Steigende Infektionszahlen – volle Präsenz: Erzieher und Grundschullehrer in Angst

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ERFURT. Statt sich zu erholen, scheint die Corona-Lage in Thüringen an Dynamik zu gewinnen – trotz des Lockdowns. In der angespannten Situation kommunizierten zwei Ministerien unterschiedliche Regelungen zu Schul- und Kita-Öffnungen. Schelte und Verzweiflungsrufe waren die Folge. Eine Blitzumfrage unter den Mitgliedern der GEW Thüringen offenbart derweil die Angst der Lehrer und Erzieher: Neun von zehn Befragten fühlen sich nicht ausreichend vor Corona geschützt, wenn die Kitas und Grundschulen – wie geplant – am morgigen Montag in voller Präsenz öffnen.

Kommt jetzt die dritte Corona-Welle? Illustration: Shutterstock

Mit Sorge hat Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) auch am Wochenende die Entwicklung der Corona-Pandemie in Thüringen verfolgt. Mit rund 123 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage war Thüringen nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) weiter das mit Abstand am stärksten von der Pandemie betroffene Bundesland. Bundesweit lag der Wert am Sonntag bei 60. In Sachsen-Anhalt, das nach Thüringen am zweitstärksten betroffen ist, lag er bei 88.

Wenn die Infektionswerte in Thüringen zu hoch blieben, müssten sich auch die hiesigen Maßnahmen daran orientieren, hatte Ramelow am Wochenende erklärt. «Wir werden in den nächsten Tagen ganz genau schauen, wie sich die Inzidenz entwickelt.» Mit Blick auf die zuletzt laute Kritik am Vorgehen seiner Regierung in der Krise sagte er: «Die Zumutung ist ein Virus, nicht die Landesregierung.»

Steigende Inzidenz trotz des Lockdowns: Ramelow nennt die Entwicklung „besorgniserregend“

Einen Grund für die hohen Werte in Thüringen sieht Ramelow vor allem in den Virusvarianten. Thüringen habe es nicht zeitig genug geschafft, die hohe Inzidenz zu reduzieren, bevor die Mutanten anfingen, eine Rolle zu spielen. Anderen Bundesländern sei das gelungen. Er verwies dabei auf neue Studienergebnisse des RKI, wonach der Anteil von Virusvarianten in den vergangenen Wochen deutlich gestiegen sei. Bis Sonntag waren etwa 187 Fälle von Virusvarianten im Freistaat nachgewiesen worden. Ramelow nannte die Entwicklung besorgniserregend.

Seit Freitag allerdings gilt in Thüringen eine neue Corona-Verordnung, die verschiedene Lockerungen der bisherigen Maßnahmen beinhaltet. Geknirscht hatte es im Bildungsbereich: Nach Plänen des Bildungsministeriums sieht die Verordnung eine generelle Öffnung mit Einschränkungen von Grundschulen und Kitas ab Montag vor. Doch in Anbetracht der Corona-Lage hatte das Gesundheitsministerium kurzfristig am Freitag eine Weisung erlassen. Dieser zufolge sollen Landkreise, die mehr als 200 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen haben, ihre Einrichtungen geschlossen halten. Bei einer Inzidenz zwischen 150 und 200 soll eine Schließung erfolgen, wird aber nicht angeordnet. Ramelow hatte das Vorgehen damit gerechtfertigt, dass angesichts eines dynamischer werdenden Infektionsgeschehens die Notbremse gezogen werden müsse.

Heftige Kritik an der Regelung kam am Sonntag von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Thüringen. Sie forderte besonders betroffene, aber nicht zu Schließung verpflichtete Landkreise auf, Kitas und Schulen am Montag geschlossen zu lassen. «Angesichts der wieder steigenden Infektionszahlen und der zunehmenden Verbreitung der Virusmutation gilt es, mit besonderer Vorsicht zu agieren», sagte Kathrin Vitzthum, Landesvorsitzende der GEW Thüringen, laut Mitteilung von Sonntag.

Die Landkreise Unstrut-Hainich und Kyffhäuser machten es bereits vor und ließen die Einrichtungen zu, lobte die Gewerkschaft. Im Unstrut-Hainich-Kreis lag die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz am Sonntag bei rund 162, im Kyffhäuserkreis bei rund 166.

