Überraschung: Gebauer öffnet doch die Schulen – mit Notbremse 200

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DÜSSELDORF. Überraschung für Lehrer, Eltern und Schüler in NRW: Trotz steigender Corona-Infektionszahlen kommen die Kinder ab kommender Woche wieder zurück in die Klassenzimmer – im Wechsel. Dabei hatte die Schulministerin vorgestern noch von einer „sehr instabilen“ Situation gesprochen. Nun aber nimmt sie augenscheinlich das geplante Bundesgesetz vorweg. Der VBE zeigt sich genervt. „Klare, nachvollziehbare Entscheidungen sehen anders aus.“

Zickzack-Kurs: NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP), hier bei einer Pressekonferenz im Januar. Foto: Land NRW

Seit geraumer Zeit schlägt NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) Haken im Wochentakt: Vor den Osterferien setzte sie Präsenzunterricht im Wechsel durch und verbot Kommunen wie den Städten Dortmund und Duisburg – trotz steigender Inzidenzzahlen -, in den Distanzunterricht zu gehen. Dann kündigte sie an, dass nach den Osterferien mit Wechselunterricht begonnen werde – um diese Ankündigung wieder zurückzunehmen und landesweit Distanzunterricht anzuordnen. Zunächst nur für eine Woche, vorgestern dann ohne Zeitbegrenzung («Wenn wir die Glaskugel hätten, dann wäre es einfacher für alle Beteiligten») – und jetzt, ohne dass sich die Pandemie-Lage grundlegend geändert hätte, doch wieder im Wechselunterricht.

Das bedeutet: Die Schüler in Nordrhein-Westfalen sollen ab nächsten Montag wieder wechselweise in die Klassenzimmer zurückkommen. Die Möglichkeit, abwechselnd in den Unterricht zurückzukehren, wird allerdings gedeckelt: Wo die Schwelle von 200 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen überschritten wird (das sind aktuell sechs Landkreise und Städte in NRW) darf es keinen Präsenzunterricht mehr geben. Damit nimmt NRW die Regelung der geplanten «Corona-Notbremse» des Bundes vorweg.

Nach der aktuell noch laufenden Homeschooling-Woche kehrt NRW damit vom Prinzip her wieder zu dem Schulmodus zurück, der vor den Osterferien praktiziert worden war. In dieser Woche lernen die meisten der landesweit 2,5 Millionen Schüler wegen ansteigender Corona-Zahlen im Distanzunterricht – mit Ausnahme der Abschlussklassen. Zudem ist derzeit Notbetreuung für die Klassen eins bis sechs an Grund- und Förderschulen vorgesehen.

«Mit dem Wechselunterricht gibt man Kindern und Jugendlichen ein Stück schulischer Normalität zurück»

Im Präsenzbetrieb gelte eine Pflicht zum Selbsttest für die Schüler – zweimal pro Woche, betonte Gebauer. Das schaffe Sicherheit (und entspricht ebenfalls dem Entwurf für ein  geplantes Bundesgesetz, der zwei Schnelltests pro Schüler und Woche vorsieht). Mit dem Wechsel aus Distanz- und Präsenzunterricht gebe man Kindern und Jugendlichen «ein Stück schulischer Normalität zurück», so die NRW-Schulministerin. Das Modell solle «für eine längere Zeit» gelten. Am Mittwoch lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen (Inzidenz) laut Robert Koch-Institut in NRW bei 148,4.

„Jetzt sollen die Schulen also wieder in den Wechselunterricht, dabei fehlt weiterhin eine praxisnahe Teststrategie, die den Kindern gerecht wird und auch das Infektionsgeschehen hat sich nicht erkennbar gebessert“, sagt Stefan Behlau, Landesvorsitzender des VBE, hörbar genervt. „Neben dem fast schon ewigen Hin und Her ist es ein großes Problem, wenn Entscheidungen Maßnahmen zur Folge haben, die nicht praxisorientiert sind. Einfach zu sagen, dass die Erfahrungen mit den Testungen gut gewesen sind, gleicht der Vortäuschung falscher Tatsachen. Gut ist einzig und allein das Engagement der Kolleginnen und Kollegen in den Schulen, die es bisher immer noch geschafft haben, willkürliche Vorgaben der Politik bestmöglich umzusetzen“, sagt Behlau.

«Die Testungen sind kompliziert in der Handhabung und nehmen wichtige Zeit für den Unterricht»

Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) habe mit der Ankündigung der Testpflicht für Schüler einen großen Anteil an der aktuellen Unruhe. „Die Schulen müssen sich darauf verlassen können, dass Maßnahmen erst geprüft und anschließend angekündigt werden. Die Rückmeldungen in dieser Woche aus den Schulen zeigen, dass die Testungen kompliziert in der Handhabung sind und wichtige Zeit für den Unterricht nehmen. Viele Fragen bezüglich der Testungen sind noch offen“, sagt Behlau. „So brauchen die Schulleitungen beispielsweise klare Hinweise, wie mit Schülerinnen und Schülern verfahren wird, deren Eltern die Testung verweigern.“ Behlau fordert zudem, „dass das Impfangebot endlich auf alle Lehrkräfte und das pädagogische Personal aller Schulformen ausgeweitet wird”.

Verfügen die Schulen denn jetzt endlich über genügend Selbsttests? Die Opposition in NRW hatte die Vermutung geäußert, dass die Schüler nach den Osterferien zurück ins Homeschooling geschickt wurden, weil nicht genügend Tests für die Schulen vorhanden gewesen seien. Die Schulministerin hatte das zurückgewiesen, das Ministerium aber dann „Ausnahmen“ eingeräumt. Auf die Frage nun, ob es sicher sei, dass nächste Woche ausreichend Tests für alle Schülerinnen und Schüler parat lägen, sagte Gebauer am Mittwoch: «Laut Auskunft des Logistikunternehmens (…) ist das sichergestellt.»News4teachers / mit Material der dpa

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126 KOMMENTARE

    • Auf DIE Unterhaltung kann ich verzichten.
      Wenn ich mich anderweitig unterhalten könnte (im wirtschaftlichen Sinne), hätte ich längst die Flucht vor einer solchen Vorgesetzten ergriffen.
      Unzumutbar, unverantwortlich udn unzugänglich für Argumente auf der ganzen Linie.

      Vor allem damit zu argumentieren, dass man vor einer Woche wegen unabsehbaren Infektionsgeschehens nicht öffnen konnte – heute kann man das Infektionsgeschehen absehen.
      Ja, das kann man.
      Es steigt weiter ungehindert und keiner hat den A… in der Hose endlich einzugreifen?!

      Welch ein Menschenbild steht dahinter, angesichts eindringlichster Warnungen der Wissenschaft und Bitten um Hilfe aus Kreisen der Ärzteschaft, der Pflegenden, nicht zuletzt auch der Lehrer, einfach absehbar ungehindert steigende Zahlen sehenden Auges zu ignorieren und vollkommen kontraproduktive Maßnahmen zu verordnen, die am Ende Menschen Gesundheit und Leben kosten, andere in ihrem Job verzweifeln und ausbrennen lassen.

    • @ omg,

      hahaha! DA haben Sie Recht! Ab und zu muss ich über das Panoptikum der KMK auch mal lachen. Sonst halte ich den Affentanz nicht länger aus.
      Aber natürlich hat– – kanndochnichtwahrsein — im folgenden Post selbstverständlich Recht, dass man leider, eigentlich, nix zu lachen hat!

  1. Sie versucht nur beim großen Meister Armin Schritt zu halten.
    Am Ende wird alles gut … sonst ist es wohl noch nicht zu Ende.

    • Tamara Danz, die leider bereits vor Jahren verstorbene Sängerin der „DDR-Rockband – City“ hat mal treffend gesagt…“Alles wird irgendwie besser – aber nichts wird gut!“ – und ich kann zur Zeit noch nicht mal sehen, dass es „irgendwie besser“ wird…wo soll das enden??

      • Bei „Silly“ war die Gute. Ich mag sonst so gar nicht naseweis sein, aber hier war es mir irgendwie wichtig. Du verkraftest das aber, da bin ich von überzeugt. 😉

    • Ich hoffe, sie möchte MIT ihm Schritt halten. Ich habe gerade Bilder im Kopf, die garantiert psychische Schäden nach sich ziehen werden.

