„Die meisten Schüler haben ihre Masken anbehalten“: Erleichterung über das Ende der Maskenpflicht? Davon ist wenig zu spüren

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DÜSSELDORF. Seit einer Woche muss in NRW auf den Sitzplätzen im Klassenraum keine Maske mehr getragen werden. Die Bilanz ist durchwachsen: Freude, aber auch Sorgen, Unsicherheit, Kritik. Die Schülervertretung spricht von fatalen Folgen.

«Die meisten Schüler haben ihre Masken anbehalten.» (Symbolfoto). Foto: Shutterstock

Nach einer Schulwoche in NRW ohne Maskenpflicht am Sitzplatz im Klassenraum ist die Bilanz ernüchternd. Vielerorts wird berichtet, dass Schülerinnen und Schüler ihren Mund-Nasen-Schutz trotzdem anlegen. Die Landeselternkonferenz macht Unsicherheit aus. Die Landesschülervertretung beklagt ausgefallene Stunden und in einigen Fällen auch ein erneutes Ausweichen auf Online-Unterricht. Der Philologenverband fürchtet, dass der Präzenzuntericht ohne strikte Maskenpflicht bei steigenden Infektionszahlen bald wieder aufgegeben werden muss.

«Die meisten Schüler haben ihre Masken anbehalten», sagte Johanna Börgermann von der Landesschülervertretung NRW. Frust und Sorgen um die Gesundheit seien groß. Seit zum 2. November die Maskenpflicht am Platz gefallen sei, zeigten sich bereits «fatale Folgen».

So dürften zum Beispiel an ihrem Gymnasium schwangere Lehrerinnen jetzt nicht mehr in Präsenz unterrichten, sagte Börgermann. Zwei Mathe-Leistungskurse würden deshalb zu einem zusammengelegt. Teilweise sei man wieder beim Online-Unterricht. In unteren Stufen falle Unterricht aus, weil Lehrkräfte Lücken in den Oberstufen schließen sollten. Die Schülervertreterin forderte: «Wir brauchen eine Anpassung von Lerninhalten und Prüfungsinhalten, aber keine wochenlange Diskussion über eine Maskenpflicht.»

«Einige Schulleitungen haben die Eltern angeschrieben und gebeten, Rücksicht zu nehmen»

Nach mehr als einem Jahr ist die Pflicht seit vergangenem Dienstag auf den Sitzplätzen wieder abgeschafft. Schüler müssen den Mund-Nasen-Schutz aber nach wie vor im übrigen Gebäude tragen – und auch anlegen, wenn sie ihren festen Platz verlassen.

Bei den Eltern gebe die ganze Bandbreite von Freude, Sorge, Kritik, sagte die LEK-Vorsitzende Anke Staar. «Einige Schulleitungen haben die Eltern angeschrieben und gebeten, Rücksicht zu nehmen und die Masken freiwillig weiter zu tragen.» Andere hätten sich erleichtert gezeigt und «gefreut, wieder in die Gesichter der Kinder blicken zu können». Grundsätzlich sei angesichts steigender Infektionszahlen aber «eine wieder wachsende Verunsicherung» spürbar.

Das Auslaufen der Maskenpflicht passe nicht zum Bekenntnis des Schulministeriums zum Präsenzunterricht, kritisierte der Philologenverband, der die Gymnasiallehrer vertritt. Mit dem Masken-Aus am Platz seien die Quarantäneregelungen verschärft worden. Das führe zwangsläufig zu mehr Quarantänefällen in den Schulen und bedeute folglich, dass wieder Schüler in Distanzunterricht gehen müssten. «Diesen geht mehr wertvolle Zeit für den Präsenzunterricht verloren», kritisierte Sprecher Olaf Steinacker.

«Letztlich ist die Maske die geringere Zumutung im Vergleich zur Quarantäne oder Unterrichtsausfall»

Der Verband Bildung und Erziehung sprach von einer eher unaufgeregten Woche. «Die Stimmung erstreckt sich von Freude über den persönlicheren Austausch bis zur Sorge um die eigene Gesundheit. Einige zeigen sich erleichtert über das Ablegen der Maske am Sitzplatz, andere können mit Blick auf die aktuellen Daten die Entscheidung nicht nachvollziehen», berichtete der VBE-Landesvorsitzende Stefan Behlau. «Letztlich ist die Maske die geringere Zumutung im Vergleich zur Quarantäne oder Unterrichtsausfall.»

