Notbremse? Egal. Kitas in Nordrhein-Westfalen bleiben vorerst geöffnet

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DÜSSELDORF. Trotz steigender Corona-Zahlen und drohender Bundes-Notbremse bleiben die Kindergärten in Nordrhein-Westfalen vorerst mit einer reduzierten Stundenzahl geöffnet. Familienminister Joachim Stamp (FDP) bekräftigte am Montag erneut, dass er Betretungsverbote für Kitas und Kindertagespflege – also einen Notbetrieb mit stark eingeschränktem Zugang nur für Eltern aus bestimmten Berufsgruppen und besonders Bedürftige – für «völlig falsch» halte. Die Pandemiebekämpfung dürfe nicht wieder auf dem Rücken von Kindern und Familien ausgetragen werden.

„Völlig falsch“: NRW-Familienminister Stamp, hier bei der Pressekonferenz im Januar. Foto: © 2021, Land NRW

Die CDU/FDP-Landesregierung will laut Familienministerium «keine Unruhe in die aktuelle Diskussion um weitere Schutzmaßnahmen bringen». Daher warte man auf die Verabschiedung des Bundesinfektionsschutzgesetzes mit der geplanten bundesweiten Corona-Bremse in dieser Woche. Einer vorherigen Schließung von Kitas bei einer Wocheninzidenz über 200 stimme die Landesregierung nicht zu. Es gelte weiterhin landesweit der eingeschränkte Regelbetrieb mit einer Reduzierung von zehn Stunden und festen Gruppen.

Wenn Kommunen aber wieder in den sogenannten eingeschränkten Pandemiebetrieb wechseln wollten, dann sei das nach Abstimmung mit dem Gesundheitsministerium möglich, hieß es weiter. Das bedeutet, dass an die Eltern appelliert wird, ihre Kinder möglichst zuhause zu betreuen. Dieses Modell galt landesweit bis Ende Februar.

Ziel der Änderung des Infektionsschutzgesetzes ist es, Einschränkungen des öffentlichen Lebens bundesweit einheitlich zu regeln. Falls die Sieben-Tage-Inzidenz – also die Zahl der Neuinfektionen binnen einer Woche pro 100 000 Einwohner – in einer Stadt oder einem Kreis drei Tage hintereinander über 100 liegt, sollen jeweils die gleichen Regeln gelten.

Für Schulen wäre laut Entwurf Distanzunterricht ab einer Wocheninzidenz von 165 verpflichtend. Zunächst war ein Schwellenwert von 200 Neuinfektionen geplant gewesen. Diese Bremse gilt auch für Kitas, die Länder können aber Notbetreuung ermöglichen.

Er habe sich «sehr dafür eingesetzt, dass die Beschäftigten in Kita und Kindertagespflege in der Impfreihenfolge vorgezogen würden, sagte Stamp auf Anfrage. «Das konnten wir nur erreichen, weil damit die Erwartung verbunden war, dass die Einrichtungen dann nicht mehr in den Notbetrieb geschickt werden.» Außerdem könnten sich Beschäftigte mehrfach pro Woche testen, und Eltern könnten für ihre Kinder zwei Tests erhalten. Die Impfungen für Mitarbeiter an den Grund- und Förderschulen sowie in den Kitas und der Kindertagespflege sollen nach Angaben des NRW-Gesundheitsministeriums bis zum 24. April abgeschlossen sein.

Laut Meldungen der Landesjugendämter wurden im April (Stand 15.4.) in den Kindertageseinrichtungen 479 mit dem Coronavirus infizierte Kinder und 368 Beschäftigte offiziell gezählt. In NRW gibt es rund 10.500 Kindertageseinrichtungen mit etwa 168.000 Beschäftigten. News4teachers / mit Material der dpa

„Wir können nicht glauben, dass Sie wirklich Schulöffnungen angeordnet haben“

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31 KOMMENTARE

  1. Das mit dem Denken ist nicht unbedingt die Stärke von Herrn Stamp . Leere Versprechen klappen besser . Ich denke da zum Beispiel an die von ihm großspurig abgegebene “ Betreuungsgarantie “ . Die ja leider nicht eingehalten wurde . Nach der nächsten Landtagswahl ist der Mann genauso weg wie Gebauer und Laschet . Traurig nur , dass sie bis dahin noch reichlich Schaden anrichten werden .

