Schüler stellen Video online: Schule ist seit anderthalb Jahren eine Baustelle

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HANNOVER. Ein Video, von Schülern in der Schule aufgenommen und auf Youtube veröffentlicht, sorgt für Wirbel. Zu sehen sind unverputzte Wände, ungeschützte Kabel. Baustaub rieselt auf Tische und Stühle. Die Schule ist eine offene Baustelle. Seit offenbar gut anderthalb Jahren. In dem Film ist auch der Schulsozialarbeiter zu sehen – und das hat nach Medienberichten für Ärger gesorgt.

Der Schulleitung, die von dem Aufritt offenbar nichts wusste, soll daraufhin der Kragen geplatzt sein. Sie drängte angeblich darauf, dass der Sozialarbeiter nach 16 Jahren das Kollegium verlassen soll. Die Eltern von Schülern, die eine spontane Solidaritätsdemonstration organisierten, bekamen Briefe nach Hause, in denen weitere Disziplinarmaßnahmen angedroht wurden.

Kultusministerium: Das Anliegen der Schüler ist nachvollziehbar

Die „Bild“-Zeitung  schaltete sich ein – und fragte im niedersächsischen Kultusministerium nach. Ein Sprecher erklärte gegenüber dem Blatt: „Das im Video dargestellte Anliegen, nicht länger auf einer Baustelle beschult zu werden, ist total nachvollziehbar und legitim.“ Auch eine Zwangsversetzung des Sozialarbeiters werde es nicht geben. Ein Mediator soll jetzt an der Schule vermitteln. Und: Der Schulträger hat reagiert – und versichert, dass die Arbeiten jetzt zügig fertiggestellt würden. Damit haben die Schüler schon mal eine Lektion gelernt: Öffentlicher Druck kann helfen! News4teachers

 

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