Aus dem Schulministerium in Düsseldorf hieß es, es bestehe kein Anlass, die neue Regelung wieder zu hinterfragen. «Gleichwohl beobachtet die Landesregierung das Infektionsgeschehen in Nordrhein-Westfalen weiter sehr genau.» Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) bekräftigte, die Lockerung sei «verantwortbar». Schulen seien weiterhin sichere Orte. Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) sagte der «Rheinischen Post» (Samstag): «Wenn wir merken, dass das Infektionsgeschehen in den Schulen besondere Auffälligkeiten hat, wird die Landesregierung angemessen reagieren.» News4teachers / mit Material der dpa

NRW-Schulministerin behauptet: Schulen wirken als „Bremsscheiben“ in der Pandemie

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47 KOMMENTARE

  1. WIE der Präsenzunterricht tatsächlich läuft, ist doch völlig egal, Hauptsache man kann behaupten, es findet Präsenzunterricht statt.
    Offensichtlich ist das das Credo der Politik. Wie sich die Betroffenen (Schüler*innen und Lehrkräfte) fühlen wird nicht berücksichtigt.
    Auch bei uns in SH wird es mit der Maskenpflicht so wie in NRW gehandhabt. Als wenn die Kids auf ihren Plätzen nicht atmen würden. Viele meiner Schüler*innen behalten deshalb die Masken im Unterricht auf und weigern sich sogar, diese in den Maskenpausen an der frischen Luft, die ich selbstverständlich immer noch mit ihnen mache, abzunehmen.
    Infektionen werden von oben in Kauf genommen. Falls S*S infiziert sind, müssen die Klassen bzw. bei klassenübergreifendem Unterricht die betroffene Jahrgangsstufe an fünf Tagen in Folge getestet werden. Einige Kids sind in Quarantäne …
    Was wir alle, die an Schule beteiligt sind, also Kids, Eltern und Lehrkräfte bereits so mitgemacht haben, geht eigentlich gar nicht mehr. Aber der Politik scheint immer nur wichtig zu sein, diejenigen, die am lautesten und vehementesten fordern, erstmal zufrieden zu stellen.
    So wird es aber weiter gehen, denn die Eltern machen nicht ausreichend Druck und die verschiedenen Gewerkschaften arbeiten gegeneinander statt miteinander.
    Ich habe sowas von die Faxen dicke. Aber mein Beruf liegt mir zu sehr am Herzen, als dass ich ihn deshalb hinschmeißen würde.

  2. „Mit dem Masken-Aus am Platz seien die Quarantäneregelungen verschärft worden. Das führe zwangsläufig zu mehr Quarantänefällen in den Schulen und bedeute folglich, dass wieder Schüler in Distanzunterricht gehen müssten.“

    Das klingt ja gaaanz toll….ich fühle mich gleich sicherer.

    Aber Moment mal…war da nicht just erst der Artikel, in dem Gesundheitsämter wieder ankündigen, dass sie aufgrund der hohen Infektionszahlen diese notwendige Nachverfolgung und die daraus resultierenden Quarantäneanordnungen für sog. K1-Leute (enger Kontakt) nicht mehr bewältigen können??

    Hmmm, sollte sich etwa das böse Spiel des letzten Herbstes und Winters aktuell wiederholen??

    Nein, das kann ja gar nicht sein, weil wir doch fürsorgliche Politiker*innen haben, die kompetent und vorausschauend ihren Job zur absoluten Zufriedenheit der Bevölkerung erledigen…wir als Bürger*innen sind in deren Händen so sicher wie in Abrahams Schoß.

    Puhhhh, jaaa…die Schulen sind sicher und sicherlich keine Pandemietreiber, sondern quasi sowas wie „Bremsscheiben“….was für eine beruhigende Metapher.
    Da hat sich Mrs Go-Farmer was gaaanz gaaanz Feines ausgedacht. Ich bin zutiefst beruhigt.

