Suizidversuche von Kindern und Jugendlichen: Hilfeschreie – mit oft tödlichen Folgen

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MÜNCHEN. Als Jugendlicher hat man noch keine echten Sorgen, mag so mancher Erwachsener denken. Weit gefehlt. Rund 500 junge Menschen sind jedes Jahr so verzweifelt, dass sie sich das Leben nehmen. Obwohl die meisten eigentlich gar nicht tot sein wollen.

Die Corona.Krise kann die Situation für Kinder und Jugendliche, die ohnehin psychische Probleme haben, verschärften. (Symbolfoto) Foto: Shutterstock

Aus den Zeilen sprechen Verzweiflung, Einsamkeit, Hoffnungslosigkeit. Das Gefühl, nicht gebraucht und nicht geliebt zu werden, nichts wert zu sein. «Ich will sterben» ist deshalb ein Satz, den die Ehrenamtlichen bei U25, einer Online-Anlaufstelle für junge Menschen mit Suizidgedanken, oft lesen. Das Gefühl, lieber tot sein zu wollen als weiterzuleben, kennen erschreckend viele Kinder und Jugendliche: Rund 500 bringen sich Jahr für Jahr in Deutschland um. 10 bis 20 Mal so viele unternehmen seriösen Schätzungen zufolge zudem den Versuch, sich das Leben zu nehmen.

Damit ist Suizid in der Altersklasse der 15- bis 24-Jährigen neben Verkehrsunfällen die häufigste Todesursache. Zudem gibt es bei jungen Menschen unter allen Altersgruppen die meisten Suizidversuche. 2019 – neuere Zahlen hat das Statistische Bundesamt noch nicht veröffentlicht – schieden 471 unter 25-Jährige aus eigenem Zutun aus dem Leben. Das war zwar der niedrigste Stand seit vielen Jahren, doch Fachleute sind alarmiert. Denn seither wirbelt die Corona-Pandemie das Leben gerade auch der jungen Menschen durcheinander.

«Das sind ganz klar die Auswirkungen der Pandemie und des Lockdowns auf die Jugendlichen und die Kinder»

Die Münchner Arche etwa, eine auf Suizidprävention spezialisierte Beratungsstelle, verzeichnet seit dem Winter einen deutlichen Anstieg an Anfragen, die selbst sehr junge Teenager mit Suizidgedanken betreffen. «Das sind ganz klar die Auswirkungen der Pandemie und des Lockdowns auf die Jugendlichen und die Kinder, die noch kaum Krisenerfahrung haben können oder durch frühere Belastungen besonders verletzlich sind», schildert Geschäftsführerin Heidi Graf.

Stress mit den Eltern, schlechte Noten, Streit mit Freunden, die Pubertät als solche – «das reicht alles, um in eine Krise zu kommen», betont Graf. «Wenn dann noch alles wegfällt, was normalerweise stabilisiert, die Klassenfahrt, die Pfadfinder, der Sportverein, die Party am Freitagabend, dann rutschen manche Jugendliche in eine Form von Niedergeschlagenheit, Depression und Zukunftslosigkeit, so dass sie vermehrt auf die Idee kommen, sich zu fragen: Was soll ich noch auf dieser Welt?» Und in diesen Fällen ist noch lange nicht die Rede von traumatischen Erlebnissen, von Missbrauch und Gewalt oder dem Verlust geliebter Menschen.

Wenn sich jeden Tag in Deutschland im Schnitt mehr als ein Kind, Jugendlicher oder junger Erwachsener das Leben nimmt, hat das letztlich eine riesige Dimension. «In jeder Schule ist das Thema», betont Ute Lewitzka, Psychiaterin an der Uniklinik Dresden und Vorstandsvorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention. «Jeder Jugendliche hat in seiner Klasse einen Mitschüler, bei dem der Gedanke an Suizid irgendwann aufkommt.»

Wen es treffe, sei nicht vorherzusagen, auch wenn es Risikofaktoren wie unstabile Familienverhältnisse, Armut, Migration oder Flucht gebe. «Man sollte einen Suizid oder Suizidversuch nie nur auf eine Ursache runterbrechen. Es ist immer ein Zusammenspiel von vielen unterschiedlichen Faktoren», betont Lewitzka.

Den Fachleuten zufolge lässt sich nur schwer erkennen, wann ein junger Mensch Selbsttötungsgedanken hegt. Appetitlosigkeit, Niedergeschlagenheit, Rückzug, das Aufgeben alter Hobbys und Freundschaften oder das Vernachlässigen der Körperpflege können zwar Warnzeichen sein, treten bei vielen Pubertierenden aber auch so in manchen Phasen auf. Dennoch sollten Bezugspersonen dann aufmerksam werden – und im Zweifel ganz konkret nach einem etwaigen Todeswunsch fragen. Jemanden dadurch erst auf die Idee eines Suizides zu bringen, halten Fachleute unisono für einen widerlegten Mythos.

Zwar wollen die meisten Jugendlichen mit Suizidgedanken nicht wirklich tot sein, sondern nur einer als unerträglich und ausweglos empfundenen Situation entkommen, wie die Experten schildern. Eine entsprechende Ankündigung oder ein Versuch seien daher oft ein Hilferuf, «aber der ist unglaublich ernst und kann potenziell den Tod bedeuten», betont Lewitzka. «Die Bindung zum Leben ist möglicherweise stärker als die Sehnsucht zum Tod, aber die Jugendlichen nehmen in Kauf, dabei wirklich sterben zu können.»

Die meisten kündigen ihre Suizidversuche vorher an. «Da ist es entscheidend, das nicht zu überhören und sich sofort, und nicht zehn Minuten oder einen Tag später, die Zeit zu nehmen und zu sagen, das habe ich gerade gehört, das interessiert mich, das nehme ich sehr, sehr ernst, du hast jetzt meine volle Aufmerksamkeit und ich bin jetzt für dich da», schildert Arche-Geschäftsführerin Graf. «Wenn diese kleinen Fensterchen aufgehen – die gehen sonst so schnell wieder zu!»

