Schul-Chaos: Das schreibt ein Lehrer seinem Kultusminister ins Stammbuch

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BERLIN. Der Bund-Länder-Gipfel vereinbart am Dienstag, den Schulbetrieb bis zum 14. Februar weitgehend einzustellen – nur 24 Stunden später scheint das nicht mehr zu gelten: Jedes Bundesland macht mit den Schulen, was es will. Und viele wollen offenbar Präsenzunterricht. So auch Niedersachsen, wo seit Anfang der Woche die Grundschüler in wechselnden Schichten wieder zur Schule gehen. Und das soll, trotz der Gipfel-Beschlüsse, auch so bleiben. Nur die Schulbesuchspflicht wird gestrichen. Was ein Grundschullehrer, Leser von News4teachers, davon hält, hat er sich in einem Brief an die Landesregierung von der Seele geschrieben. Wir dokumentieren den Post.

„Sie schaden hier vorsätzlich Schülern, Lehrern, Familien.“ Illustration: Shutterstock

Lehrer mit Seele, 20.01.2021 um 17:16 Uhr

Sehr geehrter Herr Tonne, sehr geehrter Herr Weil,

ich bin ausgesprochen dankbar dafür, dass Sie beide nicht direkt vor unseren Klassen stehen. Die Art und Weise, wie Sie in durchdacht jedes Schlupfloch nutzen beziehungsweise erzeugen, hat absolut nichts mit Vorbildfunktion zu tun.

Sie schaden hier vorsätzlich Schülern, Lehrern, Familien und treiben ganz nebenher eine Pandemie unnötig an, die es zu bekämpfen gilt.

Die Schüler in den Grundschulen haben gleichzeitig Wechselunterricht, Notbetreuung und Homeschooling.

Allein die notwendigen Hygieneregeln bringen Grundschüler an ihre Grenzen. Ich habe viele Kinder mit kaputtgewaschenen Händen gesehen und nie mehr Konflikte auf den Toiletten erlebt, als jetzt, wenn zwei kleine Jungs aus unterschiedlichen Klassen auf die Toilette mussten, die nur ein Kind betreten durfte. Nicht selten endete dies in nassen Hosen und einer Schamsituation, wie es sie in Schulen dringend zu verhindern gilt.

Das einzig pädagogisch Sinnvolle haben Sie leider vergessen, dass genau die Kinder, die wir dringend in die Schulen bringen müssten, weil sie aufgrund von Sprachschwierigkeiten, Lernückständen o. Ä. pädagogische Unterstützung benötigen, jetzt zu Hause bleiben.

„Wie man sich selbst klont, war nicht Teil unserer Lehrer-Ausbildung“

Die Lehrer haben jetzt eine Dreifach-Belastung. Selbst die, deren Kinder schon erwachsen sind, arbeiten so viel, dass sie kaum noch dazu kommen, mal anständig zu kochen. Rückmeldungen an Eltern gehen sogar noch sonntagsabends raus, weil sie regulär unterrichten, Notbetreuung stemmen, in der nachmittäglichen Notbetreuung aushelfen und alle Arbeitsblätter aus dem Homeschooling einzeln korrigieren. Vielleicht ist Ihnen das nicht bekannt, aber solche Dinge können selbst Lehrer nur nacheinander stemmen. Wie man sich selbst klont, war nicht Teil unserer Ausbildung.

Und nicht zu vergessen die Familien. All die Eltern, die keinen gemütlichen Bürojob haben, sondern sich in der Produktion, im Verkehr und in der Pflege körperlich kaputt machen, in ständiger Infektionsangst leben und mit schlechtem Gewissen ihre Kinder 8,5 Stunden notbetreuen lassen, um ihren Beitrag in dieser Gesellschaft leisten, dürfen jetzt gegen 17.00 mit vollkommen übermüdet und gestressten Kindern noch Hausaufgaben machen. Dies ist eine absolute Überbelastung für Menschen, die auf so Vieles verzichten, um unsere. Gesellschaft am Laufen zu halten.

„Lassen Sie endlich diese ewige Suche nach einem Schlupfloch!“

Ich spreche für viele Eltern, Lehrer und Schüler, wenn ich eindringlich bitte, die Entscheidungskompetenzen an die Leute abzugeben, die die Kinder kennen und nicht nur nach Zahlen entscheiden. Sollen die Eltern gern selbst entscheiden, ob die Kinder zu Hause unterrichtet werden können oder nicht. Aber basteln Sie bitte keine Kombinationen, die nicht umsetzbar sind wie „Szenario B + Notbetreuung“ und überlassen Sie den Schulen das Recht, für einzelne Schüler Präsenzpflicht anzuordnen. Wir haben schon vor Corona 8 Prozent Schüler ohne Abschlüsse gehabt. Für diese 8 Prozent, die in den letzten 30 Jahren niemand interessiert haben, werden jetzt um jeden Preis Schulen offengehalten. Das ist Augenwischerei und das weiß jeder, der sich damit auseinander setzt.

Lassen Sie endlich diese ewige Suche nach einem Schlupfloch und geben Sie die Entscheidungsgewalt an die Leute vor Ort, Schulen und Eltern. Bezüglich der Kinder, die uns jetzt genauso verloren gehen, wie schon all die Jahre zuvor, sollte man bitte mal generell unser Schulsystem modernisieren.

Schlussendlich noch eine Bemerkung zu Ihrem Kommentar in NDR. Sie sagten, sie wollen die Schulen auflassen, weil man den Kindern ja schon das freie Spielen, Sport und Musikvereine weggenommen habe. Das ist eine schöne Überlegung, aber leider nicht zu Ende gedacht.

„Wenn Sie unseren Kindern und uns allen Lebensqualität wieder geben wollen, setzen Sie den Lockdown um“

Wenn Sie meinen, dass die Kinder gerne vier bis sechs Mal am Tag bis zu 20 Minuten aufs freie Waschbecken zum Hände waschen warten, um sich dann mit Eiswasser abzuschrubben oder auf dem Schulhof zwei Meter Abstand halten, anstatt fangen zu spielen oder zu klettern, oder gerne vor den Toiletten von einem Bein aufs andere hüpfen, weil trotz 5 Toilettenkabinen nur ein Kind den Raum betreten darf, sind Sie wirklich weit außerhalb der Realität.

Wenn Sie unseren Kindern und uns allen Lebensqualität wieder geben wollen, setzen Sie den Lockdown um, so hart wie nur möglich. Nach zehn Monaten sinnlosem Hin und Her überstehen wir alle noch ein paar Wochen. Und dann mit Spaß und Lebensfreude zurück in die Schule, die Vereine und weg mit der Angst. Ja, das wäre nur ein Etappensieg. Aber den hätten sich alle, insbesondere die Kinder nach 10 Monaten verdient.

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Schul-Chaos – Kultusminister Tonne: «Wir können es leider nicht ändern»

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72 KOMMENTARE

  1. Das Schlimmste ist nicht die Pandemie , sondern der Umgang damit . Vor allem durch die Politiker . Die Verantwortung für den Endlos – Lockdown haben die Schulminister . Und die Ministerpräsidenten , die sie gewähren lassen .

