Inzidenzwert 274 – Sachsen öffnet für mindestens 50.000 Schüler die Schulen

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DRESDEN. Nach wie vor zeichnet sich keine wesentliche Besserung bei der Anzahl an Corona-Neuinfektionen in Sachsen ab. Deshalb hält die GEW Sachsen die Teilöffnung der Schulen für Abschluss- und Vorabschlussklassen ab kommenden Montag für verantwortungslos und fordert, die Schulen komplett bis zu den Winterferien geschlossen zu halten. Das Kultusministerium hält jedoch an den Plänen fest. Mehr als 50.000 Schüler drücken dann wieder die Schulbank.

Das Coronavirus tobt weiter – auch durch Sachsen. Illustration: Shutterstock

„Andere Bundesländer mit deutlich niedrigeren Infektionszahlen, wie Bayern oder Nordrhein-Westfalen, halten ihre Schulen bis Ende Januar geschlossen. Warum ausgerechnet in Sachsen tausende Schülerinnen und Schüler sowie zahlreiche Lehrkräfte ab kommender Woche zurück in die Schulen müssen, ist mir vollkommen schleierhaft“, sagt Sachsens GEW-Vorsitzende Uschi Kruse. „Dies wird erneut zu Infektionen und Quarantänemaßnahmen an Schulen führen. Da hilft die einmalige Testung zu Beginn auch wenig. Ein Schüler mit einem negativen Test am Montag kann dennoch am Dienstag mit einer Coronainfektion in die Schule kommen, ohne dass dies bemerkt wird. Bei der aktuellen Lage halten wir die Teilöffnung der Schulen ab 18. Januar für fahrlässig.”

Bis zum Freitagmorgen hatten sich 35 Prozent der Schüler angemeldet – das dürften noch mehr werden

Schüler und Lehrer in Sachsen können sich zur Rückkehr freiwillig mit einem Schnelltest untersuchen lassen – unter anderem an rund 100 Testschulen. Für die kostenlosen Corona-Tests sei alles vorbereitet, hieß es am Freitag vonseiten des Ministeriums. Bis zum Freitagmorgen hatten sich 35 Prozent der Schüler angemeldet. Genauere Zahlen sollen am Montag vorliegen. Es sei aber nicht auszuschließen, dass sich manche Schüler spontan entschieden, erklärte ein Sprecher.

Angesichts der Abschlussprüfungen und des Lehrplandrucks fordert die GEW Sachsen, über verschiedene Wege nachzudenken, sowohl Schülerinnen und Schüler als auch Lehrkräfte zu entlasten. „Homeschooling ersetzt sicherlich nicht den Präsenzunterricht. Deshalb müssen bei der Erfüllung des Lehrplans Abstriche gemacht werden. Wir vermissen hier allerdings klare Vorgaben und auch Rückendeckung für die Lehrkräfte, die sonst gezwungen sind, den Lehrplan weitgehend durch zu pauken. Das ist weder realistisch noch sinnvoll für die Schülerinnen und Schüler”, sagt Kruse. Schülerinnen und Schüler, die in diesem Jahr vor Prüfungen stehen, waren und sind mehrfach von Einschränkungen betroffen. Deshalb muss aus Sicht der GEW Sachsen über Wege nachgedacht werden, entsprechende Nachteile, bspw. durch veränderte Prüfungsverfahren, abzubauen.

Unterdessen ist in Sachsen die Zahl der Corona-Infektionen auf insgesamt mehr als 163.000 angestiegen. Allein von Donnerstag auf Freitag wurden 2117 neue Fälle registriert, wie aus den aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen liegt demnach bei 274. Damit rangiert Sachsen bundesweit auf dem zweiten Platz hinter Thüringen. Deutschlandweit liegt der Inzidenzwert derzeit bei 146. Insgesamt 4794 Menschen sind bislang in Sachsen mit oder an dem Coronavirus gestorben, 211 Sterbefälle kamen innerhalb von 24 Stunden hinzu. Bei den Impfungen pro 1000 Einwohner lag das Land mit 9,7 nach Zahlen des RKI vom Freitag im bundesweiten Vergleich im hinteren Bereich.

