Gericht verwirft RKI-Empfehlungen für die Schulen: Berlin kehrt jetzt doch noch vor den Sommerferien zu vollem Präsenzunterricht zurück

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BERLIN. Zwei Grundschulkinder erstreiten sich vor Gericht ein Recht auf vollen Präsenzunterricht. Berlins Bildungssenatorin muss ihre Pläne ändern. Jetzt soll doch noch vor den Sommerferien der Regelbetrieb in den Schulen wieder starten. Pikant: Das Verwaltungsgericht verwirft mit seiner Entscheidung die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts. Hat das Folgen auch für andere Bundesländer?

War auf einen vorsichtigen Kurs umgeschwenkt – und musste dafür nun vor Gericht eine Niederlage hinnehmen: Berlins Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD). Foto: SenBJF/Reto Klar

Nach einer Schlappe vor dem Verwaltungsgericht will Berlin nun doch noch vor den Ferien zum Regelbetrieb in den Schulen zurückkehren. Das gab Bildungssenatorin Sandra Scheeres am Montagabend bekannt.

«Die Richter sehen das Festhalten am Wechselunterrichten als nicht mehr verhältnismäßig an», sagte die SPD-Politikerin in einer Mitteilung. «Von daher werden wir bereits vor den Sommerferien an den Schulen wieder zum Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen zurückkehren müssen.» Wichtig sei ihr, dass die Schulen genug Vorbereitungszeit erhielten, um sich darauf einzustellen. Details wolle sie in der Senatssitzung an diesem Dienstag abstimmen.

Am Mittag bestätigte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) dann, dass die Klassen ab 9. Juni wieder in voller Stärke unterrichtet werden. Das gelte dann für die beiden letzten Wochen des Schuljahres vor den Sommerferien. Der derzeitige Unterricht für wenige Stunden pro Tag in kleinen Gruppen werde wieder erweitert, sagte Müller. Geplant sei «pandemiebedingter Regelbetrieb (…) in vollen Lerngruppenstärken». Der Senat akzeptiere die Gerichtsentscheidungen. Die Sommerferien beginnen in Berlin am 24. Juni.

Die Kinder können Vollbeschulung bei weiter geltenden Corona-Schutzmaßnahmen beanspruchen

Am Tag zuvor hatte das Verwaltungsgericht Berlin nach Eilanträgen entschieden, dass Berlin für eine Schülerin und einen Schüler der Primarstufe einer Grundschule Präsenzunterricht sichern muss. Die beiden werden aktuell im Wechsel bei halbierter Klassenstärke unterrichtet. Die Kinder können Vollbeschulung bei weiter geltenden Corona-Schutzmaßnahmen beanspruchen, wie aus einer Mitteilung des Gerichts hervorging.

Die Begründung ist pikant – und könnte in der Folge auch weitere Bundesländer betreffen (vor allem dann, wenn die Inzidenzen wieder steigen sollten). Der Spielraum bei der Wahl der notwendigen Schutzmaßnahmen sei im Verlauf der Pandemie wegen fortschreitender Impfungen und Testmöglichkeiten geringer geworden, so erklärte das Gericht. Wechselunterricht dürfe nur angeboten werden, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen den Schwellenwert von 100 überschreite. Das widerspricht allerdings den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts, das die Abstandsregel in den Klassenräumen – die kleinere Lerngruppen notwendig macht – ab einem Inzidenzwert von 50 vorsieht. Einige Bundesländer halten sich bislang an die RKI-Empfehlung.

Der Bund habe mit seiner Notbremse – die den Ländern Schulschließungen ab einem Inzidenzwert von 165 und Wechselunterricht ab 100 vorschreibt – allerdings Maßstab und Schwellenwerte bestimmt, meinte das Verwaltungsgericht nun. Die Stadt habe damit den Spielraum bei der berlinweiten pauschalierenden Beschränkung des Präsenzunterrichts an Grundschulen überschritten. Die höheren Inzidenz-Werte in der Gruppe der Schülerinnen und Schüler rechtfertigten dem Gericht zufolge die pauschale Anwendung des Wechselmodells nicht. Die Gesamtinzidenz für Berlin liegt aktuell bei 32,6 – die Inzidenz bei den Zehn- bis 14-Jährigen allerdings bei 79,2. Sie ist die höchste aller Altersgruppen.

Giffey: „Wichtig ist, dass Hygieneregeln, Maske tragen und das Testen in den Schulen weiter gut und flächendeckend umgesetzt werden“

Die Berliner SPD-Vorsitzende Franziska Giffey sprach sich laut Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) nach der Entscheidung des Verwaltungsgerichts für eine schnellere Rückkehr zum vollen Präsenzbetrieb aus: „Ich finde, es wäre eine gute Nachricht für alle Schülerinnen und Schüler, dass auch in Berlin die letzten beiden Schulwochen vor den Ferien im Regelbetrieb stattfinden können. Wichtig ist, dass Hygieneregeln, Maske tragen und das Testen in den Schulen weiter gut und flächendeckend umgesetzt werden und dass es keine Präsenzpflicht gibt. Eltern müssen also entscheiden können, ob sie das Schulangebot für ihre Kinder annehmen oder nicht.“

Die GEW – die zuvor den vorsichtigen Kurs von Scheeres unterstützt hatte – erklärte: Der Gesundheitsschutz aller Beteiligten in der Schule dürfe auch bei sinkenden Infektionszahlen nicht aus dem Blick verloren werden. Wenn der Senat die Schulen wieder in voller Klassenstärke öffne, dürfe er dies nicht ohne eine verbindliche tägliche Testung aller Schülerinnen und Schüler durch zusätzliches Personal machen. „Zwei Tests die Woche reichen nicht. Auch in allen anderen Gesellschaftsbereichen sind Öffnungen nur mit tagesaktuellen Tests möglich. Dies muss auch für die Schulen gelten“, erklärte der Berliner Landesvorsitzende Tom Erdmann.

