Kultusminister Lorz will „für jeden Tag Präsenzunterricht kämpfen“

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WIESBADEN. Hessens Kultusminister Alexander Lorz (CDU) hat erneut bekräftigt, dass die Schulen in der Corona-Krise so viel Präsenzunterricht wie möglich anbieten sollten. Er wolle einen landesweiten Wechselunterricht zwischen Präsenz in den Klassen und Lernen von zu Hause aus verhindern, solange es gehe, sagte er im Landtag in Wiesbaden.

Will Wechselunterricht verhindern: Hessens Kultusminister Alexander Lorz. Foto: HKM/ Patrick Liste

Es gebe keinen Grund, dass bei hohen Infektionszahlen in Offenbach auch die Kinder im Vogelsberg zu Hause bleiben müssen. «Solange es infektiologisch vertretbar ist, werde ich für jedes Kind an jedem Ort in Hessen um jeden Tag Präsenzunterricht kämpfen», sagte Lorz.

Der bildungspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Moritz Promny, forderte vom Land eine Bildungs- und Betreuungsgarantie. «Familien brauchen die Sicherheit, dass ihre Kinder nicht wieder wochenlang den Schulen fernbleiben müssen und währenddessen keinen adäquaten Distanzunterricht erhalten», sagte er.

Für ältere Schülerinnen und Schüler müsse dafür schnellstmöglich das Wechselmodell aus Präsenz- und Distanzunterricht ermöglicht werden, erklärte Promny. Dafür benötigten die Schulen die notwendige digitale Infrastruktur, Lehrkräfte und Schüler müssten mit Endgeräten ausgestattet werden. «Zudem muss die Landesregierung klare Richtlinien für den Distanzunterricht erarbeiten», forderte Promny. dpa

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27 KOMMENTARE

  1. Bleibt die Frage, ab wann Herr Lorz Präsenzunterricht für infektiologisch nicht mehr vertretbar hält. Bei knapp 300 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern wurden in Frankfurt letzte Woche erstmal die Quarantäneregelungen für Schulen gelockert. Augen zu und durch, ohne Rücksicht auf die Gesundheit der Betroffenen.

  2. Soso, der Kultusminister kämpft… Solange er genug Kanonenfutter zum Verheizen an der Front zur Verfügung hat, muss er sich ja die Hände nicht schmutzig machen. Hygieneregeln für den Kultusminister eben.

  3. Kultusminister: „Die Schulen sollen weiter offen bleiben!“

    Ist doch toll, so können auch weniger gute Schüler endlich mal etwas Positives mit nach Hause bringen!

    – irony off –

  4. Ich bin sicher, Herr Lorz ist gut geschützt. Luftfilter, Desinfektion, Plexiglas, Distanzierung und Masken. Leider sind wir ‚die Arbeiter‘ nicht so wichtig.

  5. Okay.. das ist dann sein ganz persönlicher Kampf.. dann schlage ich vor, dass er selbst in den Vertretungpool hineinspringt und an eine Schule geht. Los, Alexander.. Runde 1: Kämpf!

  6. Absolut unvertretbar seine Meinung. Ja es ist sicher mit Schwierigkeiten verbunden wenn die Schulen schließen. Aber Corona macht ja sicher einen Bogen um die Schule damit es zu keinen Schließungen kommt. Ich finde es hätte längst was passieren müssen. Werden die Kinder nicht durch Corona krank dann durch ständige Erkältungen weil die Räume unterkühlt sind durch das lüften.

  7. „Solange es infektiologisch vertretbar ist…“

    Wieder eine leere Worthülse. Wieder die Angst, eine Zahl zu nennen, denn die könnte morgen schon erreicht sein.

    Wenn er „kämpfen“ will: Wie wäre es denn, wenn er dann mal als Lehrer einspringt? Am besten in einer großen Klasse in irgendeiner maroden Schule, wo die Fenster nicht mehr alle geöffnet werden können…

  8. Eins sage ich ihnen passiert meinen Kindern was, können sie davon ausgehen das die Frau Gebauer und der Rest verklagt wird.. Scheiß was auf Bildung wenn meine Kinder der Gefährdung ausgesetzt werden! Nur mal als Tipp für alle studierte und kinderlose.. Schraubt doch einfach den Lehrplan runter..!!

  9. Hinzu kommt noch, kommt ein kind mit dem Virus nachhause und steckt uns an.. Die tatsächlich täglich raus müssen (Polizei, Pflegefachkraft) dann ist das Geschrei groß.. Ach ich vergaß ohne Symptome könnte ich ja arbeiten gehen damit ich die Senioren anstecken kann, tolle Politik haben wir da! Allein diese Aussage ist für mich nicht verständlich!

  10. „… und währenddessen keinen adäquaten Distanzunterricht erhalten.“

    Zur Zeit werden die Kinder in die Betreuungseinrichtung Schule abgeschoben und erhalten dort keinen adäquaten Präsenzunterricht. Viele Ansteckungen an den Schulen (mit und ohne Testung) verhindern, dass andere Gesellschaftsbereiche schneller aus dem Lockdown kommen und damit dort die Gefahr der Arbeitslosigkeit steigt.

    Wann können die Schulen zeigen, dass sie einen adäquaten Distanzunterricht (für alle) können?

  11. Da regen sich die Politiker öffentlich über die Corona-Demos auf. Insgeheim freuen die sich aber unter die Unterstützung. An den Schulen setzen die Politiker die Forderungen der Corona-Leugner (das Virus gibt es nicht oder ist völlig harmlos) konsequent um.