„Man sollte damit aufhören, Termine für Schulöffnungen zu nennen – und die Öffnungen stattdessen an Inzidenzwerte knüpfen“

Zu den Plänen, nach den Winterferien ab 8. Februar in den eingeschränkten Regelbetrieb an Kitas und Wechselunterricht an Schulen überzugehen, sagt Kruse: „Derzeit ist es noch zu früh, um abzuschätzen, inwiefern eine schrittweise Öffnung im Februar erfolgen kann. Doch es mehren sich die Hinweise, dass sich die Infektionslage in Sachsen nicht so schnell entspannt. Man sollte auch damit aufhören, vorfristig Termine zu nennen und die Öffnungen stattdessen an Inzidenzwerte knüpfen. Das ermöglicht eine realistischere Planbarkeit, anstatt langfristige Termine immer verschieben zu müssen.” News4teachers

Baden-Württemberg verwirft Sonderweg, will aber „Öffnungsperspektive“

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55 KOMMENTARE

  1. Ich finde das immer so angenehm, wenn eine Interessensvertretung nicht zuerst an die eigenen Mitglieder denkt, sondern an andre. Wie kann das sein? Man zahlt seine Beitrag und wird dann an zweiter Stelle Abwärts priorisiert, obwohl andere gar keine Beiträge zahlen?

    Was kommt als nächstes? Das mitziehen bei Null-Runden?

  2. Machen wir uns nichts vor, für den Rest des Schuljahres, aber vor allem bis zu den Osterferien sollte es nur noch Halbklassenunterricht geben. Das Schuljahr ist bildungspolitisch gelaufen, wie auch die Schulleiter sagen. Es kann nur noch darum gehen, zu retten, was zu retten ist, also Basiswissen und -fertigkeiten, z.B. Lesen, Schreiben, Rechnen an den Grundschulen. Vieles andere ist Zusatz, kann und muss jetzt warten.

  3. Ich verstehe nicht, warum nun unbedingt die Abschlussklassen kommen sollen. Der Stoff für die Prüfungen ist weitgehend vermittelt worden. Eine Prüfung für den MSA ist entbehrlich. Die Abiturienten sind aufgefordert mal selbstständig zu lernen. Hilfestellungen und Feinschliff kann gut über Videokonferenzen angeboten werden. Und wenn wirklich was fehlt, dann einfach eine dezentrale Prüfungsaufgabe dazu packen.

    • Seh ich auch zu, Kita und Grundschule sind wichtiger, weil das Familien in den Ruin treibt und den Rest funktionierende Wirtschaft gleich mit….

    • Damit sich endlich langfristig etwas ändert müssen wir endlich wahrgenommen werden UND wir müssen geneinsam dafür aufstehen..

      Seid alle dabei. Kommt heute nach Kassel wir demonstrieren für sichere Schulen!
      Samstag, dem 16.01.2021 von 13:30 Uhr bis 16:00 Uhr auf dem Königsplatz in Kassel!
      Seid dabei! Wir stehen gemeinsam auf: Kinder, Schüler:innen, Eltern, Pädagog:innen, schulische Mitarbeiter:innen, Schulbegleiter:innen und alle Interessierten

      Alles auch auf sicherebildung.de
      Bitte steht mit uns auf!

    • @Klaus: Es wurde noch lange nicht der gesamte Prüfungsstoff vermittelt (12. Klasse, allgemeinbildendes Gymnasium). In den meisten Fächern hängen wir zwei Monate zurück, nach jetzigem Stand muss, abgesehen von einem nicht sehr umfangreichen Stoffgebiet in Mathe, der komplette Lehrplan besprochen werden, und wenn bis zu den Prüfungen kein Unterricht stattfände, könnten wir nichts aufholen. Im Homeschooling läuft alles nur halb so schnell, da das Schulsystem – im Gegensatz zum (Selbst)studium, was Sie in ihren Kommentaren von den Abiturienten verlangen – vor allem auf Frontalunterricht basiert. An vielen Schulen ist die Notenvergabe während der häuslichen Lernzeit nur eingeschränkt erlaubt, die Staatlichen Schulen haben ein generelles Problem mit der Aufgabenvermittlung (beinahe tägliche LernSax-Ausfälle) und Videokonferenzen bleiben rar. Das vielerorts saumäßige Internet ist natürlich auch ein Faktor. Des weiteren müssen wir uns auch auf die mündlichen Prüfungen vorbereiten, die zwar dezentral erstellt werden, in Fächern wie Französisch ohne Sprachpraxis jedoch kaum zu schaffen sind. In diesen Fächern gleicht die Vorbereitung keineswegs einer Massenveranstaltung, da durchnittlich nur etwa 5-6 Schüler in so einem Kurs sitzen werden (mitunter auch nur einer). Auch in den Leistungskursen werden wir maximal zu fünfzehnt sein und Zwölftklässler sind durchaus dazu in der Lage, sich dick anzuziehen, Maske zu tragen und Abstand zu halten, wenn davon ihre berufliche Zukunft abhängt. Deshalb denke ich, dass es am wahrscheinlichsten ist, sich auf dem Schulweg in den öffentlichen Verkehrsmitteln anzustecken. Für berufstätige Pendler gilt das aber ebenso.