    • Danke, sehe ich genau so. Einmal alles richtig zu= alle Kontakte unterbrochen= relativ schnell eine Rückkehr zur Normalität für alle, anstatt dieses „immer ein bischen“, immer Ausnahmen, immer Sonderwege…
      Unsere Politiker lernen nicht dazu und schaden mehr als nötig wäre und alles schleppt sich Woche um Woche halbgar weiter. Ich bin davon überzeugt, dass eine bundesweite Schließung wie im Frühjahr mit einer Notbetreung für alle Kinder von berufstätigen Eltern für ALLE Beteiligten planbarer, einfacher und vor allem von kürzerer Dauer ist, als das, was wir seit Wochen erleben.
      Hat tatsächlich noch jemand geglaubt, dass es dieses Mal eine einheitliche Lösung gegeben hätte? Seit mehr als 10 Monaten hatte „man“ Zeit sich funktionierende Lösungen zu überlegen…

    • Der Lockdown ist sinnlos. Schulen auf und alles durchlaufen lassen.
      Bald ist sonst die Wirtschaft kaputt und es gibt nur Privatschulen fuer Reiche.
      Alles auf und die Aengstlichen sollen zu Hause bleiben und die anderen nicht Bergen.

      • Mit dem Ziel die Rentenkassen zu entlasten oder wie wollen Sie die vielen Toten rechtfertigen?
        Und dann kommen noch viel mehr Tote dazu, nämlich die PatientInnen, für die bei überbelegten Krankenhäusern niemand mehr Zeit hat: Herzinfarkte, Schlaganfälle etc.
        Ob die Wirtschaft das aushält?
        Ihre Argumentation ist ungefähr auf dem Stand von vor 10 Monaten, die Gefahr durch die neuen Mutationen blenden Sie zusätzlich auch noch komplett aus.

        • An Nrw Lehrerin
          Die Rentenkasse wird es nicht mehr geben.
          Alle fangen bei Null an und es kommt eine Waehrungsreform.
          Armut fuer fast alle und Reichtum fuer wenige.
          Ausser, man oeffnet alles, und zwar schnell!!!!

          • Nach Adam Riese:
            Stand 21.01.2021

            Infizierte gesamt = 2.088.400
            Todesfälle gesamt = 49.783
            Corona-Todesfallrate: 2,38%

            Einwohner Deutschland laut https://www.destatis.de
            = 83,1 Mio.

            Dann bereiten Sie sich schon einmal auf gesamt
            1,98 Mio.!!!!! CORONA-TOTE OHNE Berücksichtigung der Mutanten vor!

          • Ich denke ein Herr mit dem Namen Albert E. hatte schon recht, als er sagte, „Es ist schwieriger, eine vorgefasste Meinung zu zertrümmern als ein Atom. Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“

      • Da fallen mir nur böse Worte ein, OES! Diese Arroganz – oder ist es Ignoranz? – der inzwischen nachgewiesenen Gefährlichkeit der Pandemie und die Idee ‚es durchlaufen‘ zu lassen! Hirndurchfall!

      • Sehr geehrtes Oes (Steht das für Ohne Erkennbaren Sinngehalt?),
        ich beglückwünsche Sie zu Ihrer einzigartigen und wunderschönen Meinung.
        Es gibt halt Leute, die gerne Stuss absondern, um irgendwas gesagt zu haben; das sei auch Ihnen vergönnt.
        Viel Freude damit weiterhin!
        Uli

  2. Danke, lieber Lehrer mit Seele!

    Das sind deutliche Worte, die hoffentlich auch von den Personen gelesen werden, die diese Misere zu verantworten haben.

    Was das unüberschaubare Kuddelmuddel aus Regelungen und Ausnahmen im echten Leben von Kindern, Eltern und Lehrern bedeutet, ist den Entscheidern vermutlich nicht klar. Sie sehen das Chaos nicht, oder wollen es nicht sehen.
    Das erreicht sie nicht in ihrer geschützten Umgebung im Einzelbüro, ausgestattet mit Luftreinigern und Plexiglas.

    Danke dafür, dass Sie das alles hier sehr deutlich machen

  3. Danke für diesen punktgenauen Beitrag!
    Liebe Grüße von einer Förderschul-PM aus Niedersachsen, die seit Monaten Worte wie Perlen vor die Säue wirft ohne einen Lichtblick am Ende des Tunnels.

  4. Absolut richtig – aber unglaublich schade um die vielen, vielen verpassten Chancen, unglaublich traurig, dass wir das heute immer noch diskutieren müssen…

    All das haben wir vor fast einem Jahr schon angemerkt, diskutiert, vorgeschlagen, drum gebeten – und nichts ist passiert, das genau diese Situation jetzt hätte verhindern können.

    Natürlich ist es bei weitem nicht die ideale Lösung, wenn Kinder nicht in die Schule gehen können.
    Noch weniger ideal ist es aber, die Gefahren zu negieren, kleinzureden, wegzubeten – nur um am Ende noch längere Strapazen für alle und noch größere Schäden ausgelöst zu haben.

    Wer den Kindern einen Gefallen tun will,
    der schickt endlich alle konsequent und kompromisslos nach Hause, die nicht unabdingbar raus müssen, gerade und besonders die Kinder und ihre Familien,
    der sorgt dafür, dass jetzt endlich so schnell und effektiv wie möglich die Zahlen runtergefahren werden,
    der schafft endlich ein schlüssiges und bundestweites Konzept für „hinterher“,
    der sorgt endlich für wirksame Infektionsschtzmaßnahmen für alle Beteiligten.

    Gerade bei der Amtseinführung in Whashington: Geht es um Macht oder um Möglichkeiten? Ja, das ist das Problem.
    Ich mutmaße: Frau Merkel geht es um die Möglichkeiten, den Länderfürsten…

  5. Ich bin einfach nur noch enttäuscht. Da werden Beschlüsse gefasst und Stunden später suchen sich die Kultusminister und die Ministerpräsidenten schon wieder neue Schlupflöcher! Damit ist niemandem geholfen! Unser förderales System ist einer der Hauptgründe warum wir diese Pandemie nicht in den Griff bekommen werden.

  6. Am Dienstag wurde beschlossen, dass ein flächendeckender Lockdown gilt. Am Mittwoch wieder ein Chaos wegen den Schulen. Die ersten Länder wollen die Schulen öffnen, egal wie die Infektionszahlen aussehen. Auch der mutierte Virus interessiert in der Schule nicht mehr.
    Aber die Geschäfte sind geschlossen, wir müssen Abstand halten. Sind Noten wichtiger als Menschenleben? Muss man jetzt mit aller Macht wieder alles zunichte machen was wir alle mit harter Disziplin erreicht haben? Auch wenn die Teilnahme ab Februar freiwillig ist, sind wir Eltern unter Druck die Kinder zu schicken, denn wir wollen keine Nachteile für unsere Kinder. Die Angst bleibt aber!

    • Unterschätzen Sie sich und Ihre Kinder nicht. Viele Eltern haben großartige Arbeit im ersten Lockdown geleistet. Wie haben nicht selten sogar Leistungssteigerungen gesehen, insbesondere die zurückhaltenden Kinder haben extrem aufgeholt.

      Kein Kind muss durch das Homeschooling Einbüßen befürchten, wenn die Eltern eine gewisse Grundbildung haben und ruhig und besonnen an das Thema rangehen.

      Was Sie als Eltern ohne schul- und lernpädagigisches Hintergrundwissen auf die Beine gestellt haben, verdient in jeder Form die größte Hochachtung aller Lehrer und ich hoffe inständig, dass auch in der Politik mal ankommt, dass Eltern nicht automatisch schädlich für Kinder sind.

