Pensionäre, Seiteneinsteiger, Zuschläge: Gebauer lockt in den Schuldienst – und kann trotzdem 4.000 Lehrerstellen nicht besetzen

43

DÜSSELDORF. Das Land lockt mit allen möglichen Mitteln, um Lehrer außerhalb der üblichen Bahnen zu gewinnen: Ruheständler werden reaktiviert, Boni an Brennpunktschulen gezahlt, schulformübergreifend besetzt. Die Schulministerin zieht eine Zwischenbilanz. Der VBE sieht vor allem ein Problem: die verhältnismäßig schlechte Bezahlung von Grundschullehrkräften.

Nordrhein-Westfalens Schulministerin Yvonne Gebauer mit einem Plakat, das für Lehrernachwuchs sorgen soll. Foto: Schulministerium NRW
Nordrhein-Westfalens Schulministerin Yvonne Gebauer stellte schon vor drei Jahren diese Kampagne vor, die für Lehrernachwuchs sorgen sollte – mit mäßigem Erfolg. Foto: Schulministerium NRW

Unterrichtende Pensionäre, Seiteneinsteiger und weitere Sonderprogramme haben nach Angaben des Schulministeriums in Nordrhein-Westfalen 5362 zusätzliche Einstellungen seit 2017 ermöglicht. Allein die Zahl der Lehrkräfte, die ihren Ruhestand verschoben haben oder schon als Pensionäre ans Lehrpult zurückgekehrt sind, hat sich demnach von 2016 bis 2020 auf 1014 Beschäftigungen mehr als verdoppelt. Zudem seien fast 1000 Seiteneinsteiger für die Grundschulen gewonnen worden – darunter 219 speziell für Englisch an Grundschulen.

«Auch nach der Pandemie werden wir die Anstrengungen gegen den Lehrermangel entschieden weiterführen»

«Wir werden weiterhin pragmatische und unkonventionelle Wege gehen, um unsere Schule zu unterstützen», sagte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) in Düsseldorf. «Auch nach der Pandemie werden wir die Anstrengungen gegen den Lehrermangel entschieden weiterführen.»

«Pragmatische und unkonventionelle Wege zu gehen, um die Schulen zu unterstützen, kann ein Weg sein», meinte dazu der VBE-Landesvorsitzende Stefan Behlau. «Allerdings benötigen die Schulen nach wie vor grundständig ausgebildete Lehrkräfte. Das haben nicht zuletzt die Schülerinnen und Schüler in NRW verdient. Ohne gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit wird sich dieser Mangel nicht bekämpfen lassen können. Wann werden die vollmundigen Ankündigungen der Landesregierung, die Ungerechtigkeiten in der Lehrkräftebezahlung zu beseitigen, endlich umgesetzt? Viel Zeit bleibt dafür nicht mehr», sagte er mit Blick auf die seit Jahren erhobene Forderung, die händeringend gesuchten Grundschullehrkräfte wie ihre Kolleginnen und Kollegen am Gymnasium mit A13 zu besolden.

Bislang seien vier Maßnahmenpakete aufgelegt worden, um die Versorgung zu verbessern, so heißt es beim Schulministerium. Dazu zählt die seit Mai 2020 bestehende Möglichkeit, Lehrern auf schwer zu besetzenden Stellen einen Gehaltszuschlag zu gewähren. Bisher konnten nach Angaben des Ministeriums 137 Lehrkräfte mit einem Bonus von 350 Euro brutto im Monat gewonnen werden. Der Sonderzuschlag wird für zweieinhalb Jahre gewährt. Das Programm soll vor allem eine Entscheidung zugunsten der unattraktiveren Schulstandorte, Brennpunktschulen und Mangelfächer beflügeln.

Mehr Flexibilität beim schulform- und laufbahnübergreifenden Einsatz hat demnach ebenfalls einige Engpässe beseitigt: So haben bereits über 1000 eigentlich für die Sekundarstufe II ausgebildete Lehrkräfte das Angebot angenommen, zunächst in der Grundschule oder Sekundarstufe I zu arbeiten – mit der Garantie, anschließend eine ihrer Qualifikation entsprechende Stelle antreten zu können.

Die Möglichkeit, Lehrkräfte mit einem allgemeinen Lehramt im Gemeinsamen Lernen in der Sekundarstufe I zu beschäftigen, habe zu über 1300 Einstellungen geführt. Zudem seien den Bezirksregierungen im vergangenen Schuljahr insgesamt 800 und zum kommenden Schuljahr weitere 650 Stellen zugewiesen worden – im Vorgriff auf den prognostizierten Mehrbedarf an Gymnasien zum Schuljahr 2026/27. Bis dahin könnten sie anderen Schulformen bedarfsgerecht zur Verfügung gestellt werden, hieß es aus dem Ministerium.

Zusätzlichen Unterricht habe abgesehen davon auch die zum Schuljahr 2020/21 geschaffene Möglichkeit für Lehramtsanwärter gebracht, über ihren Ausbildungsunterricht hinaus freiwillig bis zu sechs Wochenstunden zusätzlich zu erteilen – mit Vergütung der Mehrarbeit. «Zum Stichtag 30. Juni erteilten landesweit 545 Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter zusätzlichen Unterricht», teilte das Ministerium mit.