      • @Schelm

        Ach du Drama!
        Jetzt – nach Ihrem Hinweis – habe ich vermutlich dasselbe Bild im Kopf … und Bauchschmerzen vom Lachen, das tut mal so richtig gut dieser Tage … vielen Dank.
        Und das mit den psychischen Schäden warte ich mal ab, aber das wäre dieser Spaß auch wert!
        😉

      • Na, wer weiß, wie sehr Poison Yvi den Aushilfshobbit bei den Eiern hat…vielleicht darf sie deshalb machen, wozu sie Lust (sic!!) hat.
        Dass die Dame eine sadistische Ader hat kann man ihr denke ich unbedenklich bescheinigen und dass der Armin eine Neigung zum Masochismus aufweist kann man daran erkennen, dass er mit seinen dumme Äußerungen regelrecht um Prügel bettelt.
        Oh Mann, ich hätte nie geglaubt, dass ich mir um sowas mal Gedanken machen würde…da kann man mal sehen, wohin uns so eine Krise treiben kann.

        • Humor ist, wenn man trotzdem lacht.
          Jetzt habe ich nach dem ersten Satz leichte Schwierigkeiten mit der Szenerie im Kopfkino. (Ü18-Party!)
          Nach der heutigen Unterrichtung im Landtag glaubt Laschet auch noch an sich und sein Können, welches er für NRW unter Beweis stellte und hat in der Corona-Pandemie sorgar zu entschlossenem Handeln aufgerufen.
          Armin, hör auf zu reden und versuche zur Abwechslung doch mal alleine in NRW als MP zu handeln!

  2. Eine einzige Katastrophe … Ich war eigentlich von Distanzunterricht für alle ausgegangen – auch für die Abschlussklassen . Aber Angela Merkel hat mit der Inzidenz 200 für die Schulen Fundamentalisten wie Yvonne Gebauer eine Steilvorlage geliefert . Die Tests 2 x pro Woche bieten keinerlei Sicherheit : An 3 von 5 Tagen erscheinen die Schüler ungetestet . Und die Aussagekraft ist niedrig . Prof. Drosten sprach heute von 40 – 60 % falschen Ergebnissen . So führt die “ Verschärfung “ des Infektionsschutzgesetzes in Kombination mit der Schulöffnung in die Katastrophe … Triage und Zusammenbruch des Gesundheitssystems . Hoch lebe die Bildungsgerechtigkeit !

      • @Daniel: Aber das wird den einzelnen Schulen aufgedrückt…und die werden in ihrer „pädagogischen Verantwortung“ (und vielleicht auch in ihrer Loyalität zur Dienstherrin??) versuchen, die SuS so oft, wie möglich in die Lehranstalten zu holen…wie an meiner Schule, in der die schwachsinnigen Weisungen aus D. möglichst buchstabengetreu umgesetzt werden sollen…da sitzen intelligente Köpfe (z.B. der didakt. Leiter), die aber an solchen Stellen ihren gesunden Menschenverstand scheinbar ausschalten, um den „Kindern“ die maximale unterrichtliche Versorgung zukommen zu lassen… (stundenlang diskutiert – keine Wirkung erzeugt – Entzweiung) einfach nur traurig!!

    • Wir wandern Richtung 400er Inzidenz, die Abschlussklassen sind weiter in der Schule. Sind schon im Januar bei knapp 500er Inzidenz in die Schule gekommen. Damals noch ohne Maskenpflicht im Unterricht. Ich glaube, für die Abschlussklassen gibt es bei keiner noch so hohen Inzidenz Distanzunterricht.

  3. Früher war alles besser heißt es so gerne. Falls das stimmt, sollten wir diese Leute als Gesellschaft einfach so behandeln, wie man das im Mittelalter auch gemacht hätte. Alle gemeinsam.

  4. Da die Inzidenz für die Schulschließung sieben Tage über 200 und für die erneute Öffnung für fünf Tage unter 200 liegen muss, sehe ich bei den betroffenen Kommunen ein Einpendeln auf um 200 kommen mit im Wesentlichen wöchentlichen Wechsel von Wechselunterricht und Volldistanz. Was das mit Sicherheit und Normalität zu tun haben soll, versteht wahrscheinlich nur die Ministerin selbst. Das miserable und unverantwortliche Testprocedere, das vier Mal wöchentlich vermutlich die gesamte erste Unterrichtsstunde auffrisst, kommt noch erschwerend dazu. Soll ich hoffen, dass das Land wieder auf die Tests von Roche umsteigt oder ist das zu optimistisch?

    • @Georg: welche Test gemacht werden ist ja fast egal…Siemens oder Roche….beide verdienen sich an diesem „halbharten Instrument der Pandemiebekämpfung“ eine goldene Nase.
      Siemens hat den Vorteil, dass die „Zuhause-Variante“ quasi raus ist…LuL machen Jobs, die sonst nur von medizinischem Fachpersonal erledigt werden dürfen (natürlich unter Hinzuziehung entsprechender Schutzvorkehrungen)…die zeitintensiv sind und die zusätzlich erhebliche Infektionsrisiken mit sich bringt.
      „Poison-Yvi“ – im Husarenjäckchen (sorry, das ist das Bild, das N4T oben angestellt hat) kann dann gemütlich sagen, dass das Testen doch „die erforderliche Voraussetzung für diesen Schritt zur «Mit dem Wechselunterricht gibt man Kindern und Jugendlichen ein Stück schulischer Normalität zurück» ist.

      Diese Null-Nummern sind so pervers, dass man sich das nicht mal als pertvertierter Krimiautor ausdenken kann.

      Eigentlich war es von vornherein klar, dass es diesen Spin nehmen wird…die KMs sind unfassbar beharrlich in ihrer Position…die würden auch noch versuchen Inuit Kühlschränke zu verkaufen – ob sie damit erfolgreich wären / sind hängt auch ein wenig an uns!

  5. Und was heißt das jetzt für Eltern, die ihre Kinder weder mit den da-kann-man-genauso-gut-würfeln-Tests und runtergezogenen Masken von nicht ausgebildeten Personen testen noch am Präsenzunterricht teilnehmen lassen wollen?

    Was blüht uns, wenn wir der Schule erklären, dass wir unsere Kinder nicht teilnehmen lassen wollen? Oder hat sich die Husarin dazu noch gar keine Gedanken gemacht?

  6. Das bedeutet bei einer aktuellen Inzidenz von landesweit aktuell 150 (Mobtag mindestens 180, in vielen Kreisen weit darüber), wird statt Kontakte zu reduzieren, die Schule weitergehend geöffnet. Das ist ein Schritt, der gar nicht mal so überraschend, trotzdem aber nicht nachvollziehbar ist. Die Eindämmung der Pandemie und der Gesundheitsschutz aller am Schulleben Beteiligten wurden damit offiziell für nachrangig erklärt.
    Das bedeutet allerdings keineswegs mehr Planungssicherheit, wie von Frau Gebauer angegeben wurde. Da sehr schnell in vielen Regionen wieder geschlossen werden muss, bleiben alle für die Schulorganisation relevanten Fragen offen. Kein Wort zu Versetzungen, Klassenarbeiten, Klausuren in der EF… Ich bin auf die guten Lösungen gespannt, die das Ministerium dazu in Kürze präsentieren wird.

    • Och, ich habe gerade von den Abteilungsleitern die Klassenarbeitstermine bekommen. Die erste soll nächste Woche Montag stattfinden. Ich freue mich auf die Begeisterung morgen im Distanzunterricht.

      Ich mag nicht mehr.

      Ich gehe mit großer Angst zur Schule.

