Bundes-Notbremse: Die Hälfte der Schulen in Deutschland unterrichtet wieder auf Distanz

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BERLIN. Die erste Schulwoche unter teils strengeren Vorgaben der Bundes-Notbremse zur Bekämpfung der Corona-Pandemie ist ohne größere Probleme gestartet – aus Sicht des hessischen Kultusministeriums jedenfalls. Der Wechsel in den Distanzunterricht habe in betroffenen Kommunen den Rückmeldungen zufolge reibungslos geklappt, sagte ein Sprecher in Wiesbaden auf Anfrage. Nur in Einzelfällen hätten Kinder vor den Schultoren gestanden. Nicht nur in Hessen mussten Schulen für den Präsenzunterricht schließen. Bundesweit die Hälfte der Schulen sei betroffen, so schätzt der Deutsche Lehrerverband.

Die Bundesregierung hat die Bundesländer bei den Kitas und Schulen ausgebremst. Illustration: Shutterstock

Für ganz Deutschland gilt: „Mindestens die Hälfte der Schulen geht voraussichtlich wieder in den Distanzunterricht“, sagte der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, gegenüber dem „Tagesspiegel“. „Das sind natürlich fatale Aussichten. Wenn man nicht davon ausgeht, dass die Notbremse ganz schnell wirkt, dann wird es wohl bis Pfingsten keine Verbesserung geben, sondern eher noch eine Verschlechterung. Das ist frustrierend und deprimierend.“ Meidinger hätte sich dem Bericht zufolge mehr Spielraum und unterschiedliche Instrumente statt starrer Inzidenzvorgaben gewünscht. Der Wert von 165 sei allerdings „viel zu hoch“. „Man könnte vielleicht etwas flexibler sein, wenn alle Schüler täglich getestet werden und die Lehrkräfte weitgehend geimpft sind.“

Die Bundes-Notbremse greift an den Schulen folgendermaßen: Übersteigt die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen in einer kreisfreien Stadt oder einem Kreis an drei aufeinander folgenden Tagen den Wert von 165, werden die Schulen ab dem übernächsten Tag geschlossen. Alle Schülerinnen und Schüler haben dann Distanzunterricht bei Ausnahmen für Abschlussklassen und Förderschulen, die im Wechselbetrieb bleiben.

«Derzeit gibt es keinen Hinweis dafür, dass Schulen Pandemietreiber sind»

Aus Sicht der Berliner Amtsärzte ist in den Berliner Schulen weiterhin Wechselunterricht möglich. «Derzeit gibt es keinen Hinweis dafür, dass Schulen Pandemietreiber sind», heißt es in einem am Freitag verschickten Schreiben der Amtsärzte an die Senatsverwaltung für Bildung, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Häufigstes Infektionsumfeld seien die privaten Haushalte.

Das Hygienekonzept in den Schulen, zu dem halbierte Lerngruppen, Unterricht im Wechsel zu Hause und in der Schule sowie Maskenpflicht zählen, reduziere die Zahl der Infektionsübertragungen in den Schulen erheblich, so behaupten die Mediziner. Die Schließung der Schulen könne den Inzidenz-Wert für ganz Berlin – aktuell: 138 – dagegen nur wenig beeinflussen, heißt es in dem Schreiben mit Antworten der Amtsärzte auf Fragen der Bildungsverwaltung. «Die Einführung der Schnelltests in den Schulen ist ein zusätzlicher Baustein, um Infektionsketten rasch zu erkennen. Auch die Impfung für die Lehrkräfte sollte dazu beitragen, Infektionsübertragungen zu verhindern.»

Wie die Amtsärzte zu ihrer Einschätzung gelangen, ist unklar. Laut aktuellem Lagebericht des Robert-Koch-Instituts sind die meisten der Infektionen in Deutschland nicht nachvollziehbar. Wörtlich heißt es darin: „Die COVID-19-Fallzahlen stiegen in den letzten Wochen in allen Altersgruppen wieder an, besonders stark jedoch in jüngeren Altersgruppen. (…) Beim Großteil der Fälle ist der Infektionsort nicht bekannt. COVID-19-bedingte Ausbrüche betreffen insbesondere private Haushalte, aber auch Kitas, Schulen und das berufliche Umfeld.“

Auch in vielen Schulen Nordrhein-Westfalens ist aufgrund der Bundes-Notbremse wieder ausschließlich Distanzunterricht angesagt. Eine Ausnahme gilt für die Abschlussklassen und Förderschulen in den Regionen mit Werten über der Marke von 165, die ihre bisherigen Modelle von Wechselunterricht oder Präsenzunterricht zur Klausurvorbereitung dennoch fortführen könnten, hatte das Schulministerium am Freitag erklärt. Alle Abschlussprüfungen – auch die am Freitag gerade angelaufenen Abiturprüfungen – könnten planmäßig im Präsenzbetrieb stattfinden. Außerdem werde wieder eine pädagogische Notbetreuung eingerichtet.

