Bundesrat billigt Milliardenpaket für Recht auf Ganztagsbetreuung

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BERLIN. Für den geplanten Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung in Grundschulen ab 2025 bekommen die Länder Milliardensummen vom Bund. Der Bundesrat billigte am Freitag das entsprechende Ganztagsfinanzierungsgesetz. Damit wird ein sogenanntes Sondervermögen eingerichtet, damit die Länder in Räumlichkeiten und Gebäude an den rund 15.000 Grundschulen in Deutschland investieren können, so dass der von der großen Koalition geplante Rechtsanspruch für Schüler von der ersten bis zur vierten Klasse ab 2025 erfüllt werden kann.

Der Bund zahlt – genug? Foto: Shutterstock

Der Bund will zwei Milliarden Euro in diesen Sondertopf einzahlen. Im Rahmen der Corona-Hilfen hatte die Koalition aber bereits weitere 1,5 Milliarden Euro für den Ganztagsausbau zugesagt. Die Länder hatten wiederholt kritisiert, dass zwei Milliarden nicht ausreichen würden. Der Ausbau der Grundschulen für mehr Ganztagsangebote wird Schätzungen zufolge fünf bis sieben Milliarden Euro kosten. Dazu kommen prognostizierte laufende Betriebskosten pro Jahr von bis zu vier Milliarden Euro. dpa

Rechtsanspruch auf Ganztag: Schulen brauchen dafür 11.200 Erzieher zusätzlich

 

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6 KOMMENTARE

  1. Lieber das Geld den Familien geben, damit diese auch mehr gemeinsame Zeit verbringen können anstatt jeder den ganzen Tag in Kita, Schule, Arbeit zu sein!
    Es ist traurig…

    • Ich denke, man kann auch ein schönes Familienleben haben, wenn beide Eltern arbeiten. Aber nicht jeder Job ist um 12:15 zu Ende, wie zB. der Unterricht in der Grundschule. Wenn ich mir aussuchen könnte, wann ich als Lehrerin meine Unterrichtsstunden in Teilzeit geben könnte, bräuchte ich auch keine Nachmittagsbetreuung… Ist aber leider nicht so.

      • @Palim: interessante Frage. Wahrscheinlich leisten das ansonsten Mal wieder Mütter oder Studenten in Teilzeit zu prekären Arbeitsbedingungen (befristete Arbeitsverträge, Arbeitslosigkeit über die Sommerferien etc. pp), ähnlich dem Arbeitsmodell „Inklusionsassistenten“ – wo häufig jedermann eingesetzt werden kann (und wo bis auf ein polizeiliches Führungszeugnis ohne Eintrag keinerlei weitere Qualifikationen benötigt werden)

  2. Einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung finde ich gut. Nur leider ist es so dass jetzt schon in diesem Bereich Personalmangel und sehr hohe Fluktuation herrscht. Nicht zuletzt dadurch, weil die Erzieher nur in Teilzeit beschäftigt sind und wesentlich schlechter bezahlt werden als die Erzieher in den Kitas. Und die verdienen ja auch nicht die Welt. Da muss die Politik etwas tun um bessere Gehälter sicher zu stellen!! Verbindliche Qualitätsstandards was die Arbeit in dem Bereich angeht müssten zudem auch mal zu Papier gebracht werden!!

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