Gymnasiasten beerdigen Schulskelett – würdig mit Gottesdienst

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DÜSSELDORF. Schüler eines Düsseldorfer Gymnasiums haben auf dem Nordfriedhof feierlich ihr Schulskelett zu Grabe getragen. «Das Skelett war Anfang der 1970er Jahre für die naturwissenschaftliche Sammlung angeschafft worden», sagte die stellvertretende Schulleiterin Sabine Husemeyer am Mittwoch im Gespräch.

Wie viele echte Skelette noch in Schulsammlungen lagern, weiß niemand. Foto: pxhere

Die Knochen einer anonymen Körperspenderin waren jahrzehntelang im Unterricht eingesetzt worden. Das Skelett stammt von einer Frau aus Asien, vermutlich aus Indien, wie eine DNA-Analyse ergeben hatte. Das sei für die damalige Zeit nicht ungewöhnlich gewesen. «Heute klingt das sehr makaber, aber damals haben die Hersteller Skelette asiatischer Menschen verwendet, weil sie kleiner waren und deswegen besser unterzubringen», sagte Husemeyer.

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Schüler malten Symbole der Weltreligionen auf den Karton

Der Name der Toten ist unbekannt, entsprechend auch das Grab anonym. Die Knochen seien in dem weißen Pappkarton beerdigt worden, in dem sie von der DNA-Analyse an der Düsseldorfer Universität zurückgekommen seien. Die Schüler hätten noch Symbole der verschiedenen Weltreligionen auf den Karton gemalt, weil ja unklar sei, welcher Religion die Tote angehört habe.

Als feststand, dass das defekte Skelett aus der Sammlung der Schule ausgemustert wird, sei schnell klar gewesen, dass es ordnungsgemäß bestattet werden müsse. Etwa 30 bis 40 Schüler hätten an der Zeremonie teilgenommen. Der Schulpfarrer habe den Abschiedsgottesdienst gestaltet. «Es war eine skurrile, aber trotzdem sehr würdige Veranstaltung», sagte Husemeyer. Im Unterricht wird seit einiger Zeit ein künstliches Skelett verwendet. dpa

Akt der Pietät: Schüler veranlassen Beerdigung für ihr Schulskelett

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