  2. Man kann die KiTas meinetwegen komplett öffnen, nachdem das dortige Personal die zweite Impfung bekam, jedoch nicht vorher.

    Wenn die Berichte stimmen, dass ab „bald“ die Betriebsärzte auch mit dem Impfen anfangen können sollen, dann würde es mich nicht wundern, wenn das Schul- und Kita-Personal zu den letzten gehört, das überhaupt geimpft wird.

    • „Man kann die KiTas meinetwegen komplett öffnen, nachdem das dortige Personal die zweite Impfung bekam, jedoch nicht vorher.“

      Dann geht das Virus weiter in die Familien… zwar in diejenigen, die sich dafür entscheiden, aber das treibt insgesamt die Inzidenzen weiter hoch und verzögert jegliche Form von Normalisierung.

      Appelle helfen nicht! Die Kitas müssen zu, bis auf Notbetreuung bei tatsächlich nachgewiesenem Bedarf!

      • Ja aber da gehts schon wieder los. Die Kinder werden täglich gebracht. Egal, ob der eine Partner Spätschicht hat und das Kind früh betreuen könnte, bis der andere von Arbeit kommt. Hauptsache man hat Zeit für sich selbst und seine eigenen Bedürfnisse. Egal, ob Urlaub, Krank geschrieben oder Elternzeit. Egal, obs nur ein 20hJob ist. Das Kind muss gebracht werden, natürlich die komplette. Öffnungszeit. Eher holen, obwohl es möglich wäre…nö, ich bezahle doch die volle Zeit.

        Ich bin entsetzt und sehr traurig über manche Einstellungen.

        Bei unserem Kiga hat heute draussen wieder keiner Maske getragen, war ja klar bei dem Wetter. Es waren 2 Erzieherinnen da, nicht eine hat was gesagt. Im Gegenteil, die eine hat noch mit der einen Mutti gequatscht. Hoffentlich sind die Kitas ab nächste Woche dicht. Die Leute wollen es so!!! Den Sommer können wir vergessen

      • Ich kann als Erzieherin auch nur sagen….der Beruf den ich vor 25 Jahren gelernt und immer gerne ausgeübt habe, wurde schon die letzten Jahre echt immer härter.(schlechte Rahmenbedingungen, schwierige Eltern usw.)Aber jetzt in der Corona Zeit wird das nochmal richtig getoppt. Ich bin täglich nur noch fassungslos über das Verhalten und der Respektlosigkeit der Regierung und vorallem einem absolutem Großteil der Eltern uns Erziehern gegenüber. Die Kinder sind toll.Aber !!!! sorry viele Eltern Verhalten sich einfach nur verantwortungslos,egoistisch und einfach nur undankbar.Das ist so unfassbar traurig. Das ist der Grund, warum ich diesen Beruf derzeit überhaupt nicht mehr mag und mich ernsthaft frage,ob ich diesen Beruf noch weiter ausüben möchte. Ich denke ich stehe da nicht alleine da.

  3. Und wieder ein Ignorant. Herr Stamp: EuE haben, genau wie GS- und FÖ-Lehrer eine ERSTIMPFUNG erhalte, die nur partiellen Schutz bietet. Bei fast allen war es Astra, die Zweitimpfung kommt kurz vor den Sommerferien. Und selbst wenn der Impfschutz mal voll da ist, können sich Kinder untereinander infizieren und die Krankheit dann in die Familien weiter tragen.

  4. Genau, noch Mal ausreizen, dass das Gesetz noch nicht durch ist.
    Wenn Eltern ausfallen oder sogar sterben, weil sie sich „an ihrem Kind “ infiziert haben, ist das nicht auf dem Rücken der Kinder ausgetragen?
    Man kann nur auf die Vorsicht der Eltern hoffen und dass sie nicht auf das trotzige Verhalten hereinfallen.
    Vielleicht könnte er sich Mal in. MV beraten lassen.

