Kultusministerin ignoriert RKI-Empfehlungen – und hofft, dass «wir keine Mutante kriegen…»

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STUTTGART. Sie wolle Lobby sein für Kinder und Jugendliche, die in der Corona-Pandemie viel ertragen mussten, sagt Baden-Württembergs Kultusministerin Theresa Schopper (Grüne). Eine ihrer ersten Amtshandlungen: Schulen weit öffnen – auch gegen die Empfehlungen des Robert-Koch-Insituts.

„Ich bin optimistisch, aber auch weiter vorsichtig“: Baden-Württembergs Kultusministerin Theresa Schopper mit ihrer Ernennungsurkunde – und mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Foto: Staatsministerium Baden-Württemberg

Nach der quälend langen Zeit im Corona-Lockdown müssen Schülerinnen und Schüler nach Meinung von Baden-Württembergs neuer Kultusministerin Theresa Schopper nun politisch Vorrang haben. «Die Kinder und Jugendlichen haben das mit Bravour gemeistert. Sie waren sehr solidarisch mit ihren Eltern und Großeltern», sagte die Grünen-Politikerin  in Stuttgart. «Aber jetzt haben Kinder und Jugendliche Vorfahrt. Wo immer man Solidarität für Kinder und Jugendliche einfordern kann, sollte man das tun. Das gilt auch für den Haushalt.»

Ihre Aufgabe sei nun, «Lobby für Kinder und Jugendliche zu sein», sagte Schopper. An diesem Montag kehren Hunderttausende Schülerinnen und Schüler nach Monaten Fernunterricht wieder in ihre Klassen zurück. Liegt die Inzidenz in den Stadt- und Landkreisen stabil unter 50 Infektionen auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen, dürfen nach den Grundschulen auch die weiterführenden Schulen ihre Pforten nach den Pfingstferien wieder für alle Kinder und Jugendlichen öffnen.

«Kinder sind oft robuster und resilienter als man das zunächst denkt»

In der neuen, am Freitagnachmittag notverkündeten Verordnung des Kultusministeriums wird zudem festgelegt, dass weiterführende Schulen ab dem 21. Juni auch dann wieder in den Regelbetrieb gehen können, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz in ihrem Kreis unter 100 liegt. Den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts entspricht das nicht: Die sehen Unterricht im vollen Klassenverband, also ohne Abstandsregel, erst unterhalb einer Inzidenz von 50 vor.

Schoppers Ansinnen, mehr Geld für die Schulen herauszuschlagen, dürfte in Zeiten knapper Kassen ein schwieriges Unterfangen werden. Zwar soll es ein Sofortprogramm zur Bewältigung der Corona-Folgen in Schulen geben, aber ansonsten stehen alle Maßnahmen der Schulpolitik im grün-schwarzen Koalitionsvertrag unter Haushaltsvorbehalt. Die 60-jährige Grüne hat schon erklärt, dass sie zunächst nicht mit weiteren Lehrerstellen rechnet. Spannend wird zum Beispiel die Frage, ob es der Kultusministerin gelingt, die 1165 Stellen für die Sprachförderung von Kindern mit ausländischen Wurzeln zu retten, die eigentlich gestrichen werden sollen.

Die Grüne setzt darauf, dass der Großteil der Schülerinnen und Schüler den Lockdown gut verkraftet hat. «Kinder sind oft robuster und resilienter als man das zunächst denkt», sagte die Kultusministerin. «Ich hoffe, dass die meisten flott in die Normalität zurückfinden. Wenn sie ihre normale Struktur wiederhaben, um 08.00 Uhr in der Schule neben ihren Kumpeln im Klassenzimmer sitzen.»

Dennoch müsse man sich auch der Probleme der Kinder und Jugendlichen annehmen. «Die Folgen der Pandemie, die Lernrückstände, das kann man nicht wegwischen, das will ich auf keinen Fall», beteuerte Schopper. «Natürlich wird es Kinder geben, die aus der Kurve nicht ohne Hilfe rauskommen.» Hier seien vor allem Eltern und Lehrkräfte zunächst gefragt zu schauen, wo das jeweilige Kind Probleme hat. «Sie kennen das Kind am besten. Dann muss eventuell Unterstützung organisiert werden, über die Schulsozialarbeit oder Psychologen.»

