Mit Corona infiziert: Siebenjährige stirbt im Krankenhaus

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BREMERHAVEN. Ein sieben Jahre altes Mädchen aus Bremerhaven ist offenbar im Zusammenhang mit Corona verstorben. Das berichtet Radio Bremen. Die Stadt habe den Fall bestätigt. Es sei aber noch unklar, ob das Kind an oder mit Corona verstorben ist – und was die Hintergründe seien.

Die Stadt Bremerhaven trauert. Foto: Shutterstock

So sei zum Beispiel noch nicht bekannt, ob das Kind eine Vorerkrankung hatte. Das Mädchen sei nach dem Ende der Herbstferien nicht mehr in die Schule gekommen. Die Siebenjährige sei im Krankenhaus zunächst negativ getestet worden. Als sich der Zustand verschlechterte, sei das Kind in ein anderes Klinikum verlegt worden, wo es dann positiv getestet worden sei. Das Mädchen sei schließlich in der vergangenen Woche in einem Hamburger Krankenhaus gestorben. Die Stadt Bremerhaven warte nun auf die Untersuchungsergebnisse.

Der Lagebericht des Robert-Koch-Institut zu Covid-19 (Stand: 6. Dezember) weist insgesamt drei verstorbene Kinder und Jugendliche seit Beginn der Pandemie aus. News4teachers

RKI-Statistik: Drei Erzieher/Lehrer sind vergangene Woche an Corona gestorben – SPD: Deutlich höheres Infektionsrisiko für Lehrkräfte

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21 KOMMENTARE

  1. Sorry, aber das Foto „Bremerhaven“ trauert ist wohl etwas vermessen. Wenn Kinder sterben ist es unendlich traurig und tragisch. In meiner Nachbarschaft und Umfeld starben in den letzten 10 Jahren Kinder an Leukämie, Meningitis, plötzlichem Kindstod, Gendefekt, auch kenne ich Kinder, die lange krank waren. Einen Artikel zu publizieren, aus dem hervor geht, dass ein Kind an Covid gestorben sein könnte ist reißerisch und pietätlos. Und, dass eine Stadt um ein gestorbenes Covid Kind trauert, bei allen anderen gestorbenen Kindern dies aber ein besonders trauriges Schicksal ist, grenzt wirklich nur noch an Panikmache. Sie haben Recht, es sind 3 Kinder und Jugendliche unter 20 Jahren bisher an Covid gestorben. Wieviel Kinder sind in dieser Zeit an anderen Krankheiten verstorben. Es sterben ca 20 Kinder jährlich an Meningitis, interessiert das Jemand? An Influenza 5-15, je nach Erreger.
    Ich denke wir sollten alle froh sein, dass unsere Kinder von Covid im Prinzip nicht betroffen sin.
    Es gibt ja hier den Spruch, die tragen es weiter zu den Großeltern. Die Antwort: Nur wenn die Großeltern dies in Kauf nehmen. Die Generationen reden darüber, Großeltern sind mündige Bürger und treffen ihre Entscheidungen.
    In vielen Familien wurde die Entscheidung längst getroffen, die Großeltern betreuen die Kinder und treffen sie, die Kinder treffen auch ihre Freunde. In meinem Umfeld Alltag, sogar mit wechselnden Enkelkindern. Großeltern können sich isolieren und die Enkel nicht mehr treffen, ebenso ist es möglich, dass die Familie beschließt, Kinder und Jugendliche treffen nur Großeltern und Familie, meiner Meinung nach mit Kindern ab 8 nicht mehr machbar.
    Wir kennen die Zahlen, und ich nehme nur die Zahlen und seriöse Studien zur Info, auf dieser Basis kann jede Familie ihre Entscheidung treffen, ich denke das sollten auch die Politiker zur Kenntnis nehmen.
    Denn „wir schaffen das“ auch.