  5. Seit etwa einem Jahr ist unsere Kita im „eingeschränkten Regelbetrieb“. Das heißt, dass wir täglich eine Stunde weniger Betreuung für unsere Kinder bekommen, als wir aufgrund unserer Arbeitszeiten eigentlich bräuchten. In dieser Zeit wurden alle Erzieherinnen nach und nach in Zwangsurlaub geschickt, um ihre „Überstunden abzubauen“, weil ja angeblich nun weniger Personal erforderlich wäre. Fast drei Wochen lang kam es im Winter dadurch zur Schließung einzelner Gruppen, weswegen wir dann während unserer Vollzeitarbeit im Homeoffice auch noch jeweils mindestens ein Kind zu Hause hatten. Die Kitabeiträge sind währenddessen gleich geblieben, nur das Essensgeld kam nach viel Theater dann zurück, d.h. der Träger hat sich auf Kosten der Steuerzahler reich gespart.
    Das Konzept der offenen Gruppen ist auch seit dem ersten Lockdown passé, weshalb aber unsere Kinder viele Angebote der Kita, die nun „fremden“ Gruppenräumen zugeordnet sind, nicht mehr nutzen können. Unser Großer hat fast das gesamte Vorschulangebot gestrichen bekommen: keine Ausflüge, kein Besuch von Polizisten und Feuerwehrleuten, keine Abschlussfahrt, nur ein absolutes Minimum an Vorschulbildung. Feiern wie Sankt Martin und Karneval konnten nur stark eingeschränkt stattfinden.
    In der ganzen Zeit mussten wir und die Erzieherinnen Angst haben um unsere Gesundheit und die unserer Kinder, denn dank Herrn Stamp gab es ja keinesfalls die Möglichkeit, die Kinder zu Hause zu lassen und beim Arbeitgeber eine Berücksichtigung dessen einzufordern. Mehrere ältere und vorerkrankte Erzieherinnen warten seit einem Jahr auf eine Impfung und leben mit 65% Krankengeld eines Kinderpflegergehalts knapp über der Armutsgrenze. Manche haben sich ohne Abschied von unseren Kindern in die Rente geflüchtet, was für unsere Kinder sehr traurig und belastend war. Jetzt endlich, letzte Woche, kam dann die Erstimpfung, so dass wir nur hoffen können, dass NACH der dritten Welle dann endlich wieder etwas Normalität einkehrt. Allerdings sorgt Stamp mit seinen Kollegen ja dafür, dass es bis dahin wohl schon kurz vor den Ferien sein wird. Bis dahin umgehen wir weiter verzweifelt alle Spielplätze, gehen zu keinem Vereinssport und vertrösten unser Kind, dass es das Seepferdchen statt mit 4 Jahren ja dann vielleicht irgendwann mit 6 oder 7 im Urlaub (?) nachholen kann.
    Und jetzt stellt sich dieser Mensch doch wirklich in die Öffentlichkeit und erzählt dreist, er würde verhindern, dass die Pandemiebekämpfung auf dem Rücken von uns Familien ausgetragen wird!? Wir Familien leiden seit einem Jahr pausenlos unter seiner Politik konsequenter Realitätsverweigerung, unter dem Dauernotzustand statt harter und dafür effizienter Lockdowns. Wir leiden körperlich, psychisch und durch Bildungsverlust, der nur sehr schwer aufzuholen sein wird. Danke Herr Stamp, für diese Fürsorge!

  6. Und genau so wird man es in den Schulen machen, wenn alle LuL geimpft sind. Öffnen, öffnen, öffnen! Auf die gesundheitliche Gefährdung der Familien der Kinder wird keine Rücksicht genommen werden. Das zeichnet sich doch jetzt schon durch das Vorgehen bei den Kitas ab (Öffnen, auch wenn die Inzidenz größer 200 sogar liegt.) Schließlich sind bis Ende April alle EuE geimpft. Schutz genug offenbar für die Gesellschaft. Wen interessieren schon die noch nicht geimpften Familien? Ich behaupte, dass das 1:1 auf die Schulen übertragen werden wird. Was wird dann wohl mit der Notbremse werden, wenn alle LuL geimpft sind (was ich der Lehrerschaft aber selbstverständlich unabhängig davon von Herzen wünsche!)?

    • Glaub ich auch, dass das genauso laufen wird. Bezüglich der 165er Inzidenz hat die CDU-Spitze ja auch schon der Fraktion erklärt, dass dieser Schwellenwert so hoch sein könne, weil ja bald(!) alle(!) Lehrer(!) geimpft wären. Angesichts dieser Verlogenheit und vorsätzlichen Ignoranz kann ich nur dringend hoffen, dass unsere regierenden Parteien bei der nächsten Wahl auch die Quittung von den Bürgerinnen und Bürgern bekommen.