Umgehendes Reagieren sei auch deshalb so wichtig, betont Psychiaterin Lewitzka, weil bei vier von fünf Suiziden zwischen Entschluss und Umsetzung der Tat nur wenige Stunden vergingen. «In Krisen vor allem bei Jugendlichen reden wir teils von zehn Minuten.»

Hilfe gibt es unter anderem bei der Telefonseelsorge unter 0800 1110111, den Krisendiensten oder den sozialpsychiatrischen Diensten der Landkreise, aber auch bei Schulpsychologen und Ärzten. Allerdings richten sich nur wenige Angebote explizit an junge Menschen. Eine Ausnahme bildet neben der «Nummer gegen Kummer», die unter 116111 erreichbar ist, die Online-Beratungsstelle U25. Dort stehen 300 junge Ehrenamtliche in zehn Städten Deutschlands Verzweifelten per E-Mail zur Seite.

«Rede mit demjenigen und hör zu, was da los ist, sehe ihn und interessiere dich für ihn!»

In Nürnberg verzeichnet Teamleiterin Jenny Catsam seit dem zweiten Lockdown einen massiven Anstieg der Anfragen. Längst können nicht mehr alle Interessenten begleitet werden, selbst die Warteliste ist voll. Sie rät deshalb jedem, der sich Sorgen um einen Freund oder Verwandten macht: «Rede mit demjenigen und hör zu, was da los ist, sehe ihn und interessiere dich für ihn!» Die Sorgen, und scheinen sie von außen auch noch so banal, sollten auf jeden Fall ernst genommen und nicht kleingeredet werden.

«Vor allem Gleichaltrige sollten dabei aber auch auf ihre eigenen Grenzen achten und nichts versprechen, was nicht haltbar ist», rät Catsam. «Ich muss nicht immer für den anderen da sein, ich habe das Recht, nachts mein Handy auszuschalten.» Auch sei es nicht ratsam zuzusagen, die Suizidpläne als Geheimnis zu behalten, damit man sich Hilfe holen könne. «Denn für einen alleine ist dieses Problem zu groß.» Von Elke Richter, dpa

Haben Sie suizidale Gedanken oder haben Sie diese bei einem Angehörigen/Bekannten festgestellt? Hilfe bietet die Telefonseelsorge: Anonyme Beratung erhält man rund um die Uhr unter den kostenlosen Nummern 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222. Auch eine Beratung über das Internet ist möglich unter http://www.telefonseelsorge.de.

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45 KOMMENTARE

  1. Sorry, dass war aber zu meiner Schulzeit vor 50 Jahren nicht anderst!
    Damals vielleich aus anderen Gründen!
    Sehr strenges Elternhaus, Schläge bei schlechten Noten, Versetzungsgefahr, blauer Brief usw.

    • @KARIN: Die Studie zeigt ein vorhandenes Problem auf und benennt Faktoren, die das Problem verstärken. Das kann man doch nicht einfach ignorieren, sondern es müssen Schlüsse daraus gezogen werden. Der Verweis darauf, dass es schon früher ähnliche Probleme gab, hilft dabei nicht weiter.

  2. Stimmt; Suizide im Bildungskontext gab es schon im 19 Jh. und darüber ausgiebige (politische) Diskussionen Anfang des 20. Jh.

    Hier denke ich aber, verdichten sich die Probleme durch die Lockdown-Maßnahmen während der Pandemie.

    Es wird höchste Zeit, dass Kinder und Jugendliche (wieder) öffentlich wahrgenommen werden mit ihren Problemen. Hier stehen Lehrkräfte und Schulen neben Nachbarn und flüchtigen Begegnungen, Lokalpolitiker*innen und Bildungspolitiker*innen, Eltern und Verwandten, Ordnungshüter*innen und Polizei, Freunden und Bekannten …

    Alle, wirklich jedes natürliche und juristische Mitglied dieser Gesellschaft tragen die Verpflichtung, Kindern und Jugendlichen ein offenes Ohr zu schenken und ihre Probleme wahr- und ernst zu nehmen.

    Einfach machen! Gemeinsam können wir das im Interesse der Menschlichkeit schaffen!

  3. Vergessen habe ich noch Liebeskummer, Mobbing ( auch damals schon, siehe oben!), Zukunftsängste!
    Es gab für den Aussenkontakt nur das Telefon oder zu Fuß dort hin! Ansonsten war man isoliert, wenn man nicht selber aktiv wurde!
    In der Pubertät ist beinahe jeder junge Mensch sehr emotional ausgerichtet!

    • Danke, Karin. Ich wüsste nicht, warum die paar Wochen, bei uns waren das wirklich nur paar Wochen, Schulschließung das verschärft haben könnten.

      • @Defence:
        Sie sprechen hier von Ihren Erfahrungen in Ihrer Region, in denen es nur wenige Wochen Schulschließungen gab. Es gab aber viele Regionen, in denen die Schulen 6 Monate geschlossen waren! Auch im Grundschulbereich. Warum redet man das immer und immer wieder runter und behauptet sogar, dass es das nie gegeben hätte?
        Warum glauben Sie den Psychologen nicht, wenn sie sagen, dass Schulschließungen massive Auswirkungen auf die Psyche junger Menschen haben? Kennen Sie sich in diesem Fachgebiet womöglich besser aus?