    • Sehr geehrte/r Neu1,

      in den Schulen werden auf Anordnung der Kultusministerien die Empfehlungen der obersten Bundesbehörde für den Seuchenschutz, des Robert-Koch-Instituts, verworfen – und eine Schülerin stirbt „an oder mit“ jener Infektion, deren Verbreitung durch genau diese Empfehlungen verhindert werden soll. Und das sollen wir nicht berichten? Da haben wir ein klar anderes Verständnis von den Aufgaben der Presse in einer Demokratie.

      Herzliche Grüße
      Die Redaktion

      • Berichten Sie auch immer, wenn ein Kind an anderen ansteckenden Krankheiten verstorben ist? 2018 wütete die Influenza/ Grippewelle, hier sind Kinder definitiv die Treiber der Infektion und bekommen die Krankheit, sind also nie asymptomatisch. Wahrscheinlich könnten mit Infektionsschutz schwere Krankheitsfälle und Tod bei Schülern vermieden werden. Sie sprechen von Demokratie, da bin ich ganz bei Ihnen. Deshalb kann es nicht sein, dass nur jetzt von Infektionsschutz gesprochen wird und ansonsten wurden Ansteckungen in Kauf genommen.

        • In dem Punkt geben wir Ihnen recht: Bei der Grippe werden Infektionen in Schulen in Kauf genommen, ohne dass dies öffentlich Aufmerksamkeit erfährt. Wir haben mal recherchiert: In der Grippesaison 2018/2019 gab es in Deutschland 116 Todesfälle bei Kindern, bei denen die Grippe als Todesursache nachgewiesen wurde. Dabei kam die Schule durchaus als „Verteilzentrum“ für die Viren infrage. Mit dem heutigen Wissen über die Wirkung (und die durchaus tragbaren Kosten) von Luftfilteranlagen muss man sagen: Das waren womöglich vermeidbare Todesfälle.

          Wir werden uns des Themas noch größer annehmen.

          Herzliche Grüße
          Die Redaktion

          Quelle: https://www.kinderaerzte-im-netz.de/krankheiten/grippe-influenza/was-ist-eine-grippe-influenza/

          • Danke für die Informationen. Luftfilter müssten zur Grundausstattung von Schulen gehören. Unkenntnis ist keine Entschuldigung mehr für die Verantwortlichen. Bleiben Sie dran!

      • Da muss ich der Redaktion vollkommen Recht geben. So was trauriges. Das Kind und auch andere verstorbene Kinder die an Covid 19 gestorben sind, könnten noch am Leben sein, wenn die Kultusministerien nicht auf den Regelbetrieb bestehen würden. Wenn nicht endlich die richtigen Entscheidungen von den KM kommen, wird es noch schlimmer werden. Das sollte man an die Öffentlichkeit bringen. Auch in den Medien. Das RKI gibt solche Empfehlungen nicht umsonst. Leider werden sie in jedem Bundesland von inkompetenten KM ignoriert.

    • Die RKI-Richtlinien nicht umzusetzen ist ein brutales, systemisches Versagen des Staates, der bislang nur auf kurzfristigen wirtschaftlichen Nutzen geschaut hat. Dies fällt ihm nun auf die Füße. Dass News4Teachers kritisch über dieses fahrlässige Versagen berichtet, ist äußerst lobenswert. Der sinnlose Tod vieler, vieler Menschen hätte verhindert werden können durch eine Politik, die fachwissenschaftliche Expertise annimmt und umsetzt. News4Teachers klagt dies zurecht für den Bereich der Schule an, in dem das Versagen besonders groß und durch die Schulpflicht besonders brutal ist.

    • Sorry, aber ich glaube Sie sind hier irgendwie nicht richtig. Geben Sie doch Ihre Kommentare die so Herzlos sind an anderer Stelle ab. Das was die Redaktion macht, nämlich darüber zu informieren, ist genau das Richtige.

    • @Neu1:
      Leider falsch!

      Nicht alle Familien können sich aussuchen, ob sie ihre Großeltern treffen oder nicht.