  7. Ich empfinde es als Frechheit, in den Medien zu behaupten, das Impfen für Kitapersonal sei mit diesem Monat ABGESCHLOSSEN!!! Glatte Lüge und Behauptung falscher Tatsachen. Aber so baut sich der Frust der Eltern bei etwaigen Einschränkungen im Kitabetrieb natürlich gegen „meuternde“ Kitakräfte auf! Seeehr linkes Täuschungsmanöver, Herr Stamp!!!

  8. Sitze in Quarantäne und warte auf mein pcr Ergebnis. Einzige mögliche Ansteckung ist mein Arbeitsplatz Kita. Seit Beginn der Pandemie halte ich mich an alle Regeln so wie alle meine Kollegen. Ich habe unzählige Tests hinter mir. Auslöser dafür, dass sich mindestens 2 Kollegen infiziert haben ( ich wahrscheinlich auch)und sich zusammengenommen ca 45 Personen in Quarantäne befinden, war ein Geschwisterpaar in meiner Kita.
    Als Herr Stamp alle Kinder „eingeladen “ hat, habe ich den Stufenplan (ab einer 100 Inzidenz
    Apelle) in den Müll geschmissen. Die infizierten Kinder hätten gut zu Hause bleiben können.
    Ich weiß, dass Kinder soziale Kontakte brauchen, Eltern Entlastung, Kinder Sprachförderung, manche ein warmes Mittagessen und noch vieles mehr.
    Aber im Ernst, das hat schon vor corona nicht annähernd so funktioniert, wie es richtig wäre.
    Dass sämtliche Hygienpläne in Kitas nicht umsetzbar sind, müsste auch jedem, der sich ein bisschen damit beschäftigt, klar sein. (Eltern vielleicht?) Das Einzige, was in den viel zu kleinen Gruppenräumen bleibt, ist Lüften. Selbst das geht in vielen Räumen garnicht. In den wenigsten Wickelräumen sind Fenster.
    Luftfilter von unserem Förderverein bezahlt, wurden von unserem Träger abgelehnt.
    Durchgeeimpft sind wir erst Anfang Juni, die Kinder garnicht.
    Es gäbe Maßnahmen, die Kitas sicherer zu machen. Natürlich.
    So lange Herr Stamp den Eltern durch sein Gerede vermittelt, dass alle kommen sollen, dürfen, müssen, denken die meisten Eltern, es läuft doch gut, haben Ansprüche, denen wir jetzt noch schlechter gerecht werden können.
    Es ist nicht absehbar, wann Kinder geimpft werden können.
    Solange werden sich Eltern und Erzieher mit Quarantäne und Infektion abfinden müssen, da kein Geld in die Kitas investiert wird (Siehe gute Kita Gesetz) und alle völlig ausblenden, dass der Kita Besuch eine Einladung zur Corona Party ist.
    Wir trennen die Kinder im Außenbereich und müssen dann zugucken, wie sich Eltern wie selbstverständlich mit anderen Eltern aus den anderen Gruppen mit den Kindern nach der Abholung auf dem Spielplatz neben der Kita treffen.
    Eigenverantwortung ist halt ein schönes Wort. Mehr nicht.
    So wäre es endlich an der Zeit, die Kitas wieder in den Notbetrieb zu setzen.
    Da das nicht passiert, ist Aufgeben doch eine Option und meine Konsequenz wird sein, dass ich meine Arbeit nicht mehr engagiert und fachlich fundiert machen werde. Ich werde Abstand halten und so oft die Flucht ergreifen, wie es geht.
    Wenn Ausgangssperren ein Eingriff in die Persönlichkeitsrechte sind, was ist dann eine unverschuldete Quarantäne? Dieser Lottogewinn bleibt mir auf jeden Fall erhalten.

    • Sie sprechen mir aus der Seele, so fühle ich mich auch in meinem Beruf. Traurig aber wahr…Erzieher werden komplett in der Coronakrise vergessen. Ich beginne mittlerweile diesen Beruf zu hassen.

    • Sie sprechen mir aus der Seele, so fühle ich mich auch in meinem Beruf. Traurig aber wahr…Erzieher werden komplett in der Coronakrise vergessen. Ich habe diesen Beruf geliebt, doch mittlerweile kann ich davon nicht mehr sprechen.