Dagegen lag der Wert im Landkreis Hildburghausen am Sonntag bei 182 – dort hatte das Landratsamt aber bereits am Freitagabend mitgeteilt, dass Grundschulen und Kitas im eingeschränkten Betrieb ab Montag öffnen werden. Am Montag werde der Krisenstab in Abstimmung mit den Trägern und dem Schulamt über die weitere Vorgehensweise entscheiden. Das Landratsamt kritisierte das Vorgehen der Landesregierung, innerhalb weniger Stunden widersprüchliche Verfügungen zu erlassen.

„Viele Monate wurde die Möglichkeit verschlafen, die Schulen sicherer zu machen“

«Die rot-rot-grüne Landesregierung hat das Corona-Management nach wie vor nicht im Griff», kritisierte der CDU-Fraktionschef Mario Voigt. Es sei erschreckend, wie Familien, ältere Menschen und die Wirtschaft sowie deren Beschäftigte nicht mehr wissen könnten, woran sie sind. «Unser Land muss ausbaden, dass im Kabinett niemand die Verantwortung für dieses Missmanagement übernimmt.» Ähnliche Kritik kam auch von der FDP-Fraktion. Die AfD-Fraktion lebt hingegen auf einem anderen Planeten: Sie forderte, dass alle Kinder ab Montag in ganz Thüringen wieder zur Schule gehen dürfen sollten.

Bei der GEW heißt es: „Viele Monate wurde die Möglichkeit verschlafen, die Schulen sicherer zu machen, stattdessen gilt weiterhin: keine zusätzlichen personellen und räumlichen Ressourcen, keine Entzerrung der Unterrichtszeiten durch zusätzlichen Schulbusverkehr, keine Maskenpflicht für Schüler:innen auch in den unteren Klassenstufen, keine Luftfiltersysteme und bis zuletzt keine Konzepte, wie häusliches Lernen und Präsenzunterricht für alle so organisiert werden können, dass die Belastungen nicht ins Unermessliche steigen und möglichst alle erreicht werden.“

Eine Umfrage, die nach Angaben der GEW für ihre Mitglieder in Thüringen repräsentativ ist, zeigt wie groß die Verunsicherung unter Erziehern und Lehrern ist: Mehr als 92 Prozent der Befragten fühlen sich nicht ausreichend vor eine Infektion mit dem Virus geschützt, wenn die Grundschulen in voller Präsenz öffnen. News4teachers / mit Material der dpa

Notbremse: Keine offenen Kitas und Schulen in Landkreisen mit hoher Inzidenz

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53 KOMMENTARE

  1. Leute, was ist los mit euch? Ihr MUSST das nicht mitmachen, ist das euch klar? Hallo?? Wer hat Recht Euch zu zwingen eures Leben und eure Gesundheit zu riskieren? Für was?

    Ich musste heute weinen über die Geschichte eine alleinerziehende Mutter und ihre Tochter. Mutter ist Risiko, Tochter und sie müssen getrennt ab Montag leben, weil das Kind in der Schule MUSS!? Sonst klappte alles Prima mit Distanzunterricht!

    G R A U S A M ! In welchem Jahrhundert leben wir??

  2. Der 22.2.2012 wird ein historischer Tag. Der große Deutschland Intelligenz Test!!! Bleiben die Minister dabei und sie lassen die Grundschüler wieder zum Präsenzunterricht antreten oder entscheiden sich noch ganz schnell dagegen????? Und wie sieht es mit den Eltern von Kindergartenkindern aus????? Bringen sie ihre Kinder in den Kindergarten. Nur weil die Regierung jetzt nicht mehr „appelliert “ die Kinder daheim zu lassen???????? Oder aus Vernunft???Der 22.2.2021 ist nur ein Datum. 3 Tage vorher am 19.2.2021 gab es noch Corona und am 22.2.2021 ist es weg gezaubert. Toll.Also wie intelligent wird Deutschland sein?
    Das entscheidet wie lange der Lockdown noch bleibt, verlängert wird oder härter wird.