          • @Palim:
            In Bayern. Beispielsweise Landkreis Hof, Wunsiedel, Tirschenreuth, …
            Und kommen Sie jetzt bitte nicht wieder mit der Notbetreuung! Die mag an manchen Orten toll gewesen sein… unsere war eine reine Aufbewahrungsstelle. Ganz schnell wurden die Kinder dort wieder rausgenommen. Ich habe es hier schon öfter geschrieben und halte mich demnach kurz: Selbstbeschäftigung der Kinder mit selbst mitgebrachten Rätselheft, Malbuch usw. Irgendwann – weil das mit Erstklässlern nicht ewig zu machen ist – sollten die Kids Tablets und Kopfhörer mitbringen, damit sie ruhig am Platz sitzen bleiben und sich ja nicht zu nahe kommen. Wer seinem Kind was Gutes tun wollte, hat es so schnell wie möglich da raus genommen. Was zur Folge hatte, dass auch Grundschüler so lange keine Einrichtung besucht haben. Ich finde es immer wieder erstaunlich, dass sich das viele hier nicht vorstellen können oder gar behaupten, dass es das „nirgends gegeben hat“.

          • Nein, konnte ich mir nicht vorstellen, hier waren es wenige Wochen, danach gab es Wechselunterricht, sowohl nach Ostern als auch nach Weihnachten.

            Die Notbetreuung war insgesamt schwierig, gerade weil die Kinder Abstand halten sollten, das Personal auch. Gegenstände sollte man nicht mehr ausgeben.
            Am Anfang wusste man noch nicht so genau, was alles wichtig ist, und die Vorgaben waren sehr eng, wenn die Inzidenzen über Wochen besonders hoch waren, finde ich es normal, dass man sich genauestens daran hält.
            Auf 2m Abstand spielt es sich schlecht gemeinsam, man kann auch kaum bei Aufgaben helfen und durch das Verbot, Gegenstände auszugeben, fielen sehr viele Möglichkeiten in der Schule flach.

            Offenbar konnten Sie für die Betreuung eine andere Lösung finden und damit die NOTbetreuung in der Schule entlasten.

          • In BW beispielsweise, mein Kind war von Mitte Dezember bis nach den Pfingstferien 14 Tage in der Grundschule – 2021. 2020 war die Schule von Mitte März bis Mitte Juni geschlossen.

          • @Palim:
            Ja, ich musste die Notbetreuung nicht in Anspruch nehmen. Das war aber ein Kampf mit dem Arbeitgeber, der mir eigentlich nur Homeoffice zugestanden hätte, wenn ich keine Notbetreuung bekommen würde. Da wir beide sog. „systemrelevante“ Berufe haben, stand uns die Notbetreuung allerdings von Anfang an zu. Was also machen, wenn der Arbeitgeber sagt: „Dir steht Notbetreuung zu, also nimm sie!“ Echt blöd! Die Homeoffice-Pflicht galt für meinen Bereich als Beamtin nicht. Und ausschließlich Homeoffice ist in meinem Bereich auch nicht möglich. Mit den o.g. Argumenten und meinen Bedenken, die Kids unter diesen Umständen zu beaufsichtigen, konnte ich meinen Dienstherren trotzdem überzeugen und ich durfte immer abwechselnd mit meinem Mann Homeoffice machen. So ging es dann ganz gut.
            Aber das war ja auch nicht das Thema… ich wollte nur sagen, dass es einige Regionen gab, in denen auch kleinere Kinder über Monate hinweg zu Hause waren (siehe auch Post von Neu1 und Ich_bin_neu_hier) und eine Notbetreuung nicht das ist, was man mit einem Schulalltag vergleichen kann (zumindest bei uns!). Aber letzteres wird immer gerne dafür hergenommen, um zu sagen, dass die Kleinen ja die ganze Zeit versorgt gewesen wären. Ja, das stimmt schon… aber WIE halt. Und bitte jetzt nicht wieder als Angriff werten! Ich meine das ganz ehrlich nicht bösartig gegenüber dem Aufsichtspersonal – die können am wenigsten was dafür und haben trotz der ganzen widrigen Umstände ihr Bestes gegeben! Ich reagiere nur etwas allergisch darauf, wenn jemand die Notbetreuung derart herausstellt, dass es den Kindern ja an nichts fehlte. In der Realität kann die Notbetreuung nicht so betrieben werden, dass es den Kindern einen Mehrwert gibt… nur den Arbeitgebern!!!

        • @Lila

          Zu Ihrer Info, diese Vorgehensweise in der Notbetreuung war Dienstanweisung.
          Schuleigene Spiele durften nicht benutzt werden. Mitgebrachte Spiele nicht geteilt werden. Anweisung hieß, jeder SuS hat an seinem/ihrem Platz zu sitzen, SuS und Betreuungspersonal haben den Mindestabstand jederzeit einzuhalten, etc…
          Es wurde immer auf gutes Wetter gehofft, um so die Kinder wenigstens an der frischen Luft die Bewegung zu ermöglichen, ebenfalls mit gegenseitigem Abstand. Die Schulleitung wurde haftbar gemacht , dass diese Regeln eingehalten wurden.
          Erklären Sie mir bitte, wie da eine andere Art und Weise der Notbetreuung hätte stattfinden sollen und können.
          Ich kann Ihnen nur mitteilen, daß die Eltern unserer SuS froh waren, daß Notbetreuung überhaupt stattfinden konnte.
          Also bitte vor solcher Kritik erstmal die genauen Hintergründe in Erfahrung bringen. Sie treten mit solchen Aussagen den KuK, die in dieser schwierigen Phase ihr Bestes gegeben haben um den Betrieb am Laufen zu halten, ganz gehörig auf die Zehen.