  7. Das organisieren wir doch problemlos, wenn dann zum Abistart wieder Betrieb ist, die Busse voll sind, wer interessiert sich schon für Prüfungstermine. Meine Glaskugel zeigt, noch etwas verschwommen, den Beginn der nächsten Distanzphase in 1 1/2 Wochen, schön symmetrisch zu den Vor-Osterwochen. Das ist nicht mehr „auf Sicht“, es sei denn bei -15 Dioptrien. Irgendwann in einer anderen Zeit hatte ich gehört, dass Kinder verlässliche Strukturen brauchen…
    Um eventuelle Priorisierung bei Impfterminen braucht sich bald auch keiner mehr zu sorgen, bei Urlaubern sind mehr Stimmen zu holen als bei LuL. Wir heben lieber rechtzeitig vor den Ferien jede Reihenfolge auf, das gibt im Herbst mehr Stimmen, die undankbaren faulen Säcke wählen uns sowieso nicht mehr.

  8. „Trotz steigender Corona-Infektionszahlen dürfen die Kinder ab kommender Woche wieder zurück in die Klassenzimmer – im Wechsel.“

    Bedeutet das, dass die Präsenzpflicht endlich aufgehoben wird? Zumindest lese ich das aus dem Wort „dürfen“ heraus. Nur Zyniker würden bei Inzidenzen zwischen 50 und 200 das Wort „dürfen“ als Synonym für „müssen“ verwenden. Andererseits ist man sich bei diesem Ministerium ja nicht sicher und vielleicht empfinden sie es ja als erstrebenswert für die Familien, sich ohne ausreichenden Schutz am Viruswichteln zu beteiligen und drücken die damit verbundene Freude mit dem Wort „dürfen“ aus.

    @Redaktion: Ich fände es gut, bei solchen oder ähnlichen Meldungen grundsätzlich zu prüfen, ob es tatsächlich um „dürfen“ (also Freiwlligkeit für die, die das wollen… die dürfen dann in die Schule) oder doch eher um „müssen“ (also Zwang mit Strafandrohung für alle, die das vielleicht für zu gefährlich halten). Für eine Schulöffnung bei hoher Inzidenz (also über 35) und gleichzeitiger Schulpflicht empfinde ich in jedem Fall das Wort „müssen“ für deutlich angebrachter.

    • Schließe mich 100% an, ab einer Inzidenz von 35 ist es wirklich unverantwortlich die Kinder mit Präsenzpflicht in den Unterricht zu zwingen! Ich warte leider immer noch vergebens auf den Tag, an dem in NRW ENDLICH die überfällige Aufhebung der Präsenzpflicht bekannt gegeben wird.

      • Oh Mann. Ich habe tatsächlich gehofft, dass Ihr es besser habt als in RLP. Wir haben hier auch Dauer-Präsenzpflicht. Zynisch. Mein Kind ist zu Hause. Ich habe ihm versprochen, falls wir Probleme bekommen, als Plan B nach BaWü umzuziehen, bis er geimpft ist.

  9. Liebe Yvonne.
    Fairerweise weise ich darauf hin, dass bald Tarifverhandlungen anstehen. Nur mal so. Nicht, dass die Überraschung wieder groß ist…
    Liebe Gewerkschaft : Das gilt auch für euch!

  10. Leider hängen an der unfreiwilligen Comedyshow dieser Frau tausende Menschenleben . Da bleibt einem leider das Lachen im Hals stecken .

  11. Eine Bitte hätte ich noch, liebe Redaktion:

    Könnte man bitte wenigstens hier damit aufhören, die Formulierung „DÜRFEN wieder in die Schule“ zu verwenden? Vielleicht findet sich ja eine neutralere Formulierung. Ich glaube, viele Mitkommentatoren in diesem Forum sind ebenso wie ich der Meinung, dass es aufgrund des Präsenzzwangs eher ein „MÜSSEN wieder in die Schule“ ist 🙁

    • Liebe Tina+2,

      es stimmt, dass mit der Floskel eine (von unserer Seite unbeabsichtigte) Wertung verbunden ist. Wir haben den Satz deshalb neutral formuliert – „Sie kommen…“

      Herzliche Grüße
      Die Redaktion

    • Das gilt im Übrigen auch für die Lehrer.

      Allerdings können sich die Schüler durch Verweigerung der Testpflicht von der Präsenzpflicht befreien und dauerhaft in die Distanz gehen. Bei den Lehrern ist das nicht so vorgesehen, wenngleich ich noch nirgendwo von einer Konsequenz bei Impfverweigerung gelesen habe.

  12. Warum findet man bisher keine Antwort auf die Frage, wenn man als Eltern gegen die Testung durch die Lehrkraft/ Betreuer in der Schule ist, und somit gegen die Testung an seinem Kind in der Grundschule ist? Wie wird mit den s.g. Testverweigern verfahren?

    • Zitat aus der Rheinischen Post, die Frau Gebauer zitiert:

      Verweigere ein Jugendlicher den Test in der Schule, entstehe daraus kein Anspruch auf Distanzunterricht, wenn für den Schüler gerade Präsenzunterricht gelte.

      Demnach hat Ihr Kind bei Verweigerung des Testprocederes dauerhaft Distanzunterricht. Ob das so auch für die Grundschulen gilt, weiß ich nicht, weil die Schulmail aktuell (kurz vor 18 Uhr) noch nicht raus ist.

    • Im Prinzip ist es wohl auch möglich, einen offiziellen Test bei einer Teststelle zu machen und sich einen Nachweis geben zu lassen. Der ist für Schulen 48 Stunden gültig. Ich weiß, dass das auch niemanden glücklich macht, wäre aber eine Alternative zum Guppenevent. Offenbar ist es dabei nicht ganz klar, wie viele Tests man kostenfrei machen darf. Im Internet heißt es nur „mindestens ein mal die Woche“
      https://www.land.nrw/de/pressemitteilung/neue-allgemeinverfuegung-ermoeglicht-ab-sofort-kostenlose-corona-schnelltests

      • Habe ich auch schon überlegt und wäre sinnvoll um die Schulzeit nicht mit einer Stunde Test zu reduzieren.
        Aber auch hier kommt es zu erheblichen Wartezeiten und eben wieder Kontakt zu Leuten die von Abstand und korrektem Maskensitz nix halten.

    • @Alina

      In SH gibt es drei Möglichkeiten zur Testung
      a) Lehrkräfte
      b) Apotheken, Testzentren, Gemeindezentren
      c) zu Hause mit qualifizierter Selbstauskunft

      Vielleicht bestehen diese Möglichkeiten ja auch, sind jedoch nicht für die breite Öffentlichkeit gedacht.

  13. Ironie an!
    Liebe Kollegen, liebe Kolleginnen,
    wieder einmal ist es vollbracht. Per Nachrichten wurde uns allen verkündet wie es mit den Schulen ab kommenden Montag weitergeht, bevor die eigentliche Mail an die Schulen rausgegangen ist. Also ist doch wieder Wechselunterricht angesagt. Ich grübel mal so vor mich hin und versuche mal eine Perspektivübernahme der Person (non grata), die in NRW ein größeres Ministerium führt, welches für Bildung zuständig ist:
    (Zeitsprung) „Hmmm, jetzt in der zweiten Ferienwoche liegen die Inzidenzen zwar über 100, aber, hey, egal es sind Ferien und ich gönne uns allen noch eine weitere Woche. Allerdings erstmal in Distanz, Tests habe ich leider auch nicht alle besorgen können. Die Zahlen sind aber auch nicht gerade erklärbär mäßig zu interpretieren. Egal, Schulen erst mal dicht, zumindest auf dem Papier. Das hebt die Stimmung.
    (Zeitsprung 12.04.2021) Also, verdammt, die Lage ist immer noch instabil und sie hat sich auch dramatisch verändert. Die Zahlen steigen, aber eigentlich sollte doch wieder mehr Präsenzunterricht stattfinden. Wenn ich nur meine vererbte Glaskugel finden könnte, die mir stets gute Dienste lieferte. Naja, noch ist ja nicht soweit mit meiner herrschaftlichen Verkündigung.
    (Zeitsprung 14.04.2021): Meine lieben Landsknechte und Mägde, heute kann ich mit vollem Stolz sagen, dass wir die Schulen für den Wechselunterricht öffnen werden. Die Inzidenzen für NRW steigen zwar, aber Kraft meiner eigenen Arroganz stelle ich blühende Landschaften, Impfungen und zweimal wöchentliche Tests für alle Schulbeteiligten in Aussicht. Naja, zumindest für einen Teil der LuL/EuE. Weiterhin möchte ich anmerken, dass nicht alle Städte oder Kreise den Inzidenzwert von 200 erreichen. In diesem Sinne muss dem abgeholfen werden und das muss sich ändern. Genießen Sie die Ihnen noch verbleibende Zeit. Tschüssi
    Ironie aus!