Der Koalitionsvertrag von CDU und FDP gibt «eine 105-prozentige Lehrerversorgung» als Ziel vor – Lehrerverbände fordern 110 Prozent

Zum Jahresende 2020 waren nach Angaben des Schulministeriums über alle Schulformen verteilt mehr als 4.000 Lehrerstellen in NRW nicht besetzt. Die Quote der vollständig besetzten Stellen hatte demnach über 97 Prozent gelegen. Damit ist Unterrichtsausfall programmiert. Der Koalitionsvertrag von CDU und FDP gibt «eine 105-prozentige Lehrerversorgung» als mittelfristiges Ziel vor. Lehrerverbände schätzen den Bedarf auf mindestens 110 Prozent, wenn die Unterrichtsversorgung trotz Krankmeldungen, Elternzeiten und Fortbildungen gesichert werden soll. Die zusätzlichen zehn Prozent seien notwendig, um kurzfristig auftretende Ausfälle an den Schulen ohne großes bürokratisches Hickhack kompensieren zu können, so heißt es etwa beim VBE.

Doch davon werden die Kollegien auch künftig nur träumen können: Laut Modellrechnungen der Kultusministerkonferenz bis 2030 werden viele Schulen in Deutschland in den nächsten Jahren weiter mit Lehrermangel zu kämpfen haben. Bei den Grundschulen wird mit einem Unterangebot an Bewerberinnen und Bewerbern bis 2025 gerechnet – dann soll es eine Trendwende geben. Besonders angespannt bleibt die Lage demnach vor allem in der Sekundarstufe I. Gebraucht werden der Prognose zufolge vor allem Mathe-, Chemie-, Physik- und Musiklehrer. Ein Überangebot gibt es hingegen für die Gymnasien. News4teachers / mit Material der dpa

Lehrermangel verschärft sich drastisch – „alarmierende“ Schulleiter-Umfrage

 

 

Anzeige


43 KOMMENTARE

  1. Es wird Zeit zu kündigen. Die Zeit (2 Jahre) bis zum regulären Eintritt in die Rente mit 66 kann mit Hilfe der BA überbrückt werden. Die drei Monate Sperrfrist bei eigener Kündigung sind verschmerzbar. Wie gut, dass ich tarifbeschäftigt bin:)

    • Ich bin mit 63 als Angestellte ab 1. April in Rente gegangen, mitten im Schuljahr. Es war einfach genug und es geht mir jetzt viel besser.

  2. Damit verschiebt sich das Problem nur um 5 Jahre.
    1. In ein paar Jahren werden Grundschulen und co. Personal wieder entzogen. Woher das neue Personal holen?
    2. Was passiert mit den neuen Referendaren in 5 Jahre , die an eine Sek 2 Schule möchten? Da gibt es dann keinen Bedarf mehr. Also selbes Spiel von vorne?
    3. Die Qualität leidet. Ich habe letztes Jahr mein Referendariat beendet mit Mathe/Physik. Mir wurde dann angeboten an einer Grundschule oder Förderschule zu arbeiten. Dafür bin ich nicht ausgebildet.

    Was wäre die Lösung?
    1. A13 für alle
    2. Mehr Studienplätze für die Primarstufe
    3. NCs auf Sek-2-Studiengänge, die überlaufen sind

    Wird aberes nicht passieren, also setzt man auf Lückenfüller Seiteneinsteiger und Pensionäre.

    • Du bist nicht nur dafür nicht ausgebildet, du würdest auch A12 erhalten oder? 500 Euro pro Monat weniger. Ein Leben lang. Wer würde das tun?
      Glauben die ernsthaft ein Lehrer mit Sek2 Abschluss würde sich seine Grundschulliebe mit 500 Euro Gehaltsminus erkaufen???? Wie b*öd sind die bitte?

      A13 für alle löst alle Probleme. Aber dafür ist man zu geizig. Lieber bezahlt man neu ausgebildeten Masterabsolventen weiter illegal A12. Muss man sich mal vorstellen! Es wird bewusst illegal besoldet. Seit 12 Jahren! Keinen juckts. Es klagen zwar Lehrer, aber die unabhängigen Gerichte zögern die Klagen raus…. seltsam. Das LBV versendet Widerspruchsbescheide sehr Schleppend…. komisch.

      Ganz ehrlich. Wer SO mit seinen Lehrern ungeht, braucht sich nicht wundern

      • @Marc

        Eine Kollegin von mir ist von der Sek II zur GS gewechselt. Der Grund ist ganz einfach: Deutlich weniger Korrekturzeiten. Das Geld ist ihr egal -ja, sie kann es sich leisten und sie tut es auch – aber für sich, nicht für Frau Gebauer oder sonst jemanden.

        „A13 für alle löst alle Probleme.“ Nun, das glaube ich nicht. Nach DEM Geschwafel sämtlicher KuMis würde vermutlich nicht mal A28 im Ansatz Probleme lösen.