    • Wie hochmütig das klingt. Viele Familien und Kinder verzweifeln und verkümmern zuhause. Sei es aufgrund mangelnder entwicklungspsychologisch NOTWENDIGER Kontake oder aufgrund untragbarer Homeschooling-Situationen.
      Ja, ich finde es auch höchstgefährlich, Kitas und Schulen jetzt zu öffnen. Aber wir lassen im Moment eine ganze Generation verkümmern, die faktisch selbst kaum betroffen ist. Ja, sie verteilen das Virus natürlich auch. Daher brauch es endlich vernünftige Konzepte, wie mit der Situation auch im Sinne unserer Allerkleinsten umgegangen werden kann. Aber von einem Intelligenztest der Eltern zu sprechen, die seit Monaten zugucken müssen, wie ihre Kinder Schaden nehmen, zeugt nicht von sozialer Kompetenz. Es ist eine hochkomplexe, verfahrene Situation, verschuldet durch die Inkompetenz politischer Entscheidungsträger. Das es auch anders geht, zeigt das Beispiel Rostock.

      • @ Ebenfalls Betroffene: Woran verkümmern die denn? Es gibt so viele Möglichkeiten, man muss aber auch wollen und sich mal anstrengen. Wir hatten mal wenig, mal mehr, meine Kinder waren immer zufrieden und entspannt. Wenn es anders ist, vielleicht mal hinterfragen, was die Ursache ist. Das ist bestimmt nicht nur aufgrund von Covid. Also bitte mal näher erläutern. Mit Einzelkindern mag es schwieriger sein. Aber auch die können noch einen Freund sehen.

  3. Yvonne Gebauer würde das “ Bildungsgerechtigkeit “ nennen . Normale Menschen eine “ Tragödie “ . Und alles für das bisschen Alibiunterricht .

  4. Ach und die Lehrer, die alle volle Klassen in den Abschlussjahrgängen unterrichten sind tiefenentspannt oder wie? Das sie auch tägliche Großveranstaltungen. An meiner Schule arbeiten 75% der Lehrkräfte ab morgen wieder, große Gesamtschule, darunter sind auch einige Lehrer aus Risikogruppen. ALLE LEHRER MÜSSEN GEIMPFT WERDEN!

  5. Bodo Ramelow hatte Anfang Januar 2021 gesagt:
    „dass er schon im Oktober auf Angela Merkels mahnende Worte hätte hören müssen, die er persönlich und die anderen Länderchefs damals „als Belästigung empfunden“ haben. Er habe stets mildere Maßnahmen präferiert „und das war falsch“. Merkel habe vorausgesagt, „dass wir es alle noch mal bereuen werden. Da sind wir jetzt.“

    –> NICHTS DAZU GELERNT!
    Würde er jetzt mal auf Merkel hören, würde sein Laden ihm in absehbarer Zeit wohl nicht um die Ohren fliegen.

  6. „Thüringen habe es nicht zeitig genug geschafft, die hohe Inzidenz zu reduzieren, bevor die Mutanten anfingen, eine Rolle zu spielen. Anderen Bundesländern sei das gelungen.“

    Welches Bundesland hat das denn geschafft? Die Mutationen sind überall angekommen und die Inzidenzen sind überall noch ziemlich hoch. Den Bereich zwischen 35 und 50 würde ich nicht als „niedrig“ bezeichnen, das ist im Gegenteil katastrophal hoch. Je höher man startet, desto katastrophaler wird die dritte Welle.

    • Wir sind gerade wieder bei knapp 130. Niedriger als 99 waren wir gar nicht gekommen. Und bei 150 bis 200 entscheiden die Landkreise über Öffnung der Schulen. Da kann man sich an 5 Fingern abzählen, wie ernst die meisten Landkreise diese „Empfehlung“ nehmen.

  7. Was ist mit dir los? Die Leute MÜSSEN das mitmachen. Das nennt man ARBEIT. Sonst droht KÜNDIGUNG! Du sagtst es doch selber, dass sie dazu gezwungen werden. Mit welchem Recht sprichst du ihnen ab, dass sie nicht geimpft werden dürfen? Wir verstehen, dass du besorgt bist, aber das sind Lehrer und Erzieher auch! Das sind NICHT die Schuldigen. Oder glaubst du, die haben Spaß an der Situation?

  8. Erzieher und Grundschullehrer in Angst… – Eltern auch!

    Würden die Kinder wöchentlich mind. 2x getestet werden und stünde ein Filter im Klassenzimmer, wäre mir wohler. Aber das wird natürlich nicht passieren.