    • Als Konsequenz oszillieren die betroffenen Kommunen dauerhaft um die 200 herum, mal drüber, mal drunter, mit etwas Glück mal eine Woche lang Distanzunterricht, was aber bei der Bedingung, sieben Tage hintereinander drüber sein zu müssen (bedenke den Sonntag mit geringerer Inzidenz aufgrund weniger Meldungen, während bei der erneuten Öffnung fünf Tage inkl. des Sonntags reichen), eher selten sein dürfte.

  14. Das mit der nachösterlichen Distanzwoche entbehrt jeglicher Logik … zumindest was das Infektionsgeschehen angeht.

    Fakt ist aber auch, dass das neue Infektionsschutzgesetz leider auch Vollpräsenz unterhalb von 200 möglich macht. NRW hat sich wohl aber für Wechselunterricht ab 100 in seiner Kulturhoheit entschieden.

    Man weiß bei Frau G. nur leider nie, wie lang das gilt.

    Ohne Abstand, Masken, Lüften geht es jedenfalls trotz Tests zu keinem Zeitpunkt, solange wir auf Schutzmaßnahmen angewiesen sind.

    100 ist auch hoch. Gar kein Wechselunterricht ist noch ungünstiger. Distanzunterricht wäre besser.

    Sacken lassen. Etwas erleichtert bin ich erstmal aber spontan dann doch. Etwas. Naja, wir sind hier eh alsbald über 200. Wenn dann für die die Abschlussklassen Wechselunterricht (statt Vollpräsenz) möglich wäre, hätte sie nicht total verkackt diesmal.

    Weiß nur nicht bei ihr, was als nächstes kommen wird.

  15. Die zickzack-zackige Husarin galoppiert mal wieder links!, und rechts!, und vor!, zuuuuurück und rechts, seit-an, und links, rechts…
    Immerhin habt Ihr in NRW wahrscheinlich die Testpflicht, die man verweigern könnte, um so den Präsenzunterricht auszuschließen bzw. DU zu „erzwingen“. Hubig ist wohl schlauer als die Husarengehilfin, denn in RLP dürfen die ungetesteten Kinder am Unterricht teilnehmen, so ist die geliebte Nazipräsenzpflicht in Coronamutantenzeiten der dritten Welle schön aufrechterhalten, besonders für die Förderkinder. Denn für Förderkinder gelten Ausnahmen, es darf auch über der 200er Grenze Präsenzunterricht abgehalten werden.
    https://www.rheinpfalz.de/lokal/pfalz-ticker_artikel,-testpflicht-f%C3%BCr-sch%C3%BCler-und-lehrer-geplant-eigene-notbremse-f%C3%BCr-pr%C3%A4senzunterricht-_arid,5191102.html

    • Na ja, in der Pressekonferenz hat sie schon gesagt, dass Verweigerer keinen Anspruch auf Distanzunterricht haben. Insofern werden Eltern schon 3mal nachdenken, ob sie wirklich verweigern oder ihrem Kind mit auf den Weg geben, halt nicht so tief zu stochern oder mit dem Stäbchen die Nasenwand zu meiden…

      • Solange man verweigern und dem Geschehen fernbleiben darf ist das dich super.
        Bei uns verpasst man: Corona Selbsttest, Sport, Kunst, Musik, Fangenspielen, andere Körpernahen Spiele achja und natürlich Wandertage!

      • Damit haben wir gar kein Problem. Wenn so weit wird, verlieren wir gerne ein ganzes Schuljahr in Austausch für unsere Sicherheit, Gesundheit und Leben.

        Mit den Kindern haben wir schon darüber geredet, und alle Vorteile und Nachteile richtig erläutert.

        Sie sind voll und ganz einverstanden.

        Nein, sie gehören nicht zu den Kindern, denen das Lernen schwer fehlt, ganz im Gegenteil.

        Also das ist dann ihrerseits kein Grund.

        Distanzunterricht klappte bei uns perfekt. Falls wir aber das Recht auch auf Distanz verlieren, kommen wir auch damit ganz bestimmt klar.

        Was bringt einem Kind die Präsenzunterricht, wenn das Kind seine Eltern verliert oder noch schlimmer, selbst erkrankt oder stirbt?

        Ich würde von ganze Plejaden der 16 darauf gerne eine klare Antwort hören.

  16. Sollen oder müssen?
    Gibt es in NRW aktuell Präsenzpflicht?

    Was bedeutet Eltern verweigern, proaktiv oder werden Eltern um Erlaubnss gebeten die sie nicht erteilen?

    Wie bei jedem medizinischen Eingriff an meinem Kind habe ich fragen und die kann und soll mir kein Lehrer erklären. Da ich sonst keinen Ansprechpartner habe werden auch wir ablehnen.

    Wir leben sehr vorsichtig und isoliert. Andere aber nicht und mit den Tests wird es nur noch schlimmer.

      • Danke. Wie kann man denn verweigern, muss man dann vor Montag tätig werden (unsere Schulleitung hat gemailt, dass sie per eMail nicht mehr erreichbar ist…) oder meldet sich auf jeden Fall die Schule und versucht eine Einverständniserklärung vor Montag zu bekommen? Danke

        • Da der Test eine schulische Verpflichtung ist, ist eine Einverständniserklärung der Eltern nicht vorgesehen. Sie müssen Ihrer SL mitteilen, dass ihr Kind im DU verbleiben wird, weil Sie die Testung ablehnen. Dann besteht allerdings kein Anspruch auf irgendeine Art der Unterrichtsversorgung, im Zweifel müssen Sie sich AB etc. beim Nachbarskind besorgen.

          • Das halte ich für ein sekundäres Problem, weil bis auf Weiteres Wechselunterricht stattfindet und der Lehrer für die Distanzhälfte die Materialien ohnehin bereitstellen muss. Für Klassenarbeiten kann das Kind ja nur dafür kommen und einen negativen Test aus einem Testzentrum mitbringen.

          • @Georg: Ja, für den Distanzteil schon, aber nicht für den Tag, an dem das Kind Präsenzunterricht hätte.

        • Die gleichen Fragen habe ich auch. Für jeden Mist holen sie sich die Unterschrift der Eltern aber für einen körperlichen „Eingriff“ und vor allem für eine weit über das normale Lebensrisiko hinausgehende Gesundheitsgefährdung der Kinder ist das auf einmal nicht mehr nötig?

          Letzte Woche hieß es im Schreiben für die Notbetreuung, dass man nicht an der Betreuung oder am Präsenzunterricht teilnehmen könne wenn man keinen Test wünsche.

          Bin mal gespannt, ob es bei dieser Formulierung bleibt oder noch was Neues kommt. Auf einen Zettel zum unterschreiben oder eine offizielle Aussetzung des Präsenzzwangs wage ich nicht mehr zu hoffen.

        • “ (unsere Schulleitung hat gemailt, dass sie per eMail nicht mehr erreichbar ist…) “

          !?

          Soviel über das Wohl der Kindern. Fassungslos.

          • Nun ja, dass die mittlerweile auch total entnervt sind kann ich mir gut vorstellen.
            Dieses Vorgehen ist aber völlig dusselig.
            Warum keine automatische Antwort auf dem Anrufbeantworter oder bei automatisierten Antwortmails – mit dem Hinweis, bei schulorganisatorischen Fragen bitte das KM zu kontaktieren und dann die entsprechende Rufnummer oder Mailadresse angeben.
            Könnte ne interessante Erfahrung für das KM in Düsseldorf sein, wenn die Leitungen heißlaufen.
            Allein die vielfachen Klärungsbedarfe hier im Forum, wo doch zumeist Menschen unterwegs sind, die sich mit der Materie eigentlich auskennen (müssten) oder sich wirklich dafür interessieren zeigt doch, wie defizitär die im KM arbeiten….also muss man den Ball doch in deren Feld zurückspielen.