      Lassen Sie sich nichts anderes einreden. Sie und Ihre Kinder verdienen meinen vollsten Respekt

      • Danke! Ich bedanke mich auch bei allen Familien, die ihren Kinden das Distanzlernen ermöglichen- wie auch immer. Aus meiner Sicht läuft es sehr gut!

      • Ich möchte mich auch bei meinen Eltern herzlichst bedanken. Die ihr bestes geben um ihren Kindern zu helfen. Meine Eltern der Schüler haben auch meinen größten Respekt verdient. Man muss nur gemeinsam wollen und versuchen mit allen Beteiligten zu reden (Schüler, Eltern und Lehrer).

  7. So wahr , besonders der Satz mit den 8 Prozent ohne Schulabschluss.
    Wenn ich noch einen Politiker über Bildungsgerechtigkeit reden höre. Die gab es davor auch nicht!!! Und gab es darüber Empörung – ja manchmal. Aber würde Geld in die Hand genommen um dem entgegenzuwirken – nein.
    Ich arbeite mit den Verlierern unseres Bildungssystems, so viele Fördermaßnahmen wurden in den letzten Jahren kaputt gespart.
    Lasst die Schulen zu, lasst uns die Zahlen senken. Das Hin und Her muss aufhören

  8. Nach Außen gespielte Eintracht mit gemeinsamem MP-Beschluss, um nach Beenden der Video-Schalte gleich die Lockerungen für das eigene Bundes-Ländle zu verkünden.

    WARUM?
    – politisches Kalkül im Superwahljahr 2021
    – Taktieren zum eigenen Machterhalt – egozentrisches Gehabe
    – Bedienen des Lobbyisten-Klientels
    – Überbietungspolitik – Versprechen von Lockerungen, die realistisch nicht zu halten sind –

    In Verkennung der aktuellen NOTWENDIGKEITEN / FAKTEN:
    – rasches Reduzieren der Fallzahlen
    – Mutanten B117, 501.V2 sind bereits in Deutschland nachgewiesen
    B117 in Berlin auch ohne Bezug zu einem Aufenthalt in Großbritannien!
    – die ITS werden es nicht schaffen und sind jetzt schon am Anschlag
    (300 Arbeitsstunden pro Monat sind kein Dauerzustand für Ärzt*innen, Pfleger*innen, Laborpersonal.)
    – halbherzige Anschluss-Lockdowns des Lockdowns, des Lockdowns sind keine Option auf Dauer!
    – es muss endlich eine für ALLE verbindliche Strategie her – ohne Hintertürgeschacher der MPs –

    WANN?
    Lernen wir ENDLICH aus den Erfahrungen anderer Länder im Umgang mit der Pandemie: Australien, Neuseeland, Taiwan, …..
    Lernen aus der Geschichte – die Attische Seuche hat im Antiken Griechenland auch eine Demokratie ruiniert –
    –> durch das jetzige Rumgeeiere der MPs werden politische Entscheidungen immer unglaubwürdiger und geben ‚den Rechten‘ und Querdenkern nebst Reichbürgern und sonstigen Konsorten, die die Demokratie aushebeln wollen, gerade ungemein Auftrieb.

    Eine Möglichkeit aus der Misere ist in dem Artikel der ZEIT gut beschrieben:

    https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2021-01/coronavirus-strategie-no-covid-positionspapier-neuinfektionen-lockdown/komplettansicht

    https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2021-01/no-covid-strategie.pdf

    • Es wird kein No-Covid geben!

      Australien, Taiwan und Neuseeland sind Inseln- von daher nicht vergleichbar.
      Deren Strategien sind auf Deutschland niemals anwendbar!

      Bitte mal nachdenken!

      • Naiima, die No – Covid – Strategie sollte optimalerweise EU weit angewendet werden. Welche Alternativen haben wir denn? Zusehen wie eine rasant zunehmende Virenlast in der Gesamtbevölkerung solange neue Mutanten hervorbringt, bis die gerade entwickelten Impfstoffe wirkungslos werden?

  9. Wenn die Präsezpflicht in den Schulen für Grundschüler aufgehoben ist und die Eltern dafür verantwortlich sind, wenn sie ihre Kinder in die Schule schicken, ist das doch eigentlich Privatvergnügen. Warum dürfen sich dann in einem Raum Personen aus mehreren Haushalten treffen?

  10. Richtig gut geschrieben,hoffentlich wird er überall veröffentlicht!
    Niedersachsen glaubt offensichtlich es sei eine Insel,wo man immer eigene Regeln aufstellen kann, traurig!! Wofür machen wir das denn alles?? Um eine Pandemie zu bekämpfen! Aber so wird das nix,und manche Eltern sollten auch einfach Mal froh sein,das ihre Kinder gesund sind,und nicht gleich ausflippen,wenn Mal weniger Stoff durchgenommen wird,verblödet ist noch niemand deswegen… Bildung kann auch digital zeitweise stattfinden,selbst in Israel, Niederlande, Dänemark haben auch Grundschüler Digitalunterricht,aber in Deutschland ist es angeblich nicht zuzumuten!? Dann lieber alle in die Schule schleifen und Infektionen in Kauf nehmen, traurig!!

  11. Alles richtig!
    Aber keiner will/wird es wahrhaben.

    So ist es für uns alle (selbst Lehrer und Väter von 3 Kindern GS und Gym) eine Zumutung und eine enorme physische und psychische Belastung….. die Quittung dafür kommt in 1/2 – 1 Jahr.

  12. Mit den (neuen) Beschlüssen tuen wir uns enorm schwer!
    Was sollen diese Sonderregelungen für Niedersachsen?

    Jetzt sollen wir Eltern entscheiden ob wir unser Kind und uns lieber vor dieser schlimmer werdenden Seuche schützen, und zu Hause (mit 90min Schulstoff) begnügen!

    Wiedereinmal eine Spaltung, in der Bildungsqualität, wenn die Lerninhalte (vom Homescooling) bewertet werden!

    Wir sehen den Infektionsschutz, nicht für ausreichend gewährleistbar! In erster Linie
    DURCH DEN SCHULWEG (Busse)

    Wir möchten unser Kind schützen und/aber nicht, das es dadurch bildungstechnisch benachteiligt wird!

    Deshalb tuen wir uns bei dieser Entscheidung extrem schwer!

    Wenn ich wüßte wo ich diese Entschlüsse effektiv anfechten kann, würde ich es unverzüglich tun!

    Muß dieses neu mutierte Virus erst ins Kultusministerium einziehen?

    Ich wünsche es Keinem!

    Wir sind da alle machtlos, aber ich möchte das so nicht hinnehmen!

    Brief an eine Grundschule
    zwecks Entscheidung (Schulbesuch des Kindes) ob Pest oder Colera

  13. Ich stimme hier auch ausdrücklich zu. Diese Nicht-Entscheidung ist im höchsten Maße inkonsequent! So darf man das nicht machen.

  14. Vollkommen richtig!

    Wenn man im Oktober, als die Inzidenzen langsam anfingen, zu steigen, einen richtigen Lockdown gemacht hätte bis runter unter eine Inzidenz unter 25, dann wäre jetzt vermutlich ein vorsichtiger Präsenzbetrieb sicher möglich.

