Ignoriert KMK-Präsidentin den Gipfelbeschluss? Schulöffnungen schon im Januar möglich

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POTSDAM. Brandenburgs Schülerinnen und Schüler müssen vorerst weiter von zu Hause aus lernen. Der Präsenzunterricht an Schulen bleibt allerdings nur bis zum 22. Januar ausgesetzt. Das teilte die Landesregierung nach Gesprächen mit den Landkreisen und kreisfreien Städten mit. Ausgenommen davon bleiben die Abschlussklassen und die Förderschulen. In der übernächsten Woche (ab 18. Januar) solle die Situation neu bewertet werden, hieß es nach den Beratungen. Der Bund-Länder-Gipfel in dieser Woche hatte beschlossen, den Kita- und Schulbetrieb bis Monatsende einzuschränken.
Will mit Kitas und Schulen wieder in den Regelbetrieb – schnell: Brandenburgs Bildungsministerin Britta Ernst (SPD), neue Präsidentin der Kultusministerkonfererenz. Foto: Nicola, Wikimedia Commons, CC-by-sa 4.0
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder hatten sich am Dienstag bei ihrer Videoschalte darauf, die seit Mitte Dezember in den Bundesländern geltenden Lockdown-Regeln für die Einrichtungen bis Monatsende zu verlängern. Wie es im Februar weitergeht, darüber soll erneut am 25. Januar beraten werden. In Brandenburg will die Landesregierung dann aber schon entschieden haben: Bereits in der übernächsten Woche solle entschieden werden, ob zumindest die Grundschulen aufgrund eines deutlich gesunkenen Infektionsgeschehens für einen Wechsel aus Präsenz- und Distanzunterricht in der Woche vor den Winterferien geöffnet werden könnten. Die Schulen sollen an diesem Freitag über den Beschluss informiert werden.

Die Landesregierung stehe weiterhin dazu, dass Schulen und Kitas so schnell wie möglich wieder in den Regelbetrieb gehen sollten, erklärte Bildungsministerin und KMK-Präsidentin Britta Ernst (SPD). «Das Infektionsgeschehen erlaubt aber derzeit leider keine Öffnung der Schulen. Deshalb haben wir den Distanzunterricht für zwei Wochen verlängert.»

Die Kitas bleiben offen – es wird lediglich an die Eltern appelliert, ihre Kinder zu Hause zu lassen

Die Kitas bleiben allerdings wie bisher geöffnet. Es wird lediglich an die Eltern appelliert, ihre Kinder soweit wie möglich zu Hause zu betreuen und für den Zeitraum die Lohnersatzleistungen des Bundes und die Ausweitung der Anspruchsdauer des Kinderkrankengelds zu nutzen. In Abhängigkeit von der lokalen Situation können Kitas jedoch geschlossen sein, wie dies beispielsweise derzeit für den Kreis Oberspreewald-Lausitz gilt.

Die Situation werde zu Beginn kommender Woche vor dem Hintergrund aktueller Daten neu bewertet, teilte Ernst mit. Wenn sich die Infektionslage bis dahin deutlich verbessert haben sollte, tritt ihr zufolge die zweite Stufe des Stufenplans in Kraft – an den Grundschulen gebe es dann wieder Unterricht im Wechselmodell.

Die Kultusministerkonferenz der Länder hatte unter dem Vorsitz von Ernst am Montag einen sogenannten „Stufenplan“ vorgelegt, demzufolge der Präsenzunterricht bei sinkenden Infektionszahlen in den Grundschulen wieder beginnen könnte. Danach sollen die älteren Schüler im Wechselunterricht folgen. Einen Zeitplan dafür gab es allerdings nicht – auch Grenzwerte, ab wann Lockerungen möglich sein sollen, wurden nicht beschlossen. News4teachers / mit Material der dpa

Kultusminister einigen sich auf „Stufenplan“ – ohne Stufen und ohne Plan: Weder Grenzwerte noch Termine werden genannt