      Oder soll ab jetzt meine 89 jährige Mutter, die von mir in unserem Haushalt gepflegt wird, ungewaschen und ohne Mahlzeiten weggesperrt sich selbst überlassen bleiben?
      Auch wenn die Enkelkinder nicht direkt im Kontakt mit ihr wären, würden durch mich die Viren weitergegeben.

      Das gleiche gilt für Pflegeheime, in denen Eltern von Schulkindern arbeiten.

      Schauen Sie auch mal über den Tellerrand???

  2. Da bin ich ganz der Meinung der Redaktion….jedes Kind und Lehrer ist zu viel!!!! Nur damit schön die Steuergelder fließen und beide Elternteile weiter arbeiten gehen können wird der Empfehlung nicht nachgekommen…..
    Ständig wird von den Politikern erklärt, dass die Kinder nicht an Covid erkranken und dich sind an allen Schulen infizierte…..nicht die Eltern tragen das Virus in Schulen und Kitas, denn dort dürfen Eltern nämlich schon seit Ausbruch nicht mehr rein!!!!! Die Kinder bringen es von den Schulen mit…..die Berichte von Spezialisten werden abgetan. Jeden Tag steht ein neues Ministerle vor die Kamera und bekräftigt dass unsere Kinder nicht in Gefahr sind. DAS IST JA WOHL EIN WITZ. In NE werden due Ferien nicht vorgezogen, obwohl es hieß, dass alle Bundesländer mitziehen….es nicht nach wie vor jeder sein eigenes Süppchen und solange das so ist, wird sich nichts ändern….und nicht einmal in ein solch schlimmen Zeit kann das Volk zusammenhalten…..traurig

  3. Jedes Kind und jeder Lehrer ist ein Toter zuviel, aber wir sollten keine Ausnahmen machen im Bereich Gesundheitsschutz. Nur für Covid Gesundheitsschutz? Und nicht für Influenza/Grippe? Für Kinder ist Influenza gefährlicher und ist sehr ansteckend. Dann müsste es die Pflichtimpfung gegen Grippe für Lehrer geben.
    Wir sind bei einer gesellschaftlichen und arbeitsrechtlichen Schieflage angekommen. Ich bin definitiv kein Politikerfreund, aber ganz ehrlich. Warum sollte in einem Jahr nicht wieder die GEW bei einer schweren Influenzawelle kommen und nach mehr Arbeitsschutz jammern.
    Denn eines sollte jedem klar sein, Geld ist endlich, und es wird in Zukunft in den Bereichen gespart, die nicht so wichtig für das Bruttosozialprodukt sind.
    Gesundheit und Bildung. Ich vermute man wird für gute Leistungen zahlen müssen.

    • Ich bin mir nicht sicher, ob man Kinder gegen Grippe / Influenza impfen kann.

      Aber ist es nicht Aufgabe der Eltern, sich darum zu kümmern?

      Hier wird verdammt viel an Staat, Minister, GEW, Lehrkräfte ….. abgegeben.

      Spätestens mit der Abgabe in die KiTa scheinen viele Erziehungsberechtigten zu glauben, ein Rundumversorgungspaket mitgebucht zu haben. (Zum Glück gibt es auch noch din anderen Eltern.) Es reicht nicht aus, ein Kind zur Welt zu bringen und den Rest outzusourcen. Kinder dürfen nicht zu lange zu Hause betreut werden, weil Gewalt und Missbrauch zunehmen…. Wir haben weit mehr Probleme als Corona. Und auch da wird seitens der Politiker schon lange mit blinden Augen dran vorbeigeguckt.

      In fast jeder Klasse gibt es immer weniger unbeschwerte Kinder, die mit Liebe und Zuwendung entspannt, zufrieden und gesund aufwachsen. Die Zahl der seelisch gestörten Kinder nimmt zu, die Frustrationstoleranz nimmt ab…. das sind nachhaltige Schäden und letztlich auch Körperverletzung.