    Nur komisch, dass diese beruhigende Botschaft bei vielen meiner SuS nicht anzukommen scheint, denn die behalten zu fast 100% die Masken im Unterricht auf – glauben die etwa der Dame aus Düsseldorf nicht? – …naja, sind wir mal geduldig…die lieben Kleinen lernen ja noch…obwohl ich es schon schade finde, dass ich die Emotionen in ihren Gesichtern nicht wahrnehmen kann, weil diese atembehindernden Lappen im Gesicht mir den Blick auf die Mimik meiner Schützlinge verwehrt, wenn ich vor ihnen das Loblied auf meine oberste Chefin singe.
    Übrigens:
    Ich kenne den Mathe- und Biologielehrer von Johanna Börgermann aus Löh. in Ostwestfalen persönlich und ganz gut – der ist absolut super und bekommt auch mit doppelter SuS-Besetzung noch Super-Unterricht hin. Also: “ What’s the Problem?“

    Und wie Chr. LINDNER (Parteichef der Mrs Go-Farmer) bereits seit seiner Jugend sein Credo propagiert: „Es gibt keine Probleme – es gibt nur dornige Lösungen!“

  3. Bei mir waren es je nach Klasse und Stufe die Hälfte bis drei Viertel, die die Maske trugen. Ich unterrichte aber recht bildungsnahe Klientel und selbst bei mir nimmt das Masketragen bei den auch so schon schwierigeren Schülern ab. Das dürfte an den anderen Schulen und Schulformen nicht anders sein, weshalb die Aussage von der Schüler Vertreterin bestenfalls für Gymnasien allgemein oder Schulen mit vergleichsweise bildungsnaher Klientel gilt.

    Ich persönlich trage im Klassenraum die Maske auch bei Mindestabstand mindestens so lange, wie nicht mindestens drei Viertel der Schüler durchgeimpft ist.

  4. «Wenn wir merken, dass das Infektionsgeschehen in den Schulen besondere Auffälligkeiten hat, wird die Landesregierung angemessen reagieren.»

    Ob in der Landesregierung mal das Wort „Prävention“ gefallen ist?
    Vermutlich nur gefallen, nicht als Prinzip verstanden…

    Man stelle sich vor, eine Landesregierung schaffe die Ampeln ab um den Autofahrer zu entstressen – mit dem Ausblick, sollte es auffällig viele Tote geben, könne man ja angemessen reagieren… Vielleicht eine Pappampel aufstellen, die keinen Strom braucht?

  5. Nach über 600 Tagen
    Seit dem 13.03.2020 statt angekündigter Luftfilter, keine Plexyglaswände oder größere Klassenräume usw..
    Bleiben selbstbeschaffte (FFP2-)Maske als Eigenschutz.
    Eine sehr traurige Bilanz.

  6. Ich hätte mir gewünscht, dass mehr Kinder freiwillig Maske tragen. Bei uns (Grundschule) ist die Quote leider sehr gering.

    • Mein Kind berichet leider ebenfalls, dass die meisten keine Maske mehr tragen.

      Kein Wunder, die Schulleitung hat die Covidioten mit einem Anschreiben, in dem es um die „Erleichterung über den normaleren Unterricht“ ja auch freudig unterstützt.

      Grundschule, NRW

  7. Man hätte nach den Zahlen in dieser Woche einfach zugeben können, dass es der falsche Zeitpunkt war. Nun zu beobachten und im Zweifelsfall einzugreifen, wenn vermehrt Infektionen in ser schulgemeinschaft auftreten, das ist dann einfach zu spät. Durch Maske und Testen hatten viele endlich mal ein entspanntes Gefühl ohne Sorge sich anzustecken. Nun ist wieder vermehrt Unsicherheit da. Treten ohne Maske noch Positiv Fälle auf, wird die Unsicherheit noch größer. Wie gut lernt man unter Angst? Ich finde das Argument des Philologenverbandes ausschlaggebend: Will man Präsenzunterricht sicherstellen, müsste man zur Maske greifen. Durch den Lockdown sind die Kinder in Bezug auf Erkältungskrankheiten nicht imunisiert. Allein die breiten sich durch den Wegfall der Masken noch mehr aus. Es fällt schon jetzt so viel Unterricht aus wie im letzten Herbst.

  8. Komisch, warum ist das so unterschiedlich? Als bei uns in Berlin die Grundschüler keine Masken mehr aufsetzen mussten, haben 95% sie sofort abgelegt und seither auch nicht wieder aufgesetzt (trotz steigender Inzidenz).