  12. Deutschland zählt zu den reichsten Länder der Welt. In den Schulen haben wir Zustände wie in einem Entwicklungsland. Tische, Stühle, Kreidetafel und der Unterricht kann noch im Gebäude stattfinden.
    Keiner weiß ob Kinder nicht Träger vom Virus sind und es zu Risikogruppen nach Hause tragen, weil sie selber evtl. keine Symptome aufzeigen.
    Wer mit seinen Kindern zu Hause nicht zurecht kommt, hätte sich für einen Hund entschieden sollen.

  13. Das finde ich auch, denn Hunde müssen auch nicht beschult werden. Notfalls kann man sie auch einmal ein paar Stunden alleine lassen egal in welchem Alter sie sind. So manche Eltern, die Kinder in Grundschulalter haben, wären damit besser beraten gewesen.

  14. Lorz sollte mit gutem Beispiel vorangehen. Kämpfer an der vordersten Bildungsfront, täglich zwischen 8 und 13 Uhr!
    In einer Brennpunktschule mit erwachsenen Schülern.
    Aber es kämpft sich viel heroischer im virengeschützten Einzelbüro, nicht?

  15. Rennachim,
    es war schon im Sommer ein unangenehmes Gefühl, Eltern zu hören, deren Lebensziel im möglichst frühen Abschieben der Kinder in Betreuungseinrichtungen bestand. Ich spreche nicht von denen, die auf das Geld unf die Berufstätigkeit angewiesen waren. Sondern von denen, deren Kind ein Lifestyleaccessoire ist und die als Social Media Warriors für offene Schulen trommeln.
    Diesen Eltern sollte man nicht einmal einen Hund anvertrauen.

  16. All das wird auf dem Rücken der Lehrkräfte ausgetragen. Es ist schon lange nicht mehr vertretbar. Immer mehr Lehrer werden krank und halten den Belastungen nicht mehr Stand. Wie wäre es mal damit, für die Lehrer zu kämpfen, Herr Lotz?? Betreuung um jeden Preis? Mal sehen wie lange noch….

  17. Ich verstehe nicht warum manche eltern ihre kinder und Familien leben riskieren still einfach warten manche nehmen es nicht ernst und lassen sich wie Versuchskaninchen hin und her hamppeln die für uns entscheiden der Herr hir sollte mann klagen Gefährdung Gesundheit die machen ihre Vergnügungen geben Befehle wir sollten uns das nicht gefallen lassen denen interessiert nicht unsere Gesundheit die kassieren ihr Geld das andere ist denen egal wemm ihre kinder famiel wichtig ist sollte Mund auf machen

  18. Er macht seit April nichts anderes, als darüber nachzudenken, wie man die Situation an den Schulen verbessern kann.
    Glaubt er das wirklich? Dann sollte er sofort zurück treten. Und falls er es nicht glaubt und uns nur verarscht, dann sowieso. Untragbar der Mann. Und seine grünen Koalitionspartner machen noch mit. Unerträglich. Wie kann man nur so fernab jeglicher Realität leben?

  19. Herr Lorz verhält sich verantwortungslos gegenüber den Kindern und den nahen Angehörigen. Es dürfen keine Feiern stattfinden (für mich vollkommen zurecht und notwendig) aber Kinder sollen mit Hunderten Schülern zusammen unterrichtet werden. Wo ist da die Logik? Ich bin auch Risikopatient und meine Eltern auch (wir wohnen unter einem Dach) jeden Tag muss ich bangen das meinem Kind, meinen Eltern und mir nichts passiert.

  20. Naja er hatte ja vor den Sommerferien schon gesagt wir öffnen die Grundschulen um „Die Grenzen des machbaren auszulotsen“.
    Es müssten sich viel mehr Eltern beschweren, Risikogruppen sollten ihre Kinder vom Unterricht befreien.
    Wir haben unsere Kinder vom Unterricht befreit.

  21. Herr Lorz, das ist sehr bitter. Dass Sie nicht einmal an einen Wechselbetrieb in den Schulen denken, halbe Klassen.
    Aber es ist für einige ersichtlich dass es Ihnen gar nicht möglich ist, denn dann
    würden Sie in die Peinlichkeit geraten dass die Schulen überhaupt nicht digital für so einen Wechselschichtbetrieb eingestellt sind. Und wieso sind sie das nicht?
    Genau Herr Lorz, es wurde schlicht kein Geld für Schulen oder kaum dafür ausgegeben.
    Und damit Ihnen diese Peinlichkeit erspart bleibt , kämpfen Sie mit allen Mitteln für den Regelbetrieb .
    Wenn es nicht so beschämend und peinlich wäre…
    Herr Lorz, auch Ihnen bescheinige ich Versagen in diesem Punkt.

  22. Wo sind eigentlich die versprochenen Dienstlaptops für Lehrkräfte, die ein Wechselmodel oder Distanzunterricht unterstützen würden. Muss wohl die privaten Geräte weiter dienstlich verwenden.
    Bzgl. Präsenzunterricht: Teilweise wären Lehrkräfte bzw. Eltern sogar bereit selbst geeignete Luftfilter aus eigener Tasche anzuschaffen, um den gewünschten Präsenzunterricht sicherer zu machen. Und das sogar in kürzester Zeit, aber leider wurde dies nun verboten, da der Schulträger zustimmen muss und dieser möchte bspw. in unserem Kreis die Kosten für die Wartung nicht tragen. Ganz ehrlich die würden viele auch noch privat tragen, wenn sie dafür ein bisschen was für due Sicherheit an ihrem Arbeitsplatz tun könnten.
    Wenn man wollte wäre vieles auch jetzt möglich, aber anscheinend will man nicht. Denn Präsenzunterricht um jeden Preis bedeutet auch, dass man nichts ändern muss.

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