Lehrkräfte und ErzieherInnen müssen bald wohl Auskunft über ihren Impfstatus geben

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BERLIN. Arbeitgeber sollen von Beschäftigten in Kitas, Schulen und Pflegeheimen künftig voraussichtlich Auskunft über eine Corona-Impfung oder eine überstandene Covid-Erkrankung verlangen können. Das war nach stundenlangen Beratungen in der Regierungskoalition zwischen Union und SPD der Verhandlungsstand vom späten Donnerstagabend, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Koalitionskreisen erfuhr. Gewerkschaften aus dem Bildungs- und Erziehungsbereich lehnen die geplante Möglichkeit zur Impfstatus-Abfrage für Beschäftigte in Kitas und Schulen ab.

Gegen Corona geimpft? Darüber sollen ErzieherInnen und Lehrkräfte künftig Auskunft geben müssen – für begrenzte Zeit jedenfalls. Foto: Shutterstock

«Der Arbeitgeber kann (…) vom Beschäftigten Auskunft oder die Vorlage eines Nachweises über das Bestehen eines Impfschutzes oder das Bestehen einer natürlichen Immunität in Bezug auf die Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID19) verlangen», heißt es im entsprechenden Entwurf eines Änderungsantrags der Fraktionen der CDU/CSU und SPD, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Gerade in Kita, Schule und Heim könne es «im Interesse des Infektionsschutzes» nötig sein, Beschäftigte hinsichtlich ihres Corona-Impf- und Serostatus, der über Antikörper Aufschluss gibt, «unterschiedlich einzusetzen oder von einer Beschäftigung ungeimpfter Personen (in bestimmten Bereichen) abzusehen».

Die Möglichkeit soll nur während der festgestellten epidemischen Lage von nationaler Tragweite gelten, die der Bundestag vergangene Woche für weitere drei Monate verlängert hatte. Damit scheint der diskutierte weitergehende Plan vom Tisch, dass Arbeitgeber generell den Impfstatus ihrer Beschäftigten abfragen dürfen. Dass es keinen allgemeinen Auskunftsanspruch für alle Unternehmen geben soll, hatte zuvor «Business Insider» berichtet.

Begründet wird das Vorhaben in dem Antrag damit, dass in den betroffenen Einrichtungen «besonders vulnerable Personengruppen betreut werden oder untergebracht sind beziehungsweise aufgrund der räumlichen Nähe zahlreiche Menschen einem Infektionsrisiko ausgesetzt sind». Arbeitgeber könnten durch die Informationen die Arbeitsorganisation so ausgestalten, «dass ein sachgerechter Einsatz des Personals möglich ist und gegebenenfalls entsprechende Hygienemaßnahmen treffen». Die Daten sollen direkt beim Beschäftigten zu erheben sein. «Die Freiwilligkeit der Entscheidung über die Inanspruchnahme von Impfschutz bleibt unberührt», stellt der Entwurf klar.

«Aus gutem Grund stehen persönliche Daten in Deutschland unter besonderem Schutz. Diesen Schutz müssen wir gewährleisten»

«Aus gutem Grund stehen persönliche Daten in Deutschland unter besonderem Schutz. Diesen Schutz müssen wir gewährleisten», sagte die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Maike Finnern, der Deutschen Presse-Agentur. Sie verwies darauf, dass die Impfbereitschaft unter den Beschäftigten in Schulen und Kitas mit «80 bis 95 Prozent ganz weit oben» liege.

Auch der Vorsitzende des Verbands Bildung und Erziehung (VBE), Udo Beckmann, sprach unter Berufung auf Umfragen und Daten der Schulministerien von einer Impfquote von rund 90 Prozent bei Lehrkräften. Das zeige deren hohes Verantwortungsbewusstsein, sagte er der dpa. Fünf Prozent könnten sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen und maximal fünf Prozent wollten das vermutlich nicht. «Diese Zahlen rechtfertigen aus Sicht des VBE in keiner Weise den mit der Abfrage des Impfstatus verbundenen Eingriff in die Persönlichkeitsrechte.»

Vom Deutschen Lehrerverband hieß es, man stehe dem Vorhaben der großen Koalition sehr skeptisch gegenüber. «Gesundheitsdaten sind sehr sensible Daten, auf die Arbeitgeber und Behörden eigentlich grundsätzlich keinen Zugriff haben dürften», sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger der dpa. Er äußerte die Befürchtung, dass «dies nur die Vorstufe zu einer allgemeinen Impfpflicht ist.»