Am Sonntag lagen 35 Kreise und kreisfreie Städte – mehr als die Hälfte in NRW – über dem neuen Schwellenwert von 165 der bundesweit geltenden Notbremse, der für die Einschränkungen bei Schulen und Kitas relevant ist. Am Sonntag kündigte das NRW-Gesundheitsministerium für zwei weitere Kommunen ein Greifen der Regelung an, weil sie den Schwellenwert überschreiten. Vom morgigen Dienstag an seien nun auch in Bielefeld und im Kreis Herford Bildung und Kinderbetreuung strenger geregelt.

In Kreisen und kreisfreien Städten mit einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 165 bleibt es beim bisherigen Wechselmodus aus Präsenz- und Distanzunterricht. Für die Schüler besteht in den Schulen eine Testpflicht. Dabei geht es um zwei Selbsttests pro Woche. Die Lerngruppen sind geteilt. So gibt es in zahlreichen Schulen das Modell von einem täglichen Wechsel Lernen in der Schule und zuhause.

Auch für viele Kitas zeichnet sich mit den Infektionszahlen ein eingeschränktes Angebot ab. Die Notbetreuung wurde durch die Landesregierung allerdings locker gestaltet: Eltern, die die Betreuung ihrer Kinder nicht anderweitig sicherstellen können und die Notbetreuung deshalb in Anspruch nehmen wollen, müssen lediglich eine schriftliche Erklärung abgeben. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Ausnahmeregelungen, die einen Anspruch auf die Notbetreuung begründen: das Kindeswohl beispielsweise oder eine Behinderung. Kinder, die im letzten Kita-Jahr vor der Einschulung stehen, können analog zum Vorgehen bei den Abschlussklassen in den Schulen ebenfalls in ihre Kitas gehen.

«Wir wollten das möglichst einfach handhaben für alle Beteiligten»

NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) verteidigte am Montag im WDR-2-Interview die Neuregelung gegen Kritik, die Kitas blieben wegen laxer Dokumentationspflichten der Eltern trotzdem zu voll. «Wir wollten das möglichst einfach handhaben für alle Beteiligten», sagte Stamp. «Wir wollen auch nicht die Kita-Leitungen in die Situation bringen, dass sie jetzt das, was von den Eltern angemeldet wird, bürokratisch überprüfen müssen.»

Stamp betonte, die Beschäftigten in der Kindertagespflege würden bei den Corona-Schutzimpfungen vor vielen anderen Gruppen vorgezogen. Dies sei nur durchsetzbar gewesen, wenn die Kitas nicht vollständig geschlossen würden. Dass es in der Praxis auch in der Notbetreuung immer «eine Spreizung» gebe zwischen Kitas, die stärker belegt seien, und anderen mit geringerer Belegung, sei nicht zu vermeiden. News4teachers / mit Material der dpa

Merkel zeigt den Länderfürsten die Grenze auf. Die haben uns tief in die Corona-Krise geführt – mit ihrem Nichtstun für Kitas und Schulen !

 

 

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31 KOMMENTARE

  1. Ich wohne und arbeite in einem sehr großen Landkreis mit knapp 600 000 Einwohner. Mein Arbeitsort hat eine aktuelle Inzidenz von pi mal Daumen 300. Trotzdem bleiben die Schulen auf, weil Orte am anderen Ende des Landkreises kaum Fälle haben / melden und damit die Gesamtinzidenz bei 140 liegt. Das findet leider so gar keine Berücksichtigung.

    • Wundert das noch? Man ist einfach nur noch fassungslos. Eine Lüge jagt die nächste, ein Schlupfloch ersetzt ein anderes, eine Zahl dehnt die vorherige – and it goes on and on…

    • Um wie viel ändert sich die Inzidenz an Ihrem Arbeitsort pro gemeldeter Infektion? Gerade bei Orten mit vergleichsweise wenigen Einwohnern macht das viel aus. Dennoch bin ich bei Ihnen. Aus Gründen des Gesundheitsschutz handelt die Politik unverantwortlich.