    • Natürlich ist das alles ganz genau so, wie du es beschreibst. Aber:
      – Vielen Eltern gefällt, dass sie ihre Kinder los sind.
      – Viele Kinder finden es toll, wieder Freunde zu treffen.
      – Viele Infektiologen freuen sich über die stille Durchseuchung (EuE geimpft, Kinder symptomlos).
      – Viele Kinderärzte bekommen endlich wie gewünscht wieder Besuch wg normalen Krankheiten und Vorsorge.
      – Viele Psychiater und Psychologen setzen sich endlich mit ihrer Sorge um die psychische Gesundheit der Kinder durch.
      – Viele Kommunen/Träger freuen sich über die niedrigen Kosten und die einfache Lösung.
      – Wenn doch was rauskommt, können Cluster gebildet und Inzidenzwerte runtergerechnet werden (zB in BW).
      – Die Wirtschaft läuft weiter und freut sich auch.

      Also: Aus welchem seltsamen Grund und im Namen welcher relevanten Gruppe sollten Gewerkschaften, Politik oder sonst irgendjemand an dieser Situation ernsthaft etwas ändern wollen?

  9. Warum sollte jemand was ändern?
    Weil viele von uns einfach nicht mehr können und der Betrieb dann sowieso zusammenbricht
    Oder
    Weil es irgendwo da draußen vielleicht irgend einen einzigen Politiker gibt der was zu sagen hat und die Lage erkennt.
    Naja träumen darf man ja wohl noch oder haben Erziehergedanken vielleicht auch schon Ausgangsbeschränkung.

  10. Seit Monaten Homeoffice und drei Kinder (2xKita, 1 Schulkind) zuhause betreuen und unterrichten ist das Paradies! Die Medaille hat immer zwei Seiten! Und ich finde es eine absolute Frechheit, zu behaupten, die meistens Eltern geben ihre Kinder in die Kita, um dann auf dem Sofa sitzend RTL2 zu schauen! Der Großteil der Eltern gibt seine Kinder in die Betreuung, um Geld zu verdienen, damit alle anfallenden Kosten bezahlt werden können! Und soviel zum Thema Deutschland soll Solidarisch sein! Vielen Dank!

    • Also ehrlich, haben Sie sich mal Gedanken gemacht wie das Beispielsweise Erzieher machen bzw. machen sollen?! Selbstverständlich gibt es noch andere Berufe die ähnliches Problem haben. Es geht um Homeoffice. Ich bin selbst Mutter und Erzieherin zu gleich, ich will jetzt nicht darüber diskutieren welchem Risiko ich mich täglich aussetze! Ich würde sehr gerne ins Homeoffice gehen, aber ich kann es ja leider nicht.
      Gerne würde ich mein Schulkind während des Distanzunterrichtes betreuuen, aber das muss leider meine Mutter erledigen… die zudem Risikopatientin ist. Also kommen Sie mir mir nicht mit Solidarisch daher!

      • Ganz genau. Ich bin auch Mutter und Erzieherin…das interessiert die Eltern, welche ihre Kinder in den Kindergarten bringen auch absolut garnicht. Ich bin sehr solidarisch mit allen Eltern, die ihre Kinder bringen, wenn sie alleinerziehend sind und alle die arbeiten.Aber aus der Praxis kann ( muss ) ich leider berichten, das sehr viele Eltern ihre Kinder eben auch bringen, die nicht arbeiten. Und dafür habe ich einfach kein Verständnis mehr!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    • „Der Großteil der Eltern gibt seine Kinder in die Betreuung, um Geld zu verdienen, damit alle anfallenden Kosten bezahlt werden können!“

      Das verstehen wir ja auch, allerdings ist diese Situation bei vielen hausgemacht: zu teures Haus, zu teures Auto, zu teure Reisen, alles auf Pump – und dann auch noch KINDER!!!!! Die kosten ja auch noch Geld!

      Ja, Überraschung: Kinder sind nicht gratis, kosten Zeit und Geld!

      Vielleicht haben viele auch vorher einfach nicht die komplette Rechnung aufgemacht und möchten auf Teufel komm raus Lifestyle, Lifestyle, Lifestyle. Selbst schuld muss ich da sagen und Hilfe sollte man dann auch nicht erwarten.

