Hessen startet weitere Corona-Studie: Wie groß ist die Ansteckungsgefahr in Kitas?

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WIESBADEN. Hessen hat angesichts steigender Corona-Infektionen eine neue Studie über das Ansteckungsrisiko bei Kita-Kindern in Auftrag gegeben. Es handelt sich um eine Folgestudie der «Safe-Kids-Studie». Sie soll am Montag am Institut für medizinische Virologie an der Uniklinik Frankfurt starten, wie Hessens Sozialminister Kai Klose (Grüne) am Wochenende erläuterte. Die erste Studie war zu dem Ergebnis gekommen, dass bei Kita-Kindern wohl ein vergleichsweise geringes Corona-Ansteckungsrisiko besteht.

Wie groß ist die Ansteckungsgefahr in den Kitas? Foto: Shutterstock

Die Ergebnisse bei niedrigeren Inzidenzen seien jedoch nicht ohne Weiteres auf die aktuelle Situation zu übertragen, erklärte das Ministerium. «Im Frühjahr werden wir wissen, ob sich bei höherer allgemeiner Sars-CoV-2-Inzidenz das Infektionsrisiko auch bei Kita-Kindern erhöht», sagte die Frankfurter Virologin und Leiterin der Studie, Sandra Ciesek. «Wir hoffen, dass sich das Ergebnis der ersten Studie bestätigt und wir auch im Winter das Virus in den Kitas nur äußerst selten nachweisen können.» Über einen Zeitraum von zunächst vier Wochen sollen etwa 1500 Freiwillige – Kinder und Erzieher aus Kitas – wöchentlich getestet werden. (dpa)

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6 KOMMENTARE

  1. „Über einen Zeitraum von zunächst vier Wochen sollen etwa 1500 Freiwillige – Kinder und Erzieher aus Kitas – wöchentlich getestet werden.“

    Und schon ist das nächste „Fail“ gesetzt. Wer freiwillig bei solchen Studien mitmacht, nimmt die Situation in den meisten Fällen wohl ernst und verhält sich im Alltag auch entsprechend. Man hat also gar keine repräsentative Kohorte, sondern man wird sehen, wie oft sich die Kinder VORSICHTIGER Eltern in den Kitas anstecken. Das wird sicher unter dem Durchschnitt des tatsächlichen Geschehens liegen und daraus wird dann vermutlich wieder falsche Schlussfolgerungen ziehen.

    Ich frage mich, warum man für so etwas noch Geld verschwendet: Die Analyse der AOK bezüglich der Infektionen von Erziehern war ja mehr als eindeutig. Die werden sicher nicht die ganze Zeit Party gefeiert haben, sondern sich bei den Kindern angesteckt haben.

    Das Geld sollte man lieber in den Arbeitsschutz des Kita-Personals investieren als es für eine weitere Studie auszugeben, deren handwerklicher Fehler schon zu Beginn klar ist.

    • Da der Auftraggeber das hessische Sozialministerium ist, steht das Ergebnis bereits fest. Freiwillige statt Kohortenstudien und das obwohl man mittlerweile klare Daten aus England und auch von der AOK hat.

  2. «Im Frühjahr werden wir wissen, ob sich bei höherer allgemeiner Sars-CoV-2-Inzidenz das Infektionsrisiko auch bei Kita-Kindern erhöht»
    Toll, wir haben im Moment keine Ahnung über das Infektionsrisiko, schicken aber erstmal Kinder und Erzieherinnen in dieses Minenfeld, weil es ja sein könnte, dass es gar keine Minen gibt.
    … und wenn doch ?

  3. *https://www.stern.de/wirtschaft/news/kitas-im-lockdown—dann-muss-man-ehrlich-sagen–dass-die-kita-situation-nichts-zum-infektionsschutz-beitraegt–30001092.html

    Ich teile diesen Artikel ohne weitere Kommentierung…weil ich voll ubs ganz genau solche Dinge erlebe. Und ja wir sprechen in der Kita schon seit letztem Jahr davon dass wir Kanonenfutter sind.

  4. AOK und Barmer-Studien waren nix wert.Das Wohl unserer Kinder auch nicht,sie sind keine Wirtschaftskraft.Erzieher haben keine Lobby…Seit Wochen ist das hier Thema.HIER!!!!Aktuell kann ich dazu sagen,unsere Kita hat nur tatsächlich die Tür schliessen müssen,die in der letzten Wo für absolute Notfälle offen war,als ein Großteil der Erz plötzlich Erkrankten.Nein,kein Komplott.Es gibt immer mehr pos. Getestete unter uns…jeden Tag.Keiner hatte leichtsinnige Freizeitkontakte,war nach 22Uhr vor der Tür oder ist 15km irgendwo zu weit gegangen.Keiner! Aber wir alle waren ungeschützt bei unseren Kleinen,die uns alle lieb haben..darum sind wir jetzt auch alle betroffen.Hände waschen und Lüften zum Trotz.Ich freue mich jetzt schon auf den Anruf vom Amt und werde sie gleich mal mobilisieren,all die möglichen Kontakte zu checken.Das sind mehr als 100 Haushalte…Es hat genau 1 Wo gedauert,bis ein Großteil der Erz erkrankte…zeitgleicher Verlust von Geruch/Geschmack deutet auf ein wesentlich kürzeres Zeifenster hin…

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