«Was wir wirklich brauchen sind endlich Luftfilter, flächendeckende PCR-Tests und eine klare Leitlinie für Quarantänemaßnahmen»

Nach Ansicht von GEW und VBE führt die Debatte an den eigentlichen Themen vorbei. «Was wir wirklich brauchen sind endlich Luftfilter in allen Räumen, flächendeckende PCR-Tests für Schulkinder und eine einheitliche und klare Leitlinie für Quarantänemaßnahmen», sagte Finnern.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte am Montag in einer ARD-Talkshow die Debatte über die Offenlegungspflicht des Corona-Impfstatus für Beschäftigte befeuert. Er tendiere dazu, dass Arbeitgeber zumindest für die nächsten Monate danach fragen dürften, hatte Spahn gesagt. Einer Impfpflicht auch für bestimmte Berufsgruppen wie den Pflegeberufen hatte Spahn erneut eine Absage erteilt. News4teachers / mit Material der dpa

Lehrerverband rechnet mit Regelunterricht nach den Sommerferien – und mit Debatte um Impfpflicht für Lehrkräfte

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41 KOMMENTARE

  1. Tja, interessante Auseinandersetzung….aber sie kommt ein wenig spät, denn wir haben in der Schule mit Beginn des laufenden Schuljahres vor 2eineinhalb Wochen unsere Impfnachweise hinterlegen müssen….quasi dienstlich angewiesen.

    Nach meiner Information hat es dagegen zum einen keinen Widerspruch gegeben, noch hat es eine ausreichende Info seitens der SL gegeben, wozu dieser Nachweis dienen soll….denn das Argument mit der Fürsorgepflicht seitens des Arbeitgebens, das für die Durchsetzung dieser Regelung herangezogen wurde, gilt ja erfahrungsgemäß für uns Bedienstete in Schulen nicht…denn sonst könnten wir uns ja auch auf die Arbeitsschutzbestimmungen berufen, die seit Monaten außer Kraft gesetzt sind und lediglich mit fadenscheinigen Hygienekonzepten abgedeckt werden.
    Also gilt weiterhin 3T ……toi toi toi!!

  2. Finde ich jetzt nicht weitet schlimm, wundere mich aber, dass Lehrerinnen und Erzieherinnen da jetzt ganz vorne sind, weil so wichtig. Beim Impfen waren sie nur Prio 3, später dann teilweise Prio 2 um Astra loszuwerden.

  3. Verstehe wer wolle…..

    Monatelang waren wir „es“ NICHT wert, geimpft zu werden;
    konnten zusehen, WIE wir dieses Risiko in (unsere) Familien trugen;

    Wenn es aber jetzt offensichtlich darum geht, bei der nächsten Welle auf Gedeih und Verderb alles offen zu lassen,
    dann ist es doch nicht so tragisch,
    dass ungeimpfte unseres Berufsstandes so richtig „schön“ unter Druck geraten!

    ohne Worte!!!!!!

    Denn nicht zu vergessen:
    wenn endlich mal zugegeben werden würde,
    dass in Kita/ Schule das Virus grassiert,
    dann „dürfen“ nämlich die nachweislich geimpften Kollegen weiter schön zur Stange halten- NEIN: in (unsere) Familien tragen wir es doch nicht weiter….. haha!

    Wir haben dann die Ehre,
    lustig munter weiter zu funktionieren.

    Herzlichen Glückwunsch!

  4. Auskunft geben ohne Konsequenzen ist sinnlos. Die heikle Frage dabei ist, was passiert mit der Information „nicht geimpft“. Anderswo einsetzen geht in der Schule ja nicht.
    Das ist die interessante Frage dabei!!!

    • @dickebank
      Wenn dem so ist, hätten die da oben das vorher sagen müssen. dann hätten sich viele bestimmt nicht impfen lassen, wenn sie gewusst hätten, wie es im Moment an den Schulen bzgl. Infektionsschutz so läuft. (Bevor jetzt wieder die Lehrerbasher Schaum vorm Mund bekommen: das war Ironie!)