«Ich würde nicht sagen, dass wir da generell eine pathologische Generation haben. Man muss die Kinder im Einzelnen betrachten»

Schopper sagte weiter, Corona sei für die Jüngeren ein harter Einschnitt gewesen, «das wird schon im Hinterkopf bleiben». Sie ist aber optimistisch: «Jetzt hoffen wir mal und arbeiten mit unseren Programmen daran, dass das größtenteils im Anekdotischen bleibt und keine gravierenden Schäden hinterlässt.» Kinder und Jugendliche hätten sich mit Bravour an neue Umstände gewöhnt. «Ich würde nicht sagen, dass wir da generell eine pathologische Generation haben. Man muss die Kinder im Einzelnen betrachten.» Was die Wiedereingewöhnung der Schülerinnen und Schüler angeht, habe man den Lehrkräften nochmal signalisiert: «Schulen sind keine Lernfabriken. Es geht natürlich ums Lernen, aber Schulen sind auch Lebensraum.»

Bei der Frage von Corona-Impfungen für Kinder und Jugendliche trat die Ministerin auf die Bremse. «Es ist in der Verantwortung der Eltern, mit den Jugendlichen zu überlegen, ob diese zum Impfen gehen sollen», sagte die Grüne. «Ich würde das niemandem vorschreiben wollen.»

Sie geht davon aus, dass viele Eltern registriert haben, dass die Ständige Impfkommission den ab 12 Jahren zugelassenen Biontech-Impfstoff für Kinder und Jugendliche bisher nicht empfehle. «Ich glaube, dass die Eltern vorsichtig sein werden», sagte sie. Vor drei Wochen hatte die neue Ministerin noch zur Eile gedrängt und vorgeschlagen, sogar an den Schulen zu impfen.

«Stand heute gehe ich nicht davon aus, dass wir die Maskenpflicht nach den Sommerferien aufheben werden»

Allerdings hält es Schopper für möglich, dass sich bis zu den Sommerferien Ende Juli noch etwas tut. «Ich glaube aber, dass es da noch eine Entwicklung geben wird, wenn mehr Impfstoff da ist und der Sommerurlaub ansteht.» Zudem gebe es dann womöglich noch mehr Daten für das Impfen bei Kindern.

Schopper sieht aber keinen Grund, die Öffnung von Schulen und den vollen Präsenzunterricht nach den Sommerferien mit den Impfungen der Kinder zu verknüpfen. Die Voraussetzungen für Unterricht seien dann ganz andere als in den vergangenen Monaten, auch weil die Lehrkräfte größtenteils durchgeimpft seien. «Ich bin optimistisch, aber auch weiter vorsichtig. Hoffentlich kriegen wir keine Mutante, die alles auf den Kopf stellt.» Auch nach den großen Ferien werde Corona noch eine Rolle spielen: «Stand heute gehe ich nicht davon aus, dass wir die Maskenpflicht nach den Sommerferien aufheben werden.» News4teachers / mit Material der dpa

Gericht verwirft RKI-Empfehlungen für die Schulen: Berlin kehrt jetzt doch noch vor den Sommerferien zu vollem Präsenzunterricht zurück

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37 KOMMENTARE

  1. Und was genau tut diese Frau, um der Alternative „Infektionspflicht für SuS“ vorzubeugen? Kauft sie Luftfilter? Stellt sie mehr LuL ein? Investiert sie in Infektionsschutz?

    Niemand will eine Impfpflicht für Kinder. Angesichts des sehr hohen Infektionsrisikos an den Schulen sollte es aber zumindest eine priorisierte Impfung für diejenigen unter den SuS geben, die mit ihren Eltern zusammen zu dem Schluss gekommen sind, dass eine Impfung (für die Kinder!) ein geringeres Risiko als eine Infektion darstellt.

    Da man sich aber weiterhin beim Impfstoff verplant hat, lässt man das und setzt statt dessen auf das gute alte Prinzip: „Augen zu und durch!“

    Sehr helfen würde es, wenn BUNDESWEIT die Präsenzpflicht für alle impfwilligen Kinder so lange aufgehoben wird, bis diese den vollen Impfschutz (also 2 Wochen nach der 2. Dosis) haben. Das würde sowohl die Politik dazu bringen, stärker gegen das Impfchaos vorzugehen, als auch den Gesundheitsschutz für diejenigen sicherstellen, die nicht wollen, dass ihr Kind Covid oder gar LongCovid bekommt.

