Die meisten Schüler kommen klimafreundlich zur Schule

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HAMBURG. Mehr als die Hälfte aller Schüler kommt laut einer Umfrage zu Fuß oder mit dem Rad zur Schule. Nur etwa jeder sechste wird im „Elterntaxi“ gebracht, doch das stellt offenbar für alle ein Problem dar.

In den ersten Bundesländern sind die Sommerferien bereits beendet. Viele Eltern machen sich Gedanken darüber, wie ihre Kinder sicher zur Schule gelangen können. Laut einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstituts YouGov im Auftrag des Ökostromanbieters LichtBlick, schicken 42 Prozent der Eltern ihre Kinder mit öffentlichen Verkehrsmitteln (Bus, Bahn oder U-Bahn) zur Schule – 35 Prozent gaben an, dass ihre Kinder zu Fuß zur Schule kommen, 17 Prozent nutzen das Fahrrad.

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Auch wenn es an vielen Schulen morgens fast wie am Taxistand aussieht: Nur die wenigsten Schüler fahren im elterlichen Auto vor. Foto: Fabian Börner / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

Mit dem “Elterntaxi”, bringen 17 Prozent der Eltern ihre Kinder zum Unterricht, für Gero Lücking könnten es noch weniger sein: “Das klimaschädliche Auto darf nur eine Rückfalloption sein. Auch im ländlichen Raum muss der öffentliche Nahverkehr ausgebaut werden”, so LichtBlick-Energiewirtschaftsgeschäftsführer.

In Puncto Schulwegsicherheit äußerten die Eltern konkrete Erwartungen an Städte und Gemeinden: Fast jeder zweite Befragte (48 Prozent) wünschte sich einen sicheren und besser ausgebauten Fuß- und Fahrradweg. 36 Prozent plädierten für ein besseres Angebot im öffentlichen Nahverkehr. Auch hier spielte die Problematik der Elterntaxis eine wichtige Rolle: Fast jeder Dritte (32 Prozent) forderte strengere Kontrollen von Halteverbotszonen direkt von den Schulen.

Für die Umfrage wurden zwischen dem 29. Juli und 1. August 2019 532 Eltern befragt. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für Familien mit Kindern unter 18 Jahre. (ots)

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4 KOMMENTARE

  1. Interessant, wie eine Selbstverständlichkeit und Notwendigkeit mit dem Klima in Verbindung gebracht wird. Das Ergebnis wäre nicht anders, wenn die Busse die übelsten Dreckschleudern wären.

  2. Der Trend zu immer mehr Individualverkehr ist schon bedenklich. Wo anders als in Schule und Kindergarten soll die Gesellschaft didaktisch gegensteuern? Problematisch ist aus meiner Sicht vor allem, dass den Kindern immer mehr Verantwortung und Selbstständigkeit abhanden kommt. Die Servicementalität wird dann auch an alles andere Schulische herangetragen. Gemeinsame Bus- und Fahrradfahrten kitten das soziale Gefüge, schaffen Verbindung.

    • Ganz einfach, die Gesellschaft lässt nicht nur Bundeswehrsoldaten (m/w/d) ohne Eigenzahlungen ins Wochenende fahren sondern lässt Schüler (m/w/d) kostenfrei auch in ihrer Freizeit fahren.

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