          • @Tom
            Falls ich gemeint war: Mit „weit über das normale Lebensrisiko hinausgehende Gesundheitsgefährdung der Kinder“ meine ich nicht die Tests sondern den Durchseuchungszwang in den Schulen. Die Tests sind selbstverständlich nicht lebensgefährlich.

            Dass ein völlig ungeschützter Aufenthalt mit mehreren anderen Menschen in Schulen (z.B. beim gemeinsamen Frühstück oder beim Testen) bei Weitem nicht mehr dem allgemeinen Lebensrisiko entspricht, ergibt sich ja wohl eindeutig daraus, dass es ansonsten fast überall verboten wird.

  17. Infektionsschutzgesetzt 2.021: Private oder öffentliche Treffen nur mit 1 Person aus einem anderen Hausstand, aber: Kinder unter 14 Jahre werden nicht mitgerechnet. Super! Kids und Teeni-Partys vor, in und nach der Schule wieder erlaubt und möglich. Neeklar, die Kleinen haben ja auch meist keine Symptome ( nur 8 % waren schon infiziert, laut einer aktuellen Münchner Studie; mehr als aktuell Zweitgeimpfte in Deutschland, jippi! ) und die „Selbstests“, ähäm die umgenannten Antigen-Schnelltests, sind auch nicht meldepflichtig, falls dann doch einer in der Schule positiv getestet wird?! Da freuen sich schon die Mitarbeiter in den Gesundheitsämtern… Nachverfolgung? Sch..egal! Fallzahlen runter? So nicht… und die ITS bleiben bis zum Sommer voll, klatschklatsch.

    • Das hat sich nun geändert, die neue Schulmail schreibt die Meldung ans Gesundheitsamt vor, die uns in der letzten Mail noch ausdrücklich verboten wurde:

      „Bei einer positiven Corona-Testung in der Schule muss eine Meldung an das zuständige Gesundheitsamt erfolgen. Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales hat jetzt ausdrücklich klargestellt, dass diese Pflicht aus § 6 in Verbindung mit § 8 Abs. 1 Nr. 7 Infektionsschutzgesetz abzuleiten ist.“

      • Ja, da hat sich das Gesundheitsministerium durchgesetzt. Gut so, das passt zur strengen Testpflicht, nun ist Schluss mit lustig und mit ..als Eltern schicke ich mein Kind in den Unterricht und bestimme noch, ob es eine MNB trägt oder.. oder…
        Meine Nachbarin bringt ihre beiden Kinder täglich zur Kita, obwohl sie den ganzen Tag zu Hause ist. Dort wird lustig ohne MNB zusammen gespielt. Heute ein positiver Selbstest, morgen kommt das Gesundheitsamt und testet alle Kinder.
        Bin gespannt ob es in den Klassen auch so läuft. Eine Woche Schule bis 200, danach sind etliche noch 1 – 2 Wochen in Quarantäne, und zwar mit der ganzen Familie!

  18. Die Generalin pokert hoch, aber strategisch nicht unklug im Hinblick auf ihre eigene Position:

    Wenn sie jetzt die Schulen wieder öffnet, obwohl alle wissen, dass bald nahezu alle Städte/Kreise durch die Notbremse bei absehbarer Überschreitung der (unfassbaren jetzt) 200 er Inzidenz wieder schließen müssen, ist sie fein raus! Dann wird sie wieder vor der Presse in ihrer unnachahmlichen Selbstdarstellungsweise darauf hinweisen, dass sie ja Kraft ihres Amtes alles dafür getan hat, dass die Schulen aufbleiben und ein angemessenes Lernen stattfinden kann.
    Um die Kinder geht es ihr dabei schon sehr lange nicht mehr.

    Schlimm, beschämend, schwer aushaltbar, dass so jemand oberste Entscheiderin für das Kindeswohl an Schulen ist! (Ganz zu schweigen von der Wahrnehmung der Fürsorgepflicht für ihre Untergebenen…)
    Wie dieses ganze Hin und Her noch an die Kids plausibel zu vermitteln ist, ist mir inzwischen ein einziges Rätsel!

  19. „Überraschung für Lehrer, Eltern und Schüler in NRW“
    Die Überraschung habe ich noch nicht gefunden, da war der reine Distanzunterricht diese Woche in allen Kommunen deutlich überraschender. Die jetzige Regelung richtet sich nach dem, was sie bereits gesagt hatte: Sie will nur eine Woche reinen Distanzunterricht. Dass es keinen vollen Präsenzunterricht geben wird, deutete sich ebenso an, weil sie, wie ja auch oben im Artikel steht, von einer „sehr instabilen Situation“ gesprchen hat. Und erstaunlicherweise gab es die Info jetzt sogar schon Mittwoch…

    • Vermutlich wollte sie selbst diese eine Woche nicht. Allerdings hat das Ministerium die Lieferzeit der Tests im Allgemeinen und die Anzahl erforderlicher Tests im Besonderen unterschätzt. Die Woche Volldistanz sollte nur den zeitlichen Puffer schaffen, genügend Tests an die Schulen zu liefern.

      • @Georg: Jepp!! – genauso ist es —- kann man der Frau G. aus D. nicht mal ein Fadenkreuz auf das Husarenjäckchen malen…???

    • Na, kürzlich hat sie noch rumorakelt, sie könne noch gar nichts ausschließen. Außerdem war nach Ostern zu mit der Begründung der undifferenzierten Zahlen. Jetzt sind die Zahlen sehr eindeutig nach oben unterwegs, und sie hat nix besseres zu tun, als uns alle wieder in die Massenveranstaltung zu zwingen (und ja, auch mit halben Klassen ist Abstand ein Fremdwort). Vor allem geht an jedem Wechselunterrichtstag schon mal eine Stunde für Vorbereitung und Durchführung der sogenannten „Selbsttests“ drauf. Da lernen die Kiddies in der Schule weniger als zu Hause.

  20. Heißt Testverweigern dann jetzt „Schuljahr knicken“? Was ist mit der Schulpflicht? Gar kein Unterricht oder Aufgaben, wenn kein Anspruch auf Distanzunterricht besteht?

    • Ich habe sie so verstanden, dass die Lehrer nicht verpflichtet sind, ‚richtigen‘ Distanzunterricht zu machen, sondern, wie auch wenn Schüler krank sind, nur das Thema/die Aufgaben auf irgendeine Weise zugänglich zu machen – das geht ja, indem man das Aufgabenblatt auf die Plattform hochlädt oder zur Abholung bereitlegt, wie es die Schule jeweils vorsieht. Wenn der Lehrer mehr machen möchte, so sagte sie, kann er das, muss aber nicht.

      • Mit anderen Worten haben die Schulen bis auf Weiteres einen Krankenstand von wöchentlich wechselnden 50% einer Klasse. Hieß es bislang nicht immer, dass wir die abwesende Hälfte so gut es geht am Unterrichtsgeschehen beteiligen sollen?

      • Ach ja genau, unter dem Distanzunterricht habe ich beides verstanden.
        In einer Schule bekommen wir nur Unterlagen, in anderer auch Distanzunterricht.

        Es klapp beides prima. Natürlich ein Elternteil sollte schon Lernbegleiter sein. Aber bei den Kindern, die sowiso gerne mitmachen, ist das gar kein Problem.
        Und erlich gesagt kenne ich nicht wenige Familien, die das Gleiche nicht schaffen könnten.

    • @ Georg, @ Rabe (aus NRW)

      Prima und lieben Dank!

      Dann ist ein Testverweigerungskind so gut wie üblich im Distanzlernen mitversorgt (und bei uns klappt es gut), solange es in NRW Wechselunterricht (plus Testpflicht) gibt. Ja, und die Plattform für Aufgabenblätter etc. ist bereits auch bei uns zu einer unverzichtbaren Größe geworden. Hoffe, es wird für kranke Kinder zur Information auch jenseits der Pandemie so fortgesetzt.

      Mir wäre dennoch lieber gewesen, der Wechselunterricht wäre in der Änderung des Infektionsschutzgesetzes fixiert worden.