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28 KOMMENTARE

  1. Oje, ich habe schon Bauchschmerzen vom vielen hysterischen Lachen!
    Ok, also in BW soll das Kanonenfutter Schüler:innen und Lehrer:innen ja wohl ab 18. Januar weiter den Dienst tun, damit die so vielgelobte Bildung (lach, aua) bloß nicht zu kurz kommt. Na, hätten wir die letzten Jahre mal an der Digitalisierung gefeilt, müssten wir jetzt nicht so tun, als hätten wir da ein 1A-Bildungskonzept… Dann wären zumindest kleinere Gruppen ganz einfach machbar und der Fernunterricht wäre möglicherweise nicht so Arbeitsblätter-lastig.

    Ist ja nicht so wichtig, dass erwiesenermaßen AUCH Kinder und Jugendliche ganz wunderschön an Corona erkranken – gut, sie sterben nicht so arg häufig. Dafür aber dann die Betreuungspersonen und/oder Eltern oder so… Kollateralschaden, macht nix.
    Die Spät- und Langzeitfolgen sind für alle Altersgruppen richtig toll, soweit man sie denn auch schon überblicken kann.
    Ja und die Kitas/Kindergärten dürfen auch weiter ran, was macht das schon.

    Ganz ehrlich?
    Ich gehöre zu den Eltern, die ihre Kinder lieber zuhause lassen möchten, denn ich wünsche mir weder ein erkranktes Kind (oder gleich 2) noch dass wir Eltern, zur Risikogruppe gehörend, Corona bekommen!
    Ich tue also mein MÖGLICHSTES, um neben meinem Job auch noch das Kindergartenkind zu beschäftigen (und nicht nur mit TV!) und die Große beim online-Lernen in der Oberstufe zu motivieren und zu unterstützen, so sie das will oder benötigt.

    ICH kann aus gesundheitlicher Vorbelastung nicht auf die Notbetreuung zurückgreifen, muss das mit Homeoffice auch nicht zwingend, ABER wo bleibt denn da die Unterstützung?
    Krankentage darf ich nicht nehmen, da ich ja zur Notbetreuung schicken könnte. Finde ich aber vor allem mangels Luftfilter und deshalb gerade bei Minusgraden unverantwortlich – tja, Pech gehabt.

    Kinder und Eltern werden herumgescheucht, Corona verniedlicht und verharmlost und es fragt sich keiner, wie das tatsächlich zuhause bei uns Eltern aussieht.
    Die einen machen sich vielleicht keinen Kopf um ihre Kita-Kinder, die anderen gehen mit schlechtem Gefühl zur Arbeit, wenn sie die Kinder eben genau dafür abgeben mussten, und die nächsten zerreißen sich zuhause im Spagat.
    Im nächsten Leben entscheide ich mich dann auch für die politische Laufbahn bis ins Kultusministerium – das ist so herrlich einfach da.

    Bis dahin – Danke für gar nichts!

  2. Dass Britta Ernst die Bundesbeschlüsse ignoriert, ist Teil ihrer Politik, wobei man dieses Wort auf die Brandenburger Bildungspolitik fast schon nicht mehr anwenden kann. Politik bedeutet Verantwortung zu übernehmen für die Bürger, die dank demokratischer Prozesse diese Posten ermöglicht haben. In BB wurde sehr lange damit argumentiert, dass in Bezug auf Schulen „Alarmismus überflüssig“ wäre, das behauptete Britta Ernst via Lokalpresse noch im November bei Inzidenzwerten weit über der 200er-Marke. Die Maskenpflicht im Unterricht in Klasse 5/6 wurde, obwohl seit 12.10.2020 durch die RKI-Empfehlungen festgeschrieben, erst mit dem 14.12.2020 (!) eingeführt, drei Tage, bevor der von der Bundesregierung beschlossene Lockdown losging, der in BB als ein „Distanzlernen“ proklamiert wird, was dazu führte, dass Eltern in BB freigestellt blieb, die Kinder in die Schule zu schicken oder zu Hause zu lassen. Na klar, es gibt ganz hervorragende Appelle an Eltern, dennoch gab es bis Anfang der Weihnachtsferien gut gefüllte Klassen mit Kindern aus Familien, deren berufliche Systemrelevanz man mit der Lupe suchen muss.