    • Genau. Und für diejenigen, die die Aufhebung der Präsenzpflicht bis zum Impfschutz nicht in Anspruch nehmen wollen, müsste es sichergestellt sein, dass die Infektionsschutzmaßnahmen AHA+L Anwendung finden können – unabhängig von der Inzidenzzahl. Das ist nicht nur den Kindern geschuldet, sondern der Gesamtinfektionslage in Deutschland. Ohne Luftfilter und Maske sollte man zurzeit gar nicht an Regelbetrieb denken. Es ist auch noch gar nicht sicher, ob die Mutation DELTA nicht schon eine von den Mutationen ist, die „alles auf den Kopf“ stellen könnte…trotz Impfung.

  2. Flip-Flop.

    Ein umfassendes Impfangebot für Schülerinnen und Schüler kann man doch trotzdem vorbereiten und anbieten.

    Niemand ist gezwungen, dies dann anzunehmen.

    Sollen sich besorgte SuS etwa schon wieder stundenlang vor den bildschirm setzen, um auf impfterminradar.de einen Termin zu bekommen?

    So kurz im Amt – und schon eine solche Enttäuschung!

  3. Sie reiht sich direkt ein in die Kategorie: „wird schon alles gut gehen, die Pandemie ist ja sozusagen schon vorbei“ und „wir warten mal ab und sehen was nach den Sommerferien kommt“.

    Reaktives Verhalten durch und durch, kein Engagement, sich von Eisenmann zu differenzieren.

  4. Die Dame tut so, als sei Corona Vergangenheit.
    „Aber jetzt haben Kinder und Jugendliche Vorfahrt.“

    Vorfahr worin?:
    a) im Infektionsschutz (Luftfilter, Plexiglas, kleine Lenrgruppen), in Maßnahmen zur Stabilisierung (Föderunterricht, kostenlose Freizeitprogramme), in Impfangeboten, in der Vakzinforschung für junge Menschen?
    oder
    b) im schutzlosen Ausgesetzt-Sein von SARS-CoV-2 und seinen Mutationen?

  5. Da steckt ja noch was in dem Text…

    „«Es ist in der Verantwortung der Eltern, mit den Jugendlichen zu überlegen, ob diese zum Impfen gehen sollen», sagte die Grüne. «Ich würde das niemandem vorschreiben wollen.»“

    Aha… aber auf der anderen Seite wird per Schulpflicht, Klassenarbeiten mit Anwesenheitspflicht usw. genau diese Verantwortung der Eltern ausgehebelt, wenn es um den Schutz vor einer Infektion geht?

    Mit anderen Worten… die Eltern sollen das Recht haben, über die Impfung der Kinder zu entscheiden, aber nicht das Recht, über deren Infektion?

    BW hat die Präsenzpflicht aufgehoben, aber andere haben das nicht und auch in BW scheint es den Kommentaren zufolge einiges an Druck zu geben.

    Ich halte dieses Spiel „Böse Impfung, gute Infektion“ für höchst gefährlich! Die Frau hat Recht, wenn sie sich vor einer Mutation fürchtet, die alles auf den Kopf stellt, aber tut sie auch etwas, um dieser Gefahr vorzubeugen? Oder ist es mal wieder „Augen zu und durch“?

  6. Es wird also wieder nichts getan. Der nächste Winter kommt und in den Schulen ist wieder nur Maske und Lüften als tolles Hygienekonzept angesagt. Wir haben ja erfahren wie gut das funktioniert!
    Wahrscheinlich werden im nächsten Winter dann nur die Kitas und Schulen geschlossen, da sich das Virus besonders unter den weitgehend ungeimpften Kindern verbreiten wird. Bleibt nur zu hoffen, dass dann wenigstens die Angehörigen soweit durchgeimpft sind. Die Kinder leiden sonst auch noch unter Schuldgefühlen, wenn sie ihre Familie infizieren. Und folgt dann auch noch ein schwerer Fall, bekommen die psychologischen Beratungsstellen noch mehr zu tun. Die Angst davor belastet viele Kinder jetzt schon schwer.
    Warum wird endlich nicht alles getan um einen akzeptablen Präsenzunterricht zu ermöglichen? Unterricht mit Maske ist für die Kids und die LuL eine echte Qual! Mit dem ewigen Geteste und Gelüfte fehlt schon wieder mächtig viel produktive Unterrichtszeit. Schon wieder ein kalter zugiger Winter mit hohen Krankheitsraten?