      • @potschemutschka
        Ja und, impfen tun doch die Kassenärztlichen Nereinigungen im Auftrag des Landes. Wie die Impfstatistik bereits zeigt, weiß auf Landesebene ja schon die Rechte nicht, was die Linke tut, wer geimpft ist und wenn ja wie viele. Also Füße stillhalten und als geimpfte Lehrkraft gegenüber Yvonne behaupten: „ich ‚abe überhaupt keine Impfe.“

        Die darf die Daten ohnehin nicht mit den von Karl-Josef abgleichen – Datenschutz:)

  5. Hmmm, kein Schutz, keine Auskunft! Zumindest nicht sofort: Unterstützung in Sachen Technik gibt’s auch nicht sofort, nicht mal nach fast 2 Jahren. Ich unterrichte immer noch – und wohl auch in der nächsten Quarantänepause – nur mit privaten Geräten. Da verspreche ich jetzt erst mal, den Impfstatus im nächsten Jahr mitzubringen, and so on and so on.

  6. Weil nicht genug Impfstoff da war, hat man zu lange auf eine Impfpflicht verzichtet.

    Jetzt wird’s höchste Zeit.

    Für Mitarbeiter in medizinischen Berufen, in Pflegeberufen, pädagogischen Berufen und für Eltern.

  7. Bei uns wurde der Impfstatus mit samt der Masernimpfung bereits abgefragt. Finde ich auch nicht weiter schlimm, da fast alle Kollegen geimpft sind und die wenigen, die es nicht sind werden sicher ihre Gründe haben. Mir persönlich war es wichtig geimpft zu sein, um mich, meine Familie und meine Schüler zu schützen.

  8. Gilt das nur für Corona? Dann bitte auch für alle. Warum muss ich es als Wahlhelfer hinnehmen, dass jeder ohne irgendein G ins Wahllokal kommt und mich, der ich ehrenamtlich für die Gesellschaft tätig bin, gefährdet? Oder gilt die Gesetzesänderung für alle Impfungen? Dann würden wieder klammheimlich Persönlichkeitsrechte kassiert.
    Herr Spahn führt sich auf wie der Corona- König. Er will, tut, bestimmt….

  9. Wenn die Wirtschaft sagt, wir brauchen die Information, damit wir die Hygiene-Maßnahmen optimieren können, geht es erst einmal um Einsparmaßnahmen.
    Und wenn die Maßnahmen erst mal einsetzen geht, das Betriebsklima in den Keller. Das ist dann in den Kitas und Schulen nicht anders.
    In der Schule heißt es dann, dass kannst du machen, weil du ja doppelt geimpft und dann wird fleißig auch die Kollegen geschimpft, die nichf mehr dürfen, weil ihr Status nicht ausreicht.
    Frohen Mutes in eine interssante kommende Zeit, in der sich vermutlich spannende Abgründe auftun.