    Wenn das eigene Kind zu Hause nervt, sind die Schulen ja offen, also weg vom häuslichen Schreibtisch, und ja, der soziale Aspekt darf ja nicht vernachlässigt werden, auch dafür bieten Schulen sich gerade ganz prima an, Kinderärzte blasen da ja gern ins selbe Horn. Inzidenzwerte und überall anderswo geltende Maßnahmen wie z.B. ABSTAND lassen sich in Schulen super ignorieren, auch wenn keiner versteht, warum.

    BILDUNGSGERECHTIGKEIT ist ein zu schönes Wort und offenbar das einzige, das Bildungspolitiker verwenden, egal, was sie zu erklären versuchen. Im Hinblick auf Corona ist es ein Totschlagargument für alle, die ihre Erkenntnisse im Umgang mit dem Virus der seriösen Wissenschaft entnehmen, die offenbar von unserer Bildungspolitik so gut wie gar nicht rezipiert wird. Was ist nicht schon alles behauptet worden von Mitgliedern der KMK!
    Wenn man böse wäre, würde man die Aussagen des Coronaleugners Bhakdi zur Maskenpflicht den öffentlichen Äußerungen von Britta Ernst gegenüber stellen. Behauptet Bakhdi in einem Interview, dass die Masken für Kinder „psychisch schädliche Wirkungen“ zeigen, steht wenig später in der Lokalpresse, dass Britta Ernst sich mit der „Maskenpflicht an der Grundschule wirklich schwer tue.“ Ach je, man weint gleich mit vor Empathie im Entscheidungskampf jenseits wissenschaftlicher Bezugnahmen. Als Melanie Brinkmann auf der BPK Anfang November davon sprach, dass das Infektionsgeschehen sich natürlich in Schulen abbilde, wenn es rings um die Schulen hoch sei, wurde in Brandenburg und innerhalb der KMK immer noch behauptet, das Virus werde von außen in die Schulen eingetragen.

    Unabhängig davon, dass Studien mittlerweile nachweisen, dass, wenn Corona einmal zirkuliert, durchaus Ausbrüche an Schulen zu beobachten sind, ist neben schlichtem Menschenverstand und Sachkenntnis von der Politik vor allem Verantwortlichkeit zu erwarten. Was heißt überhaupt, von außen eingetragen? Das asymptomatische Kind, das in der Schule den Banknachbarn infiziert, der das Virus nach Hause trägt, an die Mutter weitergibt, die es als Lehrerin – endlich – von außen in die Schule trägt? Wo fängt der Kreislauf des „von-außen-Eintragens“ denn an, erklärt das doch mal, liebe Bildungspolitiker, und zwar auf valider wissenschaftlicher Studiengrundlage!

    Brandenburg ist eines der Bundesländer, das neben Sachsen und Thüringen derzeit die höchsten Inzidenzwerte hat. Da wo Prävention nötig gewesen wäre, wurde meinungsgeleitete Politik gemacht. Diese Politik allein trägt jetzt die Verantwortung für volle Krankenhäuser, denn die Schlampereien der Bürger gehen zurück auf unkonkrete, ängstliche und zögerliche politische Manöver!