          • @Darfdaswahrsein:
            Mir ist durchaus bewusst, dass diese Vorgehensweise Vorschrift war und das werfe ich keiner Lehrkraft vor! Was ich damit sagen wollte ist, dass hier immer wieder berichtet wird, dass sich Grundschuleltern doch bitte nicht aufregen sollen, da ja immer eine adäquate Betreuung vorhanden war. Nennen Sie das adäquat? Würden Sie ihr Kind über Monate hinweg diesen Regularien aussetzten? Jeden Tag Tablet datteln, nachdem sie die Dreiviertel Stunde ihre Aufgaben für die Schule erledigt hatten? Ich nicht! Und viele andere auch nicht. Es gab durchaus Eltern, die wie Sie gesagt haben, froh waren, dass sie ihre Kinder versorgt wussten. Aber warum? Weil sie arbeiten mussten und der Arbeitgeber teilweise echt gnadenlos war! Und nicht, weil sie ihren Kindern was Gutes tun wollten. Oder eben, weil sie ihre Ruhe haben wollten, wieder ein „normales“ Leben haben wollten, weil sie es satt hatten. Jedem, dem es irgendwie möglich war, hat sein Kind da nicht mehr hingeschickt (bei uns zumindest! Ich streite nicht ab, dass es woanders besser war).
            Und nochmal: Ich mache keiner Schule deswegen einen Vorwurf!!! Ich kenne die Vorschriften und weiß, dass sich alle Beteiligten daran halten müssen. Wenn das so rüber kam, dann tut mir das leid. Ich wollte damit nur sagen, dass es nicht stimmt, dass die Kleinen und/oder die benachteiligten Schüler eigentlich keine Nachteile hatten, weil sie ja immer unterstützt und betreut wurden. Oder sehen Sie das als adäquate Betreuung an? Ich nicht! Sie wurden beaufsichtigt – ja! Mehr war dem Aufsichtspersonal auch nicht möglich, selbst wenn sie wollten – das ist mir auch klar! Ändert aber nichts an der Situation für die Kinder.

          • @ Lila 25. Oktober 2021 um 07:13
            „Mir ist durchaus bewusst, dass diese Vorgehensweise Vorschrift war und das werfe ich keiner Lehrkraft vor!“
            und
            „Und nochmal: Ich mache keiner Schule deswegen einen Vorwurf!!! Ich kenne die Vorschriften und weiß, dass sich alle Beteiligten daran halten müssen.“

            Und trotzdem fragen Sie @Darfdaswahrsein: „Nennen Sie das adäquat?“ und hängen noch ganz viele andere Fragen und Ideen an.
            Diese Fragen müssen Sie an ganz andere Leute richten und das wissen Sie auch, wenn Sie die Vorschriften kennen!
            Diese Fragen gehören an genau dieselbe Adresse von der die Vorschriften kommen: Kultus- oder Schulministerium.
            Nicht an die Lehrkräfte, nicht an die einzelnen Schulen oder Schulämter oder Kreisverwaltungen/Landräte.
            Damit dürfen Sie sich nicht aufhalten, wenn Sie als Elternteil wirklich etwas ausrichten wollen.

            Gut wäre es natürlich, wenn Sie eine Kopie Ihres (ein oder mehrere) Schreibens oder Ihrer Emails an die jeweilige Klassenleitung und Schulleitung senden würden.
            Dann wären alle informiert und ich kann mir vorstellen, dass man sich an der Schule Ihres Kindes über solche Unterstützung aufrichtig freuen würde.
            Außerdem wird auf so eine Art der Zusammenhalt und das Verständnis füreinander GENAU DORT gestärkt, wo die Menschen täglich zusammenarbeiten. ( Ich hoffe, dass es Zusammenarbeit ist. )
            Ganz toll ist es natürlich, wenn man auch die ( Lokal- )Presse regelmäßig damit löchert. Steter Tropfen höhlt den Stein.

            Aber das kostet dann Zeit.
            Wahrscheinlich mehr, als der Post an @Darfdaswahrsein.
            Aber den Inhalt von dem Post können Sie ( ein wenig verändert ) in dieser Herbst- und Wintersaison sicher so nutzen, wie ich es vorgeschlagen habe.
            DAS wäre für Ihr Kind ( und für Sie als Mutter ) dann wohl am ehesten Erfolg versprechend.
            DAS könnte ( ! ) etwas an der Situation für die Kinder ändern.

          • @W.
            „Und trotzdem fragen Sie @Darfdaswahrsein: „Nennen Sie das adäquat?“ und hängen noch ganz viele andere Fragen und Ideen an.
            Diese Fragen müssen Sie an ganz andere Leute richten und das wissen Sie auch, wenn Sie die Vorschriften kennen!“

            Diese Frage habe ich an @Dasdarfwahrsein gestellt – richtig!

          • … Entschuldigung… zu früh abgeschickt! 🙂

            Das war eine rethorische Frage an @Darfdaswahrsein.
            Wenn das falsch rüber kam, tut es mir leid! Es sollte keine Kritik an „den Ausführenden“ sein. Ich wollte damit zum Ausdruck bringen, dass man doch nicht abstreiten kann, dass das keine adäquate Beaufsichtigung von kleinen Kindern ist. Ganz ohne (!!!!!!!) Vorwürfe gegen die, die sie durchführen müssen. Ich muss mich wahrscheinlich das nächste mal besser ausdrücken oder immer einen solchen Zusatz mit anführen.

          • @ Lila 25. Oktober 2021 um 14:34
            Ihre Reaktion „Diese Frage habe ich an @Dasdarfwahrsein gestellt – richtig!“ zeigen Sie ja, weil Sie diese als passend erachten und Ihre Möglichkeiten gewissenhaft ausschöpfen.
            Damit bestätigen Sie ein typisches Klischee, nämlich dem Ihrer Zunft:
            „Die Homeoffice-Pflicht galt für meinen Bereich als Beamtin nicht.“ ( Lila 25. Oktober 2021 um 14:27 )
            Beamtin …
            Das erklärt dann auch warum Sie über Dinge, die Sie bzw. Ihr Kind betreffen, nur dann etwas wissen, wenn
            – es nicht von ( Ihrem ) Dienstweg abweicht
            – es nicht dazu führt, dass Sie an gewissen Stellen innerhalb des Systems bzw. als Bürokratin unangenehm in Erinnerung bleiben ( Beförderung in Aussicht? Keine Sorge, die gönne ich Ihnen. )
            https://www.news4teachers.de/2021/10/schueler-und-lehrer-fensterlueftung-im-unterricht-ist-im-winter-unpraktikabel/
            “ Lila 24. Oktober 2021 um 10:30
            Zusatz:
            … Deswegen wandten sich (bei uns zumindest) einige Eltern direkt an den Schulträger. Ob das bei der Schule angekommen ist, weiß ich nicht.“
            Wenn Sie von „einige Eltern“ schreiben, inkludiert Sie das nicht, das ist sehr schade. Aber eine Person, die um das Kindeswohl so besorgt ist und zugleich so gewissenhaft ist wie Sie ( und wie Sie es hier schon oft demonstriert haben ) hätte dann sicher geschrieben „Wie ich und einige andere Eltern … Leider haben wir dann keinerlei Reaktionen erhalten.“
            Aber pampig sein geht immer und kostet genau so wenig wie Fensterlüftung.
            Und jetzt gerne zurück zum Thema des Ausgangsartikels.