      • Etwas mehr Kreativität in den Prüfungen sollten die Studienräte schon aufbringen, dann werden sie auch der Situation angepasste Klausuren und mündliche Prüfungen erstellen können.

        Es basiert keinesfalls nur auf Frontalunterricht, die Schüler halten per Videokonferenz Referate mit Benotung und machen dort auch Gruppenarbeiten. Ich habe aber den Eindruck, dass viele KuK mit dieser Art des Unterrichts nicht professionell umgehen können (und auch nicht wollen). Es gibt durchaus auch Alternativen zu LernSax wenn man will.

        Im Übrigen wird die Videokonferenz wohl das Medium sein, das die zukünftigen Studenten zuerst an der Hochschule kennenlernen werden. Und wenn das Abitur auf das Studium vorbereiten soll, dann wäre das auch Handlungsauftrag der Gymnasien …

  4. Sachsen bezahlt dann auch den notwendigen Voll Lockdown? Die Einzelhändler, Wirte und Sporteinrichtungen dürfen sich bei den Kultusministern bedanken. Derjenige, der in einem Bundesland mit diesen Zahlen die Schulen öffnet, will höhere Infektionszahlen. Anders ist es nicht mehr zu erklären.

  5. Ich bin sehr froh, das unsere Kinder noch keine Abschlussklasse besuchen und mich würde mal interessieren, welche Lösungsansätze praktizierende Lehrer haben. Ich bin der Meinung irgendwelche realitsfremden Theoretiker können das Problem weder lösen noch richtig einschätzen. Warum kann man denn nicht den Lehrplan entschlacken und das gesamte Schuljahr einfach wiederholen?Was würde dagegen sprechen?

    • Ich unterrichte Deutsch und könnte mir gut vorstellen, die Prüfungsthemen im Team an unserer Schule selbst zu erstellen. Das machen wir mit den Vorprüfung en schon lange so. Dann kann man selbst weglassen, was nicht behandelt oder nicht genug gefestigt würde.

  6. @Klaus
    Ein Lehrer oder Schüler können Sie ja mal nicht sein. Der Stoff ist weitgehend vermittelt worden….
    Dann kann ja ab sofort eine Klasse früher der Abschluss gemacht werden. Der Stoff wird ja schließlich im September und Oktober vermittelt.
    Ich hoffe, Sie sitzen nicht in einem Ausschuss befürchte aber doch!

    • Es sterben pro Tag 1000 Menschen, Sachsen hat mit die höchste Zahl an NI und dort will man 50.000 in eine Massenveranstaltung schicken?
      Abschlussprüfungen können verschoben werden. Das Schuljahr kann wiederholt werden.
      Warum wird immer noch so getan als wäre ein normales Schuljahr möglich?
      Was ist nur los in Deutschland?
      1000 Tote. Und es wird über Schulöffnungen debattiert. Asien lacht nicht mehr über uns. Made in Germany ist vorbei. Wir werden nur noch bemitleidet, weil die gesamte Gesellschaft von rücksichtslosen Mitbürgern in Geiselhaft genommen wurde.

    • Sie haben die Monate November und den halben Dezember vergessen …
      Wollen Sie wirklich behaupten, dass man aus 3 Halbjahren in der gymnasialen Oberstufe keine schriftliche Abiturprüfung machen kann. Was haben Sie und Ihre Kollegen die letzten 1,5 Jahre gemacht?
      Vielleicht sollten Sie sich auch mal stärker mit dem Thema „Wie gestalte ich effektive Videokonferenzen“ beschäftigen.

      • Dazu müsste man in Sachsen erst mal Videokonferenzen anbieten! Mein Sohn, Abiturient, hatte 2 Termine, die jeweils abgebrochen wurden, weil die überwiegende Zahl der Schüler keine stabile Verbindung hatte. Dafür hatte Sachsen 10 Monate Zeit!