    • @ verzweifelt
      Nicht zu vergessen , wir dürfen ab sofort auch wichtige Unterrichtszeit für das Ausstellen der Bescheinigung zum durchgeführten Test verwenden.
      Bei bis zu 30 Schüler sind das pro Testtag mind. 1 Unterrichtstunde, welche verloren ist!

  7. Endlich, das sind doch tolle Nachrichten, da gibt’s nichts zu meckern. Das ist die richtige Richtung, danke Frau Schopper!

    • @ Ines und andere
      Ja, volle Fahrt,bewusst und sehenden Auges, in die Infektion?
      Alles zum Wohle der Kinder, strahlende Augen… und weiterer Stuss, welcher hier glorifiziert wird!
      Die Artikel und Meinungen kann man noch Monate später nachlesen!
      Vielleicht gibt es im Herbst dann einige, welche sich hier so für das Öffnen der Schulen aussprechen, die ihre Kommentare von heute dann lieber nicht schwarz auf weiss hier wiederfinden und nachlesen wollten!
      Dann hoffentlich mit sehr schlechtem Gewissen!

  8. Sparen,
    abwarten, schauen,
    hoffen, dass keine schlimme Mutante kommt,
    vor allem Eltern und Lehrkräfte sind gefragt,
    Kinder sind robuster, als man denkt.

    „Aber jetzt haben Kinder und Jugendliche Vorfahrt; Lobby für Kinder und Jugendliche sein“

  9. „nach den Sommerferien … Die Voraussetzungen für Unterricht seien dann ganz andere als in den vergangenen Monaten, auch weil die Lehrkräfte größtenteils durchgeimpft seien.“ – Dann tragen die LuL nicht mehr die Pandemie in die sicheren Schulen hinein, richtig?

  10. „Hoffentlich kriegen wir keine Mutante, die alles auf den Kopf stellt.“ – Und da wird immer behauptet, es würde nach über einem Jahr Pandemie-Erfahrung noch immer nicht proaktiv gehandelt.

  11. Die Frau ist erst wenige Tage im Amt und sondert schon exakt den gleichen Stuss ab wie alle Schulminister . Wohlfeil reden , aber nichts tun . Die Politik wird den Sommer verschlafen und im Herbst das gleiche Theater wie letztes Jahr : Erst abstreiten und leugnen , aber dann wieder über Nacht Distanzunterricht für alle .

    • Hmmm, Nachrichten noch nicht gelesen? Mutante Delta….

      Schade, dass das was die Dame sagt, nicht über gute Hoffnungen und nette Worte hinausgeht… Naja, wenigstens ist in BW die Präsenzpflicht ausgesetzt.

      Nach jeder Welle scheint es ja laut KMs vorbei zu sein, sodass weitere Maßnahmen nicht nötig sind… Mal sehen, wie lange dass noch so weiter geht… 🙁

      • Ja, dachte ich mir auch. Das KM sollte sich besser informieren als jetzt schon vorherzusagen, wie toll es im neuen Schuljahr werden könnte… ohne Masken, wer’s glaubt! Intensivmediziner und Virologen rechnen mit einer 4. Welle wegen der Delta-Variante im Herbst. Man kann nur hoffen, dass die Kinder wenigstens die Sommerferien noch halbwegs unbeschwert genießen können, bevor es mit dem Chaos weitergeht…