        Von meinen ehemaligen – inzwischen entspannten, gesunden, fröhlichen und zufriedenen Ex-Kolleg:innen kehrt niemand für Geld (auch nicht für viel Geld) und Gute Worte zurück.

        Die Politik macht`s halt UNmöglich. Und das ist nur richtig!

      • Ich glaube nicht, dass A13 für alle das Problem lösen kann, auch wenn es ein guter Schritt wäre. Aber die Arbeitsbedingungen über die letzten Jahre sind abschreckend, und wohl auch inzwischen bei den potentiellen Studienanfängern bekannt. Da muss sich schon viel ändern um diesen Beruf wieder attraktiv zu machen!

        • Immerhin könnte man so mehr Männer für die Grundschule gewinnen. Die achten als Familienernäher meist schon aufs Geld. Und viele Sek2 Leute, würden so eventuell doch noch bleiben

  3. Seit mittlerweile (…) sehr langer Zeit läuft immer das gleiche Lied zur sechsten Jahreszeit (Wahlkampfphase): Wir haben zu wenig Lehrer, wir werden 10 Millionen ‚Neue‘ einstellen und was bleibt am Ende des Tages immer auf der ‚Habenseite‘ (…)? Lehrermangel!

    • Weil man grundsätzliche Ursachen nicht bekämpfen will.

      Schlechte Arbeitsbedingungen und zu wenig Gehalt.

      Das Gehalt war schon immer mies in der GS und Sek1. Dann hat man 2009 abrr noch das Studium aufgebläht und somit die Bezahlung noch mieser im Verhältnis zur Ausbildung gemacht. Dazu wurde die Stundenverpflichtung erhöht auf 28. Was erwarten die denn? Das man so Leute anlockt? Damit bekommt man nur Idealisten oder Masochisten. Oder Leute, denen Geld egal ist. Oder eben Quereinsteiger und Seiteneinsteiger, die froh sind überhaupt unterzukommen. Man öffnet weiter nach unten statt nach oben

  4. Die KMK-Prognose, die man oben anklicken kann, prophezeit eine angespannte Lage bis 2025 und danach eine Entspannung, weil dann angeblich wieder mehr Bewerber kommen. Das kann aber ganz schnell über den Haufen geworfen werden, wenn die Zuwanderer mehr Kinder haben sollten als prognostiziert. Da hat man sich schon mal erheblich verrechnet. In der großen Politik unterschreibt man den UN-Migrationspakt, der besagt „Migration ist eine Quelle des Wohlstands“, ohne zu bedenken, dass Migration auch eine Quelle des Lehrermangels (auch des Wohnungsmangels sowie eines Mangels an Schulräumen) sein kann. Da sollten sich unsere lieben Politikerinnen mal überlegen, ob sie wirklich weiter sozusagen „Werbung“ für mehr ungebremste Zuwanderung machen sollten. Es heißt zwar, dass auch eine Auswanderung stattfindet, aber offenbar haben die keine oder wenige Kinder.
    Was ich für einen Skandal halte: Man scheint eine panische Angst zu haben, mal zu viele Lehrer zu haben, die man dann als Reserve in Krankheitsfällen oder zur Verkleinerung der Klassen einsetzen könnte oder einfach zum Abschmelzen in schlechten Zeiten. Aber es scheint keine Vorbehalte gegen zu viele Bürokraten zu geben. Das heißt dann einfach „Personalüberhang“.

  5. Lustige Postkarten in Schulsekretariate auszulegen reicht halt nicht.

    Firmen geben sich Mühe bei Aushängen, in denen sie seriös darstellen, was sie zu bieten haben, wie lange die Ausbildung dauert, was die Inhalte sind und wie der Ausblick sein könnte.

    Bunte Postkarten haben null Aussagekraft.

  6. Allgemein gesprochen, d.h. nicht nur in Bezug auf NRW: Wen wunderts, dass sich immer weniger finden, die sich das antun wollen? Chaotische „Steuerung“ durch den übergeordneten Bereich, das Billigste vom Billigsten und weit weg von sachgerecht (LuL-Laptops, schulische E-Mailadressen vom Land), Unterricht in Räumlichkeiten auf dem notdürftig renovierten Stand von 1975, Zusammenstreichung der Zuweisung über die Jahre hinweg, unbezahlte administrative Zusatzarbeit bis zum Abwinken etc pp.
    Ist ja alles bekannt und alles politische Prioritätensetzung. Und von vielem anderen, wie z.B. dem Prügelknabentum der Nation und dem Verhalten gewisser SuS und Eltern habe ich noch nicht einmal angefangen.
    Bin weit vom Pensionsalter entfernt und auch kein A13. Trotzdem denke ich darüber nach, hinzuwerfen. Es ist einfach demotivierend und macht auf Dauer unfroh und krank.