«An den Schulen müssen sich Kinder und Lehrkräfte dicht gedrängt in geschlossenen Räumen selbst testen»

Auch die Bedingungen, unter den die Testungen an Schulen durchgeführt werden sollen, müssen in den Blick genommen werden. „An jeder Ecke öffnet derzeit ein Testzentrum. Dort wird eine Person einzeln mit Abstand und Sicherheitskleidung von geschultem Personal getestet. Nur an den Schulen müssen sich Kinder und Lehrkräfte dicht gedrängt in geschlossenen Räumen selbst testen, und das bald mit bis zu 30 Personen. Wenn die Schulen wieder komplett voll sind, geht dies nur mit Teststraßen außerhalb des Schulgebäudes“.

Erdmann betonte: „Der Regelbetrieb nach Stundentafel mit vollen Klassen ist nicht, was Kinder und Jugendliche jetzt brauchen. Es muss jetzt das klare Signal geben, dass die Rückkehr der Kinder und Jugendlichen in den pädagogischen Alltag im Vordergrund steht – gemeinsam, aber sicher.“ Die Möglichkeit für die Schulen, mit ganzen Lerngruppen Ausflüge im Freien zu unternehmen, sei der richtige Weg, um die Schulwochen vor den Ferien sinnvoll zu gestalten. „Wenn Unterricht in vollen Klassen stattfindet, dann bitte im Freien, möglichst infektionssicher“, forderte Erdmann. Ein kostenfreier Zugang für Schülerinnen und Schüler zu Schwimmbädern oder dem Tierpark wäre hier Grundvoraussetzung.  News4teachers / mit Material der dpa

Gerichts-Hammer! Schüler haben Anspruch auf vollen Präsenzunterricht unter Inzidenz 100

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48 KOMMENTARE

  1. Für 13 Schultage ohne Klassenarbeiten, aber Notenkonferenzen und dem üblichen Schuljahresendsachen machen die die Schulen also wieder auf.

    Das Argument des Gerichts, dass sich die Länder an die Regelungen des Bundes zu halten haben, macht aber juristisch Sinn. Letztere sind unverantwortlich, jedoch braucht das das Gericht nicht zu interessieren.

    • Ich bin kein Fachmann, aber für mich ergibt das auch juristisch keinen Sinn. Also schon insofern, als dass Bundesgesetz natürlich Landesgesetz bricht. Aber soweit ich weiß, lautet die Notbremsenregel: Bei über 100 ist Wechselunterricht Pflicht, bei unter hundert entscheiden die Länder wieder selbst. Und da sehe ich keinen Grund, warum bis unter 50 nicht weiter Wechselunterricht erteilt werden soll.

  2. Mindestens bleibt die Präsenzpflicht ausgesetzt.

    Trotzdem ist die Lage beunruhigend. Corona ist noch längst nicht aus. Corona ist ein globales Problem, kein lokales.

  3. Das passiert wenn RKI-Empfehlungen nicht klar in Gesetzen verabschiedet werden.

    Auch im Arbeitsschutzgesetz sollten klare Vorgaben umgesetzt werden.

    Alles andere ist nur Arbeisbeschaffung für die Justiz.
    Wie bei den meisten Themen.

  4. Ich würde mich so freuen, wenn die Befürchtungen angesichts Corona und Kinder wiedergelegt werden. Aber die Realität ist, dass sich Corona erst jetzt richtig unter den Kindern einnisten könnte.

    Zuerst ganz langsam und schleichend, da Kinder oft nach der Infektion asymptomatisch bleiben und erst sogar Wochen später erste Symptome zeigen, wenn man schon Corona – Infektion vergisst. Und genau solche Krankheitsentwicklung ist alarmierend.

    Daher ist es um so mehr grausam mit so eine Möglichkeit überhaupt zu spekulieren.

    Und das ist rechtswidrig, nicht der Wechselunterricht.

