Giffey fordert Plan zur Schulöffnung. Und tritt (wegen ihrer Dissertation) zurück

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BERLIN. Wenn wir über die Öffnung der Außengastronomie sprechen, müssen wir auch über die Rückkehr zum Regelbetrieb in Schulen reden – sagt die Bundesfamilienministerin. Und tritt von ihrem Amt zurück. Nach den Diskussionen um die Aberkennung ihres Doktortitels bittet Franziska Giffey (SPD) Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) um Entlassung. 

Macht Druck auf Schulöffnungen – und verabschiedet sich: Bald-Ex-Bundesfamilienministerin Franziska Giffey. Foto: Bundesregierung/Jesco Denzel

«In den letzten Tagen sind erneut Diskussionen um meine Dissertation aus dem Jahr 2010 aufgekommen», erklärte Giffey am Mittwoch. Das Verfahren um die Überprüfung ihres Doktortitels sei im Jahr 2020 wieder aufgerollt worden. Sie habe daraufhin erklärt, ihren Titel nicht mehr zu führen, unabhängig vom Ausgang des Verfahrens. Nun habe ihr die Freie Universität Berlin im laufenden Prüfungsverfahren bis Anfang Juni Zeit für eine Stellungnahme gegeben, die sie wahrnehmen werde, erklärte Giffey weiter. Danach solle das laufende Verfahren abgeschlossen sein.

«Die Mitglieder der Bundesregierung, meine Partei und die Öffentlichkeit haben aber schon jetzt Anspruch auf Klarheit und Verbindlichkeit. Daher habe ich mich entschieden, die Bundeskanzlerin um Entlassung durch den Bundespräsidenten aus meinem Amt als Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zu bitten», erklärte sie.

Giffeys Spitzenkandidatur für die Abgeordnetenhauswahlen in Berlin bleibt von ihrem Rücktritt „unberührt“

Trotz dieser Entscheidung stehe sie weiterhin zu ihrer Aussage, ihre Dissertation nach bestem Wissen und Gewissen geschrieben zu haben. «Ich bedauere, wenn mir dabei Fehler unterlaufen sind. Sollte die Freie Universität in ihrer nunmehr dritten Überprüfung meiner Arbeit zu dem Ergebnis kommen, mir den Titel abzuerkennen, werde ich diese Entscheidung akzeptieren. Bereits heute ziehe ich die Konsequenzen aus dem andauernden und belastenden Verfahren. Damit stehe ich zu meinem Wort.» Ihre Spitzenkandidatur für die Abgeordnetenhauswahlen in Berlin bleibe von ihrer Entscheidung, als Familienministerin zurückzutreten unberührt, erklärte Giffey weiter.

Zuvor hatte Giffey Gespräche über eine Rückkehr zum Schul-Regelbetrieb gefordert. «Wir müssen jetzt gucken, dass die Kinder Schritt für Schritt in die Normalität zurückkehren können. Und wenn wir über Außengastronomie reden, dann müssen wir genauso darüber reden, wie kommen wir jetzt wieder zu einem vollen Regelbetrieb zurück», sagte die SPD-Politikerin noch am Dienstagabend in der RBB-Sendung «Wir müssen reden!». Notwendige Instrumente dafür seien «Schützen, Testen, Impfen» – also auch die Impfung von Eltern und Fachkräften, die mit Kindern in Kontakt sind. «Denn sie schützen die Kinder „wie ein Kokon“», sagte Giffey. News4teachers / mit Material der dpa

Wahlkampf-Termine in Kita und Schule? Kritik an Giffey („unangemessen“)

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13 KOMMENTARE

  1. „Bereits heute ziehe ich die Konsequenzen aus dem andauernden und belastenden Verfahren.“
    Also sollte die belastete Dame unbedingt mal einen längeren Kur-Aufenthalt machen.

    Da sie ursprünglich und unbedingt Lehrerin werden wollte, wird sich da schnell ein geeigneter Kurort finden lassen – gerade in Berlin!
    Ganz nebenbei kann sie so den Lehrermangel ein wenig mildern – entscheidend aber wird das Signal sein: Politiker als Vorbild im Alltag!
    Schön wird das.
    Naja, man wird ja noch mal träumen dürfen …

    Zurück zur Realität:
    Mittwochvormittag „Tschö dann!“
    und
    Dienstagabend noch schnell so:
    „Zuvor hatte Giffey Gespräche über eine Rückkehr zum Schul-Regelbetrieb gefordert. «Wir müssen jetzt gucken, dass die Kinder Schritt für Schritt in die Normalität zurückkehren können. Und wenn wir über Außengastronomie reden, dann müssen wir genauso darüber reden, wie kommen wir jetzt wieder zu einem vollen Regelbetrieb zurück», sagte die SPD-Politikerin noch am Dienstagabend in der RBB-Sendung «Wir müssen reden!». Notwendige Instrumente dafür seien «Schützen, Testen, Impfen» – also auch die Impfung von Eltern und Fachkräften, die mit Kindern in Kontakt sind. «Denn sie schützen die Kinder „wie ein Kokon“», sagte Giffey.“