  7. Na, in Niedersachsen ja auch. Und Grundschulkinder im Wechselunterricht. Das ging in den letzten Tagen ziemlich unter.
    Grob fahrlässig. Mich wundert es nicht, wenn in diesen Bundesländern, insbesondere in Sachsen, die Infektionszahlen in spätestens 2 Wochen in die Höhe schnellen, gerade in Anbetracht der Mutation.
    Schade, dass man den Entscheidungen hilflos ausgesetzt ist und sich als Elternteil oder Kind kaum zur Wehr setzen kann. Ein Unding.
    Sollten die Eltern doch eigentlich die Pflicht zur Gesundheitssorge für die eigenen Kinder haben. Diese wird einem abgesprochen.

  8. Abschlussklassen im Fall Sachsen sind unter anderem auch die 11. Klassen der allgemeinbildenden Gymnasien. Alles eine Definitionsfrage…
    Am Montag unterrichten wir dann die großen Kurse aufgeteilt auf je zwei Räume. Parallel dazu (?) versorgen wir alle anderen Schüler und – die Krönung – am Nachmittag dürfen sich alle testen lassen.

  9. Ein besserer lektor wäre gut. Im Aufmacher wird gesagt, dass die Schulen besser bis zu den Winterferien geschlossen bleiben sollen. Entweder hier wurde geschlampt oder versehentlich ausgeplaudert, dass der Lockdown noch bis Ende des Jahres gehen soll…. Mhmmm

    • In Sachsen gibt es Winterferien vom 31. Januar bis 6. Februar – die Berichterstattung ist korrekt. Herzliche Grüße Die Redaktion

  10. „Man sollte auch damit aufhören, vorfristig Termine zu nennen und die Öffnungen stattdessen an Inzidenzwerte knüpfen“

    Man hätte mit so einem Unfug gar nicht erst anfangen sollen. Natürlich müssen Lockerungen/Öffnungen an das Infektionsgeschehen gekoppelt werden und nicht an irgendwelche Termine oder gar irgendeinen Wahlkampf.

    Inzidenz runter auf kleiner 20, dann kann man überlegen, ob man die Schulen öffnet oder nicht doch besser auf die Empfehlung der Wissenschaftler hört, erst einmal auf den Zielwert 7 (!) herunterzugehen.

    Jede Öffnungsdiskussion bei Inzidenzen deutlich jenseits von 25 ist vollkommen fehl am Platz und riskiert weitere zehntausende Tote. Die Opfer der zweiten Welle haben nun wirklich mehr als deutlich gezeigt, wohin solche Ansätze führen.

  11. Man ist fassungslos : Der Ministerpräsident von Sachsen spricht im Fernsehen davon , die Schulen “ abzuschließen “ . Und lässt zu , dass ab Montag 50000 Schüler in seinem Freistaat wieder gehen sollen . Mehr Falschheit und Heuchelei geht nicht .

  12. Nicht nur das Virus mutiert – Deutschland auch: vom Land der Dichter und Denker zum Land der Covidioten und Virustoten…

  13. Zählen Sie doch mal alle Schüler, Lehrer, Busfahrer und Mitbeteiligte an den Förderschulen. Diese werden nirgends erwähnt, wie immer – sind aber seit 4. Januar anscheinend bundesweit geöffnet. An unserer Schule gehen, so weit ich weiß, fast alle Kinder weiterhin zur Schule, business as usual.

  14. Schwierig, aber koppeln an Inzidenzwerte, sagen wir 150, heisst zu bis Sommer. Und wenns nach Lauterbach mit seinem 25er Wert geht zu für immer….
    Corona geht nicht mehr weg.

    • Zu „yx“: Sind Sie von „Familien in der Krise“ oder aus welcher Querdenker-Gruppierung kommen Sie? Perfide, wie Sie mit dem Synonym „xy“ „spielen“. Wegen Leute wie Ihnen, die Gegen- und Präventionsmaßnahmen in Frage stellen, lässt sich SARS-CoV-2 nicht effektiv zurückdrängen. Dann geht „Corona“ auch „nicht mehr weg“ wie Sie so schön sagen.

  15. Die Inzidenz in Pflegeheimen in Sachsen beträgt aktuell 4.000/100.000 also 4%.
    In 50 Wochen wären 100% angesteckt bei linearer Ausbreitung.
    Das ist wohl mit ein Grund in Pflegeheimen zuerst zu impfen.