  21. Glaubt ja nicht dass es in BW besser aussieht. Wir müssen selbst an den Berufsschulen ab Montag wieder alles im Wechsel aufmachen. Und das bei den hohen Zahlen und dem starken Anstieg.
    Einfach nur noch unfassbar!

  22. Ähh, welche Überraschung??

    Ich habe die Pressekonferenz live verfolgt. Am irrsten war Ihr dezidiertes Bestehen darauf, dass kein Lehrer die Schüler-Tests selbst durchführen müsse, es seien Selbsttests. Sie hat wohl keine Ahnung davon, dass das Land – vielleicht aus Kostengründen – nicht mehr die Einzelsets an Schulen ausgeliefert hat, sondern 10er-Packs mit einem Fläschchen für 10 Tests zum Tropfen abzählen. (Dieses Problem wurde hier auch schon diskutiert). Sie war völlig ahnungslos!

    • „Sie war völlig ahnungslos!“ Sie gab sich völlig ahnungslos!

      … und noch diese Woche erwarte man die nächste Lieferung der erforderlichen Tests der kommenden Woche. Auf Nachfrage: Auch ohne Test wird der Präsenzunterricht ermöglicht.

      Da Kollege Laumann die Betreuungsverordnung losgetreten hat, wusste sie allerdings nichts von „schulischen Nutzung“, da sie auf dem Trip „schulischer Unterricht“ war.

      CoronaBetrVO: „Nicht getestete und positiv getestete Personen sind durch die Schulleiterin oder den Schulleiter von der schulischen Nutzung auszuschließen.“

      An unserer Schule hat man bereits darauf hingewiesen, dass für Verweigerer keinen Anspruch auf Videokonferenzen oder Unterichtsstreaming gibt.

      Den Ausschluss vom Unterricht in Präsenz und dazu auch DU wird sie letztendlich knicken dürfen.
      Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (BayVGH) hat bei einer jüngsten Begründung klar festgestellt, dass die Tests an den Schulen freiwillig erfolgen müssen. Außerdem müssten die Schulen zum Präsenzunterricht ein gleichwertiges Angebot schaffen, da es im Beschluss heißt, es müsse sichergestellt sein, dass Unterrichtsangebote im Distanzunterricht bestehen. Und zwar für die Schülerinnen und Schüler, die die Tests nicht freiwillig machen wollen.

    • @Rabe (aus NRW)

      „Sie war völlig ahnungslos!“

      Sie WAR völlig ahnungslos?
      Oh?
      Yvonnes Zustand bessert sich? 😉
      Ich habe da wenig … ach ne: Keine Hoffnung.

  23. Dressurreiterin Gebauer!
    (Klamotte würde dazu passen)… und wie @Elly oben schon treffend beschrieb, geht es vor und rückwärts und seitwärts, travers und auch im Kreis. Manchmal auch Stopp. Zügel schön straff halten.
    Dem Gaul schäumt schon das Maul, aber da hilft kein Bocken, Yvi sitzt immer noch obendrauf. Und wenn’s sein muss, gibt’s die Gerte, wer nicht spurt, bekommt die Hacken/Sporen in die Flanken….Hüüüüh!!!!

    Zum Schluss dem Gaul ein hübsches Flatterbändchen ans Halfter und für Yvi den Pokal…

  24. Ich hab ne Wette gewonnen: „Die macht auf. Gegen jeden Vernunft. Jede Wette“ – 2 Kollegen: „Niemals, bei DEN Zahlen…das kann die gar nicht“…ein paar weitere wollten nicht mit wetten, die sind inzwischen auch nur noch im reinen Sarkasmus angekommen…mir fällt auch wirklich nichts weiter dazu ein…unfassbar.

    Etwas niveauvoller als Rezo: https://m.youtube.com/watch?v=alVblEtjLUs

  25. Was nicht sein darf ist nicht.

    Klar, Papa steckt sich im Betrieb an und dann im privaten Umfeld die Familie. Tochter und Sohn können sich ja nicht in der Schule ansteckt haben, weil da getestet und gelüftet wird. Ich lach mich tot.

    Ist es ein Zufall, dass die Inzidenzen ausgerechnet in den mit Schulen in Verbindung zu bringenden Altersgruppen überproportional steigen, Kinder, Jugendliche und Erwachsene im typischen Elternalter? Ich empfehle da die Lektüre des täglichen Situationsbericht vom RKI.

    Jedenfalls ist der eingeschlagene Weg der Beste die 200ter Messlatte in kürzester Zeit zu reißen (hoffentlich nicht). Der Schnitt in NRW liegt bei etwa 150 und viele Städte und Landkreise sind knapp davor.

    Und? Was kommt dann? 200 zu, die Woche drauf 190 also wieder auf? Hin und her, und her und hin?

    Wir sollten in der Tat drüber nachdenken, ob man nicht einen anderen Wert ist Auge fassen sollte. Ich schlage vor die Zahl der Toten pro Woche. Letzte Woche waren es 1440, alleine gestern wieder 342. Dann wird es vielleicht auch für die Verantwortlichen konkreter. Ich sehe schon Frau G. vor der Presse treten und stolz verkünden: „Wir haben beschlossen, ab X Toten pro Woche gehen wir in den Distanzunterricht!“ Dann muss der Wert natürlich festgelegt werden. 1000? 2000? pro Woche? Fragt sich dann nur von wem?

  26. Nur noch mal zur Erinnerung: Erst hieß es ab einem Wert von 35, dann ein stabiler Wert von unter 50, so das eine schrittweise öffnen der Schulen möglich wird. Irgendwann war mal was von 100, später 150 zu hören. Jetzt sind wir offiziell bei 200 bis Schultechnisch etwas passiert.

    Ich könnt Wetten das noch Steigerungen möglich sind. Erlebt habe ich allerdings noch nie in so kurzen Zeitabständen eine, vorsichtig ausgedrückt, zahlenmäßige Umorientierung eines Politikers. Selbst ein Chamäleon braucht länger, um sich seiner Umgebung farblich anzupassen.

    Der Fr. Gebauer müssen doch Tonnen belastbaren Materials von den Schultern gekullert sein, als Berlin die 200 ins politische Anti-Viren-Programm nahm. Das die Dame damit das Gesundheitssystem an die Wand fährt, scheint kaum zu interessieren. Die freien Intensivbetten sind in Köln bei 6% und in Essen bei 8% angelangt. Die weinigen Prozent dürften sich bis zum Wochenende in Luft aufgelöst haben. Mehr hin und herschieben geht nun nicht mehr. Das war es. Limit erreicht.

    • @bernd:
      Folgen wir dem olympischen Motto:
      „Schneller, höher, weiter – wir sind noch zu viele!“

      „Zynismus pur … gerührt – nicht geschüttelt!!“

  27. Interessiert noch irgend jemanden, dass wir nicht geimpft sind? Die Impfzentrale NRW hat heute gesagt, sie sei nur für alte Menschen zuständig. Für Kollegien wer anders. Und wer bitte?

    • @Britta:
      Info aus der Hausarztpraxis meiner Frau:
      Warteliste : 357 Risikopatienten
      Anzahl der Impfdosen für die kommende Woche: 6 !!!!!!!!

      Ohne weitere Worte!!!

    • Sie stellt sich positiv dar, indem sie das Minimum des neuen Gesetzes für unverantwortlich hält.

      Da sie sinngemäß von „mehr Präsenz bei geringerer Inzidenz“ sprach, halte ich Vollpräsenz mit Testungen bei Inzidenz unter 100 und ohne Testungen bei unter 50 für durchaus möglich.

  28. Kontinuierliche Inkonsistenz und Inkontinuität.

    So verschleißt man sämtliche Personen im Schulwesen auch.
    Glaube kaum, dass dieses unaufhörliche Schulchaos SuS oder LuL glücklich macht, mit Ausnahme Landespapa und Bildungshusarin.

    Ich schieb mir gleich mal meinen medizinischen Nasenstocher ins Hirn, vielleicht verstehe ich danach das Vorgehen besser.