  7. Nicht nur in der Grundschule wird schlechter bezahlt.
    Auch Lehrkräfte mit SII-Zulassung nach alten Ausbildungsordnungen werden seit Jahrzehnten mit A12 eingestellt, obwohl sie mir mehr Glück A13 hätten verdienen können.
    30 oder 35 oer 40 Jahre A 12 statt A 13 wie es auch der damaligen Ausbildung entsprochen hätte – „dat is schon sowas wie der Omma ihr klein Häusken“…

    Zu Zeiten von Lehrerüberschuss – ja, den gab es mal – war das ein beliebtes „Spiel“:
    Wer einen Job wollte, durfte an der Hauptschule für A12 arbeiten.
    Alternative: arbeitslos über Jahre oder berufliche Neuorientierung.
    Einige haben in den sauren Apfel gebissen, eine A12-Stelle angenommen und sind drauf hängen geblieben.
    Andere grundständig ausgebildete Lehrer sind dem System Schule verloren gegangen, die jetzt noch 10, 15, 20 Jahre Dienst tun könnten, wenn man sie damals eingestellt hätte.
    Auch damals gab es schon mehr Bedarf in den Schulen als Stellen, hätte man den Kindern und den Kollegen gerecht werden wollen und ehrlich gerechnet.
    Wenn heute Stellen als fehlend definiert werden, sind das wieder nur die „normalen“ Stellen, nach altem Schlüssel berechnet – nicht die, die wir für gute pädagogische und fachliche Arbeit wirklich brauchen würden; von den Stellen, die zur Aufarbeitung von „Corona-Defiziten“ für einen Teil der Schüler benötigt würden, ist noch gar nicht die Rede.

    Zur Zeit ist das Ministerium auf dem besten Wege, nicht nur keine neuen Kollegen zu finden, sondern obendrein viele Kollegen – noch früher – entnervt, desillusioniert, umorientiert oder auch überlastet, krank, dienstunfähig zu verlieren. Noch mehr würden gehen wollen, ihre Fähigkeiten anders, mit mehr Zukunftsperspektive und auch mehr gesellschaftlicher Anerkennung einbringen wollen, wenn sie persönlich (noch) eine andere Perspektive hätten.

    Man muss nicht nur sehr optimistisch, sehr belastbar, sehr hart im Nehmen, fast sozialromantisch udn ein bisschen masochistisch veranlagt sein als Lehrer, sondern auch ein Stückweit die Realität ausblenden können. Anders hält man das nicht aus!

  8. Der Artikel beginnt mit: „Das Land lockt mit allen möglichen Mitteln, um Lehrer außerhalb der üblichen Bahnen zu gewinnen: “

    Das genau zeigt, worum es geht: Das Land hat gar kein Interesse daran, grundständig ausgebildete Lehrkräfte zu A13 in die Schulen zu bekommen,
    günstiger fährt es mit Vertretungen unterschiedlichster Art.

    Offenbar muss transparenter werden, dass die Vertretungen in der Regel den Pflichtunterricht abdecken – je nach Qualifikation ist es Betreuung oder Unterricht.
    Alles, was darüber hinaus geleistet werden müsste, kann dann an Schulen nicht mehr erfolgen.

    Streichen wir doch einfach mal das, was dann mangels Personal nicht mehr geht: Klassenfahrten, Austausche, AGs, Förderung, Forderung, Konzepte, Beratungsgespräche, außerschulische Kooperationen, Beauftragungen…

    Dann müssen die Posten mit N.N besetzt sein und es gibt eine Grenze, wie viele zusätzliche Beauftragungen eine Lehrkaft übernehmen darf, besser noch eine Anrechung aufs Deputat – Klassenleitung einer Klasse ist EINE davon.

    Aber nein, das möchte das Land nicht. Lieber schickt es weitere Briefe mit unentgeltlich zu erledigenden Aufgaben, die sich das reduzierte Kollegium teilen darf, während es zudem die prekär beschäftigten Vertretungen einarbeitet.

  9. Ich glaube die wollen einfach zocken.
    Irgendwie die 5 Jahre überbrücken bis Licht am Ende des Tunnels ist, ohne in den sauern Apfel A13 beißen zu müssen. Sobald 2025 dann die Lage entspannter wäre, müsste man nicht mehr fair und gerecht nach Beamtenrecht besolden, sondern lässt locker flockig A12 weiter laufen für immer mehr Masterabsolventen..

    So sind sie. Unsere lieben Politiker.

    Ich warne alle die das lesen und Interessierte für Grundschullehramt sind: Geht in ein Land wo ihr FAIR bezahlt werdet, oder studiert für das Gymnasium. Opfert keine 7 Jahre lange Ausbildung für A12. Das lohnt nicht. 7 Jahre Ausbildung, Master und Staatsexman sind mehr wert als das Land NRW euch geben will

    • Nein, studiert um Himmels Willen auch nicht für das Gymnasium! Ihr werdet so verheizt, ihr schafft es nicht bis zum Ruhestand, und alle Flausen, die Referendare gerne haben, sie würden es besser machen und etwas gestalten können, werden sich nach Jahren des Engagements als Illusion erweisen! Es ist unmöglich in diesem System! Schade, dass ich das nach über 30 treuen und passionierten Lehrerjahren so sagen muss!

