Dank Maskenpflicht? Infektionsgeschehen unter Schülern in Bayern beruhigt sich – etwas

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Der zuletzt drastische Anstieg der Corona-Inzidenz bei Kindern im Schulalter hat nachgelassen. In der Gruppe der Sechs- bis Elfjährigen stieg der Wert binnen Wochenfrist nur noch verhältnismäßig leicht an, wie aus Zahlen des Landesamts für Gesundheit- und Lebensmittelsicherheit (LGL) vom Montag hervorgeht. Vergangene Woche hatte sich die Zahl noch in etwa verdoppelt. Bei den 12- bis 15-Jährigen sowie in der Altersgruppe 16 bis 19 Jahre sanken die Inzidenzen nun sogar leicht. In allen anderen Altersgruppen stieg der Wert.

Trotz leichter Beruhigung: Das Infektionsgeschen unter Schülern in Bayern ist nach wie vor monströs hoch. Illustration: Shutterstock

Bei den Sechs- bis Elfjährigen meldet das LGL aktuell eine Inzidenz von 1218 für die 46. Kalenderwoche. Für die Vorwoche wies die Behörde am Montag 1147 aus. Bei den 12- bis 15-Jährigen wurde die aktuelle Inzidenz am Montag mit 1027 angegeben, bei den 16- bis 19-Jährigen mit 790. Zu den Gründen für die Entwicklung wurde zunächst nichts bekannt. Denkbar wären unter anderem Auswirkungen der wieder eingeführten Maskenpflicht an Schulen oder des schulfreien Mittwochs in der vergangenen Woche. Belege dafür gibt es allerdings nicht. dpa

Schüler-Inzidenz über 1.000 in Bayern! Philologen fordern Booster-Impfungen für Lehrer

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Pälzer
7 Monate zuvor

Unter den vielen Nachrichten zu „Fällen“ von Corona fehlen weiterhin Aussagen, wie viele Menschen denn nun krank und wie viele schwer krank sind, denn das ist eigentlich relevant, vor allem wenn es um Kinder geht. Wie viel % der infizierten Kinder werden schwer krank?

Darfdaswahrsein
7 Monate zuvor
Antwortet  Pälzer

@Pälzer
Auch hier zum hundertsten mal: nein, es kommt nicht nur auf symptomatisch Erkrankungen, auf schwere der Erkrankung an. Es kommt darauf an wieviele positiv , infiziert sind und werden.
Denn diese Menschen tragen das Virus weiter, in Familien, Freundeskreise etc. Das ist das, was zählt und was es zu verhindern gilt.

Pälzer
7 Monate zuvor
Antwortet  Darfdaswahrsein

alle 100 Male würde ich Ihnen zustimmen, dass auch das „gesunde“ Weitertragen der Infektion ein Problem ist. Sicher haben Sie meinen Beitrag sorgfältig gelesen und erkannt, dass ich das nicht verneine. Doch wundert es Sie gar nicht, dass wir fast nie erfahren, wie viele denn nun krank werden? dass es auch nach 2 Jahren dazu keine systematische Untersuchung gibt? Sehen Sie das gar nicht als Mangel?
Wäre es für Sie dasselbe, ob sich ein Kind nur 10 Tage in Quarantäne langweilen muss oder ob es in der Intensivstation nach Luft ringt?

Pälzer
7 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Aha, 1% muss ins Krankenhaus. Hatte ich gelesen, wissen Sie darüber hinaus noch mehr?
Inzwischen gibt es allein in Bayern 138000 „Fälle“ unter 20 Jahren, weltweit dürften es mehr sein 😉 Da wäre doch eine Aussage möglich, wie oft Long Covid denn nun wirklich auftrat und wie viel % der „Fälle“ krank werden, könnte man meinen.

Toleranz
7 Monate zuvor
Antwortet  Pälzer

@Pfälzer
Auch wenn Sie es nicht glauben wollen, es sind ERWACHSENE, die den Kita- und Schulbetrieb am Laufen halten!
Und da es die Politik verschlafen hat, den Booster für diese Personen zu organisieren, werden diese vermehrt in Quarantäne müssen, vielleicht sogar erkranken, da 20% ü60 sind! Oder ihre Angehörigen anstecken.
Ist aber egal, nicht?

Pälzer
7 Monate zuvor
Antwortet  Toleranz

ich bin 59 und gehöre zu diesen Erwachsenen. Ich verhalte mich vernünftig, schütze mich so weit wie sinnvoll, und habe keine Angst.
Welche Bedeutung hat Ihr Username für Sie?