    Das würde aber etwas erfordern, was aktuell sehr fehlt: Ein KONZEPT, statt sich von Woche zu Woche zu retten und immer nur auf das Jetzt und das Sofort zu schauen. Dann würde man verstehen, dass es viel sinnvoller ist, JETZT eine Weile alles einzustellen, um in einer gar nicht so fernen Zukunft dann eben sicheren Präsenzunterricht zu haben. Statt dessen wird auf Biegen und Brechen versucht, JETZT Präsenz zu machen, womit man das für eine gar nicht so ferne Zukunft ziemlich sicher verhindert.

    Dass dem so ist, sieht man deutlich, wenn man sich die Zeit von Anfang Oktober bis jetzt ansieht. Es wurde immer nur auf kurzfristige Ziele geschaut, nicht auf das Ganze und es wurde nicht versucht, das kurzfristige Interesse dem langfristigen Ziel unterzuordnen.

  15. Danke!
    Auch bei uns in RLP sieht es nicht viel anders aus.
    Da wird ein Professor in die PK gestellt, der uns erzählt, was der Lockdown bei unseren Kindern anrichtet. Das ist eine der Begründungen warum hier ab 01.02. mit dem Wechselunterricht in den unteren Klassen begonnen wird. Natürlich merke ich auch an unserem Sohn (Viertklässler), dass er unter der Situation leidet. Auch für uns als Eltern und Berufstätige ist das alles andere als ein Spaziergang. Leider ist es aber so, dass die Kinder, die jetzt als abgehängt bezeichnet werden, nicht erst seit Corona abgehängt sind. Ich arbeite seit dreißig Jahren in meinem Beruf und in all den Jahren gab es schon immer soziale Ungerechtigkeiten. Jetzt kommen sie aber noch viel massiver ans Tageslicht. Die Politik hat nichts dafür getan, dass es besser wird und ich befürchte, dass sich dass auch nach Corona nicht ändern wird.
    Ich frage mich, was die Politik unseren Kindern vormacht. Es werden Beschlüsse gefasst, um sie dann gleich wieder über Bord zu werfen. Was lernen unsere Kinder daraus: „Ich muss nicht hinter meinem Wort stehen. Ich kann lügen und versprechen so viel ich will, um es dann doch durch ein Schlupfloch wieder anders als abgesprochen zu machen. Demokratie-und Werteerziehung, die ja so groß in unserem Schulgesetz verankert ist, sieht für mich anders aus. Leider!
    Ich liebe meinen Beruf und stecke viel Herzblut und Energie in meine Arbeit. So langsam macht sich aber auch bei mir Frust und Ärger breit.

  16. Ich bin Polizist von Beduf,
    komme aus Rheinland-Pfalz.
    Habe 2 schulpflichtige Kinder.
    Gleiche Situation.
    Danke für diese kompetente Aussprache.
    Das, was sie sagen, ist die REALITÄT.
    Danke

  17. @Lehrer mit Seele: genau auf den Punkt gebracht! Anders hätte ich es auch nicht formuliert. Fakten, die klar und deutlich dargestellt sind. Ich bin gespannt, ob der Herr Tonne sich die Worte einmal verinnerlicht, und endlich die richtigen Entscheidungen trifft. Oder ob weiterhin nur Macht demonstriert wird.
    Richtiger Weg: 4-6 Wochen strengsten möglichen Lockdown. Ohne wenn und aber!
    Das halten auch Großeltern oder andere Bekannte/ Angehörige, etc. aus.
    Wo soll dieses Chaos nur hinführen …..

  18. Hallelujah… Schon der 1. Lockdown hätte länger laufen müssen. Ich bin hier völlig gleicher Meinung.
    Darf man den Brief viral gehen lassen und teilen auf sämtlichen Seiten???

    • Sehr gerne. Eigentlich war es nur ein Leserbrief und ich war selbst überrascht und erfreut, dass news4teacher einen Artikel daraus gemacht hat. Falls einer unserer Kultusminister die Muße hat sich mit der Meinung der Betroffenen auseinanderzusetzen, wäre ich mehr als glücklich. Ich habe selbst Kinder, sehe das Problem also sehr wohl von zwei Seiten.

  19. Momentan geht es meiner Meinung nach nur noch um Wahlpropaganda, die Kinder werden dafür nur noch benutzt. Ich Mutter von 5 Kindern und 9 Enkelkindern bin entsetzt was in Deutschland ab geht. Ich spreche mit vielen Eltern, keiner möchte seine Kinder der Gefahr in Schulen aussetzen, nur werden sie dazu gezwungen das arbeitende Mütter durch die hingezogen halbherzigen Lockdowns so mürbe gemacht und das schlechte Gewissen ander Kinder gehen in die Schule, dass das eigene Kind dadurch Nachteile haben könnte. Was ist denn los mit unseren Politikern, merken die nicht, dass sie kaum noch ernst genommen werden, dass sie alle Querdenker noch schüren, wie kann es sein dass Beschlüsse gefasst werden, die dann gleich wieder wiederrufen werden. Das ist so dumm wie wenn man einem Kind eine Strafe aufersetzt und sie dann gleich wieder revidiert, da weiß jeder wohin dieses Kind sich entwickelt. Natürlich sind die Maßnahmen keine Strafe und notwendig, nur wird dieses gehampel und hin und her langsam zur Strafe. Da werden unlogisch Maßnahmen getroffen, aber Busse und Bahnen lässt man außer Betracht, meiner Meinung nach, sind das die schlimmsten Ansteckungsschleudern, aber die lässt man weiterfahren und steckt unsere Kinder da rein. Es wird gelogen dass sich die Balken biegen Kinder und Schulen sind keine Ansteckungsherde unsere Politiker sind so dreist und verleugnen das immer noch obwohl es längst bewiesen ist. Ich könnte platzen vor Wut die Lehrer werden hingestellt als wollten sie nicht arbeiten nur wenn man sich umhören erfährt man wieviel Mühe sie sich geben mit den wenigen Mittel die sie haben, nur das wird unter den Teppich gekehrt. Unsere Schulen sind so marode überall wurde gespart, Hauptsache wir schießen unsere Steuergelder in die EU unterstützen überall in der Welt dass unsere Politiker im Ausland glänzen wie toll doch die Deutschen sind, dafür kann man doch das eigene Volk am ausgestrecktem Arm zappeln lassen, das Volk hat euch ja nur gewählt, weil ihr das Versprechen gibt für das Volk zu arbeiten, aber es war ja ein Versprechen das ein versprecher war, hallo liebe Politiker, falles es noch nicht zu euch durchgedrungen ist wir Deutschen werden schon zum gespött überall und die Lehrer und Kinder so eie das Volk sollen weiter machen und ruhig sein. Ich könnte so weiter aufführen, es wird nichts bringen, ich hoffe nur bei den kommenden Wahlen dass alle die jetzt so beschäftigt sind uns alle so zu belügen und solche Fehlenrscheidungen zu treffen einfach nicht mehr gewählt werden. Nur momentan wüsste ich nicht wen man wählen könnte, solange die da oben nicht auch auf ihren viel zu hohen Gehalt um die Hälfte verzichten wie es der normale Bürger muss was dann immer noch um vieles mehr wäre als für jeden normal verdienenden. Alles was geschlossen wurde all die die auf Geld warten und um ihre Existenz bangen. Was noch an zu merken ist, habt ihr schon gemerkt, dass unsere Politiker gut geschnittene Haare haben keiner einen grauen Haaransatzt hat, das schürt die Wut nur noch mehr und die unglaubwürdigkeit. Also am besten diese Wahlen lassen wir ausfallen, keiner sollte eine Stimme abgeben, eventuell wachen die da oben dann mal auf..☝

  20. Danke, danke danke für die klaren Worte , du sprichst vielen lehren, Eltern und Kindern aus der Seele. Situation bei uns Papa Schichtarbeiter 3schichten, Mama Kassenmitarbeiterin im Lebensmittelhandel, Zwillinge auf unterschiedlichen Schulformen , eine Mammutarbeit, erschöpft sind am Ende alle.