  5. Was ist daran denn unverantwortlich?
    Es wird in manchen Kreisen so getan als ob Lehrer in den sicheren Tod geschickt werden. Die Beschäftigten im Lebensmittel – Einzelhandel haben die ganze Zeit über das Risiko. Die Kitas sind schon seid Wochen nahezu im Regelbetrieb und das ohne Sicherheitsabstände, Maskenpflicht oder 2 mal wöchiger Testung der Kinder! Wenn das alles für unverantwortlich gehalten wird dann Kündigen Sie bitte Ihren Job. Arbeit zum Wohle der Gesellschaft gibt es genug, die Pflege sucht wie ich gehört habe weiterhin auch ungelernte Kräfte sind Willkommen. Im Altenheim sind die Menschen fast durchgeimpft. Für unverantwortlich halte ich das, was mit den Kindern passiert. Die Berliner Politiker haben kläglich versagt, in dem sich die Lehrer nach dem Impfstopp wieder hinten anstellen mussten. Aber auch hier sehe ich Lehrer, die sich bei Ihrem Hausarzt erfolgreich um eine Impfung bemühen und welche die es nicht auf die Reihe bekommen. Das die Schulen in Berlin anders wie in allen anderen Bundesländern jetzt erst zwei Wochen vor den Ferien öffnen werden ist ein weiteres Politik versagen. Von Vernünftiger Ausstattung der IT, Breitbandanschluss, Lernplattformen, etc. ganz zu schweigen.

    • Der Unterschied heißt Schulpflicht. Dank Lebensmittellieferdiensten braucht kein Kunde mehr einen Supermarkt zu betreten, wenn er es für zu riskant hält.

      Für die Angestellten ist das Risiko geringer, weil Supermärkte eine sehr leistungsfähige Lüftung haben und die Personendichte dort sehr viel geringer ist als in der Schule. Selbst bei halber Belegung wären es noch immer viel mehr Menschen als im Supermarkt zulässig sind.

    • Sehr geehrter Basti,
      auf Ihre Frage: In der Tat geht mir auch viel durch den Kopf, ob Öffnungen bereits verantwortlich und kontrollierbar sind. Dazu gehe ich so vor:

      Lassen wir die Lehrer mal beiseite. Angenommen Sie wären Schüler zur jetzigen Zeit, 14-15 Jahre alt, also keine Impfung in unmittelbarer Sicht und sitzen nun unter den gegebenen Bedingungen täglich im Vollpräsenz-ÖPNV und im Vollpräsenz-Klassenzimmer. Sobald Sie das Klassenzimmer verlassen, etwa in der Pause, ist das gesamte Schulhaus vollständig gefüllt mit weiteren Menschen, ebenso Ihr täglicher ÖPNV. Von diesen Menschen um Sie herum in Schule und Schüler-ÖPNV sind evtl. nur ein paar wenige Erwachsene teil- oder vollgeimpft.

      – Wie sicher würden Sie sich dabei fühlen?
      – Wie sicher würden Sie sich dabei fühlen, wenn Sie selbst vorerkrankt bzw. Risikogruppe sind?
      – Wie sicher würden Sie sich dabei fühlen, wenn Familienangehörige (z.B. ungeimpfte Geschwister oder nicht impfbare Groß-/Eltern) vorerkrankt bzw. Risikogruppe sind?
      – Wie sicher würden Sie sich dabei fühlen, wenn übernächste Woche Daten veröffentlicht würden, welche eindeutig zeigen, dass Long Covid auch unter asymptomatischen Jugendlichen viel häufiger vorkommt als bisher gedacht wurde?
      – Und nun wieder mit dem Blick des Erwachsenen: Würden Sie SuS aktuell unter diesen Bedingungen im schulischen Vollbetrieb als angemessen sicher versorgt ansehen?

      • Super! Als Ergänzung noch:
        – Wie sicher fühlen sich Kinder und Jugendliche, wenn über Ihnen permanent das Schwert der Quarantäne schwebt? Je mehr Schüler, desto mathematisch wahrscheinlicher ein positiver Fall in der Lerngruppe.

        Es gibt Kinder und Jugendliche, die bereits mehrfach in Quarantäne gelandet sind. Wo so viel immer vom Kindeswohl gesprochen wird: Ist eine oder sind mehrere Quarantänen dem Kindeswohl zuträglich? Es wird so oft von den strahlenden Gesichtern gesprochen, wenn die Kinder in Vollpräsenz zur Schule gehen. Strahlen die Gesichter immer noch, wenn die nächste Quarantäne Anordnung bei Mama und Papa im Emailpostkasten landet?

    • Basti: „Es wird in manchen Kreisen so getan als ob Lehrer in den sicheren Tod geschickt werden.“

      Ja, genau, so kommt es einem hier seit Monaten vor. Dabei ist das Sterberisiko über 65 (und solche Lehrer gibt es kaum) außerordentlich gering. Inzwischen sind die meisten Lehrer vor allem an Grundschulen geimpft, obwohl noch nichtmal alle Hochbetagten über 80 geimpft sind und noch nicht mal alles Risikopatienten, aber die Lehrer jammern und nörgeln weiter. Naja, stimmt, nicht DIE Lehrer, sondern gewisse Lehrer hier.

  6. „Der Spielraum bei der Wahl der notwendigen Schutzmaßnahmen sei im Verlauf der Pandemie wegen fortschreitender Impfungen und Testmöglichkeiten geringer geworden, so erklärte das Gericht.“

    Weiß das Gericht denn, dass es für jüngere SuS überhaupt keine Impfmöglichkeiten gibt?