    Am ersten Tag hieß es noch, bei Frau XY hätten die meisten die Maske aufbehalten (WEIL nämlich Frau XY sie auch aufbehalten hat), aber das ging auch bei denen rapide zurück. Letzte Wochen trugen noch 2 Kinder bei Frau XY und 3 bei Frau YX die Maske im Unterricht.

    Woher stammt die Aussage im Titel? Hörensagen? Wie könnte das belegt werden?

  9. «Wenn wir merken, dass das Infektionsgeschehen in den Schulen besondere Auffälligkeiten hat, wird die Landesregierung angemessen reagieren.»

    Problem dabei:
    Erstens merkt Ihr nix. (steigende Infektionszahlen)
    Zweitens kennen wir Eure Bedeutung von angemessen. (Krefeld, Solingen)

  10. Also ich kann die Titelaussage auch überhaupt nicht bestätigen. Fast niemand trägt bei uns noch eine Maske, seit wir nicht mehr müssen. Es kommt mir vor wie neulich der Titel, dass 3 von 4 n4t-Lesern für die Maskenpflicht sind. Ja, klar, das bezweifelt keiner, der hier mitliest. Gibt es irgendwelche repräsentativen Belege aus den Schulen?

  11. „Britische Corona-Expertin zu zweifelhaften deutschen Strategien

    »Nehmen Sie die Gesundheit der Kinder ernst!«
    Trotz Rekord-Coronazahlen haben mehrere Bundesländer die Maskenpflicht in Schulen abgeschafft. Die britische Gesundheitswissenschaftlerin Nisreen Alwan erklärt, wie riskant das ist.“
    https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/coronavirus-bei-kindern-es-ist-wirklich-interessant-dass-es-in-deutschland-dieses-schwarz-weiss-denken-gibt-a-af7db7aa-804b-49d4-8332-d3677747766f

    Ob die Entscheider wohl mal solche Beiträge lesen?

  12. Heute war in der RP zu lesen, dass Herr Wüst in dem oben erwähnten Interview auf die Frage, warum er mit der Aufhebung der Maskenpflicht nicht bis zur Einführung eines Impfstoffes gewartet habe, nicht wüsste, wie er den Kindern erklären könne, warum Erwachsene ohne Maske feiern dürfen und die Schüler(innen) getestet mit Masken im Unterricht sitzen müssen.

    Echt nicht? Per SCHULPFLICHT ohne Gewährung von Abstand werden die Kinder durch die Aufhebung der Maskenpflicht einer erhöhten Infektionsgefahr ausgesetzt, Herr Wüst! Einst diente die Maske sogar dazu, den generell nicht vorhandenen Mindestabstand von 1,5 m in den Schulen zu rechtfertigen. Wurde das schon vergessen?

    Die Frage ist doch, sollte man mich zwingen dürfen, mich als (un)geimpfte(r) Schüler(in) von meinem/meiner vielleicht infizierten, geimpften und nicht getesteten oder infizierten, falsch negativ getesteten, Mitschüler oder Mitschülerin direkt infizieren lassen (durch Speichelnebel, Husten, Niesen)? Sollte man das allgemeine Risiko eingehen, dass ein(e) geimpfte(r) Schüler(in) ungetestet infiziert im Raum verbleibt bis das Coronavirus jeden Ungeimpften und Geimpften im Klassen- oder Stufenverbund erreichen kann, insbesondere auch in einer Zeit, in der die Kliniken bedrohlich volllaufen, die Covid-19-Todeszahlen täglich steigen? Kann es rechtens sein, auch wenn man davon ausgeht, dass die Covid-19-Intensivstationen für Kinder im Zuge der Kinderdurchseuchung nicht überlastet werden, das Risiko für andere schwerwiegende Folgen, die eine Covid-19-Infektion nach sich ziehen könnten, und bei denen ein Impfangebot (eben auch U12) gegensteuern könnte, auszublenden?