  21. Ich bin überhaupt nicht dafür, die Eltern entscheiden zu lassen. In der Grundschule heißt das, siehe BW, dass 95% oder mehr Kinder kommen. Da lassen sich keine Abstände einhalten, sprich Eltern aus Risikogruppen sind gezwungen ihr Kind daheim zu behalten, da das Infektionsrisiko zu hoch ist. Aber Überraschung auch diese Eltern müssen arbeiten. Ich lasse mein 9jähriges deshalb alleine zuhause.
    Bei Wechselunterricht sind alle besser geschützt, auch da könnte man gezielt einzelne Kinder täglich kommen lassen und da wären die Toiletten wirklich leerer – bei ausgesetzter Präsenzpflicht wohl kaum. Bei Wechselunterricht müsste man auch weniger oft lüften.

    Zustimmen kann ich nur: Bildungsgerechtigkeit interessiert die KM sonst auch Null. Seit Jahrzehnten nicht. Hauptsache das eigene Gymnasialklientel ist gut ausgestattet und vom Pöbel separiert.

  22. In meiner GS wurde gestern 1 Kind aus der – sehr vollen- Notbetreuung positiv gemeldet. Wir haben 4 volle Gruppen. Die Lehrerin muss jetzt in Quarantäne, die Gruppe auch. Im 1. Lockdown waren es weniger Kinder, die saßen mit großem Abstand im Klassenzimmer.

  23. Es kann doch nicht sein, dass durch das ewige Gehampel das ganze Land irgendwo an die Wand gefahren wird! Wie kann man die KM zum Rücktritt zwingen? Die machen alles kaputt und spielen mit den Leben von Menschen!!!

  24. Wer bitte sagt den vereidigten Schulministern (m/w/d) endlich einmal, dass die Compliance-Regelungen – hier im besonderen der Amtseid – das Annehmen von Vernunft nicht ausschließen. Vernunft annehmen ist ausdrücklich etwas Anderes als nichts anzunehmen, da Vernunft immateriell eingeordnet werden kann, auch wenn sie einen Vorteil bietet.

  25. Sehe ich ganz genau so! Bin an einer Förderschule tätig und kann nur noch mit dem Kopf schütteln, was hier für ein Mist verzapft wird. Es gibt sehr viele Kinder, denen tut es gerade sehr gut, dass sie zu Hause lernen und bleiben dürfen. Unser Schulsystem ist so am Ende, dass es Zeit wird für einen Neuanfang.
    Aber die Kinder, die eh eine besondere Förderung benötigen, ein offenes Ohr brauchen oder in Bewegung kommen müssen, sind wieder die Verlierer. So viel gestohlene Zeit…schämen Sie sich, Sie, die das verzapfen!
    Wo kümmert sich denn unser Staat an unseren Schulen um die Gesundheit? Seit Jahren rennen wir mit Anträgen vor verschlossene Türen, da Toiletten, generell sanitäre Anlagen erneuert werden müssten. In manchen Schulen gibt es nach wie vor Schadstoffe, die ausdünsten und eine hohe Gesundheitsbelastung darstellen. Die Räume sind für die oft viel zu großen Klassen viel zu klein. Der Lärmpegel ist oft unerträglich und Erholungsräume für Pausenzeiten für Pädagogen wie auch Schüler Mangelware…wo bleibt da der Gesundheitsgedanke? Nein, jetzt ordnen wir auch noch gesundheitsschädigende Masken an…Liebe Eltern, es gibt nicht nur die eine Art von Bildung, die eure Kinder an den Schulen erfahren. Ihr wolltet Kinder, aber nicht, um diese für die Hälfte ihrer Kinderzeit in Institutionen verweilen zulassen. Ich bin selbst Mutter und dankbar für die Zeit, die ich mit meinem Kind verbringen konnte.

  26. Liebes News4teachers-Team,
    Vielen herzlichen Dank, dass eure Entscheidung für die Vergabe des Montessoripuzzles auch auf mich fiel.
    Ich nehme es heute gleich mit in die Kita und bin gespannt, wie die Kinder darauf reagieren und damit agieren.
    Der beigefügte reichhaltige Katalog zum Montessori-Material wird den Kolleg/innen zukommen sowie unseren Erzieherpraktikant/innen.
    Vielen Dank nochmal!
    Eure Sylvia Winter aus München

  27. Danke. Passt. Für Bildungsgerechtigkeit und soziale Gerechtigkeit hat sich in meiner Schulzeit keiner interessiert (Abi Ende der 80er). Jetzt bei meinen Kindern aber auch nicht. Ob man nicht will oder nicht kann, ich kann es nicht beurteilen. Thema Schüleraustausch: Nur wer ein Gastkind aufnehmen kann, kann auch teilnehmen. Nach mehreren Jahren und Teilnahme an Konferenzen als Elternvertreter fing langsam ein Umdenken statt. Natürlich nur ein Beispiel. Es gibt für diese Kinder aber kaum Fürsprecher. Oberste gewählte Elternvertreterin für Jahre eine Mutter in Führungsposition, Vater ebenfalls, ein Kind. Mmmh, sie war nett und freundlich, aber wie weit hat sie sich wohl ausgekannt und eingesetzt für Familien mit schlechteren Bedingungen? Ja, genau, richtig geraten. Null. Wie denn auch. Drei Kinder in einem Zimmer, ein Schreibtisch, sonst Küchentisch oder Wohnzimmertisch, aber leise, Papa muss sich ausruhen für die Arbeit. Und wenn man davon spricht, dann bekommt man oft diesen Blick, als wären diese Familien halt selber schuld. Ich musste dann erklären, nicht jeder kann etwas für die Umstände, in denen er lebt. Selber haben wir es auch erlebt. Locked-in nennt man es wohl, wenn man einfach keine größere Wohnung findet. Es wäre schön, wenn jetzt der Gesundheitsschutz zuerst käme und dann kümmert man sich um die Bildungsgerechtigkeit, aber wirklich. Ein Lob muss ich unserer Musikschule aussprechen. Wo immer es möglich ist, hat man auf Onlineunterricht umgestellt. So bleibt der Kontakt. Die Beiträge kommen weiter und es melden sich nicht zuviele ab. Auch der Schachverein versucht sich online. Der Karatesport aber, der entfernt sich immer weiter von den Kindern. Obwohl munter die Beiträge weiterlaufen. Es ist wohl auch da die persönliche Einstellung. Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg.

  28. Wechselunterricht + Distanzunterricht überlastet Lehrer und Eltern.
    Reiner Distanzunterricht per Übungsaufgaben die Eltern.

    Reiner Distanzunterricht per i-serv wäre vielleicht eine Möglichkeit.
    Ebenso reiner Wechselunterricht.
    Für die Kombination bräuchte man doppelt so viele Mitarbeiter.