  29. „Wir werden den Weg der Vorsicht weitergehen“ sagte Frau Gebauer – welche Vorsicht????
    Zum 1. Mal bin ich fast dankbar, daß im Märkischen Kreis die Zahlen mit 233/100.000 zu hoch sind, um die Schulen wieder für alle (im Wechselunterricht) zu öffnen – so bleiben immerhin die Abschlussklassen „unter sich“ in geteilter Klassenstärke und im Wechsel Präsenz/Distanz – obwohl auch in dieser Form zuviele Kontakte stattfinden.

  30. Die passende Schulmail:

    https://www.schulministerium.nrw/ministerium/schulverwaltung/schulmail-archiv/14042021-schulbetrieb-im-wechselunterricht-ab-montag

    Die Präsenzpflicht scheint tatsächlich aufgehoben zu sein (zumindest durch die Hintertür):

    „Die Schulleiterin oder der Schulleiter schließt Personen, die nicht getestet sind, vom Schulbetrieb (in Form des Präsenzbetriebes bzw. der pädagogischen Betreuung) aus.

    Die Schule weist die Eltern nicht getesteter Schülerinnen und Schüler auf ihre Verantwortung für den regelmäßigen Schulbesuch ihres Kindes (§ 41 Absatz 1 Satz 2 Schulgesetz NRW) und die Gefahren für den Schul- und Bildungserfolg hin. Nicht getestete Schülerinnen und Schüler haben keinen Anspruch auf ein individuelles Angebot des Distanzunterrichts.“

    Damit dürfte zumindest dieser unbefriedigende Weg, das eigene Recht auf körperliche Unversehrtheit für SuS und deren Eltern zu wahren, möglich sein.

    Dazu stehen da noch jede Menge Begründungen, warum es der Testbausatz von Siemens ist, und dazu die Ankündigung:

    „Das Ministerium wird aber bei den weiteren Beschaffungsvorgängen im Rahmen des Möglichen darauf achten, dass Testverfahren zum Zuge kommen, die in besonderer Weise alters- und kindgerecht durchgeführt werden können. Dabei wird auch an alternativen Testverfahren insbesondere für die Grund- und Förderschulen gearbeitet.“

    Das hält sie aber nicht davon ab, die Dinger trotzdem zwangsweise für alle, also auch die ganz Kleinen, zu verwenden.

    • Wirkt so wie „Unterrichtsausschluss“ als Ordnungsmassnahme durch bestimmte Voraussetzungen, da der Ausschluss stets vorübergehender Art ist, statt aufgehobene Präsenzpflicht.

      18. „… die Gefahren für den Schul- und Bildungserfolg … keinen Anspruch auf ein individuelles Angebot des Distanzunterrichts.“

      Ist aber auch nicht besser als empfundene Erpressung oder doch eher durch Drohung mit einem empfindlichen Übel zu einer Handlung, Duldung oder Unterlassung nötigt. ?

      Selbststest
      Sinngemäß: Bei der Beschaffung suchen wir alternative Selbsttestmöglichkeiten, die so gut wie Roche, notfalls Siemens healthcare sind, aber billiger.

      Solange eine starre eingefahrene Verwaltung sich in freier Beschaffung versucht wird das schwierig sein.

  31. Ich habe auch gerade die aktuelle Schulmail gelesen. Besonders gruselig fand ich die ziemlich unverhohlene Drohung, man könnte nach dem neuen Gesetz auch in Vollpräsenz auf machen. Die haben sie doch nicht mehr alle!! Da „hoffe“ ich jetzt also drauf, dass mein Landkreis die 200 über mehrere Tage knackt, damit alle wieder sicher im DU arbeiten können… Was für ein Schwachsinn! Aber Hauptsache, Herr Richter dankt uns herzlich dafür, dass wir durch die Testerei Präsenzunterricht in der dritten Welle ermöglichen. Wäre schön, wenn das Schulministerium mal durch Luftfilteranlagen SICHEREN Präsenzuntericht ermöglichen würde.

    • @Anne: „Besonders gruselig fand ich die ziemlich unverhohlene Drohung, man könnte nach dem neuen Gesetz auch in Vollpräsenz auf machen.“ – Es ist offensichtlich so, dass zumindest einige Kultusminister der Versuchung und dem Irrglauben erliegen, sie könnten jetzt die Schulen unter Berufung auf die Merkelsche „Notbremse“ weiter öffnen und die Verantwortung darauf abschieben – und sich ansonsten zur Not auf Jens Spahn berufen: „Wir werden in ein paar Monaten einander wahrscheinlich viel verzeihen müssen.“ Ich sage dazu nur:
      a) Manche Fehler sind unverzeihlich.
      b) Wer hat´s erfunden? Die Kultusminister!

      • Ob es nur eine Drohung war?
        Es sieht nach Freibrief aus. Viele NRW-Städte nähern sich der 200 er Marke und es wird ohne ein baldiges Machtwort für alle gruselig werden.
        Die politische Tendenz, für alle Entscheidungen auch gleich eine entschuldigende Rechtfertigung anzuführen, statt mal selbst wie damals Helmut Schmidt bei der Flut als Persönlichkeit mit gesundem Menschenverstand tätig zu werden, erschreckt.

        Anfang Dezember 20 begannen in NRW die Werte ab 140 zu steigen und es kam Panik auf. Ab 19.12. dann die 190 geknackt.
        Warum werden mit jeder Welle, so auch jetzt, immer wieder die gleichen Fehler begangen?
        Murphys Gesetz: „Wenn etwas schief gehen kann, wird es schief gehen!“
        oder doch Casino Royale.

        Mein Sohn ist der vulnerablen Gruppe zugehörig, Anaphylaxie gefährdet und sein Immunsystem mehrfach geschwächt. Atteste für Distanzlernen werden schulseitig ignoriert, der Amtsarzt aber nicht beauftragt, da es Kosten für die Schule sind. Also wird Präsenz angeordnet und munter gemobbt und drangsaliert wo es nur geht. Seine Psyche oder Zukunftsängste interessieren nicht. Er möchte einfach nur so gut es geht alles überstehen, nicht infiziert werden und ein weiteres Schuljahr in der Oberstufe erfolgreich absolvieren. Die Schulleitung muss es ja besser wissen. Sechswöchige stationäre Rehas werden ihm sofort nach Antrag gewährt. Also muss es ein Simulant sein. Das scheint in manch Betonkopf aber nicht einzudringen und es wird von Absentismus hinter vorgehaltener Hand geunkt.
        Der Impftermin – selbst als Risikogruppe – in der Altersklasse noch lange nicht in Sicht. Gerne würden wir die zwei Impfungen selbst bezahlen, da uns das Leben des Sohnes mehr Wert als etwas Bildung in Präsenz ist, was natürlich auch nicht geht.

        Es sollte jedem Bundesbürger gestattet sein, seinen persönlichen Gesundheitsschutz oder RISIKOABWÄGUNG selber zu bestimmen. Bei über 200 in der Schule zu sitzen ist Kamikaze und wer garantiert von der Schule, wenn es schlecht kommt, einen milden Verlauf einer Infektion mit Test, Abstand und MNS? Eigenes Risiko, danke für nichts an die gehemmten Befehlsempfänger. Bleibt gesund!

        Wer mal eine Lungenklinik besucht hat und das Leid vieler Patienten mit ansehen, oder einen Notfall miterleben musste, wird sich mehrfach überlegen als der Risikogruppe zugehörig auf volles Risiko die Schule besuchen zu dürfen, da man Coronaviren bekanntlich weder sieht, riecht noch schmeckt.

  32. Vielleicht sollten wir erst einmal rausfinden, welche Aufgabe Schule eigentlich hat. Wissen vermitteln, oder sind sind wir ein sozialer Reparaturbetrieb, oder lediglich eine Aufbewahrungsanstalt? Allen Beteiligten ist doch klar, dass dieses Schuljahr gelaufen ist. Also warum bleiben wir nicht in Distanz, machen Unterricht nach Plan und haben so ebenfalls Kontakt zu unseren Schülern/innen? Zumindest, bis wir alle ein Impfangebot bekommen haben und die 3. Welle gebrochen ist. Auch ich habe kein gutes Gefühl, wenn ich Montag wieder in die Präsenz muss.