  7. Ja, RLP kehrt nun auch übernächste Woche in Vollpräsenz mit Pflicht in die Schulen zurück. Ich könnte k*tzen. Falls ich mich auf den letzten Metern vor vollem Impfschutz mit COVID-19 anstecken sollte, werde ich RLP verklagen. Das wird dann leider nur symbolisch funktionieren, den Hubig und Co haben sich ja bestens rechtlich abgesichert. In die eigene rechtliche Absicherung ist die Arbeitszeit der KuMis geflossen – für „mehr“ hatten sie leider keine Zeit.
    Dumm, dümmer, KuMi.

    • Und das ist richtig so! Wer als Lehrkraft noch nicht geimpft ist in RLP- trägt selbst die Schuld. Als das Portal für uns LuL geöffnet wurde, hatte bei uns das gesamte Kollegium Impftermine innerhalb der Folgewoche- 3 sogar am Tag nach Öffnung des Portals. Das heißt, am 14. ist jeder, der wollte und schnell genug war, 2 fach geimpft, die ersten sogar bereits seit 14 Tagen.

      Habe mich oft geärgert, aber seit Steffi nicht mehr den KMK- Vorsitz hat, kann ich mit den Entscheidungen-wenn auch mal mit den Zähnen knirschend, z. b. was die testerei angeht- leben.

      Nochmal, dass wir noch eine Woche Karenzzeit haben und dann in Vollpräsenz gehen, ist in Ordnung- alles andere wäre momentan nicht kommunizierbar. Und meinen Arbeitsaufwand reduziert es auch.

      • Das ist nicht richtig so, weil es viele Eltern gibt, die noch nicht geimpft sind. Und es gibt sogar Eltern mit Vorerkrankungen, die bis heute keinen Impftermin ergattern konnten – u.a., weil Lehrkräfte prioritär geimpft wurde – was den Lehrkräfte jedoch zu 100% gönne, bitte nicht falsch verstehen.
        Ich bin keine Lehrkraft, sondern Wissenschaftlerin und habe noch nicht das Privileg des vollen Impfschutzes. Immerhin habe ich eine Erstimpfung im Gegensatz zu vielen anderen Eltern.
        Wir Eltern sind Ihnen offenbar egal. Schade.

        • Tja, die lieben priorisierten Lehrer haben natürlich den Eltern ihre Impfe zunächst weggenommen.
          Komisch, ich bin gleichzeitig Lehrerin und Mutter und habe noch nicht einmal ein Impfangebot bekommen, immernoch nicht. Ich stehe auf mehreren Wartelisten und nix passiert, schon gar kein Angebot von Arbeitgeberseite. Da heißt es nur, dass für uns nichts übrig sei.
          Ich habe also niemandem etwas weggenommen, wobei schon über die Hälfte der Eltern meiner SuS schon geimpft wurden, was ich ihnen durchaus gönne, obwohl kaum jemand von ihnen so viele Zwangskontakte hat wie ich.
          Nun sollen wir aber wieder in Vollpräsenz gehen, da habe ich kein Verständnis mehr für. Unserem Kollegium bleibt nur lüften, lüften, lüften und unsere Schulleitung, die sich nämlich schützend vor uns stellt, indem sie sich dem Sznarienwechsel unter diesen Bedingungen verweigert.
          Nicht falsch verstehen, ich gönne jedem seinen Pieks, aber bei der Behauptung, dass jeder Lehrer sich schon hat impfen lassen können und der Unterstellung, dass wir jemandem seine Impfdosis weggenommen hätten, werde ich langsam nur noch wütend!

          • Sie haben mich falsch verstanden: Ich habe nur auf „Judith“ reagiert, die darauf verweist, dass alle Lehrkräfte in RLP durchgeimpft seien und man selbst Schuld sei, wenn man nicht geimpft sei.
            Ich habe geschrieben, dass ich jeder Lehrkraft seine Impfung zu 100 Prozent gönne.
            Dennoch ist es so, dass aus diesem Grund viele Eltern aus Risikogruppen in RLP noch keinen Impfschutz haben. Und Judith scheint auf diese Eltern keine Rücksicht nehmen zu wollen, was ich schade finde.
            Ich halte die Schulöffungen zum jetzigen Zeitpunkt, wo viele Menschen noch nicht geimpft sind, für fatal.

  8. Auch RLP kehrt 1 Woche früher in den Vollpräsenzunterricht zurück.
    Über die Sinnhaftigkeit brauchen wir nicht diskutieren.
    Wechselunterricht mit Notbetreuung bis zu den Sommerferien hätte bedeutet, kleine Lerngruppen, weniger Hektik, weniger Lärm und Tumult (Aerosole), bessere Konzentration auf das einzelne Kind, weniger volle Busse, die Chance die immernoch bestehende Gefahr der Infektion etwas zu minimieren, bessere Einhaltung der AHA Regeln….etc
    Aber nein, wichtiger ist es die vielen lauten Stimmen zufrieden zu stellen, die nach Öffnungen schreien, potenzielle Wählerstimmen zu generieren. Klar wer lockert hat die Massen auf seiner Seite…
    Aber zu welchem Preis?
    Ganz ehrlich, alle die mit Schule zu tun haben werden es wissen. Was genau kann in den 5 Wochen vor den Sommerferien im Vollpräsenzunterricht besser laufen als im Wechselunterricht????
    Ich sehe nur: volles Gedränge, volle Klassen, Unruhe und Getümmel ( weil so lange nicht mehr gesehen, wieder alles neu, Umstellung für alle), es wird schwer werden die AHA Regeln einzuhalten. Abstand ist nicht mehr möglich…
    Warum versteht man nicht, dass es ein Unterschied ist, ob ich mit 4 Freunden in der Aussengastro sitze und mich gepflegt unterhalte und esse und trinke, im Freien mit 3 Freunden jogge für eine begrenzte Zeit, oder ob ich mit 25-30 ungeschützten Kindern im Klassenraum sitze über Stunden
    Diese Sprüche „man darf essen gehen, aber das Kind darf nicht in die Schule“ sind so ein Schwachsinn, auch Wechselunterricht bedeutet Anwesenheit in der Schule, aber eben nicht alle zusammen.
    Hoffen wir für Kinder und ihre Eltern, dass der Schuss nicht nach hinten losgeht!!!