    Bildungsminister aller Bundesländer: Vereinigt Euch im Rücktritt! Echt, nehmt Euren Hut und rettet Eure Würde, indem Ihr eingesteht, was Bodo Ramelow jetzt konnte: „Ich habe mich geirrt, Frau Merkel hatte Recht.“
    Verlasst Eure sicheren Büros, Eure Verwaltungssessel und die Besprechungen der KMK via Zoom und übertragt die Verantwortungen für Entscheidungen, an Leute, die von ihrem Job mehr Ahnung haben als Ihr. Es gibt so viele Konzepte, wie Lehrer guten Digitalunterricht gestalten können, es gibt seit Oktober Regelungen vom RKI, nach welchen Inzidenzwerten und ab welchen Klassenstufen Wechselunterricht gelten soll. Ihr habt das alles mit den Füßen getreten, das ist UNVERANTWORTBAR. Und wisst Ihr warum? Nicht nur, weil das Gefährdungspotential durch Euer zögerliches und eitles NICHT-Handeln gewachsen ist und in Folge dessen Krankenhäuser an die Kapazitätsgrenze geraten und Menschen sterben. Eurer Handeln ist vor allem deshalb unverantwortbar, weil es ein Nicht-Handeln, ein Nicht-Ernstnehmen von Maßnahmen auf anderen Ebenen nach sich zieht. Ihr züchtet heran, was nicht Ziel von Politik in diesen Zeiten sein darf: interesselose Corona-Leugner, die vielleicht nicht die Reichstagstreppen stürmen, die aber im schulischen Alltag immer noch nicht verstanden haben, dass die eigene Maske, der eigene Mund-NASE-Schutz das Gegenüber schützt, die zusammen glucken eng an eng und denen jedes Bewusstsein dafür fehlt, dass einzig das eigene konsequente Handeln den Weg zu einem Alltag ohne Corona am ehesten frei macht. Es züchtet Eltern und Elternvertreter heran, die ausgewiesene Maskengegner sind und dafür politischen Spielraum finden in einer Situation, in der Klarheit fehlt und deswegen klares Handeln und ehrliche Kommunikation von der Politik geleistet werden muss.

    Wenn es nicht so traurig wäre, dann müsste man lachen, über den Versuch von Berlin und Brandenburg, jetzt in diesem Lockdown die Schulen möglichst schnell wieder öffnen zu wollen. Nicht verstanden wurde zum wiederholten Mal offenbar, dass unter den derzeitigen Zahlen, dem Nicht-Wissen der Auswirkungen der Corona-Mutationen und nicht geimpfter Lehrkräfte
    die Schulen kein Debattierfeld sind und sein sollten, wenn man nicht noch mehr Frust bei all denen erzeugen will, die in den großen systemrelevanten Schulbereich integriert sind – Eltern, Schüler, Lehrkräfte.
    Dass die Notwendigkeit geöffneter Schulen von der Behauptung um Bildungsgerechtigkeit erfolgreich flankiert wird, erbost mich. Denn: ist es nicht die verdammte Kernkompetenz von Bildungspolitikern, Bildungsgerechtigkeit herzustellen? Wäre daran in den letzten Jahrzehnten wirklich gearbeitet worden, müsste man dieses Totschlagargument jetzt nicht aus der Tasche ziehen.

    Glaubt uns, liebe KMK, jeder Lehrer kennt die Kinder, bei denen es schwierig wird, wo mehr Bedarf an Zuwendung und Lernbegleitung gerade jetzt nötig ist. Ein engagierter Lehrer, und das sind die meisten, wird Wege finden, mit diesen Familien im Kontakt zu bleiben, wenn Unterricht im Präsenzmodus nicht stattfinden kann. Aber die Gesundheit von Lehrern und Schülern auf’s Spiel zu setzen auf einer für Schulen sich mehr und mehr abzeichnenden Datenlage und immer noch ins Horn der schnellen Öffnung zu blasen, ist: …., ehrlich!