    • Bitte gehen Sie nicht! Sprechen Sie sich mit zwei, drei anderen Koll. ab, und unterstützen Sie diese zynische menschenverheizende Politik nicht länger! Machen Sie sich BITTE nicht länger zum Mitläufer falscher, nein irrsinniger schulpolitischer Entscheidungen! Es braucht Ihren Mut! Schützen Sie sich und damit andere! Bleiben Sie gesund und finden Sie den Mut zur Verweigerung.

  33. Beim ersten Lesen der Schulmail 14.04.21 wird es nicht auffallen, aber die gute Yvonne scheint ja nicht so dumm wie viele gerne glauben mögen, oder war es Herr Richter doch alleine:

    An keiner Stelle ist erklärt worden, welche anzuwendende BEDINGUNG gegeben sein muss um die vorgegebene Beschulungsart überhaupt zu wechseln. In Schulmail 08.04. oder 25.03.21 auch nicht.

    Kein herangezogener Inzidenzwert ist mit einer Bedingung, wie das bekannte **“wenn eine Sieben-Tage-Inzidenz von 200 an drei (fünf; sieben) aufeinanderfolgenden Tagen in einem Landkreis erreicht wird“ ** belegt.
    Alles unverbindlich und jederzeit anpassbar, also 250, 275 oder 300 nicht abwegig. Präsenz- und Testpflicht in NRW die nächsten zwei Wochen somit erstmal garantiert.

    …“Die Bundesregierung hat sich mit Beschluss vom 13. April 2021 für eine unmittelbare gesetzliche Untersagung des Schulbetriebs in allen Ländern ausgesprochen, wenn eine Inzidenz von 200 überschritten wird.“
    „Der Gesetzentwurf auf Bundesebene sieht vor, dass auch jenseits einer Inzidenz von 100 bis hin zu einer 200’er Inzidenz ein uneingeschränkter Schulbetrieb zulässig sein soll, allerdings flankiert durch eine Testpflicht an den Schulen.“

    Mich beschäftigt gerade die Frage, wenn beispielhaft eine Bedingung „an fünf Tagen über 200“ gilt, und ein Kreis /Stadt angenommen diese Inzidenzwerte aufweist:
    Tag 1 : 201
    Tag 2 : 222
    Tag 3 : 213
    Tag 4 : 197 <–
    Tag 5: 205
    Beginnt die Berechnung dann generell am 5. Tag wieder neu als 1. Tag + weitere 4 Tage Ü200 ?

    So etwas kann mit 7-Tages-Inzidenzien laut Statistiken an Montagen oder Dienstagen sehr schnell vorkommen.
    Ein einziger Tag U200 bei Werten nah an der 200-er Grenze könnte die Kommune ja zu ein wenig Kreativität ermuntern.

    • Unsere Kommune hat schon verkündet, da sich Fr. Gebauer mit der 200er-Notbremse auf eine noch nicht in Kraft getretene Regelung des Bundes bezieht, kann diese auch noch nicht greifen und die Schulen gehen trotz einer Inzidenz von deutlich über 200 bei uns am Montag auf!

      • Spitzenreiter NRW ist Remscheid und kehrt Montag zum Distanzunterricht zuück, außer die Abschlussklassen gehen weiter in den Wechselunterricht.
        14.04.2021 327,8 Inzidenz
        13.04.2021 289,2
        12.04.2021 247,0
        11.04.2021 255,1
        10.04.2021 217,4

        Hagen nun auch den 5. Tag Ü200 scheint an den Gebauerschen Plänen nichts für sich ändern zu wollen.

  34. Dank der Tests, die an unserer Schule immer in der ersten Stunde stattfinden sollen (macht ja auch am ehesten Sinn…) wurde der Stundenplan so umgestrickt, dass die Klassenlehrer in den ersten Stunden in ihren Klassen sind. Bei mir heißt das: 3 mal 1. Stunde Mathe. In Zukunft heißt das dann: meine Schüler werden getestet, haben aber kein Mathe mehr. Und Deutsch hat man nur noch 1 mal die Woche. Toller, „sicherer“ und „gerechter“ Präsenzunterricht…

    • Ich bin Dienstag in der ersten Stunde als Springer unterwegs. Da muss ich dann in mir unbekannten Klassen den Test machen. Meine Begeisterung als Risikopatientin hält sich in überschaubaren Rahmen…

  35. Ja, das war gestern eine glatte „Drohung“, verpackt in eine Schulmail aus dem Bildungsministerium. Wenn unsereiner als Pädagoge so mit Kindern umgehen würde…! Skandalös. Die Psychologie würde hier, glaube ich, von einer Doppelbindung sprechen, der wir Pädagogen wider Willen und permanent ausgesetzt werden. Und das vom „Diensthernn“, der fürsorge zeigen sollte. Vielleicht zeigt dies aber auch, das Frau Gebauer und Herr Richter sich ihrer Sache doch nicht so ganz sicher sind, wenn auf solche schmutzigen Psycho-Tricks in Schulmails zurückgegriffen wird. Herr Prof. Wieler und Herr Spahn haben sich ja heute auch eindeutig gegen die 200er-Inzidenz bei Schulen und somit indirekt u. a. gegen die Praxis in BaWü und NRW ausgesprochen. Der Gegenwind scheint zu wachsen.

    PS.:

    https://www.change.org/p/eil-keine-200er-inzidenz-als-richtwert-f%C3%BCr-schulen-kitas-im-ifsg-sofortiger-lockdown

    • Bei uns liegt das Städchen meistens deutlich über den Werten des Kreises. Das macht dann nochmal doppelt Freude, wenn es hier vor Ort schon abgeht wie Hulle (und man sich zwangsdurchseuchen lassen muss) aber irgendwelche Schnarchorte im Kreis nicht mitziehen und verhindern, dass die Schulen endlich dichtgemacht werden.

  36. Nach den Ferien gab es jetzt 3 Tage Notbetreuung und Abschlussklassen in Präsenz. Entwicklung in Köln: „Mit Stand vom 14. April 2021 gibt es 497 Indexfälle an Schulen und Kitas. Diese teilen sich wie folgt auf: 70 Mitarbeitende in Schulen, 291 Schüler*innen, 51 Kita-Mitarbeitende und 85 Kita-Kinder.“ https://www.stadt-koeln.de/artikel/69443/index.html. Wo soll das denn enden, wenn ab nächste Woche alle wieder da sind??

    • @Marie: „Wo soll das denn enden, wenn ab nächste Woche alle wieder da sind??“ – Naja, spätestens wenn keine Intensivbetten mehr da sind, macht man dann halt tatsächlich einen Lockdown, der den Namen verdient hat, und die Schulen und meisten Läden, vielleicht sogar Betriebe sind für längere Zeit dicht. Schlechteste Lösung für a) die Kinder b) die Wirtschaft c) die Erkrankten – aber das ist nun einmal das, was bei Fehlentscheidungen in einer Pandemie herauskommt.

  37. Es scheint tatsächlich Schulleiter(innen) zu geben, die es so handhaben: Kein Test = alternativlos unentschuldigte Fehlzeiten. Punkt. Darf sowas sein? Also Schuljahr geknickt.

    Könnte Frau G. bitte mal ihre wöchentlichen Erlasse so erlassen, dass sie für JEDEN klar und eindeutig sind? Welche Rechte? Welche Pflichten? Wer auf Schulpflicht besteht und das Recht auf Bildung als wichtigstes Recht einstuft – faktisch noch vor dem Recht auf körperliche Unversehrtheit – sollte Pflichten und Rechte mit klaren Handlungsanweisungen versehen können! Was ist das für ein offensichtlich niemals endendes Chaos, das diese Frau bzw. die Landesregierung in den Schulen verursacht?

    Schlimmer geht´s wirklich nimmer!

  38. Schön ist ja auch, dass es Schulformen wie das Weiterbildungskolleg gibt. Mit einzelnen Schulen mit mehr als tausend Studierenden. Laut Frau Gebauers Definition zu zwei Dritteln Abschlussklassen. Keine Sonderregeln, keine Ausnahme. Weiß niemand, scheint auch niemanden zu interessieren. Allen voran Frau Gebauer nicht.

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