    Bevor man den Stall verlässt, schnell noch’n dickes Ei gelegt!
    GAGA(ck)!
    🙁

  2. Frau Giffey ist typisch für die aktuelle Politikergeneration : Falsch und hohl . Sie weiß doch schon seit Jahren , dass sie ihre Doktorarbeit abgeschrieben hat und hat gehofft , dass es niemand merkt oder ihr nachweisen kann . Jetzt rechnet sie mit dem Unvermeidlichen und tritt zurück . Die SPD wäre gut beraten , sich jetzt jemand Anderes zu suchen , denn man sollte vom Wähler nicht erwarten , dass er sich für eine Betrügerin entscheidet . Ich werde diese Frau vermissen … Die offene Hundesschule … Der Schularzt in der DDR . Das waren echte Brüller . Geile Frau .

  3. @ Pit:
    Und das dicke Ei der Giff-Ei wirkt schon…Laschet der Große hat gerade verkündet, dass in NRW ab dem 31.5. die Rückkehr zum Präsenzunterricht möglich sein soll…und zwar überall da, wo die 100 Grenze der Bundesnotbremse nicht mehr greift.
    Damit haben wir satte 4 Wochen lang Zeit, die Infektionszahlen zu den Sommerferien wieder hoch zu treiben. QUARANTÄNE ist doch auch viel schöner als draußen herumlaufen zu können oder Ausflüge zu machen oder sogar in den Urlaub zu fahren.

    „Wer hat denn schon wieder die Kiste mit den Vollidioten offen gelassen??“

    • @Andre Hog

      Was ist wahrscheinlicher?

      Antwort 1:
      Wer sich dank Onkel Armin (und Tante Yvonne) pünktlich zum Beginn der Sommerferien ne Quarantäne einfängt, hält sich dran – is klar, ne?

      Antwort 2:
      Giffey = Ehrenfrau.
      Sie sagt doch:
      „Trotz dieser Entscheidung stehe sie weiterhin zu ihrer Aussage, ihre Dissertation nach bestem Wissen und Gewissen geschrieben zu haben. «Ich bedauere, wenn mir dabei Fehler unterlaufen sind. Sollte die Freie Universität in ihrer nunmehr dritten Überprüfung meiner Arbeit zu dem Ergebnis kommen, mir den Titel abzuerkennen, werde ich diese Entscheidung akzeptieren.“

      Antwort 3:
      Malle für alle! Und Freibier 4ever!

      Wer direkt in Level 2 einsteigen will, kombiniert die Antwortmöglichkeiten mit Parteien seiner Wahl – aber in wahlloser 😉 und sinnloser Kombination … oder besser gleich Koalition … ist sowieso alles irgendwie nur noch … Döp!

      • @Pit 2020

        „…ihre Dissertation nach bestem Wissen und Gewissen geschrieben zu haben.“

        Ich möchte weder das Wissen, hust, noch das Gewissen, wälz auf dem Boden und trommel auf denselbigen, haben. Denn dann gehöre ich nicht in den Schuldienst. Dann darf ich nicht mal bei UPS Pakete schubsen.

        Beide Aufgaben erfordern GEWISSENhaftes Handeln und Moral.

        Zwei davon sind – unabhängig vom Wissen – wirklich ganz einfach: Du sollst nicht stehlen und fu sollst nicht falsch Zeugnis ablegen wider deines Nächsten.
        Also: Finger von und ehrlich sein. Hat beides nicht geklappt.

        Es lässt sich auch nicht von einer Spontansituation reden. Eine Diss dauert schon ihre Zeit. Da kann das Gewissen wachsen oder schrumpfen. Hier ist es wohl eher verschwunden.

        „«Ich bedauere, wenn mir dabei Fehler unterlaufen sind.““

        Sagte der Arzt nach der Herz-OP
        Sagte der Safeknacker im Knast
        Sagte die Qualitätssicherung von Ikea
        Sagte der Fensterputzer, als es klirrte
        Sagte Frau G. als sie aufflog
        Sagten die KuMis ……. Nie.

        Wenigstens das könnten sie von Frau Giffey lernen.

        Lügen und betrügen beherrschen die schon perfekt.

        Aber – was genau meint die damit? Sind beim Betrügen Fehler unterlaufen? Beim Lügen? Ja, dann glaube ich gern, dass es ihr Leid tut. Ist dann wohl dumm (wir erinnern uns: Wissen…) gelaufen.