Dil Uhlenspiegel
7 Monate zuvor
Antwortet  Pälzer

@Pälzer: Jessasmariaundjosef, wie kann man so konsequent am Problem vorbeischauen. Die Leute mit Corona in den Intensivbetten sind – natürlich nur soweit ich vom Hörensagen weiß – schon ein wenig kränklich. Möglicherweise haben sie aber auch nur keine Lust zuhause zu sein oder flirten gerne mit dem Pflegepersonal, wenn es mit der ECMO reinkommt. Oder sie finden die Idee der Triage aufregend und wollen hautnah dabei sein, wenn es dazu kommt.

„Wie viel % der infizierten Kinder werden schwer krank?“ Das ist gerade die unwichtigste Frage von allen – außer natürlich man betreibt ausnahmsweise auch ein wenig solidarische Vorsicht mit dieser Altersgruppe der Gesellschaft und jubiliert nicht stumpf, wie harmlos es doch für die Jungen sei … oder sein müsste … oder möglicherweise wahrscheinlich schon sein dürfte … oder halt mal schauen, aber erst später.

Jan aus H
7 Monate zuvor
Antwortet  Pälzer

„Wie viel % der infizierten Kinder werden schwer krank?“

Wie viele entwickeln Langzeitschäden, wie viele davon sind u.U. unheilbar?

Der aktuell bekannte Prozentsatz (je nach Quelle irgendwas von ein paar % bis über 10%) ist VIEL ZU HOCH, um das einfach laufen zu lassen.

Wenn „nur“ ein Kind pro Klasse (3%) dauerhafte Schäden davonträgt, dann ist das absolut inakzeptabel und sollte nicht riskiert werden für ein paar Wochen mehr Präsenzunterricht.

Minna
7 Monate zuvor

Oder es waren einfach genügend infiziert….
Gibt ja auch noch kleine kleine Dunkelziffer, welche die Tests nicht erwischen…

Nina
7 Monate zuvor

Vermutung: Liegt daran, dass in der letzten Woche der Mittwoch (eigentlich Testtag in den weiterführenden Schulen) unterrichtsfrei war und deshalb weniger getestet und weniger Fälle gefunden wurden.

Ich muss da mal was loswerden
7 Monate zuvor

Und, Pälzer? Was für ein Gefühl haben Sie? Alles in Ordnung in Deutschland? Alles im Griff?

Was ist Ihre Empfehlung an die Politik?

Schattenläufer
7 Monate zuvor

Was für ein Gefühl soll der Liebe Pfälzer denn haben?

– Er will den FC K live sehen
– Er will sein Feierabendbier in der Kneipe
– Er will Spiritus auf dem Weihnachtsmarkt als Glühwein genießen

Der Mann hat schließlich bürgerliche Freiheiten!
Dazu gehört auch die Freiheit das Problem einfach nicht sehen zu wollen, wenn es seinen Wünschen entgegen steht.

xy
7 Monate zuvor

An den Schulen meiner Kinder gibt es täglich positive Fälle. Die Sitznachbarn und Pausenbuddies werden nicht in Quarantäne geschickt, ob geimpft oder ungeimpft. In der Woche darauf fehlt dann meist der Sitznachbar. Quarantäneregeln für Schildbürger. Corona fräst sich langsam aber sicher durch die Schulen und in Bayern wundert man sich immer noch über die hohen Corona Zahlen? Man führt lieber Scheingefechte über eine notwendige Impfpflicht, die aber in der akuten Krise nichts mehr helfen wird.
Das Schließen der Schulen ist eine der effektivsten Maßnahmen zum Abbremsen der Welle.
Oder man schließt alles Andere, um die Schulen offen zu halten. Aber man eiert lieber weiter herum.

Aloisius
7 Monate zuvor
Antwortet  xy

Vielen lieben Dank endlich auch jemand der es genauso erkannt hat.
Meine Vermutung. Man will die Schulen und Kitas um alles in der Welt offen halten damit die Eltern nicht auf die Barrikaden stürmen, weil u.U. die Kinderbetreuung wegbricht. Ja ich muss ehrlich gestehen ich bin auch nicht nochmal erpicht darauf Homeschooling für die Kinder zu geben.

xy
7 Monate zuvor
Antwortet  Aloisius

Lieber drei Wochen vor Weihnachten Homeschooling als eine Infektion in die Familien tragen. In der letzten Woche vor Weihnachten werden doch sowieso nur Filme angesehen und mit anderen Sperenzchen die Zeit totgeschlagen. Manche Schulen planen noch Theaterbesuche oder Fahrten. Dümmer geht eben immer. Drei Wochen Distanzunterricht tun niemand weh und alle haben die Chance auf ein Weihnachtsfest mit der Familie. Ohne Schulschließungen werden viele Teller leer bleiben bei dann geschätzten 1000 Toten pro Tag.