    Es gibt keine Pflicht, ein Restaurant betreten zu müssen. Es gibt auch keine Plicht, Sport im Innenbereich ohne Maske auszuüben. Wer das tut, tut es nach individueller Risikoabwägung freiwillig oder lässt es. Unsere Kinder aber müssen per Schulgesetz auch in der Pandemie derzeit in Präsenz zur Schule gehen. Es gibt bei Aufhebung der Maskenpflicht keinen garantierten, selbstverständlichen Schutz für diejenigen, die sich gerne geschützt wüssten und andere gerne weiterhin größtmöglich vor einer Infektion schützen möchten (gerade auch jetzt in der allgemeinen, sich zuspitzenden wuchtigen uns alle überrollenden Welle!). Es ist nicht fair, zwangsweise einer Sorglosigkeit seines Gegenübers ausgeliefert zu werden und zu sein! Und es ist eine Zumutung, wieviel Unfrieden in die Schulen gebracht wird, wenn nicht alle an einem Strang ziehen! Dieser Strang kann allerdings in dieser Lage niemals ein Maskenverbot sein!

    Mit einer solchen politischen Entscheidung wie die Aufhebung der Maskenpflicht zu Zeiten einer für alle bedrohlichen Welle wird den Kindern, für die wir Erwachsenen sowie das Schul-, Familien- und Gesundheitsministerium die Verantwortung tragen, ihr Recht auf ihren Gesundheitsschutz genommen! Mund-Nasen-Schütze bringen erwiesenerweise für jeden Einzelnen nur etwas, wenn ALLE Anwesenden einen tragen! Und FFP2-Masken im Unterricht sind nicht praktikabel, da die zwingend erforderlichen Tragepausen nicht eingehalten werden können und diese auch im Selbstschutz sicheren Masken dazu über so viele Stunden für die Kinder viel zu beschwerlich sind! Es reicht nicht, den Kindern nur zu erlauben, freiwillig einen MNS weiterhin zu tragen und die sonstigen „Schutzmaßnahmen“ wie das Testen leider der nur ungeimpften Kinder und die Quarantäne“ausweitung“ auf leider nur ungeimpfte (!) Sitznachbarn dafür als Rechtfertigung zu nehmen, da die „Schutzmaßnahmen“ – lückenhaft wie sie sind – nicht garantieren können, dass die Schulen sicher sind, wie es immer und immer wieder einfach behauptet (!) wird! Nein, die Schulen können so (!) gar nicht sicher sein und trotzdem werden alle per Präsenzpflicht gezwungen (!), sich täglich aufs Neue in diese Gefahrensituation zu begeben!

    Geimpfte infzieren andere und werden nicht präventiv getestet.
    Geimpfte nicht wissentlich Infizierte gehen nicht in Quarantäne, auch wenn sie neben einem Infizierten – sogar ohne Maske – gesessen haben und sich sehr wahrscheinlich direkt angesteckt haben.
    Ungeimpfte Getestete werden mit Antigentests nicht sicher erkannt und infizieren andere.
    Den Aerosolen hätte man mit Luftfiltern beikommen können, stattdessen wird mehr oder minder gut gelüftet und im Herbst/Winter gefroren, womit neben der Ansteckungsgefahr mit Coronaviren das Immunsystem geschwächt und empfänglich wird für Erkrankungen mit Viren/Bakterien jeglicher Art.
    Der/die (un)geimpfte Sitznachbar/die Sitznachbarin könnte zu jeder Zeit (!) unerkannt infiziert sein und ohne Maske für eine direkte, sehr sichere, Ansteckung sorgen … einfach, indem er/sie nur spricht bei unter 1,5 m Abstand!

    Nein, die Schulen sind NICHT sicher und die Schüler(innen), die das Angebot, auf die Maske zu verzichten, freiwillig dankend ablehnen, haben längst begriffen, dass sie auf der Hut sein müssen, wenn politische Entscheider(innen) ihnen „Gutes“ tun möchten. Nein, danke! In dieser Sache haben sich die Ministerien (Gesundheit, Bildung & auch Familie) auch unter ihrem neuen Chef leider völlig disqualifiziert, das Vertrauen in ihre fachliche Kompetenz und gute Absicht verspielt und an Glaubwürdigkeit nichts mehr zu bieten!

  13. In meinem Unterricht (Sek. 1) mehr als 90% Maske auf. Ich bitte diejenigen, die keine Maske tragen wollen sich zusammen zu setzen, um denjenigen mit Maske und einem höheren Schutzbedürfnis dieses zu gewährleisten. Dann setzen ein paar die Maske wieder auf, um sich nicht umsetzen zu müssen oder weil ihnen dann doch der Ernst der Lage klar wird.