      Corona bringt viele Misstände ans Licht – aber wir Lehrer können das – neben der Rettung der Wirtschaft -wirklich nicht alleine schaffen – da hilft auch eine Zwangsimpfung gegen Grippe oder / und Corona nichts.

      Verantwortungen und Zuständigkeiten müssen an die richtigen Stellen und nicht von einem zum anderen gegeben werden, wie der „schwarze Peter“.

    • @Neu1

      Schrieben Sie nicht einmal, Sie seien (Schul-)Sozialarbeiter o.ä.?
      Und dann diese emphatischen Äußerungen.
      Da muss einem ja warm ums Herz werden.

    • „Dann müsste es die Pflichtimpfung gegen Grippe für Lehrer geben.“ Mal ganz im Stil der KuMi: warum sollten sich Lehrer gegen Grippe pflichtimpfen lassen? Die werden nur ganz selten schwer krank. Die paar Fälle muss man als Schulgemeinschaft dann halt in Kauf nehmen. Klingt unmöglich und menschenverachtend? Ist aber leider genau das, was wir uns in Bezug auf Schule derzeit permanent anhören müssen: Schulen sind sicher, Kinder werden nicht krank.

  4. Ich frage mich,warum die Gesundheit von Schüler*innen, Eltern und Lehrern nicht so ein hohes Gut ist? Mit den intransparent gehaltenen, nicht sehr demokratischen und schon gar nicht gesundheitsschützenden und die Fürsorgepflicht vernachlässigenden Entscheidungen der Bildungsminister*innen  der Länder tun diese der Gesellschaft und der Politik keinen Gefallen und werden IHRER VERANTWORTUNG nicht gerecht. Die aktuellen Infektionszahlen würden laut Aussage von Virologen (Frau Priesemann, Herr Kekule, Frau Ciesek …) und der Leopoldina sinken, wenn die Schulen ab Klasse 8 bzw Schüler*innen ab 12-14 Jahre in den Hybridunterricht gehen dürften. Dies wird von den KuMis verhindert und verboten mit disziplinarischen Konsequenzen für Oberbürgermeister*innen und Schulleiter*innen, die sich für die Gesundheit der Kinder und damit der Familien, auch der Großeltern  – also der Gesellschaft einsetzen. 

    Die Schulen sind HOTSPOTS und die Schüler*innen mittendrin. Und  – NEIN! die Infektionen kommen nicht aus den Familien, sondern werden über Schule und Kita in die Familien und auch in die Unternehmen (Berufsschule) und in die Gesellschaft hineingetragen. 

    Klar sieht man das an Städten, die den Hybridunterricht durchgeführt haben  – dort sind die Zahlen gesunken. Und gestern wird schon wieder betont, dass ja die Zahlen in den Schulen sinken … Ich habe dafür keine Worte mehr.

    Ohne Gesundheit nützt übrigens auch Bildung nichts – Tausende von Infektionen bei Schülern, Lehrern und Eltern. Hoffentlich fällt das nicht irgendwann der Gesellschaft gesundheitspolitisch und wirtschaftlich auf die Füße. So wie Schulpolitik seit Jahren betrieben wird, entsteht Bildungsgerechtigkeit bestimmt nicht plötzlich mitten in einer weltweiten Pandemie  – wenn die Politik dieses Thema seit Jahren vernachlässigt. 

    Dieser Lockdown light ist zu light, um zehntausende Tote zu verhindern. Die Politiker und somit auch Frau Gebauer, Herr Laschet, haben noch die Möglichkeit dies mit klugen Entscheidungen zu verhindern. Es müssten allerdings schnelle Entscheidungen getroffen werden. 

    • MamaLe

      „Die Politiker und somit auch Frau Gebauer, Herr Laschet, haben noch die Möglichkeit dies mit klugen Entscheidungen zu verhindern.“

      Liebe @MamaLe,
      „Frau Gebauer“, „Herr Laschet“ einerseits und „kluge Entscheidungen“ andererseits passen leider so gar nicht zusammen …
      🙁

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