Hubig verhängt Maskenpflicht im Unterricht und verlängert die Testpflicht

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MAINZ. Mit Blick auf die höheren Corona-Inzidenzen werden die Bestimmungen für den Unterricht zumindest für die ersten Wochen des neuen Schuljahrs verschärft: Es gilt wieder die Maskenpflicht. Wichtigstes Ziel sei es, weiter am Präsenzunterricht festzuhalten. Von einer Ausstattung aller Klassenräume mit mobilen Luftfiltern – wie sie Hamburg nun angekündigt hat, News4teachers berichtete – ist zwar nach wie vor keine Rede. Dafür will die Bildungsministerin jetzt die Testpflicht verlängern.

„Vorsicht und Zuversicht“: die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD). Foto: Bildungsministerium Rheinland-Pfalz/Georg Banek.

Zum Auftakt des neuen Schuljahrs in Rheinland-Pfalz bleibt es beim Unterricht für alle im Klassenraum – trotz steigender Inzidenzen. Wegen der zunehmenden Corona-Infektionen muss dann aber erstmal wieder die Maske getragen werden. Dies teilte das rheinland-pfälzische Bildungsministerium am Freitag in Mainz mit. Zudem soll es anders als bislang geplant auch weiter regelmäßige Corona-Tests an den Schulen geben, zumindest bis zu den Herbstferien.

«Wir wissen, dass unsere Hygienekonzepte sehr gut funktionieren und von den Schulen hervorragend umgesetzt werden»

«Wir starten mit Vorsicht und Zuversicht ins neue Schuljahr», erklärte Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) mit Blick auf den 30. August. «Wir wissen heute mehr über das Coronavirus, wir wissen, dass unsere Hygienekonzepte sehr gut funktionieren und von den Schulen hervorragend umgesetzt werden.» Die große Mehrheit der Lehrkräfte sei inzwischen vollständig geimpft, ebenso wie Großeltern und Eltern. Und von den Jugendlichen im Alter zwischen zwölf und 17 Jahren habe fast jeder Vierte das für diese Altersgruppe neue Impfgebot genutzt und sei mindestens einmal geimpft. «Wir können mehr Normalität verwirklichen, und das ist ganz wichtig, damit Schule all ihre Potenziale entfalten kann und wieder ein Ort des gemeinsamen Lernens, Lebens und Lachens wird.»

Vor den Sommerferien hatte das Bildungsministerium angekündigt, dass es im Anschluss an zwei «Präventionswochen» bis zum 10. September mit wie bisher zwei Tests pro Woche nur noch anlassbezogene Tests geben solle – etwa wenn Infektionen in einer Schule auftreten oder in einer Region mit erhöhter Infektionsdynamik. Wegen der inzwischen wieder deutlich gestiegenen Corona-Inzidenz soll es nun auch über die beiden Präventionswochen hinaus zunächst bis zu den Herbstferien weiterhin zweimal in der Woche Selbsttests in den Schulen geben. Ausgenommen sind Jugendliche und Lehrkräfte, die nachweislich vollständig geimpft oder genesen sind oder die zu Beginn des Schultages einen Testnachweis vorlegen können.

Alle Testergebnisse an den Schulen sollen wöchentlich anonymisiert an die Schulaufsicht übermittelt werden. Die Finanzierung der Tests übernimmt das Land.

Angesichts der gestiegenen Inzidenzen gilt nach Angaben des Ministeriums in den ersten beiden Wochen des neuen Schuljahres die Maskenpflicht auch im Unterricht. Hubig appellierte auch an Reiserückkehrer, die geltenden Regelungen nach einem Aufenthalt in Hochrisiko- oder Virusvariantengebieten sehr ernst zu nehmen und einzuhalten – «zum Schutz und aus Respekt vor allen am Schulleben Beteiligten». dpa

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3 KOMMENTARE

  1. Hygienekonzepte funktionieren hervorragend?
    Schule und Hygienekonzepte schließen sich aus. So einfach ist das.
    Die Luftfilterdiskussionen spiegeln pure Lustlosigkeit wider und die Tatsache, dass Luftfilter nur ein Tropfen auf dem heißen Stein sind.
    Da hätte man sich mal in den letzten Jahrzehnten in vielerlei Hinsicht zu den Schulen samt Gebäuden mehr Gedanken machen und handeln müssen. An der Schule, an der ich arbeite, gibt es in den Klassenzimmern nach der Sanierung keine Waschbecken mehr. Begründung: Smartboards benötigten keine Kreide, das Tafelwischen falle daher weg. Bedenken von Seiten vieler Kolleginnen (ich gendere bewusst nicht) interessierten nicht.

    Die Wirklichkeit der Kumis ist Ideologie, die kaum Widerspruch findet. Wo sind übrigens die Schulleitungen? Bis auf „Hauptsache, die Schulen sind in Präsenz“ bekomme ich wenig mit.

  2. Frau hubig,

    was ist mit den Kindern unter 12 Jahren?
    Mit denen die eine kontraindikation haben?
    Mit deren Familie?
    Welche Schutzmaßnahmen werden für Sie ergriffen?

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