  10. Der Witz ist, dass diese Maßnahme zwar nach außen hin als Schutzmaßnahme dargestellt wird, es anscheinend aber wieder nur ums liebe Geld geht.
    Unsere Schulleitung forderte uns auch auf, unseren Impfstatus zu belegen, der Grund dahinter war aber kein Schutzgedanke, sondern dass sie vom zuständigen Amt aufgefordert wurde, den Impfstatus des Kollegiums weiterzugeben, damit zukünftige Test-Lieferungen berechnet werden können, denn Geimpfte würden zukünftig keine Tests mehr bekommen.
    Das bedeutet im Umkehrschluss doch, dass die Geimpften, die sich ja nachweislich auch infizieren und leider das Virus auch weitergeben können, wenn vielleicht auch reduziert, erst wieder in der Statistik auftauchen, wenn es zu symptomhaften Impfdurchbrüchen kommt. Einerseits um Geld zu sparen, andererseits um die Inzidenzen zu drücken, das macht mich fassungslos!
    Wo ist da der Schutz für eventuelle Ungeimpfte? Was ist, wenn ich mich infiziere, aber da ich mich ja nicht teste, weil geimpft, reihenweise Leute in der Schule anstecke, da dort Abstand nicht möglich ist, Luftfilter eine liebgewonnene Illusion sind und die größtenteils ungeimpften Kids die Masken eben nicht den ganzen Tag perfekt tragen? Was ist, wenn diese das Virus wiederum in ihre Familien tragen und und und und…
    Auch ich finde die Tests unangenehm, möchte mich aber weiter testen, zur Sicherheit aller! Ich werde aber nicht auch noch Tests privat finanzieren, das darf ich schon bei den Masken, da unser Dienstherr uns sowohl zu wenige, als auch fast ausschließlich untragbare, unhygienisch in Gefrierbeutel gestopfte Schrottmasken zur Verfügung stellt!
    Auch bei unseren Schülerinnen und Schülern soll, aus dem gleichen Grund (weniger zu liefernde Tests), der Impfstatus abgefragt werden, d.h. der ohnehin schon kaum vorhande Schutz wird auch an dieser Stelle noch weiter heruntergefahren werden! Auch hier wird wieder am falschen Ende gespart, genau wie von Anfang an! Nichts soll die Durchseuchung der Kinder noch verhindern!
    Solange ich nicht gezwungen werde, meinen Impfausweis zu zeigen, werde ich das nicht tun, genauso wird auch mein geimpftes Kind seinen nicht zeigen, nicht aus diesen Gründen! Sollte das Thema Drittimpfung, denn der Impfschutz hält ja nicht ewig, je für uns aktuell werden, werde ich mir schwer überlegen, ob ich sie nehme, um wieder als ungeimpft zu gelten, denn es wird ja davon gemunkelt, dass Ungeimpfte demnächst nicht mehr in die Klassen dürfen. Und wenn ich als Kopier- oder Korrekturäffchen meinen Dienst im hinterletzten Kellerverlies ableisten muss, ohne meine Kids in den Klassen zu sehen (denn das ist der eigentliche Job und der macht Freude), ist mir das immer noch lieber als das, was im Moment gemacht wird.
    Es sollte WIRKLICH um Schutz gehen und nicht einmal mehr um mögliche Einsparungen!

    • @Schnauzegestrichenvoll: Wir wollen doch alle daß irgendwann wieder Normalität einkehrt. Ehrlich gesagt erkennen die Schnelltests bei ungeimpften Personen nur, wenn jemand aktuell ansteckend ist. Bei geimpften Personen schlagen diese Tests wohl sehr viel seltener an bzw. sind komplett wirkungslos- bei geimpften wird man soweit ich weiss nur mit einem PCR Test noch etwas. Frage: Wenn die Bürgertests ab Oktober kostenpflichtig werden werden Sie dann täglich für diese Tests freiwillig zahlen?

      Eins sollte Ihnen auch klar sein: Mit Masken bekommen sie auch nur in Situationen etwas mehr Schutz rein, wo die Kontakte nur kurz dauern (Bahnfahren, Einzelhandel und viele Situationen im medizinischen Sektor), aber nicht in Situationen, wo ein gleicher Personenkreis über eine längere Dauer zusammen ist. Ich denke Sie sollten das Ganze doch etwas entspannter sehen, da Sie auch geimpft sind. Falls Sie berechtigte Zweifel haben (Risikogruppe, gefährdete Angehörige usw.), dann helfen Ihnen die in der Schule vorhandenen Schutzmassnahmen auch nicht wirklich und Sie wären Arbeitsunfähig – das könnte man mit einem Arzt klären. Und das mit den Schrottmasken- da werden viele noch ihr blaues Wunder erleben. Daher ist auf alle Fälle eine baldige Exitstrategie für Masken erforderlich. Dazu ein Link:
      https://www.welt.de/vermischtes/article233191963/Corona-Forscher-fuer-Exit-Strategie-bei-Maskenpflicht.html

      • Mal ne Nachfrage zu Ihrem Lieblingsmantra ‚Masken sind sinnlos und sogar gefährlich‘: Haben Sie den von Ihnen verlinkten Artikel überhaupt gelesen? In diesem wird mehrfach durch die zitierten Experten auf die Effizienz der (Op- und FFP2-) Masken insbesondere in geschlossenen Räumen (= Klassenraum) verwiesen.