        Es ist eine Schande und ich wünsche mir, dass sich ihre Eltern sehr für sie schämen. Wer hat die erzogen? Die Schweizer?

        Jede Klausur wird mit der Note Sechs bewertet, wenn geschummelt wurde.

        Bei einer Dissertation ist das nicht mehr niedlich zu reden – das ist ganz klarer Betrug zum eigenen Vorteil (Geld, Job, Ansehen….). Es wird bewusst in Kauf genommen, niemand wird gezwungen, diesen „Ausweg“ zu nehmen. Jugendstrafrecht in dem Alter kann auch nicht mehr greifen. Musste die eigentlich keinen Eid schwören?

        Vielleicht ist das der Grund, wedhalb sie nicht in den Schuldienst gelangte. Das wäre ja mal was Gutes.

        Doch inzwischen wird ja auch da „jeder“ genommen….. Man muss ja nichts können … (ich weiß, dass man jede Menge können muss, ist nur auf Frau G. bezogen). Und das kann sie! (Nach den fünf ….. das vierte Wort einsetzen).

        Die Vorbildfunktion ist zu 100% nicht erreicht – zumindest nicht, wenn das Ziel eine gerade Bahn ist. Der schiefen steht die offensichtlich näher.

        Ich hatte früher (war mehr Lametta) nicht mal einen Spickzettel. Nicht, weil ich so toll gelernt hatte oder mich für superschlau hielt – nein, schlechtes Gewissen, Ungerechtigkeitsempfinden, Schamgefühl – oder einfach blöde.

        Die Zeiten haben sich geändert, aber Betrug in der Regierung – och nö.

        • @Riesenzwerg

          „«Ich bedauere, wenn mir dabei Fehler unterlaufen sind.““

          Inside Franzi:
          Oh verflixt! Sofort zur Selbstoptimierung die To-do-Liste aktualisieren!
          1) Schöner lügen, weil man dann nicht so viele peinliche Interviewanfragen hat.
          2) Noch mehr das Kümmern betonen – Herz sticht! HAHA.
          3) Noch mehr an Interviewanfragen vorbeiantworten und meine Kümmer-Ader betonen.
          4) Nächste Karrierestufe: Ick komme. Yolo-Yeah!
          5) Mama und Papa besänftigen: Büro-Oberste beauftragen … Kiste Bier und Blumenstrauß von der nächsten Tanke besorgen, dazu ein Bildungspaket (1 BILD und 1 Blitz-Illu).
          6) Franzi-Lächeln aufsetzen.
          7) Wo ist die nächste Kamera?

  4. Klar geht’s ab Juni wieder weiter- der Tonne kommt bestimmt auch bald aus derselben und wird die Wohltat für die SuS in Niedersachsen verkünden. Wir haben denn noch 6 Wochen Zeit für Quarantäne und Co….Gerade wieder sind bei uns 3 Lehrkräfte in Quarantäne, weil ja unbedingt die Präsenz für sagenhafte 5!! SuS aufrechterhalten wurde. Der Rest war zu Hause digital! Man ey- Die SuS an der BBS wollen zum größten Teil gar keinen Präsenzunterricht! Nach meiner 2. Impfung muss ich dann wenigstens nicht mehr in Quarantäne…….Aber das allgemeine Chaos wird weiter gehen….

    • @Riesenzwerg

      „Warum ich dann doch nicht Lehrerin wurde. Oder: Eine nicht tragende Stimme ist nicht schlimm und hat mich vor meiner größten „Dummheit“ bewahrt, eine gewichtige Stimme ist sowieso besser und man lernt andere interessante Leute kennen.“
      Korrekt zitiert wurden u.a. :
      – Karl-Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Buhl-Freiherr von und zu Guttenberg
      – Annette Schavan.
      😉

      Nö, aber btw das Thema der Dissertation würde mich auch mal interessieren.
      Vielleicht kann man das dann irgendwie upcyclen und man macht daraus etwas für den Schulbetrieb?
      – Projekttag/-woche zum Thema „Schöner besch***en!“ – Jeder Teilnehmer bekommt die „goldene Franzi“
      – ein Ausgangs-Material für die ZP, wenn das Thema „Fake News“ nicht mehr verwendet werden soll, aber „Lug und Trug“ kommt ja nie aus der Mode.

  5. @Riesenzwerg:
    „Die Mimik des Schmunzelhasen – Zielsetzung und Wirkung von hohen Wangenbäckchen auf die positiv- naive Rezeption von werdenden und wollenden Berufspolitikern durch das unmündige und leicht zu belügende Wahlvolk – eine praktische Studie“

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