    Und, liebe Bundesfamilienministerin, das Gleiche gilt für Ihren Bereich. Familien, auch einkommensschwache und bildungsferne, haben eine Grundverantwortung für die Gestaltung ihres Lebens aus sich selbst heraus. Das ist kein neoliberales Sprech, sondern eine Tatsache. Wenn ich aber eine Politik verantworte, die den Familien, die die meiste Unterstützung brauchen, keine echten Handlungsmöglichkeiten zur Selbstorganisation und -strukturierung an die Hand gibt, dann ist das nicht selbst gewählte, sondern verordnete Unmündigkeit. Und nun auf dem Rücken dieser Familien für die unbedingte Öffnung von Kitas zu werben, ist im Grunde Sozialverrat. Auch ein Familienministerium hat Kernkompetenzen. Eine davon ist, dafür zu sorgen, dass Menschen menschenwürdig leben können. Hartz IV gehört nicht dazu und verursacht neben vererbbarer Hoffnungslosigkeit auch erlernte Unfähigkeiten, die Dinge selbst gestalten zu können mit dem Maß an (finanziellen) Mitteln, die dies ermöglichen. Nicht jede einkommensschwache und/oder bildungsferne Familie ist eine schlechte Familie. Wer Unterstützung bei der Organisation des Familienalltags braucht, muss diese auch jetzt bekommen können. Aber: die Gemengelage aus Eltern, die sich über die aus der Situation geborene Notwendigkeit der Betreuung der eigenen Kinder beschwert und jenen, die die Betreuung aus welchen Gründen auch immer nicht leisten können, rechtfertigt nicht allein die Tasache, dass Kitas und Schulen als von der Politik als sicher behauptete Orte offen bleiben müssen, koste es, was es wolle, notfalls auch Menschenleben.

    Denn wenn verantwortbar bleibt, dass der IT-Techniker im Homeoffice sein Kind in die Notbetreuung schickt und es da das Kind der Krankenschwester infiziert, der verantwortet auch, dass diese Krankenschwester die eigene Mutter/Großmutter, den Ehemann oder die Freundin, im Zweifel nicht versorgen kann. Diese Dimension jetzt mit im Blick zu behalten, ist verdammt noch mal auch eine Aufgabe der Bildungspolitik!

    • Der beste Kommentar seit langem. Dem ist nichts hinzuzufügen. Die KMK gehört komplett angezeigt, für das Negieren von Fakten und bewusster Inkaufnahme von Infektionen – mit möglichen folgenschweren Verläufen – und zusätzlich kreierten unkontrollierbaren Infektionsketten.

    • @KB:
      Auch Ihr allumfassender und treffsicherer Beitrag gehört meiner Ansicht nach veröffentlicht, und zwar noch über N4T hinaus!
      Besser hätte man es nicht formulieren können! Klare Worte!
      Vielen, vielen Dank füt Ihr Statement!!!

    • Damit ist alles gesagt! Ausgezeichneter Kommentar, der mir aus der Seele spricht!

      Nur leider lesen die, die es betrifft diese Kommentare nicht!

    • „Es züchtet Eltern und Elternvertreter heran, die ausgewiesene Maskengegner sind und dafür politischen Spielraum finden in einer Situation, in der Klarheit fehlt und deswegen klares Handeln und ehrliche Kommunikation von der Politik geleistet werden muss“
      Kann ich bestätigen, denn mit denen habe ich jetzt zu tun. Wollen ihre Kinder mit einem Gefälligkeitsattest aus Uelzen ohne Maske in die Halbklassen setzen… Folge eines inkonsequenten Handelns auf allen Verwaltungshandelns!

    • Wow, Respekt für dieses Kommentar ! Leider wird es keiner der Sesselpupser lesen… Da gibt es nur den Weg einer Musterklage…

  3. Tja Sammelklage anstreben wegen fahrlässiger Körperverletzung. Die kinder nehmen schaden , die Lehrer , die Erzieher. Vielleicht kriegen die dann noch hirn

  4. Re: Mutter im Coronavirus
    Danke, ich schließe mich ihrer Aussage an, auch unsere Situation ist so.
    Beachtet man die verlässlichen aussagekräftigen Nachrichten, so entsteht für mich eine gehörige Portion Zweifel an der Position dieser SPD Dame. Bildung ihrerseits wäre da doch nötiger, als bei Kindern!