  12. Es ist doch wirklich nicht mehr zu begreifen: Es geht schon jetzt ebenso unsachlich und unwissenschaftlich weiter wie unter Eisenmann. Nein, Frau Schopper, den Kindern wurde nicht nur deshalb der heilige Präsenzunterricht vorenthalten, um ihre Eltern und Großeltern zu schützen, sondern auch sie selbst! Ich hoffe ja auch sehr, dass die vielen symptomlos infizierten Jungen von Longcovid verschont bleiben werden, aber aus unseren Hoffnungen macht sich der Virus so wenig wie aus unseren Vorschriften und so genannten Konzepten (die diesen Namen nicht verdienen). Noch eine privatempirische Feststellung: Von Sextanern bis Kursstüflern gibt es kein Halten, insbesondere kein Abstandhalten, sobald sie sich wieder in der Schule sehen. Da wird sich umarmt, einander auf dem Schoß gesessen bis hin zu aus denselben Flaschen getrunken. Vereinzelt, sicher, aber das reicht zur Virusweitergabe in der Gesamtgruppe und dann in die Gesellschaft. Pandemiefazit: In dieser Gesellschaft wie im Schuluniversum muss man bei einer solchen Bedrohung Viele vor sich und auch alle anderen vor ihnen schützen. Und unsere KM sind nicht bereit bzw. offenbar völlig unfähig, irgendwen zu schützen. Obwohl: Womöglich schützen sie wenigstens sich selbst, isoliert in ihrem mit Luftfilter versehenen Elfenbeinturm.

  13. Das beste an der neuen Verordnung finde ich immer noch, dass sie Freitag nach 18 Uhr an den Schulen einging und ab Montag gilt!
    Das zeigt zumindest, dass die Vollpfosten im Kultusministerium Baden-Württemberg immer noch das Sagen haben.

    Zusätzlich soll das Testergebnis der Schultestung 60 Stunden lang als Negativ-Test gültig sein. Dabei fühle ich mich als Lehrer nicht befähigt zu entscheiden, ob der Test richtig durchgeführt wurde. Wie viele Fälle werden da verschleppt und unnötigerweise neue Corona-Feuer entfacht?

    Schaut man sich dann noch die detaillierten Inzidenzwerte (z.B. auf ntv -> Coronavirus-Spezial) an, so muss einem doch eigentlich klar sein, dass die Altersklasse der allgemeinbildenden Schulen und Grundschulen die höchsten Inzidenzwerte aufweist und dringend Handlungsbedarf nötig wäre?!

    Man kann aber wahrscheinlich nichts anderes erwarten, wenn „oi Kua dr nägschde folga duat. Wenn’s wenigschdens a mole a addragtive Kua wär‘, no wär scho fiel gwonna, zumindeschdenz firs Aug‘.“

    On em nägschda Wintr isch die Kua im warma Schdall, während die Hämpfling‘ friara dun.

    • …ond i han denkt, dass es Klona beim Menscha et goht. Abr i fircht, dui hend des ekschtra fir ’s Minischterium en Stugatt doch gmacht, hend dem Klon blos an andra Nama gea, a andra Larv (dass er anderschd ausschaut, ond hend en in a andra Partai schdteckt. So a sakrische Entteischung, abr au, des Mädle!

  14. Boa, wieder in die selbe Kerbe, wie alle anderen KM der Bundeslaender….

    Gibt es irgendwo ein „Nest“, in dem der Nachwuchs fuer scheidende KM schon parat steht, der jedoch im Vorfeld das Vorgehen schon in den „Genen“ hat????

    Hoffen,das es keine weitere Mutante gibt?
    Wo lebt diese Frau? Auf dem Mars?

    Die neue Mutante ist schon da und nur eine Frage der Zeit, wann und wie schnell sie um sich greift.

    Schön, wenn es dann durch diese idiotischen Komplettoeffnungen in allen Bereichen wieder mehr Kranke und Tote gibt, vielen Dank an die Politik /KM!!! (Ironie off)

    Da es anscheinend beim „Dornroeschenschlaf“ der Kultusminister *innen bleibt, koennen wir uns im kommenden Herbst (wenn nicht sogar frueher) auf den naechsten Lockdown einstellen.

    Unsere Kinder sind weiterhin komplett ungeschuetzt!!!! Keine Luftfilter und keine Impfmoeglichkeit!!!!
    Dafuer schlechte Hygienekonzepte und viel zu kleine Raeume und ab Herbst heisst es wieder frieren, frieren, frieren.

    Das ist UNMENSCHLICH und MENSCHENUNWUERDIG, gerade in der heutigen Zeit!!!!