    Anscheinend gelingt es überhaupt nicht die Ausbreitung in Pflegeheimen zu verhindern.

    Daher werden Lehrer wohl noch einige Zeit auf eine Impfung warten müssen.

    • Damit keine weiteren Ausbrüche in den Pflegeheimen und Krankenhäusern durch das Hineinbringen in die Heimstätten stattfinden, wird und wurde im überwiegenden Teil des europäischen Ausland zunächst das betreuende Personal geimpft.
      Und wir Deutschen zeigen dem Rest der Welt, dass man auch anders denken kann, eben unlogisch und querdenkerisch, um die Infektionen nicht mehr in die Altenheime zu tragen.
      Es wäre viel effektiver, die Vektoren des Virus, hier das Personal, zu impfen.
      Unsere deutschen Politiker halten schließlich auch am DRG-System fest, bis die kleinen Krankenhäuser alle Pleite sind und keine medizinische Versorgung auf dem Lande und fern der Oberzentren mehr vorhanden ist.

      • Coronainfektion was one of my the deepest cuts in my life,full of afraid situations during the illness of infection by this divilish virus, and it`s still a big challenge to master the health of infected patients I`m ordered to heal up their life.
        So many collegues were deep injured by this devlish virus, which attacs and probablly destroys so many organs of our patients including the communication and social live of the society.
        We need as soon as possible the vaccination of our teachers, nurses,griatric nurses und doctors. And we want it now.

  16. Scheinmoral! …Da hat es, lt. „MDR Aktuell“ noch eine „Besprechung“ von Herrn Piewarz mit Herrn Kretzschmer, jedenfalls so die Aussage im Live-Interview mit dem KM, gegeben. Spätestens da ! hätte der MP „auf den Tisch hauen müssen“! Und die GEW in Sachsen? Bis auf die Verlautbarung, dass dies „unverantwortlich“ sei, kam nichts….Im Vergleich zu anderen Bundesländern gibt es hier viele angestellte Lehrer…

  17. Es ist richtig die Schulen wieder zu öffnen, gerade für Abschlussklassen, was soll das bringen das Schuljahr zu wieder holen, mein Sohn will so schnell wie möglich in die Lehre und nicht noch paar Jahre sinnlos zu Hause rum gammeln weil jedes Jahr die Schulen dicht sind. Am besten schnell das Theater Schule hinter sich lassen.Und was die Altenheime angeht, ist es eine Schweinerei die Alten als Versuchratten zu benutzen, derzeit sterben sie wie die Fliegen an der Impfung.

    • Wieso gammelt der Sohn ? Kann er nicht mal von sich aus was tun bei den Medien, die es heute gibt? Das Nachbarmädel ist 7 und macht eifrig die von der Schule gestellten und noch selbst gewählte Aufgaben. Nur mal so als Vergleich. Im übrigen sind die Personen im Altenheim NACH der Impfung gestorben, und es gibt noch keine klaren Hinweise, was die genaue Ursache war. Kann man alles in zig Angeboten im Netz lesen. Manchmal gibt es die Texte auch barrierefrei.

    • Jana Leonhardt,
      warum gammelt Ihr Sohn?
      Vielleicht sollten Sie als Mutter weniger in Telegram Chats von Impfgegnern abhängen und sich lieber mit Ihrem Sohn beschäftigen.

  18. Ich frage mich trotzdem, weshalb man sich mit der Kanzlerin trifft, den Lockdown beschließt, und ihn dann doch wieder durch die „Hintertür“ umgeht oder Sonderkonditionen will. Also, alles bla…bla…bla…und sämtliche Corona-Leugner „punkten“, weil sie in ihrer Meinung bestärkt sind, Corona sei nur eine Grippe….Dann stellt man fest, dass die Akzeptanz von Maßnahmen schwindet… Man „verstehe“ noch die Welt….

  19. Zu der Studie kann man nur sagen: passend gemacht für den Auftraggeber (Bettina Martin, SPD). „Glaube keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast“. Hier ist nichts gefälscht (hoffentlich), aber wenn nicht getestet wird, weiß man nichts. So kann man Fallzahlen niedrig halten.
    Hier in Bbg gehen bei uns jeden Tag die 10. und 12. Klassen seit 04.01. zur Schule, das sind 250 SuS jeden Tag! Wir unterrichten mit offenen Fenstern in 2 Räumen gleichzeitig. Ab und zu werden mal einige in Quarantäne geschickt, getestet wird niemand. Nur bei starken Symptomen. Gut, ich kann dann wieder nach Hause, mich beim Distanzunterricht aufwärmen, aber die SuS tun mir leid, die müssen den ganzen Tag frieren. Warmes Essen gibt es auch nicht mehr, Mensa ist zu.

