Regelschullehrer bekommen künftig gleiches Gehalt wie Gymnasiallehrer

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ERFURT. Lehrer an Regelschulen in Thüringen verdienen künftig genauso viel wie ihre Kollegen an Gymnasien. Ein entsprechendes Gesetz verabschiedeten die Abgeordneten am Donnerstag im Thüringer Landtag. Zur Anhebung der Gehälter gab es auch Zustimmung aus der Opposition. Die CDU-Fraktion kritisierte aber, dass die Erhöhung zu spät kommt. Sie sei «längst überfällig». «Diese Anpassung ist an anderen Bundesländern längst geschehen», sagte der CDU-Abgeordnete Maik Kowalleck. Am Ende stimmte auch die CDU-Fraktion für den Gesetzentwurf.

Regelschullehrer können sich freuen – sie werden Gymnasiallehrern finanziell gleichgerstellt. Illustration: Shutterstock

Die AfD-Bildungspolitikerin Wiebke Muhsal monierte, dass mit dem Gesetz Regelschullehrer ihren Kollegen an den Gymnasien gleichgestellt werden. «Gymnasiallehrer haben eine andere Ausbildung, sie erledigen andere Aufgaben», sagte Muhsal.

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Mit dem Gesetz sollen Regelschullehrer künftig nach der Besoldungsstufe A13 bezahlt werden. Für einen verbeamteten Regelschullehrer bedeutet das ein Brutto-Einstiegsgehalt von 4079 Euro.

Die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Thüringen begrüßte den Schritt. «Es gab und gibt keine sachlichen Gründe, Lehrkräfte der Sekundarstufe I schlechter zu bezahlen. Im Lernprozess der Schüler leisten sie gleichwertige Arbeit», erklärte die Thüringer GEW-Chefin Kathrin Vitzthum. In der Regelschule wurden 1991 in Thüringen Haupt- und Realschule zusammengeführt. News4teachers / mit Material der dpa

Holter erteilt einheitlicher Bezahlung von Lehrern Absage – vorerst jedenfalls

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