    • Schüler der Abschlussklassen können sich ein Mal wöchentlich vor dem Unterricht (man muss 45 min früher da sein) freiwillig testen lassen. Heute waren es im Kurs meiner Kollegin 5 von 16 Schülern. Bei Nachfrage gab es abenteuerliche Begründungen („Wenn ich positiv wäre, müsste ich ja in Quarantäne.“, „ Ich lasse mir von der Politik keine Angst machen.“). Meine Kollegin war selbst schon im vorigen Jahr an COVID-19 erkrankt und hat immer noch mit den Folgen zu kämpfen. Und die SchülerInnen, die wegen eigener Vorerkrankungen oder Risikopersonen in der Familie besonders vorsichtig und auch anderen gegenüber rücksichtsvoll sind und zum Testen gehen, regen sich zu Recht darüber auf, dass sie mit den Ungetesteten, die vermutlich auch nicht immer die Coronaregeln einhalten, in einem Raum sitzen müssen. Eine Erhöhung des Sicherheitsgefühls, wie von der Politik beabsichtigt, stellt sich da nicht ein. Von echter Sicherheit ganz zu schweigen.
      Und Tests verpflichtend zu machen, ist ja sicher nicht möglich, weil es ein Eingriff in die körperliche Unversehrtheit ist und garantiert irgendwer dagegen klagt… Es ist einfach nur noch frustrierend.

  9. „Steigende Infektionszahlen – volle Präsenz: Erzieher und Grundschullehrer in Angst“

    Tut mir leid, wenn das keine Meinungsmache ist?! (Journalismus soll Fakten präsentieren und dem Leser das Urteil selbst überlassen) Aber ich weiß schon, es ist berechtigt, weil (soundsoviele) Erzieher und Lehrer ja wirklich in Angst sind.

    Und die anderen, naja, die zählen halt nicht. Das sind ja Einzelfälle.

    • Wir sind am 11.1. mit den Abschlussklassen bei einer Inzidenz von knapp 500 und ohne Maskenpflicht im Unterricht gestartet. Da ist also noch Luft nach oben (Ironie off).

  10. Frankreich hat einen Inzidenzwert von 136,7. Die Schulen sind seit Sommer offen. Hört endlich mit dieser übertriebenen Panik auf. Die Kinder sitzen den ganzen Tag mit Maske und ihr habt auch eine auf. Ihr könnt vorne am Lehrertisch stehen bleiben. Bisher wurde das Virus immer von euch Lehrern in die Schule getragen. Selbst in eurer gelobten Hamburger Schule wo sie dieselbe Gensequenz bei Schülern gefundenen haben, war es eine Lehrerin die es in die Schule brachte. Kündigt doch einfach euren Job oder bittet um Entlassung. Aber hört auf Panik zu schieben. Ich habe an alle Partei Landesverbände geschrieben, dass alle Lehrer kein Geld mehr erhalten sollen, die nicht unterrichtet haben. Sport, Musik etc. Wir Eltern haben keine Lust mehr für euch Steuern zu erarbeiten und zusätzlich euren Job zu machen. Und euer Online Unterricht rechtfertigt nicht mal die Hälfte eures Gehaltes. Und dann noch Ferien. Ich werde alle Eltern aufstacheln dasselbe zu tun. Die Parteien zu zu schütten mit Beschwerden. Lohngerechtigkeit muß her. Bald ist Schluss mit voller Bezahlung zu Hause sitzen. Die Länder könnten einen Haufen Geld sparen. Und wir werden dafür sorgen, dass die Minister es auch so sehen. Sollten tatsächlich Sommerferien sein, solltet ihr alle entlassen werden über die Zeit. Diese Panikmache könnt ihr euch nur leisten, weil ihr bisher finanziell nicht betroffen seid. Das wird sich ändern. Was ihr den Kindern verweigert grenzt an Misshandlung. Macht endlich euren überbezahlten Job und hört auf zu jammern. Wenn wir auch so arbeiten würden, wäre die Wirtschaft längst am Boden. Aber wir machen nebenbei auch noch euren Job ohne Bezahlung.

    • Welches hohe Tier sind Sie denn, dass Sie meinen, eine solche Tragkraft zu haben. Das würde mich mal interessieren.
      Und nur so als kleiner Nebenlerneffekt, auch Lehrer bezahlen steuern.
      Aber Sie schreiben es selbst ja ganz gut. „Anstacheln“. Mehr kann man da auch nicht erwarten.

