Lehrer in Berlin und Hessen können sich kostenlos auf Corona testen lassen

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BERLIN/WIESBADEN. Auf das Coronavirus können sich ab kommender Woche auch symptomfreie Beschäftigte aller Berliner Schulen testen lassen. Seit Ende Juni ist dies bereits für Kita-Beschäftigte möglich. Die Tests sind freiwillig und für die Teilnehmer kostenfrei. Interessierte müssen einen Termin vereinbaren. Auch das Land Hessen plant regelmäßige, freiwillige und kostenlose Corona-Tests für Lehrkräfte.

Lehrer können sich in immer mehr Bundesländern gratis testen lassen. Foto: Shutterstock

«Das Testangebot für symptomfreie Beschäftigte aller Schulen in Berlin, ob staatlich oder in freier Trägerschaft, ist ein weiterer Baustein in unserem Maßnahmenpaket zur Eindämmung der Pandemie», erklärte der Regierende Bürgermeister und Wissenschaftssenator Michael Müller (SPD). «Wir reagieren damit auf die Bedarfe in unseren Bildungseinrichtungen und bauen die Berliner Teststrategie gezielt aus.» Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) unterstrich, der Gesundheitsschutz des gesamten Schulpersonals sowie der Schüler liege ihr sehr am Herzen.

Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) hat nach eigenen Angaben eine Vereinbarung mit dem Land Hessen geschlossen, auf deren Basis die Haus- und Hals-Nasen-Ohren-Ärzte die Lehrer im Land testen sollen. Ziel ist es nach Auskunft der KV, so vielen Lehrkräften wie möglich die Gelegenheit zu geben, sich im Zeitraum vom 10. August bis 1. Oktober mehrfach testen zu lassen. Bislang war lediglich bekannt geworden, dass sich jede hessische Lehrkraft in der letzten Ferienwoche auf eine mögliche Corona-Infektion testen lassen kann. News4teachers / mit Material der dpa

NRW: Schulstart mit freiwilligen Corona-Tests für alle Beschäftigten

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6 KOMMENTARE

  1. Aaaaha! Und wie gehe ich vor? Marschiere ich zum Doc, erkläre ihm, dass ich Lehrerin bin, dass ich mich jetzt testen lassen möchte und er die Rechnung bitte ans „Land Hessen“ schicken möge? Oder ans staatliche Schulamt? Oder …??? …ins Nirwana, … in ein großes schwarzes Loch? Oder was?
    Na,da bin ich gespannt wie DAS funktioniert.vielen

  2. Welche Motivation sollte ein symptomfreier Lehrer haben sich testen zu lassen? Lehrkräfte wollen keine kostenlosen Tests, sondern einen vertretbaren Infektionsschutz, also mind. die Abstandsregeln im Unterricht!

  3. Wenn ich mich als Lehrkraft auf das Virus testen lassen soll, dann findet dieser Test doch wenigstens während der Arbeitszeit statt. Da der AG ja lediglich die Zeit, die mit Schüler*innen im Unterricht gearbeitet wird, als anrechenbare Arbeitszeit anerkennt, müssen wohl oder übel mehr Vertretungen angesetzt werden als gewollt sind.

  4. Testen schützt nicht,
    es sei denn, es würde so engmaschig getestet, dass jede (auch unbemerkte) Infektion so zeitig erkannt wird, dass die Umgebung noch rechtzeitig geschützt werden kann.
    Heute lass ich mich testen und bevor die Diagnose da ist, bin ich angesteckt und habe dann zwei Wochen Zeit, alles in Ruhe zu verbreiten. Beim nächsten freiwilligen Test ist es dann eh zu spät…
    Bei großen, weiterführenden Schulen mit Differenzierung und Fachlehrerprinzip hat die ganze Region die Folgen auszubaden!

    Wenn die Testungen – allerdings nicht freiwillig, sondern flächendeckend – wenigstens einer sinnvollen wissenschaftlichen Begleitung dieses Großversuchs dienen würden… aber nicht einmal davon ist die Rede…

    Sinn macht m.E. nur Abstand plus Masken, wo geboten.
    Alles andere halte ich für veranwortungslos und leichtsinnig.
    Und das sollte schon in den jetzt anstehenden vorbereitenden Konferenzen gelten.
    Bisher gibt es jedoch keine konkreten Infos aus dem Ministerium, die doch rechtzeitig vor Schuljahresbeginn dasein sollten.
    Vielleicht sollte mal jemand die Ministerin aufklären, dass Lehrer lange vor den Schülern mit der Vorbereitung des Schuljahres beginnen!
    Was wird also jetzt vorbereitet – ein medizinischer Großversuch oder weitere Schulschließungen?

    Mich wundert weiterhin, dass es keinen sichtbaren Widerstand der Eltern gibt, deren Kinder zwangsweise an diesem Großversuch teilnehmen sollen.

    • Kanndochnichtwahrsein:genau so ist es. Viele verstehen nicht, dass sie sich nicht freitesten können.
      Was ich ebenfalls unglaublich finde ist , dass hier in NRW die Schulleitungen immer noch nicht wissen, wie mit Risikogruppen umgegangen wird und es wohl noch keine Info über die Hygienekonzepte gibt.

      Worauf die Eltern noch warten weiss ich nicht. Vielleicht glauben ja hier auch noch viele, dass der Weihnachtsmann lebt…. Wenn man nur lange genug die Fakten ignoriert verschwinden diese bekannter Maßen ja auch (Ironie).

      Es ist offensichtlich, dass hier in NRW alles solange herausgezögert wird , damit Lehrern und Eltern der Klageweg erschwert wird.

      Übrigens Frau Gebauer hat heute Geburtstag.
      Herzlichen Glückwunsch, und die Hoffnung, dass Sie das Ausmaß Ihrer Entscheidungen mit vorhersehbarem Ausgang noch rechtzeitig erkennen und achtsam mit ihrer Verantwortung für Schüler und deren Familien umgehen, bevor es zu spät ist.
      Ignoranz, Arroganz und Macht hat schon viele ins Verderben geführt.
      Sie werden die Verantwortung übernehmen.

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