    • Individuelle Förderung wäre zumindest in kleinen Lerngruppe besser möglich. Mein 7 Jähriger Sohn sagte mir gestern, dass Wechselunterricht besser sei, weil die Klasse leiser ist und man viel schneller lernen könne.

      • Das sagt mein 13jähriger Sohn auch. Mehr Zuwendung, besseres Zuhören, besseres differenziertes Lernen… Es wäre so schön, wenn grundsätzlich ein Umdenken erfolgt. Kleinere Klassen… wahrscheinlich ein Wunschtraum…

  9. @Basti
    Sie machen es sich sehr einfach…
    Es geht in keiner Weise NUR um LuL.
    LuL tun nicht als würden sie in den Tod geschickt.
    Bleiben Sie mal sachlich und übertreiben Sie nicht.
    Es wird angemahnt und angeprangert, was seit Monaten ersichtlich ist.
    Fakt 1 Vollpräsenzunterricht heisst 25-30 Personen in
    einem Raum, über Stunden
    Fakt 2 Selbsttests sind nicht sicher, es kann nicht
    kontrolliert werden, ob diese richtig ausgeführt
    werden
    Fakt 3 AHA Regeln können nicht eingehalten und
    überprüft werden bei Vollpräsenzunterricht
    Fakt 4 Kinder und Jugendliche sind noch nicht geimpft
    Fakt 5 Auch Kinder und Jugendliche stecken sich an,
    können schwer erkranken oder Longcovid
    bekommen
    Fakt 6 Es gibt keine Schutzmaßnahmen an Schulen, wie
    Lüftung etc
    Fakt 7 Klassenzimmer in Vollbesetzug kann man nicht
    Supermärkten, mit Gastronomie etc
    gleichsetzten, die Gefahr ist ungleich höher
    Fakt 8 Schüler können es sich nicht aussuchen, ob sie
    sich in diese Situation begeben, Präsenzpflicht!!!
    Einkaufen, Essen gehen etc liegt in der jeweiligen
    freiwilligen Entscheidung des einzelnen
    Fakt 9 Kassiererinen in Supermärkten, Gastropersonal
    hat ganz andere Bedingungen, Schutzwände,
    Masken , geringe Verweildauer der Kunden
    Fakt 10 Für Pflegeoersonal gab es impfangebote, es
    handelt sich um Erwachsene und nicht um
    Kinder , für Schutz wie Masken etc sorgt i.d.R.
    der Arbeitgeber
    Fakt 11 ob und wann Kinder geimpft werden können
    steht in den Sternen, solange gibt es keinen
    ausreichenden Schutz für Kinder!!!
    …….

  10. Boah ich kriege langsam aber sicher die Wut!Wegen solcher Richter,die vermutlich nichtmal selbst Kinder haben und den Betrieb an Schulen nicht kennen,dürfen unsere Kinder vermutlich den Rest ihrer Schulzeit mit Testen und std langem Masketragen verbringen.Was das mit den Kindern macht,steht offenbar null zur Debatte.Und nein,ich bin kein Maßnahmenverweigerer,wünsche mir für mein Kind aber dennoch eine unbeschwerte Schulzeit.Die mit Luftfiltern zu erreichen wäre,ohne die Kids täglich der Ansteckungsangst auszusetzen.Und der Rest der Republik reist in der Welt rum, feiert und säuft in Biergärten,als sei die Pandemie beendet.Könnte nur noch kotzen.

    • Masken verhindern eine Infektion, wenn man z.B. einer feuchten Aussprache eines Infizierten ausgesetzt wäre oder bei Niesen/Anhusten eines Infizierten, wobei erkältete Kinder oder die mit solchen Symptomen sowieso zuhause bleiben müssen/sollten. Luftfilter sind wichtig und richtig, aber bei Speichel und Schlodder oder kraftvoll ausgestoßener Atemluft eines Infizierten reichen sie dann leider eher nicht. In der Theorie könnte man das Problem vielleicht mit genügend Abstand umgehen, sodass die groben Tröpfchen zu Boden fallen können, was in der Praxis in den Schulen aufgrund der Klassengrößen bei Vollpräsenz leider in der Regel aber nicht möglich ist.

      • Es gibt Studien dazu,dass Luftfilter in Kombination mit Plexiglasscheiben bei entsprechender Tischanordnung Masken überflüssig machen.Haben Sie eigentlich eine Vorstellung davon,dass viele Schulkinder bereits ihre gesamte erste Schulzeit mit diesen Maßnahmen verbrachg haben?Würden Sie ernsthaft Monate und Jahre unter denselben Bedingungen arbeiten wollen?Das ist indiskutabel.