      Allen anderen, die aus anderen Gründen in diese Situation gekommen sind, wo wirklich beide Eltern pausenlos Geld verdienen müssen (wie vielleicht die Lotta), weil man sonst nicht über die Runden kommt, obwohl man nicht auf großem Fuss lebt – ja, bei denen habe ich Mitgefühl und dort sollte man Unterstützung anbieten.

      Alle anderen müssen ab sofort halt mal auf was verzichten.

      • Das sehe ich leider genauso. Ich habe den Eindruck viele Kinder werden nicht mehr als Kinder gesehen, sondern werden von ihren Eltern wie Objekte im Kindergarten abgegeben.Gefühle dürfen Kinder nicht haben und zeigen.Ich finde es einfach nur noch grausam. Und was wird aus Kindern, deren Gefühle ignoriert werden? Persönlichkeitgestörte und genauso egoistische Erwachsene.

  11. Meiner Frau (Fachschulauszubildende zur Erzieherin im Pflichtpraktikum in einer Kita) wurde vom Kindergartenträger (Kleinstadt in BW) vor vier Wochen die Ausstellung einer Impfberechtigung mit der Begründung verweigert, dass es die nur für fest angestelltes Personal gäbe. Da meine Frau auf den Praktikumsplatz angewiesen ist und ihr auch auf mehrfaches Nachhaken keine Impfberechtigung ausgestellt wurde, trat sie das Praktikum dann ohne Impfung an. Als dann gegen Ende der letzten Woche mehrere Erzieherinnen erkrankten, aber deren Corona-Testergebnisse noch ausstanden, wurden die noch verbleibenden Erzieherinnen ungetestet zwischen den Gruppen hin und hergeschoben, um irgendwie den Betrieb aufrecht erhalten zukönnen (Kohortentrennung auf schwäbisch!). Inzwischen ist der Kindergarten ein einziger Cluster, auch meine Frau ist krank. Ihr geht es nicht gut. Zwei meiner Kinder haben sich bei ihr auch angesteckt. Ich bin als Lehrer (vermutlich dank Impfung) noch gesund. DAS ist die traurige Realität, wie mit der Gesundheit der Menschen in Kitas und Schulen umgegangen wird.

  12. Arme Bundesländer mit FDP Beteiligung! Die merken gar nichts mehr! Und Laschet kann oder will dagegen nichts machen! Unwählbar der Mann!

    Wo sind die Hygienekonzepte? Maskenpflicht für Erzieher, Fieber messen beim bringen der Kinder, Testpflicht 2 mal in der Woche auch bei den Kindern!

  13. „Er habe sich «sehr dafür eingesetzt, dass die Beschäftigten in Kita und Kindertagespflege in der Impfreihenfolge vorgezogen würden, sagte Stamp auf Anfrage. «Das konnten wir nur erreichen, weil damit die Erwartung verbunden war, dass die Einrichtungen dann nicht mehr in den Notbetrieb geschickt werden“.

    Deutlicher und eindeutiger kann sich der gelbe Rhetorik-Gott nicht disqualifizieren!

    Der, wie ich finde, berechtigten Annahme folgend, dass KiTa-Kinder nicht in der Einrichtung wohnen, d.h. auch nicht übernachten werden, werden die Kinder wohl irgendwann auch mal nach Hause zu Mama und Papa müssen. Diese werden im Durchschnitt wohl so jung sein, noch lange nicht geimpft und damit vor schweren Krankheitsverläufen geschützt zu sein.

    Sowas nennt man in einem anderen Kontext dann wohl vorsätzliche Körperverletzung oder gar (…). Vor allem aber durchseucht man so die Bevölkerung, verlängert die Pandemie und die damit einhergehenden Einschränkungen künstlich und gewollt.

    Der gelbe Kinderschreck ist als Politiker aber allein seinem Gewissen verpflichtet, d.h. in diesem Fall, Durchseuchung und Pandemie-Verlängerung werden in Kauf genommen.

    Jetzt hat der Herr Stumpf aber ein gelbes Parteibuch in der Hand: Kranke, d.h. arbeitsunfähige und wohlmöglich längerfristig ihrer Arbeitskraft beraubte AN sind de facto nicht im Interesse der AG.

    Wenn es also keine FDP-typische Klientelpolitik ist, dann wohl wider Erwarten doch „Politik in Einklang mit dem eigenen Gewissen“?