        • @Mika: Sie haben in dem Link auch nur die Passagen gelesen, die für Sie die Schlussfolgerungen hat, daß nur Masken die Welt retten. Aber die Passagen, die die Exitstrategie beschreiben, lassen Sie geflissen aus. Zwei Kernaussagen:

          „…Noch sei die Impfquote in Deutschland nicht hoch genug, um wirklich sicherzugehen, dass das Gesundheitssystem einer möglichen weiteren Welle standhalten könne. Doch spätestens nach dem Winter und steigenden Zahlen von Geimpften gebe es keinen Grund mehr, das Tragen von Masken weiter zur Pflicht zu machen…“

          und
          „Für einen deutlich schnelleren Beschluss ist Dalpke bei Schülern. „Da könnte man schon früher auf Masken verzichten“, sagte er. Auch bei Influenza-Wellen, bei denen Kinder einen deutlich höheren Anteil an der Verbreitung haben als beim Coronavirus, habe es keine Maskenpflicht gegeben. Es sei erwiesen, dass Schulen nicht Treiber der Corona-Pandemie seien.“

          Natürlich können gute FFP2 Masken, wenn sie zudem streng korrekt getragen werden und nicht feucht sind, das Risiko etwas minimieren. Aber das kann eben keine Dauerlösung sein. Und Masken werden in 98% der Fälle nie richtig getragen, weil Sie eben nicht dicht anliegen.

          Für Schüler ist daher jetzt schon eine Exitstrategie erforderlich und zwar allerspätestens nach den Herbstferien. Wir riskieren bei den Schüler mit den Masken erhebliche Folgeschäden, die vermutlich weit aus schlimmer sein werden als eventuelle Covid Infektionen. Mir geht es sehr nah daß viele Lehrer und Erziehungsberechtigte diesen Punkt geflissen ignorieren und da nicht mal weiterdenken. Die Maske hat in einigen Bereichen bis zur Impfung hilfreiche Dienste geleistet. Jetzt ist sie verbraucht und gehört entsorgt.

          • Wieso „auch“? Sie geben echt zu, dass Sie den Inhalt verkürzt und falsch dargestellt haben? Chapeau! Und nein, die von Ihnen zitierten Aussagen haben einen klaren zeitlichen Bezug auf das nächste Frühjahr. Woher nehmen Sie den Zeitraum Herbst 2021?
            Ich hoffe für Ihr Gewissen, dass Ihr Geschreibe nicht von irgendjemandem gelesen wird, der das für gesicherte wissenschaftliche Tatsachen nimmt, die Maske aufgrund dessen weglässt und sich infiziert.

  11. Huch, warum das denn? Kinder werden doch quasi gar nicht krank, seit wann sind die denn plötzlich eine vulnerable Gruppe? -Ironie off-
    Wer das eine seit Monaten behauptet, kann das andere jetzt nicht mit dem Gegenteil begründen!

  12. Bei uns wurde vor Wochen um die Angabe gebeten, damit das Gesundheitsamt einen nicht erst in Quarantäne schickt.

    Tests werden uns auf freiwilliger Basis weiter angeboten.

    Masken bekommen wir pro Präsenztag 2 OP Masken und 2 FFP2 Masken.

    • „damit das Gesundheitsamt einen nicht erst in Quarantäne schickt.“ Und genau das ist der einzige Grund, der dahinter steht. Es geht weder um Arbeits- noch um Gesundheitsschutz in Schulen, es geht lediglich darum, dass keine LK „ausfallen“. Sonst müsste man womöglich mangels Personal doch noch Schulen schließen. DAS jedoch haben die KuMi nachdrücklich ausgeschlossen…

    • Wo gibt es denn soviele Masken für LuL vom Dienstherren? Ich habe während der ganzen bisherigen Pandemie ca. 16! kostenlose FFP2- Masken bekommen. Die letzten davon im Juni!

      • Wir haben in NRW tatsächlich je 50 zum Schuljahresanfang bekommen. Die OP-Masken sollen dabei während der FFP2-Maskenpausen getragen werden (dass Maskenpause Pause von jeglicher Maske heißt, hat sich zum KuMi noch nicht rumgesprochen). Die OP-Masken hab ich erst mal 3 Tage zum Auslüften in die Sonne gehängt, die rochen mega chemisch.

