Schülerzahl in Hamburg steigt weiter: Rekordhoch in 1. Klassen

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HAMBURG. Die Zahl der Schülerinnen und Schüler in Hamburg steigt weiter. Wie aus der aktuellen Schuljahresjahrestatistik hervorgeht, ist die Schülerzahl an den allgemeinbildenden Schulen in Hamburg im Vergleich zum Vorjahr um 2332 auf knapp 200.000 gestiegen, das sind rund 20.000 Schülerinnen und Schüler mehr als vor zehn Jahren.

Boomtown Hamburg: Die Einwohnerzahl wächst – und mit ihr die Schülerzahl. Foto: clearlens-images / pixelio.de

Besonders stark wachsen laut Statistik die Eingangklassen an der Grundschule. «Es ist der höchste Zuwachs in der ersten Klasse, den wir in den letzten 20 Jahren hatten», sagte Schulsenator Ties Rabe (SPD) bei der Vorstellung am Dienstag. Dank der Schulbauoffensive sei es gelungen, den Anstieg der Schülerzahlen gut aufzunehmen. Mehr als drei Milliarden Euro habe der Senat seit 2011 dafür investiert. Die wachsende Schülerzahl sei ein «Kraftakt», den man nicht unterschätzen dürfe.

Auch die Zahl der Lehrerinnen und Lehrer ist laut Statistik deutlich angestiegen. Im vergangenen Jahr sind demnach rund 300 zusätzliche Pädagoginnen und Pädagogen eingestellt worden, damit hat sich die Gesamtzahl auf 18 425 erhöht. Im Zehn-Jahresvergleich hat sich die Lehrerzahl in Hamburg damit laut Behörde um rund 30 Prozent erhöht.

Für das laufenden Schuljahr hat es erstmals mehr Anmeldungen an den Stadtteilschulen als an Gymnasien gegeben: 50,4 Prozent der Schülerinnen und Schüler in Jahrgangstufe 5 haben zum Schuljahr 2019/2020 eine Stadtteilschule gewählt, wo das Abitur nach 13 Schuljahren erlangt werden kann, 49,6 Prozent gingen auf ein Gymnasium, wo die Schüler und Schülerinnen nach 12 Jahren Abitur machen können. «Ich freue mich, dass die Stadtteilschule inzwischen eine hohe Akzeptanz in Hamburg hat. Stadtteilschule und Gymnasium sind zwei gleichwertige Schulformen, die hervorragende Bildungschancen bieten. Das hat sich mittlerweile herumgesprochen», sagte Rabe.

Gesunken sind laut Statistik hingegen die Schülerzahlen an Privatschulen. Ursache sei unter anderem die Schließung einiger katholischen Privatschulen. Die Zahl der Abiturientinnen und Abiturienten sei relativ gleichbleibend, aber auf einem hohen Niveau: Mit 53,4 Prozent haben die meisten Schulabgänger Abitur gemacht. Rund 5,9 Prozent der machten keinen Schulabschluss, viele davon holen ihren Abschluss aber später nach. Deutlich ansteigende Anfängerzahlen gibt es laut Statistik insbesondere in der Ausbildung von Erziehern und Pflegeberufe. dpa

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4 KOMMENTARE

  1. „Ich freue mich, dass die Stadtteilschule inzwischen eine hohe Akzeptanz in Hamburg hat. Stadtteilschule und Gymnasium sind zwei gleichwertige Schulformen, die hervorragende Bildungschancen bieten.“

    Eher wird es so sein, dass die Gymnasien keine Kapazitäten mehr haben – Die Schülerzahlen steigen in HH konstant, der Raum aber nicht im gleichen Maße.

    Ubd nein, das Gymnasium und die Stadtteilschule sind spätestens nach der Beobachtungsstufe nicht mehr gleichwertig. Was sich in den unterschiedlichen Zeiten (G8 / G9 ausdrückt), auch wenn die ewig gleichmachende Hamburger SPD den Gymnasien die Berufsbildung in die Bildungspläne diktiert hat und damit die Büchse der Pandora bereits geöffnet hat.

  2. Anstatt den Fokus vorwurfsvoll auf die Herkunft anwesender Kinder zu lenken, sollten Sie Kolleginnen, die aktiv am nötigen Schulentwicklungsplan mitarbeiten, dankbar sein. Ihre vorwurfsvolle Frage ist schlicht unangemessen.

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