    • Landkreis 202, Heimatort 207, also fast identisch. Es gab aber auch schon Tage, da lag die Differenz bei fast 100.
      Von diesen Zahlen abgesehen, ist die vorgesehene Notbremse viel zu hoch angesetzt und wenn ich die FDP noch dazu sehe und hören, viele Forderungen, viel Palaver aber keine konstruktiven Beiträge zur Coronapolitik.

  2. Ab morgen sind bei uns die Schulen geschlossen. Alle Schulen? Nein, die Förderschulen bleiben auf! Warum??? Gerade hier können Schüler keine Abstände einhalten, tragen nicht alle Masken und gehören aber oft auch zur Risikogruppe. Die Entscheidung, die Kinder zu Hause zu lassen wird einfach den Eltern aufgedrückt, die aber so kein Argument an ihrer Arbeitsstelle haben, warum sie ihre Kinder zu Hause betreuen. Im Kollegium haben immer noch viele kein Impfangebot erhalten und die zweite Impfung hat noch niemand. Wir haben Angst um unsere Gesundheit und die Gesundheit unserer Schüler, aber die Politik hat uns einfach vergessen, denn sonst hätte man, wenn denn die Förderschulen so wichtig wären, schon längst Filteranlagen eingebaut. So sitzen wir in zu kleinen Klassenräumen, in denen oft die Fenster nicht zu öffnen sind und haben engen Kontakt zu unseren Schülern, wenn wir sie füttern oder wickeln. Ich kann nicht mehr!

    • @verzweifelte_Lehrerin: „Ich kann nicht mehr!“ – Mein Arzt würde mir in diesem Fall – wie ich vermute – erklären, dass es sich um eine Anpassungsstörung handele, dass ich völlig nachvollziehbarer Weise mit der außergewöhnlichen und für mich völlig neuen Situation nicht zurecht komme, dass sie mich kurzfristig überfordere und dass daran nichts Schlimmes oder Verwerfliches sei. Er werde mich jetzt zunächst für zwei Wochen krankschreiben, und wenn es mir danach nicht besser gehe, solle ich wieder kommen, damit er die Krankschreibung verlängern könne.

      Kurz: Sie sind am Anschlag – holen Sie sich Hilfe, BEVOR Sie zusammenbrechen. Hinterher bekommen Sie natürlich auch welche – aber dann ist das Ganze noch traumatischer für Sie: Wollen Sie das?

  3. Das Unterrichten auf Distanz hat auch gewaltige Auswirkungen auf die Lehrerausbildung. Unsere Referendare sind seit Februar da, haben so gut wie nicht unterrichtet und übernehmen im September eigene Klassen. Das darf m E. nicht sein. Natürlich dürfen sie freiwillig verlängern, bekommen aber weniger Geld. Kann man denn nicht ein halbes Jahr verpflichtend verlängern (ohne Kürzung der Bezüge)? Das wäre mal ein Thema für die Gewerkschaften.

  4. Mediziner, Virologen und Intensivmediziner haben klare Worte gesprochen. Indien ist vom Tod
    gebrannt und gezeichnet. Ohne Bremse werden es mehr Tode werden und jeder muss sich die
    ehrliche Frage stellen:“Was ist uns ein Menschenleben Wert“? Egal ob jung, alt, dick, dünn, klein, groß, reich, arm und es kann uns alle Treffen und die Endgüligkeit ist der Tod.
    Man redet von Hintertüren und dabei sind unendlich viele Menschenleben und Kinderleben noch
    nicht geschützt.

  5. «Derzeit gibt es keinen Hinweis dafür, dass Schulen Pandemietreiber sind»
    Kann man nicht endlich mal diese Aussage offiziell als Schwachsinn entlarven?

    Derzeit gibt es auch keinen Hinweis dafür, dass eine Pandemie stattfindet.
    Dazu muss ich erst eine langfristige Studie machen und auswerten. Ich kann aber jetzt schon sagen, dass ich persönlich niemanden kenne der an Corona erkrankt ist oder war.