          • @W.
            Ich kann mir ihre derart verschnupfte Reaktion nur so erklären, dass sie meinen Zusatz zu meinem Kommentar nicht gelesen haben. Ich habe zu früh den Kommentar abgeschickt, ohne fertig geschrieben zu haben. Deshalb der Zusatz! Bitte lesen! Dieser wurde noch vor Ihren Kommentar verfasst.
            Falls Sie dann immer noch der gleichen Meinung sind, dann weiß ich auch nicht mehr…

          • @Lila 25. Oktober 2021 um 18:43 und 18:52
            „Geht’s noch?! Was ist denn in Sie gefahren?“
            Als Sie DAS getippt haben, saßen Sie wohl vor einem Spiegel?

            „Deshalb der Zusatz! Bitte lesen! Dieser wurde noch vor Ihren Kommentar verfasst.“
            „Verfasst“ ist nicht gleich „lesbar“.
            Es dauert unterschiedlich lange, bis die Kommentare von der Redaktion hochgeladen werden. Man kann sich denken, dass das von der Anzahl der eingesendeten Kommentare abhängt.
            Das wissen Sie sicherlich.

            „dann weiß ich auch nicht mehr…“
            Was Sie sonst noch alles nicht wissen, behalten Sie gerne für sich – oder gewöhnen Sie sich freundlicherweise einen anderen Umgangston an. ( Sie tun oft freundlich, aber beim geringsten kritischen „Gegenwind“ reagieren Sie umgehend pampig und aggressiv. Das wurde hier vor kurzem schon – wieder – einmal angemerkt. Nein, nicht von mir. Das könnte zum Nachdenken anregen, gerne „auf der stillen Treppe“. )

            Meinen ersten Post an Ihre Adresse habe ich insgesamt freundlich und wertschätzend verfasst.
            Ihre Reaktion darauf kennen Sie, die können Sie ( ! ) sich selbst mit irgendwelchen Uhrzeit-Schiebereien schönreden.

            Und jetzt suchen Sie sich bitte jemand anderen zum Zanken.

          • @W.:
            Können oder wollen Sie nicht verstehen, was ich gemeint habe?
            Ich frage mich, wer hier pampig reagiert? Ein von mir versehentlich zu früh abgeschickter Kommentar – der, wenn man ihn genau liest, eindeutig noch nicht zu Ende geschrieben war, und ein nachgeschobener, erläuternder Zusatz, der alles andere als pampig ist (!), veranlasst Sie dazu, persönlich zu werden, Vorurteile gegen meinen (angeblichen) Beruf bestätigt zu sehen und unsinnige Hinweise zu geben (Zitat Ihrerseits: „Das könnte zum Nachdenken anregen, gerne „auf der stillen Treppe““)
            Pampig… ja, DAS können SIE gut!

        • Hier werden psychische Folgen des Lockdowns zum Teil sehr verharmlost und es wird so getan, als hat nie ein Kind irgendwelche Schwierigkeiten damit gehabt.
          Das ist genauso falsch, wie die hier an anderer Stelle immer vorgeworfene Verharmlosung von Corona.
          Beides ist nichts, was zu verharmlosen ist.

      • @Defence: Wenn Sie von nur paar Wochen sprechen, scheinen Sie nicht zu wissen, wie lange viele Schulen geschlossen hatten.
        Ich finde es auch nicht schlimm, dass Sie selbst keinen Zusammenhang zwischen psychischen Problemen und Lockdowns erkennen können.
        Wenn aber die entsprechenden Anlaufstellen und zuständigen Therapeuten dies berichten, sollte man das auch ernst nehmen.

  4. Die Notlage der Kinder und Jugendlichen ist von unseren KM nicht mit einer Ernsthaftigkeit verfolgt worden.https://www.deutschlandfunk.de/folgen-der-corona-pandemie-jugendpsychiater-mehr.680.de.html?dram:article_id=504510 Die Bereitschaft auf Änderungen und tragende Konzepte der angehäuften Rückstände ist nicht eingetroffen. Die Mogelpackung ist an den Schulen aufgeflogen und eine angemessene Aufarbeitung wird nicht zur Verfügung gestellt. Die erste Lebenskrise ist von unseren KM mit keiner Ehrlcihkeit anerkannt worden. In der Wahlphase war es Thema um Wählerstimmen zu sammeln und nach der Wahl ist es wieder ein Tabu. Die gering Schätzung die man der ersten Lebenskrise einer jungen Generation entgegenbringt ist ein Skandal. Alles ist Gesprächsthema und eine heranwachsende Generation die ein Leben vor sich hat, wird mit keiner tragenden Aufmerksamkeit verfolgt. Die Beachtung die man dieser Generation entgegen bringt ist ein Armutszeugnis von unserer Politik und KM. Das Gewicht der Politik und KM liegt nicht bei heranwachsenden Kindern und Jugendlichen und diese Versäumnis ist nicht zu ENTSCHULDIGEN!

