„Nicht besorgniserregend“: Immer mehr infizierte Schüler in Brandenburg

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POTSDAM. Das Infektionsgeschehen unter Schülerinnen und Schülern in Brandenburg verschärft sich. Nach aktuellen Daten des Bildungsministeriums (MBJS) wurden in der vergangenen Woche bei 402 Kinder und Jugendliche Neuinfektionen registriert – über 20 Prozent mehr als in der Vorwoche (316). Die Zahl der Quarantänefälle bleibt weiter hoch, obwohl im Land laut einer Vorgabe des Gesundheitsministeriums möglichst nicht mehr ganze Klassen, sondern nur noch die direkten Kontaktpersonen der Erkrankten in Quarantäne geschickt werden. Fast 2.000 Schüler und Schüler waren davon betroffen, ebenso viele wie in der Vorwoche.  

Läuft. Illustration: Shutterstock

Für die 40. Kalenderwoche mit dem Stichtag 07. Oktober meldet das MBJS: keine Schulen geschlossen (Vorwoche: keine), 28 Schulen mit einzelnen Lerngruppen in Quarantäne (Vorwoche: 27), 48 Lerngruppen in Quarantäne an den betroffenen Schulen (Vorwoche: 55). Bei 27 Lehrkräften sei eine Neuinfektion festgestellt worden (Vorwoche: 30); 64 Lehrkräfte befinden sich in Quarantäne (Vorwoche: 59). Bei den Angaben über Neuinfektionen handelt es sich um Ergebnisse von PCR-Tests, die in der Regel von den Gesundheitsämtern – im Rahmen der Kontaktnachverfolgung – an die Schulen gemeldet werden, nicht um die Ergebnisse von Selbsttests der Lehrkräfte sowie der Schülerinnen und Schüler.

Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz und brandenburgische Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) erklärte in dieser Woche, wie News4teachers berichtete: „Wir wussten, dass die Inzidenzen bei Kindern und Jugendlichen im Vergleich zu den Erwachsenen höher sein werden, weil wir eine spätere Impfempfehlung haben beziehungsweise für die unter 12-jährigen Kinder gar keine Impfempfehlung und auch keinen Impfstoff.“ Da aus einer Inzidenz nicht automatisch eine Erkrankung oder schwere Erkrankung bei Kindern und Jugendlichen folge, sondern dies Ausnahmen seien, „ist es einfach für uns nicht besorgniserregend“, fügte sie für die Kultusminister hinzu. News4teachers

Wie im Märchen: Kultusminister erklären sich in der Corona-Krise für „erfolgreich“

 

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10 KOMMENTARE

  1. Ich kann diese Frau nun wirklich seit langem nicht mehr Ernst nehmen….

    …wer so einen Scheiß in Die Welt hinaus trötet braucht dringend mal nen Fakteneinlauf … und zwar unterarmdick … „First Lady“? Ich schwanke zwischen Lachkrampf und Kotzanfall!!!
    Wenn der SchlumpfOlaf mit dem Charme eines alten abgetragenen Bademantels morgens mit Frau Enst am Frühstückstisch sitzt und die gemeinsam über die Zukunft – z.B. von Schulen – spricht, dann wird mir Angst und Bange…was soll dabei schon herauskommen…entweder grinst er grenzdebil oder kann sich an nix erinnern oder folgt der verborgenen Realitätsrezeption seines Eheweibes…egal was dann kommt … es wird grausam!!

      • @Defence
        @Andre Hog

        Hey folks, raus aus meinem Kopf! 😉

        Aber in meiner Version (Vorsicht Überlänge! 180 Minuten große Kunst …) des Blockbusters „Break fast“ reden die nicht gemeinsam über die Zukunft – sie schweigen gemeinsam über die Zukunft …
        Und darum müssen die beiden danach auch wirklich alles, auch den gröbsten Blödsinn, direkt in die Welt hinausposaunen – quasi ungefiltert, denn Filter bringen nix. (Außer auf Insta und bei WahlkRampfplakaten, haha.)

          • @Defence
            Große Kunst.
            Das schreit nach Programmkino und Sekt-Matinée. Und es schreit nach viel Sekt … für den Anfang und unbedingt vor dem Filmanfang.
            🙂

          • Ja, nach dem Vorbild von „film noir“ … wie heißen die bekloppten Szeneregisseure…Jacques Baguette, Francois Trottell‘ , Auberge de Cretin, Couchon de Jambon u.s.w. … ich weiß nicht, ich kann diesen kunstfilmen wenig abgewinnen, denn die Protagonistin im „out of bed look“ mit angezogenen Knien auf dem Küchenstihl sitz und ne halbe Stunde lang in ihrem Cafe avec sucre rührt, dabei ne Gitane mais zwischen den Lippen balanciert und die Kamera ne gefühlte Ewigkeit zwischen dem starren Blick der Frau, der glimmenden Zigarette und dem rührenden Löffen hin und her fährt…Existentialismus in seiner Reinkultur…ohne Aussage, Botschaft, Handlung aber mit gaaaaaannmzzz viel Gefüüüühhhhll.
            Und daneben der Olaf mit einem allseits bekannten aber wenig beachteten Potenzproblem, das irgendwie mit „zu-früh-kommen-und-dann-nicht-mehr-können“ (in Fachkreisen auch als „cum-ex“ bekannt) die Beziehung belastet und nicht nur den Gesprächs- und Beziehungsfluss behindert.

            Dafür geht der Film dann auch gefühlte 4 Jahre, bis die handelnden Protagonisten endlich ausgetauscht werden können.

            Die verantwortliche Casting-Crew muss die firmeneigene Besetzungscouch abgeben und fortan im ortsansässigen Stahlwerk malochen.

            Wenigstens ein bisschen Gerechtigkeit.

  2. Was wird wohl passieren, wenn sich rausstellt, dass eine signifikante Anzahl der mit einem Schulterzucken hingenommenen Infektionen von Kindern zu LongCovid mit möglicherweise lebenslangen Folgen führt?

    Dann will es wieder keiner gewesen sein oder behauptet, dass das nicht absehbar war.

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