        • Hmm, ja das ist erstaunlich…auch wir haben bei uns in der Anstalt ca 8 große Kisten mit jeweils 1000 FFP2-Masken stehen…ungeöffnet…aber ausgegeben wurden und werden die nicht….Grundsätzlich dafür ist nicht bekannt. Wir bezahlen die benötigten Masken (OP oder FFP2 ) aus der eigenen Tasche.
          Habe ich zufällig entdeckt, weil ich in das Corona-Testteam zugewiesen wurde, die die regelmä SuS-Testungen zu organisieren haben…
          Was mit den FFP2-Masken passieren soll weiß ich nicht…vielleicht liegen die da als stille Kapitalreserve … für den Fall, dass die Pandemie doch noch nicht vorüber ist und der Maskennachschub evtl wieder ausbleibt. Dann machen wir einen Riesenreibach damit und stoßen uns alle finanziell gesund daran…harharharhar…

          • Wer weiß, vielleicht ist es auch besser so, dass diese Masken nicht in Betrieb gehen. Die bei uns dankenswerter weise verteilten „Chemie“-Masken haben alle Lehrkräfte schnellstens entsorgt, nachdem die ersten Trageversuche unerfreulich verliefen.
            Vielleicht sicherheitshalber mal testen, bevor es beim Verteilen die große Überraschung gibt.

  13. „ Arbeitgeber könnten durch die Informationen die Arbeitsorganisation so ausgestalten, «dass ein sachgerechter Einsatz des Personals möglich ist und gegebenenfalls entsprechende Hygienemaßnahmen treffen».“
    Öööhm, was soll sich denn in den Schulen durch die Bekanntgabe des Impfstatus ändern? Geimpfte können das Virus ebenfalls weitergeben, sollten also, was den Fremdschutz für die „vulnerablen Gruppen“ betrifft, den gleichen Schutzmaßnahmen unterliegen wie Ungeimpfte. Welche Veränderungen im Einsatz der Lehrer und Erzieher ist denn für geimpfte bzw. ungeimpfte Beschäftigte geplant, welche Schutzmaßnahmen werden denn auf den Status geimpft oder ungeimpft angepasst? Meines Wisens nach keine!
    Erstaunlich finde ich, dass Kinder und Jugendliche auf einmal zu den vulnerablen Gruppen zählen – verkündete nicht erst Frau Schopper jüngst, dass man für diese Erkrankung doch nur ein Taschentuch mehr benötige? Und verkünden nicht diverse Organisationen wie Kinderarztgesellschaften , Fidk usw. fortlaufend, dass die Erkrankung für Kinder irrelevant sei?
    Und WENN Kinder und Jugendliche zu den vulnerablen Gruppen gehören, warum tut man seit Beginn der Pandemie so herzlich wenig für sie? Warum gibt es immer noch keine Luftfilter in der überwältigenden Zahl der Kita- und Klassenräume?
    Der Impfstatus der Beschäftigten in Kita und Schule ist für den Beschäftigten aus Selbstschutzgründen relevant. Er hat, aufgrund mangelnder Konsequenzen IN DER Arbeitsorganisation, jedoch keinerlei Relevanz für den Arbeitgeber. Von daher sollte der Arbeitgeber diesen auch nicht erfragen dürfen.

    • Natürlich können geimpfte den Virus weitergeben, das Risiko sehe ich aber als erheblich geringer an als durch den Verzicht von Schutzmassnahmen wie Masken und Lüftung.
      Die Angabe des Impfstatus von Beschäftigten und Schülern kann als Basis dienen, schneller zu einer dringend erforderlichen Normalität ohne Masken und übertriebene Lüftungskonzepte zurückzukehren. Die Frage ist warum Sie sich dagegen verwehren? Wir kommen jetzt auch sehr schnell in vielen Klassen zu der Situation, wo nur noch Personen der 2G Gruppe, ggf. nur 1G anwesend sind. Und warum sollte man dort die Schutzmassnahmen noch beibehalten?

      Wer ein gutes Verhältnis zu seinem Arbeitgeber bzw. als Schüler zu seiner Schule hat sollte kein Problem damit haben, seinen Impfstatus gerade wenn er vollständig geimpft ist dann auch mitzuteilen und die Einrichtung sollte dann auch eine Liste führen dürfen, wer geimpft ist. Das ist eine andere Kategorie als wenn man jetzt andere persönliche Daten teilen müsste beispielsweise politische Ausrichtungen usw.