  11. Vor Beginn der hiesigen Pfingstferien mit vielen Feiertagen (Meldeverzug) waren die Inzidenzen in meinem LK in den Schülerjahrgängen der weiterführenden Schulen insgesamt noch deutlich über 300. Wir haben seit Monaten Ausgangssperre. Nun wird ab morgen allerhand geöffnet – vermutlich nur für wenige Tage.

    Auch der kurze Öffnungsversuch nach Ostern, damals im Wechselbetrieb, hat sofort dazu geführt, dass die Inzidenzen unter Schülern hochgeschossen sind, was man ja erst einige Wochen später im Nachhinein sieht, was aber in Stadtvierteln, in denen man in engen Wohnungen zusammenlebt, dann wochenlang so bleibt. Das hat sich natürlich auch auf die Gesamtinzidenz ausgewirkt.

    Wir sind ein Schulstandort mit vielen und teils sehr großen Schulen. Wenn jetzt, bei vermutlich in Wahrheit weiterhin hohen Inzidenzen unter Schülern (viel höheren als um Ostern) die Schulen im Vollbetrieb öffnen und wegen Auslaufens der Bundesnotbremse einfach offen bleiben, ist der Sommer bei uns gelaufen. Dann ist wieder alles zu, Familien schwitzen in Quarantäne in der Bude, Freibad allenfallsmit Anmeldung, Gastr zu, Einzelhandel zu, abends darf man nicht mehr raus, von den vielen unnötig Infizierten mal abgesehen. Super Sommerferien.

    Das Beste: Hier herrscht Präsenzpflicht. Und womöglich sollen die Kinder nur vorzeitig in Vollpräsenz in die Klassenzimmer zurück, damit die angekündigten Leistungstests noch durchgedrückt werden können, auf deren Grundlage die Lehrer Ferienkurse empfehlen sollen, die genau die Kinder freiwillig besuchen sollen, die schon die ganze Zeit abgetaucht waren (und die die Lehrer natürlich ohnehin kennen). Nicht dass die Lehrer noch auf die Idee kommen, mit den Kids öfter mal ins Freie zu gehen und was Soziales zu machen.

  12. Wie schön. So dürfen wir nun also in Berlin noch 3 Wochen die sozialen Befindlichkeiten pflegen und uns um das wiederzusammenwachsen der Gruppen kümmern. Zum Glück haben die Kinder in Monaten des Homeschoolings und bei den 3Stundentagen so viel gelernt, dass man nun die letzten Unterrichtswochen mit gutem Gewissen vernachlässigen kann. Und sollte es doch in Einzelfällen Lernrückstände geben, für knapp 10% stehen ja Plätze für 10 mal 3 Stunden Sommerschule zur Verfügung, das macht Sinn.

  13. Nach einer Schlappe vor dem Verwaltungsgericht will Berlin nun doch noch vor den Ferien zum Regelbetrieb in den Schulen zurückkehren. […] «Die Richter sehen das Festhalten am Wechselunterrichten als nicht mehr verhältnismäßig an» […]. «Von daher werden wir bereits vor den Sommerferien an den Schulen wieder zum Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen zurückkehren müssen.» […] Der Senat akzeptiere die Gerichtsentscheidungen.“

    Warum akzeptiert der Senat die Entscheidung auf unterster Instanz? Es gibt viele Gelegenheiten, die zeigen, dass es sich lohnt, den Rechtsweg zu beschreiten (vgl. Arbeitszeitkonten Berlin, https://www.kostenlose-urteile.de/BAG_5-AZR-57818_Freistellung-nach-gerichtlichem-Vergleich-Ueberstunden-sind-nicht-automatisch-abgegolten.news28115.htm; Zugriff: 01.06.2021).

    Berlin hat hinreichende Gründe, die den Wechselunterricht rechtfertigen: große Schulen, fehlende Ausstattung, kurze Zeit bis zu den Sommerferien, hohe Inzidenz bei Kindern, RKI-Empfehlung, gefährdete Kohorten … Daran kann es nicht liegen, dass dieses m. E. überflüssige und unverhältnismäßige Urteil nicht den Weg zum Oberverwaltungsgericht findet – zumindest ein Versuch wäre es wert. Das ist für mich nicht nachvollziehbar! Warum, Frau Scheres?