    • Genau so ist es Petra. Die faulen Lehrer haben immer frei und jammern immer nur rum. Hast du schon eine Gruppe auf Telegram aufgemacht?
      Bin gespannt, wer dann bald deine Kinder betreut, wenn alle Lehrer entlassen wurden.

    • Himmel, gottseidank sind die Eltern meiner Schüler anders drauf!!! Würde ich so angegangen, sänke meine Einsatzbereitschaft auch drastisch.
      Wie man in den Wald rein schreit…

    • Hoffentlich haben Sie auch an die Firmen geschrieben, die jede Menge staatliche Zuschüsse eingestrichen haben und jetzt satte Dividende ausbezahlen. Oder das Personal nicht gearbeitet hat und steuerfinanziertes Kurzarbeitergeld bezogen hat und jetzt noch Boni vom Konzern erhält.
      Das haben Sie sicher nicht, denn das sind ja keine Lehrer.

    • „Die Kinder sitzen den ganzen Tag mit Maske und ihr habt auch eine auf. Ihr könnt vorne am Lehrertisch stehen bleiben. Bisher wurde das Virus immer von euch Lehrern in die Schule getragen… Aber wir machen nebenbei auch noch euren Job ohne Bezahlung.“

      Anscheinend macht ihr das nicht richtig, denn sonst würden eure Kinder sich auch an die Maßnahmen halten. Und nicht die Maske an/absetzen, rumkauen, andere Kinder UND LEHRER (!) betatschen, ansabbern, anhusten, sich mit den Händen durch das Gesicht wischen und mit den berotzten Händen dann auch die anderen anpacken. Abstand halten?!?

      Aber das sind wahrscheinlich die Lehrer und nicht die Kinder, die das machen, oder? Und 25 Kinder per Distanzunterricht zu betreuen ist auch sooooviel einfacher, als das in einem Klassenraum zu machen, oder? Manche Eltern sind doch schon mit einem Kind überfordert, weshalb sie sie erst in die Notbetreuung schicken…Wird dann auch das Kindergeld gestrichen? Wie soll denn dann bei 25 Kindern dieselbe Aufmerksamkeit möglich sein?

    • Petra. Sie haben völlig Recht. Diese faulen Lehrer sind untragbar. Die bekommen den vollen Lohn für nix. An dieser Stelle endet meine Ironie. Glauben Sie ernsthaft, daß was sie von sich geben?? Ich bin Betreuerin an einer Ganztagsschule. Menschen wie ich übernehmen die besagte Notbetreuung. Wir bekommen den Mindestlohn, müssen über das Jobcenter noch aufstocken!!! Es gibt nicht nur verbeamtete Personen an einer Schule. Schämen sie sich für diese Aussage. Ich gehöre zur Risikogruppe,habe alle sozialen Kontakte eingeschränkt, inklusive meiner Kinder, welche 500 km von mir entfernt wohnen… Ich bin so wütend über ihre Aussage.

      • @Echt jetzt: Lassen Sie sich bitte nicht von einem Troll wie Petra ärgern. Leider kann jeder Depp im Internet schreiben was er will. Sie leisten Unglaubliches jeden Tag und die Eltern ihrer Schüler sind Ihnen dankbar. 🙂

    • „Bisher wurde das Virus immer von euch Lehrern in die Schule getragen“ Das ist schon lange widerlegt. In der Grundschule haben die Kinder auch keine Maske und selbst wenn bringen die seit der Mutation auch nichts mehr. Und ich bin kein Lehrer, ich will, dass endlich mal was für die Kinder getan wird. Es ist seit einem Jahr Stillstand!

      • Danke! Das erinnert mich an diese Gerüchte, die sich bis heute halten, dass Corona nur aus dem Ausland eingeschleppt wird und sich nicht innerhalb Deutschlands verbreitet.

    • Noch eine kleine Rechenaufgabe, Petra:

      „Selbst in eurer gelobten Hamburger Schule wo sie dieselbe Gensequenz bei Schülern gefundenen haben, war es eine Lehrerin die es in die Schule brachte.“

      1 Lehrer kommt auf 25 Kinder. Dann hat ein Lehrer auch noch mehrere Klassen. Ein Lehrer kommt auf die vielfache Anzahl an Kindern. Wer wird das Virus statistisch gesehen wohl eher in die Schule gebracht haben?
      Wenn jeder bei dieser Aufgabe versagen würde, dann wäre die Wirtschaft längst am Boden.

