövriermasse

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sofawolf
3 Jahre zuvor

Zitat: „HAMBURG. Same procedure as every year: Jedes Jahr setzen einige Bundesländer während der Sommerferien tausende Vertretungslehrer auf die Straße – jedes Jahr sorgt das für Empörung.“

Und warum der Anfang auf Englisch? Welchen Zugewinn hat das? Wer hätte es sonst nicht verstanden?

Und warum nicht auf Spanisch, Russisch oder Chinesisch?
Will man sich hier als „Trump-Fans outen“?

(Preisfrage: Wie hättest du „outen“ auf Deutsch gesagt? Weißt du’s noch oder kommste da schon ins Grübeln?) 🙂

Joana
3 Jahre zuvor
Antwortet  sofawolf

Sie verstehen die damit getätigte Anspielung auf den Klassiker „Dinner for one“ wohl nicht, sonst wäre ihr Kommentar gar nicht zustande gekommen. 🙂

sofawolf
3 Jahre zuvor
Antwortet  Joana

Nein, habe ich nicht verstanden. Ich schaue mir das nie an.

unverzagte
3 Jahre zuvor

@ sofawolf outen sie hier ihre allergie auf den brexit?

sofawolf
3 Jahre zuvor
Antwortet  unverzagte

Ob ich den Brexit ablehne? Mir ist der Brexit ziemlich egal. Sollen drinbleiben, wenn sie wollen oder nicht, wenn sie nicht wollen, sollen vor allem nicht so „rumeiern“. Erst mit Ja stimmen und dann jammern.

Ansonsten bin ich aber grundsätzlich pro EU.

E. S.
3 Jahre zuvor
Antwortet  sofawolf

Und noch etwas Englisch, sofawolf: Don’t fed the troll!

E. S.
3 Jahre zuvor
Antwortet  sofawolf

Korrektur: „feed“

sofawolf
3 Jahre zuvor
Antwortet  E. S.

Ja, ja …………. Troll sagt ausgerechnet die, die hier bisher noch nie in Erscheinung getreten und plötzlich unter irgendeinem Stein hervorgekrochen ist.

Sehr überzeugend. 😀
(Verstehen Sie das eigentlich oder brauchen Sie es auf Englisch?)

E. S.
3 Jahre zuvor
Antwortet  E. S.

@ sofawolf
Ich habe mich missverständlich ausgedrückt, sofawolf. Nicht Sie waren mit „troll“ gemeint.

sofawolf
3 Jahre zuvor
Antwortet  E. S.

Ok, dann stecke ich die Giftpfeile zurück in den Köcher. 🙂

(Kennen die Englischexperten hier noch den Begriff Köcher?)

mississippi
3 Jahre zuvor

🙂

sofawolf
3 Jahre zuvor
Antwortet  mississippi

Komisch, wenn es um Trolls, Zweitprofile und Denunziationen (angeblich falsche Lehrer) geht, ist die missis. gleich wieder dicke da (ist ja auch die Urheberin all solcher Verdächtigungen).

Jetzt fehlt nur noch der weinerliche Hilferuf an die Redaktion.