    • Das fragt sich hier in Berlin wohl jeder Lehrer… bin voll auf Ihrer Seite! Zu der Gefahr, denen alle Beteiligten ausgesetzt sind kommt ja noch hinzu, dass Alles, was bis zu den Ferien geplant war, nun wieder (mal) neu geplant werden muss. Wandertage, die gruppenweise geplant waren, müssen abgesagt und neu organisiert werden, Zeugnisausgaben, Abschlussstunden, Proben für die Einschulung usw. ALLES muss neu geplant werden.
      Für die, die dann doch zu Hause bleiben, muss dennoch Homeschooling gemacht werden. Und Unterricht draußen? Ja, schön, wenn da. 600 Grundschulkinder auf dem Hof Unterricht machen. Ich frage mich nur, wie lange die Lehrer das noch mit sich machen lassen! Menschen, die über Lehrer schimpfen, sollten sich schämen. Die meisten Lehrer, dazu zähle ich mich, nehmen diese Gefahr und die enorme Arbeitsbelastung auf sich, wegen der Kinder! Die können ja nichts für die Situation. Ich habe übrigens innerhalb einer Woche zu 420 verschiedenenSchülern Kontakt…
      Aber egal, bin nur noch frustriert, weil Frau Scheeres nicht den Mumm hatte, ihre Position von letzter Woche zu verteidigen. Von Frau Giffey mal ganz zu schweigen…

  14. Das unsere Machthaber (Name absichtlich so gewählt) einen Plan haben der sich mir nicht erschließen will, steht fest. Das Geld und wirtschaftliche erfolge wichtiger sind als Menschen (ja auch Kinder) lässt sich vom geschehen ableiten. Was sich die Legislative so vorstellt, wird von der Exekutive begrüßt und zur Abrundung des ganzen von der Judikative gefestigt.

    Ich kann mir nur schwerlich vorstellen, dass die Gören von allein auf die Idee gekommen sind, auf ein Recht zur Präsenz zu klagen. Da werden vermutlich politisch wohlgesinnte Eltern nachgeschoben haben. Ein Klüngel wie zu besten Zeiten einer Aristokratie. Mit Demokratie hat der Laden „Bundesrepublik“ Deutschland nur noch dem Namen nach etwas zu tun.

  15. „Teststraßen“, „verbindliche tägliche Testung“ (…): Genau so macht es den Schülern bestimmt richtig Spaß, die Schule zu besuchen!

    Der GEW muss sowas von die Mütze brennen (…).

  16. Der Artikel bringt es ganz gut auf den Punkt.

    „Die Kinder und Jugendlichen sind trotz fallender Inzidenz in der Gesamtbevölkerung noch immer die Altersgruppe mit den meisten Infizierten, und sie sind nicht geimpft. Wenn es wirklich um sie ginge, würde man sie nicht diesem unnötigen Risiko einer Infektion und völlig unbekannten Langzeitfolgen aussetzen. Man würde sie nicht zwingen, sich für gerade einmal zweieinhalb Wochen in vollen Klassenräumen aufzuhalten, die nach einem Jahr Pandemie wegen behördlicher Blockadebürokratie noch immer nicht mit Luftfiltern ausgestattet sind.
    Die Krise hätte eine Chance sein können zur Modernisierung der Schulen
    Wäre es wirklich um Bildung gegangen, dann hätte man viel Geld in die Hand genommen und die Krise als Chance zur Modernisierung der Schulen auf allen Ebenen genutzt. Man hätte den Lehrenden bessere, gesündere Arbeitsbedingungen zumindest in Aussicht gestellt. Stattdessen werden Lehrer:innen und Schüler:innen zum Spielball eines bereits wahlkampftrunkenen Parteiengezänks gemacht – das motiviert nicht, jetzt noch mal die Bildungsbazooka zu zünden.[…]

    https://www.tagesspiegel.de/politik/schuloeffnungen-in-berlin-frisch-infiziert-in-die-ferien/27246588.html

  17. Längst nicht alle Eltern sind glücklich über die Entscheidung zum Vollpräsenzunterricht vor den Ferien.
    Auch viele Kinder finden den Wechselunterricht in den kleinen Gruppen sehr gut. Es ist entspannter, leiser und LuL haben deutlich mehr Zeit/Aufmerksamkeit auf das einzelne Kind. Das sind Aussagen der Kinder!!
    Viele Eltern machen sich inzwischen Gedanken und haben Angst vor möglicher Quarantäne pünktlich zu den Ferien.
    Warum in Gottes Namen trifft man solche Entscheidungen?

    • Zur Wahrheit gehört aber auch, dass sich etliche andere Eltern den Regelbetrieb der Schulen sehnlichst herbeigewünscht haben und dass sich auch viele Kinder darauf freuen. Sie freuen sich vor allem darauf, ihre Mitschüler, insbesondere ihre Freunde, wiederzusehen und es gibt so manche, die gerne wieder jeden Tag zur Schule gehen und lieber den Lehrer lehren lassen und nicht die Eltern. Das sind Aussagen der Kinder!

  18. @ kalkspatz
    Ich habe nicht gesagt, dass es keine Eltern gibt die den Regelbetrieb wollen. Logisch gibt es die.
    Auch , dass Kinder sich freuen, ja…
    Aber wie Sie schreiben , größtenteils geht es bei den Kindern darum rauszukommen, ALLE Freunde zu treffen, Mitschüler zu sehen, viele sind genervt zu Hause….
    Das alles kann der Wechselunterricht!!!
    Übrigens, einen geregelten Schulbetrieb , so wie früher , wünschen wir uns alle an Schule Beteiligten!!!
    ABER EINEN SICHEREN!
    Das was derzeit anläuft in den Schulen hat mit Sicherheit nichts zu tun.
    Schicken Sie ihr Kind wirklich mit gutem Gewissen jeden Tag zur Schule?
    Glauben Sie wirklich , so wie Schulbetrieb derzeit machbar ist, gibt es keine Infektionsgefahr für Kinder?

