Infektion bei einer Mutter: Zwei Schulen vorsorglich für zwei Tage geschlossen

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SATRUP. Die dänische Schule in Satrup und die Nordlichtschule in Süderbrarup (beide in Schleswig-Holstein) bleiben wegen der Corona-Infektion einer Mutter von drei Kindern vorsorglich für zwei Tage geschlossen. Die Infektion sei bei der 30-Jährigen neu nachgewiesen worden, teilte der Kreis am Montag mit. Aufgrund der Kontakte ihrer Kinder werden die beiden Schulen vorsorglich am Dienstag und Mittwoch geschlossen. Seit heute erhalten alle Grundschüler in Schleswig-Holstein wieder eine tägliche Beschulung im Klassenverband – ohne Abstandsregel.

Eine infizierte Mutter – möglicherweise viele Kontakte. Foto: Shutterstock

Es handele sich um keine Quarantänemaßnahme, betonte der zuständige Landrat Wolfgang Buschmann. «Wir klären, ob von den Kindern tatsächlich eine Ansteckungsgefahr ausgegangen ist oder aktuell ausgeht», sagte er. Bis einschließlich 10. Juni lägen voraussichtlich die Ergebnisse der drei Kinder vor. «Um bis dahin das Infektionsrisiko für alle anderen Schülerinnen und Schüler so gering wie nur möglich zu halten, haben wir uns entschieden, die beiden Schulen vorsorglich und zunächst für zwei Tage zu schließen, um weitere Kontakte unbedingt zu vermeiden.»

Ebenfalls werden alle Bewohner der Kinder- und Jugendpflegeheime in Struxdorf, Sörup und Mohrkirch aufgrund der möglichen Kontakte vorsorglich von der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein auf das Coronavirus getestet. Kreisweit gibt es den Angaben zufolge 17 Infizierte. In Quarantäne befinden sich 31 Menschen.

Die Abstandsregel in der Grundschule gilt nicht mehr

Schleswig-Holstein ist nach Sachsen das zweite Bundesland, in dem der 1,50 Meter-Abstand in der Grundschule nicht mehr eingehalten werden muss. Nächste Woche folgen  Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westfalen. Baden-Würrtemberg folgt Ende Juni. Mecklenburg-Vorpommern und Rheinland-Pfalz haben angekündigt, nach den Sommerferien ebenso verfahren zu wollen. dpa

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