  20. Ich bin mit dem ganzen Thema langsam überfordert… Herr Kretschmer sagt live im Fernsehen, dass er die Schulen im Zuge härterer Maßnahmen, zuschließen will… Und dann lässt er zu, dass ab Montag die Abschlussklassen und ihre Lehrer wieder ran müssen… Privat darf ich mich mit einer, nicht zum Haushalt gehörenden Person treffen… Aber vormittags in der Schule treffe ich ab Montag 30 Schüler pro Tag… Wie lässt sich das miteinander vereinbaren… Und dann dieser Test… Völlig sinnlos… Der Test ist freiwillig und die nichtgetesteten Schüler und Lehrer kommen am nächsten Tag trotzdem in die Schule… Es gibt also keine Garantie, dass nur gesunde Lehrer und Schüler zusammentreffen…

  21. @Jana Leonhardt
    Man sollte Äußerungen – die Alten sterben wie die Fliegen AN der Impfung nicht in die Welt posaunen, wenn man kein fundiertes Wissen hat . Kein Sterbefall wurde nachgewiesen, dass die Ursache die Impfung war, sondern diese Menschen leider schon gravierende Krankheiten hatten, denen sie in der nächsten Zeit erlegen wären. So schlimm es auch sei. Sie schüren Angst bei anderen älteren Menschen die noch rüstig sind und sich impfen lassen wollen.

  22. @S.:danke fuer Ihre Aussage bezueglich der Kommentare zu yx und dem Synonymspiel.
    Passt genau! Seinen/Ihren Kommentaren zu entnehmen, haben wir genau diese konstant hohen Zahlen, auch bei den Toten, zu verdanken.
    Boa, Glueckwunsch (ironie off)!!!!
    Solche Leute kapieren das einfach nicht, wenn die selbst daran verrecken wollen, sollen sie sich infizieren und dann in einem abgeschirmten Raum verharren, was passiert,ohne Aussenkontakt und andere Menschen zu gefaehrden, die sich an alle Massnahmen halten.

    @xy:,Sie haben leider sehr recht. Die stille Triage wird schon durchgefuehrt ohne das es gross in der Oeffentlichkeit diskutiert, in unseren Seniorenheimen.
    Viele Betroffene werden ueberhaupt nicht mehr in die Klinik gebracht und sterben im Heim.

    Laut Bericht von Intensivkraeften in den Medien kaempfen diese wochenlang mit den Patienten um deren Leben, manchmal sieht es nach Besserung aus, was jedoch sehr oft und sehr schnell doch im Tod endet und jetzt zunehmend bei juengeren Menschen.
    Falls Patienten es von der Beatmung doch schaffen sollten, haben sie mit extremen Spaetfolgen zu kaempfen und koennen trotzallem nach Wochen noch in Verbindung mit dem Virus sterben.
    Auch bei leichten Verlaeufen ist dies möglich, Kinder koennen ebenfalls betroffen sein.

    Ist es das, was das Ziel dieser Leugner ist???

    Meinungsfreiheit hin oder her, das hat jeder hier im Land, ABER WIR AUCH!!!! UND WIR WOLLEN DIESE PANDEMIE UEBERLEBEN MIT UNSEREN FAMILIEN!!!!

    BEHALTET EURE MEINUNG FUER EUCH(oder tauscht Euch in Euren Gruppen aus) UND HALTET ABSTAND ZU DEN MENSCHEN, DIE SICH DIESE MEINUNG NICHT AUFDRAENGEN LASSEN WOLLEN!!!

    RESPEKT koennen auch wir erwarten!!!!

    Die Schulen ueberhaupt oeffnen zu wollen bei diesen Inzidenzwerten ist absolut unverantwortlich gegenueber allen Menschen!!!!
    Leider wurde bezueglich der Vorbereitung des Unterrichtes von seiten der KM wertvolle Zeit verschenkt….

    • Besorgte Mutter,
      danke für Ihren Beitrag!
      Ich fühle mit Ihnen. Bleiben Sie laut, denn viele denken wie Sie!
      Die Querdenker haben verloren, wenn die Vernünftigen lauter werden.