    • Ich kenne auch niemanden der bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen ist. Folglich gibt es keine Flugzeugabstürze.
      Oder ich kenne auch niemanden aus Frankfurt. Ist Frankfurt wirklich real???

    • Das ist auch so absurd,diese Aussage.Ist auch aus anderen Ländern bekannt.Daher waren in Israel Schulen lange geschlossen.Zudem weiß doch jeder,der Kinder hat,wie in Schulen und Kitas Viren jeder Art munter verbreitet werden.Damit stigmatisiert man niemanden,das ist einfach so.Das Schulen offenhalten verlängert alles nur bis zum gehtnichtmehr.Grob fahrlässig.

    • Echt? Ich kenne inzwischen ca. 50 Menschen, die infiziert waren. Teils erkrankt, teils nicht… Aktuell kenne ich vier Infizierte. Der Onkel einer Kollegin ist letzte Woche mit 62 Jahren an Corona gestorben, der Opa einer Schülerin vor kurzem ebenfalls. Und ich bin nur Lehrerin und arbeite nicht in einem Krankenhaus!
      Keine Ahnung in welchem Paralleluniversum Sie leben…

  6. @ Vater Ja, dann seien Sie doch mal froh, dass an CORONA GIBT ES NICHT niemand in Ihrem Umfeld erkrankt ist. Vielleicht tut sich für Sie in der noch verbleibenden Zeit der NICHT-PANDEMIE womöglich doch noch die Chance zur realen Erfahrung mit COVID FAKE 19 auf. Lassen Sie uns dann bitte teilhaben an Ihrer empirischen Erkenntnis von; was ich nicht sehe/ kenne, gibt es nicht. Ansonsten behaupten wir noch: wir haben Sie nicht gekannt, also gab es Sie gar nicht – ob Corona erkrankt oder nicht. Naja, bin ich mal ehrlich, ist ja auch egal, weil das gibt’s ja alles nicht.

      • Sorry, war nicht nur für mich nicht klar erkennbar. Dann widme ich die Worte allen anderen CORONA-NIHILISTEN unter uns, die sterben wahrscheinlich nie aus.

      • Ich hab mich auch über die Antworten gewundert. Aber das nervt mich hier in diesem Forum auch etwas. Kommentare, die zunächst nicht linientreu (im Sinne des Forums) erscheinen, werden schon bevor sie fertig gelesen wurden zerpflückt.. Das bedeutet dann aber auch leider, dass man Gegenmeinungen und Gegenargumente gar nicht hören möchte. Find ich nicht gut!

  7. Distanz? Nicht im Saarland!
    Ich bin stolz auf mein Bundesland.
    Wir schöpfen die Notbremse voll aus und tricksen mit 24 Infektionen am Tag (hochgerechnet etwa ein Sechstel des Bundesdurchschnitts) an der Inzidenz. Wenn man die Meldung richtig verschiebt, ist immer ein Tag unter 165 dabei.
    Die Presse jubelt das dann hoch.
    Hurra, noch nirgends 165 erreicht. Überall knapp drunter!
    Da wir erst am 5. Tag schließen, bedeutet das, dass auch diese Woche alle Schulen auf bleiben können.
    Es lebe das Hänschen Klein. Der Kreis der Landeshauptstadt hatte zweit tage 164,9. Toll

    • Unglaublich, wie kriegen wir das nur so passgenau hin. Letzte Woche sah die Sache noch anders aus. Ich weiß ja nicht???

  8. Wenn durch die Grenze 165 die Hälfte aller Schulklassen in Distanzunterricht sind, wird dies einen großen Beitrag leisten, die Infektionszahlen zu reduzieren.
    In Niedersachsen wird die Grenze von 100 beibehalten und in Grundschulen werden die 165 angewendet.

    Durch alle Maßnahmen zusammen und die bereits erfolgten Impfungen wird sich die Anzahl der insgesamt Infizierten täglich rapide reduzieren. Auch das Impfen aller Lehrkräfte trägt dazu bei.

    Der Höhepunkt der dritten Welle ist überschritten.
    https://www.worldometers.info/coronavirus/country/Germany/

    Jetzt sollte man sich Gedanken machen, wie der Präsenzunterricht im Herbst und Winter sicher gemacht werden kann. Z. B. durchden Einbau von Luftfilteranlagen, Frischluftwärmetauschern und Luftfiltergeräten.