      • Ich rechne damit, dass das noch kommt. Aber ich fürchte, dann bin ich der psychischen Belastung nicht mehr gewachsen (Sorge um die Gesundheit der Kinder und um meine eigene).

        • Ich wünsche Ihnen, dass Sie nicht unter Druck gesetzt werden. Ich bin nicht mehr frei und werde leider gezwungen, Normalität vorzuheucheln und mich den – wenigen – lauten, Coronamaßnahmen ablehnenden Eltern zu fügen.
          Abgesehen davon, dass ich überzeugt bin, dass eine auschließlich auf Präsenz setzende Strategie falsch ist, verliere ich immer mehr den Mut für meine und die Lust an meiner Arbeit. Ja, einige werden sich „danach“ nicht mehr in die Augen schauen können.

  14. Dass jetzt jedes Kind selber entscheiden muss und entweder mit dem Druck seiner Peergroup oder eben mit dem Druck aus dem Elternhaus klarkommen muss, das ist kein Stück mehr Normalität, sondern eher ein Stück mehr Belastung: https://www1.wdr.de/nachrichten/themen/coronavirus/kinder-schule-ohne-masken-100.html Klare und einheitliche Regeln sind für Kinder besser zu akzeptieren als ein Hü und Hott.
    Und außerdem schadet es der realistischen Einschätzung der Risiken: Letzte Woche mussten die Kinder noch auf den Gang raus, während die andere Hälfte der Klasse sich gerade testet und auf dem Schulhof frühstücken … und diese Woche sind viele Masken ab und einige teilen sich prompt in der Pause wieder genüsslich Brausepulvertütchen.

  15. „Die meisten Schüler haben ihre Masken anbehalten“: Erleichterung über das Ende der Maskenpflicht? Davon ist wenig zu spüren

    Glaube ich nicht. Das wirkt zu aufgesetzt. Vor Ort erlebt man es ganz anders.

    • Da muss man eben von Schulform zu Schulform gucken – und so „böse“ das klingen mag, eben auf den Bildungsstand der Kinder und vor allem deren Eltern.

      Bei uns auf dem Gymnasium haben fast alle (selbst im vollständig doppelt geimpften Mathe-Lk, da sogar komplett alle) die Maske noch auf. In 30er Klassen in den Jahrgängen 5/6 sind das vielleicht 3-4 „ohne“. Das sind aber eben bildungsnahe Elternhäuser (z.T. selber Ärzte) und auch die SV macht sich für das Maskentragen stark.

      Bei einem Freund von mir – sehr bildungsfernes Klientel an der Schule – trägt fast keiner mehr Maske…

      Ich habe langsam den Verdacht, dass die Landes-FDP es auf Querdenkerstimmen bei der kommenden Wahl anlegt. Selbst wenn da nur 5 – 10% die Wegnahme des Schutzes gutheißen und die wählen, für die FDP wäre das ja viel…anders kann ich mir das alles nicht mehr erklären…

      • @MB
        Das hat viel mehr mit Mainstream als mit Bildungsstand zu tun. Deshalb sind die Ergebnisse hier auch so unterschiedlich. An der einen Schule haben sich Gegner und an der anderen Schule die Befürworter hervorgetan bzw direkt oder indirekt durchgesetzt und der Rest glaubt das, was die Mehrheit sagt bzw möchte nicht unangenehm auffallen. An Grundschulen haben wir eine Mischung von Bildungsnahen – und fernen Familien und trotzdem kann es, wie man hier hört, ganz unterschiedlich aussehen.

        • Sehe ich ganz anders. Viele, die nicht gerade den „Mainstream“ propagieren, sehr eigene, gut begründete Standpunkte zu vielen Themen vertreten, gerne auch gegen Mitschüler und/oder Lehrer und so den Unterricht oft bereichern, sind hier klar auf Seiten der Wissenschaft.
          Protest gegen den Mainstream kann und soll man äußern, wenn ich dürfte, würde ich z.B. Fridays for Future viel stärker unterstützen, statt Schüler*innen zu gängeln, die sich dort engagieren – aus Protest gegen den vermeintlichen „Mainstream“ auf das letzte bisschen Gesundheitsschutz in Schulen zu verzichten, wäre aber mit Verlaub dumm, das sind die meisten der Schüler bei uns nun wirklich nicht…

  16. Nach einer Umfrage unter 10 repräsentativ ausgewählten Bekloppten waren 67,4% für die Maskenpflicht auch beim Duschen, beim Fahrradfahren und während des Koitus.
    Keine Chance dem Virus!