  5. Da hat Frau H. ja eine würdige Nachfolgerin als KMK-Chefin gefunden.

    Immerhin ergänzt sie im Gegensatz zu Frau G. bei ihrer Öffnungsdrohung noch den Teilsatz „wenn die Infektionszahlen gesunken sind“, legt sich aber in guter KMK-Manier nicht auf Werte fest.

    All das sabotiert den sehr, sehr teuren Lockdown! Man sollte der KMK-Runde mal sagen, dass eine Woche Lockdown mehr Geld kostet als Luftfilter (und zwar die hochwertigen Dinger aus dem Profibereich, nicht die für Wohnungen) und Plexiglasscheiben für jedes einzelne Klassenzimmer.

  6. Ich bin völlig gegenteiliger Meinung. Selbst durch den 1. Lockdown haben Kinder Schaden genommen durch körperliche Gewalt in den Familien, durch Vereinsamung und Angststörungen aufgrund der ständigen Panikmache, sie würden ihre Eltern umbringen, wenn sie sich mit einem Freund treffen. Eine Erzieherin berichtete, es hätten Kinder weitgehend das sprechen verlernt, weil zuhause mit ihnen keiner sprach. Andere Kinder seien fettleibig geworden. Viele Kinder werden ohne zeitliche Beschränkung vor Fernseher, Handy usw. geparkt. Sie verlieren ihre Tagesstruktur.

    Die Bildungsschere geht jetzt noch weiter auseinander. Volle Bewertung des Distanzunterrichts bedeutet eine Bewertung der elterlichen Unterstützung ( bis dazu, das Eltern die Aufgaben diktieren) sowie des technischen Equipments (auch Drucker, wlan) und ob ein ruhiger Arbeitsplatz vorhanden ist.

    Außerdem ist Distanzunterricht das falsche Wort. Es handelt sich um ausgefallenen Unterricht mit Hausaufgaben, niemals um einen Ersatz von Präsenzunterricht.
    Ich finde, die Kultusministerkonferenz handelt sehr verantwortungsvoll.

    • „Ich finde, die Kultusministerkonferenz handelt sehr verantwortungsvoll.“

      Nein, tut sie nicht.

      Wieder das gleiche Problem: Aus „Präsenz ist nötig“ wird schlichtweg gefolgert „Präsenz ist nötig OHNE Schutz“.

      DAS ist der Knackpunkt!

      Wenn man also – aus den genannten und vollkommen richtigen Gründen – Präsenz will, dann MUSS sie SICHER sein. Das ist technisch möglich und die Lösungen sind seit dem Sommer bekannt. Gemacht wurde NICHTS. Wenn der KMK die Bildung usw. so wichtig wäre, hätten sie im Sommer begonnen, die Vorkehrungen für die zweite Welle zu treffen. Es war mehr als genug Zeit.

      Falls die zweite Welle dann nicht gekommen wäre, dann hätte man 1,x Milliarden umsonst ausgegeben. Wenn sie gekommen wäre (was sie ja ist), dann hätte man SICHER mit Präsenz weitermachen können und hätte Zehntausende von Leben gerettet und dafür gesorgt, dass kaum Unterricht ausfällt. Diese 1,x Milliarden hätten vermutlich auch etliche Wochen Lockdown gespart… jede kostet angeblich etwa 5 Milliarden. Das wäre also DIE Investition gewesen mit überschaubaren Risiko.

      Man hat es nicht gemacht. Statt jetzt zu fordern, dass die Versäumnisse der KMK auf Kosten der Gesundheit von LuL und SuS umgangen werden, sollte man das Problem beim Namen nennen: Die KMK hat sich vollkommen verrannt und KEINEN Alternativplan entwickelt. Das haben sie selbst dann nicht gemacht, als es – MONATE vor uns! – in Israel schief gegangen ist mit den Schulen. Da war man arrogant und glaubte, besser zu sein.