  19. @darfdaswahrsein und nicht nur Infektionsgefahr.Ich find immer wieder erstaunlich,dass es den meisten Elterenn offembar egal ist,dass so ein Schulbetrieb auch nicht wirklich unbeschwert ist!Welcher Erwachsene würde gern std lang bei Sommerhitze mit Maske rumlaufen,auch draußen,und wie viele freuen sich,dass man wieder ohne Test essen und shoppen kann,bei Schulkindern ist es aber den meisten offenbar egal,hauptsache,jeden Tag in die Penne….

    • Draußen reicht meist Abstand halten. Die Infektionsgefahr lauert in erster Linie in Innenräumen. Da würden Luftfilter gegen Ansteckung aus der Luft (Aerosole) helfen und ergänzend Masken (und/evtl.oder ausreichend großer Abstand … das bedeutet dann aber in der Regel Wechselunterricht aufgrund der Klassengrößen) gegen grobe Partikel durch Anniesen/Anhusten/Versprühungen von Speichel beim Sprechen von Infizierten.

      • Danke,weiß ich selbst.Dennoch kann es nicht die Lösung sein,Kinder jahrelang jeden Tag über Stunden mit Maske rumsitzen zu lassen.Da müssen andere Lösungen her.Meinetwegen auch mit Wechselunterricht.

        • Naja, Jahre hoffentlich nicht. Solange wird es wohl nicht brauchen bis die Kiddies geimpft sind. Ich bin selbst auch Mutter und meine Erfahrung ist die , dass die Eltern oft ein größeres Problem haben mit den Masken als die Kinder selbst. Ausgenommen vielleicht beim Sportunterricht, der vorzugsweise im Freien stattfinden sollte. Wenn man offensichtlich mit seinen Wünschen/Forderungen nach Luftfiltern und Trennwänden und/oder Wechselunterricht nicht durchkommt, sollte man sich gut überlegen, ob man auf den einzigen Schutz vor groben Partikeln in Schulinnenräumen verzichten möchte oder nicht. Zumindest bis zu einem Impfangebot für alle Kinder. Unabhängig von irgendwelchen Lockerungen und Regelungen wird die Maske in unserem Privatleben ihren Stellenwert in Innenräumen (so auch beim Einkaufen etc.) bei uns behalten, solange bis die Pandemiesituation entschärft ist, was sie leider noch nicht ist, auch wenn alle so tun und die Inzidenzen wirklich gut sind derzeit in der BRD. Letztendlich bieten Masken, wenn es nicht gerade FFP2-Masken sind, immer nur den anderen Schutz. Von daher machen medizinische MNS nur Sinn, wenn alle (!) einen tragen müssen. Das liegt in den Händen der Schulministerien, ob diese dann doch eher sinnvolle Maßnahme erstmal noch beibehalten wird oder nicht. Sofern es in einer Freiwilligkeit mündet, die Eltern und Schüler selbst verantworten, wird das Masketragen sinnlos … es sei denn, es handelt sich um FFP2-Masken und die sind an einem langen Schultag in der Regel nicht praktikabel aufgrund der erforderlichen Tragebedingungen mit den einzuhaltenden Frischluftpausen zum Freiatmen etc..

          Der Schutz in den Schulen ist sicher suboptimal, aber er wird ohne das Masketragen noch suboptimaler! Das hat auch nichts mit „klein-beigeben“ zu tun, sondern ist das Einzige, das noch bleibt und das offensichtlich auch nicht überall. Inzidenzen unter 35 sind anlässlich der Bedrohung durch die Delta-Variante meiner Meinung nach kein Grund, den Empfehlungen des RKI zu folgen. Noch hat das RKI bei Inzidenzen unter 35 bei den Grundschülern nicht empfohlen, einen MNS zu tragen, bei den weiterführenden Schulen auch nicht, oder nur optional. Angesichts der Bedrohungslage unserer noch ungeimpften Kinder durch die Delta-Variante könnte das RKI gerne mit seinen Empfehlungen mal nachlegen (auch wenn die Empfehlungen dann – wie gewohnt – unter Umständen abermals ignoriert werden). Irgendwie scheinen alle im Pandemie-Urlaub zu sein.

  20. Also sorry, das medizinische Personal hat auch ohne Impfungen und mit mangelhafter Schutzausrüstung fast ein ganzes Jahr gearbeitet.
    Da war das Risiko deutlich höher.
    Nun Und sie sind zur Arbeit gegangen und haben die Menschen versorgt.
    Und zwar nicht nur virtuell!
    Nun nach mehr als einem Jahr , im Stich lassen der Familien,- wäre es einfach ab der Zeit, dass sie die Aufgaben machen, für die Sie bezahlt werden.
    Sollten sie krank werden, winkt schließlich eine fette Beamtenpension!
    Von der kann das medizinische Personal nur Träumen!
    Lesen sie mal Manfred Spitzer, dann wissen sie vielleicht auch, was Sie den Kindern hier an tun.
    Lieben Gruß

    • Lesen Sie mal Manfred Spitzer, der ist nämlich gegen jegliche Digitalisierung zu mindest bei Grundschulkindern. Prima, dann stellen wir in der nächsten Herbstwelle den Onlineunterricht direkt wieder ein.

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