  5. Der Frust wird erneut mit in die Ferien genommen!https://www.deutschlandfunk.de/schulen-in-der-pandemie-paedagoge-lernrueckstaende-sind.694.de.html?dram:article_id=502044 Die Rückstände bleiben den Schülern weiter erhalten und Frau Schopper schafft in BW keine Abhilfe für G8 Schulen nach einem G7 Schuljahr. Der ehrliche Blick fehlt Frau Schopper für G8 Schulen und wird von Ihr mit keiner Ehrlichkeit verfolgt um Aufarbeitung für diese Schulart zu gewährleisten. Hausaufgaben hat Frau Schopper nicht erledigt und Sie hat nur laut getönt beim Wahlkampf der eine totale Niederlage war.Es tönen die Lieder……..

  6. Vieles, was unter Suizidprävention läuft, ist pure Heuchelei. Die Leute kommen sehr gut damit klar, dass einzelne Menschen jeden Alters lange Jahre in quälender Einsamkeit leben. Wagen es die Betroffenen aber, ihr furchtbares Leid beenden zu wollen, ist das für Außenstehende eine schöne Gelegenheit, auf Menschenretter und Held zu machen. Durch Psychiatrisierung des Gegenübers wird auch die eigene Überlegenheit bekundet. Ob der Mensch seine Schwierigkeiten überwindet und wie es die nächsten Jahre weitergeht, ist nicht mehr so wichtig, solange nur der Tod sicher verhindert wird. Nein, statt Suizidprävention brauchen wir Leidprävention!

    • Leidprävention!
      Danke, Bernhard, das ist eines der klügsten Wörter, die ich neu kennen lernen durfte. Ich werde es in meinen Sprachschatz einbauen und es sinnvoll für mich und falls einfühlsam passend in meinem Umfeld verwenden. Es sollte ein Ministerium dafür geben und Leidpräventionshelfer in jeder Gemeinde, an allen Schulen und in Krankenhäusern.

  7. Völlig vergessen?
    Die Suizidrate bei queeren Jugendlichen ist fünfmal so hoch wie bei anderen. Alle um sie herum tun so, als gäbe es sie nicht. Der Hetero outet sich bei jedem Spaziergang, Gespräch, Einkauf. Die Mathetextaufgabe handelt von Mutter, Vater, Kind. Die Lektüre von Freund und Freundin. Zukunftsdeutung „hat er schon eine Freundin?“. Filme, Musik, Plakate…
    Die Familie lehnt vielleicht strickt „solche“ Menschen ab und hat in der totalen Gewissheit, dass kein Familienangehöriger dazu gehört immer schon Sprüche gemacht. Von den Sprüchen auf dem Schulhof ganz zu schweigen…
    Und da schaue ich mir Beiträge zu dem Thema bei N4T an und lese diese unglaublich naiven, vorurteilsbehafteten, internalisiert homophoben Texte von Lehrer*innen, dass mir schlecht wird. So sieht der Rückhalt für queer Jugendliche seitens Lehrkräfte aus?
    Die Annahme, queere Menschen würden sich ständig wichtig machen und Aufmerksamkeit suchen, zB durch „Händchen halten“ und nicht merken, dass das bei Heteros selbstverständlich ist. Die Annahme, bei dem Begriff sexuelle Orientierung ginge es vor allem um Sex und den müsse man doch nicht überall thematisieren, während es bei Hetero – SEXUALITÄT dann doch auch um Liebe, Lebensplanung, Identität, Familie ect geht. Der unsägliche Vergleich mit Pädophilie, den manche provozierend bei sexuellen Orientierungen mit über den Kamm scheren wollen – außer natürlich bei Heterosexualität ^^.
    Die Ansicht Hetero Kinder leiden bei Aufklärung über Homosexualität und nicht Homosexuelle Kinder leiden, wenn sie als inexistent behandelt werden. Perspektivwechsel : Leiden blonde und brünette, wenn rothaarige erwähnt werden oder leiden rothaarige wenn angeblich nur blonde und brünette existieren? Dann noch die Afd – Sympathisanten, die das alles zum Wohl der Kinder wollen, aber queere Kinder und Familien dabei ausblenden. Zum Schluss noch die Ansicht, die Zahl queeren Jugendlichen wäre verschwindend gering (Rothaarige sind seltener, Afd Wähler sind auch seltener). Es sind zwei Kinder pro Klasse, bei Teenagern mehr! 7-8% des Kollegium. In unserem großen Amateurtheater-Publikum, das 500 Zuschauer fasst, sind etwa 40 Zuschauende queer – und tauchen mit keinem Wort in den Geschichten auf der Bühne auf, genauso wenig wie Rollstuhlfahrer ect! In der Fußgängerzone einfach immer bis 12 zählen und schon wieder ist eine queere Person an einem vorbei gegangen. Und das sind nur die Offiziellen ^^!
    Als overkill hier im Forum dann noch Täter-Opfer-Umkehr und Minderheiten gegeneinander ausspielen, denn fürwahr : Queere Menschen können hochintelligent, reich und mächtig sein. Da haben es Menschen mit geistiger Behinderung schwerer, für ihre Rechte zu kämpfen. Also weiter diskriminieren, weil es andere ja noch mehr trifft? Macht es euch nicht so einfach und werdet in dieser Sache als Kollegium endlich fortschrittlicher! Fünfmal so viele Suizid ersuche unter queeren Teenagern…

    • Vielen Dank für diesen immens wichtigen Beitrag. Wenn einem jungen Menschen die Partnerschaft mit einer gleichgeschlechtlichen Person verwehrt wird, reißt das riesige Löcher in die Biographie, die später nicht mehr gefüllt werden können. Das kann dauerhaftes Leid verursachen, das man ertragen können muss.