      • Was hat die Mitteilung von Gesundheitsdaten mit „gutem Verhältnis zu AG oder Schule“ zu tun?
        Ich sehe in Ihren Ausführungen keine substanzielle Begründung für eine Auskunftspflicht des Beschäftigten gegenüber dem AG. Das Interesse des AG liegt in der Nichtinfektiösität des AN. Diese kann er durch einen Test erfragen, so wie er es bei den SuS macht. Für die SuS kann der AG keine Auskunftspflicht bzgl. Der Coronaimpfung erlassen, solange es keine Pflichtimpfung gibt. Damit erübrigt sich Ihre Argumentation zu wegfallenden Schutzmaßnahmen aufgrund vollständig geimpfter Klassen. Letztere Annahme ist übrigens illusorisch, zumindest da, wo ich unterrichte.

        • Verstehe: Ihnen ist es lieber daß Schüler weiterhin unnötigerweise die AHA Regeln insbesondere Masken tragen einhalten müssen obwohl es aus wissenschaftlicher Sicht dann nicht mehr notwendig ist. Nur Sie verhindern dann ihre notwendige Mithilfe und nehmen billigend Folgeschäden ihrer Schüler in Kauf. Ich habe den Eindruck daß Sie an der Situation wohl nichts ändern wollen. Nur dann frage ich mich ob Sie überhaupt noch Verantwortung für Schüler übernehmen können und somit für den Schuldienst geeignet sind.

          Aktuell plädiert ein Ethikrat-Mitglied für Impfpflicht in bestimmten Berufen, die auch Schulen betreffen wird. Und damit wären Sie auch auskunftspflichtig. Leider sind bei solch sensiblen Bereichen wie Schulen solche Massnahmen wohl doch notwendig obwohl ich gehofft hatte daß man ohne sie auskommt. Aber Ihr Beispiel zeigt, daß man mit Freiwilligkeit oft nicht weiterkommt. Daher hoffe ich sehr, daß der Vorschlag aus dem Ethikrat ins Gesetz verankert wird.

          • Nein, Dirk, Sie verstehen nicht und Ihre diesbezüglichen Schlussfolgerungen, meine Person betreffend, sind falsch.
            Wie Sie aus Ihren Ansichten zum Thema Masketragen die moralische Pflicht der Lehrkraft (auch der Schüler?) zur Weitergabe von Gesundheitsdaten ableiten, ist schon spannend. Wenn man Ihrem Weg folgte, hieße das übrigens, dass die Information „geimpft oder nicht“ nicht mehr nur beim AG liegt, sondern allgemein bekannt ist, da Sie ja Geimpfte gemeinsam in Gruppen zusammenfassen wollen. Schulorganisatorisch ist das an weiterführenden Schulen überhaupt nicht möglich. Wie gesagt, keinerlei substanziellen Argumente Ihrerseits, da greifen Sie dann gerne mal in die persönliche Kiste und versuchen, Ihr argumentatives Gegenüber moralisch herabzusetzen. Das ist für mich keine Basis für eine sachliche Auseinandersetzung – von meiner Seite aus beende ich den Disput.

          • @Mika:
            >Nein, Dirk, Sie verstehen nicht und Ihre diesbezüglichen >Schlussfolgerungen, meine Person betreffend, sind falsch.

            Ich sehe bei Ihnen eine Beratungsresistenz. Leider habe ich das oft bei Lehrern festgestellt vor allen fehlt häufig eine Eigeninitiative. Ihre Argumente sind allesamt nicht wirklich nachvollziehbar, sondern ich sehe hier eine vor Angst und Panik getriebene Vorgehensweise von Ihrer Seite aus. Nehmen Sie das bitte als einen gutgemeinten Rat an.

  14. Bitte kurz mal alle ganz gut aufpassen:

    „Ich bin vollgeimpft seit Wochen.“

    Und jetzt?

    Merkt jemand schon was?

    Hat sich was verändert, ist es jetzt sicherer?

    • Das ist doch normal, daß Sie nichts merken. Vor allen bekommt man von seinem Körper es nicht mitgeteilt, wenn die Impfung doch gewirkt hat, weil Sie sich irgendwo angesteckt haben aber danach nichts weiter gemerkt haben.

        • Der Impfstatus macht die Schulen genauso sicher wie die Beschränkung der Quarantäne auf unmittelbare Sitznachbarn oder die von den Schülern selbst durchgeführten Schnelltests.

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