      • Immerhin wird man da noch fair bezahlt…
        Und in NRW kann man mit einem Abschluss für Sek2 auch an der GS arbeiten. Es stehen alle Türen offen.
        Aber stimme zu, meine Ex Partnerin war Lehrerin für Sek2 Deutsch und Englisch. Die stand kurz vor dem Burn Out

  10. Ganz einfach: zu wenig Geld für zu viel Arbeit und keine Anerkennung. Wer tut sich das noch an? Wenige, daher Lehrermangel, nicht nur an Grundschulen.

  11. Es ist merkwürdig, dass von uns gewählte Menschen so wenig Verstand besitzen, entscheidende Entscheidungsmacht innehaben, und durch ihre Ignoranz unser Land, unsere Zukunft gegen die Wand fahren. Und wir Deutschen gucken alle zu! .. und wer tut was dagegen???

  12. A13 für alle darf auf keinen Fall durchgehen! Wir Lehrkräfte der Sek.II (GyGe und BK) haben einen erheblichen Mehraufwand bei der Vorbereitung und Korrektur des Abiturs! Zudem müssen wir am BK jährlich 2 Abschlussprüfungen (Umfang: mehr als 20 Seiten pro Vorschlag) erstellen und der Bezirksregierung vorlegen!

    Sollte A13 für alle durchgehen, studiert in der Zukunft kaum noch jemand auf GyGe oder BK und der Lehrermangel verschiebt sich lediglich auf eine andere Schulform.

    • … und wofür gibt es das um 2,5 Wochenstunden geringere Deputat und die je nach Beschluss der Lehrkräftekonferenz zugebilligte Korrekturentlastung zulasten des allgemeinen Topfes? Wieso ist die Schüler-Lehrer-Relation in der SekII geringer als in der SekI?

      Merke: Im Landesdienst gibt es die Eingruppierung in eine Laufbahngruppe aufgrund formaler Voraussetzungen und nicht wegen der Arbeitsbelastung. Letztere kann ggf. durch Zulagengewährung kompensiert werden.
      Aber dem Teil der Beamtenschaft, für den die Menschwerdung erst bei A13 beginnt, wird man ohnehin nicht beikommen können. Die nehmen nämlich nichts an, nicht einmal Vernunft.

      • Zudem wird der vielzitierte Mehraufwand zur Abivorbereitung und -korrektur dadurch ausgeglichen, dass die Abiturienten vor den Osterferien ihre letzten Unterrichtsstunden haben. Da kommt bis zu den Sommerferien ganz schön was an Unterrichtsverpflichtung zusammen, das wegfällt.

        • Nicht wirklich: Sie sind im Erst- und Zweitgutachten eingesetzt. Mein letzter Leistungskurs Mathe hatte 27 Schüler – jeder schreibt 5,5h Klausur. Pro Korrektur sitzen Sie mindestens! 2 Stunden. Dazu kommen die Zweitgutachten und die mündlichen Prüfungen: Aufgaben erstellen, Erwartungshorizonte schreiben, Prüfungen abhalten – letzteres nicht nur für die eigenen Schüler, sondern als Beisitzer auch für die der Kollegen. Sobald die Abiturienten nicht mehr im Unterricht sind, werden Sie zu Vertretung herangezogen.
          Kann sein, dass das an meinen Fächern liegt, aber ich habe von Zeitausgleich durch den Wegfall der Unterrichtsverpflichtung in Klasse 12 ab Ostern noch nie was bemerkt, im Gegenteil.

    • Dickebank hat schon alles gesagt. Die Bezahlung richtet sich nach der Ausbildung und der benötigten Qualifikation. Für alle Lehrämter wird ein Staatsexamen und Masterabschluss vorausgesetzt. Ergo A13.
      Wenn du meinst du arbeitest zu viel, kannst du den Weg über Entlastungsstunden suchen und dich dort für mehr Entlastung stark machen (abgesehen davon dass man bei Abikursen sowieso schon vor den Ferien keine Kurse mehr gibt). Die Bezahlung unterscheidet aber nicht nach Arbeitsaufwand. Dies deckt der Arbeitgeber durch die Stundenverpflichtung ab.

      Es wirkt für mich aber so, als willst du einfach mehr Geld als die anderen haben…

      • Die SekII-Eunel an GY vergessen doch grundsätzlich, dass an einem GY (G9 vorausgesetzt) – anders als an einem BK – alle Kolleg*innen lediglich (zumindest rechnerisch) zu einem Drittel ihrer Unterrichtsverpflichtung in der GOSt eingesetzt sein können, da es ja keine SekI-Lehrkräfte an GY gibt. Wenn es an GY aber Lehrkräfte gibt, die lediglich Unterricht in der SekI abhalten, stellt sich die Frage, warum sie dafür A13 erhalten, wenn die formlen Voraussetzungen doch ansonsten nicht gelten?