  29. Alles vollkommen richtig, was hier gesagt wurde,aber es wäre toll wenn über Kitas genauso diskutiert würde. Alle sprechen über Schulen, aber niemand über Kitas. Die Einrichtung in der ich arbeite ist zurzeit zu 70% ausgelastet! Das muss man sich mal vorstellen!! In den Medien hört man nur: Kitas bleiben geschlossen, oder es bleibt bei der Notbetreuung. Wir haben weder geschlossen noch Notbetreuung!!!!! Eltern die mit einem Säugling in Elternzeit sind bringen ihre Kinder!! Wir arbeiten ohne Masken und jedes zweite Kind ist erkältet und niest durch die Gegend!! Ich arbeite wirklich gerne in meinem Job, aber dieser Umgang mit uns Erziehern ist eine Vollkatastrophe. Danke für nichts!!!

  30. Ich stimme dem vollkommen zu!
    Das selbe gilt auch für die KiTas.
    Kein Singen, kein Trösten (da man ja somit seine 1,5m nicht einhält), nicht ein mal unsere Mimik bleibt den Kindern, da diese durch die Mundschutzmasken verdeckt wird! In Dauerbetrieb wird kontrolliert ob ein Kind mal wieder einen der Plastiklöfel zum Spielen in dem Mund genommen hat. Und durch das ständige desinfizierten machen wir schon unsere Möbel und den Böden kaputt.
    Die Kinder klagen schon beim Händewaschen, ,,Schon wieder?“, ,,Ich hab sie doch erst gewaschen!“, ,,Mir tun die Hände weh… Ich will nicht!“

    Spaß, Spielen und Endecken? Ich lache!

  31. Ich möchte nicht unken: aber mit dem harten Lockdown werden die Zahlen nicht sinken.
    Weder im Februar, noch im März….vielleicht im Hochsommer ein wenig.

    Man sollte sich damit abfinden dass wir jetzt mit dem Virus leben müssen und die Schulen und Läden wieder öffnen oder alternativ einfach alle Schüler das verlorene Schuljahr wiederholen lassen.

    Da Kinder und Jugendliche bei einer Infektion meist auch keine Symptome haben kann man davon ausgehen dass in den meisten Fällen die Viruslast bei diesen nicht ausreichend ist um andere Menschen zu infizieren.

    Ich wäre im Übrigen auch dafür den Schulen vor Ort mehr Entscheidungsfreiheit zu geben.

    • @Naiima
      „Man sollte sich damit abfinden dass wir jetzt mit dem Virus leben müssen und die Schulen und Läden wieder öffnen oder alternativ einfach alle Schüler das verlorene Schuljahr wiederholen lassen.“

      Die Methode Kopf in den Sand stecken hilft gerade auch nicht!
      … wenn Sie das Virus laufen lassen – so wie Sie es schreiben – haben wir bei einer Corona Todesfallrate von 2,38% (Stand 21.01.2021) auf die Bevölkerung (83,1 Mio.) in Deutschland berechnet

      1,98 Mio Tote!

      Kann nicht Ihr Ernst sein!

    • @Naiima: „Man sollte sich damit abfinden dass wir jetzt mit dem Virus leben müssen“ – Sie meinen wohl eher: „mit dem Virus sterben müssen“ – bei einer Überlastung des Gesundheitssystems kommen Sie mit einem Prozent Fallsterblichkeit nämlich bei weitem nicht mehr hin. Schauen Sie (spätestens) in den nächsten Wochen auf England. Oder aktuell auf Manaus.

      Wenn es keine Impfung gäbe und auch keine in Aussicht stünde (und auch kein Medikament), würde ich Ihnen sogar zustimmen – dann wäre ein Lockdown, der ohnehin nicht beliebig lange durchgehalten werden kann, sinnlos und würde nur das Unvermeidliche aufschieben. So aber…

  32. Ich möchte nicht wissen, wo Sie Lehrer sind. Mit Ihrer unrealistischen Darstellung machen Sie Eltern Angst, ihre Kinder in die Schule zu schicken. Unsere Grundschüler*innen sind sowohl in der Notbetreuung als auch im Präsenzunterricht bei Szenario B sehr gut in der Schule aufgehoben, kommen gern und fühlen sich wohl. Unsere Lehrkräfte ziehen allesamt ebenfalls das Unterrichten aus der Nähe dem Distanzlernen vor. Im Übrigen eiert Herr Tonne in keinster Weise herum, sondern verfolgt seit Beginn der Pandemie das Ziel, möglichst viel Präsenzunterricht stattfinden zu lassen. Die Gründe hierfür liegen auf der Hand. Es darf sich auch nicht immer und alles um das Virus drehen. Es bestimmt unser Leben schon viel zu sehr, dabei dürfen unsere Kinder nicht auf der Strecke bleiben!

    • „Es darf sich nicht alles um das Virus drehen“ Doch, muss es wohl in nächster Zeit! Oder wie soll sonst verhindert werden, dass das Gesundheitssystem kollabiert (Coronaintensivpatienten bleiben häufig mehrere Wochen bis Monate auf Intensiv und die Intensivstationen sind z.T. schon jetzt mehr als ausgelastet.) Davon abgesehen, was passiert, wenn die nächsten Mutanten die Impfstoffe unterlaufen? Je mehr Viren im Umlauf sind, um so häufiger können sich neue Mutanten bilden. Spätestens jetzt müsste jedem doch klar sein, wie ernst die Situation ist.

    • An Tanja
      Danke!!!!!!!
      Es gibt auch noch vernuenftige Lehrer. Virus, Virus, Virus.
      Noch in 10 Jahren eingesperrt???
      Das ist unzumutbar.

    • Wir Eltern können schon selber denken und müssen nicht erst durch Lehrer aufgehetzt werden. Die Kinder sind WEDER in der Betreuung noch im Präsenzunterricht sicher und die Familienangehörigen erst recht nicht!

      Mit IHRER unrealistischen Darstellung haben SIE im schlimmsten Fall tote Lehrer, Familienangehörige oder Long-Covid-Kids zu verantworten!

      Ich als Risikoperson (ja, es gibt uns tatsächlich und nur der allerkleinste Teil lebt in den allseits zitierten Seniorenheimen) werden den Teufel tun, meine Kinder freiwillig in die Durchseuchungsschule zu schicken wenn ich sie auch zuhause lassen kann.

  33. Dieses Konzept und der Plan des Kultusministers ist ein „Geld gehört nicht in Schulen investiert“ und ein „Bloß keine Wähler verlieren – Plan“.

    Mir kommen die Tränen, wenn ich an die Kinder denke, die in diesem Schulsystem ohnehin bereits als Verlierer da stehen, die jetzt aber auch die letzte Chance verlieren Anschluss zu behalten. Die Eltern dieser Kinder können aufgrund der eigenen Bildung oder sprachlicher Hürden KEINEN Unterricht zu Hause machen! Es gibt immer noch keine Endgeräte in den Familien mit denen ich als Lehrerin die Möglichkeit hätte auf digitalen Weg zu unterstützen und das Lernen Zuhause zu unterstützen.

    Für diese Kinder ist der Präsenzunterricht unersetzbar. Aber: Es wurde seid April an unserer Schule keine Geld in den Schutz der Kinder und Lehrer investiert. Bis zu dieser Woche mussten wir unsere Masken selbst zahlen. Alle anderen Arbeitnehmer haben ein Anrecht auf Schutz am Arbeitsplatz. Nur wir nicht? Aber es ist doch so: Masken selber kaufen lassen und mit einem Lüftungskonzept das spätestens bei mäßigem Wind, Regen und Schnee scheitert: 0€ kosten. Super!