    • „Durch alle Maßnahmen zusammen und die bereits erfolgten Impfungen wird sich die Anzahl der insgesamt Infizierten täglich rapide reduzieren“.

      Der war bereits gut (…).

      „Jetzt sollte man sich Gedanken machen, wie der Präsenzunterricht im Herbst und Winter sicher gemacht werden kann. Z. B. durchden Einbau von Luftfilteranlagen, Frischluftwärmetauschern und Luftfiltergeräten“.

      Der hier ist aber noch besser (…)!

  9. Hallo zusammen, ich habe mal eine Frage: Sind in der „Bundes Notbremse“ auch die maximale Anzahl an Schülern geregelt, die in der Notbetreuung in einem Raum zusammen lernen dürfen? Ich habe versucht, dies in Erfahrung zu bringen aber leider keine Antwort darauf gefunden / bekommen. Die Schulleiterin wollte sich dazu nicht äußern! Und im Netz sieht es so aus, als wenn immer noch jedes Bundesland sein eigenes Süppchen kocht. Ich frage deshalb, weil in der Grundschulklasse, in welcher ich tätig bin, tatsächlich 16 von 21 Kinder die Notbetreuung besuchen. Und das bei einer Inzidenz von knapp 300/100 000…Weiß jemand dazu was genaueres? Vielen Dank vorab….

    • Leider nicht nach Bundesrecht. Die Höchstbesetzung der Notbetreuung war zwar im ersten Entwurf der Notbremse bei 20% festgelegt. In der endgültigen Fassung heißt es aber nur noch, dass es eine Notbetreuung nach Maßgabe des jeweiligen Landesrechts geben könne, ohne Beschränkungen.

    • Das frage ich mich auch. Bei uns ist ab morgen wieder Distanzunterricht und ich habe mehr Kinder als die Wochen zuvor. Auch mehr als die Hälfte der Klasse. Aber wir Erzieher*innen sind ja eh nur Menschen 2ter Klasse und müssen nicht geschützt werden. Fühle mich echt verarscht.

    • @Microsklave

      „maximale Anzahl an Schülern geregelt, die in der Notbetreuung in einem Raum zusammen lernen dürfen?“

      Im Sinne der geforderten Vereinfachung sind das … aaaahhh Moooooment …. 165!
      Nein, ich schau noch mal …. 165 pro Quadratmeter.
      Ja genau.
      (Ich schreib mal lieber dazu, dass das jetzt Ironie und Sarkasmus waren, quasi als Ersatzdroge, denn „Kein Bier vor vier.“)
      😉

      Und jetzt im Ernst, ich habe dazu noch nirgendwo eine Angabe wahrgenommen.
      Aber die würde ja ohnehin im konkreten Fall wieder ausgehebelt.
      🙁

  10. Ich sehe in den dargestellten Kurven noch keine Kerrwende und habe von einem überschrittenen Höhepunkt der dritten Welle auch sonst noch nichts gehört.

  11. Gut auch gestern im DLF Campus und Karriere, wo die Sachsen es nicht einsehen wollen, bei Inzidenzen um und bei 200 nicht die Schulen schließen zu wollen u d sauer auf die Bundesnotbremse sind. Manchmal frage ich mich, ob die da inzwischen alle weich in der Birne sind, wenn die sagen, die Schutzmaßnahmen seien ausreichend.

  12. Notbremsgesetz und Inzidenzzahlen (100; 165) oder
    traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.

    Es werden immer wieder Fragen gestellt, wie es sein kann, dass die Inzidenzzahlen vor Ort öfters von den RKI-Zahlen abweichen.
    Die Begründung in NRW wirft dann die Frage des Sinn der Zahlenerhebung überhaupt durch scheinbar bewusst geschaffene Manipulationsmöglichkeiten für die GA auf.

    Bei uns ist es gerade an der U165 Grenze und es sind nach den Erhebungen in den letzten drei Tagen Fälle „nachgemeldet“ worden.

    „Wichtiger Hinweis:
    Für die bundesweite „Corona-Notbremse“ ist die Veröffentlichung des RKI unter https://www.rki.de/inzidenzen maßgeblich. Die dortigen Daten berücksichtigen keine Fälle, die die Gesundheitsämter für zurückliegende Meldetage übermitteln und weichen daher von unserer täglich aktualisierten Corona-Meldelage ab.“

    Quelle: https://www.mags.nrw/coronavirus-fallzahlen-nrw

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