    • @ Besorgte Mutter
      Ich weiß, ist „off topic“ aber mir SEHR WICHTIG!

      Sie schreiben:
      „@xy:,Sie haben leider sehr recht. Die stille Triage wird schon durchgefuehrt ohne das es gross in der Oeffentlichkeit diskutiert, in unseren Seniorenheimen.
      Viele Betroffene werden ueberhaupt nicht mehr in die Klinik gebracht und sterben im Heim.“

      Wie schon weiter oben kommentiert: „Viele Menschen in Pflegeheimen haben eine Patientenverfügung, die festlegt, was man an Behandlung noch gewillt ist zuzulassen.
      Das hat nichts mit stiller Triage zu tun, sondern ist eine freie Willensäußerung, die respektiert werden muss!“

      Wir haben lange darum gekämpft, dass eine Patientenverfügung anerkannt werden MUSS!
      BITTE, BITTE, BITTE, macht unsere Bemühungen nicht damit kaputt, dass ihr das jetzt mit einer „stillen Triage“ gleichsetzt! Nicht jeder möchte an Maschinen angeschlossen werden!

      Es war schon schwer genug, den Wunsch meiner Eltern (86 und 91 Jahre, multipel vorerkrankt mit einem langen Leidensweg):
      „Keine Apparatemedizin mehr!“
      gegenüber den Pflegeheimen durchzusetzen.

      Wenn ihr jetzt das Respektieren einer Patientenverfügung gleichsetzt mit Triage, haben wir den Kampf um einen selbst bestimmten, würdigen Tod mit palliativer Begleitung verloren!
      Dann kann ich meine Patientenverfügung auch gleich in den Reißwolf stecken!

      Ich bin auch dafür, dass wir Schule nur dann öffnen, wenn wir ALLE Sicherheitsmaßnahmen (Luftfilter, Plexiglaswände, PPF2 Masken usw.) haben. Schließlich bin ich 65 Jahre alt und somit ziemlich gefährdet! Selbst die Notbetreuung der Grundschulkinder ist auch mir unheimlich und ich würde mir irgend einen Schutz wünschen!

      Aber es hilft uns nichts, wenn wir jetzt hier neue Verschwörungstheorien verbreiten!

      VIELEN DANK!

  23. Bezueglich der Schnelltests wurde auch immer wieder beschrieben, das diese (meist) durch Anwenderfehler faelschliche Ergebnisse ergeben koennen und somit eine „falsche“ Sicherheit bieten wuerden.

    Leider versteh ich auch die Eingruppierung der Gesundheitsaemter nicht.
    Bei nachweislich positiven Kontakt, zwar unter Mundschutz und Handschuhen, aber im geschlossenen Raum ueber 30min ohne Mindestabstand, zumindest kurzzeitig,wurden Angehoerige in K2 eingestuft, erhalten in 5 Tagen als Risikogruppe(sonst haetten sie nicht mal einen Test erhalten, wenn sie symtomlos bleiben) einen Test, duerfen sich jedoch laut Gesundheitsamt problemlos frei bewegen ohne strengere Kontaktbeschraenkungen.
    Heisst, bis zum Test sind insgesamt 8Tage vergangen und bis zum Ergebnis immer noch mal 2-3 Tage, sind also 10-11Tage moeglich andere Menschen anzustecken, falls keine Symptome vorhanden sind, koennen sie trotzallem bei einer Infektion schon Uebertraeger sein.
    Sie sind jedoch doch verantwortlich gegenueber der Infektion, das sie nun freiwillig absolute Quarantaene einhalten.

    Dieses Vorgehen des Gesundheitsamtes hat mich echt erschuettert, zumindest in dieser Gesamtkombination den Menschen noch offiziell zu erlauben, sich frei bewegen zu duerfen. ERSCHRECKEND!!!!