    Es wäre reichlich Zeit gewesen, Studenten zu verpflichten, zusätzliche Räumlichkeiten (warum nicht Kultureinrichtungen und Co, wo es sich anbietet) zu suchen, ein Konzept für Vor- und Nachmittagsunterricht zu erarbeiten, so dass Unterricht auf Abstand für alle möglich wäre!

    Und so bleibt nur die Schulen zu schließen und das Beste für die Kinder zu hoffen. Ich bin glücklich und dankbar für jede Familie in der das gut klappt! Ich gebe weiterhin mein Bestes für die Kinder, bei denen keine Unterstützung stattfindet!

  34. Das Entsetzung und die Fassungslosigkeit über das selbstherrliche Handeln Herrn Weils und Herrn Tonnes rührt daher, dass es gerade die Grundschulen waren, die mit ständig veränderten Verordnungen und lamentierenden Briefen an den Rand des Wahnsinns getrieben wurden. Jeder, der schon einmal den schulischen Alltag mit Grundschulkindern erlebt hat, weiß wie es einen schmerzt, die Kindern ständig an diese teilweise sinnlosen Vorschriften und Einschränkungen erinnern zu müssen. Grundschule ohne freies Sprechen, Singen, Spielen und Toben. Kinder, festgenagelt an ihren Plätzen etc. Dem Appell der Bundeskanzlerin, in diesem kritischen Moment der Pandemie noch einmal zusammen zuhalten, an einem Strang zu ziehen, auch angesichts der Unsicherheit und Unkenntnis bzgl der neuen Coronavariante etc. Diesem Aufruf möchte man noch einmal folgen, einmal noch gemeinsamen Widerstand leisten, um die Sache zur Strecke zu bringen. Gerade lief der Distanzunterricht so einigermaßen. Die Landesregierung/ Her Tonne sollte sich schämen, sich in so einer Situation profilieren zu wollen.

  35. Nur gut dass uns Herr Tonne so stark entlastet hat. Bin ich froh.

    Puh. Abends lass ich mir dann die poetisch ermutigenden Emails des Kultusministeriums von meinen Kindern vorlesen. Wunderbar.

    Die schönsten Rechtschreibfehler aus den Infobriefen hängen bei uns fein gerahmt an der Wand.

    Oh, sorry, ich muss los, der nächste Minijobber steht schon am HygieneMeetingPoint.

    Mega Relaxing.
    Also Osterferien brauch ich jetzt wirklich nicht mehr.

    ⭐️⭐️⭐️
    Viele Grüße

    • @Grundschulleitung

      … wenigstens haben Sie nicht Ihren ‚Humor‘ verloren, anders kann man dieses politische Desaster sonst nicht mehr ertragen. 😉

      Ihnen viel Kraft für die bevorstehende Zeit!

  36. Danke, danke, und nochmals danke
    Sie haben es auch den Punkt gebracht. Ich stimme Ihnen zu und würde mich sehr freuen, wenn dies auch umgesetzt wird.

  37. Ich bin Schulbegleitung an einer GS in Bayern. Endlich spricht einer mal die Realität an, wie es tatsächlich an den Schulen aussieht. Da sitzen die hohen Herrn alle gemeinsam an einen Tisch, beschließen gemeinsam und keine 24 Std. später kommen schon die ersten und wollen jetzt doch ganz anders. So werden wir nie auf einen grünen Zweig kommen.

  38. Lehrer mit Seele, Sie sprechen auch mir aus der Seele. So kurz nach den Weihnachtsferien könnte man sagen, dass unser Kollegium schon wieder am Limit ist. Morgens im Unterricht, zwischendurch schon die ersten Nachrichten der Eltern der anderen Schülergruppe. Das geht mittags bis spätabends weiter, natürlich auch samstags und sonntags. Es gibt viele Fragen, Mitteilungen, Foto- und Textdateien der Kinder zur Kontrolle. Auch in den Kollegiumsgruppen tauschen wir über messenger wichtige Informationen nach Unterrichtsschluss aus. Immer wieder natürlich neue Post der Regierung, die meiner Meinung nach nur noch in die Tonne gehört. Meine eigenen Kinder(gerade nicht mehr in der Grundschule) sitzen bis nachmittags im Schlafanzug im Bett, nehmen an Videokonferenzen teil- wenn die Technik mitspielt- wenn nicht, dann nicht, ich bin nicht da. Danach bringen sie ihr Handy zum Glühen. Ich schimpfe hoffentlich nie wieder über Eltern, die ihre Kinder vernachlässigen. Es ist Freitag Abend, der Kopf dröhnt. Feierabend Fehlanzeige, am Wochenende müssen die Zeugnisse fertig werden. Ich weiß, dass sich jeder seinen Job selbst aussucht, aber es ist schade, dass sich der einstige Traumjob nun so darstellt. Was die Infektionslage betrifft, bleibt es spannend. Dass Abstand halten in der Grundschule nicht funktioniert, sollte endlich mal jeder wissen. So lange da aber, auch auf die Schulen bezogen, jedes Bundesland macht was es will, sinkt das Vertrauen in die Regierung leider stetig.

  39. Lieber Lehrer mit Seele,
    herzlichen Dank für Ihren Einblick in Ihre/die Realität! Ich habe mich von Ihnen inspirieren lassen, sodass ich im Folgenden die Geschehnisse aus Elternperspektive darlegen möchte, wobei ich mich jedoch in erster Linie ausschließlich an Herrn Weil richte:

    Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Weil,

    wir fühlen uns verraten!

    Folgende E-Mail schrieben wir an die Klassenleitungen unseres Sohnes (1. Klasse):

    Sehr geehrte Frau [xy], sehr geehrte Frau [xy],

    wir sind absolut fassungs- und hilflos, was die Regierung wieder (nicht) beschlossen hat.
    So fällt es uns angesichts der Befreiungsmöglichkeit vom Präsenzunterricht sehr schwer, uns für den Gesundheitsschutz zu entscheiden (!Das Formblatt bringt [xy] morgen mit!).
    Dabei schmerzt am meisten, dass damit zwangsläufig respektive erzwungenermaßen eine Entscheidung gegen soziale Kontakte im Schulraum sowie eine vergleichbare Förderung Ihrerseits einhergeht.
    Trotzdem sind wir (nach langem Ringen) bereit, uns dieser Herausforderung zu stellen, bitten aber um zwischenzeitliche Austauschmöglichkeiten.

    Bisher hat das Lernen mithilfe der von Ihnen bereitgestellten Lernpläne gut funktioniert. Um [xy‘s] Motivation zu steigern und ihm etwas Abwechslung zu bieten, haben wir bereits die zum Lehrbuch/-Heft zugehörige CD gekauft und werden damit ab Montag „unser“ wöchentliches Pensum ggf. erweitern.
    Es wäre super, wenn wir für das Fach Deutsch vergleichbare Tipps oder aber Zugangsdaten zu Lernportalen (wie Antolin o.ä.) bekämen. Uns ist bewusst, dass derartige computergestützte Programme unter Umständen erst zu einem späteren Zeitpunkt eingeführt werden, jedoch würden wir sehr darauf achten, dass die Aufgaben [seinem] Lernstand entsprechen (, um ihn nicht zu überfordern). Es soll nur eine Option sein;); die Arbeit am Computer würde ihm Freude bereiten.

    Wir wünschen Ihnen alles Gute! Vielen Dank für Ihr Engagement!