  15. „Hoffentlich kriegen wir keine Mutante, die alles auf den Kopf stellt.“ – Nun ja, nichts gegen Hoffnung, die ist selbstverständlich erlaubt und jeder von uns braucht sie – aber mich beschleichen doch Zweifel, ob es jetzt für die Pandemiebekämpfung wirklich das effektivste Mittel in unserem Werkzeugkasten ist, sich auf die Hoffnung verlassen zu wollen – und nur auf die Hoffnung, statt auf ein Zusammenspiel von Luftfiltern und AHA-L…

  16. Das ist einfach nur Unglaublich- Freitagabend wirds vegkündet und ab Montag gilt es. Da frag ich mich ernsthaft, ob die noch bis 3 zählen können. Wie bekloppt ist denn das???
    Wenn ich Lehrer wäre, würde ich nicht mehr arbeiten gehen, das ist sicher…ich habe aufgehört als Erzieherin weil, es auch dort unhaltbare Zustände gab. Von wegen Kinderschutz…lächerlich…das Interesse am Kindeswohl exsistiert nur wenn’s politisches Interesse daran gibt. Und wie man sieht leiden unter den Massnahmen in erster Linie die Kinder, und das obwohl es bewiesen ist, das die Chance FÜR Kinder an Corona zu erkranken äußerst gering ist. Die Psychiatrie hat Hochkonjunktur und es interessiert niemand. Die Suizid Zahl bei Jugendlichen steigt stetig…interessiert auch nicht. So eine Heuchelei. Es ist wirklich sehr sehr traurig wie es aktuell um das Kindeswohl steht….und die ganzen Pädagogen und Sozialarbeiter und Kinderschutzverbände verstummt hinter dem Schutzschild des Corona wahns. Es herrscht nur noch Angst vor dem unsichtbaren Virus. Früher gab es auch Krankheiten aber da gab es noch den Glauben an einen Schöpfer nun gibt es nur noch den Glauben an die Impfung. Ob mit oder ohne, wir sind alle vergänglich und müssen alle sterben, wenn unsere Zeit gekommen ist. Und bis dahin sollten wir uns wie Menschen verhalten und dazu gehört Menschlichkeit.

    • @ Quacksalber: Hinter Ihren ach so wahren Satz, braucht es keinen Zwinker-Smiley! Eine ganze Reihe Tränen wäre angemessener.

  17. Als Ministerpräsident hätte ich die KMin davon überzeugt, sofort zurückzutreten.
    Als KM hätte ich gleich damit begonnen, alle Klassenzimmer mit Luftfilteranlagen (LFA) ausrüsten zu lassen: Ausschreibung, Pilotprojekte, Vergabe und Start vor den Sommerferien. Die Installation würden sicher die LFA-Hersteller übernehmen / organisieren.
    Parallel bis zum Ende der Sommerferien den Wechsel- und Distanzunterricht deutlich verbessern, um für die nächste Welle gewappnet zu sein.
    Gestaffelte Anfangs- und Pausenzeiten empfehlen, die die Schülerströme (Busse, Pausenhof, Wechsel der Klassenräume) deutlich reduzieren würden.
    Eine Halbierung der Klassenstärken geht mangels verfügbarer LehrerInnen leider nicht. Das Raumproblem bei halber Klassenstärke könnte abwechselnd über 1 Woche Vormittags- und 1 Woche Nachmittagsunterricht gelöst werden.

    • Würde auch mehr Lehrerstellen brauchen oder mehr Stunden, die bezahlt werden. Vormittags und Nachmittags Unterricht = doppelt soviele Unterrichtsstunden

  18. Wieso glaubt diese Nichtpädagogin eigentlich, „Vorfahrt“ für Kinder und Jugendliche kann nur Vollpräsenz (und das noch ohne verbesserten Schutz) bedeuten?! Wer denkt hier mal an die Kinder und Jugendlichen, die Angst um ihre Gesundheit haben? Widerliches empathieloses KM-Pack! Entschuldigung, aber das musste mal raus….Macht endlich die Schule SICHER, oder sollen die Kinder der im Herbst erwarteten indischen Mutanten sehenden Auges ausgeliefert werden? Bin nur froh, dass unser Jugendlicher geimpft wurde

    • @Elly: Selbst für Ihre eigene Berufsqualifikation als Soziologin war das ein erstklassiger Beweis von Ignoranz und Inkompetenz im Rahmen der gesamten Situation.
      Wobei mir die Frage kommt: Werden unsere KM‘innen In Stuttgart von irgendjemandem, z.B. einer starken Lobby, ferngesteuert?