    • Im Kern gebe ich Ihnen Recht – allerdings frage ich mich, wie Sie Ihren rüden Ton den hier anwesenden Lehrkräften begründen? Ich habe hier NIE einen homophoben Kommentar gelesen! Und ehrlich gesagt finde ich Ihren hetzerischen Tonfall sehr unpassend… Ja, es ist ein Problem, dass queere Jugendliche sich nicht genug unterstützt und repräsentiert fühlen. Genauso ist es auch bei behinderten Kindern – oder sagen wir einfach, Minderheiten allgemein.
      Aber die Charakterisierung der hier schreibenden Lehrkräfte und deren Beiträge als „naiv, vorurteilsbehaftet, internalisiert homophob“ finde ich schon ein starkes Stück…

      • Geben Sie n4t und das Thema ein und lesen Sie dazu diverse Beiträge mit entsprechenden Kommentaren, auch aus vorherigen Jahren. Die Kommentare sind erschreckend. Antworten zu den Vorurteilen, die ich gelesen habe, habe ich hier gegeben. Von diesen Vorurteilen höre ich natürlich auch in der Schule. Was das homophobe betrifft ist es so, dass die Person das meistens selbst nicht reflektiert. Auch bei Politikern oder Künstlern kommt dann immer die gleiche abwehrende Antwort „habe nichts gegen Schwule, aber…“, „habe viele homosexuelle Freunde..“. Besser verstehen kann man soetwas immer mit der Umkehraufgabe :“ Ich habe nichts gegen Heteros, solange die sich nicht an Kindern vergreifen!“
        Was suggeriert mir diese Aussage? Das es da einen Zusammenhang gibt! Friedrich Merz hat soetwas im Bezug auf Homosexuelle gebracht, soweit ich mich erinnere und konnte die Kritik überhaupt nicht verstehen. In diesem Forum fiel dann (Thema, Datum weiß ich gerade nicht) so etwas, wie :“ Wenn ich Homosexualität im Unterricht gleichwertig behandeln muss, dann doch auch Pädophilie , oder?“ Könnte ich umgekehrt auch fragen :“ Wenn ich Heteros…“ usw. Da ist ganz viel im Argen! Bei uns ist ein Trans Junge, der das grausame Gerede von Kindern, die es halt nicht besser wissen, im Bus anhören muss. Z. B. von“ echten“ und „unechten“ Jungs. Hoffentlich reden die Erwachsenen anders…

      • @Pet_Teachers: Jetzt, wo Sie das ansprechen, muss ich klarstellen, dass sich mein leider etwas undifferenzierter Beitrag, der auch durch eigene Betroffenheit motiviert ist, auf die allgemeinen Aussagen von Indra Rupps Kommentar bezogen hat. Ich bin noch nicht lange hier und kann zu den konkreten Vorwürfen daher nichts sagen.

  8. Indra Rupp, ich fände es besser, Sie würden direkt unter den von Ihnen angesprochenen homophoben, naiven und vorurteilsbehafteten einen Kommentar setzen, denn so bin ich am Grübeln, ob ich so naiv bin, diese Kommentare selbst nicht als solche zu erkennen oder ob ich solche Kommentare hier tatsächlich noch nie gelesen habe.

    • Es hat keinen Sinn bei älteren Beiträgen noch Antworten zu schreiben, denn das liest dann kaum noch jemand. Es ist auch nicht ratsam, die Namen zu nennen, denn in diesem Forum haben teilweise mehrere Leute denselben Nick! Wenn man solche Reaktionen zusammenfasst, die das Leid der Kinder (in diesem Fall durch Lehrkräfte) verdeutlichen, dann wäre es aber schön, wenn Lehrer*innen, ob mitverantwortlich oder nicht, vorallem an Verbesserung interessiert sind und nicht auf ein anderes Thema ablenken. ZB ob ich das hätte anders vortragen müssen (mehr durch die Blume, nicht alle gemeinsam ansprechen usw). Das sind „Befindlichkeiten“! Das bei Punkt A nur Lehrer C gesprochen hatte und bei Punkt B nur Lehrerin D ist unwichtig und geradezu makaber dem eigentlichen Problem gegenüber. Und bevor sich gleich noch jemand wegen „Lehrer*innen bashing“ entrüstet, gleich vorweg : Nicht jeder Fehler, der benannt wird ist bashing! Ansonsten gäbe es ja rund um die Uhr Eltern und Schüler*innen bashing.
      Einfach news4teachers über Homosexualität – oder coming out oder ähnliches eingeben. Verteidiger sind natürlich auch vorhanden.

    • Ich lese hier seit 2 Jahren und habe homophobe Kommentare auch noch nicht wahrgenommen. Jeder Kommentar gegen Minderheiten ( oder ist dieser Ausdruck auch schon homophob) wird eigentlich schnell gebascht!

      • Am meisten empfehle ich die 142 Kommentare zu :
        Neue Prüderie in Deutschland? Eltern setzen Schulen wegen Sexualerziehung zunehmend unter Druck
        N4T vom 2.2.16

        Dann noch:
        „Die haben wir hier nicht“ Ist sexuelle Vielfalt für Berliner irrelevant
        17.5.2020

        „Demo für alle“ marschiert wieder los- GEW :Angriff auf Sexualunterricht
        7.9.18

        „Sexuelle Vielfalt“ vs. “ Schützt unsere Kinder“ : Bei der “ Demo für alle“ prallen Welten aufeinander
        22.3.15

        Papier zu „sexueller Vielfalt“ in Schule sorgt weiter für Zündstoff
        13.1.14

        Südwest-SPD will Homosexualität im Lehrplan verankern
        9.8.13

        Bedenken Sie, dass mehrere Leute denselben Nicknamen haben! Und schonmal vorab : Hass ist keine Meinung! Toleranz für Intoleranz ist das Ende der Toleranz! Menschenrechte sind nicht verhandelbar oder eine Meinung. Bei Verständnisproblemen schwul durch schwarz ersetzen! BTW : Ich wette die Schwarzen hatten es in den 60ern auch mit sich diskriminiert fühlenden Weißen zu tun… Und mit den ganzen anderen Verdrehungen, wie jetzt bei diesem Thema! Nie hier was homophobes gelesen zu haben und dann gleich eine Täter-Opfer-Umkehr zu veranstalten (die armen werden dann gleich gebascht) sagt schon einiges. Warum nicht was gegen die hohe Suizidrate von Kindern tun und mal weniger an sich denken?