    Mit herzlichen Grüßen
    Familie [xy]

    PS: Falls andere Eltern ebenso denken sollten, wäre es unserem Empfinden nach überlegenswert, das Eltern-Feedback ans Kultusministerium weiterzuleiten (-Zumal ja auch für Sie eine immense Doppel-Dreifach-Mehrfachbelastung aus diesem politischen Beschluss entsteht).

    Auf mein Post Skriptum möchte ich nicht hoffen/warten: Aus dem ersten Jahrgang meines Sohnes ist er meines Wissens der Einzige, der zuhause bleibt/bleiben muss, ergo „eingesperrt“ wird?! Dass diese Schüler im Übrigen dann noch nicht einmal die 1-Freund-Regel wahrnehmen können, da damit alles ad absurdum geführt würde, wenn die Freunde weiter zur Schule gehen, ist ganz schön weit(er)gedacht, aber leider Realität!!

    Neben den daraus resultierenden sozialen Konflikten, z.B. uns gegen die Masse zu stellen, unser Kind zu isolieren etc., besteht die in der E-Mail an die Lehrkräfte besagte „Herausforderung“ für uns als Eltern natürlich weiterhin darin, dass wir eigentlich [auch] keine Zeit haben. Wir sind beide berufstätig, werden die nächsten drei Wochen ausschließlich im Homeoffice und dort durchgehend per Videokonferenzen arbeiten. Uns ist bewusst, dass wir genauso wie im Distanzlernen ja mehr oder weniger die Verantwortung für den Bildungserfolg unseres Sohnes tragen.
    Jetzt ist es aber ausgesprochen, sodass der Druck ins Unermessliche steigt: Machen wir ihn zum Außenseiter? Wird sich seine Abwesenheit negativ auf seine Beziehung zu den Lehrern auswirken? Lernen die anderen Kinder in der Schule mehr/nachhaltiger? Schaffen wir das innerfamiliär ohne andauernde Konflikte? Und zukunftsorientiert: Was machen wir ab dem 14.02., wenn die Präsenzpflicht womöglich wieder gilt? -Schließlich „isolieren“ wir ihn jetzt nicht drei Wochen, nehmen „die Herausforderung an“, um ihn/uns dann der Gefahr auszusetzen, dass sich das Virus dort -womöglich asymptomatisch- verbreitet hat!?! Wie Sie, Herr Weil, ja selbst bereits zitierten:

    „Wenn du Licht am Ende des Tunnels siehst, bedenke, es könnte der nächste Zug sein.“

    Zu den Hintergründen:
    Entgegen des Beschlusses der MPK öffneten Sie die Grundschulen im Wechselmodus. Entgegen des Beschlusses der MPK blieben Sie bei Ihrer Linie -mit Krönchen bezüglich der Aussetzung der Präsenzpflicht. Dafür gibt es angesichts der zahlreichen Warnungen zur Mutation -besonders im Hinblick auf die Betroffenheit von Kindern – für uns nur eine Erklärung: Sie wahren Herrn Tonnes Gesicht (und das auf Kosten von Kindern/Schülern, deren Familien und Lehrern).
    In Ihrer Regierungserklärung erläutern Sie Ihr Vorgehen als konforme Maßnahme zu den beschlossenen Vorgaben (-Das ist sie nicht, wie vor allem auch die Kritik aus dem Kanzleramt nahelegt). Zudem verweisen Sie darauf, dass die Eltern am besten wüssten, was gut für ihr Kind sei. Sie fragen absolut entnervte, hilflose Eltern tatsächlich, ob sie ihre Kinder freiwillig zuhause lassen? Die Antwort: Wenn die Politik die Schulen öffnet, wird das wohl schon irgendwie richtig sein!? Dass sie damit die volle Verantwortung für natürlich nicht auszuschließende „Einzelschicksale“ aufgedrückt bekommen, wird seitens der Eltern wohl verdrängt. -Verständlich, denn:
    -Welcher Normalo kann beurteilen, wie risikoreich der Schulbesuch ist (- Sie auch nicht? Warum experimentieren Sie dann mit Menschenleben?).
    -Welcher Normalo nimmt freiwillig in Kauf, dass sein Kind womöglich sozial und bildungstechnisch abgehängt wird?
    Was erwarten Sie also, wie sich die (meisten) Eltern entscheiden?
    Die Aussetzung der Präsenzpflicht ist nur Makulatur und damit geradezu ein Hohn -genauso wie die Tatsache, dass sich IHR Krisenstab nur einen Tag nach der Veröffentlichung Ihres Beschlusses Sorgen um die steigende Anzahl an Kindern in Krankenhäusern macht.
    Die Tragweite der Weitergabe IHRER Verantwortung an die Eltern ist erst auf den zweiten Blick erkennbar. Dazu habe ich folgende Szenarien entwickelt:

    Szenario A: Bis zum 14.02. läuft alles glatt. Nur die Vorsichtigen werden/fühlen sich „bestraft“!?

    Szenario B: Es kommt zu Ausbrüchen. Die Kinder stecken ihre (Groß)Eltern an und werden ihr Leben nicht mehr froh, da ja die Gesundheitsämter ganz eindeutig (zumindest versuchen) die Infektionsketten aufzuschlüsseln und dazu die „Schuldigen“ benennen. Die Unvorsichtigen, Mittellosen (an Alternativen) und die jeweiligen Kinder werden bestraft. -Einzelschicksale!?

    Szenario C: Bis zum 14.02. scheint alles glatt zu laufen -ggf. sind die Kinder aber asymptomatisch und/oder es würde eine Weile brauchen, bis die Kette sichtbar würde. Die Präsenzpflicht wird aber wieder eingeführt und die Cluster vergrößern sich. Alle (also wirklich alle) werden „bestraft“. Und vor dieser Verantwortung können Sie sich nicht verstecken: Sie haben die Option gegeben…

    Was mir in diesem Zusammenhang am meisten aufstößt, ist die Uneinigkeit der Bundesländer. Die Argumentation unterschiedlicher Inzidenzen hinkt meiner Ansicht nach: Warum sollte ich immer erst warten, bis wir bei 200 sind, um „restriktiv“ zu agieren? Damit wird ein Jo-Jo-Effekt provoziert, den ich weder beim Abnehmen noch bei existentiellen Nöten gebrauchen kann!

    eine besorgte Mutter

  40. An Island und Australien kann man sehen, die Zahlen lassen sich gegen Null oder auf Null drücken. Aber das erfordert Härte. Und zwar im Lockdown. Mir ist ein knallharter Lockdown für 6 Wochen lieber, als weitere 10 Monate rumzudümpeln. Ich habe keine Lust, nochmal das Kind in Quarantäne zu haben, nur weil es eine Stunde vor einer Asymptomatischen Mitschülerin gesessen hat. Dieses ständige „Süppchen kochen“ der Kultusminister geht mir ebenso auf den Senkel. Die Herren und Damen der KMK sind so Weltfremd, es ist zum reiern.
    Ich werde Corona-Müde, die Stimmung schlägt sich negativ nieder. Ich will mich endlich mal wieder mit Freunden und Familie treffen können, statt nur Online (Risikogruppe). Die, die sich streng an die Regeln halten, halten nicht mehr lange durch. Das geht durch alle Bänke – Pflege, Krankenhaus, Rettungsdienst, Lehrer, Schüler, Arbeitnehmer, etc.
    Es wird Zeit, dass endlich mal auf die Lehrer und Eltern gehört wird: Wechselunterricht ab 50, online ab 100! Eltern, Schüler und Schule wollen endlich mal vernünftig Planen können.

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