Tonne: Entscheidung über Wechselunterricht nicht Schulen überlassen

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OSNABRÜCK. Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne will es Schulleitern ersparen, selber über die Frage des Wechselunterrichts in der Corona-Krise entscheiden zu müssen. Das sei rechtlich schwierig, weil Schulleitungen keine Quarantänemaßnahmen verhängen dürften, sondern nur die Gesundheitsämter, sagte der SPD-Politiker der «Neuen Osnabrücker Zeitung». «Und zweitens würden wir die Schulleitungen einem enormen Druck aussetzen.» Wechsele die Schule nicht ins Szenario B, beklagten sich die Eltern, gehe sie in den Wechselmodus, kritisierten das andere Eltern.

Reagiert auf den Gipfelbeschluss vom vergangenen Mittwoch: Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD). Foto: Foto-AG Melle, derivative work Lämpel is licensed under CC BY 3.0

Tonne sagte: «Wir würden damit also ein massives Streitpotenzial vor den Schulen ablegen. Das ist mit mir nicht zu machen.» Er sehe sich in der Pflicht, den Schulen solche Richtungskämpfe abzunehmen. In den vergangenen Wochen hatte es verstärkt Forderungen nach einem schnelleren und zentral vorgegebenen Wechsel in das Szenario B gegeben, um Ansteckungsrisiken für Lehrer, Schüler und deren Familien zu reduzieren. Niedersachsens Landesregierung schärft die Regeln für den Schulunterricht aber nach. Landesweit soll demnach in Hotspots ab 200 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen automatisch zu Wechselunterricht übergegangen werden.

Tonne erklärte auch, dass er zwar eine Verlängerung der Weihnachtsferien im neuen Jahr nicht ausschließen könne, dies nach aktuellem Stand aber unwahrscheinlich sei. «Ich sehe keine Notwendigkeit, die Ferien nach hinten raus zu verlängern. Ich gehe davon aus, dass die Schule am Montag, 11. Januar, ganz normal wieder startet», sagte er dem Blatt. dpa

Schul-Chaos! Einzelne Länder legen Wechselunterricht in Städten und Kreisen ab Inzidenz von 200 fest – andere verweigern das weiterhin

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13 KOMMENTARE

  1. „Ich gehe davon aus, dass die Schule am Montag, 11. Januar, ganz normal wieder startet», sagte er dem Blatt.“ – Mal sehen: Die Aussage stammt von einem Kultusminister. Die Aussagen von Kultusministern sind:

    a) immer wahr
    b) meistens wahr
    c) gelegentlich wahr
    d) meistens falsch
    e) immer falsch

    Je nach persönlicher Beantwortung obiger Frage könnte man jetzt z.B. auch zu der Schlussfolgerung gelangen: Die Schulen bleiben nach den Weihnachtsferien auf jeden Fall geschlossen.

    Spannend!

  2. Sie dumm ist das den wie lange muß man warten bis Kinder auch sterben es gibt doch genug Menschen die jeden Tag sterben ist das nicht genug mein Kind kommt jedes Mal krank Zuhause und wie bekommen auch das mit Husten Hals weh niemand macht was da gegen ich Hape wie haben familje verlorene durch Corona und das geht nicht mehr weiter ich habe Angst um mein Kind ich weiß nicht OP fiele so auch denken es gehen um ein Menschen nicht um Blumen

    • So wie du schreibst, wäre es gar nicht Mal so verkehrt, in die Schule zu gehen…..

      Aber ja, ich kann es auch nicht verstehen, warum die Schulen noch offen sind….

    • So wie sie schreiben wäre es bestimmt gut in die Schule zu gehen, aber das ist hier nicht

      Wenn Ihr könnt jedes Mal krank wiederkommt, dann melden Sie es krank und lassen es nicht in die Schule gehen?!

      Aber ich kann es auch n ing verstehen, warum die Schulen noch nicht geschlossen sind….

  3. Ich verstehen das Welt nicht mehr mein Kind hat auch langsam Angst es geht nur um Corona jedes Mal ist im Fernsehen einer tot der hört das der sagt Mami ich habe Angst und ich auch mit normal habe familje da durch verloren und Angela Merkel nicht sie kann gut reden und hat Geld wenn sie Corona bekommt zählt sie gut um gesund zu werden aber wie nicht jedes muß sterben im Kranken Haus was ich bei mein familje gesehen habe Mann kann nicht mehr im Krankenhaus gehen weil Man geht lebend rein tot raus so ist das

  4. Mit verlässlichen Konzepten hat das nichts zu tun. Z.B. liegen die Inzidenzwerte in Bielefeld seit 3 Tagen über 200…am Anfang der Woche lagen sie bei 196 …heißt das, dass seit letztem Donnerstag die Schulen im Wechselmodus laufen und wenn der Wert vllt Mitte nächster Woche auf 198 sinkt wieder in den Präsenzunterricht zurückgeschaltet wird? Welche SL … und welche stundenplaner sollen dieses ewige hin und her denn leisten, wie sollen SuS und die Eltern sich auf dieses Szenario einstellen können. Das ist Bullshit!
    Wir brauchen den Wechselunterricht als festes Konzept, mit klaren Rahmenbedingungen, sodass langfristige Planungen gemacht werden können….incl aller Vorüberlegungen, die damit zusammenhängen. Diese dumme rein-raus verbessert die Situation keineswegs…sie chaotisiert einfach nur. Tonne?? Für die Tonne!!

  5. >>>«Und zweitens würden wir die Schulleitungen einem enormen Druck aussetzen.» Wechsele die Schule nicht ins Szenario B, beklagten sich die Eltern, gehe sie in den Wechselmodus, kritisierten das andere Eltern.<<<

    Wie will man denn allen Eltern gerecht werden? Gibt auf sicher viele Eltern, die echte Probleme mit der Betreuung ihrer Kinder (spreche hier von Grundschüler und behinderten Kindern) kriegen, wenn diese ins Homeschooling wechseln. Ich habe einen mehrfachbehinderten Sohn durch Autismus mit Pflegegrad 4. Wenn der nach einer Schulewoche ins Homeschooling gehen würde, ja da bekomme ich keine Betreuung. Lebenshilfe (Familienentlastender Dienst) für meinen Sohn, weil die kein Personal haben.
    Und selbst im privaten Bereich steht mir dieser Dienst im Moment auch nicht zu Verfügung.
    Über Notbetreuung wird hier in meinen Augen zu wenig drüber gesprochen.

  6. Guten Morgen Herr Tonne,

    der erste Oberbürgermeister von Salzgitter, Herr Frank Klingenbiel CDU, kündigt an, an einem Sonderweg abseits der Linie des Landes festzuhalten. Aufgrund der hohen Infektionsgefahr fordert er die flächendeckende Einführung des Wechselbetriebs an Nds. Schulen – zumindest bis 18.12.2020 -.
    Zitat:
    „Ich halte die Aussage unseres Kultusministers Grant Hendrik Tonne (SPD) über angebliche pandemiefeste Schulen für Durchhalteparolen, die mehr vom Wunsch als von der Realität geleitet werden.“

    Nachzulesen auf der Titelseite der HAZ 30.11.2020
    ‚Kritik an Schulregeln: Salzgitter schert aus und geht ins Wechselmodell‘
    http://www.haz.de/Nachrichten/Politik/Niedersachsen/Harte-Kritik-an-Niedersachsens-Regeln-Schulen-in-Salzgitter-gehen-komplett-ins-Wechselmodell

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