    • „Ich bin Pädagoge und verlange von daher, dass derjenige, der mein Tun und Lassen als Lehrer und Erzieher beurteilen will, vorerst nachweise, dass er über die Grundsätze der Lehrkunst und Erziehungswissenschaft nachgedacht und jene praktisch geübt habe. Sonst bin ich stolz genug, mich um sein Urteil nicht zu kümmern und unbesorgt meinen Gang zu besorgen.“ (Adolph Diesterweg 1790-1866) – Lehrerbashing gab es anscheinend schon vor fast 200 Jahren –

    • @Petra
      Trolline oder was?
      Sehr viel Wut und Hass und Neid, gepaart mit Hybris und maßloser Selbstüberschätzung. Diese explosive Mischung führt entweder zu Aggressionen gegen andere (Amok) oder gipfelt in Herzinfarkt oder Schlaganfall. Was für ein trauriges Leben muss das sein.

    • @Petra:

      Und Ihrem großen Bruder, dem sagen Sie auch noch Bescheid, damit er den LehrerInnen mal so richtig zeigt, wo der Frosch die Locken hat, stimmt´s?

      Gaaaanz tief durchatmen! Dann geht es Ihnen sicherlich bald besser.

  11. „Viele Monate wurde die Möglichkeit verschlafen, die Schulen sicherer zu machen“

    Äh, wohl doch eher 12 Monate, oder?

  12. Desaster auf ganzer Linie. In jedem Bundesland. Und nicht nur Lehrer und Schüler haben Angst. Nein, auch die dazugehörigen Familien. Ignorant und Arrogant so kann man unsere Minister :innen nennen. Überheblich und Planlos. Menschen,die nichts mehr dazu lernen. Wie will man so einen Krieg gewinnen? Und dann noch gegen einen unsichtbaren Feind? Eltern und Schüler freuen sich dass die Grundschulen und Kitas wieder geöffnet haben ? Das war heute Morgen in den Nachrichten zu hören. Lüge ist das. Und jetzt mal wieder um jeden Preis offen halten. Unsere Kultusminister:innen sollten wirklich alle ganz stark überlegen ob das der richtige Job für sie ist. Denn so reden und handeln nur die ,die selbst keine Schulpflichtigen Kinder/Jugendliche haben. Oder deren Kinder auf Schulen gehen, an denen es diese Probleme nicht mehr gibt??? Wenn Impfen für Lehrer und Erzieher, dann bitte auch für die Eltern.

  13. Was mich echt immer wieder ärgert, ist die Teststrategie und deren Auswertung in unserem Land. Da wird immer wieder von mehr Testmöglichkeiten gesprochen. Wo bleibt die Testpflicht für Schulen und Kitas? Ich selbst arbeite in einer Kita und nur ein Teil der MA war und ist bereit die angebotenen Testmöglickeiten wahrzunehmen. Was soll das ganze dann bringen? Wir brauchen aussagekräftige Teststatistiken, evaluiert nach Alter, Berufsgruppen etc.! Solange sich MA von Schulen und Kitas dagegen sträuben uns wir hier nicht eine Testpflicht einführen, sind die Testmöglichkeiten nur eine „Placebo- Beruhigungspille“, für die Jenigen, die sich und andere Mitmenschen schützen wollen. Ich wünsche mir hier mehr Solidarität auch unter den MA, von denen sich viele nicht gewertschätzt fühlen. Hier ist meiner Meinung nach eine dringende Nachjustierung nötig. In Altenheimen gibt es schließlich auch eine Testpflicht der MA. Warum nicht für Kita- und Schulpersonal? Oder fehlt unserem Staat hier die Möglichkeit oder doch nur der Wille zur einer vernünftigen Evaluierung mengenmäßig grösserer Testungen? Das würde dann erklären, warum hier nicht entsprechend gehandelt wird. Eine Entschuldigung für das unsolidarische Verhalten der Mitarbeiter in Schule und Kita ist es trotzdem nicht. Das musste ich einfach mal los werden.

  14. «Die Zumutung ist ein Virus, nicht die Landesregierung.», sagte der „Herr“ über Leben und Tod Ramelow – sicher nach vorheriger Konsultation seines KuMinisteriums. Ich bin gespannt, wann die anderen Länder diese Argumentationsweise entdecken.