  17. Wie bitte ist denn das zu verstehen, liebe Redaktion? „Nach einer Woche nach dem Ende der Maskenpflicht ist die Bilanz ernüchternd.“ Steht auch beim WDR im Videotext.
    Ist es ernüchternd, dass nicht alle brav sind und die Masken abgelegt haben? Oder dass sich Politiker profilieren konnten, Querdenker- und Nörglermails nachgebend, billig Punkte sammelnd, während SuS und LuL sich selbst schützen? Übrigens haben Kinder, die weiterhin Masken im Unterricht tragen, mehr Ar…in der Hose als die NRW- Landesregierung.

    • Lieber Deutschlehrer,

      „ernüchternd“ ist die Bilanz für die Landesregierung, die sich (und allen anderen) von dem Ende der Maskenpflicht einen Schritt hin zur Normalität in den Schulen versprochen hatte. Davon kann keine Rede sein, wie der Beitrag deutlich macht.

      Herzliche Grüße
      Die Redaktion

  18. Unser Sohn ist froh über das Ende der Maskenpflicht und setzt sie auch im Unterricht ab. Dies tun ihm die ebenfalls vollständig geimpften Schüler (7. Klasse) gleich. Alle anderen behalten ihre Masken auf.

    Hier verstehe ich die anderen Eltern teilweise nicht, Sie setzen ihren Kindern im Ganztag am Gym FFP2 Masken auf, aber lassen sie nicht impfen. Unser Sohn ( 12 J. ohne Vorerkrankungen) ist der einzige geimpfte Schüler in der Klasse. Bei 26 Schülern sind nur noch 4 Mädchen geimpft und 2 Mädchen genesen.

    Hier ist wohl seitens der Politik und der Ärzte noch viel Aufklärungsarbeit bzgl. des Risikos einer Herzmuskelentzündung bei Erkrankung bzw. Impfung zu leisten. Anders ist dieses Verhalten nicht zu erklären. Die Angst vor der Impfung scheint leider höher zu sein, als die Angst vor der Erkrankung und Schäden durch diese.
    Durch das, vom Gesundheitsamt ausdrücklich nicht empfohlene, Tragen von FFP2 Masken für so lange Zeiträume, können schließlich auch Probleme auftreten. Die hierfür notwendigen Pausen können nicht eingehalten werden, wie es der Arbeitsschutz vorsieht. Ich finde, dies sind arme Kinder.

    Letztendlich müssen wir alle lernen, mit diesem Virus zu leben. Es wird nicht verschwinden und wir werden nicht die nächsten 10 Jahre und länger mit Masken rumlaufen oder sitzen können und wollen. Die Impfung bringt die nötige Sicherheit vor schweren Erkrankungen und verschafft Zeit, bis gut wirksame Medikamente zur Verfügung stehen.

    Im Landtag NRW gab es sogar eine aktuelle Stunde wegen der Aufhebung der Maskenpflicht. Was für Erwachsene gelebte Normalität bei Veranstaltungen ist, wird für Schüler viel strenger gefordert. Dies ist im Rahmen des Gleichbehandlungsgrundsatzes so nicht haltbar.

    Ich hätte mir bei den derzeit explodierenden Zahlen eine aktuelle Stunde gewünscht, in der es um strenge Regeln für den Karnevalsauftakt am 11.11. geht. Maskenpflicht im Freien für alle Feiern, strenges 2G nicht nur in Köln und lückenlose Kontrollen überall. Dies werden nämlich wieder tolle Gelegenheiten für das Virus, sich auszubreiten. Solche Maßnahmen schützen letztendlich auch die ganze Schulgemeinschaft, aber da will die Politik leider nicht ran, weil die Gegenwehr zu groß werden könnte. Bei Schülern ist die Gegenwehr leider viel geringer. Luftfilter für den Landtag, frieren für Schüler. Masken runter in der Freizeit und bei der Arbeit, Masken auf für LUL und SuS… Ich könnt´ewig so weitermachen….

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