  24. @S. Corona ist schon lange da und geht nicht wieder, weil es ein Virus ist und es liegt in der Natur von Viren zu mutieren. Dafür braucht man in keiner Bewegung zu sein. Ich, z. Bsp. gehöre keiner Bewegung an, allerdings bin ich Teil einer Familie, die sich zerreißen muss, zwischen zwei Vollzeitjobs, ohne Möglichkeit von Notbetreuung. Ich stehe morgens um 5 Uhr auf, damit mein Mann zur Arbeit kommt, weil wir nur ein Auto haben und Fahrgemeinschaften ja verboten sind:-(, bereite teils schon das Mittagessen vor. Mein 5-Jähriger ist um 7 Uhr wach, mein 10-Jähriger Fünftklässler hat ab 7.30 Uhr Fernunterricht, bei dem teilweise die Plattform zusammenbricht, teilweise unsere Internetverbindung. Wir sind bis etwa 13 Uhr mit so etwas beschäftigt… Nicht zu vergessen, meinen Kleinen, der auch beschäftigt werden will und muss, er sollte sich auch entwickeln in dieser Zeit, wenn er schon seiner sozialen Kontakte beraubt wurde… Von Kochen, Putzen und sonstiger Hausarbeit mal nicht einmal reden wollen… Ab 14.30 Uhr geht es zuhause für meinen Mann so weiter und ich gehe wenigstens für drei Stunden ins Büro, um die Sachen zu erledigen, die ich im Home-Office nicht machen kann und mein restliches Arbeitspensum mit nach Hause zu nehmen. Zuhause angekommen wieder Abendessen, mit Kindern eine Stunde spielen (am Tag nur eine Stunde Spielen, mehr kann ich mir nicht leisten!). Um 21 Uhr sind sie im Bett und ich im Home-Office. Um meine Arbeit zu schaffen, ackere ich 4 Stunden am Stück… Was ich nicht an Wochentagen schaffe, muss am Wochenende abgearbeitet sein… 4 Stunden Schlaf am Tag ist definitiv zu wenig… Und Sie denken, das sind keine Gründe, warum Eltern für eine Schulöffnung sind? Es macht uns Eltern kaputt, führt an den Rand der Verzweiflung, vor allem unsere Kinder unglücklich zu sehen, und sie sind es!!! Man kann Vieles hinnehmen und überbrücken, aber wenn Erwachsene an Herzinfarkten, Schlaganfällen, Depressionen und weniger schlimmen Krankheiten aufgrund von Stress und Überforderung ausfallen, weil sie überbelastet sind, wem ist dann geholfen? Hauptsache, die Lehrer müssen nicht in die Schule. Ich habe den Vergleich der Krankheiten mit Absicht gewählt, weil es genauso übertrieben ist, wie zu sagen, dass alle sterben werden, wenn die Schulen und Kitas aufmachen. Weil: es ist wie gesagt ein Virus, der nicht verschwindet, wir müssen lernen mit ihm zu leben, wie mit anderen Viren auch.

  25. Der von uns Eltern am 12.01.21 an das säch. Kultus geschriebene Brief, mit dem Hinweis auf die totale Verantwortungslosigkeit, die Schüler in die Schulen zu schicken, wurde innerhalb von 12 Stunden mit einem fast schon frechen, vor formulierten Antwortbrief abgetan. Demokratie lässt grüßen….
    Ein hoch auf die kommenden Infektionszahlen!

  26. Warum solch ein Risiko eingehen. Gerade die älteren Schüler*innen kommen mit dem Fernunterricht immer besser zurecht, die Mischung aus Onlineaufgaben bearbeiten undo Videokonferenzen spielt sich nun ein, bei uns wird nun sogar die Anwesenheit online überprüft. Wichtig wäre es nun allerdings, Serverkapazitäten bereitzustellen, damit es nicht immer wieder zu Überlastungen kommt. Hier wurde monatelang Vieles versäumt, obwohl dieses Problem einfach zu beheben ist und im Vergleich zu anderen Hilfsmaßnahmen wenig kostet. Hier ist dringender Handlungsbedarf und keine Spielwiese für Politiker und ihre sogenannte Bildungsexperten, die sich für die kommenden Wahlen positionieren möchten.

  27. Mich wundert nur, wieso ausgerechnet Sachsen seine Kigas und Schulen öffnet. Sie haben doch jetzt schon die höchsten Todeszahlen Deutschlands. Damit dünnen die ja das dünn besiedelte Ländle noch mehr aus…. Manche lernen eben nicht aus ihren Fehlern!

    • Vermutlich ist Kretschmer von der AfD und den Querdenkern getrieben. Logisch nachvollziehbar ist die Öffnung der Schulen für die Abschlussklassen nicht, da die älteren Schüler von Distanzunzerricht meist im Hinblick auf Selbstständigkeit und Organisationsdisziplin profitieren. Ich könnte den Wunsch nach Präsenz für Klasse 1 und 2 der Grundschulen verstehen, aber Abschlussklassen sind infektiologisch der Gau. Dümmer geht es kaum.

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