Physiklehrer bringt Schüler im Unterricht mit Hochfrequenzsignal zur Ruhe

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HAMBURG. Mit einer App, die Hochfrequenzsignale erzeugt, hat ein Physiklehrer in Hamburg-Ohlstedt laute Schüler zur Ruhe gemahnt. Der Lehrer habe eine von der Universität Aachen entwickelte Handy-App eingesetzt, mit der man Töne in unterschiedlichsten Frequenzen erzeugen könne, erklärte ein Sprecher der Hamburger Schulbehörde.

Hohe Frequenzen werden von Jugendlichen gehört, ältere Menschen hören sie aber nicht mehr. Foto: Mick Lissone / www.publicdomainpictures.net / CC0 Public Domain

Die Leitung des Gymnasiums habe kurz vor Weihnachten 2018 über Elternbeschwerden von dem Vorgehen des Lehrers erfahren. Sie habe dem Pädagogen den Einsatz der App untersagt. Der Vertrag des befristet angestellten Lehrers sei kurz darauf geendet und auch nicht verlängert worden. Hohe Frequenzen werden von Jugendlichen gehört, ältere Menschen hören sie aber nicht mehr.

Der Lehrer musste sich bei seinen Schülern entschuldigen

Dass die Hochfrequenztöne die Schüler belasten würden, sei ihm nicht aufgefallen. Er habe das Signal wie eine Art von Klingel einsetzen wollen. Der Lehrer habe sich bei den Schülern entschuldigen müssen. Die Schule unterstelle ihm ein Versehen, aber keine Absicht der Disziplinierung, sagte der Behördensprecher.

Nach Informationen der Hamburger «Bild»-Zeitung hatte der 49-Jährige die App auch benutzt, als ein Polizist zum Präventionsunterricht kam. Der Beamte erstattete Strafanzeige, die Staatsanwaltschaft habe das Verfahren jedoch wegen Geringfügigkeit eingestellt. dpa

Der Beitrag wird auch auf der Facebook-Seite von News4teachers kommentiert.

Zwei Leser diskutieren auf der Facebook-Seite von News4teachers das Thema Unterrichtsstörungen:

Schüler dürfen nicht machen, was sie wollen: Disziplin, bitte! Ehrenrettung für einen in der Pädagogik verpönten Begriff

 

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