    • @SchlauerHans: Sie scheinen mir mehr ein überheblicher als ein schlauer Hans zu sein. Ich dachte, diese Denke, die Arbeit in der Grundschule und in der Sek I sei leichter und weniger (wert) als in der Sek II, haben wir langsam, aber sicher überwunden. Schade!
      Schade ist auch, dass Sie Kolleg*innen unterstellen, sie suchen sich ihr Betätigungsfeld unter rein arbeitsökonomischen Gesichtspunkten aus.

  13. Wie altmodisch und wirklichkeitsfremd ist das denn?
    Wer steht denn heutzutage in einer stinknormalen Schule noch am “ Pult“?
    So was gibt es doch seit Jahrzehnten nur noch im Film.
    Stellen Sie sich mal an einer “ Brennpunktschule“ ans Pult…….(mal abgesehen davon, dass Sie keins finden werden),und Sie werden erleben, wie das Chaos ausbricht.
    Das suggeriert, dass der Lehrer lehrt, aber das mag früher so gewesen sein.Heute ist er eher Sozialarbeiter, Schauspieler, Krankenpfleger, Psychotherapeut.
    Wie schön wäre es, nur lehren zu können….Liebe Lehramts- Liebäugelnde, macht euch keine falschen Vorstellungen!

  14. Als ehemaliger Berufsschullehrer, habe ich grundsätzliche Kritik an unserem Schulsystem:

    1. Ja, für alle Schulformen A13
    2. Für jeden Schüer das Doppelte an Ausgaben, damit die Wahlversprechen:
    Unser Schulsystem soll Weltstandard haben ein wenig realistischer wird. Siehe Finnland!

    Das bedeutet:
    1. Lebenswerte Schulgebäude, statt: Dächer, die Regen durchlassen; Wände, an denen der Verputz abfällt; Einglasige Fenster; Fehlende Rückzugsräume für Lehrer + Schüler; Pausenflächen aus Beton; baufällige Schulgebäude, die nie für ein Wohnhaus genehmigt würden; u.v.a.
    2. Klassengrößen bis max 25, statt wie erlebt 43 in Frankfurt
    3. Lebenswerte Aufenthaltsräume für Klassen und Lehrer: Klassen, die man lüften kann; Luftreiniger. (Die Kumis verstecken sich, wie die Cola- und Zigarettenindustrie hinter positiven Studien, die sie selbst bezahlen!)
    4. Zügige Stellenbesetzungen, statt 8 Jahre keinen Schulleiter, dafür dann 2-3fache Arbeitsbelastung der Stellvertreter
    5. Ausstattungen der Klassen mit modernen Lehrmitteln (Die Tafeln brauchen nicht entsorgt werden, aber die anderen Mittel sollten auch zur Verfügung stehen: Tablets, WhiteBoards u.a).
    6. Die Lehrer-Ausbildung muss schon nach 1 Jahr 1 Monat Praxis vor der Klasse beeinhalten und danach regelmäßige Praxis-Einheiten. (Ja, die Stundenplaner sollten nicht mehr alleine sein, sondern, so wie ich es erlebte, dass jeder Kollege seinen eigenen Vorschlag einbringt, natürlich entsprechend der Vorgaben.)
    7. Regelmäßige(!) Kleingruppen-Gespräche mit Menschen aus der Praxis: Firmen, Unis, Behörden u.a. um Inhalte des Lernens zu kürzen und praxisnäher zu unterrichten!
    8. Auch Gymnasiallehrer sollten mindestens 1 Jahr Berufserfahrung haben.
    (Wieso müssen Berufsschullehrer 3 Jahre und Gymnasiallehrer keine Berufserfahrung haben, und beide sollen die jungen Menschen auf das Leben in der Praxis vorbereiten!? (Nach 12/13 Jahren Schule + Uni dann wieder Schule!??) Ich habe in mehreren Berufen gearbeitet, bevor ich Lehrer wurde.)
    9. Ein Tipp an alle Lehranfänger: Informieren Sie sich über die Schulsituation in Finnland!!!
    Wenn ich vor meiner Pensionierung das getan hätte, hätte ich meinen Unterricht um 180 Grad verändert: Schülerzentrierte Lehrpläne und Aufgaben, statt Klassen-zentriert.
    10. Lehreraustausch mit anderen Bundesländern und Staaten. (Da haben die Bundesländer wieder Angst!) Weshalb gibt es über 26 Schulsysteme in Deutschland? Damit jeder Schüler individuelle Chancen hat!? Nein, weil man dadurch die Vergleichbarkeit verhindert!
    11. Da bei uns die Lehrpläne von der Industrie* formuliert werden, sollten auch Gegenmodelle eingebaut werden. (*Natürliche nicht direkt!)
    12. Die Staatsfinanzen, die gerne mal für die Konzerne bereitstehen (z.B. Lufthansa 9 Milliarden, obwohl dieser Konzern auf den Steueroasen eigene Milliarden gebunkert hat. Aber Frau Merkel gibt den Konzernen gerne die hart erarbeiteten Steuergelder, wie z.B. die 5 Milliarden MEHR im Corona-Jahr 2020 für Rüstung = für den Tod, statt für das Leben: Impfstoff oder Bildung oder Krankenhäuser (die werden weiter geschlossen) oder Verwaltung oder Polizei oder oder!!!
    13 Wieso gibt es immer noch kein stringentes Zentral-Abitur??? In der Druck- und Medienindustrie mit meist Abiturienten als Auszubildende gibt es das seit über 70 Jahren ohne große Probleme!!