      Jetzt kann man nur noch Scherben aufkehren. Die Lösung kann aber nicht sein, den gescheiterten Weg immer weiter zu gehen und beliebige Mengen Opfer in Kauf zu nehmen.

    • Nicht Ihr Ernst? Die Familien mit Todesfällen, die ich kenne und wo die Kinder nun in psych. Betreuung müssen weil es aus der Schule kam zählen nicht? Die eigenen Ängste als Lehrer der TÄGLICH von Schülern angenossen wird aus nicht abgedeckter Nase weil die seit Tagen getragene Maske auf Halbmast sitzt zählen auch nicht? Sie haben GARANTIERT NICHTS mit Schülern zu tun

    • @Hensch

      „Eine Erzieherin berichtete, es hätten Kinder weitgehend das sprechen verlernt, weil zuhause mit ihnen keiner sprach.“
      Lösung:
      Schule ist hier nicht die Problemlösung.
      Kinder dauerhaft raus aus diesen Familien und in Pflegefamilien, den bisherigen „Eltern“ stattdessen neue digitale Endgeräte kostenlos zur Verfügung stellen, damit sie nicht auf Idee kommen, neue Kinder „zu machen“. Wozu die bisher vorhandenen Kinder da sind, braucht man dann nicht mehr klären – ändert nichts mehr.
      (keine Ironie)

      „Andere Kinder seien fettleibig geworden. Viele Kinder werden ohne zeitliche Beschränkung vor Fernseher, Handy usw. geparkt. Sie verlieren ihre Tagesstruktur.“
      Lösung:
      Schule ist hier nicht die Problemlösung.
      Rest: siehe oben.

      Ansonsten siehe
      Teachdevil 8. Januar 2021 um 22:15
      „Sie haben GARANTIERT NICHTS mit Schülern zu tun“

    • Gehen Sie doch unterrichten. Und ach bitte schön vertreten Sie mich, denn ich habe inzwischen Angst um meine Familie und mein eigenes Leben, das von meinem Dienstherrn auch NIE im entferntesten berücksichtigt wurde. Was für ein Haifischbecken

    • @Rosemarie Mohl

      „Eine Lehrerin“

      Irgendwie niedlich, dass Sie das geschrieben haben.
      Aber es hätte bestimmt auch so niemand angezweifelt.

  7. Mich persönlich zermürbt und ermüdet zunehmend, nicht nur in der Bildungspolitik, sondern bei allen
    Coronaentscheidungen dieses ständige Schlupflochsuchen, noch ein kleines Hintertürchen und noch mal direkt rückwärts Nachjustieren. Immer wieder einen Grund finden, das gerade Beschlossene wieder in Frage zu stellen.
    Ich finde flexible Anpassung super, aber doch bitte jetzt nicht in dieser kritischen Phase schon wieder zu früh lockern!!!
    Und ich finde auch, dass die Schule nicht für alle anderen gesellschaftlichen Probleme ständig den Kopf hinhalten soll, somit auch nicht das dortige Personal, die Kinder und Jugendlichen mit echtem und berechtigtem Schutzbedürfnis für sich und andere!
    Und was bedeutet konkret „wenn die Zahlen deutlich gesunken sind“?? Da gehen aber die Meinungen sicher auch stark auseinander…

  8. Verraten Sie uns noch ganz schnell, warum Sie das möchten, und ob es in Ihrem beruflichen Umfeld in den letzten Wochen keine Quarantänefälle gab oder infizierte Menschen/Eltern. Das wage ich zu bezweifeln.

  9. Für die, die es hier gut finden das die Schulen und Kitas wieder öffnen. Bitte! Arbeiten sie mir den Kindern, setzen sie ihre Gesundheit und die der anderen aufs Spiel? Opfern Sie, wie schon einige Lehrer und Erzieher ihr Leben für Präsenzunterricht und volle Kitagruppen!!