    Da ich in Ba-Wü lebe und unterrichte, interessiert mich das natürlich besonders bei Frau Eisenmann, die derzeit im Untergrund und kaum medienwirksam agiert-um ihren ersehnten Wahlerfolg nicht noch mehr an die Wand zu fahren….

    Ich fürchte mich schon vor den Dingen welche, nach dieser „Zeit der Stille“ bei der „Dame“, auf uns zukommen könnten! Aber vielleicht ist diese Zeit der Exercitien in Klausur nur ein Puppenstadium und danach: ein wunderschöner Kultusschmetterling schlüpft und überrascht uns mit guten und menschlichen Schul-Ideen.

    Ironie und Traumdenken: aus 🙁

  15. Ich muss da Petra recht geben. Die Lehrer sollten die Wahl haben zwischen kein Gehalt oder ffp2 Maske und unterrichten. Welche Wahl haben die Verkäuferinnen? Der Schaden, den Kinder erleiden ist viel höher als Angst. Die Lehrer sind die mit der meisten Angst, bei voller Bezahlung. Das ist bedenklich. Dabei schützt eine ffp2 Maske….

    • Dann trag doch mal 8 STunden diese Maske und dann sehen wir weiter.

      „Welche Wahl haben die Verkäuferinnen?“
      Die Wahl zwischen
      Nicht angefasst werden und nicht angefasst werden
      nicht angesabbert werden und nicht angesabbert werden

      „Die Lehrer sollten die Wahl haben zwischen kein Gehalt oder ffp2 Maske und unterrichten.“

      Dann gab es also bei geschlossenen Schulen NULL Unterricht, NULL Notbetreuung? Dann dürften die Schüler ja wohl auch nichts daheim gemacht haben in der Zeit.
      Worüber beklagen sich die Eltern dann eigentlich? Dieses Homeschooling kann es ja nicht gewesen sein, denn es fand ja nichts, aber auch gar nichts statt.

    • Hallo Yvonne, dann werde du doch Lehrerin.. wie? Keine Lust auf bockende Kinder, Eltern mit Anwaltsflatrate und unbezahlte Überstunden? Ja, dann Ruhe im Karton und zurück zu Onkel Attilas Telegramgruppe.

    • „Dabei schützt eine ffp2 Maske….“

      Warum eigentlich das Ganze Brimmborium mit Abstandsregeln, Kontaktbeschränkungen, geschlossener Läden? Und der Streit um die Impfreihenfolge? Einfach nur FFP2 Masken aufsetzen, das schützt doch und reicht vollkommen aus. Oder?

    • Ach Yvonne, ich würde es zu gern erleben – alle Lehrer sind sich mal einig und verzichten 4 Wochen auf Gehalt und Unterricht. Dann gibt es aber auch keine Notbetreuung und keinen Distanzunterricht. DIE Gesichter bei denen, die jetzt ganz laut so populistisch rumtönen, würd‘ ich gern sehen! Haben Sie im übrigen auch schon alle anderen Berufsgruppen aufgefordert, ohne Arbeitsschutz zu arbeiten oder auf ihr Gehalt zu verzichten? (Und nein, ffp2 ist in Schule kein Arbeitsschutz, das ist blinder Aktionismus, denn die Kinder können sich untereinander immer noch anstecken und es dann in ihre Familien tragen).

    • @Yvonne
      Welche Wahl haben die Verkäuferinnen? Also in unserm Supermarkt hätten einige zuallererst mal die Wahl, überhaupt eine Maske aufzusetzen, und andere, dieses dann auch korrekt über Mund und Nase zu tragen. An der Fleischtheke kaufe ich nicht mehr, weil sich da die Verkäuferinnen mit Maske unter der Nase über Wurst und Fleisch beugen, wenn sie es für die Kundschaft aus der Theke herausholen. Auch habe ich noch keine Verkäuferin mit ffp2 Maske gesehen. Das wäre auch eine Option. Beim Bäcker, der in den Supermarkt integriert ist, tragen die Verkäuferinnen gar keine Maske, haben bisher auch keine getragen, und ich kaufe dort nicht mehr. Ähnliches habe ich auch schon über andere Supermärkte gehört. Plexiglas an den Kassen ist ja vorhanden. Abgesehen davon sind VerkäuferInnen nicht stundenlang mit 30 Kunden auf engstem Raum zusammengesperrt. Aber das wurde hier im Forum auch schon x Mal thematisiert, offenbar ohne Erfolg. Und wo die Ansteckungsgefahr am größten ist, dazu gibt es aufschlussreiche Untersuchungen.

      https://www.rtl.de/cms/corona-wie-gross-ist-die-ansteckungsgefahr-in-schule-buero-fitnessstudio-4705390.html

      • @Leseratte:

        Ihre beschriebenen „Einkaufs-Erfahrungen“ teile ich uneingeschränkt!
        Ich vermute, die Ursache liegt in mangelnder Informiertheit und daraus folgender Unbesorgtheit.