    • Habe mich grade über Finnland informiert und folgenden Artikel gefunden, den ich schon ziemlich interessant fand.

      https://www.kubiss.de/bildung/projekte/schb_netz/finnland.htm

      Schneidet Bayern nicht auch bisher immer am besten ab im Bundesvergleich?

      Schüler lernen einfach nicht mehr zu lernen. Erst wenn Wissen im Kopf ist, ist Platz für die Weiterverarbeitung und das Weiterdenken oder auch Übertragung von Wissen auf neue Sachverhalte. Das Gehirn muss trainiert werden und aktiviert sein. Und das verpönte Auswendiglernen ist nun mal Grundlage für vieles. Klar ist wichtig, dass Verstehen und (Auswendig-)Lernen Hand in Hand geht. Physikalische Grundlagen, Vokabeln, Modelle, Fachsprache, etc sollten verstanden und auswendig gelernt werden.

      Analog:
      Erst wenn man Rechtschreibung und Grammatik beherrscht und diese automatisiert ist, ist genug frei verfügbare Geisteskraft da, um kreative, sachliche u.a. Texte zu schreiben.

      Diskussionsrunden, schülermoderierter Unterricht etc. ist eine tolle Ergänzung. Doch nur auf Kompetenzen zu setzen ist wie:
      Ja, ich weiss, wo das Buch steht, um diese Frage vor mir in der Klassenarbeit zu beantworten.

  15. Seltsam, dass dort, wo es keine Verbeamtung gibt, gesagt wird, nur eine Verbeamtung löse den Lehrermangel; aber dort, wo es die Verbeamtung gibt, gibt es trotzdem massiven Lehrermangel.

    • In Berlin (keine Verbeamtung) ist der Mangel erheblich größer als in Brandenburg (Verbeamtung). Und vergleichen Sie gern Berlin mit anderen Bundesländern, die verbeamtend: Sie werden überall dasselbe finden. Es scheint zumindest einen Zusammenhang zu geben.

      • Nur die fehlende Verbeamtung ist es in Berlin wahrscheinlich nicht. Dazu kommen die exorbitanten Wohnungskosten in beliebten Stadtteilen, weitere Stadtteile, in denen man weder wohnen noch arbeiten möchte, generell die ziemlich heruntergewirtschaftete Stadt. Deutschland ist so ziemlich das einzige Land in Europa, das wirtschaftlich ohne seine Hauptstadt besser dastehen würde.

        Nur so als Analogie: Das Ruhrgebiet ist stellenweise sehr schön, der Streifen zwischen der A40 und A42 aber nur so mittel.

        • @Georg

          Watt iiiis? Nur so mittel?!
          Komm geh mir wech, doooo … Käärkäärkäär.
          Is abba auch egal, komma bei hia, willse ersma Klümpkes ausse gemischte Tüte?

        • Rechts und links vonne A42 kannse eigentlich bei klaren Kopp nicht mal freiwillig tot übern Zaun hängen. Die Aerea is die Favela-Zone am Emscherschleichwech, wo parallel zur Köttelbeke verläuft.

  16. Was bei den gesamten Statements der Völklinger Straße fehlt, ist ja der Hinweis auf das Dienstrecht bei Lehrkräften – sowohl verbeamtet als tarifbeschäftigt. Keine Lehrkraft kann mit Erreichen der gesetzlichen Altersgrenze in den Ruhestand – Pension oder Rente – eintreten. Alle Lehrkräfte müssen bis zum Ende des Schulhalbjahres, in dem sie die gestzliche Altersgrenze erreichen, unterrichten. Folglich sind deutlich mehr Pensionäre und Rentner im Schuldienst beschäftigt, als offiziell mitgeteilt worden ist.

    Es wäre also interessant zu wissen, wie viele Lehrkräfte in NRW über den tatsächlichen Zeitpunkt ihres tatsächlich Eintrittes in den gestzlichen Ruhestand weiterbeschäftigt sind.
    Alle anderen werden ja als Frührentner gebrandmarkt. Wer also im März eines Jahres Geburtstag hat und deshalb zu Beginn des zweiten Schulhalbjahres im Februar im Jahr seines Renteneintrittes sich in den Ruhestand verabschiedet, ist de jure ein Frührentner.