    Ich habe heute ein Schreiben vom Gesundheitsamt in in unserer Stadt bekommen. Geschrieben am 5.1.2021. es kam als eilbrief am 7.01.2021 bei uns an. Und wissen Sie was darin stand:

    Das meine 16 jährige Tochter am 11.12.2020 Kontakt mit einem covid erkrankten Menschen hatte. Sie soll sich bis zum 25.12.2020 in Quarantäne begeben.

    Wir wussten bis gestern NICHTS von dieser Tatsache!!!!

    Das ist grob fahrlässig!!!

    Nun weiss ich…was für gravierende Fehler das gesundheitsamt unserer Stadt macht und habe das Vertrauen nun endgültig verloren!!!!

    Ich bin Erzieherin und Frage mich ernsthaft, ob ich meinen Beruf noch ausüben möchte in dieser Zeit! Ich möchte mich nicht mehr diesem Wahnsinn hingeben!!!!

  10. Die nächste Oberknalltüte in Amt und Würden mit Schleife dranne. Madamchen Wie-heißt-sie-doch-gleich Ernst tritt ja im hubigesken Stil die „würdige“ Nachfolge an. Sie scheint dann wohl auch noch nicht den „Ernst der Lage“ erkannt zu haben. (Hihi, den konnte ich mir jetzt nicht verkneifen.)

    Funny fact: Wir haben nächste Woche Zeugniskonferenzen in Präsenz – stundenlang. Dat Steffi möchte „in den nächsten Tagen“ Handlungsanweisungen für die Durchführung von Zeugniskonferenzen an die Schulen ergehen lassen. Die treffen hoffentlich noch vor der Ausgabe der Halbjahreszeugnisse ein 😉
    Man könnte es für Satire halten, wenn es nicht so bitter“ernst“ wäre.

  11. Die Pandemie hat viele positive Seiten.
    Erst jetzt sieht man den Tatsachen ins Auge, bekommt unverblümt den puren Egoismus der Politik und der Gesellschaft vorgeführt.
    Solidarität, Fehlanzeige
    Menschenwürde, Fehlanzeige
    Empathie, Fehlanzeige
    Gesundheit ,das höchste Gut eines jeden Menschen das hin und her gewälzt wird, als hätten wir eine zweite in der Hosentasche, menschenverachtend ,beschämend und armselig.
    Dieses Durcheinander der Bildungspolitik lässt defentiv zu wünschen übrig.
    Kein Sinn, kein Verstand.
    Fast könnte man in der Annahme sein ,man hat einen Haufen Irrer, die sich benehmen wie kleine Kinder, deren Süßigkeiten man weggenommen hat.
    Was sind das für Bildungsminister ?
    Was für eine abgrundtiefe schlechte Bildungspolitik haben wir hier in Deutschland ?
    Nichts hat Hand und Fuss , keine Pläne, nur dumme
    Kommentare und Begründungen, das man sich wirklich für Aussagen der Bildungsminister schämen muss und keine Worte mehr findet.
    Die Schulpolitik hat auf der ganzen Linie versagt.gelogen , Falschaussagen getätigt, Dinge unter den Teppich gekehrt, Empfehlungen ignoriert und sie wissen besser Bescheid, als die Wissenschaft und Virologen.
    Bildungsminister, was seit ihr für Vorbilder?
    Eltern sollen ihren Kindern Solidarität, ein gesundes Sozialverhalten, gute Kompetenzen vermitteln.
    Kinder sollen Vertrauen lernen ,Disziplin, Durchsetzungsvermögen, Zielstrebigkeit und, und ,und…
    Ich bitte Sie Herrschaften der Bildungspolitik…
    Sie sind ein verdammt schlechtes Vorbild für Kinder und Jugendliche, weil sie nicht kompetent genug sind eine vernünftige Bildungspolitik, gerade in der Pandemie zu betreiben, weil sie alle von ihrem Egoismus geleitet werden.
    Hier geht es nicht um Bildung und um das Wohl von Kindern und Jugendlichen, sondern einzig und allein um ihr eigenes Wohl.

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