„Schulwegekonzept“ lässt auf sich warten – Unbekannte malen Zebrastreifen vor Grundschule

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Vor eine Grundschule in Niederkrüchten im nordrhein-westfälischen Kreis Viersen haben Unbekannte einen Zebrastreifen aufgemalt und so für Verwirrung gesorgt – und für Verärgerung: Die Gemeindeverwaltung zeigte sich not amused.

Möglicherweise wollten die Täter mit der Aktion den Verwaltungsakt „Schulwegekonzept“ beschleunigen. Foto: Shutterstock

Viele Schulkinder und Eltern waren irritiert, als sie die weiße Farbe auf der Straße sahen, teilte die Gemeinde mit. «Die auf der Fahrbahn aufgebrachte Farbe stellt einen massiven Eingriff in den Straßenverkehr dar und ist eine große Gefahrenquelle». Kinder könnten den vermeintlichen Zebrastreifen für offiziell halten, während Autofahrer von einer normalen Straße ausgingen – weil es kein entsprechendes Verkehrsschild gibt, sagte ein Sprecher der Gemeinde am Mittwoch.

Mit Hochdruckreinigern und Brennern habe man bereits vergeblich versucht, die Schmierereien wieder zu entfernen. Eine Spezialfirma werde das nun «zeitnah» erledigen, sagte der Sprecher. Die Gemeinde erstattete Anzeige, nachdem der illegale Zebrastreifen am frühen Dienstagmorgen entdeckt worden war.

Ein Schulwegekonzept sehe tatsächlich solch einen Fußgängerübergang an der Grundschule vor, berichtete der Sprecher weiter. Dieses müsse aber noch weiter erarbeitet werden, ehe es der Politik vorgestellt werden könne. Offensichtlich wollte jemand der Verwaltung dabei Beine machen… News4teachers / mit Material der dpa

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4 KOMMENTARE

  1. Auch wenn ich das nicht unbedingt gutheiße…aber hier zeigt jemand, wie es geht.

    Machen statt drüber reden und philosophieren.

    Ich mein, das ist doch wichtig, damit die Kinder sicher über die Straße gehen können. Mich ärgert so ein hinausgezögere auch tierisch…hätte ich sein können

  2. Anstatt für viel Geld die Farbe entfernen zu lassen, vielleicht einfach ein vorübergehendes Schild auftstellen (wenn der Zebrastreifen sowieso geplant ist), das Genehmigungsverfahren beschleunigen und anschließend schnell einen richtigen Zebrastreifen einrichten. Aber lieber wieder aufregen und unsinnig Geld ausgeben…

  3. Das kenne ich!
    Vor unserer Schule gab es 30 Jahre lang eine Bedarfs-Fußgängerampel mit Knopf.
    Die GS Kinder lernten im Verkehrserziehungs-Unterricht diese richtig zu benutzen, trainierten das sogar mit einem Verkehrspolizisten.
    Freitags war die Ampel noch da, montags war sie plötzlich weg! Der Zebrastreifen war übergeteert!
    Auf eine Anfrage an die Stadt erhielten wir schon nach knapp einem Monat die Antwort, dass die Ampel an einer Stelle stand, die nicht zulässig gewesen sei!
    Sie hätte 50m davon entfernt stehen müssen! Eine Verlegung der Ampel hätte größere straßenbautechnische Maßnahmen erfordert, deren Kosten im Haushalt nicht vorgesehen seien.
    Allerdings versprach man uns, zeitnah einen neuen Zebrastreifen an der passenden Stelle (50 m vom Schuleingang entfernt) anzulegen.
    Und schwupps, kaum 18 Monate später war er da!

    2 Wochen später wurde mit dem Bau der neuen Cafeteria begonnen. Der Fußweg vor der Schule wurde gesperrt, da er für die Baumaßnahmen genutzt werden musste. Die Hinweisschilder waren auch schon weg, nur der Zebrastreifen prangte noch in strahlendem, unschuldigem Weiß auf der Fahrbahn.
    Der brandneue Zebrastreifen hatte nun aber keine Verbindung mehr zum Fußweg!

    Wieder Nachfrage an die Stadt, wie die Sicherheit nun gewährleistet werden sollte.
    Antwort: Da in einigen Wochen auch direkt gegenüber der Baustelle für die neue Cafeteria eine Baustelle für ein 3-Familien-Haus eingerichtet werden würde und dadurch beide Fußwege gesperrt sein würden, sei man schon in der Planung, wie der Weg der Schüler sicher gestaltet werden könnte!

    Keine 3 Monate später wurde das Enkelkind unseres Bürgermeisters eingeschult. Er war „richtig angepisst“ (seine Worte!), dass sein Enkel seine Schule nur „unter Lebensgefahr“ erreichen konnte! Nach einigen Vorwürfen an die Schule, die wir unter Hinweis auf einen schon gutgefüllten Ordner zum Thema abschmettern konnten, handelte er aber!
    Innerhalb einer Woche wurde die Straße zur Einbahnstraße und ein Fußweg wurde von der Fahrbahn abgetrennt und mit gelben Zebrastreifen versehen.

    Geht doch!

  4. Wieder einmal reagiert eine Gemeindeverwaltung nicht im Sinne der Kinder. Schilder fehlen für die Autofahrer? Für einen Bauhof eine Sache von maximal einer Stunde Arbeit, um solche Schilder zu montieren. Oft haben die Gemeinden Schilder auf Vorrat. Wo liegt nun das Problem, für die Kinder zu handeln?

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