Coronavirus: Erstes Bundesland bietet Lehrern an, sich testen zu lassen

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DRESDEN. Sachsen ermöglicht allen Lehrerinnen und Lehrern, die bereits wieder an öffentlichen Schulen und an Schulen in freier Trägerschaft tätig sind, einen freiwilligen Test auf das Coronavirus. Die Kosten übernimmt das Land, soweit die Gesetzlichen Krankenkassen nicht dafür aufkommen. Die Tests können beim Hausarzt erfolgen. Hinweise zum Antragsverfahren werden die Lehrkräfte in Kürze erhalten. Die Tests sollen ab dem 1. Juni angeboten werden.

Sachsen ist das erste Bundesland, das seinen Lehrkräften Corona-Tests anbietet. Foto: Shutterstock

Mit den freiwilligen Tests können auch infizierte Patientinnen und Patienten erfasst werden, die zwar keine Krankheitssymptome aufweisen, aber das Virus bereits übertragen können, so heißt es beim sächsischen Kultusministerium. „Eine frühe Diagnose ist wiederum eine wichtige Voraussetzung für eine optimale medizinische Betreuung der Betroffenen. Zudem ist diese Maßnahme auch für die Durchbrechung von Infektionsketten an den Schulen von Bedeutung. Perspektivisch wird daran gedacht, das Angebot der freiwilligen Tests auch auf den Bereich der Kindertageseinrichtungen zu erweitern.“

Abstriche aus dem Mund-, Nasen- oder Rachenraum

Der Nachweis für eine Infektion mit dem Coronavirus läuft über Abstriche aus dem Mund-, Nasen- oder Rachenraum, wie das WDR-Wissenschaftsmagazin „Quarks“ berichtet. Der Abstrich könne Erbgut des Virus enthalten. In für die entsprechenden Verfahren geprüften Laboren werde das virale Erbgut durch einen empfindlichen molekularen Test nachgewiesen. Der vollständige und komplizierte Name lautet “Real-time Reverse Transkriptase Polymerase-Kettenreaktion” (englisch abgekürzt RT-PCR).

Das Gerät vervielfältige das wenige genetische Material der Probe in mehreren Zyklen. Durch den Einsatz fluoreszierender Stoffe sehe man, ob die gesuchten Gensequenzen des Virus vorliegen – oder eben nicht.

Studien an ausgewählten Schulen geplant

Parallel zu den freiwilligen Tests planen die Universität Leipzig sowie die Medizinische Fakultät der TU Dresden und das Universitätsklinikum in Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftsministerium zwei wissenschaftliche Studien an ausgewählten Schulen. Ziel der begleitenden Studien ist es, das Infektionsgeschehen in den Schulen bewerten zu können. Die Durchführung und Finanzierung der Studie stehe allerdings noch unter dem Vorbehalt der Bewilligung der Finanzmittel durch den Haushalts- und Finanzausschuss des Sächsischen Landtages. News4teachers

Hier geht es zu einer Liste von „Quarks“ mit Fragen und Antworten zum Corona-Test.

Kommen die Lockerungen zu früh? Studie beschreibt Corona-Ausbruch an französischer Schule – über 40 % der Schüler und Lehrer infiziert

 

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