Kultusminister plant Erstimpfungen von Schülern zwischen 28. Juni und 19. Juli

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WIESBADEN. Hessen möchte noch vor den Sommerferien damit beginnen, Schülerinnen und Schülern ab dem 12. Lebensjahr ein Impfangebot zu unterbreiten, damit diese im Idealfall bis zum Start des neuen Schuljahres mindestens einmal geimpft sind. Diese Gruppe umfasst nach Angaben der Landesregierung an den allgemeinbildenden sowie den beruflichen Schulen rund 500.000 Jugendliche.

„Bedeutender Meilenstein“: Hessens Kultusminister Alexander Lorz. Foto: HKM / Manjit Jari

«Das Impfen der älteren Schülerinnen und Schüler ist ein bedeutender Meilenstein für einen sicheren Schulbetrieb», erläuterte Kultusminister Alexander Lorz (CDU). Es biete eine echte Perspektive, im nächsten Schuljahr «weitgehend zu dem Schulalltag zurückkehren, den wir vor Corona kannten». Der Bund habe zugesichert, den Ländern den erforderlichen Impfstoff zusätzlich bereitzustellen.

Von den derzeit in Deutschland zugelassenen Impfstoffen ist lediglich das Vakzin der Firma Biontech für Menschen ab 16 Jahren zugelassen. Eine Zulassung ab dem 12. Lebensjahr werde in Kürze erwartet, sagte Lorz. Hessen plane die Erstimpfungen der Schüler ab 28. Juni bis zum Beginn der Sommerferien am 19. Juli. Dafür könnten sie sich in den Impfzentren registrieren.

Nach den Worten von Innenminister Peter Beuth (CDU) soll es auch für einen Erziehungsberechtigten als notwendige Begleitperson ein Impfangebot geben. Kinder- und Jugendärzte würden ebenfalls in die Kampagne miteinbezogen. Wenn ein Kind nicht geimpft ist, brauche es im kommenden Schuljahr dann weiterhin negative Corona-Testergebnisse, um am Unterricht teilnehmen zu können. dpa

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7 KOMMENTARE

  1. Verstehe ich den letzten Absatz so, dass bei Vorliegen einer Erstimpfung die Testpflicht entfällt? Finde ich mutig.

    Zwei Wochen für die Registrierung und sechs Wochen für weitere 500000 Erstimpfungen on top auf die ganzen Erstimpfungen volljähriger Menschen in den Impfzentren finde ich sehr ambitioniert bei der aktuellen Ausstattung mit Impfstoffen.

    • Kretschmer fordert in Sachsen aber auch Lockerungen für Erstgeimpfte.

      Ich frage mich, was das hier werden soll. Warum können nicht einfach alle warten, bis 60 % oder so fertig geimpft sind.

  2. „Hessen plane die Erstimpfungen der Schüler ab 28. Juni bis zum Beginn der Sommerferien am 19. Juli.“

    Hmm… wenn wir mal von sechs Wochen Sommerferien ausgehen (bin zu faul, für das BL in den Kalender zu schauen), dann ist der volle Impfschutz der letzten SuS nach 6+2=8 Wochen aufgebaut, also zwei Wochen NACH Beginn des neuen Schuljahres. Sowas kann nur jemand planen, der nicht verstanden hat, worum es geht. Oder habe ich die Stelle überlesen, dass die Präsenzpflicht dann natürlich erst wieder mit dem vollem Impfschutz einsetzt?

    • Auf jeden Fall. Krisenmanagement kennt er nicht.
      Inklusion – mittlerweile in Hessen ein Fiasko.
      Peinlich nur noch.

    • Ich kenne niemand mehr, der Ihn noch Ernst nimmt. Selbst Schulamtsdirektoren lassen in Dienstmails ihren Unmut und ihr Unverständnis nicht mehr nur zwischen den Zeilen erkennen.
      Und was die Inklusion angeht stimme ich voll zu. Und es wird immer schlimmer.

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