    Ist dem so und Durchseuchung und Pandemie-Verlängerung werden in Kauf genommen, dann wohl nur, wenn Herr Stumpf entweder ein Vertreter und/oder Fürsprecher der Corona-Leugner ist oder der Amtsführung nicht fähig ist (Stichwort: Trump) oder beides.

  14. Ein Familienminister von der FDP. Schon ein Widerspruch in sich selbst und per se unglaubwürdig….Stamp kann machen was er will, authentisch wird er nie werden.

  15. Ich bin Tagesmutter und leite mit einer Kollegin eine Großtagespflege. Quarantäne haben wir dank eines Kindes (es kann natürlich nicht dafür) über Ostern und unserer angekündigten Schließung (Osterurlaub) .
    Keine Stundenreduzierung in der Tagespflege. Kinder im Homeschooling zuhause.
    Aber alles ist doch super.
    Trotzdem unzufriedene Eltern, da ich die Stunden vereinheitlicht habe.
    Alle wollen das rundum Sorglos Paket… aber das geht nun mal nicht.

  16. Wie viele meiner Erzieher-Kollegen, habe auch ich mich mal wieder unendlich über diese absolut sinnlosen Entscheidungen von Stamp und co. aufgeregt. Was soll das denn bitte bringen. Jedes Mal dieses aushebeln der Entscheidungen. Da hätte man sich die Aufregung auch sparen können und einfach normal öffnen. Vorschulkinder dürfen ja schon mal kommen, d.h. bei uns kommt schon mal alleine deswegen über die Hälfte der Gruppe. Berufstätige Eltern oder Eltern, die einfach nur nen Wisch ausfüllen, in dem nichts anderes steht als das sie ihr Kind nicht anderweitig betreuen können ( also kann es eigentlich jeder nutzen). Kinder bei denen das Kindeswohl gefährdet ist. Wobeiich mich dabei jedesmal frage, wo ist eigentlich das Jugendamt? Ach ja, anscheinend nur telefonisch erreichbar! Corona-Viren sind anscheinend nur bei Kindern die im Kindergarten sind kaum anstecken, ansonsten muss man sich anscheinend in den verschiedesten Büros der Ämter einschließen. Die Berufsgruppen dort scheinen irgendwie stärker gefährdet zu sein. Warum auch gefährdete Kinder aus den Familien rausnehmen (kostet ja Geld), die Kita-Erzieher werden es bei Doppelbelastung bestimmt richten und arbeiten teilweise noch für nen Hungerlohn (nicht alle Erzieher werden nach Tarif bezahlt). Dann dieses wischi-waschi, nichts Halbes nichts Ganzes. Das bringt Eltern vor ihrem Arbeitgeber nur noch mehr unter Druck! Was mich maßlos ärgert ist, dass es in den Medien immer so dargestellt wird, als wäre die Gesundheitschutz der Erzieher der Grund für die Kita-Situation. Ich möchte mal daraufhinweisen, dass ich lieber eine normale Öffnung hätte, weil diese Form der „Schließung“ absolut sinnlos ist und dass es spätestens mit den neuen Mutationen auch eine Gefährdung der Kinder und ihrer Familien gibt. Dazu kommt, dass man absolut vergisst, dass es eigentlich darum geht die Intensivstationen nicht zu überlasten. Keiner möchte schließlich bei einem doch mal schweren Verlauf auf dem Flur eines Krankenhauses gelagert werden, bis dann endlich mal ein Beatmungsgerät frei geworden ist.
    Die Aussage, dass alle Erzieher im April fertig geimpft sind, ist eine glatte Lüge. Ich erhalte meine zweite Impfung, wenn überhaupt, im Juni. Die Schnelltests für die Kinder sind Ende dieser Woche erst in der kita angekommen, d.h. bei uns wird erst ab Montag getestet. Da der Test freiwillig ist und auf vertrauensbasis schriftlich abgefragt wird und schon einige Eltern gefragt haben, ob sie nicht die Tests, anstelle ihrer Kinder verwenden können, hat diese Testung für mich keinerlei Relevanz. Einige Eltern haben direkt abgelehnt, nicht sehr sozial, aber wenigstens ehrlich. Aber auch diese Kinder werden gebracht. Also was soll das bringen?

    Ich werd dieses Mal irgendeine Partei wählen, die keiner auf dem Schirm hat, schon alleine um denen, die diese Krise für ihren Wahlkampf ausschlachten, einen reinzuwürgen.

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