  16. Zu Petra
    Wie kann ein einzelner Mensch so d…, ignorant und irregeleitet sein? Es macht mich fassungslos, wie man einen ganzen Berufsstand so unfair Niedermachen kann. Auch ich arbeite in der Notbetreuung, gehöre zur Risikogruppe, ich weis wovon ich spreche! Und ja es gibt auch unter Lehrern und Erziehern schwarze Schafe, wie in jedem Berufsstand. Es gibt aber sehr viele tolle, angagierte Lehrer, die sich extrem bemühen und alles versuchen um die Kinder zu erreichen und ihr Bestes in dieser Situation leisten. Wer also solche kruden Äußerungen tätig, der disqualifiziert sich nur selbst in seiner Integrität und Ersthaftigkeit. Wer keine Ahnung von der Materie hat und nur sich selbst so schön sprechen hören will und seiner Neigung zum Schlechtmachen von anderen nachgeht, den kann man nur kopfschüttelnd ignorieren. Ein hoffnungsloser Fall!!

  17. Es ist wirklich traurig für Kinder,wenn sie in ihrer Familie verkümmern.. Und es ihnen nur gut geht ,wenn sie in der Fremdbetreuung sind.Sehr traurig. Da stimmt dann wirklich mit dem System etwas nicht.
    Als Eltern kann man dafür sorgen, das sein Kind in so einer schweren Zeit nicht verkümmert!!!!@ Da gibt es genügend Möglichkeiten.Das einzige was wirklich überdacht werden sollte: macht es Sinn so fest an der Bildung in dieser Zeit festzuhalten. Wieviel Lernen Kinder wirklich in dem sie unmengen an Arbeitsblättern abarbeiten müssen?????Da könnte viel Stress reduziert werden.

  18. Zu Petra:
    wow … was muss da im Leben schief laufen, dass man sich zu solch kruden Äußerungen und Verhalten hinreißen lässt???
    Wenn es nicht sooo haltlos und falsch wäre, müsste ich wütend sein.
    Danke an unsere Eltern, die mit uns zusammen arbeiten und mit uns an einem Strang ziehen.

  19. Ja, ich würde auch sagen, Menschen wie Petra sollten vielleicht auch mal probieren eine Lehrerin / ein Lehrer zu sein. Ich bin keins. Aber ich betrachte Lehrer mit großem Respekt. Was sie da tagtäglich leisten müssen – überschreitet schon längst, seit Jahren besser gesagt, eine Lehrerarbeit. Und jetzt haben sie wieder keine Stimme, nicht mal zum Schutz ihrer Gesundheit und sogar ihres Lebens!

  20. @ebenfalls Betroffene…Jetzt MÜSSEN die Kinder die zuhause nicht verkümmern (scheinbar die Minderheit) aus Solidarität zu der verkümmernden Mehrheit auch in die Schule gehen. Es gibt leider kein Konzept für Kinder in diesem Alter das sie schützen kann. Machen wir uns nix vor.Kinder sind einfach eng beieinander wenn sie zusammen sind. Und das ist ja auch gut so…im Normalfall. Ich verstehe Eltern, wenn sie ihre Kinder in den Kindergarten bringen müssen, weil es aus verschiedenen Gründen nicht anders geht – und die es dann aber schweren Herzens tun.Aber es gibt leider immer noch sehr viele überzeugte Eltern, die ihre Kinder bringen, weil sie immer noch denken Corona gibt es nicht bzw Kinder sind davon nicht betroffen. Gründe wie „Mein Kind muss mit anderen Kindern spielen und deshalbmuss es in denKindergarten“ – und daheim sind aber 4 Geschwister. Da kann ich leider keine Intelligenz erkennen:-(

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