Corona-Notbremse – Schul- und Kitaschließungen vielerorts in Sachsen

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DRESDEN. Nach der Entscheidung über die bundesweit einheitliche Corona-Notbremse müssen sich Eltern und Kinder vielerorts in Sachsen ab Montag auf geschlossene Kitas und Schulen einstellen. Das teilte das Kultusministerium am Donnerstag mit. Sachsen war neben Sachsen-Anhalt das einzige Bundesland in Deutschland, das seine Schulen und Kitas unabhängig vom Inzidenzwert öffnen wollte. 

Muss Kitas und Schulen schließen: Sachsens Kultusminister Christian Piwarz (CDU). Foto: Sächsisches Kultusministerium / Ronald Bonss

Mit dem erweiterten Infektionsschutzgesetz wird ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100 Wechselunterricht Pflicht – das gilt für alle Schularten. Steigt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche auf 165, muss der Präsenzunterricht ab dem übernächsten Tag ausgesetzt werden. Unter dieser kritischen Marke dürfen Kitas im eingeschränkten Regelbetrieb geöffnet bleiben.

Laut Kultusministerium ist damit ab nächster Woche nur noch in Dresden, Leipzig sowie in den Landkreisen Leipziger Land und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge Schulunterricht im Wechselmodell möglich. In den anderen Regionen müssen Schulen und Kitas schließen. Ausnahmen sind laut Ministerium nur für die Abschlussklassen vorgesehen. Dazu zählen auch die vierten Klassen an der Grundschule. Die Schüler dürfen auch bei einer Inzidenz über der 165er Marke die Schule besuchen.

Am Donnerstag passierte das Infektionsschutzgesetz den Bundesrat und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier unterzeichnete es. Eine Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt stand zunächst noch aus. dpa

Merkel zeigt den Länderfürsten die Grenze auf. Die haben uns tief in die Corona-Krise geführt – mit ihrem Nichtstun für Kitas und Schulen !

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6 KOMMENTARE

  1. Das ist so nicht ganz korrekt. Piwarz lässt ab Montag die Schüler der Förderschulen auch bei Inzidenzen von momentan weit über 300 in den Präsenzunterricht. Und er ist stolz darauf … Nichts mit flächendeckenden Schulschließungen. Man reizt die Möglichkeiten für Ausnahmen (Abschlussklassen und alle Förderschulen) voll aus. Sagt man. – Und nach dem Unterricht alle wieder in den Schülertransport gemeinsam nach Hause … Unvorstellbar aber in Sachsen möglich. Im Land der höchsten Inzidenzen und der meisten Corona-Toten in Deutschland bezogen auf die Einwohnerzahl.

  2. Abartiges „Ausprobieren“!
    Gesetz kaum beschlossen, schon beginnt die Trickserei um in NRW-Kommune den Inzidentzwert durch weniger PCR-Tests zu senken

    Gestern: …Solch einen pragmatischen Weg haben die Schul- und Gesundheitsverwaltung jetzt mit Blick auf die Quarantäne-Regelungen beschritten.
    Anstelle der strengen Regelung, dass in den Schulen gleich die ganze Klasse in Quarantäne muss, wird jetzt in jedem Fall geschaut, ob Masken- und Hygiene-Regeln eingehalten wurden, um dann
    *
    —> nur die engsten Schüler-Kontakte in Quarantäne zu schicken. <—
    *
    Es sei ein „Ausprobieren“, gesteht die Gesundheitsamtsleiterin. Aber anders geht es nicht. Und dieses vorsichtige Ausprobieren muss auch in anderen Bereichen Schritt für Schritt erfolgen – Inzidenz und Klinik-Auslastung immer im Blick.

    Von 218 ist man dann heute schon auf 198 ! Dienstag hat man sicherlich bereits die 164,99 hinbekommen.
    Und im Nebensatz wird erwähnt, dass es vier Infizierte mit einer neuen Mutante gibt, wo erst in zwei Wochen die Ergebnisse der Bestimmung der Art möglich sein wird.
    Na dann Glückwunsch fürs Chaos.

  3. Da rühmt sich der Hr. Piwarz, die Förderschulen offen zu lassen. Die haben ja kleinere Klassen. Da ist ihm sicherlich entgangen, dass auch die Klassenzimmer dementsprechend kleiner sind! Nur, wer bringt ihm diese Information näher? Von Einhaltung des Mindestabstandes ist man dort ganz weit entfernt. Verstößt man dann in den Förderschulen nach den Regeln. Oder ist es so gewünscht, dass Schüler und Lehrer dieser Schulart die Versuchskarnickel der Nation sind? Menschen 2.Klasse? Bitte, Hr. Piwarz, schauen Sie sich die Gegebenheiten an, bevor Sie solche Dinge bestimmen! Denken Sie nach!

  4. Endlich wurde Herr Piwarz mit seinen fragwürdigen Methoden, die Schulen inzidenzunabhangig offen zu lassen, in die Schranken gewiesen.

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