Rabe: Jeder Schüler sollte zumindest mal einen Tag pro Woche in die Schule

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HAMBURG. Ab Montag dürfen Schüler, die vor Prüfungen stehen, auch in Hamburg wieder in die Schule. Schulsenator Ties Rabe sieht die Schulen gut vorbereitet. Er hofft, dass bald auch andere Klassenstufen folgen können.

Öffnet morgen den Schulbetrieb in der Hansestadt zumindest teilweise: Ties Rabe ist Hamburger Bildungssenator und Sprecher der SPD-geführten Kultusministerien in Deutschland. Foto: Senatskanzlei Hamburg / Michael Zapf

Schulsenator Ties Rabe (SPD) will Hamburgs Schulen behutsam wieder öffnen. «Meine Sorge ist schon, dass wir viele Schülerinnen und Schüler zuhause überfordern», sagte Rabe em Sender NDR 90,3. «Und dass wir auch nicht verlangen können von Eltern, dass sie jetzt alle plötzlich zum Chemielehrer oder zur Französischlehrerin geworden sind, die das alles begleiten können.» Er sei schon angetan davon, wie engagiert sich Hamburgs Eltern dieser Aufgabe stellen und wie Lehrer und Schüler offen mit den neuen Techniken umgehen. «Aber machen wir uns nichts vor: Das alles zusammen ist zwar ein großer Schritt, aber es wird das Lernen in einem Klassenverbund nicht ersetzen.»

Schulbetrieb wird ab Montag wieder hochgefahren

Daher müsse man jetzt die Daumen drücken, dass die Krankheit nicht weiter eskaliert, «sondern wir die Chance haben, Schritt für Schritt auch andere Klassenstufen wieder in die Schule zu lassen». Sein Wunsch wäre es, dass nicht nur die Schüler der Abschlussklassen, sondern zumindest einen Tag in der Woche auch die anderen Schüler demnächst wieder an die Schule gehen können.

Der Schulbetrieb in Hamburg wird ab Montag (27. April) langsam wieder hochgefahren. Damit folgt Hamburg dem Beschluss der Ministerpräsidenten und der Bundeskanzlerin, zunächst die Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen auf ihren Schulabschluss vorzubereiten. Ab dem 4. Mai sollen die 4. Klassen der Grundschulen, die 6. Klassen der Gymnasien sowie die Oberstufen von Stadtteilschule und Gymnasium folgen. Die Klassen werden in kleinere Lerngruppen aufgeteilt, die einen reduzierten Unterricht bekommen, der durch Fernunterricht zu Hause ergänzt wird.

Maskenpflicht gibt es für die Schüler nicht

Hamburg ist laut Schulsenator Ties Rabe gut auf die Öffnung der Schulen vorbereitet. «Ich habe schon den Eindruck, im Moment läuft das recht anständig», sagte Rabe mit Blick auf die Abiturprüfungen, die bereits in dieser Woche begonnen haben. Eine Maskenpflicht gibt es für Schüler nicht, das Tragen von Masken werde lediglich für den Schulweg und die Pausen empfohlen. «Wenn wir jetzt in den Schulen die Klassen halbieren und dann in einem Klassenraum zehn, elf Schüler sitzen, dann ist der Abstand so groß, dass die Maske hier nicht notwendig ist», sagte Rabe.

Für Kinder, die zu Hause keinen Laptop oder Zugang zum Internet haben, hofft Rabe bis zum Ende der Sommerferien 10.000 bis 15.000 Laptops zur Verfügung zu stellen. «Die Schritte sind eingeleitet», sagte Rabe. «Das Geld liegt schon in der Schulkasse.» Außerdem habe Hamburg die Schulen für die Kinder geöffnet, die zuhause keine Möglichkeiten haben, sich gut auf den Unterricht vorzubereiten. «Diese Kinder dürfen im Ausnahmefall auch an die Schulen kommen, um dort besser lernen zu können.» Das sei eine besondere Regelung, die jetzt auch verstärkt von den Schülern nachgefragt werde. dpa

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