          • @Indra Rupp
            Liebe Indra Rupp,
            Sie können hier ganz einfach verlinken:
            Auf der jeweiligen Seite ganz oben den Seitennamen ( „https://www. …“ ) kopieren und dann ganz normal in die gewünschte Stelle in Ihrem Textfeld einfügen.
            Sobald Sie auf „Kommentar posten“ geklickt haben, erscheint die Schrift von dem Link dann auch schon blau.
            ACHTUNG: Der gesamte Text ist dann aber erstmal NUR für Sie SELBST lesbar.
            ( Eine Korrekturfunktion für abgesendete Kommentare gibt es nicht.
            Wie ich oben schon einmal bei @Lila erwähnt habe, erscheint ein eingesendeter Kommentar manchmal auch erst viel später sichtbar für alle Leser.
            Wer hier oft kommentiert, hat damit schon Erfahrungen und wartet dann halt ab.
            Sobald Ihr Kommentar für ALLE lesbar ist, fehlt über Ihrem Kommentartext der Satz „… Ihr Kommentar wartet auf Freischaltung“ … oder so ähnlich. Dann also tapfer warten …
            Wenn gerade sehr viele Leute Kommentare einsenden, dauert das manchmal wirklich länger. )
            Ganz hilfreich wenn viele Leuten Kommentare einsenden ist es auch, wenn man oben immer mit dem Nickname beginnt, an wen man direkt antwortet. Das bringt Klarheit, falls man mal in dem Antwortfeld verrutscht, was ja auch mal vorkommen kann.

            Für weitere Computer- und Internetfragen, die oft auftauchen, habe ich folgenden Tipp für Sie:
            https://www.youtube.com/user/DieComputerOma
            Das sind ganz kurze Erklärvideos, die Seite selbst ist auch gut strukturiert.
            Nicht irritieren lassen von „ComputerOma“, das habe ich schon Jung und Alt empfohlen und alle kommen prima damit klar.
            Viel Spaß damit!

  9. Zurück zur Einleitung: (Zwinkern)
    Suizidalität ist ein Hilferufe, meist durch eine schwere seelische Krise ausgelöst, welche kaum eine nahestehende Person ohne psychologische Vorkenntnisse im Vorfeld wahrnehmen wird, dazu auch „Selbstbestimmung“.

    Mögliche Erste Hilfe:
    1. offen sprechen / zuhören
    2. Vertrauen aufbauen
    3. Geduld üben

    Für mich wird nach lesen des Artikels eines direkt auffällig:
    „Nummer gegen Kummer“ und TELEFONseelsorge.
    Sicherlich notwendige und auch positive Einrichtungen, zumeist im Ehrenamt und von sozialen Einrichtungen.
    Das offensichtliche Problem allerdings beginnt oder sehe ich bereits bei der Zielgruppe „junge Erwachsene“ und da finde ich ist der gute alte TELEFONapparat bei iPhone und Smartphone mit hwatsapp, twitter, telegram usw. sowas von überholt und uncool.
    Es zeigt mir die Altersschicht, die diese spezialisierten Beratungsstellen betreiben und verantworten.
    Eine 24h/7 Hotline bereits für Kinder?
    Social Media wäre die Plattform für Erste Hilfe und Erstkontakte, natürlich der potenten Gefahr von lustigen Trollen ausgesetzt.
    JA, es gibt ja die „telefonseelsorge.de“. Einfach mal aufrufen. Für einen Jugendlichen, die hier benannte Zielgruppe, wird um ANMELDUNG ZUR ONLINESEELSORGE mit Benutzernamen und Passwort gebeten.
    Für einen Erstkontakt nach meinem Empfinden möglicherweise eine Hemmschwelle und nicht ganz der zielführende Weg eine gefährdete Person zu erreichen.

    Hinweis, es gibt weitere Rufnummern:
    In akuten Krisen stehen Ihnen die kostenfreien Rufnummern Kummertelefon für Kinder und Jugendliche: 0800 / 111 0 111 • 0800 / 111 0 111; 222 oder 116 123 der TelefonSeelsorge zur Verfügung. Elternberatung: 0800 – 111 0 550 (Nummer gegen Kummer- Mo.-Fr. 9-11 Uhr, Di. + Do. 17-19 Uhr).
    Info Telefon Depression: Tel.: +49 800 33 44 5 33
    (Sprechzeiten: Mo, Di, Do – 13.00 bis 17.00 Uhr; Mi und Fr – 08.30 bis 12.30 Uhr)
    Webseite: http://www.deutsche-depressionshilfe.de

    Problematisch wird eine Hilfestellung für Betroffene außerhalb üblicher Bürozeiten!

    Chatangebote:
    – Jugend Notmail * http://www.jugendnotmail.de
    – Kummerchat * kummerchat.com
    – Kummerkasten-Chat *kummerkasten-chat.de
    – Chat der TelefonSeelsorge *online.telefonseelsorge.de
    – E-Mail Beratung der Nummer gegen Kummer- **www.nummergegenkummer.de/kinder-und-jugendtelefon.html#log_in
    – E-Mail Beratung des SeeleFons *seelefon@psychatrie.de

    Allgemein gefasst:
    „Das Recht auf selbstbestimmtes Sterben ist nicht auf fremddefinierte Situationen wie schwere oder unheilbare Krankheitszustände oder bestimmte Lebens- und Krankheitsphasen beschränkt. Es besteht in jeder Phase menschlicher Existenz.

    Egal wie alt, wie jung, wie reich oder arm, wie krank oder gesund – wer lebensmüde ist, hat das Recht auf Hilfe zur Selbsttötung. So hat es das Verfassungsgericht im Februar 2020 entschieden. Ein folgenreicher Paradigmenwechsel – auf den Philosophen, Theologen und Palliativmediziner ihre ganz eigene Sicht haben.“
    https://www.deutschlandfunk.de/recht-auf-suizid-und-sterbehilfe-selbstbestimmung-bis-in.1148.de.html?dram:article_id=481890

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