    • Ich bin zwar in SH, aber das Problem ist ähnlich.
      Mein offizieller Eintritt in den Ruhestand wäre am 31. August. (Jahrgang 1955.)
      Mein Antrag auf „Frührente“, also Renteneintritt am 31. Juli, wurde abgelehnt, da ich nicht oft genug krank war!
      Also hätte ich noch bis zum 31.Januar 2022 arbeiten müssen.
      Durch den extremen Lehrermangen an GS, es können nur weniger als 90% des Kernunterrichts durch Lehrkräfte, Seiten- od6rr Quereinsteiger abgedeckt werden, wurde ich dann „aufgefordert“, das Schuljahr noch zu Ende zu machen. Schließlich unterrichte ich vorwiegend in den Klassenstufen 2 und 4 mit Hauptfächern. Ein Lehrerwechsel, besonders da es ja keine Lehrer gibt, würde schädlich für MEINE SuS sein.
      Allerdings gibt es ein „Schmankerl“! Wenn ich 2 Unterrichtsbesuche mit anschließendem pädagogischen Gespräch durchziehe und mindestens mit einer 2 abschließe, bekomme ich für die letzten 6 Monate einen (nicht ruhegehaltsfähigen) Gehaltszuschlag.
      Also werde ich jetzt die letzten 6 Monate schon fast für A13 arbeiten!

      • Nur eben nicht ruhestandsfähig – die „fast A13“.

        Was ich persönlich als Tarifbeschäftigter am Erstaunlichsten finde, ist, dass die Länder spezifischen „Arbeitszeitregeln“ (Dienstzeitregelung) abweichend vom Rentenrecht (gesetzlicher Zeitpunkt zum Beginn der Rente) rechtlichen bestand haben. Bundesrecht bricht Landesrecht. – Und das Rentenrecht ist Bundesrecht.

        Apropos „MEINE“ SuS, es gibt nur SuS, die entweder einer Klasse zugeordnet sind, die von mir geführt wird, oder SuS, die Kursen zugeordnet sind, die ich aufgrund meiner Fakulten unterrichte. Da ich kein Mitspracherecht habe, welche Klasse ich leiten muss und welche Kurse ich unterrichten muss, da das in die Organisationshoheit der SL fällt, sind es auch niemals MEINE SuS.

  17. Ach wär ich froh über E12, aber seit nun etlichen Jahren hänge ich in E11 fest. Interessiert hier in Sachsen-Anhalt unser KM nicht wirklich. Die GEW hat vor dem Magdeburger Landtag Herzen aus Papier, 1 Jahr später (2018) gebackene Plätzchen verschenkt…, um auf die ungleiche Bezahlung der GrundschullehrerInnen aufmerksam zu machen. Nun ist auch bei der GEW „Schweigen im Walde“. Wir sind das letzte Bundesland im Osten, wo noch nicht einmal über eine Höherstufung nachgedacht oder evtl. beraten wird. Traurig, traurig! 40 Jahre Schuldienst, danke liebe Politiker für diese „Anerkennung“!

  18. Was für ein Armutszeugnis in unserem Land. Wir bekommen es einfach nicht gebacken, dass solche Probleme nicht mit Geld und Personen zu bezahlen sind. Wenn ich verschärfte Voraussetzungen unterlegen bin mit Migration, mangelnder Erziehung und Disziplin, dann muss ich einfach dafür sorgen, dass Letzteres wieder mehr Gewichtung bekommt. Dann kam noch die Ganztagsschule hinzu, wo man überhaupt keinen Plan hatte, die Nachmittagsstunden sinnvoll zu gestalten und meinte, das machen schon irgendwie Vereine oder Verbände. Ausgebremst, gerade beim Schwimmen, da man ja nicht das Vertrauen zur Wasserwacht oder DLRG hat, obwohl die wahrscheinlich weitaus besser drauf sind, als so mancher Lehrer in Sachen Lebensrettung!
    Das heißt nicht Prügelstrafe einführen, aber eine Grundvoraussetzung für den Eintritt und Halt in Schulen, egal welcher Schulform. Wir sind mittlerweile angelangt bei verschärften Verweisen in Grundschulen, weil das Papier Eltern einfach nicht interessiert. Wo leben wir??
    Es wird nur noch herumgehackt was alles nicht funktioniert oder welche Lehrer am besten wie zu attackieren sind. Selbst die einfachsten Schlüsselqualifikationen werden der Schule aufgebürdet, wie richtig Essen, Schwimmen, Benehmen, Schuhbänder binden, Toilettengänge und und….
    Zudem soll auch noch die Inklusion funktionieren, obwohl die meisten der Pädagogen überhaupt keine Ahnung von Behinderungen, deren Entstehung und möglichen Vorkommnissen haben können, da ja keine Sonderpädagogen. In den 80ern musste man dafür Sonderpädagogik haben und jetzt soll alles selbstverständlich sein? Dann kommt noch erschwerend der Datenschutz dazu, der es einem versagt, wie man evtl. reagieren müssten, wenn Schüler vorbelastet sind mit Krankheiten!
    Brauchen wir für unsere Kultusminister auch schon Berater, die einem so etwas mitteilen aus dem Leben? Teures Geld dafür bekommen? (siehe Hr. Scheuer im Straßenbau oder im Vertiedigungsministerium!) Ein Wahnsinn, der sich hier auftut und es wird Zeit hier endlich denen Werstschätzung zu geben, die das bisher so gemeistert haben ohne Sonderqualifikationen!

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here