  19. Da hatte ich Hoffnung, dass Frau Schopper sich wirklich für die Belange unserer Kinder und Jugendlichen einsetzen wird, das Geld für die Lüftungsfilter in die Hand nimmt und Fakten schafft.
    Tja, irgendwas muss da im Kultusministerium sein… So kurz im Amt und redet schon genauso Stuss wie die Vorgängerin.

    Ich bin desillusioniert, schon wieder!

    Und was meine Kinder angeht – die gehören nicht so arg zu den resilienten Kindern. Die kommen mit dem Hin und Her nicht mehr klar, haben große Probleme, sich in großen Gruppen wohlzufühlen, auch wenn sie froh sind, ihre Freunde wieder zu sehen. Das ist eine Gefühlsachterbahn, die täglich viele Loopings fährt – und das muss endlich aufhören!

    Wir wollen doch nur Infektionsschutz für die Schulen – die Entscheidung zur Impfung dürfen Sie uns Eltern ruhig selbst überlassen, aber den Infektionsschutz an den Schulen, den müssen SIE endlich hinbekommen. Auch wenn die Zahlen gerade gut runtergehen – was macht Sie so sicher, dass Schutzmaßnahmen nicht bald wieder nötig werden?

    -> Schulen zu, Zahlen gehen runter
    -> Schulen auf, Zahlen gehen rauf

    Warum noch länger warten???

    • Vielleicht sollten auch die Schüler mehr erhört werden. Die haben sicherlich auch eine fundierte Meinung zum Kindeswohl.

      Aber die fragt keiner, aber jeder weiss was gut für sie ist.

      • Also ich rede viel mit meinen Kindern und die chatten häufig mit den Freunden, so dass ich mir da schon ein klares Bild von „unseren Gruppen“ bilden konnte.

        Die Kinder und Jugendlichen, von denen ich sprechen kann, sind so gut wie einhellig der Meinung, dass mobile Luftfilter in die Klassenzimmer gehören, damit das Lüften sinnvoll ergänzt werden kann – denn das funktioniert eben nicht in jedem Raum gleich gut und ist von Herbst bis jetzt auch manchmal ziemlich kalt, wenn da dauernd alle Fenster offenbleiben müssen.
        (Mehrere Lehrerinnen und Lehrer mussten sich ebenso wie einige Schülerinnen und Schüler wegen Unterkühlung im Winter länger krankmelden!)

        Sie WOLLEN in die Schule, sie WOLLEN lernen, sie WOLLEN in der Schule ihre Freunde treffen und auch in den Pausen wieder live quatschen – aber sie wollen auch gesund bleiben und darüber hinaus ihre Familien schützen. Und dazu haben sie jedes Recht, so wie wir alle! Wo bleibt da die Unterstützung der Politik?

        Zum Kindeswohl gehört es sicher nicht, den Lernstoff einerseits halbwegs online reingetrichtert zu bekommen und nun andererseits in Präsenz mit Zeitdruck weiter alles reinzukloppen – wobei das unter dem unwohlen Gefühl aller Beteiligten mangels guter Lüftung und überhaupt keiner Abstände noch sinnloser erscheint als grundsätzlich schon.

        Zum Kindeswohl gehört wohl eher, das Gleichgewicht zwischen Bildungsauftrag, Infektionsschutz zu finden und damit auch dem Anteil von Schule am Sozialleben der Schülerinnen und Schüler gerecht zu werden.

  20. Wenn sie den Kindern eine Lobby geben will,soll sie den Präsenzunterricht sicher machen!Meine Güte,die Kumis gehören zur Rechenschaft gezogen für ihre Weigerung,in den Schulen fpr Luftfilter zu sorgen.Auf Vorfahrt im Sinne von „freie Durchseuchung für alle Schüler „kann ich gut verzichten!

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